Indiana Tribüne, Volume 29, Number 119, Indianapolis, Marion County, 12 January 1906 — Page 7

Jndiana Tribüne, 12 Januar 1906

Der Drohende 1. K a p i t e l. tau Bertha Fröhlich klingelte wie alltäglich Punkt fünf Uhr an der Wohnung ihrer Schwester Hermine v. Lmdemaier. welche zugleich die Eigenthümern der in einer Vorstadt Wiens gelegenen Villa CyruZ war, in der sie beide wohnten. In der linken Hand trug Frau Fröhlich die Neue freie Presse," auf welche , die Schwestern gemeinsam abonnirt waren, in der rechten das feine Strickzeug, an dem sie gewöhnlich arbeitete, während Hermine den Thee bereitete und ihr erzählte, was sie tagsüber getrieben habe. Frau Fröhlich. Wittwe eines Offiziers, war fünfzig, ihre Schwester Hermine fünfundvierzig Jahre alt. Beide führten seit Jahren ein stilles, auf die Minute peinlich geregeltes Leben. Jede führte eigenen Haushalt, die Abende verbrachten sie immer gemeinsam bei Hermine. Frau Fröhlich mußte zweimal schellen. ehe Tina, Hermines Faktotum, welche bereits über, dreißig Jahre in der Familie Lindernder diente, öffnete. Entschuldigen vielmals, bitte, Frau Rittmeister, daß ich nicht gleich öffnete." fagte sie mit einem altväterisehen Knicks, aber ich war eben beim Lampenputzen und da " Schon gut, Tina. Ist meine Schwester im Wohnzimmer?" Frau Fröhlich deutete auf eine Tapetenthür, welche direkt von der Küche aus nach einem Zimmer führte. Tina nickte. Ich glaube wohl. Bin eben erst von draußen gekommen, da ich Petroleum holen mußte. Wie ich fortging, saß Fräulein Hermine am Schreibtisch und schrieb." Frau Fröhlich hatte schon die Thür geöffnet. Es war finster in dem Zimmer. Hermine bist Du hier?" fragte sie in die Dunkelheit hinein. Keine Antwort. Auch in' dem rechts anstoßenden Schlafzimmer blieb alles still. Tina kam inzwischen mit einer Lampe. Sie wird wahrscheinlich schon hinüber in's Speisezimmer gegangen sein. Ich werde der Frau Rittmeister leuchten, damit " Plötzlich unterbrach sie sich verwundert. Ach herrjeh, wie sieht's denn da aus? Die Laden aufgezogen und merken Sie nicht, Frau Rittmeister der Geruch . . . das ist doch sonderbar ... wie Aether." Frau Fröhlich hatte schon die Klinke der Thür in der Hand, welche links nach dem Salon führte, an welchen sich das Speisezimmer anschloß. Im nachsten Moment starrte sie betroffen auf die alte Dienerin, welche mit dem Licht in der Hand an ihrer Seite stand. Tina die Thür hier ist ja verschlössen!" Frau Rittmeister werden sich irren. Der Schlüssel steckt ja von dieser Seite sehen Sie nur!" Frau Fröhlich drückte noch einmal auf die Klinke, aber es war, wie sie sagte die Thür war verschlossen. Die Lampe in Tinas Hand zitterte. Was soll denn das sein? Wenn sie im Speisezimmer ist, mußte sie doch hier durch. Und wie kann dann die Thür von dieser Seite abgesperrt sein?" Auch Frau Fröhlich war blaß geworden und zitterte. Tann rief sie erregt: Leuchten Sie rasch in's SchlafZimmer. Vielleicht ist sie gar nicht hinübergegangen und es ist ihr unwohl geworden." Auch das Schlafzimmer war leer. Aber sie kann ja auch vom Stiegenflur aus in's Speisezimmer gegangen sein." sagte Frau Fröhlich. Tina schüttelte den Kopf. Es wär' das erste Mal! Der Flureingang wird nur geöffnet, wenn Besuch kommt. Uebrigens werden wir ja sehen, ob die .Schlüssel in meinem Zimmer sind oder nicht?" Beide eilten in das neben der Küche aeleaene Hof.nmmer Tinas. Die Schlüssel hingen an ihrem gewöhnllchen Platz. Erschrocken und gleich jsam gelähmt durch diese Thatsache 'blickten die Frauen einander an. Dann riß Tina die Schlüssel vom Haken un eilte auf den Flur hinaus. Von dort führte eine starke, weißlackirte Doppel!thür in ein kleines Vorzimmer, an welches das Speisezimmer stieß. Die 'Schlösser-der Doppelthür waren ordnungsgemaß versperrt. ' Als die Frau Ritkneister die Thür des Speisezimmers öffnete, schlug ihr Aethergeruch entgegen. Es war dunke! und still lm Gemach. Hermine!" schrie Frau Fröhlich angstvoll. Da stieß ihr Fuß an etwas auf der .Gree LleqenceZ. Es war ihre Schwe ,ster, welche da regungslos auf dem Teppich laa. j. Als Tina sich behend neben ihrer 'Herrin auf den Boden warf und- ihr mit der Lampe in das Gesicht leuchtet. fuhren beide Frauen entsetzt zu'ruck. j Nie im Leben hatten sie im Antlitz eines Menschen einen Ausdruck, so -wahnsinniger Angst, so namenlosen Ächrec!enZ gesehen.

m &rfmmalromau von Erich Eben stein 45 n 1 5 $o Die Augen, halb verglast, starrten irr vor Entsetzen, weitaufgerissen in die Höhe, das Haar war gelöst, das aschgraue Gesicht verzerrt und blutbefleckt. Als Tina ihre Herrin aufheben wollte und das Kleid berührte, fuhr sie entsetzt zurück. An einzelnen Stellen war es naß. und Tina sah zu ihrem Schreckcn, daß es Blut war. welches ihre Finger bei der Berührung roth färbte. Frau Fröhlich klammerte sich halb ohnmächtig an einen Stuhl; sie fühlte, wie ihre Kniee zitterten. Sie brachte kern Wort heraus. Um Gottes willen. Fräulein." stammelte Tina, was ist denn gefchehen?" Hermines Zähne schlugen plötzlich wie im Fieberfrost zusammen. Ist . . . er... fort?" kam es wie em Hauch über ihre Lippen. Wer wer denn um Christi willen?" Er . . ." Tann fiel ihr Blick plötzlich auf die Schwester, und von neuem lies es wie Entsetzen durch ihren 5lorper. Sie schloß die Augen, eine Ohnmacht schien sie der Sinne beraubt zu haben. Tina hatte ihre Herrin inzwischen von dem Teppich aufgehoben. Sie sah nun erst, daß Hermines Hände zuammengebunden waren, und löste mit bebenden Fingern den Hanfstrick. Das Kleid war an vielen Stellen blutaetränkt, die Bluse zerrissen. Tina trug ihre Herrin auf starken Armen hinüber in's Schlafzimmer und bettete sie sorgfaltig auf den Diwan. Sie mußte dazu wieder den Weg über den Flur wählen, denn man hatte vergessen, die Thür vom Wohnzimmer aufzuschließen. Bertha folgte händeringend. ..Ach. mein Gott, wenn doch Ernst bald zurückkäme!" jammerte sie unaufhörlich. Was follen wir denn nur thun, Trna sie liegt ja da wie todt!" Tann warf sie sich wieder neben dem Diwan in die Kniee, streichelte und küßte Hermines Hände, deren Gelenke noch die Spuren des Strickes zeigten, mit dem sie gefesselt gewesen waren. Arme. Liebe. Einzige, komme doch zu Dir! Sieh mich an! Mein Gott. Tina, da sehen- Sie nur " Frau Fröhlich fuhr jäh zurück. Da fließt ja Blutsie ist verwundet! Ach. Ernst, daß Tu auch gerade jetzt zu Teiner Braut fahren mußtest! Tina, sie s irbt uns ja unter den Händen!" Tiese machte diesem hilflosen Ge-. baren ein Ende. Wir brauchen vor allem einen Toktor. Frau Rittmeister.. Dann muß nach der Polizei geschickt werden, denn hier ist ein Verbrechen geschehen. Bleiben Sie hier bei unfeiern armen Fräulein und ich werde " Um Gottes willen, ich soll allein hier bleiben! Nen, nein, Tina nicht um alles in der Welt!" Sie blickte sich mit scheuem Entsetzen um. Wenn . . . er noch hier wäre der Mörder!" Draußen klingelte es. Beide fuhren erschrockenzusammen. Dann eilte Tina hinaus. Nach wenigen Augenblicken kam sie wieder herein. Es war der Briefträger. Er- will die Hausmeiiterin nach dem Arzt -nebenan schicken und macht dann gleich selbst die Anzeige auf der Polizei." Die Verwundete machte plötzlich eine heftige, abwehrende Bewegung und schüttelte den Kopf. Nicht nicht um kvnen Preis die Polizei!" stammelte sie mühsam, ohne die Augen zu öffnen. Tina und Frau Fröhlich blickten einander verwundert an. Tann sagte erstere liebevoll, aber bestimmt, wie eö oft die Art alter Dienstboten ist. die sich allmälig zur Familie zählen: Das acht nun einmal nicht anders, nebeö Fräulein! Es ist Vorschrift, aber man wird Sie schon nicht quälen, dafür werde ich schon sorgen! Hermine schlug plötzlich die Augen auf und winkte der alten Dienerin. Bleibe bei mir!" flüsterte sie. Ich . . . fürckite mich so." Mit Tbränen in den Augen strichen Tinas zitternde Finger über die Stirn ihrer Herrin: Armes Kmo ... armes. liebes Kind!" Bertha Fröhlich brach in Thränen aus. Sie fühlte sich zurückgesetzt. Hermine siehst Du mich denn nicht? Ich bin ja bei Dir. Sage uns doch, was eiqentllch aeschehen in? Hermines Blick streifte scheu an der Schwester vorüber. Ein räthselhafter Ausdruck von Unruhe lag in ihren Augen. Dann geschah etwas Seltsames. Hermine ließ den Blick lange auf der Schwester haften, groze Thränen kollerten über ihre Wangen, und plotzlich. während unendliches Mitleid die Starrheit ihrer Züge milderte, streckte sie ihr beide Hände entgegen mit den Worten: Bertha. arme liebe Bertha! Ehc Frau Fröhlich im höchsten Grade erstaunt über dieses Unverstandliche Gebaren, eine Frage thun konnte, hatte Hermine das Bewußtsein wieder verloren.

2. Kapitel, uns Minuten später betrat der 2lrzt in Begleitung der Polizeikommission das Haus. Als

Tina ihnen die Zimmerthur öffnete, sah sie, daß die Treppe und der ganze Hausflur angefüllt waren von einer neugierigen Menge. Die Untersuchung des Arztes ergab, daß Hermine v. Lindemaier eine Stichwunde im Rücken hatte, welche zwar nicht absolut tödtlich war,, durch den dadurch verursachten Blutverlust aber eine sehr ernste Bedeutung erhielt. Auch an der Brust und den Schultern befanden sich Stichwunden leichteren Grades, just so. als hätte der Mörder nicht den Muth gefunden, sein Werk gründlich zu thun. Die Herzthätigkeit war infolge des Schreckens und wohl auch des Blutverlustes eine äußerst schwache und erforderte das sofortige Eingreifen des Arztes. Alles in allem wurde festgestellt, daß das Attentat mit raffinirter Grausamkeit begangen wurde. Völlig räthselhaft blieb, weskalb der Thäter lein Opfer nicbt lieber ganz getodtet hatte, anstatt es in die ser. zeitraubenden Weise zu malträtiren. Während der Arzt sich mit der Vermündeten beschäftigte, fragte der Polizeikommissar Frau Fröhlich, ob auch ein Raub stattgefunden habe." Sie blickte erschrocken drern. Daran habe ich noch gar nicht gedacht. Mein Gott, wenn " Hatte Ihre Fräulein Schwester Werthpapiere im Hause?" fragte der Kommissär. Sie hatt: Nicht nur ihr eigenes gesammtes Vermögen in ihrem Kassenschrank, sondern auch das meine und dasjenige unseres Bruders," erwiderte Bertha. Wo befindet sich Ihr Bruder? Was ist er und wo lebt er für gewöhnlich?" Mein Bruder Ernst ist Major. lebt hier in Wien und fuhr vor zwei Tagen nach Budapest, um seine Braut, Helene v. Montferrat. zu besuchen. Wir erwarten ihn heute Abend zurück." Wie kommt es. daß sowohl der Herr Major, wie Sie selbst Ihr Vermögen nicht in eigener Verwahrung hatten?" Wir ließen es so von den Eltern her. Hermine hat noch zu Papas Lebzeiten die Geldgeschäfte besorgt. Schon damals war das Vermögen in drei Packete abgetheilt und mit unserem Namen versehen. Hermine hat stets die Koupons behoben und uns eingehändigt. Da sie mit dem Hausrath der Eltern auch den Kassenschrank erbte, ließen wir alles beim alten." Befindet sich in jedem Packet die gleiche Summe?" Meine Schwester besaß am meisten. Ich selbst habe während meiner Wittwenschaft öfter das Kapital angreifen müssen und mein Bruder brauchte in letzter Zeit ebenfalls größere Summen." Wissen Sie auch wozu?" Er machte seiner Braut sehr werthvolle Geschenke." Jst Ihnen bekannt, wo Ihre Schwester die Kassenschlüssel verwahrte?" Sie liegen im linken Schreibtischfach. Dort befindet sich auch das Verzeichniß sämmtlicher Papiere." Lassen Sie uns nachsehen, ob der Kassenbestand intakt ist." Frau Fröhlich begab sich mit dem Kommissär in's Nebenzimmer. Als letzterer die aufgezogenen Schreibtischladen erblickte, zog er die Brauen hoch auf. t Hm. Mir scheint, der Thäte? wußte, wo er die Schlüssel zu suchen hatte." Die Schlüssel sind hier." sagte Frau Fröhlich und athmete erleichtert auf. Aber das Verzeichniß fehlt," fügte sie sogleich erschrocken hinzu. Es lag bestimmt dabei." Bitte, geben Sie mir die Schlüssel und begleiten Sie mich in's Nebenzimmer. damit wir nachsehen." Als man den Tresor öffnete, fand sich nur ein einziges Packet darin. Es trug die Aufschrift von des verstorbenen Herrn v. Lindemaiers Hand: Eigenthum meiner Tochter Bertha Fröhlich, geborene v. Lindemaier." Fassungslos blickte Frau Fröhlich zu dem Kommissär auf. Auch dieser machte ein erstauntes Gesicht. Die anderen beiden sind weg." sagte er langsam, aber warum ließ der Thäter gerade dieses zurück? Wissen Sie bestimmt, daß die anderen Packete sich in der Kasse beenden?" Ganz' bestimmt! Noch gestern trennte meine Schwester die fälligen Koupons ab. Ich sah selbst, wie sie die Packete wieder verschloß." Seltsam. Sehr seltsam. - Darf ich fragen, wie viel die Packete enthielten?" Dasjenige Hermines enthielt hundertsechzigtausend Kronen, das meines Bruders dürfte etwa hundertvierzigtausend enthalten haben." Der Kommissär setzte sich an den Tisch und gab dem Schreiber einen Wink, worauf dieser sich bereit hielt, die Aussagen zu Protokoll zu nehmen. Frau Fröhlich wurde noch einmal umstandlich über die verschwundenen Geldpackete befragt. Dann fuhr der Kcmmissär fort: Sie selbst, gnädige Frau, wohnen hier im Hause?" Jawohl, im Parterre mit meiner Dienerin Luise. Die Abende verbrachte ich immer bei meine? Schwester. Auch r r . ?. , . fr r -r i" unfer nruoer pslegie ncn veinaye laglich in der Villa einzufinden." Und ist Jhmn' kein Umstand erinnerlich, der Ihnen in den letzten

sagen ausfiel? ISine fremde Person etwa, die um's Haus schlich, oder et-

was dergleichen?" Nichts. Es ist sehr einsam hier draußen, besonders jetzt im Spätherbst, wo öle meisten anderen Villen unbewohnt sind. Ich hätte es unbedingt bemerken müssen, wenn jemand hier herumgeschlichen wäre." , Bekommen Sie öfter Besuch?" Sehr selten. Ich lebe sehr zurückgezogen, ebenso meine Schwester." Haben Sie sonst noch Verwandte?" Ich besitze nur einen Sobn." Der Kommissär blickte überrascht auf. Ah Sie leben also doch nicht allein?" Doch. Mein Sohn ist nicht bei mir." Sie schlug die Augen nieder unter dem Blick des Kommissärs. Darf ich fragen, wo sich Ihr Herr Sohn befindet, gnädige Frau?" Ich... ich weiß es nicht!" ftrau Fröhlich Stimme klang plötzlich dumpf, wie unter einer schweren Last. Erklaren Sie sich deutlicher! Was ist Ihr Sohn?" Auch das weiß ich Nicht." Sie müssen doch wissen, welchen Beruf er ausübt?" Ich weiß es nicht. Als er vor fünfzehn Jahren von mir ginq. kam er als. Schiffsjunge auf einen Passagierdampfer. der nach Amerika fuhr. seitdem bat e" deinen eruk awecyelt. Als er zuletzt schrieb, bot sich ihm eine günstige Aussicht. Er sollte als erster Korrespondent in ein GroßHandlungshaus eintreten." Wann war das?" Vor etwa drei Monaten." Von wo schrieb er damals?" Von Hamburg. Aber " Frau Fröhlich richtete sich plötzlich erschrocken auf. Herr Kommissär, das gehört wohl eigentlich nicht zur Sache . . .und ich weiß nun auch nichts mehr. Darf ich nach meine: armen Schwester sehen?" Bitte. Ich will inzwischen die Magd verhören." Frau Fröhlich trat zurück, und Tma wurde gerufen. Sie heiß??" fragte der Kommis sär. Leopoldlne Fichtner. Wie alt?" Fünfundfünfzig Jahre. Herr Kommissär. Mit fünfundzwanzig Jahren trat ich bei der alten Frau v. Lindemaier in Dienst und dreißig Jahre sind es NUN. daß ich hier im Haus diene." ' Gut. Wo waren Sie, als das Verbrechen an Ihrer Herrin begangen wurde?" Ich holte Petroleum und einige Kleinigkeiten beim Kaufmann." Wie lange waren Sie abwesend?" Knapp eine halbe Stunde." Hat Fräulein v. Lindemaier hinier Ihnen zugeschlossen, als Sie fortginqe.n?" Nein. Es war seit Jahren Gepflogenheit, daß ich in solchen Fällen von außen absperrte und den Schlüssel durch eine Spalte des Küchenfensters hineinlegte. Natürlich galt das nur für eine kurze Abwesenheit." War die Thür versperrt, als Sie heute zurückkamen?" Ich glaube. Beschworen freilich könnte ich es nicht. Da der Schlüssel am bestimmten Ort war und ich Eile hatte, achtete ich nicht so darauf. Hätte ich ahnen können ..Ist Ihnen fönst nichts aufgefallen?" Nicht das mindeste. Alles schien' wie gewöhnlich." Noch eine Frage. Hatte Ihre Herrin vielleicht irgend einen Feind? Denken Sie genau nach! Sie sind so lange im Haus, daß Sie es wohl wissen könnten." Herr Kommissär, da brauche ich mich auch nicht einen Moment zu besinnen. Unser Fräulein ist ein Engel! Jeder, der je mit ihr zusammentraf, verehrt sie wie eine Heilige, sie ist fromm und wohlthätig und gütig ich darf wohl sagen, nie' hat es jemand gegeben, der ihr auch nur gegrollt hätte." ' Trotz dieser Worte spiegelte sich eine leise Unruhe in ihren Zügen. Erinnern Sie sich aus der letzten Zeit keines auffallenden Umstandes? Eines Bettlers etwa oder eines fremden Besuches?" Nein." Erhielt sie öfters Bettelbriefe?" .So viel ich weiß, nicht." Und doch muß derjenige, welcher sie in diesen Zustand brachte, sie gehaßt haben!" Wie wäre das möglich? Wer sollte " Tina brach Plötzlich ab und riß die Augen weit auf, während Todtenblässe ihr Gesicht bedeckte. Der Kommissär beobachtete sie scharf. ..Warum vollenden Sie Ihren Satz nicht? Sprechen Sie weiter!" Ich. weiß nichts mehr." Sie wissen doch noch etwas! Spreeben Sie!" (Fortsetzung folgt.) Eilt Frechling. Schutzmann (zum Gauner): Und wie ist Ihre Adresse ?"-O. sehr freundlich, aber ich sammle keine Art Wkarten," Maliziös. Dies Gedicht, das ich Ihnen bringe. Herr Redakteur, ist das Produkt einer schlafloskir Nacht." Ja. ja. die Nacht itt kein.es Menscben freund!"

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