Indiana Tribüne, Volume 29, Number 120, Indianapolis, Marion County, 13 January 1906 — Page 4

Jnvtana Tribüne, 13 Januar wu.

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Jndiana Tribüne. HttäulAkeben von der Vutenbtrg Es. Indianapolis, Ind. Harry O. Thudlu .... Präsident. GeschaftSlocal: Äo, 31 Süd Delaware Straße. - TELEPHONE 2S.

Kntciei &t the Post Office of Indianapolis as secood dtn matter. Giftmischerei Geradezu haarsträubend liest sich der gestern veröffentlichte Bericht der StaatZ.c?esundheitZbeh0rde. Aus demselben geht hervor, daß weit über die Hülste der gebräuchlichsten Nahrungsmittel verfälscht in den Markt gelangen. Ferner haben die analytischen Unter suchungen gezeigt, daß nahezu die Hälfte der in den Handel gebrachten Droguen unrein oder minderwerthig find. Da ist e5 doch wohl im Interesse des Gemeinwohl- dringend geboten, daß die Geschäftsleute, welche sich nicht scheuen, verfälschte Nahrungsmittel an ihre Kunden zu verkaufen, zur Strafe gezogen würden. Man versucht den unseligen Trun kenbold gegen sich selbst zu schützen, in dem man die Wirthe drangfalirt. Die große Allgemeinheit aber läßt man durch gierige Händler ungestraft, an ihrer Gesundheit schädigen. ES ist Zeit, daß die Gauner, welche auf so gemeine Weise, nur um ein paar Groschen mehr zu verdimen, mit Ge sundheit und Leben ihrer Vertrauens' seligen Kunden spielen, an den Pran ger gestellt werden. Drei Proben von Butter, welche auS der Court House Groc'ery erlangt wurden, waren Oleomargarine, wurden aber als echte Butter in einem und als Creamery" in zwei Fällen von der Court House Grocery verkauft. DaS beste Kessel gemachte Schmalz, welches die Court House Grocery an ihre Kunden verkaufte und da- mit dem Namen 2arb" bezeichnete Fett, beftan den zum großen Theile aus Baumwollfamenöl. Olivenöl, welche aus der Court Houfe Grocery stammte, war dem Be richt der staatlichen GesundheitZbehörde reineS Baumwollenöl. Wie eS mit den anderen Waaren, die diese Firms verkauft, bestellt ist, die aber nicht untersucht wurden, das kann sich die Phantasie des Lesers selber ausmalen. , Sie verkaust dem amtlichen Nachweis zufolge, Butter die in Wirklichkeit ge manschte? Schmalz ist und Schmalz das zum größten Theile Baitmwollöl ist. Aber auch die großen Fleischereien werden durch den Bericht gebührend an den Pranger gestellt. So enthält das pröparirte Schweine fleisch, welches Albert Worm verkaust, Borax. Die Wienerwürfte von Kingan & Co., sind ebenfalls reichlich mit Borax versetzt, ebensodie .Frankfurter", welche Kingan? hier in den Handel bringen. Von hiesigen Apotheken, welche un reine Droguen in den Handel bringen, erwähnt der Bericht die FrauciS Phar macy, die Weber Drug Co., E. W. Stuckey u. A. Die StaatZgesundheitSbehörde derdient den Dank der gesammten Bürger schast für ihre verdienstvolle Arbeit. Aber wirksam kann diese Arbeit nur dadurch werden, daß man Diejenigen, welche die verfälschten Nahrungsmittel in den Handel bringen die volle Strenge des Gesetzes fühlen läßt. Italien als Ehrlicher Makler." Italien beabsichtigt, auf der nahen internationalen MarokkoKonferenz als Ehrlicher Makler- zu fungiren. Die italienischen Delegaten sollen in Alge ricaZ erscheinen und walten als uninter esfirte Undetheiligte, welche Sonne und Wind gleichmäßig vertheilen, jedem das Seine lassen und, sollten die Wogen hochgehen, mit der Oelkanne bereit stehen. Jedenfalls hängt von der Hal tung Italiens viel ab, und darum er scheint eine Nachprüfung der Berechti gung des italienischen Anspruches auf die Ehrliche Maklerschaft" geboten. In Marokko wird ein Stück Mittel meerfrage erledigt werden. Italien aber steckt mit seinem ganzen Leibe im Mittelmeer, hat also an der Lösung der Frage ein beträchtliches Interesse, und dieses Interesse wird sicherlich von den Delegaten wahrgenommen werden. An der Spitze der italienischen Abordnung!

steht der Marchese Viöconti.Venosta, einer der bedeutendsten Männer Mai lands und der beste Diplomat Jta lienS. Die Vollziehung der Einverlei bung von Venedig und Mantua und von Rom war sein Werk, und er ist der Verfasser deS GarantiegefetzeS. Schon im Jahre 1863 leitete er die auswärtigen Angelegenheiten Italiens, und er hat als Minister Italien in denoich tigsten Phasen seiner auswärtigen Po litik vertreten. Er hat den Dreibund mit ungebahnt und er hat später die italienisch'französische Entente vorbe reitet. So wird er von Deutschland und von Frankreich als besonderer Freund in Anspruch genommen, seine Thätigkett in AlgericaS wird aber le diglich von den Interessen seines Lan deS bestimmt werden. Italien Interessen liegen in Tripo liS. Allerdings sind gerade in diesen Tagen in dem Giornale d'Jtalia" sen sationelle Enthüllungen zur Vorge schichte deS MarokkoConflicteS erschie nen. CriSpi, so heißt eS, hätte unter dem Beistande der deutschen Diplomatie den damaligen Sultan von Marokko nahezu bewogen gehabt, sich unter ein italienisches Protektorat zu stellen, und nur die Niederlage bei Adua und der Sturz CriSpi'S seien dazwischen gekom nun; auch habe Deutschland dann sei nen Beistand zurückgezogen und dadurch dem britischen Einflüsse daS Thor Mo rokkoZ geöffnet. Liese Darstellung erscheint an sich abenteuerlich und dürfte höchstens dar auf berechnet sein, alte Ansprüche Jta lienS, auch wenn sie apokryph sind, auszugraben. Heute weifen die Jnter essen Italiens auf Tripolis hin. DaS ist der Köder gewesen, mit welchem Frankreich Italien zu sich herübergezo gen hat, da? ist der Keil, welchen die geschickte Diplomatie deS Quai d'Orsay in den Dreibund hineinzutreiben ver sucht hat, ein Versuch, der zum Theile wenigstens gelungen ist. Italien hatte auch, als die MarokkoConferenz in Sicht kam, die Hoffnung ausgespro chen, eZ würden noch andere Mittel meerProbleme, als das scherisische, aus die Tagesordnung gesetzt werden, und dabei aus die tripolitanische Frage, als der am nächsten liegenden, geschielt. Wenn nun die Vorabmachung zwi schen Deutschland und Frankreich die Erörterung anderer Fragen als der marokkanischen seitens der Konferenz ausschließt, so geht aus der Hoffnung Italiens doch hervor, wie weit die Fä den reichen, welche in Algericas geknüpft werden. Ein ausgesprochenes Sonderinteresse läßt Italien nicht als den geeigneten Ehrlichen Mackler erscheinen. In Al gericaS wird nicht Sonne und Wind vertheilt werd?n, sondern ein jeder sich den denkbar besten Platz an der Sonne zu sichern suchen. .ES handelt sich um mehr als die Lösung der Fragen, wer die Grenzbewachung besorgen und wie lange die Thür offen stehen soll. Aus der internationalen MarokkoKonferenz wird ein großes Stück Mittelmeer Problem gelöst werden müssen. Darin liegt deren Bedeutung und darin auch die Gefahr neuer Verwicklungen. Die Beschlüsse der Konferenz müssen ein stimmig gefaßt werden, so ist in der Vorabmachung festgestellt. Verläuft oie Konferenz infolge Mangels solcher Einstimmigkeit resultatlos. so tritt der Lwrus quo wieder ein. Das heißt, der Status, der herrschte, bevor sich Deutschland und Frankreich auf die in ternationale Konserenz geeinigt hatten. Dieser Status war aber ein höchst be denklicher. (N. Y. St.Ztg.)

Fast scheint es, dak der rothe Sonntag noch abfärben wirb, wenn er gar zu sehr gefeiert wird. Dak Gouverneur Pattison von Ohio, bedenklich erkrankt sein soll, thut uns leid aber er sollte eS doch mal mit einem steifen Grog versuchen. Nick Longworth, der Kongreß Abgeordnete von Cincinnati, schilderte im Kongreß, wie die gestrigen De peschen melden, in begeisterter Rede die paradisischen Schönheiten der Philip' pinen kein Wunder, daß ihm da alles so rosig erschien, war eS doch seine Brautfahrt mit Frl. Alice Roosevelt. Der 10 jährige Leon Coming von 851 Birch Ave. wird vermißt. Zu denjenigen, denen daS Leben un ter der Fahne nicht mehr gefiel, gehört auch der 25jährige Deserteur Cecil Coo per von Geneva, der gestern verhastet wurde. Man wird Ihn seinem Trup pentheil ausliefern.

Grundeigenthums Uebertraguvgen.

Frank Rupp an John Rupp, Lot 34 ConwayS 2. Add., östliche Seite von Elder Avenue, südlich von Maryland Str.. 82,000. Augusta A. St. Clair, Trust, an Anna M. Wheeler, Lot 53, Theodor MeyerS Add., nördliche Seite von Schiller Str.. S1000. i Dorothea Kraft an John P. Kraft, Theil füdäftl. Viertel Sec.21. Tp. 15. Range 3, 49 Acres Wayne Township,' $6,000. Elliott R. Nelson an Alice Wilding U.A., Lot 8, Wilcox'S Subdivision. Theil von Fatout's Addition, 40 bei 123 Fuß. Verb., Nordseite der Ver mont Str., westlich von Lynn Str. 81100. Albert A. Womack an FranciS A. HayS, Theil der Sektionen 23 und 29, Townhip 17, Range 4. 109.55 Acker. Washington Township. $9000. AugustuZ A. St. Clair. Trustee. an Newton M. Taylor, lot 66, CampbellS West Park Addition, 38 bei 140 Fuß. verb., Nordseite der Ray Str., westlich von Coffey Str. $900. William E. Kurz an Andrew I. Kreitlein :c, Theil von LotS 52 und 53, I. Fletcher'S 1. Addition, dreiecki. geS Stück, verbessert, Nordseite von Roosevelt Ave. , Charles W. Rifflie an Howard M. Hoopengarner, Lot 77, NicholaS & Co. Addition, 40 bei 140 Fuß, verbessert Westseite von PhippS Str., nördlich von 25. Straße, $550. Michael Garvey an die Kingan Pack ing Co.. Theil von Lot 34. Ellis & May'S Subdivision, Outlot 133, 23 bei 168.N Fuß. verbessert, Westseite von California Str., südlich von Mary land Str.. $2500. Joel H. Moorman an Walter E. Pearse, Lot 8, Ruckle'S :c. Subdivision! Theil der Addition von Johnson's Er ben, 47.64 bei 129 Fuß, verbessert, Ostseite von Central Ave., nördlich von 19. Straße, $4948. Edward Gerrard an die National Dry Klin Co., Theil' von Lot 1, IndianapoliZ & Cincinnati Railroad Co. Sud., westliche Seite von Keyftone Ave., nördlich der Big Four Geleise. $6500. Crown Hill Cemetery an JameS I. Dissette, Lot 23, Section 14, Crown Hill. $1755. OScar W. Fowler an JameS P, Stoape, 5Zot 77, Kenwood Add., 40 bei 132 Fuß, östliche Seite von Grace land Ave., nördlich von 32. Straße, $1700. Jane A. Conoway u. A. an Andrew Klotz, Theil vom nordöstlichen Viertel, Section 15, Township 16, Range 5. $2000. Sarah E. Bowlen an Jacob S. Surber. Lot 59, I. Fletcher'S 2. Add., 43.7 Fuß, verbessert, nordwestliche Ecke Roosevelt Ave. und 15. Str. $1. 800. Edward H. Rentsch an August Uih lein, Theil von nordöstliche Viertel, Section 7, Township 15, Range 4, Center Township. $3,200. Daniel D. Pike an Charles B. Clarke. Lots 8, 9 und 10. Jrvington Hill Add.. 120 bei 160 Fuß, vacant, westliche Seite der DeQuincy Avenue, nördlich von Washington Str.. Lot 3, Pike & Clark'S Sud., Theil der Blan kenship Add., 40 bei 161.5 Fuß, va cant. östliche Seite der Riley Ave.,- süd lich von Washington Str. und Lot 17, Chamber's Sud., Theil Jrvington, 40 bei 150 Fuß, vacant, nordwestliche Ecke der Campbell und Lowell AveZ. $1.400. Katherine L. Hall u. A. an William M. Metzger u'. A., Lot 8, Washington Square Add., 100 bei 297.5 Futz, va cant, östliche Seite der Illinois Str., nördlich von 50. Str. $1.000. Kezia L ostin an Frank Terwillegar, LotS 17 und 18, Blok 42. Nord In dianapoliZ Add, 60 bei 126 Fuß. va cant, nordöstliche Ecke Annette und 29. Str. $1.000. Barbara Hart an Fred I. Mueller, Theil von Lot 9, Square 26, 35 bei 195 Fuß, verbessert, östliche Seite der Illinois Str., nördlich von New York Str. $20.500. Henry W. Bennett an Arthur Milli ken. Lot 73, Woodruff'S Sub. von Morris' Add.. 41 bei 110 Fuß, ver bessert, östliche Seite der New Jersey Str., nördlich von. Lincoln Straße. $1.000. Mayor Bookwalter ist nachMew York abgereift und wird erst in zehn Tagen wieder hierher kommen. Wenn er Zeit findet, will er noch Al bany. Utica und Syracuse, N. Z)., Besuche abstatten.

Die europäisazen Rüstungen. Die marokkanische Frage hat die deutsch-französischen Beziehungen wieder einmal ungünstig beeinflußt. Allerdings sagt der Telegraph, daß di: große Reichstagsrede des Fürsien Bülow, die 'Veröffentlichung des französischen Gelbbuch?s, die Auslassungen des Ministerpräsidenten Nouvier in d:r Deputirtenkammer und die bevorstehende Herausgabe des deutschen Weißbuches nur als Mittel zur St'ärkung der beiderseitigen Stellungen auf der Konferenz zu Algeciras dienen sollen; die französischen Truppenversiärkungen an der Ostgrenze und die deutsche Bestellung von 20.000 Waggons im Auslande verleihen der Lag: aber doch trotz aller Friedensversicherungen einen recht ernsten Hintergründ. Das französische Gelibuch ist bekanntlich ein tendenziös für den französischen Leserkreis zugeschittencs Werk. Es ist deshalb nur natürlich und folgerichtig, daß die deutsche Negieruna sich entschloß, die absichtlichen Lückenauszufüllen und die zu falschen Schlügen verleitenden Angaben der französischen Arbeit durch Herausgabe eines Weißbuches zu berichtigen. Der Telegraph meldete, daß es itx deutschen Negierung hauptsächlich darum zu thun sei. die Anschuldigung zu entkräften, daß ihr Sondergesandter Gras von Tattenbach in Fez treulos gehandelt habe. Es liegt aber noch eine zweite Frage vor, deren Lösung mindestens eben so wichtig erscheint. Der französische Gesandte Taillandier führte sich bei der marokkanischen Ncgierung als Inhaber eines europäischen Mandats ein, und der halbamtlich: ..Temps",.der dem früheren Minister Delcass6 nahe stand, sprach ebenfalls von Frankreich als dem Mandatar Europas in Marokko. Das ganze Vorgehen Frankreichs im Sultanat ließ überdies klar erkennen, daß man sich dort eine Monopolstellung sichern wollte. Wie diese Absicht 'mit den Versicherungen, daß die Integrität, Souveränität und Unabhängigkeit Marokkos gewahrt werden solle, in Einklang zu bringen ist, bleibt auch ein bis heute noch ungelöstes Räthsel. Das Gelbbuch gibt darüber leinen Aufschluß, und der Temps" behauptet im Brusttöne der lleberzeugung. daß Frankreich niemals die Hand auf Marokko habe legen wollen. Das ofsi.ziöse Pariser Blatt erklärt jetzt auch, im Widerspruche zu seinen früheren Ausführungen, frisch von der Leber weg, der Gesandte Taillandier bab: kein europäisches Mandat besessen. Das kann man ihm auf's Wort glauben, denn wenn überhaupt von einem Mandat je die Rede sein tonnte, so ist es eben nichts anderes, als ein französisch-englisches gewesen. Die deutsche Regierung wird diese dunkelen Punkte in ihrem Weißbuch klarstellen. Daß sie damit Frankreich nicht gerade einen Gefallen erweist, liegt auf der Hand, sie leistet aber der Wahrheit einen .Dienst, und das ist ihre Absicht. Daß die deutsche Diplomatie auf der Konferenz zu, Algeciras keinen leichten Standpunkt haben wird, ist jetzt schon sonnenklar. Der Premierminister Rouvier erklärte in seiner Rede nach der Veröffentlichung des' Gelbbuches, daß Frankreich Sonderrechte in Marokko zu vertheidigen habe, er fprach sich über die Art dieser Sonderrechte aber wohlweislich nicht näher aus. England wird ohne all; Frage auf der Konferenz Frankreich freundwillige Gefolgschaft leisten und Teutschland zu isolircn suchen. Selbst ein Mann, der sich Deutschland gegenüber so freundlich ausspricht, wie der neue Premierminister Campbell-Ban-nerman, wird mit der hergebrachten britischen HintertreppenpoliNk nicht plötzlich vollständig brechen können. Deutschland ist deshalb entschlossen, an seiner Marokkopolitik, die sich bisher bestens bewährte, festzuhalten. Durch seine prompten Rüstungen beweist es. daß es sich im Bewußtsein seines guten Rechtes und seiner Kraft nicht einscbüchtern lassen will. An Frankreich ist es jetzt. Teutschlands Lage nicht nutzlos auf der Konferenz zu Algeciras zu erschweren. Zeigt es einiges Entgegenkommen, so ist ein: Einigung gesichert und die Kriegsgefahr beseitigt. Läßt es sich aber dazu verleiten, für England die Kastanien aus dem Feuer zu' holen, so wird rs seine Unklugheit voraussichtlich sehr schwer zu büßen haben. Wie aus A g d o "gemeldet wird, hat der unter dem Vorgeben, er sei der Anarchist Farras, der das Attentat auf den König vonSpanien ausgeführt habe, verhaftete Mann feitdem verschiedene andere Angaben über seine Person gemacht, so daß die Vermuthung vorliegt, daß man es mit einer Person zu thun hat. die sich nur wichtig machen will. Der Präsident der französischen Republik unterzeichnete einen Erlaß des 5?ilonialministers, durch den dem gegenwärtig in den franzöfischen Besitzungen von Westafrika sowie in Französtsch-Kongo von den Eingeborenen betriebenen Sklaventausch und Sklavenhandel ein Ende gemacht werden soll. Bisher waren von dem Verbot des Sklavenhandels nur die Franzosen betroffen; nunmehr sollen alle diejenigen, welche Sklavenhandel treiben ohne Ansehen der Nationalität und der Rasse mit Gefängniß undGeldbüße bestraft werden.

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WelevdsueLz eu Das Vinnzensammeln.. Die Liebhaberei des Münzensammelns nimmt in den Ver. Staaten immer größere Dimensionen an. Die Folge davon ist, daß alte, resp, merkwürdige Münzen in den letzten Iahren im Preise um 75 bis 100 Procent gestiegen sind. In den Ver. Staaten gibt es gegenwärtig mehr als 4000 Personen, welche das Münzensammeln systematisch betreiben. Sie machen zahlreiche Reisen nach den Ländern Europas und anderer Erdtheile, wo sie hoffen können, eine Beute an alten Münzen zu machen, und suchen die Läden sämmtlicher Münzenhändler ab. Münzen, die man vor Kurzem noch für eine geringe Summe kaufen konnte, werden jetzt mit 70 bis 100 Dollars bezahlt. Die meisten Liebhaber finden diejenigen Münzen, welche in den Ver. Staaten geprägt wurden. Sie werden den alten griechischen, römischen, ägyptischen oder anderen Geldsorten bei weitem vorgezogen. Viele machen eine Spezialität aus den Münzen der amerikanischen 5olonialzeit oder den von North Carolina, California und Georgia geprägten Geldstücken, aber der große kupferne Cent der alten Zeit erregt das größte Interesse. Von besonderer Bedeutung für die Sammler amerikanischer Münzen ist der kleine Buchstabe, welcher den Ort anzeigt, in dem das Geldstück geprägt wurde. Ein zwanzig Cent-Stück von 1875, das in Philadelphia geprägt wurde, ist nicht mehr als 25 Cents werth, aber die gleiche Münze von 1877 oder 1878, welche die beiden Buchstaben C. C. trägt- (Carson City), wird mit $104md mehr bezahlt. Aehnlich steht es mit dem Dime von 1894. Ist er in San Francisco geprägt und trägt den Buchstaben S, so bringt er $5 bis $10, hat er aber irgendwo anders seine Prägung erhalten, so kommt er nicht weit über seinen Nennwerth. Viele Münzen, welche nach dem Jahre 1850 geprägt wurden, repräfentiren einen höheren Werth als diejenigen älterer Jahrgänge. Ein GoldDollar von 1875. der in einer ProofForm hergestellt wurde, wird heute mit $75 bezahlt. Das Drei-Sollar-Goldstück von 1873 ist $50 bis $75 werth. Ein Goldstück gibt es in den Vereinigten Staaten, welches überhaupt nicht auf dem Markte ist und somit nicht gekauft werden kann. EZ ist das erste Zwanzig-Dollar-Goldstück von 1849. in welchem Jahre, zuerst derartige Mürrzen geprägt wurden. Bei denjenigen Münzen, welche wegen ihres Alters hohen Werth haben, kommt es vor allem darauf an. daß sie noch in einigermaßen gutem Zustande sich befinden. Davon hängt es wesentlich ab. ob sie $5 oder $300 werth sind. Ein kupferner Cent von 1799. welcher schon stark abgegriffen ist. wird mit $5 bis $15 bezahlt, befindet er sich jedoch noch in gutem Zustande, so repräsentirt er für den Liebhaber einen viel höheren Werth. Für einen noch völlig intakten kupfernen Cent von 1799 wurden sogar $200 bezahlt. Weshalb gerade die Cents von 1799 so theuer bezahlt wurden, , darüber vermögen die Münzensammler keine Rechenschaft zu geben. KönigEduardvonEngland scheint von kleinen Jagdunfällen verfolgt zu werden. Seitdem er vor einiger Zeit auf der Jagd in ein Kaninchenloch trat und sia) dabei eine Sehne verletzte, fährt er in dem Jagdterrain in einem Postwagen. Es wird jetzt bekannt, daß ihn dabei, kürzlich ein merkwürdiger Unfall traf. Bei Wellbock fand Fasanenjagd statt. Ein Fasan, den der Carl of Grey schoß, fiel dabei mit solcher Wucht auf den König, den er an der Wange traf, daß er einige Augenblicke betäubt war. Daß er keinen ernstlichen Schaden etlitt, geht daraus hervor, daß' die Jag! den ihren ungestörten Fortgang na men.'

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