Indiana Tribüne, Volume 29, Number 122, Indianapolis, Marion County, 16 January 1906 — Page 3
Jndiana Tibüne, 16 Januar 190G
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ic brit. Liberalen siegreich.
Hand in Hand gehen die
Deutschland.
Chinesische Mörder hingerichtet. Der
Provinzen.-General-Ataior jmoüu ttmorvtt. Agnes Sorma verletzt.-Baron KömgZwart stellt sich. . f
Großbritannien. Diebritischen Parla. mentSwahlen. London, 15. Jan. Gerald 503. Balfour, der Präsident der Lolal'Ae. gierungS'Behörde im Balfoue ttabinet. wurde in LeedS heute besiegt. Die li berale Majorität betrug 1069. L 0 n d 0 n, 15. Jan. Einschliefe. lich der heutigen Berichte, ist das Er gebniß der Wahl wie folgt: Liberale 45. Unianisten 16, Jrlander und Na. tionaliften 12. Arbeiter.Parteien 7. In den letzten Jahren haben sich die britischen Arbeiterorganisationen mehr und mehr aus OpportunitütS Politik verlegt. Sie sind mit dem liberalen Programm ebenso wenig einverstanden. wie mit dem konservativen, fühlen sich jedoch durch die Berufung ihres hervor raaendsten Führers, des Radikalen John BurS, in das Kabinett gefchmei chelt und unterstützen daher die libera len Kandidaten, obgleich sie im Allge meinen die Chamberlain'fche Schutzzoll Politik vorziehen würden. Ueberrafchung verursacht der Ctim menzuwachZ, den die Soziallsten, wel che bisher in keinem Wahlkampfe ernst genommen wurden, sichtlich erhalten. Die hauptsächlich hier in London Herr schende Arbeitslosigkeit unter den arm sten Klaffen, sowie die Brutalität, mit welcher die Regierung gegen die in der letzten Zeit veranstalteten Hungerde monstrationen deS Proletariats ein schritt, waren Waffer auf die Mühle der Rothen". Sie werden nach der Ansicht aufmerksamer Beobachter der Situation sicher L oder 10 Mandate er ringen, und ihr in drei Distrikten kan didlrender Führer, der kühne Umftürz. ler JameS Kier Hardie, mag BurnS im Battersea-Diftrikt schlagen. Hand in Hand. London, 15. Jan. Der As. sociirten Presse wird auS vertrauenSwürdigerQuel le mitgetheilt, daßderGe. sandte AndrewWhite, wel cher die Vereinigten Staa ten bei der Marokkottonfe renz inAlgeciraö vertritt, die Forderungen Dentsch land'S die offene Thür in Marokko, sowie eine inter nationale Controlle deS Landes unterstützen wird. Auch der Einfluß deS Vatkcan wird gegen Frankreich geltend gemacht wer den. Frankreich. Frankreich will keinen Krieg. Paris, 15. Jan. Vom auSwär tigen Amt wurde heute bekannt gege ben, daß die diplomatischen Beziehungen mit Venezuela noch nicht officiell abgebrochen wurden, daß dies jedoch stündlich zu erwarten fei.' Mr. Taipuy, der französische diplomatische Vertreter, ist noch in Caracas. Da alle telegraPhischen Verbindungen zwischen Frank reich und Venezuela unterbräche sind. pasfiren alle Communicationen in Folge deS erzZelten Einverständnisses mit der Regierung der Ver. Staaten durch Washington. Der amerikanische GeschästZträger Russell wird, sobald die diplomatischen Verbindungen zwischen den beiden Lün dern abgebrochen sind, die französischen Interessen in Venezuela wahrnehmen. Der Bericht, daß französische Kriegs. schiffe sich auf dem Wege nach venezo konischen Gewäffern befindet, bestätigt sich nicht. Später. Das Auswärtige Amt hat Charge d'AffaireS Taigny ange wiesen, alle diplomatischen Verbindun gen mit Venezuela abzubrechen. Von Herrn Taigny ist jedoch bis jetzt noch keine EmpfangS.Beftätigung dieser An Weisung eingetroffen. . Die TempS- mit Bezug auf die venezolanische Frage sagt: Nachdem alle Bemühungen, die Differenzen aus friedlichem Wege beizulegen, gescheitert find, wird fich Frankreich jedenfalls ge nöthigt sehen, eine Flotten'Demonstra tion zu veranstalten. Frankreichs fried licheZ Verhalten feit 1903, die Lang.
Bereinigten Staaten mit
Aufstand in den russischen Ostseemüthigkeit und Mäßigung feit der Kabel'Assaire ist Beweis dafür, daß kein Krieg gewollt wird." Marokko. Konferenz wird heute Nach mittag eröffnet. A l g e c i r a S, 16. Januar. Die Eröffnung der internationalen Kon ferenz, betreffend die marokkanischen Reformen, wird heute Nachmittag um 3 Uhr stattfinden. Der Herzog von Almovorada, der spanische Minister der auswärtigen Angelegenheiten, nahm die Initiative sobald er hier eintraf. Er arranangirte Pläne für den Be ginn der Berathschlagungen. Alle die Delegaten, welche während deS Tages ankamen, erhielten vom Herzog eine Note zugestellt, indem derselbe davon Mittheilung machte, daß eine Sitzung, zum Zweck der Organisation um drei Uhr stattfinden soll. ES wird allgemein angenommen, daß der Herzog zum permanenten vorfitzen den Beamten gewählt werden soll. White landet. - Der amerikanische geschützte Kreuzer Galvefton" landete heute den amerika Nischen Delegaten White. Die An kunft deS zweiten amerikanischen Delegaten Samuel R. lZummere, des Ge. fchäftSträgerö in Marokko, erfolgte fpä ter. Derselbe kam an Bord deS fran zöfischen Kreuzers Galilea" an. Die .Galvefton- gab einen Salut von 21 Schüssen ab. als sie am Pier Anker warf. Die spanischen Kreuzer antwor teten kaum, aber die Landbatterien er widerten den Salut. Spanische Matrosen be grüßen Gesandten. White begab sich in eine der Boote der Galvefton, welches den spanischen Kreuzer Rio de la Plata" umfuhr. ES ist seltsam, daß der Kreuzer Rio de la Plata" den Spaniern von südamerika. lschen Ländern geschenkt wurde, uach dem die spanische Flotte in dem Krieg mit den Vereinigten Staaten zerstört wurde. Die Mannschaften des Rio de la Plata" begrüßten den amerikanischen Delegaten mit Hurrahrufen. Das amerikanische Boot fuhr dann um den spanischen Kreuzer ..Marina de la Molina" herum. Auch hier begrüß, ten die Matrosen Herrn White und seine Begleiter durch Hurrahrufe. Generalgouverneur und Alcade empfangen White. Als Gesandter White die spanische Küste betrat, wurde er von dem Gene, ralgouverneur von AlgeciraS und von dem Alcaden der Stadt begrüßt. Als Herr Gummera ankam, wurde er in ähnlicher Weise empfangen. Ein portugiesischer und ein' belgischer Delegat. sowie Lewlö Einstein, der 3. Sekretär der amerikanischen Gesandt schaft in London, der als Sekretär der amerikanischen Delegation handeln will, begleiteten ihn. Schon jetzt fangen kleine Reibereien zwischen den deutschen und französischen Delegationen an. Während Frankreich auf die Unterstützung Großbritan nkenö, Spaniens, Italiens und Ruß land als sicher zählt, glaubt Deutsch. land Unterstützung von Oesterreich, Holland, Schweden und vielleicht auch von Dänemark erhalten zu können. Deutschland erwartet auch, daß die Vereinigten Staaten von Nordamerika wenigstens theilweise seine Beftrebun gen unterstützen werden. Die deutschen Gesandten werden die Konferenz mit Instruktionen betreten, auf nichts zu bestehen und nichts vorzu schlagen, wenn nicht andere Mitglieder der Conferenz dies thun würden. Deutschland. Slehtschllmmaus. Berlin, 15. Jan. Wie im Kau. kasu, greift die Revolution km In nern Rußlands und besonders in Si birien immer weiter um fich. Die Stadt JrkutSk befindet fich vollständig in den Händen der Rebellen. Ein ComUe von zwölf Sozialisten drang in die Woh. hung des Gouverneurs des Dlkrictö ein und forderte von dem anwesenden
Vice'Gouverneur die Herausgabe der
Schlüssel zu dem Schotzamte. den ver srt IsHsTf am QYt-if -1 - aufm - cn . iMjitvititu n ciiuicn cic. ms oer iae am!e fich widersetzte, schössen ihn die Rebellen ohne Weiteres nieder. Hier, auf wurde die Republik proklamlrt uud eine provisorische Regierung eingefetzt, an deren Spitze ein ehemaliger Unter Offizier steht. Die von der Mandschurei zurückkeh renden Soldaten schließen fich überall den Revolutionären an. Sie erzählen der Landbevölkerung, daß die ganze Armee in Osiafien auf Seite deS Vol keS stehe und die Regierung eS aus die sem Grunde nicht wage, fie nach der Heimath zu befördern. In vielen länd lichen Bezirken, in welchen der Aufstand unterdrückt oder eingeschlafen war, ha ben beurlaubte Soldaten denselben von Neuem angefacht und die Bauern für eine allgemeine Erhebung organifirt, die mit dem Beginn des Frühjahrs im ganzen Reich beginnen soll. Die Ostseeprovinz e n. B e r l i n, 15. Jan. Der Aufstand in den Oftseeprovinzen ist trotz aller gegentheiligen Behauptungen der Behör den immer noch nicht unterdrückt. Die Letten und Esthen leisteten der Truppen überall verzweifelten Widerstand und eine ganze Anzahl von Städten und Ortschaften ist noch in ihrem Besitz. Die barbarischen Methoden, welche Ge neral Oiloff zu ihrer Unterwerfung an wendet, erweisen fich nur in beschränk.. tem Maße als wirksam. Wenn der Ge neral die Revolution an an einem Orte niedergeschlagen glaubt, lodert fie'an emem anderen neu auf. Er bat in den letzten Tagen die Städte Semsal und SsliSburg in Trümmer schießen und Dutzende von Insurgenten füfi lieren lassen, aber die axofx Masse der Rebellen entkam aus'S flache Land und fährt fort, die Höfe der großen Guts befitzer zu plündern und niederzubren nen. In Riga ist der General nicht einmal im Stande, seinen kranken und verwundeten Soldaten Verpflegung zu verschaffen, denn die Wärter und Wär terknnen in allen Hospitälern der Stadt haben fich an den Strike begeben. Ob die vom Zaren versprochene Na tionalversammlung jemals zusammen treten wird, erscheint immer fraglicher. Premier Witte, der vollständig in'S La. ger der Reaktionäre übergegangen ist, versucht ihre Einberufung mit der AuS rede hinaus zu schieben, daß die Wah len nicht abgehalten werden könnten, ehe wieder vollständige Ruhe herrsche. Wie dem hiesigen Tageblatt" aus guter Quelle gemeldet wird, hat der Minifter.Präsident, der sich früher als Führer der fortschrittlichen Elemente aufspielte, dem Zaren gerathen, alle gemachten Zugestündnisse zu widerrufen und die Bewilligung einer VolkSver. tretung an die Bedingung zu knüpfen, daß alle revolutionäre Ziele verfolgen den Organisationen sich auflösen und ihre Führer der Polizei ausliefern. . AgneS Sorma Opfer ei n e S U n f a l l s. Berlin, 15. Jan. Die bekannte Schauspielerin Agnes Sorma ist das Opfer eines Unfalls geworden. Als fie vom Theater nach Hause fuhr, stieß ihre Droschke mit einem Straßenbahn wagen zusammen. Der Anprall war ein ss heftiger, daß die Wagenfenfter Zertrümmert wurden. Die Künstlerin wurde durch Glassplitter im Besicht verletzt, doch sind die Wunden nur ge ringfügiger Natur. Baronin ttönlgSwarte r stellt sich dem Gericht freiwillig. Berlin, 15. Jan. AuSHanover wird gemeldet, daß die Baronin Kö nigSwarter, hinter welcher die dortige Staatsanwaltschaft' einen Steckbrief er lassen hatte, sich freiwillig dem Gericht gestellt hat. Sie wurde einem langen Verhör über ihre finanziellen Transak ionen unterworfen, ist aber vorläufig auf freiem Fuß belassen worden. Rußland. Revolutionlndenbalti. schen Provinzen. St. P e t e r S b u r g, 15. Jan. Die Situation in den baltischen Pro vinzen ist noch sehr ernst, trstz aller ge genthelligen Bericht. Die angekommenen Truppen konnten fich gar keine Nahrungsmittel verschaf. en. da die Gegend in eine Wüste ver. wandelt worden ist. Die Revolutionäre fahren fort, die Güter der Reichen zu zerstören. Depeschen von Odessa besagen, daß die Zustände daselbst sehr normal blie. ben. Der Sandelt entwickelt ftä. Llzodikl ermordet. P e n z a, Iß. Jan. General.Ma.
jor Lkzoviki, der von der revolutionären Abtheilung der Socialisten zum Tode verurtheilt worden war, wurde heute getödtet. Der Mörder entkam. D u e l l f r a g e. Berlin. 15. Jan. Im Reichs tag kam wieder die Duellfrage aus'S apet. Eln Herr Buhr, den der Kai ser aus den Liften der Reserve f . owZlere strich, weil Buhr fich weigerte ein Duell auSzufechten. und andere Fülle wurden von der kleri kalen Partei und Angehörigen anderer Parteien zur Erörterung gebrrcht. Kriegsminister von Einem beant wartete die Interpellationen in Abwe fenheit des Reichskanzler von Bülow. Graf Tattenbach reift ab. München, 15. Jan. Graf von Tattenbach, der deutsche Gesandte in Lissabon, welcher einer der Vertreter Deutschlands auf der Marokko . Kon ferenz sein wird, reiste heute Abend von mer nacy PariS ab, um von da die Reife nach AlgeciraS fortzusetzen. Chiua. K 0 p f a b. H Ut 00, 15. Jan. Die drei Chinesen, welche fich schuldig bekann ten, die Militür.Attachirten von Gua genheim uud De Curerville bei ihrer Rückkehr von Port Arthur ermordet zu haben, wurden heute geköpft. Lleut. von Guggenheim und Lieut. De Cuverville. deutscher bezw. hamtä scher Militür.Attachirte in Port Arthur verließen dte Festung im August 1904 in einer chinesischen Dscbunk. Sie wu?. den lebendig nicht wieder gesehen. Eine Belolznung von S2000 wurde auöge schrieben. Im Februar' gestand die Beman nung der Dschunk, daß die beiden Of NZiere ermordet, beraubt und die Lei chen über Bord geworfen wurden. Ausbund aller Wegniciser. Das älteste Reisehandbuch ist wohl der tm Jahre 1597 in Köln bei Lambert Andree gedruckte Außbund und Krön aller Wegeweiser, darinnen verzeichnet sind alle die Wege, so gehen in 71 vornehmbste Stätten Teutschlandes. 17 von Niederlande. 39 von ??ranl reich. 29 von Jtalia und 31 von Hispania. Alles zu dienstlichem Wohlqefallen, aller Herren und fürstlichen Abgesandete, Kaufherrn, Wander- und Handwerksgesellen. Reißende und gehende Boten, deren Wegen vor niemals m Druck gesehen worden sind." ' Seinen Namen nennt der Verfasser nicht, sondern deutet nur an von einem Liebhaber der Geoqraphv in diese Ordnung gebracht und mit den Etappen oes weltveruhmoten Geo graphs Herrn Gerardi Mercators konferiert. Wie man von einem richtigen Reisehanobuche fordern mun. weist auck die ses eine Menae Karten auf. zumeist allerdings so mangelhaft nach Form und Inhalt, daß sie selbst zu jener Zeit nur den bescheidensten Ansprüchen genuaen konnten. Das Buch beschränkt sich nun nicht darauf, die Wege von den aufgezählten Städten nach näheren und ferner oelegenen Orten anzugeben, sondern es gibt auch das Merkenswerthe in Bezua auf La. Geschichte und Bedeu tung jeder einzelnen Stadt. Von Köln w:ro unter anderem behauptet, es sei uberauß schon und herrlich gebawet. Jetzt von einer schönen Mauer mit Schwibbogen, darinnen 83 wohlgelezene Thurme zur Gegenwehr, umgeben. Da ist auch eine Universität o?er Hohe Schul." Essens beutrne Be d-utung wird vorausgeahnt. Es heißt darüber: Zu Essen ist ein Stift mit 42 Jungfrauen und 52 Kanon:, die allda em kanonisch Leben führen. Da sind Brunnen, in denen findt man schwartze Stein, die brennen im Feuer." Mit Berlin faßt sich aber der Verfasser sehr kurz: Berlin wird durch den Fluß Spree abgetheilt von der Stadt Coln. da des Churfürsten von Brandenburg Hoflage? jetzund xu Wichtiger erscheint ihm Rom. von dem er sagt: Rom 'ist die Königin der gantzen Welt. daß. wer dahin kompt. Wunder siehet. Das Lusthaus Velvedere ist wie ein Irdisch Paradeiß herrlich zugericht. Es stehen noch da der Kayser Adriani und Aytonini Säulen. Triumphbogen. Tempel und wunderbare Wassergange. Reiß selbst hm. denn ich vermag solche Pracht nicht zu schildern." Schnurrige Srthographie. Ein Leser schickte unlängst emem erllner Blatte ne Postkarte ein. deren Schreiben, eine Stellenvermitt lerin im anhaltischen Ländchen, sich für eine Provision bedankt, die ibr für d e ZUermlttluna eines Dienstmädchens zugesandt wurde. Das originelle Dokument lautet: Ser geerter Herr, ig wiel inen hirdurg mitdeilein Das ia meine Bofisgon tankend erhalten habe un wil WienIchen das das Gunhe Madgen gud for inen Basd ig tenke toch es ist ein tigtiaeö fleisiaeS Mädaen aub auS auder Familie Hochachtuksfol .....
1 .-
Ei japanischer Schauerroman aus dem Leben wird aus Tokio folgendermaßen erzählt: Das Untersuchungsgericht hat auf Grund der bisherigen Feststellungen gegen einen 26jährigen jungen Mann, Namens Osaburo, Anklage wegen Mordes, Raubes urfi) Fälschung erhoben. In dem Erkenntniß wird mitgetheilt, daß Osaburo sich mit der Familie des durch seine chinesischen Gedichte bekannten Schriftstellers Noguchi anfreundete. Er verliebte sich in Noguchi's Schwester Soye, fand jedoch Hindernisse bei Noguchi selber, der ihn nicht in semer Familie wünschte. Noguchi nun litt an der Lepra, und daraufhin beschloß Ojburo, der in einem alten Buch allerlei abergläubisches Zeug gelesen hatte, wonach diese Krankheit durch Menschenfleisch zu heilen sei, einen entsetz, lichen Plan zur Ausführung zu bringen, um Noguchi zu heilen und sich dadurch bei ihm in Gunst zu setzen, ui um aleichzeitia zu verbüten. daft fid&
die Krankheit auf die Schwester Soye übertrage. Er überfiel in der Nacht auf der Straße einen lljäbnaen Kna ben, schlug ihn nieder und schnitt ihm . iJTjt rvr.:.-js- - t. ' un lull uieiiuj aus ocr Hllfie. XINN fuhr er in einem kleinen Boote allein
auf die See hinaus und kochte weit draußen in einem mitgenommenen , Topfe aus dem Fleisch eine Suppe. Diese Suppe mischte er unter das Es. sen Noquchi's und feiner Schwester.
Später entfloh er mit Soye, die sich zu ertranken ororzte. 'ie wurde deshalb von ihrem Bruder Noguchi enterbt. Daraus drang Osaburo Nachts in Noquchi's Haus ein und erscklua ibn. Alle Spuren des Verbrechens vernichtete er. Schließlich lockte er. um fiä Geld zu verschaffen, einen Apotheker in M AV M m oen Wald, erwürgte irrn und raubte ihm 350 Nen. Mit Osaburo war No. guchi's Schwester Soye als mitschuldig angeklagt; sie wurde iedocb freiaesvrochen. 5nVarisbaterne??rau Blanche Pourbaix nach berühmtem üJttitfer mehrere Pariser Geldgeber bineinaeleat. Die Dame wukte mehrere Hunderttaufend Francs aufzutreiben durch das geschickt lanzirte Märchen, ihr verstorbener Vater sei im Befike überaus wichtiger Gebeimnisse des belgischen Hofes gewesen und habe das enorme Schweigegeld in einer eisernen Truhe verwahrt. Die Oeffnun dieserTrube wukte Vlancke durch allerlei Vorwände im Stile der Mavame Humbert immer hrnauszuschieben, bis die Geldleute .die Geduld verloren und Anzeige erstatteten. In Elginshire, England, war eine ??rau aestorben. und in der Nacht vor ihrem Begräbnisse hielten zwei Leute die Todtenwache an ihrem Sarge. Plötzlich sahen sie zu ihrem Entsetzen, daß der Leichnam sich zu bewegen anfing, und nicht lange dauerte es, da hörten sie ihn auch rusen: Mo ist meine Pfeife?" Nachdem sich die Wächter von ibrem Schrecken erholt hatten, nahmen sie die nur lchemtoot gewesene Frau aus vem Sarae und leaten Tit ins Bett. Es wurde ihr auch die verlangte Pfeife gereicht, und nachdem die Frau sich an deren Genuß gelabt hatte, fetzte sie sich aus und erklärte mit fröhlichem Behagen. daß ihr das Rauchen in ihrem ganzen Leben noch nie so gut geschmeckt babe wie diesmal. Nun erfreut sse sich der besten Gesundheit und geht wieder ihrer Arbeit nach. Ueber ernen interes santen Kampf zwischen bulaariscken und griechischen Freischärlern wird aus Athen berichtet: Die griechische anve hatte durch Kundschafter erfahren, daß sich Bulgaren auf einem Inselchen im See von Gennitza eingenistet hatten, wohin sie sich auf Booten, die aus einem Baumstamm verfertiat waren, wie das dort üblich ist, begeben hatten. Dasselbe thaten die Mtglieder der griechischen Bande; als sie sich dem Jnselchen näberten. fubren ibnen die Bulgaren in ihren Trogen enjgegen, und es kam zur formlichen Seecylacht. die vier Stunden dauerte. Es wurde heftig geschossen. Nachdem auf beiden Seiten Todte und Verwundete waren, neigte sich der Sieg auf die Seite der Griechen, die einige Tröge der Bulgaren zum Sinken brachten. Die Sieger nahmen dann Besitz von dem Jnselchen. Eine eiaenartiae Viändunasanaeleaenbeit. die einen in Cbarlottenburg wohnenden Arzt betrifft, wurde dieser Taae in ärztlichen Kreisen Berlins viel besprochen. . Der Arzt, der -seine Wohnung mit einer Station für Nervenkranke verbunden hatte, sah sich als der Hauswirth einen Schuppen auf dem Hofe für Automovile vermuthete wegen des ruhestörenden Lärms aenötbiat. vor' Ablauf des Miethskontraktes zu künoigen. Der Hauswirty verlangte die Qinterleauna der Mietbe von 1450 Mark und belegte, da der Arzt sich weigerte, zu zahlen, sämmtliche dem Arzt gehörigen Gegenstände, Darunter die Bücher und Instrumente sowie eine Stabsarzwnfform, mit Beschlag. Der cvr 1 i " 1. r sn- 1 veaniragie Hieraus vzim eriazr die Herausaabe der unentbebrlicksten Gegenstände mit dem Erfolge, daß dem Hauswlrth unter Androhung t ner errate von 100 Alarl ausgegeben wurde, d Stabsarztunisorm auszuliefern. Bezüglich der Instrumente unv anderer unentbehrlicher Sachen fanden bisher mehrere fruchtlose Termim statt. Der Richter bat den Ant damit getröstet, daß der Gläubiger
rym für den iSchaoen verantwortlich f j
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