Indiana Tribüne, Volume 29, Number 121, Indianapolis, Marion County, 15 January 1906 — Page 4
Indiana Tribüne. vtraulgtgkben von der utbeg TB, Indianapolis, Ind. garry O. Thudinm .... Präsident. Veschäftölocal: Ro.'SI Süd Delaware Straße. TELEPHONE 269. mered Rt the Pott Office ol Indianapolis as . second cl&as matter.
Nicht ganz so schlimm. Die Krise, welche zu mehr oder min der bereöttgtm Kriegsbefürchtungen Anlaß gab, scheint sich nun am Vor. abend der Marokko'Konferenz etwas zu klären. Der Sieg der Liberalen in England beweift, daß die öffentliche Meinung in England Balfour's ScharfmachungS Politik de-avouirt. Zu gleicher Zeit aber bricht sich in Japan sowohl als auch in Frankreich die Ueberzeugung Bahn, daß ihre Schutz und Trutzbünd nisse mit England höchst einseitiger Natur find, und nur gemacht wurden, um England im GebrauchZfalle mit Landarmeen zu unterstützen. Frankreich beginnt einzusehen, daß Großbritannien die systematischen Kriegshetzereien gegen Deutschland nur betrieb, um selbst die großen Vortheile zu erlangen. Der Marokko.Köder, mit dem Groß britannien nach Frankreich angelte und auf welchen letztereK so unüberlegt an biß, erregt bei den Franzosen nun ein natürliches Gefühl des Unbehagens, denn eS fängt an, sie zu würgen. Die ruhige und zielbewußte Haltung Deutschlands .inmitten all' der Kriegs drohungen hat wohl sein gutes Theil dazu beigetragen, Frankreich etwas abzukühlen. Man weiß dort ganz ge nau, daß man auf , wirksame Hilfe Englands nur dann rechnen kann, wenn man siegreich ist, das heißt, wenn man sie nicht braucht. Die Bevölkerung , Deutschlands be fürchtete allgemein, daß eS England gelingen würde, die Marokkofrage der art zuzuspitzen, daß ein Krieg unver meidlich sei. An den Stammtischen und in den Vereinen, sowie bei politi schen Zusammenkünften wurde die Wahrscheinlichkeit eines Krieges mit Frankreich und England lebhaft erör tert. .Man wußte, daß man in Regie rungSkreisen dem AuSgange der Wah len in England mit größter Spannung entgegensah. Die Friedensfreunde begrüßen daher den Sieg der Liberalen mit aufrichtiger Freude. ' Recht interessant find die AuZlassun gen der Vollstem", des führenden Organs der BurenPartei im TranS vaal. Das Blatt schreibt (15. Novem Ij 1905): Die letzten Zeitungen aus Europa dringen uns die überraschende Kunde, daß wir vor sechs Monaten dicht vor einem Kriege zwischen Deutschland ei nerseitS, England und Frankreich an dererseitS standen, und da gerade 'zu dieser Zeit eine große Zahl deutscher Truppen und entsprechende Vörräthe in DeutschSüdweftAfrika vorhanden waren, mußte ein Krieg mit England ganz unvermeidlich die Deutschen dazu zwingen, von diesen Truppen und die sem Kriegsmaterial in unserem Welt theil aktiven Gebrauch zu machen; mit anderen Worten, wir Äfrikander wären gezwungen worden, nicht nur jeden Franzosen als einen besonderen Freund und jeden Deutschen als einen Feind anzusehen, sondern auch unser Leben und Besitzthum während eines nicht un wahrscheinlichen Krieges zwischen engli schen und deutschen Truppen in Süd Afrika zu sWen. .Weitaus die größte Mehrheit des Volkes in unserem Lande hat nicht den geringsten Anlaß, einen Franzosen oder Deutschen durch dieselbe Brille anzu sehen, wie die Politiker in London. Im Gegentheil, wir hier in Südafrika haben den Deutschen für mindestens ebenso viel zu danken, wie den Franzo sen, wahrscheinlich sür noch viel mehr. Und wenn wir nun in maßgebenden englischen Blättern lesen daß daö Mi nifterium Balfour in einem eventuellen Kriege mit Deutschland ein Mittel ge sehen habe, uv seinen wankenden Le stand wieder für einige Zeit zu befefti gm auf Kosten der Mehrheit der Wäh ler, dann erscheint unS die Gefahr, in einen solchen Krieg 'gegen Deutschland verwickelt zu werden, in einem noch toi derwärtigerem Lichte. .Allein, der Ge danke, unser Land neuerdings, in' ein KriegZeater verwandelt zu sehen und dann aus Gründen, die uns auch
nicht im Geringsten berühren müßte ausreichen, um selbst den eingefleischte ften britischen Imperialisten, zu eisiger Ruhe zu bestimmen. Die Existenz deS britischen Weltreichs steht und fällt also mit der Verantwortlichkeit von ein paar Herren in London, die mit dem Feuer spielen, sehr wahrscheinlicherweise wegen ihrer eigenen kleinen Parteiinte regen. Wir glauben nicht, daß wir unS unloyaler Gesinnung schuldig ma chen, wenn wir hier offen feststellen, daß ein Krieg gegen Deutschland in Bri tisch'Südafrika von Popularität recht weit entfernt gewesen wäre. In den Vereinigten Staaten sind er freulicher Weise die Sympathien auf Seiten Deutschlands in der Marokko Angelegenheit. Mit Ausnahme einiger Jingoblütter erkennt lman die ge müßigte und würdige Haltung der deutschen Regierung in der verzwickten Frage allgemein an. Deutschland wehrt sich gegen unbefugte Verkürzung der Rechte, die auch den Vereinigten Staaten gewährleistet sind d. h. offene Thüre für den Handel mit Marokko. Eiue wandernde ZeitungsAusstellung.
Von jeher haben sich in Deutschland die Vereine der Buchdrucker durch Ge meinsinn und intelligentes Streben au' gezeichnet; sie nehmen in der Geschichte der deutschen Gewerkvereine unstreitig den ersten Platz ein. Einen neuesten Schritt zur Hebung des Interesse an dem Erfolge ihrer Arbeit haben jetzt die beiden Vereine der Buchdruckmaschinen meiste? in Berlin und Leipzig gethan. Sie haben zunächst in Berlin eine Sammlung von .6090 verschiedenen Zeitungen aus allen Theilen der Welt unentgeltlich ausgestellt, damit alle In teressenten die äußere Gestaltung der pe riodischen Preßerzeugnisse in den ver schiedenen Zeiten und Ländern bequem vergleichen können. Das kleine Format der Zeitungen im 18. und' Anfang deS 19. Jahrhun derts, die Verschiedenheiten der amerikanischen und europäischen Geschmacks richtung, die immer reichlichere Beigabe von Abbildungln und farbigen Ver fchönerungen fallen sofort in die Augen Selbst die Titel und Erscheinungsorte vieler Zeitungen bieten oft sehr lehr reiche Anregung. Für die außerdeutschen Länder ist das geographische Prinzip, für deutsche Zeitungen die Parteiftellung der Schriftleitung der . Anordnung zu Grunde gelegt worden. Dabei fallen deutsche Zeitungen, die im fernen Aus land, chinesisch? Zeitungen, die in San Francisco erscheinen, . und ähnliche exotische Erscheinungen in diesem Blät terwlde- besonders in die Augen. Der Zweck dieser Sammlung ist nicht ihre Vollständigkeit. Darin will man mit dem ständigen ZeitungS mufeum in Aachen nicht konkurriren. Vielmehr kommt eS darauf an, die An Passung der Buchdruckerkunft an alle Bedingungen und die verschiedensten Ausdruck- und Hervorhebungsmittel des Farbendrucks deutlich zu machen. Aus den vielen gebotenen Beispielen kann dem aufmerksamen Maschinen meister manche Anregung kommen, die er im gegebenen Falle verwerthen kann. Um diesen Nutzen in möglichst weitem Umfange zu stiften, haben die beiden Vereine ihre Sammlungen den Fach vereinen aller deutschen Städte, die sich darum beworben haben, unentgeltlich zur Verfügung, gestellt. Gleich bei Beginn dieser Wanderausstellung in Berlin hat sich dieses liberale Versah ren für die Sammlung selbst nützlich erwiesen. Besucher, die zufällig histo risch interessante oder seltene Zeitung? nummern auZ entlegenen Ländern auf bewahrt haben, überwiesen ihren in der Vereinzelung nutzlosen Besitz der gemeinnützigen Sammlung der beiden um die Ausbildung ihrer Jlchgenossen verdienten Vereine. Für kundige Füh rung durch die Sammlung und für die Erklärung der zur Veranfchaulichung ausgelegten Requisiten des modernen Zeitungsdruckes ist ebenfalls gesorgt. Ja, ein Exemplar der neuesten Tageszeitungen, die am Orte erschei nen, kann sich jeder Besucher zum An denken noch mitnehmen. Das Wall Street ' Journal" schreibt: Wenn eS in diesem Lande et was giebt, was mehr als alles andere dazu beitragen könyte, eine soziale und politische Revolution hervorzurufen, so ist eS das Gefühl, daß tytv ein Gesetz für die Reichen und ein andere? sür die Armen beftehtZ Nichts ist sicherer als das Schicksal deö ElerkS, welche? $8 die Woche verdient und seinen Prinzipal um ein paar Dollar bestiehlt. Er
wird verhaftet und ln's Gefängniß ge schickt. Wenn er seine Strafe abge sessen hat, so ist ihm die Thüre jeder anständigen Beschäftigung verschlossen. Er trägt daö Zeichen des Verbrechers auf der Stirn. Seiner Person haftet der Geruch des Gefängnisses an. Er wird von feinen Mitmenschen gemieden. Er hat keine Hoffnung und keine Zu kunft mehr. Wie aber geht eS dem reichen Manne, welcher feine Macht mißbraucht, um Gewinn auf Kosten anderer Menschen zu erzielen, welcher in hochfahrender Arroganz daS Publikum ausplündert und eS zwingt, ihm Tribut szu zahlen, welcher Trustfonds in unehrlicher Weise verwaltet, welcher mit dem Gelde an derer spdulirt, welcher sich selbst spitz. bübische Gehälter zuerkennt, welcher daS Gesetz verletzt, mit Ziffern Fang ball spielt, die Bücher fälscht und die RegierungS'DepartementS, deren Aus sicht er untersteht, mit unrichtigen An gaben betrügt? Werden solche Männer bestraft? Werden sie auS der Handels kammer auSgestoßen? Werden sie von der Gesellschaft .geboycottet"?
Inder Reservationsschule unweit von Pipestone, Minn., hatten 200 Jndianerkinder eine schöne Weihnachtsfeier, wozu auch ältere Indianer von weither gekommen waren. Viele dieser Schüler kommen aus allen Theilen des Westens, und es war schön, zu sehen, welch einen' frommen Eindruck diese große Feier auf die einfachen Naturkinder machte, und mit welcher Freude sie die kleinen Geschenke in Empfang nahmen. In den Besitz einer seltenen Münze ist der frühere Generaladjutant von Minnesota, Hermann Mühlberg, gelangt. Die Münze wurde im vorigen Frühjahr von dem Farmer Fred. Groth gefunden und ist nahezu 200 'Jahre alt. Die Inschrift auf der einen Seite lautet: Eolonies Francaises 1722", mit dem Münzzeichen auf her anderen Seite ist eine Krone und darunter zwei große L, die wie ein W aussehen, und lesbar ist noch die Inschrift Brnedidion". Die Münze ist etwas größer als ein Vierteldollar; es ist möglich, daß sie ein Indianer als Amulet getragen und verloren hat. Die vor Kurzem vom New Forker Gesundheitsamt veröffentlichte Lebensstatistik für 1905 'stellt sich in jedem Sinne günstiger als die für 1904. Die Sterblichkeitsrate ist nahezu und die Rate der Todesfälle an ansteckenden Krankheiten positiv die günstigste, die je verzeichnet wurde. Im' abgelaufenen Jahre wurden 103.852 Kinder geboren, gegen nur 99,555 im Jahre 1904. Es wurden 42,667 He irathen gegen 39,436 im Vorjahre angemeldet. Todesfälle sind nur 73,440 gegen 78.060 in 1904 registrirt. Die Sterblichkeitsrate betrug-1904 noch 20.01 per tausend, im letzten Jahre aber nur 18.25 per Mille. Eins der großen 12zolligen Geschütze, die auf dem in Moranv Schifföbauhof gebauten und im kommenden Frühjahr der Vollendung entgegengehenocn Schlachtschiff Nebraska" Verwendung finden sollen, langte kürzlich in Seattle, Wash., an. Zwei große Wogen waren erforderlich, um die große Kanone zu jragen. und die ein Gewicht von 118.700' Pfund (ungefähr 60 Tonnen) hat. Das Geschütz ist 50 Fuß lang und das neueste Modell der modernen 12zölligen Schiffskanonen. Es ist in der Marinegeschützbauanstalt zu Washington, D. C.. angefertigt. Zwei weitere dieser Kanonen sind auf dem Wege nach Seattle, während sich eine vierte noch im Bau befindet. Holzfäller in der Nähe von Chippewa Falls, Wis., stellen ein baldiges Ende der Holzindustrie im nördlichen Wisconsin in Aussicht. Sie behaupten, daß nicht genug Stämme mehr vorhanden sind, die Sägemühlen noch weitere 15 Jahre in Gang zu halten. Je mehr die Wälder ausgeholzt werden, desto knapper werden die Stämme und infolge dessen steigt das Holz immer mehr im Preise. Die AbHolzung ganzer Waldstrecken ist in den letzten, Jahren so vorangeschritten, daß viele Ortschaften, die ihre Prosperität dieser Industrie verdanken,' beinahe verarmten und erst jetzt sich von dem Schlage zu erholen beginnen und nun wieder aufzuleben beginnen, seitdem Leute dort eingewandert sind, die sich dem Ackerbau gewidmet haben. Wie ein todter Ä ruthahn zum Lebensretter wurde, wird aus New Jersey berichtet: Frank Kraft von Belleville hatte einen große schweren Truthahn für Weihnachten gekauft und befand sich in frohester Stimmung auf dem Nachhausewege, ohne im geringsten zu ahnen, daß der feiste Vogel zu etwas anderem bestimmt war und ihn vor womöglich schweren Verletzungen bewahren sollte. Nahe seiner Wohnung griff ihn eine große Bulldogge an, zerriß ihm den Rock und versuchte, ihn in die Hand zu beißen.' Kraft nahm den Turkey bei den Füßen und benutzte ihn als Waffe gegen den wüthenden Hund, und . es gelang ihm auch, daS Thier zu verjagen. Der Vogel aber war in keiner sehr appetittichen Verfassung, wie sich .leicht denken laßt.-
Aus Vereinskreisen.
Indianapolis Lieder kränz. Die gestrige Versammlung deö- In dianapolis Liederkranz erfreute sich einer recht regen Betheiligung. ES wurde beschlossen, von jetzt ak jeden zweiten Sonntag im Monat in der Germania.Halle eine regelmäßige Ge schästS'Versammlung abzuhalten. Sechs neue Mitglieder wurden in denVerein aufgenommen. Der Bericht des Ver gnügungS'ComiteS in Betreff der letz ten Weihnachtsfeier ergab, daß wieder ein namhafter Betrag für die Vereins lasse erzielt wurde. Die Herren NicolauS Kretzer, Valentin Hoffmann, GuS.Weiffenbach. Wil Helm Matthias und Paul Thau für das am 23. Januar stattfindende Kon zert als ÄergnügungZ.Comite erwäljlt. Auch für den am Faftenmontag statt findenden Maskenball werden bereits umfassende Vorbereitungen getroffen. Die vom Deutfch.Amerikanischen Ve teranen'Verein und dem PionierVerein an den Llederkranz" ergangenen Ein ladungen zur Theilnahme an der Feier von Washington'S Geburtstag am 25. respective 10. Februar cr. wurden mit Dank angenommen. Nach der Versammlung blieben die Sänger noch ein Stündchen gemüthlich bei einander. Badischer UnterftützungS Verein. In der gut besuchten geftrigin Ver sammlung der Badenser wurden Haupt sächlich Routine.Geschäfte erledigt. Ein neuer Candidat wurde als Mitglied vorgeschlagen. Zu Ehren deS verstorbenen Mitglie des Henry Santo erhoben sich die an wesenden Mitglieder von ihren Sitzen, wobei in feierlicher Weise daö Bild deö Dahingeschiedenen mit einem schwarz? Flor umhüllt würd'. Dies Trauerzei chen verbleibt für 30 Tage an dem Bilde, nach einem alten Brauche deS Vereins. Herr Moritz Eschenbach beschenkte jedes Mitglied deS Vereins mit einem hübschen Kalender. ES wurde beschlossen, von jetzt ab alle Mitglieder von dem jedesmaligen Fälligkeit Termine der Beitrüge in Kenntniß zu setzen. ;, Nach Beendigung deS offiziellen Theils de? Sisung blieben die Mit glieder nach guter alter Sitte noch eine Zeitlang in geselliger Unterhaltung beisammen. Ka rten Part hie der. Damen d e s Südseite Turn Vereins. UnterLeitung von Frau F. Berner fand in der Südseite Turnhalle gestern Nachmittag die monatliche Kartenparthie der Damen statt. An 30 Tischen wurde um die Preise gerungen. Die launische Göttin Fortuna ver
theilte die Preise wie folgt: amenpreis e : i 1. Preis Frau P. Gunsser, 87 Pk. 2. - Seiler, 79. 3. Roy 75 4. John Heb 73 . 5. A. F. Orcutt 72 6. B. Hugo 72 7. Hulda Kehr 72 HerrenPreise: 1. Preis E. I. Butter 89 Pkt. 2. 0 John Heß 81 3. Herm. Piel 81 4. Fred. Ehlert 80 5. m H. Woodard 78 6. E. F'. Wörner 76 7. Louis Köhler 75 8. F. Cchönemann 74 9. Hy. Roebke 73 10. - Jof. Vollrath 73 , . Schweizer. Bund.
Die Schweizer hielten gestern unter reger Betheiligung in der Germania Halle ihre regelmäßige Versammlung ab. Nachdem die RoutineGeschäfte erledigt waren, wurde Nomination von neuen Beamten für die im nächsten Monat ftattsindende Beamtenwahl vor genommen. Nach der Sitzung blieben die Schweizer noch in. gemüthlicher Un terhaltung bei Hopfen und Malz zu sammen. Heimath Unterstützung 5 Verein. Obiger Verein hielt gestern Nachmit tag in der Columbia Halle seine regel mäßige Versammlung ab. Die Mit glieder hatten sich recht zahlreich elnge funden. ES wurde beschlossen, am
27. Januar wieder einen der beliebten VereinSbülle abzuhalten. Herr Fred.' Roesener, 317 Oft Minnesota Straße, wurde als neues Mitglied aufgenom men;' im Ganzen zählt der Verein jetzt 123 Mitglieder. Deutsch .Amerikanischer V e t e r a n e n V e r e i n. Zu der gestrigen Versammlung der alten deutsch-amerikanischen Soldaten hatten sich die Kameraden zahlreich ein gefunden. Herr Kamerad I. L. Vieler setzte die folgenden neuen Beamten in ihre resp. Aemter ein : Hauptmann Chaö. I. Schmidt. 1. Leut. Conrad Bauer. 2. Leut. Christ. Schetter. Adjutant Chas. Koftenbader. Quartiermeister Fred Hartmann. Nach erfolgter Jnftallirung erstattete Herr Hauptmann Schmidt seinen Be. richt über seine letztjährige Amtsführung in fform folgender Ansprache : Kameraden! Gemäß unserer Statuten. Para graph 2, Artikel 2. find der Haupt, mann, Adjutant, Quartiermeister und Verwaltungsrath angewiesen, bei.'Ab lauf ihrer jährlichen . Wirksamkeit oder so oft eö vom Verein verlangt wird, Bericht hierüber zu erstatten. Demge müß überreiche ich Ihnen hiermit einen Auszug über meine letztjährige Dienst zeit wie folgt : Der Verlust, durch Tod, an Mit gliederzahl, der unS im vergangenen Jahr betroffen, ist ein sehr schmerzlicher für unsern Verein, zumal die drei wackeren Kameraden Jacob Scholl, Louis Ruth und Wm. Mücke, welche zur Großen Armee abkommandirt wur den durch das Machtwort dessen, der über uns Alle das Kommando führt, als active" Mitglieder betrachtet werden konnten; sie wurden von ihren Kameraden geachtet und geehrt. 4 Nie malS klagend, über zu viel Dienste, haben fich diese Braven durch ihr zuvor kommendes Benehmen und anständiges Betragen ein unauslöschliches Anden ken in den Herzen ihrer Mitglieder und Freunde gesetzt. Der GesundheltS'Zustand unserer Kameraden ist zur Zeit wohl ein befrie digender zu nennen; mit nur wenigen Ausnahmen rapportirten die 'meisten wackerm Krieger zum üblichen Appell. Wir haben soweit unsere patriotischen Pflichten als Veteranen und Amerika nifche Adoptivbürger getreulich erfüllt, indem wir nach wie vor den Ehren Salut zum Angedenken deS VaterS fei neS Landes, am 22. Februar mit un seiet Kanone abfeuerten' und ebenfalls am GrüberfchmückungStag am 30. Mai zum Andenken an die hierorts beerdig ten Soldaten des letzten Bürgerkrieges. Unsere VereinSfahne, welche , meiner Obhut anvertraut, ist im Schranke und in gutem Zustande ausbewahrt. Zum Schluß möchte ich die beschei dene Bitte an alle Kameraden richten, daß Sie die von Ihren Offizieren ge plante und bereits theilweile arrangirte Washington Geburtstagsfeier, welche am nächsten 25. Februar in der Süd feite Turnhalle stattfindet, d. h. wenn fich kein unvermeidlicher trüber Zwi fchenfall ereignen sollte, nach allen Kräften fördern helfen. Obgleich der Verein hierbei wmiger lauf finan zlellen Gewinn rechnet, beabsichtigt er jedoch, durch diese Unterhaltung den Kameraden und Freunden nebst ihren Familien einen genußreichen und ge müthlichen Abend zu verschaffen. Znm Schluß Wünsche ich Ihnen Allen nebst Ihren Familien gesegnetes und ange nehmeö neues Jahr. Als sich der dieser Rede folgende Bei fall gelegt hatte, erschienen die Frauen deS Vereins und überraschten die Veteranen mit einem höchst delikaten Im biß, dem natürlich unter vielen DankeS bezeigungen die gebührende Ehre ange thän wurde. . Als ProgramM'Comite für die Ge burtStagSfeler Washington'S wurden die Beamten deö Vereins ernannt. Ehren'Mltglied. Kamerad Hy. Spreng pfeil, wird in diesem Comite in altbe wührter Weise den Vorfitz führen. ' Erst nach einigen fröhlich verlebten Stunden, trennten fich die alten Krieger. Deutscher UnterftützungS Bund. Gestern. Vormittag hielt der Deutsche UnterfiützungS'Bund in der Columbia Halle seine , Generalversammlung ' ab.
Ottk M M Stor
(ablirt 1863.) ...Jndiana'S größter Laden... Die Neste ....von unserer.... ...St. Gallen Fabrik... sind die feinsten welche je in die ses Land importirt wurden. Die Quantitäten sind großer, die , Muster hübscher und die Qualitäten besser alS Ihnen je osserirt -wurden. Diese bestehen in Swiß, Nainsook und Cambric Stickereien. Kanten und Einsatz, in 1 bis 6 Yard Stücken Längen die am ünschenswerthesten sind. Die Preise während dieses Ver, kaufes sind ungefähr die Hälfte als die, welche Sie auf dem regu lären Weg bezahlen müßten. Auswähl so lange diese anhalten) die Yard 2f,5(,8c, 10c, 121c, 15c bis 40c West Mittel Gang. MW Ml 660DS C0. Folgende neue Beamte wurden für daö nächste Halbjahr-gewählt: Präsident Peter Hammerle. VicePrüsident Fred. Malwig. Secretair Albert Berg. Schatzmeister Fritz Wenzel. TrufteeS August Caesar, John Hartmann und I. Leibrock. Trotzdem der Verein erst seit sechs Monaten besteht, ist sein Kassenbeftand ein außerordentlich günstiger und die Berichte der Beamten lauteten durchweg seh? ermuthigend. Südseite Schwabenverein. In der gestern Nachmittag in der Südseite Turnhalle abgehaltenen gut besuchten regelmäßigen Versammlung deö Südseite SchwadeN'VereinS wur den die in letzter Generalversammlung für den laufenden Termin erwählten neuen Beamten in ihre Aemter einge führt. Sämmtliche ausscheidenden Beamten legten ihre Berichte vor und zeigen diese, daß fich der Verein in blühendem Zustande befindet; das Ver einsvermögen hat sich um ein erkleck Ttft8 Cftmniif n h.rmefirl """T" w-....-.--Am.Ofter.Montag. 26. März cr.. soll in der Südseite Turnbälle ein gro ß'er Maskenball abgehalten werden. DaSAr'rangementScomite bestehend auS: David Pfaff, Wilhelm Weikmann. Jac. Schnepf, Karl Wetze! und Joseph Kleiber wird für genügende Unterhal tung sorgen, so daß Keiner unbefrie Ki iMaAAaltt wiy viuut4 Als Delegat zum Verband deutscher Vereine wurden die Herren Fritz Wetzel und David Pfajs erwählt. Nach der Versammlung widmete man fich noch für ein Stündchen der echt schwäbischen Gemüthlichkeit. Europäisches eparknesj Wechsel, Creditbncfe, Postanweisungen, auf alle Städte Europas. Kchiffsschetns von und nach Europa. ftt und Verkauf auSlSndil scheu GeldeS. Ro. 35 Süd Meridian Str. lercliants National Bank. IM , I Verlangt - Anzeigen rgcnb welcher rt werde in der Zndiana Xrftfiiu" mit 5c per Ztilt fflr jede Jnsertton Imäntt, 3 u erkaufen: tnen Bauplatz an etunn Aveuue. zwischen Highland ve. und Oriental Strafte, 35 bei 125 Fud gr8. Werth $900. erde sür $775 an Jemand der fich ein Haul zu bauen wünscht ver kaufen. Wird nicht an Personen verkaust die Eigen thu dermiethen wollen. Gute Stratze und TxtU toirk. al, SzugSkanale und elektrische Licht an der Etraie. Nachzufragen bei E. Sicherer, 1223 Eturm venue. B erlangt : Eine ssran all Hauhalteri im Dia?. niNen fiaf&ttal. Ccfc Odto und 6 tun. tA. usrage in der Osftce M Hospital. '
