Indiana Tribüne, Volume 29, Number 120, Indianapolis, Marion County, 13 January 1906 — Page 7

Jüdinn Tribüne, 13 Januar 1006

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O -X o - o o -K o o o -k o o Der DinKcttde K r i m i n a l r o m a n non ridj (CbritRcin o o O o 0O00C00C0000 o (Fortsetzung.) 2i :ina fallt sich wi:der gefaßt. Ich weiß wirklich nichts!" sagte sie ruhig. Tann erzählte sie ncdj, wie sie ihre Herrin gefunden hatte, und endlich gestattete man ihr abzutreten. Mit einem Seufzer der Erleichterunz rerließ sie das Zimmer. In diese! Augenblick fuhr unten ein Wagen vor und hielt mit raschem Ruck vor dem Hausthor. Ter Kommissär trat zu dem Arzt und fragte, ob die Verwundete vernehmungsfähig sei. Momentan ja!" lautete die Antwort. .Ich habe ihr eine Injektion gegeben, um die Herzthätigkeit zu he ben, aber der Stich im Rücken scheint doch edle Theile verletzt zu haben, und Öer Blutverlust war zu groß. Ich glaube kaum, daß sie die Nacht überleben wird." Ich werde mich so kurz fassen, wie möglich." Ter Kommissär trat an das Lager Hermines. Man hatte sie zu Bett aebracht, dort lag sie mit geschlossenen Augen. Frau Fröhlich stand neben ihr und Kielt die Blicke unverwandt in tödtlicher Angst auf ihr Besicht gerichtet. Fräulein v. Lindemaier," sagte der Kommissär, können Sie mich verstehen? Ich möchte einige Fragen an Sie richten." Tie Kranke öffnete die Augen erschrocken, dann flog ein Ausdruck von Ergebung über ihr fahles Gesicht und sie nickte. Waren Sie allein im Zimmer, als der Attentäter eindrang?" , M a. Womit beschäftigten Sie sich?" Ich saß am Schreibtisch. Es wurde schon dunkel und ich konnte nicht mehr schreiben." Turch welche Thür trat er ein?" Er trat in mein Schlafzimmer." Was geschah dann weiter?' Hermine schwieg einen Augenblick, wie um ihre Gedanken zu sammeln. Tann begann sie leise mit einer gewissen hastigen Erregtheit: Ich fragte: .Tina, sind Sie es?' erhielt aber keine Antwort. Ta stand ich auf und wollte in's Nebenzimmer. Im selben Moment trat mir ein Mann entgegen, versetzte mir blitzschnell mehrere Stiche, band mir die Hände und stieß mich in 'den Salon. Dabei fühlte ich einen brennenden Schmerz im Rücken. Nachher hörte ich, wie er die Thür absperrte hinter mir. Ich blutete an mehreren Stellen. Ich wankte noch in's Speisezimmer, wo ich auf den Teppich hinfiel... ich weiß nichts mehr..." Sie sprach das alles her wie eine eingelernte Lektion. Der Kommissär schüttelte verwundert den Kopf. Da wurde die Thür energisch aufgestoßen, ein hoher kräftiger Mann in Majorsuniform trat aufgeregt ein und wollte direkt an das Bett der Kranken eilen, aber ein Blick des Kommissärs hielt ihn zurück. Frau Fröhlich stürzte auf ihn zu, sie sanken einander in die Arme, beide weinten. Es war der 27lajor Ernst v. Lindemaier. der, eben angekommen, die Schreckensnachricht von den Neugierigen auf der Straße erfahren hatte. Ter Kommissär setzte das unterbrochene Verhör fort. Und bei all dem sprach der Attentäter kein Wort?" Nein." Besinnen Sie sich genau, Fräulein v. Lindemaier! Es ist doch höchst sonderbar, daß dies alles stumm vor sich ging?" Er svrach nichts." Wie sah der Thäter aus?' Beschreiben Sie ihn aenau!" .Ich weiß es nicht." Der Kommissär hob den Kopf. Das ist doch unmöglich! Während er Sie band, mußten Sie ihn doch aenau sehen!" Es war schon dunkel." Aber noch '.icht so sehr, daß Sie nicht wissen münen, ob er groß oder klein, bartlos oder bärtig, jung ode: alt war. 'Es kann kaum dämmerig gewesen sein." Hermine schwieg. Ihre Züge waren entstellt, wie von heftigen inneren Schmerzen. .Also antworten Sie. bitte! Wie sah der Mann aus?" Ich weiß es nicht." Ter Kommissär machte eine ungeduldige Bewegung. Dann blitzte es plötzlich in seinen Augen auf. Fräulein v. Lindemaier war der Thäte? ein Fremder, oder kannten Sie ihn vielleicht?" Ein Ruck ging plötzlich durch den Körper der Verwundeten. Sie warf sich unruhig herum. Ter Arzt trat besorgt näher und flüsterte dem Beamten etwas zu. Dieser wiederholte: Antworten Sie! Nur diese Frage noch, aber wahr heitsgetreu! Kannten Sie den Thäter?" Eine Pause trat ein. Aller Augen hingen an der Sterbenden, welche schwer athmete. Endlich rang es sich mühsam von 'bren Lippen: Nein!"

' Wie ein Aechzen glitt es durch' das Zimmer, dieses Nein. Ich muß dringend bitten," sagte nun der Arzt, das Verhör zu enden! Die Kranke ist am Ende ihrer Kräfte." Nur widerstrebend trat der Beamte zurück. So will ich noch einmal im Wohnzimmer nachsehen. Es ist ja möglich, daß sich dort Spuren des Thäters finden." Jetzt beugte sich der Major erschüttert über die Kranke. Herma Liebling ich bin's. Dein Ernst! Kennst Tu mich ?" Sie packte plötzlich mit krampfhaftem Griff seine Hand und ein Blic! traf ihn so voll wilder Angst und Verzweiflung, daß er unwillkürlich erbebte Schaff sie fort ... alle ... alle .. . nu: Tu bleibe. Und hole einen Priester, denn ich sterbe." Herma Liebste! was sprichst Tu?" Ich fühl's ... und ... es ist gut so Mit einem Seufzer sank sie zurüc? und schloß die Augen. Aus dem Nebenzimmer kam der Kommissär zurück, cefolgt vom Proto kollführer. Sein Gesicht hatte einen triumphirenden Ausdruck, in der Hand hielt er einen Brief. Er ging direkt auf Frau Fröhlich zu und sagte mit scharfer Stimme: Gnädige Frau, wollen Sie uns erklären, was dieser Brief bedeutet?" Sie zuckte zusammen und ihre Augen öffneten sich unnatürlich weit, als sie einen Blick auf den Brief warf. Wie wie kommen Sie zu diesem Brief?" Wir fanden ihn unter den Papieren öftrer Schwester ganz zuunterst. Ich irre wohl nicht, wenn ich annehme, daß er von Ihrem Sohne stammt?" Es ist sein letzter Brief. Ich gab ihn Hermine zum Lesen damals vor drei Monaten. Aber was soll das?" Ter Major trat hinzu. Seine Miene war ernst und streng. Was ist es mit diesem Brief? Ihr habt mir kein Wort davon gesagt, obwohl ich als Vormund Roberts wohl ein Reckt hätte " Frau Fröhlich richtete sich hoch ai.s. Ein bitterer Zug lag um ihren Mund. Tu warst immer hart gegen Robert!." Nur gerecht. Vergiß nicht, wie viele Sorgen Tir der unaerathene Junge machte! Er hat uns allen nur Schande gemacht, und seine ewigen Geldforderungen " Es ist wahr, er war leichtsinnig, aber schlecht, tt)ie Tu meinst, war Robert nie. Noch heute kann ich mir nicht verzeihen, daß ich ihm die Mittel ve'rsagte, sich eine neue Existenz zu gründen. Aber Hermine wollte nicht." Mit Recht. Unter dieser Vorspiegelunz hat er Tir schzn Tausende herausgelockt." Er hatte Unglück. Vielleicht wäre es ibm gerade diesmal geglückt." Sie haben ihm also Geld verweigert und sich dabei auf Fräulein v. Lindemaier berufen?" fiel der Kommissär rasch ein. Sie wollte eS so!" murmelte Frau Fröhlich. Sie sagte, ich solle ihm schreiben, sie gebe nichts mehr heraus. Er wußte, daß Hermine mein Vermögen verwaltete. In dieser Weise wollte sie mir das Abschlagen der Forderunz erleichtern." So, so." Ter Kommissär nickte. Tann wandte er sich an den Major. Hören Sie die Antwort dieses jungen Mannes. Sie ist kurz, aber deutlich." Er faltete den zerknitterlen Brief auseinander und las: Liebe Mutter! Tu willst mir also das Geld, welches ich als Kaution brauche, nicht schicken? Gut. ich werde auch ohne das mir eine Stellung gründen! 'Aber mütterlich hast Tu nicht an mir gehandelt, und was Tante Hermine betrifft, die freilich in ihrem behaglichen Heim und bei ihrem Reichthum nicht weiß, was Hunger. Kälte und Heimathlosigkeit bedeuten, so wünschte ich wirtlich beinahe, der schlechte Kerl zu sein, für den ihre geizige Tugend mich hält. Ich würde mich dann nicht besinken, ihr einfach zu- nehmen, was sie mir verweigert. Liebe würde mich wahrlich nicht abhalten davon, denn mit der Liebe zu meinen Verwandten bin ich fertig. Und damit Gott besohlen. Ich kann nur wünschen, daß Tu nie die Schwäche bereust, welche Dich verhindert, zu helfen Deinem einzigen Sohn Robert." Ter Kommissär faltete den Brief zusammen und steckte ihn zu sich. Ich denke, der Fall klärt sich einigermaßen." sagte er. wenn man in Betracht zieht, daß nur die WerthPapiere, ioelche Ihnen, Herr Major, und Fräulein v. Lindemaier gehörten, geraubt wurden, während- auffallenderweise jene der Frau Fröhlich zurückgelassen " Ein - Toppelschrei unterbrach ihn. Frau Fröhlich hatte den einen ausgestoßen, während sie besinnungslos zu Boden fiel, der zweite kam aus dem Munde der Sterbenden. ,Als der Major erschrocken an das Bett eilte, winkte ihm schon der Arzt. Wenn Sie ihr noch geistlichen Trost gewähren wollen, dann eilen Sie. Ich fürchte, es geht zu Ende. " Heulend fegte der kalte Novemberwind um die kleine Villa, rüttelte an den kahlen Bäumen des Gartens und raschelte ,im dürren Laub, als der Priester durch die noch immer umerstehendin Gruppen Neugieriger dem 'naana zuschritt.

Der Kommissär verhörte im Erdgeschoß noch die Hausmeisterin, die einzige Partei außer den beiden Schwestern, welche noch im Hause wohnte. Sie wußte nichts von Belang anzugeben, denn sie war um die kritische Zeit be! einer Freundin zu Besuch gewesen, und ihr Mann, welcher Bankdiener war. befand sich tagsüber stets außer Haus. Frau Fröhlich hatte man in ihre Wohnung hinabgebracht, wo ihre Tienerin Luise sich bemühte, die vor Schmerz und Entsetzen halb Wahnsinnige zu beruhigen. Oben im ersten Stockwerk aber hauchte das arme Fräulein v. Lindemaier in den Armen .ihres Bruders ihre Seele aus, während der Priester ihr seinen Segen mitgab auf die Reise in's unbekannte Land. Schluchzend betete Tina am Fußende des Bettes und warf nur zuweilen einen scheuen Blick auf die vom Polizeikommissär amtlich verschlossene Thür des Nebenzimmers. Dort sollten sich noch die Fußspuren des Mörders be finden. Ter Kommissär hatte sie sorgsalzig gemessen und sogar auf Papier nachgezeichnet. Tina seufzte unwillkürlich. . Gott sei ihm gnädig!" murmelte sie. Wer hätte gedacht, daß aus dem

munteren, kraushaarigen Bübchen, dem ich so gerne Zuckerwerk zusteckte, ein Mörder werden würde! Ab?r freilich. al.Z mich der Kommissär fragte, ob mein armes Fräulein Feinde hätte, habe ich gleichen ihn denken müssen. Mir fiel sofort der Brief ein und wie, viel sie deshalb heimlich geweint hat, denn sie hatte ihn doch lieb, wie wir alle, den wilden Jungen." 3. K a p i t e V Leichenbegängniß schritt ajor allein hinter dem Frau' Fröhlich hatte es nicht über sich gebracht, sich den Blicken der Menge auszusetzen. Ihr war, als müßte sie sich vor aller Welt verkriechen unter der Last des schändlichen Verdachtes, der den Namen ihres Sohnes - in aller Leute Mund brachte. Aus den Zeitungen wußte sie. daß die Polizei nach allen Seiten Steck briefe auf ihn ausgesandt hatte. Kein Tag, an dem nicht irgend ein Blatt neue Einzelheiten aus seiner Kindheit und Jugend brachte. Wie viele Lügen waren darunter! Jhr Mutterherz bäumte sich bei jedem Wort auf. Wo sie das nur alles her hatten, diese Zeitungsschreiber? Taß er in der Schule nicht gutgethan hatte, war ja leider wahr. Auch daß er als Schiffsjunge auf und davon gegangen und seither die verschiedensien Dinge getrieben hatte, um sich durchzubringen, daß er oft um Geld geschrieben und vielleicht sogar nicht immer unter ganz wahren Vorspiegelungen gut. aber daß er stets grausam, lügenhaft, verderbt" gewesen, das war denn doch eine furchtbare UnWahrheit. Obwohl es Momente gab, in welchen die unglückliche Mutter selbst zweifelte, immer wieder erhob sich siegreich gegen jeden Verdacht eine Stimme in ihr. die sagte: Nein, es ist nicht wahr! Es kann nicht wahr sein! - In diese? Stimmung traf sie der Major am sechsten Tag nach Hermines Tod. Die Geschwister hatten sich nicht wiedergesehen seit dem Verhör des Polizeikommissärs am Sterbebett der Schwester. Zitternd erhob sich Bertha bei ihres Bruders Eintritt. Kommst Du endlich? Ich dachte schon " Weiter kam sie nicht. Thränen erstickten ihre Stimme. Der Major blickte voll innigen Mitleids auf die Weinende. Arme Bertha!" sagte er, ..ich wollte Dir Zeit lassen. Ich fühle ja Deinen Kummer mit Dir, aber da Du mich der Härte, der Ungerechtigkeit zeihtest. so dachte ich, es sei vielleicht besser, wenn wir beide erst ruhiger würden. Auch heute wäre ich noch nicht gekommen, wenn nicht " Bertha hob rasch den Kopf, dann klammerte sie sich an den Tisch. Ist ist etwas Neues ! O, Ernst!" Setze Dich. Herz." sagte er liebevoll und seine sonst so klare, feste Stimme zitterte leicht, während sein schönes, männlich offenes Gesicht Schatten der Trauer überflogen. ' So, hierher auf's Sofa. Ich setze mich zu Dir und Du gibst mir Deine Hand. So . . . Und nun. Liebste, sei ruhig und vernünftig. Ich komme soeben vom Untersuchungsrichte?." Jesus Maria! Sie haben ihn verhaftet!" schrie Frau Fröhlich plötzlich auf und zitterte am ganzen Leib. Ja!" sagte der Major einfach. Einige Sekunden blieb es todtenstill. Dann richtete sich Frau Fröhlich auf und strich sich mit bebenden Fingern .das Haar aus den Schläfen. . Ich bin ruhig!" sagte sie. Laß mich alles wissen. Wo ist er?" Gestern Abend verhaftete man ihn in Trieft. Er lebte dort als erster Korrespondent eines Großhandlung Hauses." ! Also hat er mich doch nicht belogen!" athmete sie erleichtert auf und setzte zuversichtlich hinzu: Er wird sich rechtfertigen!" Wie sehr würde ich das wünschen um unser aller willen. Indessen " Wann kommt er nach Wien?" Er ist bereits hier seit heute Morgen." Und nun?"

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Vormittags hat ihn der Untersuchungsrichter verhört. Er verweigert jede Auskunft über den 24. November. Im Geschäft war er nicht. Wie Du weißt, war es ein Samstag. Er nahm für Samstag Urlaub und von Tonnerstag Abend bis Sonntag früh war er nicht in seiner Wohnung." Ein banges Schweigen folgte diesen Worten. Bertha war weiß geworden wie das Taschentuch, das. sie in Händen hielt. Endlich sagte sie mit Ansirengung: Und als man ihm das Geschehene vorhielt, was sagte er da?" Er leugnet natürlich. Das würde wohl jeder an seiner Stelle thun! Mit Entrüstung weist er jeden diesbezüglichen Verdacht zurück. Aber wenn er unschuldig wäre Bertha. bedenke selbst warum verweigert er jede Auskunft über die Zeit vom 22. bis zum 23. November?" Warum ja warum?" flüsterte Bertha und große Schweißperlen traten auf ihre Stirn. Dann sah sie ihren Bruder plötzlich angstvoll an. Ernst Du hältst ihn für schuldig?" Der Major schwieg und seufzte. Sie sprang plötzlich auf und rief flammend: Und ich sage Dir, er ist unschuldig! Mag er so leichtsinnig gewesen sein wie immer schlecht war er nie! Und an diesem Verbrechen ist er unschuldig! Das konnte er nie und nimmer thun!" Auch jetzt noch schwieg der Major. Nur das Mitleid in seinen Zügen vertiefte sich. Bertha aber fuhr fort: Du glaubst es nicht? O, Ernst es gibt einen Gott im Himmel und er wird mir hei fen. die Unschuld meines armen Kindes zu beweisen!" Die Beweise gegen ihn sind erdrückend!" ,"r Euch vielleicht, die 5cbr obne Milde u:ib voller Vorurtyetle daran geht, sie zu prüfen. Für mich nicht. Ich .glaube seiner Versicherung." Liebe Bertha sei vernünftig! Denke nur gründlich nach wer sonst könnte.so gehandelt haben? Wer hat die Umstände so gekannt? Wer hatte ein Interesse " Genug!" Sie wandte sich stolz ab. Ich sehe. Du bist mein Gegner, Ernst. Es ist schmerzlich für mich, bitter schmerzlich, daß ich nun ganz allein stehen soll, aber ich muß mich eben drein finden." Sie sank auf einen Stuhl und weinte bitterlich, während der Major in stummer Erregung im Zimmer auf und nieder schritt. Frau Fröhlich klagte leise vor sich hin. Wie das thut! Keiner weiß es. Erst Hermine verlieren, nun auch ihn alles, alles auf einmal!" Ter Major blieb plötzlich vor ihr stehen. Und ich? Habe ich denn weniger verloren? Statt daß wir treu zueinander hielten in diesen schweren Tagen, stößest Du mich von Dir!" O Du! Du hast doch Deine Braut! Tu stehst nicht allein." Ein gepreßter Seufzer, fast ein Stöhnen, kam aus seiner Brust. Wenn Du glaubst, daß ich bei Helene Trost finden könnte! Sie löste unsere Verlobung auf." Berthablickte erschrocken auf. Sie löste die Verlobung? Aber warum denn, um Gottes willen?" Frage mich nicht weiter!" gab er finster zu.'ück. Jetzt gerade jetzt! Wie häßlich das ist!" Ja jetzt. Weil ich jetzt ein armer Teufel bin!" Vergiß sie. Sie war Deiner nie würdig und geliebt, so mit der echten, rechten Liebe hat sie Dich wohl auch nie!" Ter Major faßte sich mit beiden Händen an die Stirne. Aber ich! Vergöttert habe ich sie, mein Herzblut hätt' ich für sie gegeben, Tag und Nacht gearbeitet hätte ich mit tausend Freuden! Und nun jagt sie mich einfach davon, wie ah. sprechen wir nicht mehr darüber, ich kann's nicht ertragen!" stieß er leidenschaftlich heraus und trat an's Fenster. Bertha blickte düster vor sich hin. Wie hat sich alles so schrecklich verändert für uns im Lauf einer einzigen Woche!" Ja schrecklich! Aber wenn wir beide nur fest zusammenstehen, dann. Bertha, werden wir uns auch in dieses furchtbare Schicksal ergeben lernen. Ich werde Helene vergessen,. Du Deinen unseligen Sohn." Niemals! Wie könnte eine Mutter ihr Kind vergessen! Wenn Du mein Bruder bist. Ernst, und in Wahrheit zu mir stehen willst, dann mußt Du mir helfen. Roberts Unschuld zu erweisen. Er selbst kann nichts für sich thun. Wir aber müssen trachten, zu erforschen, wo er sich während der kritischen Zeit aufgehalten hat. Wir müssen den wahren Thäter ausfindig rnachen. erst dann wird man Robert freilassen. Nun. Ernst, warum schweigst Du? Willst Du mir nicht helfen?" Der Major blickte sie traurig an. Dann begann er wieder seine rastlosen Wanderungen durch's Zimmer aufzunehmen. Seine Brauen waren zusammengezogen, der Mund fest geschlossen, ein heftiger Kampf spiegelte sich in seinenüaen. ir u .... (Sortsetzung folgt,) Kosttakte Frage. Ich weiß nicht, wie das zugeht! Früher hatten wir so viel Besuch, und jetzt bleiben alle Bekannten fern!" (Seit wann fpielt denn Fräulein Tochter Klavier?"

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