Indiana Tribüne, Volume 29, Number 122, Indianapolis, Marion County, 16 January 1906 — Page 7
Jndiana Tribüne, 16 Januar 1906
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o Tl i ö -X a lt 2 14 It 44lsl Z I I Mi iir Mi r ' vvt A'riisiii'iivi v f x i m i ii st l r c in a o von S Gricix EbcttNcitt o 0O00O000000O (Fortsetzung.) Begreiflich. Mütter sind immer die letzten, die das erfahren. Nun, wir werden es schon herausbekommen. Es lebt kein Mensch spurlos auf Erden. In der Zeit nach dem Morde hat sich nichts Besonderes ereignet?" . Nichts. Ich nehme keine Besuch? an und gehe fast ga? nicht aus." Aber mich werden Sie doch annehmen, gnädige Frau?" lächelte Silos Hempel und stand ebenfalls auf. denn Frau Fröhlich hatte sich erhoben. Ich gedenke, mir heute oder morgen das Wohnzimmer anzusehen, in dem die That geschah. Wenn es auch der Polizeikommissär schon durchschnüffelt hat. so halt: ich doch gerne noch eine kleine Nachlese. Manchmal genügt ein Strohhalm." Werden Sie die Erlaubnis dazu bekommen?" Zweifellos. Mein Freund, der Untersuchungsrichter, möchte mir ja so gerne zu einer Blamage verhelfen!" Er lachte und schüttelte Frau Fröhlich diz Hand. Und nun Kopf hoch, gnädige Frau! Noch ist Polen nicht verloren!" An der Thür kehrte Frau Fröhlich plötzlich noch einmal um. Ich weis; zwar nicht, ob die Sache irgendwelche Bedeutung hat." sagte sie. aber -ich will es Ihnen doch lieber mittheilen. Sei: einigen Tagen bemerke ich zu verschiedenen Tageszeiten eine schwarze. rer schleierte Dame, welche mir durch ihr sonderbares Wesen auffällt." Wieso?" Sie kommt stets in einem geschlofsenen Wagen gefahren, den sie in der Nähe unseres Hauses halten läßt. Einmal stieg sie aus. näherte sich der Gitterpforte, als ob sie eintreten wollte, blieb einige Sekunden unschlüssig stehen und kehrte dann wieder um. Ein anderes Mal ging sie langsam an mir vorüber und blickte mich traurig an. Ich glaube sogar trotz des Schleiers Thränen in ihren Augen gesehen zu haben. Als ich sie aber ansprechen wollte, eilte sie hastig und erschreckt davon. Ist daS nicht sonderbar?" Sehr sogar. Können Sie mir die Dame beschreiben?" Sie ist groß und schlank, sehr vornehm gekleidet und von ausfallender Schönheit. Ich kann mich nicht erinnern, je ein so liebliches Gesicht gesehen zu haben." Ich möchte sie mir wohl einmal be--sehen." murmelte Silas Hempel. Wann kommt sie gewöhnlich?" Wie ich schon sagte zu verschiedenen Zeiten. Gestern war sie gegen Abend vor unserer Villa." Trachten Sie nicht, sie anzusprechen, gnädige Frau. Sie wird schon von selbst kommen, wenn sie ihre Scheu überwunden hat. Denn offenbar weiß sie etwas und möchte es Ihnen mittheilen. Ein vorzeitig gesprochenes Wort könnte sie nur verscheuchen. Und nun Gott befohlen! Wenn ich den Schauplatz des Verbrechens untersuche, spreche ich bei Ihnen vor." Ich danke Ihnen, Herr Hempel, ich danke Ihnen von Herzen für Ihr gütlges Entgegenkommen. Schon gut. Wissen Sie, auf Tan! rechne ich nicht. Wenn ich erst etwas geleistet habe, dann können Sie mx sagen: .Silas Hempel. Tu bist doch kein Narr, sondern ein halbwegs intelligenter Kopf ' Das genügt nur. 5. Kapitel. icker. braunaelber Nebel lagerte in den Straßen Wiens und zog sich hinaus bis in die ein samen Gassen Dornbachs. fct an die Villa Cyrus. Eigentlich konnte man den Bau kaum eine ViÜa nennen Es war ein einfaches. alterthümlich gebautes Landhaus, schwarzarau und duster an zusehen mit seinem dunklen Schieferdach und dem wuchernden Epheu rundum. Vorne trennte nur ein schmaler Gartenstreifen das Haus von der Straße, hinten aber zog sich ein weitläufiger Park mit rohen Ulmen und Steineichen den Bcrgabhang hinan und endete erst im Walde. Hier zog sich, seiner Gltterernfassung ent lang, eine Fahrstraße hin. welche in dessen im Winter nur sehr selten von Fuhrwerken benutzt wurde. Rechts und links von Villa Eyrus stand dichtgedrängt eine Reihe hochmoderner Villen mit kleinen Ziergärten davor, von welchen die meisten nur :m Sommer bewohnt wurden. Die gegenuberliegende Straßenseite bestand zu- , meist aus Bauplätzen .und Wiesenstreifen. welche einaevlankt waren. Nur ein einziges Haus, windschief und bau fällig, unterbrach den einförmigen Bretterzaun. Es lag der Villa Cyrus gerade gegenüber und beherbergte n:i
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Erdgeschoß den Laden eineö Viktualienhändlers. während das erste Stockwerk von einem pensionirten LandWehrhauptmann bewohnt wurde. Es war am Tage nach ihrem Besuch bei Silas Hempel, als gegen Abend ,iau Fröhlich in ihrem Wohnzimmer !aß und angestrengt nachdachte. Vor !,hr lag ein Stoß Zeitungen, die sie soeben durchstudirt hatte. Die Stores warm zugezogen, aber
0ie äußeren Fensterläden noch nicht gc
schloßen. Von der Straße herüber schimmerte das Licht der Laterne nur undeutlich durch den Nebel. Draußen fuhr langsam ein Wagen durch die Straße. Frau Bertha achtete nicht darauf; sie war ganz vertieft tn einen Gedanken, der sie schon den gan zen Tag über beschäftigte und ihr keine Ruhe ließ. Es war ihr eingefallen, daß sie am kritischen Tage, dem 24. November, zu der Zeit, als der Mörder das Haus betreten haben mußte, am Fenster gesessen und die Zeitung aelei'en batte. Das 'ittertbor von de? !traße hcr knarrte und kreischte trotz allen Oelens unerträglich, da die Klinke immer von Neuem einrostete. Gerade an diesem Tage hatte sie der Hausmeisterin den Auftrag gegeben, am nächsten Morgen die Gitterthür wieder zu olen. da sie das Knarren ganz nervös mache. Wie kam es nun. daß sie bei der ringsum herrschenden stille das Oeffnen der Pforte Nicht gehört hatte? Da um diese Stunde selten jemand kam. hatte es ihr doch unbedingt auffallen müssen. Anderseits gab es keinen anderen Eingang als diesen. Der Mörder mußte durch die Pforte nicht nur herein, sondern auch hinausgekommen sein! Und sie saß währenddessen .nur wenige Schritte entfernt, gelangweilt in einer Zeitung blätternd. Wie war es möglich, daß sie ihn weder beim Kommen, noch beim Weggehen bemerkt hatte? Draußen klingelte es. Gleich darauf trat nach kurzem Anklopfen Silas Hempel ein. Er schien sehr lebhaft und aufgeräumt. Sein Blick sprühte förmlich, seine Bewegungen waren voll jugendlicher Elastizität. Auch sonst schien er ganz verändert gegen gestern, und Bertha starrte ihn verwundert an. Er trug ein elegantes Jagdkostüm aus Tiroler Loden, welches seine schlanke Gestalt sehr vortheilhaft zur Geltung brachte, und machte durchaus den Eindruck eines Gentleman.' Freilich eines. der eben von einer anstrengenden Jagd kommt, denn seine Stiefel waren über und über mit Koth beipritzt. und der Rock zeigte an manchen Stellen Schneespuren, als sei er durch bereiftes Gebüsch gekrochen. Guten Abend." sagte er vergnüg! und warf sich in einen Stuhl, ganz als sei er hier zu Hause. Ist das ein Nebel draußen heute! Ordentlich den Athem verlegt's einem! Aber " er sprang plötzlich wieder auf. eilte zu einem der Fenster und öffnete beide Flügel hier kann man es ja gar nicht aushalten vor Hitze. Sie verzeihen schon, gnädige Frau, aber ich ersticke sonst!" Dann warf er sich abermals aus einen Stuhl und schlug die Bernc über einander. Verwundert beobachtete Frau Fröhlich sein seltsames Gebaren. Es ist doch 7tar nicht so warm hier!" saate sie endlich kopfschüttelnd, aber wenn Sie wünschen, mag das Fenster ja offen bleiben. Danke sehr. Ich bin etwas nervös, müssen Sie wissen, und neige leicht zu Kongestionen. So, nun ist mir wirtlich leichter. Es ist ein Glück, daß dies Haus so einsam uegt. und man keine Horcher befürchten muß, sonst könnte ich mir freilich den Luxus des Offenen Fensters nicht gestatten." Wissen Sie etwas Neues?" fragte Bertba rasch. Waren Sie schon oben?" Ja. Aber es ist nichts von Belang zu finden leider." Dabei warf er ihr einen seltsam zwinkernden Blick zu, den sie sich ganz und gar nicht zu deu ten wußte, wie denn überhaupt sein Berbalien ihr völlig unverständlich schien. Er mußte doch wirklich einen Sparren haben." Je. ja, es sieht schlimm aus." fuhr .Sllas empel fort, mit unserem ar men Klienten. Und es wird ihm aller Wahrscheinlichkeit nach doch an den Kragen gehen." Herr Hempel!" rief Bertha erschrocken'und sprang auf. Was wollen Sie damit sagen? Gestern noch waren Sie roll Zuversicht " Und heute eben nicht mehr! WaS wollen Sie denn? Wunder wirken kann ich nicht. Ich sage Ihnen, der junge Mann ist verloren!" Er schrie das beinahe. Um Gottes willen!" Wenn nicht ein Wunder geschieht, und wir beweisen können, wo er sich am 24. November zwischen vier und sechs Uhr aufgehalten hat. Ich fange beinahe fchon an, selber zu glauben, daß " Frau Fröhlich brach plötzlich in Thränen aus und rang die Hände. Sie verlieren jetzt schon' den Glauben an ihn? Sie?" Silas Hempel zuckte gleichmüthig die Achseln. Ja. was wollen Sie, gnädige Frau? Er bleibt dabei, jede Auskunft zu .verweigern, obwohl ec weiß, daß alles für ihn davon abhängt, zu sprechen. Was soll man dabei denken? Doch jedenfalls, daß es eben kein stichhaltiges Alibi gibt." Und gestern noch Hoffte ich etwas anderes! Ja. sehen Sie, so ändern sich die Dinge oft über Nacht! Aber lassen wir die traurige Geschichte, es thut mir leid, daß ich Ihnen nicht helfen kann, aber es ist eben unmöglich. Reden wir von etwas anderem. ' Sie haben da eine Meisen, gattung in Ihrem Park, die mich lebhaft interesstrt." Herr Hempel, es ist mir unmöglich.
je uoer Böget zu sprechen!' lagie
Bertha verletzt. Im Gegentheil. Das wird Ihre Nerven beruhigen. Was die Meisen anbetrifft, so muß ich sagen, sie sind allerliebst. Haben Sie die prachtige Qfiitfrtiirtsr frfirm ?rmrts rrTt"it frrrsfci jWlUitUtlV VtyVfc Vt4lt VVUUU VVtiU Vj " tet? Nicht? Ah, das müssen Sie nach holen." Herr Hempel " tf) babe i:rt aber keine so schönen Exemplare. Diese hier haben einen Farbenschmelz, ein weiches, sanftes Gelb neben dem Tiefschwarz der Flügel, das mich geradezu faszinirt!" Aus dem Nebel draußen drang ein kurzer dumpfer Laut, wie wenn jemand vorsichtig einen Wagenschlag schlösse. Wie eine Feder schnellte Silas Hempel empor und rannte zum Fenster. Auf Wiedersehen m einer Stunde bin ich wieder da!" stieß er hastig heraus und schwang sich über die Fenstevbrüstung hinaus. j Bertha Fröhlich stand mit drei Schritten ebenfalls am Fenster und starrte verständnißlos in den düsteren, schweren Nebel, der stch wie eine Wand gegen den Himmel thurmte. Eine gebückte Gestalt schlüpfte eben zu der nur angelehnten Gitterpforte hinaus. Es war Silas Hempel. Im selben Moment fuhr eine Droschke vor1 über in der Richtung gegen die Stadt zu. Wie ein Schweißhund, der um keinen Preis die Fährte verlieren darf, rannte er hinterdrein. Im nächsten Augenblick waren beide im Nebel verschwunden. Kopfschüttelnd schloß Frau Fröhlich das Fenster und nahm beklommen ihren alten Platz am Tisch wieder ein. Was sollte das alles nur bedeuten? Anderthalb Stunden später hielt abermals ein Wagen vor der Villa Eyrus. Diesmal wurde die Gitterpforte schmetternd in's Schloß geworfen, und ein energischer Männerschritt kam die wenigen Stufen zum Eingang in die Wohnung herauf. Bertha svrang wie elektrisirt auf. Gott sei Tank endlich! Ich glaube, länger hätte ich dieses marternde Warten nicht mehr ertragen!" Mit diesen Worten trat sie dem eintretenden Silas Hempel entgegen. Er reichte ihr stumm die Hand und sank auf einen Stuhl. Erst jetzt bemerkte sie, daß er todtenblaß und abgehetzt aussah. Die Augen lagen eingesunken in den Höhlen, ein feuchter Schweiß bedeckte das ganze Gesicht. - " Mein Gott, wie sehen Sie aus? Was ist denn geschehen?" Viel! Aber geben Sie mir erst etwas zu essen! Ich sterbe vor Hunger. Seit heute Morgen habe ich nichts zu mir genommen." Sie war schon an der Thür und rief hinaus: Luise, bringen Sie sofort etwas Eßbares was gerade im Hause ist. Auch Wein!" Dann trat sie an einen Eckschrank und entnahm ihm eine Flasche, aus der sie ein kleines Glas füllte. So das trinken Sie sofort. Es ist alter Kognak." Silas Hempel leerte das Gläschen auf einen Zug. Ah nun fühle ich mich wieder als Mensch! Das war aber auch eine Hetzjagd! Die halbe Stadt mußte ich zu Fuß hinter dem Wagen herrennen, ehe ich einer leeren Droschke begegnete." Aber warum denn?" fragte Frau Fröhlich erstaunt. Ich begreife gar nicht " Hahaha! Ich muß Sie noch um Verzeihung bitten für den Schreck, den ich Ihnen einjagte." antwortete Silas Hempel, als ich sagte, es sei nun alles so gut wie verloren für Ihren Sohn. Wahrhaftig, es that mir schrecklich leid, aber es ging nun einmal nicht anders." So war " Alles Komödie! Natürlich. Ich sah ste, ehe ich zu Ihnen kam, dort an erleuchteten Fenster lehnen und durch die Scheiben hereinstarren. Da kam mir der Gedanke, ein wenig Schicksal zu spielen. Kaum eingetreten, öffnet ich das zweite Fenster. So mußte sie alles hören, was wir sprachen. Danach richtete ich meine Worte ein, sie sollte so recht in's Innerste getrosten werden! Und ich glaube, es ist geglückt. Als ich dann von den Vögeln sprach, schlich sie zu ihrem Wagen zurück offenbar ganz gebrochen durch das. wcts sie ae ijon. Dann mußte ich ihr naturlich y rr' "rr r v er null), iujir rnujicn vocq enoiill) rollen, wer sie ist. Äber von wem sprechen Sie denn? Ich verstehe kein Wort!" Von wem anders, als von der geheimnißvollen schwarzen Dame? Sie ist es. die Robert retten kann, wenn sie' sich entschließt zu sprechen! Ich hoffe, sie wird es nun thun, trotzdem " Luise trat herein und brachte einige Platten mit kaltem Fleisch. Käse. Butter und Brot. .Nachdem sie rasch und lautlos gedeckt, Wem und Glaser aufgestellt hatte, wandte sie sich an ihre Herrin. Wünschen gnädige Frau sonst noch etwas?" Sie könnten 'uns inzwischen noch Thee bereiten; ich werde gleich mein Abendbrot mit dem Herrn einnehmen. Luise verschwand. Silas Hempel machte sich nach einer auffordernden Handbewegung der Hausfrau mit einem wahren Wolfshunger an das Essen. Frau Fröhlich sah ihm freund ltch zu, dann lehnte sie sich im Stuhl zurück. Also jene Dame war es. der Sie folgten! Daß ich nicht gleich darauf kam!" Jawohl sie!- Und wenn Sie erst wüßten, wer sie ist! ?kch war wirklich
seivu" uverrascyl! AVer nun yanen wir den Faden in Händen." Sie wissen, wer sie ist?" rief Bertha überrascht. Wozu wäre ich ihr denn sonst nach gerannt? Natürlich weiß ich es!" Darf ich es auch wissen?" Warum nicht? Vorausgesetzt, daß Sie schweigen können. Letzteres muß ich Ihnen überhaupt dringend an's Herz legen. Von all dem, was ich Ihnen heute mittheilen werde, darf kein Mensch etwas erfahren der stehen Sie?" Das versteht sich wohl von selbst. Uebrigens bin ich von Haus aus seine schwatzhafte Person und vollends jstzt Sie ftijjen ja, ich verkehre mit keinem Mens- - dem Unalück." Umso besser." ' Also! Wer ist fcr Keine Geringere als die Tochter des Grafen Andor Hegyassy!" Frau Fröhlich fuhr in die Höhe. Die schöne Hegyassy? Von der dik Zeitungen berichteten, daß sie sogar btx $atx durch eine Ansprache auszeich nete, deren Name bei allen gesellschaft lichen Veranstaltungen obenan steht?" Und der die gesammte Herrenwelt von Wien und Budapest abwechselnd zu Füßen liegt keine andere!" be-
siätigte Silas Hempel schmunzelnd. Und nun merken Sie auf. was ick. weiter erfahren habe. Die, ältere Tochter des Grafen Andor, Etelka. ist in Chicago an einen der, vielen dortigen Millionäre verheirathet. Die jüngere aber. Irma, hat im vergangenen. Jahr ihre Schwester dort besucht und weiltt über ein halbes Jahr in Chicago. Merken Sie noch nichts?" Herr Hempel wäre es möglich?Silas lachte. Ihr Sohn muß schon ein verteufelt hübscher und aparter Junge sein, daß er bei der schönen Irma über ganz Wien und Budapest siegte, denn zweifellos war sie es. dik sich am 24. November in seiner Gesell schaft. Gott weiß wo. befand. Um ihretwillen reiste er von Trieft ab. um ihretwillen ist er bereit, sich den Strick an den Hals zu schweigen. Er liebt stt also wahrhaftig. Aber auch sie scheint ihn zu lieben, wenigstens kann ich mir ihre seltsamen Ausflüge nach Dorn bach nicht anders erklären. Natürlich kann sie sich nur schwer entschließen, zu sprechen. Es wird ja ungeheures Aufsehen machen, wenn man erfährt, das die vielqefeierte Irma Hegyassy sich in einen simplen Korrespondenten verliebte noch dazu in einen, der stets als Thunichtgut galt und gegenwärtig unter der Anklage des Raubmordes steht. Zudem wird sie Angst vor dem Vater haben. Graf Andor soll ein furchtbarer Despot sein in seiner F milie, und die Reitpeitsche soll eine nicht geringe Rolle bei der Erziehuno seiner beiden Töchter gespielt haben. Darum habe ich ihrem Muth einen kleinen Stoß geben müssen vorhin, Itt hoffentlich geholfen hat." Ich bin fo überrascht, daß ich kein Worte finde! Es klingt ja fast wie ein Märchen!" Und ist doch Warheit. Das Leben ist so märchenhaft manchmal wenige stens." Aber woher wissen Sie das aMT Sehr einfach. Ich folgte ihr bis in's Palais. Sie stieg natürlich schon früber aus und ging die letzte Strecke zu Fuß. Ich ebenfalls. Als ich in's Palais eintrat und eben auf einen Vorwand sann, unter dem ich erfahren könnte, was ich wissen wollte, trat mir ein Lakai entgegen, der mir bekannt schien. Auch er erkannte mich sofort. Ich leistete ihm vor Jahren einen . . , r i - Dienst, den er woyl nie vergini. vsc machte sich die Sache ganz leicht. Wir halten nun den Faden in der Hand. Aber es ist nicht der einzige. Ich habe ' i r, - noch eine anoere. wicyngere spur ge funden." Eine Spur?" fragte Bertha hastig. Von " Dem wirklichen Thäter. Er ezistirt zweifellos, und da er existirt. werden wir ihn auch ausfindig machen. Dies bezüglich bedarf ich jedoch einiger Aufklarunacn von ynen. gnaoige .rau. Luise trat in diesem Moment ein m . . rw - r . uns servirte den yee. Als ne wieoer hinausgegangen war. rückte Frau Fröhlich näher und fragte gespannt: Sprechen Sie um Gottes willen rasch was für eine Spur haben Sie entdeckt?" 6. Kapitel. T ilas Hempel lehnte sich behaglich tw in den Sessel zurück. Sein Gesicht war nun wieder frisch und iugendlich. seine Blicke lebhaft. Wollen Sie mir nicht erst sagen, ob es hier bei Ihnen nichts Neues gibt. gnädige Frau? Was sollte es Neues geben seit aestern?" Nun. ich meinte nur so. Ob Ihnen nicht vielleicht irgend em neuer Umstand einaefallen ist, der sich in letzter Zeit ereignet hatte. Eine Kleinigkeit, die oft erst in der Erinnerung Bedeutuna erhalt." Nun, Herr .Hempel. ich zerbreche mir den Kopf darüber, wo denn eigentlich der Thäter hereingekommen ist in's Haus, ohne daß ich es merkte. Ich saß nämlich zur kritischen Zeit dort am Fenster, und Sie werden zugeben, daß es kaum möglich ist Jemand übersehen, der zur Git terpforte hereinkommt. Sehr richtig. Was folgt daraus?" Daß er eben gar nicht zu? GitterPforte hereingekommen ist, wenn ich
auch nicht begreifen kann (Fortsetzung folgt.)
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