Indiana Tribüne, Volume 29, Number 123, Indianapolis, Marion County, 17 January 1906 — Page 4
Jndiana Tribüne. Heraulgegedea von der uttndtrg E. Indianapolis, Ind.
Harry O. Thudlum .... yräfldent. OeschSftSIocal: No. 31 Süd Delaware Straße. TELßPHONE 269. Hntcred Kr the Pott Office ol Indianapolis as second dass matter. Die Konferenz. Mit warmem Hündedruck begrüßten sich die Abgesandten der Nationen ge ftern in AlgeciraZ. Die Höflichkeit der Diplomaten verleugnet sich ja nie, selbft venn ihre Bemühungen schließ lich den blutigsten Kriegs heraufbe schwören. Aber c5 gewinnt den Anschein, als ob diesmal ein friedliches Ende die Konferenz krönen wird. Für Frankreich steht selbstredend viel auf dem.Spiele, denn mit der Kontrolle in Marokko ist seine Stellung in Algier doppelt fest. ES liegt zwar nicht die geringste Ursache sür Fcänkreich vor, für seinen algierifchen Besttz Befürch. tungen zu hegen. Seine Rechte find dort sicher etablirt, auch ohne besondere Vorrechte in Ma rokko. Die anderen Möchte besonders Deutschland, aber find hauptsächlich durch HandelSrückfichten in ihrem Pro. teft gegen Frankreichs Verlangen de' stimmt. Obwohl - an dieser Stelle schon die Marokko.Frage eingehend erörtert wurde, dürfte eine nochmalige bündige Erklärung der Situation wünschenZ. werth sein. England hatte um völlig freie Hand in Egypten zu haben, den Franzosen Kontrolle über Marokko eingeräumt, d. h. Frankreich sollte daZ Recht haben für die össeytliche Sicherheit in Ma. rokko zu überwachen Die Finanzen zu regeln und gewisse Reformen zu überwachen. Selbstredend würde da durch Frankreich gewissermaßen die Oberherrschaft über das bislang souve raina, marokkanische Reich erlangen, England hatte so wenig das Recht, derartige Vorrechte in Marokko zuzu sichern, wie Deutschland, Italien die Vereinigten Staaten oder irgend eine andere Macht. ? Die Souveränität des Sultans von Marokko war zur Genüge dadurch an erkannt, daß er rechtsgültige Handels vertrüge mit anderen Nationen, unter diesen auch Deutschland, abschließen konnte. Die Anmaßung Englands hatte die berühmte Kaiserfahrt nach Marokko zur Folge. Kaiser Wilhelm II. brachte dadurch sofort Klarhält in die Situation. ES zeigte fich alsbald, . daß sich Deutschland, frofc deS thttlweise erfolgreichen SchwüchungSversucheS des Dreibundes, durch die Umtriebe von Telcasse, der Sachlage völlig gewachsen fühlte. Der Marotto. Besuch deS Kai ferZ hatte bedenkliche KriegSkrisen im Gefolge. Frankreich lenkte ein, Del casse mußte abgehen. Auf Deutschlands Anregung wurde nun die Konferenz angebahnt. DeutschiandS Forderung besteht darin, daß die sffene Thür in Marokko für den Han del allen VertragS'Nationen gewähr leistet bleiben müsse. Die Reformen in Marokko aber sollen anstatt von den Franzosen durch einen internationalen Ausschuß überwacht werden. Ebenso soll die öffentliche Sicherheit in Ma. rokko durch eine internationale Polizei hergestellt werden. Die Forderungen Deutschlands sind nicht nur gerechte sondern auch müßige. Die Vereinigten Staaten sind darin ganz im'Einklang mit Deutschland. Die wirthschaftliche Entwick. lungin1903. Die Rückblicke auf das Wirthschafts, leben 1905 in der europäischen Presse gipfeln in der Ueberzeugung, daß wir auf eine stetige Fortdauer der Wirth schaftlichen Erftarkung im Jahre 1906 rechnen können. Man argumentirt besonders mit der Leichtigkeit, mit der im abgelaufenen Jahre die Hemmnisse und Störungen im politischen und wirtschaftlichen Lebm überwunden wurden. An der Börse, dem Baro meter der wirthschastlichen Druckspan nungen, hat selbft die starke Zuspitzung des Marokko.ZwischenfalleS kaum eine vorübergehende Einschüchterung hervor rusen können. Wie in der ersten Hülste deS Jahres der Kriegszustand in .Oft afien selbst das Geschäft mit Japan und Rußland 'nicht beeinträchtigte, so
erwartet man auch von der Wiederher stellung deS FrieoenSzuftandeS zwischen diesen beiden Großmächten keine sehr fühlbare Belebung deS internationalen GeschüftSlebenS. Krieg und Frieden haben scheinbar nicht mehr einen so großen Einfluß auf die Weltkonstruk tur, wie noch vor wenigen Jahren. Auch solche Schädigungen deS National Wohlstandes, wie fie im Februar dieses Jahres der vierwöchentliche Streik von 200,000 Kolzlenarbeitern im rheinisch westfälischen Jnduftriebezirke herbei führte, konnten unter den günstigen Bedingungen des Erwerbslebens und mittels der starken Organisationen der detheiligten Industrien noch im Laufe deS Jahres wieder wett gemacht werden. ' Gegenüber den. Störungen durch Massenstreiks erweift fich allerdings in unseren Tagen die Stimmung deS Anlage suchenden Publikums empfind licher als gegenüber politischen Erschei nungen; die Furcht, daß die Anderen fiö vor den Folgen deS Streiks für die Rentabilität ihrer Anlagen fürchten, hat sich in London' und Paris als der zuguterletzt gefährlichste psychologische Faktor der Börsenspekulation erwiesen solange der Streik eben noch an dauert. Die stetig steigende Einfuhr und Aussuhr fast aller Kulturländer, befon derS auch die neue starke Steigerung in den Monaten Oktober und November dieses Jahres, ist das Phänomen, das ebenso erfreulich, wie schwer auf ein Seine Ursachen zurückzuführen ist. Die gute Ernte in den Vereinigten Staaten hat fich doch nur in den letzten Mona ten fühlbar machen können. Anbau ernder war die durch Präsident Roose velt seit dem vorigen Jahre ermuthigte Ausdehnung des amerikanischen Eisen bahnbaueS, die unzweifelhaft auf die Prosperität deS Eisenmarktes belebend eingewirkt hat. Die in immer weitere Kreise der Bevölkerung dringenden Be dürfnisse nach den Annehmlichkeiten, die uns die elektrische Industrie in der täglichen Lebensführung verschafft, erklärt die exorbitante Steigerung der Preise für Kupfer. Zinn und Blei auf dem Weltmarkte. Die Vorwegnahme zahlreicher Be ftellungen wegen der im März in Kraft tretenden neuen Handelsverträge ist wohl kaum als ein starker Faktor für die augenblickliche glänzende Konjunk tur der großen Industrien und des Großhandels anzusehen; denn dieselben Erscheinungen, die in den Handelöder tragSländern damit erklärt werden sollen, zeigen sich auch im gleichen Ver hültniß in dem von der bevorstehenden Veränderung unberührten England. Eher könnte man schon die Wirth schaftliche Eryarkur.g BrafilienS.PeruS. Chiles und Mittelamerikas und die Er. schließung der großen HilSquellen dieser entwicklungsfähigen Länder für die augenblickliche Gestaltung der Wettkon junktur heranziehen. Wie sich der Weltiandel im Jahre 1905 nach allen Richtungen ausgedehnt hat. so ist er auch innerlich durch die gehobene Rentabilität der für ihn ar beiteuden Unternehmungen, durch die lohnende Beschäftigung der Arbeiter und die dadurch gesteigerte Kaufkraft weiter Kreise der Bevölkerung. Die Ermuthigung deS Unterneh mungSgeiftes, die uns die Erfahrungen deS Jahres 1905 gebracht haben, ist, wie ein amerikanischer Nationalökonom hervorgehoben hat, auch ihrerseits ein sehr wichtiger Faktor zur Verbesserung der Bedingungen, unter denen sich jeder wirtschaftliche Unternehmer zu bethätigen hat.
D e r Neger TootS Tomking. 29 Jahre alt, 513 Minerva Straße wohn haft, wurde wegen Kleindidstahls hin ter schwedische Gardinen gebracht. Der Bursche hatte eine Pferdedecke aus einem Leihstalle an der West Washington Straße gestohlen und wurde gestern von den Polizisten Dlrossette und Helt in seiner Wohnung verhaftet. Die Decke gehörte den Ge brüdern Grau. Die größte und pas. sendsteAuövahl von Schnitt blumen nnd Olumenstücken für alle freudigen und trau rigen Ereignisse. Wir sind jederzeit gern bereit bei der uövahl behülslich zu Uln. Sertermann Broö. Co. 241 fcff. ve. Tel. 840. Bauerlaubnißschei n e. Mary tt. Callahan, Reparaturen, 75 Layman Straße, $750. Frau Eh. Jone, zweistöckiges Wohnhaus, Bellille Ave. und Michigan Straße. 53000.
Jnviana Artdüne, 17. Januar 1906
Aus alter Icit. Ein originelles Kursbuch auS dem sechzehn ten Jahrhundert. Das älteste Kursbuch ist, wenigstens nach des Verfassers Behauptung, der im Jahre 1597 zu Cölln a. Rh. durch Lambertum Andree gedruckte Außbund und Krön aller Wegweiser, darinnc Verzeichnet sind alle die Wege, so gehen auf; 71 vornehmbste Stätten Teutschlandts, 17 von Niederlandt. 39 von Frankreich, 29 von Jtalia und 31 von Hispania. Alles zu dienstlichem Wolgefallen aller Herrn und Fürstlichen Abgesandete, Kauffherrn. Wan-der-und Handwercksgesellen, Reitende und gehende Boten, deren Wegen vor niemals in druck gesehen worden sind." Seinen Namen nennt' der Verfasser nicht, sondern deutet -nur an: Von einem Liebhaber der Geography in diese Ordnung gebracht und mit den Mappen des weitberühmbten Geographs Herrn Gerardi Mercators conferiert." Auf diese Mappen weist der Führer unausgesetzt hin es hat fast den Anschein, als sei er ihrethalben geschrieben worden. Wie man von einem richtigen Kursbuche fordern muß, weist auch dieses eine Menge Karten auf, zumeist allerdings so mangelhaft nach Form und Inhalt, daß sie selbst zu jener Zeit nur den bescheidensten Ansprüchen genügen konnten. Das Reißbuch" veschränkt sich nun nicht daraufdie Wege von den aufgezählten Städten nach nähern und ferngelegenen Orten und deren Entfernung anzugeben, sondern es gibt auch das Merkenswerthe in Bezug auf Lage, Geschichte und Bedeutung jeder einzelnen Stadt. Von Cölln wird unter anderem behauptet, es sei überauß schön und herrlich gebawet. Ist von einer schönen Mauer mit Schwibbogen, darinnen 83 wohlgelegene Thürm, zur Gegenwehr umbgeben.. Da ist auch eine Universität oder Hohe Schul." Essens heutige' Bedeutung wird vorausgeahnt. Es heißt darüber: In Essen ist ein Stifft mit 52 Jungfrawen und 52 Kanonici, die allda ein kanonisch Leben führen sollen. Da seind Brunnen,' in denen findt man schwartze Stein, die brennen im Feur." Mit Berlin faßt sich aber d:r Verfasser sehr kurz: Berlin wird durch den Fluß Spree abgetheilt von der stat Cöln, da des Churfürsten von Brandenburg Hoflager jetzund ist." Wichtiger erscheint ihm die Stadt der Päpste, von der er sagt: Rom ist die Königin der gantzen Welt, daß wer dahin kompt. Wunder siehet. Des Bapstes Lusthaus Velvedere ist wie ein Jrrdisch Paradeiß herrlich zugericht. Es stehen noch da der Kaiser Adrian, und Antonini' Seulen. Triumphbogen, Tempel und wunderbare Wassergenge. Reiß selbst hin, denn ich vermag solche Pracht nicht zu schildern." Gedrehter Tlice. :'J Das Ackerbau - Departement in Washington, D. C.. beschäftigt sich zur Zeit mit dem neuartigen Experiment'. Thee in Tablettenform zusammen pressen, so daß sich von einem Täfelchen eine Tasse des aromatischen Getränks zubereiten läßt. Wenn,das Verfahren sich als praktisch erweist, fö würde dann ein großes Packet Thee sich in dem Cchächtelchen von Tabletten, nicht größer als eine' gewöhnliche Streichholzschachtel, zusoninienpress lassen. Der für jbie Versuche verwandle Aee wird von der von dem AckerbauDepartement anqelegten Theeplantaqe btt SummervllleS.C., bezogen. Die Versuche mit dem neuen Preßthee sind bereits soweit gediehen, daß eine Kiste mit Thee-Tabletten probeweise Dr. Gcllloway, Direktor des Bureaus für Pflanzenindustrie, zugesandt werden konnte. Jedes Schächtelcken in der Kiste enthält 20 Tabletten ungefähr von der Größe eines Centstllckes. aber zweimal so iicf, und von dunkelgrüner Farbe. Galloway versichert, daß Allen, die es probirten. der Preßthee vorzüglich gemundet hat. Der Hauptwerth des neuen Versahrens liegt in der Thatsache, daß der Thee in der gepreßten Form so wenig Raum einnimmt. Das Ackerbau-De-partement ist schon lange bestrebt, Proviant für die Armee und Marine in einer Form, die möglichst Raum erspart, zu liefern. Die Behörden sind der Ueberzeugung. daß div neuen Theetabletten nicht nur den Anforderungen der Regierung entsprechen, fondern auch für den allgemeinen Handel und Familiengebrauch sich eignen werden. Babyerhält eine Million. Dem Bundessenator und Kupferkönig W. A. Clark von Montana wurde jüngst eine Enkelin geboren. Die Eltern des kleinen Baby sind Clarks Sohn, Charles W. Clark und seine Äattin in San Francisco, Kal. Der glückliche Großvater ließ auf die Nachricht von der Geburt der Enkelin sofort bekannt machen, er werde dem Baby Z1.000.000 in Baargeld schenken, wie er es schon bei der Geburt des ersten Enkelkindes gethan hat. Nund 440.0 0 0.000 Pfund Tabak werden jährlich in den Ver. Staaten verbraucht es handelt sich hier nicht blos um Rauch-, sondern auch um Schnupf- und Kautabak. Auf die Ver. Staaten folgt unmittelbar Deutschland als derjenige Staat, wo alljährlich die zweitgrößte Menge an Tabak verbraucht wird, nämlich fast 202,0QÖ,000 Pfund, und hierauf folgt Rußland mit etwas üb:? 150.000.000 Pfund. ' '
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Hcuschrcckm in Bflasrika eine gesürchtete Plage am Kilimandschar. Grohe Tclikatkffe. Nur wenig Segeln Deutsch-Ostafri-kas sind so gefürchtet wie die Heu-, schreckenplage, die fast alljährlich gewaltige Landstriche heimsucht und Hungersnoh und damit nur zu oft Aufruhr im Gefolge hat. In solchen Gegenden aber, die die Heuschrecken auf .ihren weit ausgedehnten Wanderzügen nur passiren. ruft das Erscheinen des gefräßigen Insektes, eitel Freud: hervor. Denn die Neger verzehren die Heuschrecke, auf mannigfache Art zubcreitet, als besondere Delikatesse. Sehr anschaulich schildert P. Nägel diese Freude in den Veröffentlichungen des Afrikavereins." Lo nzige. nzige" (Heuschrecken, Heuschrecken)! heißt es da, riefen an einem schönen FebruarNachmittage meine Missionskinder und dabei ' hüpften und klatschten sie vor Freude. Ich ging auf die Veranda, sah aber nichts, bis' mich die Kinder auf eine röthliche Staubwolke aufmerksam machten, die am weiten Bergesrücken des Kilimandscharo entlang zog." Nur kurze Zeit, und von allen Seiten strömten die Eingeborenen dem Heuschreckenschwarm entgegen. Die Schwärme in der Luft zählten nach Millionen, das Summen und Sausen war unbeschreiblich. Dazu hörte man das Kreischen der Adler. Störche und Raben, die das Heuschreckenheer umflogen und angriffen. Die Heuschrecken sind von weinrother Farbe, ihre grau punktirten Flügel glänzen im Sonnenschein wie Silberplättchen. Geräth man in einen solchen Schwärm hinein, so hat man den schmerzenden Eindruck eines starken Hagelschauers, und wie Hagel polterte der Schwärm auch, vom Winde getrieben, auf das Wellblechdach des Missionshauses. Nach der Angabe Nägels brauchte der Schwärm volle zwei Stunden zu seinem Vorllkerzuge. obschon der Wind die Thiere ziemlich stark jagte. Die Neger sammeln die Heuschrecken in Körben oder in Botanisirtrommeln, die sie geschickt aus Vananenstämmchen improvisiren. Daheim rupft man den Infekten Flügel und Bein: aus und brät sie am Spieße" oder auch in der heißen Asch:; man kocht sie auch wohl und setzt etwas Fett dazu. Nach dem Urtheil des Missionars soll der Geschmack der dunkelbraun gebratenen Dinger gar nicht übel sein. Es mag hier der Kuriosität halber erwähnt sein, daß die Europäer in Nordafrika aus den zu Mehl z-.rschrotencn,- getrockneten Heuschreckenleibern eine Pastete unter Zusatz von Mehl, Zucker. Burgunder und Rum! bereiten. Diese briquets a la Venoiton" qelten als hervorragende Delikatesse in 'Algier. Nicht minder erpicht sind die Neger 'auch auf die Störche, die, wie erwähnt, mit dem Heuschreckenheere ziehen. ' Mafuta mengi," die Vögel sind fett, ist ihr Urtheil. ' Sie holen sie des Nachts, wenn die Störche, müde vom Fliegen und Fangen, auf den Bäumen hocken und frieren. Uebrigens pflegen sich auch die Heuschrecken des Nachts auf Bäumen. Hecken, in den Vananenfeldern. auf den. Felsen u. s. w. zu lagern. Richter als Zlkrobat. In Nottingham. England, fand eine Gerichtsverhandlung wegen NichteinHaltung des Austrags einer Wette statt. In der Verhandlung wurde UNter Anderem die Fraae erörtert, ob es möglich , sei, einen Cylinderhut vom Fußboden aufzuheben, ohne die Kniee zu biegen. Einer der Advokaten behauptete. es sei dies bei einem Taschentuch nicht möglich, und ließ zum Beweise dessen sein eigenes Taschentuch fallen, das er trotz aller Mühe mit gestreckten Beinen nicht aufzuheben vermochte. Nun erklärte der Richer, er halte die Ausführung des gymnastischen Versuches für möglich, und ließ gleichfalls ein Taschentuch fallen, das er sodann thatsächlich auf die erwähnte kunstvolle Art wieder in seinen Besitz brachte. Der die Vertheidigung führende Anwalt ließ aber diese Beweisführung durch Se. Lordschaft nicht gelten und behauptete, der Richter habe unter dem Talar die Kniee gebogen. Ew. Lordschaft haben die Kniee nicht gerade gehalten," rief der Advokat in geringschätzigem Tone. O ja," erwiderte eifrig der Richter und wiederholte daö Kunststück, indem er den Talar hochhob.. Das akrobatische Kunststück des Kadis soll von den Anwesenden mit ungetheilter Bewunderung verfolgt wo?den sein. y Stahl eine Spenden--.s a m m l u n g. In Vrzesko, Galizien, hat der Diener des dortigen Bezirkshauptmannes mittelst nachgemachter Schlüssel aus der Kasse des Bezirkshauptmannes durch längere Zeit das aus den Sammlungen für die Abgebrannten des Städtchens herstammende Geld, zusammen 12,500 Kronen ($2500) gestohlen. Der Bezirkshaupt. mann wurde aufmerksam gemacht, daß sein Diener mit mehreren Burschen seit längerer Zeit viel Geld ausgebe, und so wurde der Diebstahl entdeckt. Im Hofe unter einem Düngerhaufen fand man noch 1500 Kronen, den Rest hatten die Diebe schon vergeudet. Der Thäter sowie seine Freunde wurden verhaftet. Holland ist das einzige europäische Land', wo die Einfuhr von Kaffee durch keinen Zoll erschwert ist.
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Kein Kaufmann in der Stadt führt einen solch großen Vorrath von Diamanten.
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t 15 Nord Illinois Str. ef Glück im Unglück. Während der Elektriker William Peters in San Francisco im fünften Stockwerk eines Neubaus mit dem Legen von Leitungsdrähten beschäftigt war, verlor er das Gleichgewicht und stürzte in die Tiefe. Seine mit ihm arbeitenden Kameradcn -vermißten ihn erst einige Minuten späte? und eilten dann hinab, um nach ihm zu sehen. Sie fanden ihn in einer hinter dem Neubau befindlichen Alley bewußtlos am Boden liegen und sorgten für seine Ueberführung nach dem Hospital, wo er bald wieder zum Bewußtsein kam. Die einzigen äußerlichen Verletzungen, die die Aerzte dort finden konnten, bestanden in einem Bruch des Handgelenks und einigen unbedeutenden Kontusionen. .Sie" war ein Knabe. Nachdem die 14 Jahre alte Emma Heinrichs mehrere Wochen in einer Besserungsanstalt in Trenton, N. I., inhaftirt gewesen war, machte man die Entdeckung, daß Emma männlichen Geschlechts ist und beförderte sie schleunigst nack? dem Countygefängniß in Paterson, N. I. Der Knabe hat durchaus kein mädchenhaftes Aussehen, und nur weil er seit Jahren Mädchenkleider und zu einem Zopf geflochtenes langes Haar trug, hielthn die Polizei für ein Mädchen. Seine Mutter starb vor zehn Jahren und sein Vater hat sich seitdem wieder verhcirathet. Warum die Eltern den Knaben in Mädchenkleidem aufzogen, konnte nicht in Ersahrung gebracht werden, aber so kiel steht fest, daß Emma" als Anführerin einer jungen Einbrecherbande zahlreiche Einbrüche in Paterson plante und ausführen ließ: die von den Jungen erlangte Beute wurde von Emma" verkauft und der Erlös vertheilt. Ttt to M Store (tablirt 1853.) ...Jndlana'S größter Lade. ...Aufranmung... ....von.... ...Winter-Unterzeug..: Eine Spar Gelegenheit die wohl des Beachtenö werth ist, beim anrücken deS kalten WetterS. Frauen Jersey gerippte, vließ gefütterte Leibchen und Unterhosen, mit Bänder-Ausstattung am Hals, 25c Werthe ; am Donnerstag das Ge wand ........ 17c Frauen Jersey gerippte Korsetten Leibchen, die Carter Marke, 50c Werthe.... 39c Frauen ganz wollene Leibchen und Unterhosen, sehrschwer, in Schar lach oder grau, das Gewand.. .V8e : Ost Gang. ninsca 2$. Gross& Co. (rofc 10 Jahr, mit eorge Herrmann.) Deutscher Leichenbestaiter. Office: 639 Süd Delaware Elrabe. Cfficc Tel. eu 1115. Wohnn, r. Neu 9207
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