Indiana Tribüne, Volume 29, Number 123, Indianapolis, Marion County, 17 January 1906 — Page 3

Jndlanü Tibüne, 17 Januar 1906t

Die Marokko-Confmiiz.

Der spanische Herzog Almodomr zum Vorsitzcndm.. fij

crkorcu. Ein mitcs '

den Abgesandten licmcrlliar.' Russische Bauern brennen Schlösser der Adligen nieder. Ofsizicrc entlassen. Kntow ermordet. Nevolution in San Tomingo beendet. ?LahlKrawalle in Oesterreich.

Spanien. Die Marokko. Conferenz. AlgeciraS, 16. Januar. Die Marotto-Conferenz wurde heute Nach mittag 3.05 Uhr eröffnet. Der amerikanische Gesandte White ist sehr zufrieden mit dem Standpunkt de5 Herzog? von Almadovar, der die Nothwendigkeit der Unabhängigkeit Marokko'S und der pi door" Poli tik betonte; auch die französischen und deutschen Telegaten uehmen denselben Standpunkt ein. Vor der formellen Eröffnung der Eonserenz hielten die britischen und französischen Delegaten eine lange ge rneinschaftliche Sitzung. Herr von Radowitz äußerte zu einem Eorrespondenten der Associirten Presse: Jeder Gedanke an Krieg ist Phantasie. Die Conferenz wird zuerst die DiS cussion über das EinfuhrVerbot von Waffen und dann die über FinanZ'Re formen vornehmen. Gesandtemachen eSsich bequem. Die Delegaten hatten eingewilligt sich eS so bequem wie möglich zu machen. Um Uniformen kümmerten sie sich herz lich wenig. Die meisten von ihnen trugen ihre gewöhnlichen Nachmittags anzüge. Etwa? Leben und Farbe brachten in das eintönige Bild die wei ßen wallenden Mäntel, die Turbans und gelben Schuhe der marokkanisch? Delegaten und dies war gut, denn sonst hätte eS vielleicht ausgesehen, wie wenn die Herren zum NachmittagSthee gehen würden. Sieben Araber waren anwesend, die allen Vorgänge mit aufmerksamen Au gen verfolgten. Alle waren athletische Figuren, mit Ausnahme der de ma rokkanischen Ministers der Auswärtigen Angelegenheiten, Mohammed el Tor reZ, dessen Figur unter der Last der Jahre gebeugt ist. Denn der marokka nische Gesandte zählt nicht weniger wie 83 Jahre, und er stützt sich auf einen lanaen Stab, den er mehr wie eine Lanze als wie einen Spazierftock ge braucht. Herzog empfängt Moharnmed el Torreö. Der Herzog von Almodover empstng Mohammed el TorreS an dem Ende der Treppe, eine Auszeichnung, die kei nem anderen Delegaten erwiesen wurde. Im Moment, wo der Herzog den ma rokkanischen Minister emhfing. wurde er von dreißig ausländischen Photogra phen photographirt und Hunderte von Zeichnern versuchten einige Skizzen an zufertigen. Herzog vonAlmovador zum Präsidenten der ttonfe renz gewählt. Die Eröffnung der marokkanischen Konferenz zeichnete sich hauptsächlich durch den versöhnlichen Geist auö, der über derselben schwebte. Das Ereigniß des TageS war die Zusammenkunft der verschiedenen Gesandten samt ihren Sekretären und sonstigen Angehörigen ihres Stabes. Die Sitzung war nur von elnfiün diger Dauer. In derselben erwählten die Herren den spanischen Minister der auswärtigen Angeleaenheiten, nämlich den Herzog von Almovador zum Prä fidenten der Konferenz. Die Wahl er folgte einstimmig. Französische und deutsche Delegaten nehmen die Rede des Herzogs bei f ä l l i g ' a U f. Die französische und die deutsche De legation nahmen die Rede deS Herzogs beifällig auf. Nachdem der Herzog zum Präsiden ten gewählt worden war, hielt er an die Gesandten eine Ansprache, die so wobl von der deutschen alS auch d0N der französischen Delegation beifällig aufgenommen wurde. Die Rede deS Herzogs athmete Eintracht und Frieden. Der Sprecher rieth den. Nationen, ihre Differenzen zu schlichten, und betonte die Souveränität des Sultans, die ter ritoriale Antegrität Marokkos und die offene Thür. Es wurde als bedeutsam angesehen

MvcrMndniß unter

daß die französischen und die deutschen Delegaten sich in der herzlichsten Weife den Bemerkungen des Herzogs an schlössen. DieS wurde als ein Zeichen angesehen, daß die französisch-deutschen Beziehungen sich bessern werden. AlfonS schickt Equipagen. Die Gesandten wurden zur Konferenz in Court.Cquipagen gefahren, die Kö nig AlfonS von Sevilla und Madrid geschickt hatte. Der Transport der Equipagen von Madrid aus war bei den schlechten Verbindungen, die zwi schen AlgeciraS und Madrid bestehen mit Schwierigkeiten verbunden. - Die Delegaten passierten auf ihrem Wege zum Rathhause den mächtigen StiercircuS, der die halbe Bevölkerung von AlgeciraS fassen kann, nämlich über 6000 Personen. Malerisch nahm sich die schöne Villa auS, in der die marokkanischen Repräsentanten wohn en. Die Wachen uud Diener der Marokkaner lagerten vor der Villa. TrittzumKatholiziS. m u S ü b e r. Madrid, 16. Jan. Die Braut König AlfonS, Ena v. Battenderg. hat dem Papste mitgetheilt, daß sie zum Katholizismus übertrete. Deutschland. FreundschaftSlieder. Berlin, 16. Jan. Die Best. bungen, zwischen Deutschland und Eng and freundschaftliche Beziehungen an zubahnen, nehmen in den leitendenKreien einen rüstigen Fortgang. ES fand hier abermals eine großartige deutschenglische Sympathiekundgebung statt und zwar unter den Auspizien deS hiefigen Lyceum.ClubS. Mit dieser Kund gebung brachte der Club die hohe An erkennung zum Ausdruck, welche die auf dem Bankett des LondonerLyceum ElubS ausgesprochenen freundscaft ichen Gefühle Deutschland gegenüber hier allgemein gefunden haben. An der ttunoaebuna nahm eme außerordentlich große Zahl von reprä sentaliven Vertretern der Berliner Ge sellschast theil. Anwesend waren unter anderen die Mitglieder der hiesigen eng lischen Botschaft mit dem Botschafter Sir LaöcelleS an der Spitze, viele Pro fessoren, Schriftsteller sowie Künstler, der Londoner Bischof Talbot, die Ver. treter der englischen Presse in Deutsch land. Eine in hohem Grade demer kenZwerthe Ansprache dielt der eng lische Botschafter Sir LaöcelleS. In seinen Ausführungen betonte er, daß die Feindschaft zwischen Deutschland und England grundlos wären. Alle feindseligen Regungen zwischen beiden Ländern wären künstlich gemacht. Zum Schluß seiner eindrucksvollen Rede brachte der engliche Diplomat ein begeistertes Hoch auf das Kaiserpaar auS, für welches er hohe Bewunderung ausdrückte. Nach Sir LaScelleS nahmen die Vor fitzende deS Lvceum.ClubS, Frau von Siemens, Prinz von Schönaich'Caro lath, der Bischof Talbot. Professor Harnack und andere distinguirte Per sönlichkeiten daZ Wort. Der Grund gedanke ihrer Ausführungen bildete der Wunsch, daß die Freundschaft und die guten Beziehungen zwischen den beiden stammverwandten Völkern eine Fe stigung erfahren möchten. WlrdSchwägerinheira t h e n. V 1 1 1 i n, 16. Jan. In Crgän zung der Meldung vom verflossenen Freitag, daß der Großherzog Wilhelm Ernst von Sachsen'Weimar nach dem nahe bevorstehenden Ende seine Trauer jahreZ eine Reife nach Indien antreten und daß er nach schür Rückkehr in die Seimath Ende Mai sich wieder verlo den wird, kann man heute den Namen seiner Erwählten mittheilen. ES ist die Schwester seiner verstorbenen Ge mahlin, die am 17. Dezember 1837 ge borene Prinzesstn Hermine des Hauses Reuß a. L., welche er in zweiter Ehe heimzuführen gedenkt. Streik im Siegerland. Berlin, 16. Jan. Das durch seine .reichen Cisengruden und seine

großartigen Eisen unkr Stahlwerke be rühmte Siegerland im westfälischen RegierungSbezirt ArnSberg ist von einem allgemeinen Grubenaibeiterstrei!

''" em",ba: un? utt tnl1"! 4111 VW JlVlJfc Zechen droht auch auf die anderen Gruben überzuspringen. ES fehlt na türlich nicht an ernftern Bestrebungen, diese Kalamität zu verhüten, doch voaU tet vielfach die Befürchtung ob, daß die Vermittlungsversuche nicht den ge wünschten Erfolg haben werden. n a w in d Bin m tt nnr v iti b w u w- -r ir Wegen Raubmord. Berlin, 1. Jan. Nach dreitä. gigen Verhandlungen bat der Prozeß gegen die des Raubmordes angeklagten Musketiere RosinSky und Geppert Um 7. Westpreußischen Infanterie . Reg ment No. 155 in Ostrowa, worüber be reitS berichtet worden ist, vor dem Kriegsgericht in Posen sein Ende er reicht. Auf Grund deS überwältigen den Belastungsmaterials find beide An geklagte des ihnen zur Last gelegten Verbrechens schuldig befunden und zum Tode verurtheilt worden. Die Opfer der verurtheilten Soldaten waren be anntlich zwei Arbeiter Namens Glapa, Vater und Sohn. Steuervorlage in der Kommission. Berlin, 16. Jan. Die Reichs. boten haben die Generaldebatte über die neuen RelchSfteuern, auf denen die dringend nothwendige Finanzreform aufgebaut werden soll, beendet und die Vorlage an die zuständige Kommission verwiesen. . Die abfällige Kritik, welche die Steuervorschläge des Reichs Schatzamtsfekretärs Freiherrn von Stengel m Plenum des Hauses gesunden, läßt die Annahme gerechtfertigt erscheinen, daß' von der Vorlage nach den Kom misfionSberathungen nicht viel übrig bleiben wird. Thoma freigesprochen. Berlin, 16. Jan. AuS Mün chen kommt die Nachricht, daß der Redacteur Ludwig Thoma vom Simpli cisfimuL" von der Anklage, ein Berge hen wider die Sittlichkeit begangen zu haben, freigesprochen worden ist. Der Anklagebehörde zufolge hatte Thoma sich der ihm zur Last gelegten Gesetz Übertretung durchVeröffentlichung eines Flugblattes- des SimplicisfimuS" schuldig gemacht. Rubland. Mitglieder deS Arbeiter CouncilS verhaftet. St. Petersburg, 16. Jan. Alle Mitglieder des ArbeiterCouncils, 22 an der Zahl, wurden während der verflossenen Nacht verhastet. Die Po lizei confiScirte eine ganze Menge revo lutionärer Dokumente und Correfpon denzen. Die Behörden glauben durch die Verhaftung der Leiter die revolu tionäre Bewegung empfindlich ge hemmt zu haben. Bauern revoltiren. St. Petersburg, 16. Jan. Die Bauern'Unruhen in der Nähe von St. Petersburg nehmen bedenkliche ' ' ,S " ' j V v '' '' S ' U ,s z '''', ' ' :1&. , f yt'Vli'L HrV w m V i v, i'N & ' r K'' A , '' X r f&S'-f '.?' n , ' V,. - V: i i i. Jtf ".- . m V.V.v, A.VA',Vi'. IMulai der Sultan

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Formen an. Die Besitzungen dcö Her. zogs von Mecklenburg. Strelitz und des Fürsten Korfikoff wurden geplündert und Gebäude im District von Tsar. koje.Selo, ganz in der Nähe deS kaiserlichen PalaiS, niedergebrannt. Offiziere entlassen. St. P e t e r S b u r g, 16. Jan. Sieben Ossiziere deS rebellischen Ropoff Grenadier.RegtmentS in Moskau wur den wegen Unfähigkeit entlassen. Sieb zig Offiziere von der Flotte des fchwar zen MeereS werden wegen Theilnahme oder Begünstigung der Auflehnung von Matrosen vor ein Kriegsgericht gestellt werden.

Kautoff ermordet. St. Petersburg. 16. Jan. Prä sident Koutoff von der Liga der Fah nenträger", einer Organisation zum Schutze der Autokratie, wurde in seiner Wohnung von acht Terroristen ermor det. Die Mörder hinterließen eine Notiz, daß alle anderen Mitglieder der Liga der Fahnenträger" das Schick. sal d:S Ermordeten theilen werden. Börsengeschäfte flau. Berlin, 16. Jan. Die Börsen geschäfte sind in Folge der Ungewißheit in der Marolko.Frage fortgesetzt flau. Preise haben eine niedergehende Ten denz. San Tomingo. Revolution zu Ende. San D o m i n g o, 16. Jan. Die Rebellen, welche den Hafen Monte Christo besetzt hielten, kapitulirten heute und die Regierungstruppen besetzten die Stadt. Das Kanoendoot Jndependencia ' er gab sich ebenfalls, nachdem sich der Be fehlshaber auf einem amerikanischen Kriegsschiffe in Sicherheit gebracht hatte. Alles ist ruhig und die Revolution ist zu Ende. Oesterreich'Ungarn. Wahl Krawall. Budapest, 16. Jan. Bei Ge legenheit der Wahl eines Richters in dem Dorfe Bilka im Beray Distrikt kam es zwischen Bauern und Gen darmen zu einem . blutigen Kampf. Sechs Bauern und zwei Gendarmen wurden getödtet und eine ganze Anzahl Personen verwundet. Schiffsnachrichten. Hamburg: Kansas" nach San Fran ciZco. Manila: ciSco. New York: London : ,Algca" nach San Iran Carpathia" nach Neapel. MinneapottS" von New Bork. Gibraltar: Hamburg" von New Yor nach Neapel. ' Bremen: Rhein" von New York. Marseilles: Gallia" von New York. T o p e k a, Kan., 16. Jan. Der Bericht der Bücher.Experten zeigt ein Deficit von 560,000 in der Staats Casse. Der Bericht deckt die Termine des früheren. StaatSfchatzmeisterS GrimeS und des jetzigen Amtsinhabers ttelley. vrf. vmz WA', ' W,. -V" v'.? M y. 'y ''',, 'S, ',' ' ','' sr' s ,V" , 'j. t l' ' üs , ,? ?Vt z. ' - , " ' l ;if" '"-. ' fV 0 4 ä &u

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Deullche Z'chncillcr in Paris. '

Deutsche Arbeitskröf!? in sranzöstschk Werk, ltättcn bevorzugt. Ein Besuch in den bauptsächlichsten Schneiderwerkstätten in Paris enthüllt die erfreuliche Thatsache, daß, so franzottsch oder englisch auch die Ladenfront aussehen mag, die Hauptkrafte in den meisten Geschäften Deutsche oder Oesterreicher sind. Die Berliner und Leipziger SchneidLrakademlen liefern nach wie' vor die besten Zuschneider. und der Wiener Damenschneider spielt nach wie vor in den Ateliers, wo die tailor-made"-Kleider angefertigt werden, die Hauptrolle. In dem Bewußtsein ihrer Unentbehrlichkeit verlangen sie denn auch ganz ansehnliche Gehälter, die ihnen meist anstandslos bewilligt werden. Ihre Kollegen von der. andern Fakultät, die Herrenschneider, sind auch zum großen Theil Angehörige deutscher Zunge. Die Höhe ihres Verdienstes richtet sich nach der Art der männlichen Bekleidungsstücke, welche sie als Spezialität erwählt haben. Am besten bezahlt werden die Rockschneider, weil sie am geschicktesten sind. Gleichsam die Aristokraten unter' diesen sind die. welche sich dem kunstvollen Bau des aristokratischen Fracks oder des noblen smoking" widmen. Die Anfertigung der UnauSsprcchlichen bringt schon weniger ein, und eine Art Heloten unter den Schneidern bilden die Westenschneider, die meist bei sich zu Hause arbeiten. Aber tm Allgemeinen fühlen sich die deutschen Meister von der Nadel, die rn Frankreich ihr Brot suchen, recht wohl bei der Arbeit. Sie verdienen durchschnittlich mehr als in Deutschland. Allerdmgs stellen sich die Kosten der Lebensfuhrung, besonders in Paris, etwas höher. Aber der deutsche Arbeiter hat trotzdem nicht die Bedürfnisse, wie etwa der französische, und seine Nüchternheit kommt ihm so zustatten. daß -nicht wenige von ihnen sich alljährlich ein hübsches Sümmchen zurücklegen können. So haben die deutschen Schneider, die nach Frankreich gekommen sind, fast alle dauernden Wohnsitz genommen. Manche davon haben selbstständige Geschafte errichtet, trotz der Konkurrenz, die ihnen vor allem von den Riesengeschäften gemacht wird. Nicht nur die fertigen Anzüge, sondern auch die nach Maß sind von Jahr zu Jahr billiger geworden. Deshalb können die kleinern Schneider aber trotzdem noch ganz gut bestehen, da ein großerTheil des kaufenden Publikums, besonders bei Anzügen, aus gediegene Arbeit sieht, wie sie bei dem Massenbetrieb von den großen Vazaren kaum geliefert werden kann. Und da auch der Franzose ganz genau weiß, daß der deutsche Handwerker überall da in Betracht kommt, wo Solidität unbß! diegenheit verlangt werden, erfreuen sich die deutschen Schneider in Frankreich nicht nur bei ihren Landsleuten, sondern auch- bei dem französischen Publikum eines allgemeinen Zuspruchs. Die Rache eines Studenten. Vor vier Jahren hatte in der portugiesischen Universitätsstadt Coimbra ein Student sein medizinisches Schlußexamen nicht bestanden und konnte sich deshalb nicht als Arzt niederlassen. Dieser Mißerfolg hatte eine so starke Wirkung ans seinen Geist, daß sich der Gedanke seiner bemächtigte, den Professor, der ihn examinirt hatte, zu ermorden. Aber die eigene Mutter vereitelte seine Pläne, indem sie an den Professor, Refoios mit Namen, schrieb und ihn vor der Absicht ihres Sohnes warnte. Der Student wurde verhaftet und in ein Irrenhaus gebracht, das er vor einem Jahre aber als geheilt" verließ. Es scheint jedoch, daß er die fixe Idee nie verlor. Als neulich der Professor eine BuchHandlung verließ, kam der in einen Mantel gehüllte Irrsinnige auf ihn zu und sagte: Erinnern Sie sich meiner noch?" und ehe Refoios antworten konnte, feuerte er vier Schüsse auf ihn ab.- Eine Anzahl Studenten eilte auf den Lärm herbei; der Mörder wurde gefangen, und der Professor wurde in sein Haus gebracht, wo er seinen Verletzungen erlag. Ter Kaikerinmorder Luccheni. Der in Genf, Schweiz, auf Lebenszeit inhaftirte Mörder der Kaiserin Elisabeth von Oesterreich. Luccheni. zeigt nach einer Meldung aus Genf des Häufigen Anfälle von Geistesstörung, die ihn zu den schlimmsten Gewaltthäiigkeiten veranlassen. Vor einiger Zeit suchte er den Direktor des Gefängnisses' zu ermorden, und kürzlich unternahm er den gleichen Versuch, gegen einen Aufseher. Mehrere Tage hindurch simulirte Luccheni Krankheit. Eines Abends fand ihn der Wärter besinnungslos am Boden der Zelle liegen. Als er sich über den vermeintlich Erkrankten beugte, faßte ihn dieser plötzlich mit eisernem Griffe am Halse und warf ihn zu Boden. Dann sprang er gegen die offene Thüre der Zelle direkt in die Arme eines eben herbeigekommenen zweiten Aufsehers. Es entspann M) ein furchtbarer Kampf, bis es endlich gelang. Luccheni zu überwältigen und Mit Ketten an die Mauer zu fesseln. Ern seltener ffuno in Gestatt einer einer Feuerspritze ver gleichbaren altrömischen Saug- und Luftpumpe wurde jüngst in Sablon, Elfan-Lotbrmgen. gemacht.

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