Indiana Tribüne, Volume 29, Number 119, Indianapolis, Marion County, 12 January 1906 — Page 4

Jnvtana Tribüne, L. Januar 1906.

Jndiana Tribüne. Ccraulgwlf n ton der antretet a Indianapolis, Ind.

Oort) O. Thudlnm präfideut. . Geschäfts local: No. 3.1 6üis Delaware Straße. : 1 TELEPHONE 269. nrtered t the Pott Office oi Indianipeli as ' - sccond clats matter. Mord'Mysterien. ES bleiben viel mehr Mordgeheim, nisse unenthüllt als je ausgedeckt wer den. DaZ Publikum geräth in fieberhafte Ausregung über einen begangenen Mord dessen Verüber entwischt ist. Die Polizeiberichterftatter lassen durch aller lei krause Theorien ihr Licht leuchten bis, nachdem die Leser dadurch gründ lich ermüdet find ihnen nichts neues mehr einfüllt und der Fall, soweit eS die Oeffentlichkeit betrifft, dem Gedächt. Tiife entschwindet. Nur die Polizei beschäftigt sich noch gründlich mit dem Fall bis die letzte Hoffnung des Mörders Person feftzu stellen entschwunden ist oder ein neues Verbrechen ihre ganze Aufmerksamkeit in Anspruch nimmt. Gerade dann aber wenn die Akten über den' Fall ruhig in irgendeinem Fach des PolizeiarchivS gemüthlich zu schlummern begonnen haben, fügt eS sich zumeist, daß durch irgend eine Zu fülligkeit das die Bluththat umgebende Geheimniß gelüftet wird. Mag dies nun deshalb geschehen, weil der Mörder sich sicher fühlend an sich selbst zum Verräther wird, oder weil er, da er nun Andere nicht mehr über sein Verbrechen sprechen hört. durch inneren Trieb selbst zur Mit theilsamkeit getrieben wird. In den seltensten Fällen nur' gelingt eS dem , Scharfsinn der Polizeispäher einen . Mord aufzuklären, wenn ihnen nicht sichtbare Spuren gleich nach der That zur Verfügung stehen. Daß diese Spuren so viel wie mög lich erhalten bleiben bis die Geheim Polizei zur Stelle gelangt, liegt deshalb im Interesse der Bevölkerung. In den meisten europäischen Län dern ist den Bewohnern die polizeiliche Anordnung in Fleisch und Blut über, gegangen, daß man weder den Schau Platz eines Mordes betreten, noch das Opfer desselben berühren darf, bis die Criminalpolizei zur Stelle ist. L eider erschwert das amerikanische Publikum durch seine morbide Neugier.gewöhnlich der Polizei die Arbeit, indem es unacht sam etwaige Spuren, die Licht in die Angelegenheit bringen könnten, zer stört. Dies war besonders bei dem Mord des jungen Marks der Fall. Ader auch der Polizeidienft selbst ist in den meisten Städten so flüchtig or ganifirt, daß dem Verbrecher viele Chancen des Entkommens geboten wer den. welche ihm andernfalls abgefchnit ten werden konnten. ES wäre im höchsten Grade unge sprecht, dem neuen Polizeichef auch nur (m geringsten Maße einen Vorwurf daraus zu machen, daß auch unser Po lizeidienft'viel zu wünschen übrig läßt. Er hat ja seinen Dienst erst kürzlich angetreten, so daß man kaum erwarten kann,, daß er gründliche Re formen in dieser Spanne Zeit einfüh ren könnte. Daß er sich befleißigen wird, einge rissenen Schlendrian energisch und bald auszumerzen, steht außer Frage. ES ist besonders zu wünschen, daß die DeZk" . Sergeanten, welche den Nachtdienst haben, besonders eingehende Jnftructionen iund auch Machtvollem menheitett erhalten. Die DeZk-Sergeanten erhallen des Nacht? die ersten Nachrichten über be gangene Verbrechen; sie müssen e? der stehen, sofort solche Dispositionen zu treffen, welche den Verüber eines Ver brechenS, wenn möglich, am Entkommen verhindern. Wenn der'DeSk'Sergeant, sobald er Meldung von dem in West Jndiana polis begangenen Verbrechen hatte, so fort Sorge getragen hätte, daß tüchtige Polizisten alle von der Westseite de Stadt kommenden Straßenbahnwagen überwachten und etwa aufgeregt oder verdächtig erscheinende Passagiere be Zragten. so wäre eS vielleicht möglich gewesen, den oder die Schuldigen zu markiren. Zn gleicher Zeit mußte er die Anordnung treffen, daß der Tha. tenort unter polizeiliche Bewachung kam. Polizeichef Metzger ist ganz der Mann, energisch von seinen Untergebe nen zu verlangen, daß in Zukunft

derartige Dispositionen die Arbeit des

Polizei Departements wirksamer ma. chen. Das Auto auf dem Lande. In MinneapoliS wurde gestern vor der Staatlichen Landwirthschaftlichen Gesellschaft von Minnesota dem Autoübel mitgespielt. Man nannte eö das neuzeitliche Juggurnaut-, das seine Straße zieht, oder dahinsaust, unbe kümmert um die Menschen, die eS unter seinen Nüdern zermalmt und den Scha den, den eö anrichtet. Die Eigenthümer von Kraftwagen wurden AutomaniacS" viuttrWahnsinnige genannt, und scharfe Gesetzgebung gegen die schnellfahrendcn Automobile wurde als dringend noth wendig hingestellt.' Daran ist nichts Besonderes; eS klingt uns sehr vertraut. Da-jllve Urtheil über den Selbstfahrer und die Automanen" ist schon unzählige Male gefüllt worden, und Gesetze gegen da Schnellfahrcn giebt eö die schwere Menge. Jede Stadt und jede kleine Ort schaft, die etwas auf sich hält, hat sich eins oder mehrere zugelegt, und man darf wohl behaupten, daß von 100 Stüdten, die sich nicht selbst AutoZ leisten können, 99 bedingungslos jene? vernichtende Urtheil unterschreiben und der Ansicht find, daß die Gesetze gegen das Schnellsahren innerhalb der Stadt oder Ortschaftgrenzm gar nicht streng genug gemacht werden können. Man fühlt sich dabei nicht uur durch aus in seinem Recht, sondern findet die Norderuna. die Autos innerhalb der Stadtgrenzen zu einem Schneckentempo w - zu zwingen, völlig vereinbarlich mit der eigenen bei jeder Gelegenheit ge zeigten Vorllebe für daS Schnellfahren und d:m oft geäußerten Wunsche, daß die Technik eS in Bälde (früh genug, daß man selbst noch davon Profitiren kann) dahin bringen möge. AutoS" herzustellen, die die Vorzüge des Eisen, bahn.BlibzugeS mit denen der alten Postkutsche verbinden würde: AutoS zu schassen, die man anhalten könne, wo'S gerade beliebt, hier, um eine schöne Aussicht zu genießen, dort, um tto) dte Beine ein wenig zu vertreten; in einem Kaäbaus am Weae oemütblick au svci. -- o- " ' ...- m in .mndmn sr d,NS. u-,u,pnmn mw er , ju wegen ....V w:. S fit rnll ntrn

uuu uic uuuct wuw jiuDiyfc4 jUng xgn zwei amen UN einet isenFahrpreiS beispielsweise die Strecke bahnstation aus. wo. wie gewöhnlich. tmUAm ßhhaao und New Nork in 36 ein Gendarm bei der Ankunft des Zu-

" - " oder allerhöchstenö einigen vierzig Stun- : ' w den zurücklegm würden. Warum, argumentirte man, sollte das nicht möglich sein! Durch die Städte und Ortschaften wird man na . .. ürlich langsam fahren müffen, aber uf d.m Lande lann .man ja s schnell fnhrrt tnt tnrrt min nnfr ntf yfsln

i. - lautcic cit vimiDori, unu jcyi uiuuu stch drehen können, Mit hundert Mei Sie vor mir die Honneurs, und zwar len die Stunde, wenn möglich. Dazu zur Strafe zweimal." Der Gendarm, werden allerdings gute Landstraßen um den sich indessen eine große Volksmm k.: nuJr . ,.rw in MrtTii Masse versammelt hatte, da der unternöthig sein, aber die werdn a wohl ' . J. llnJTr?Af im militari-

auch bald kommen. Die Farmer werden doch wohl endlich einsehen lernen. mhhhr t5,uer innen ibre grundlosen m,.. , rc.. ? nmmn imh mit ur 7 l m lii im , L'" 1 L b2.Ä uu, uritt Uttve uuiw uui Straßen zu fördern. Nicht zum Wenioken müsse die Entwickeluna deö Mm - wfimpnY N--tt. 441V I V 41V gvVUMWVto u 7 wng 13 V"'.wmu.e, ihnen , dieser Erkenntniß zu verhelfen. Dabei wurde ganz außer Acht ge ' lassen, dak der warmer von den mit lk.sniZins,k hrtTiinfrtitfnhin v w "SZ'','-"'" IAuto- auch nichts wissen will. be,w. daß sein Protest dagegen ebenso gut

begründet ist, wie der der Städter, cffizier sofort in Arrest, und am anund durchaus nicht Ausfluß ländlicher dern Tage wurde 'er in feine eigene wrArn?tfcptt itnh ß?fcMfirf rtn Garnison zurüäaebracht. wo er von

WfiYVl vfMt DVX) die Stadt ist. Sie Gefahr, daß ein schnellfahrendes Auto auf Landstraßen Schaden anrichte, ist geringer insofern als der Verkehr aus diesen unendlich viel geringer ist als auf den städtischen Straßen; ober sie ist größer als in der Stadt insofern als die Landbewohner Nicht, wie der Städter, mit der Gefahr vertraut ik und nickt, wie dieser, durcb ununterbrochene Uebung große Geschick. rr.." v ' umtu im iucuc üiuiuiui fahr und im Ausweichen erlangte. , Bislang bis zum Erscheinen deö Autos gab es auf den ländlichen . ... rtrn ur i : La rZZnZ und Mkk. und die we,Ieft gehende Sorglosigkeit in der Benudung oder Kreuzung derselben, die die natürliche . . . . irnbirt frtttrn IÄrthr tltr Hlftifsh Folge dieses Zustandes ' war, machte das schnellfahrende Auto als es kam. gerade auf der Landstraße doppelt ge. ' layruq, ocnij uuq oci ayrer iyeui diese Sorglosigkeit. Daraus erklären p. . t- jt v rv n i( .ii sich die im Verhältniß zum Verkehr auf

den Landstraßen so sehr zahlreichen

Auto'Unfülle und die Feindschaft der ländlichen Bevölkerung gegen die ro then, gelben und grünen Dämonen" nnd ihre Fahrer. Die Farmergesellschaft von Minne sota schien nicht Übel Luft zu haben, die Kraftwagen ganz von den Landstraßen zu verbannen, bezw. diese Forderung zu stellen, zeigte sich aber gütlichem Zu. spruch, vernünftig" zu bleiben, zu. gänglich und beschloß nur, ein Gesetz zu verlangen, welches das Schnellfah ren verbietet und dann für strenge Durchführung dieses Gesetzes zu sorgen. Daß ihrem Wunsche von der Gesetzge bung Rechnung getragen werden wird, ist kaum zu bezweifeln, und ebenso ist anzunehmen, daß die Farmer anderer Staaten über kurz oder lang ebenfalls auf solche Gesetzgebung dringen und sie erkalten werden. Auch ist daS sehr zu hoffen. Denn anderen Falls besteht die Ge. fahr, daß ein anderes Beispiel allge. meine Nachahmung findet und das Auto" dem Landstraßenbau die er hoffte Förderung nicht nur nicht giebt, sondern guten Straßen geradezu ent gegenwirkt. In New Jersey war'S, wo der Vorschlag, die jetzt 'ziemlich grundlosen Hauptstraßen eines Town. shipS durch gute Landstraßen zu er. setzen, kürzlich niedergestimmt wurde, weil gute Straßen doch nur die Teufelswagen" anlocken und Mensch und Vieh zn Lebensgefahr bringen würden! Jenes New Jerfeyer Townfhip" ist nicht die einzige ländliche Gemeinde, in der man so denkt, oder doch die Auto Getadr als Borwano benutzt, ncv um die unangenehme Ausgabe für den lravenvau yerumoruzl Und so weit ist'S, dank dem mahnfinnig schnellen Fahren Einzelner der leidigen UebertreibungSwuth, be ziehungSweise dem Unvermögen, Maaß zu halten doch schon gekommen, daß man auf dem Lande bestenfalls trotz der AutoS gute Straßen baut, aber nirgends wegen des Auto.Verkehrö, der doch unstreitig große Vortheile bringen muß. (Chicagoer Abendpost".) Allzu grobe chneidigkcit. Ein heiterer Vorfall wird aus einer holländischen Garnisonstadt berichtet, . . ,. . . r r WZSTSS, 2 Unteres feiet stieg in Beglei- . . rs mir I , . . r. r i C e, 2i Äs; j ?Xn V Unteroffizier Nicht gesehen zu haben, er nlb.;& U, ,Lm 9Wn?5 im gebührenden mffltarifäen rufe, der Unteroffizier ging auf ihn zu uno fragte, ob er seine Pflicht nicht kenne. TJ.iin. u .l:k.J yr i'eriSfirm'' . ""5""' K mWta .Ihn.- , . s. 1.1 fÄen o0mment mit sehr lauter Stimme ertbeilt batte. aeborchte und salutirte Zweimal in der vorgeschrieve nen Weise. Dann aber näherte er sich dem Unteroffizier und fragte: ..Darf ich Ihren Urwubzpab, sehen?" Ein enoarm hat nämlich oas 'lecyl ooer vielmehr die Pflicht, jeden Militär unler dem Rana eines Offiziers in einer andern als seiner Garnisonsstadt nach I A. r I r 11s afi -T u fc ; mr m folI . jejJ.LklL lilll 1UJ V, , Lk, &ftVl 11 I gcn; und ich rathe Ihnen, dies freiwillia und ohne Umstände zu tyun. oa I - m At ?ck sonst Gewalt brauchen muhte. Jjtz 1 ' . . .. tnUunn Vm&Zlum. s-mandant sckickte den UnterI v V v1 1 nison ohne Erlaubniß verlassen hatte. tuyt U.lCl (UJIU1, ivm vv v... Ausaerecknet. Das Pariser Vlatt .Matin" konstatirt. daß es' in Frankreich nach einer offiziellen Statistik AnrtfirfApinTi nack dem IakirestAt btl lockte des Auteurs Dramatiques) 4500 Bühnenschriftstellcr mvt. Anaenommen. dak totx oieier Schriftsteller ! im Iahn !ei Stücke verfant. so eraidt dies 3500 Stucke zahrv mrt -2 a:ci ,Z npfHfer SO tt h tmnatn in Frankreich, die Novitäten aufführen. Wenn man jedes Theater in jedem Jahre 20 neue Stücke I rr.". t rvr.i r C.sr TJ auiiuuicn lUKl. lu uiui uu uw. Lbi gm 12,900 Stückt weiden l ,dht, Wenn man bedenkt. dritte Republik 35 Iahn U. ebt. so gibt das die hübsch Summe 1 ' ' P .. ' i ir.ir! von 450,uw waen. niicgna?: t m-i.. w K rw t i itiiii jiir in 0ttI mnniarlcfi m Nebenamte auch J . ... . Herr durch Eroberung, Schyssahrt und Handel von Aethiovien. Arabien. fersten und Indien. ,

Grundeigenthums Übertragungen.

Eugene R. Hamrick an William Hay Lot 18, Bronn's Belmont Add., süd. liche Seite von Howard Str., westlich von Statt Str., $2,200. Fsank S3. Bremerman an Ernest A. Eamvbell u. A., Lot 26, Block 13, Armstrongs 1. Add., südliche Seite von 21. Str., S2,000. Marsellous Guftin an DoraS I. Baker, Lot 26, Dorsey'S Sub. Theil Oak Hill Add., östliche Seite von Win ter Ave., südlich von Bloyd Avenue, $1,600. Michael H. SpadeS an Robert H. Hannah, Lot 1, JoneS' Subd. von Außenlot 71, 34 bei 162 Fuß, verbes. sert, nördliche Seite der Washington Straße, östlich von Pine Str. 56.500. Derselbe an denselben, Lot 37. Al vord'S Sub. von Fletcher's Add., vacant. nördliche Seite der Roosevelt Ave., östlich von Bandes Str. $1,500. Alma L. Shimer an Margaret I. O'Donnell. Lot 229, Johnson u. A. Ost Washington Str. Add., 40 bei 139.8 Fuß verbessert, östliche Seite der Jefferson Ave., nördlich von Washing ton Str. S3.600. Charles Lockwood an Srneca E. Woodard, ein Theil des nordwestlichen Viertels der Section 2, Township 14. Range 3, 10 Acker in Perry Township. $1930. William I. Marks an Mary A. Chandler, ein Theil der Lot 13 in Milligan'S Park Place Addition, 40 bei Fuß. vacant. Westseite der Windsor Straße, nördlich von 20.Str. $650. FranciS A. HayS an Albert A. Wo mack, Lots 29 und 30 in Hanson'S Subdivision, Block 8 ' in Bruce.Baker Addition, 77 bei 130 Fuß. verbessert. Nordost-Ecke von Almont und 22. Str. $6000. Mary Rugenftein an Charles F. Donner, Lot 6 in McCarty'S Subd. der Außenlot 119 und eines Theils von 113, 42 bei 184.6 Fuß, verbessert. , Oftseite der Meridian Str., nördtich von WilkinS Str. $2800. Alice Whitehead an Kate M. Rabb, Lot 48, tto,he & Leiber's Addition, 40 bei 146.5 Fuß, verbessert, Westseite von Rembrandl Ave., südlich von 18. Straße, $2000. Courtney B. Whitson an JameS R. Carfield :c, Theil von LotS 811, Schurmann'S Subdivision, 45 bei 157 Fuß, verbessert. Oftseite von Capital. Avenue, südlich von 21. Straße, $4500. . Derselbe, als Administrator, an den selben, dieselbe Gegend. $4500. Raphael Kirschbaum an Gertrude K. Rosenthal, Lot 54, Morrison'S zweite Addition. 40 bei 201.9 Fuß, verbessert. Westseite von Meridian Str., südlich von 20. Straße. $10.000. Charles L. Hutchinson an John Keith, Lot 243. Clark u. A. 2. Add.. West Indianapolis, 36 bei 136 Fuß verbessert, Oftseite Arvor Ave., südlich von Gillette Straße. $2.000. Joal H. Woodruff an Jda D. Lam bertson, Lot 6. Wright's Park Ave. Add., 50 bei 182 Fuß, vacant. Oft seite.Park Ave., nördlich von 25. Str. $1.675. Die Jndiana State Veterinary Association, erwählte gestern Nachmit tag folgende Beamte: Dr. William B. Craig, Indianapolis, Präsident; Dr. W. F. Meyers. It. Wayne, Vice.Prä. fident; Dr. E. M. Bronfon, Jndiana polis, Secretär; Dr. Joseph, ttlotsch, Indianapolis, Schatzmeister. B r a z l l , 11. Jan. Anderson Smith. 60 Jahre alt, ein Lohnkut scher, ist gestern Nacht an einer Ver wundung gestorben, welche von einem Schuß in seine rechte Schläfe herrührte. Er kam gestern Abend um 7 Uhr nach Hause, kaum hatte er dieThür hinter sich geschlossen, als er seinen Revolver zog, und sich eine Kugel in die Schläfe jagte. Sein Sohn hatte ihn schon zweimal vor einem ähnlichen Vorhaben bewahrt. Der Vater war mehrere Tage abwesend gewesen, und ist die Ursache dieser Abwesenheit nach der verzweiselten That bekannt. Die größte und Pas sendsteVuövahl von Schnitt blumen und OlumenftüSen für alle freudigen und trau rigsn (Ireignisse. Qir stnd jederzeit gern bereit bei der Auövabl behülfliS zu ttw. Oertermann OroS. do. IZHaN.Qve. '

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TlevhoeSt Rett Dir Juden im ruliischm Hccr. Opfermuihige, patriotische Toldaten. ran k,npklsgkrinnc und Aerzte. Im Hinblick auf die jüngsten entsetzlichen Judenmetzeleicn im Reiche des Zaren schreibt der russische Schnftsteller und berühmte Kriegsberichterstatter Nemirowitfch-Dantschenko: Wenige Monde sind es, seit ich von dem mandschurischen Kriegsschauplatz zurückgekehrt bin. Ich muß an die jüdischen Soldaten denken, die neben ihren russischen Brüdern auf dem Feld der Ehre hingestreckt wurden und über die in offiziellen und nichtoffiziellen Berichten viel Heldenmüthiges gesagt wurde. Diese selben Juden, die jetzt geschlagen werden müssen nack dem Losungswort der Huligany" (Romdies), lagen in den Lazarethen mit tödtlichen Wunden neben den russischen Kampfgenossen. Ich entsinne mich, wie nach einer verzweifeltenSchlacht eine Rotte in Nacht und Nebel auszog um einen jüdischen Helden zu suchen. d,:r im schwersten Artilleriefeuer die russische Fahne vertheidigt hatte. Unvergeßlich wird mir auch ein anderer Jude bleiben, der unter dem feindlichen Geschoß den Schaho durchschwamm, um verwundete Soldaten zu retten, die im Gefecht vergessen wurden. Auf keinem Gebiete stand das jüdische Militär hinter dem russischen zurück, aber unter den bettelnden und besoffenen Soldaten in Cbarbin sind mir keine Juden ' begegnet. Sie haben hingegen alle Unblll des Krieges, wie tropische Hitze, die sintfluthlichen Regengüsse. Hunger, Kälte und Anstrengung mit der großten Selbstbeherrschimg tapfer ertragen, ebenso wie die Polen, Russen und Tataren. Nach einer Nacht der schrecklichsten Qualen sagte mir ein russischer Jäger lächelnd: Jetzt wird man uns daheim nicht mehr .Jid' schimpfen." Auch unter den Schwestern, die heilige Samariterdienste leisteten, befanden sich Jüdinnen, Deutsche, Polinnen, ebenso wie Russinnen. Mit gleicher Selbstverleugnung ' und Energie erfüllte M.iveZIiM Eine jüdische

ireivins Oo

.21. -j o o O o o o a 324 W. Maryland' Crftklasfige ffamilienwäschc. ..Beide Telephons BOS . Biere öev das Flaschen-Dwartement 1030 alt 1050c zweiter, Studentin und Tochter wohlhabender Eltern, wurde von den Verwundeten die Liebe" genannt, weil sie mit besonderer Hingebung und Herzlichkeit die Kranken pflegte und zu beruhigen suchte. Nicht weniger als 60 -Prozent aller Aerzte im russischen Heere waren Juden. Wie sie arbeiteten und keine Gefahren scheuten, wie sie die Verwundeten unter dem 5dugelregen, und in der. heftigsten Attacke des Feindes aufnahmen und verbanden, das weiß alle Welt. Sie haben sich als die treuesten und opferfreudigsten Söhne des Vaterlandes erwiesen. Dabei drängte sich keiner von ihnen beim Kommandirenden vor. und keiner war bemüht, seinen Namen in die offiziellen Berichte zu bringen. In einer Nacht nach einem heißen, unendlich schweren Kampftag trat ich mit einem jüdischen Arzt aus dem Zelt hinaus, um Luft zu schöpfen. Wir setzten ns auf einen Baumstumpf, und ermattet von des Tages Arbeit schloß mein Gefährte die Augen. Plötzlich faßte er sich mit beiden Händen an den Kopf, sprang auf und sagte: Ich muß, ich muß noch zu einem Patienten, der schlecht versorgt wird!" Aber Sie sind ja selbst schon fast krank und müssen sich schonen, lassen Sie doch auch andere arBetten!"' bemerkte ich. Ja, in den Schläfen hämmert es tödllich. aber i muß, ich bin ein Jude, und das ist meine Rache für Kischmew. Wir." fuhr er mit heiserer Stimme fort. w r . sir lUluf wu yivt uiuyv uui uv iv des Vaterlandes, sondern auch für die unseres Stammes. Der .Jude der verfolgt und geschmäht wird, soll in die Rächt- der 'Vergessenheit gelangen. Wie Brüder bluten und kämpfen wir hier Schulter an Schulter, und so wollen wir gemeinsam heimkehren, um Glück und Freiheit zu theilen!" Mattziös. .Wo haben Sie, Ihre Frau kennen Z gelernt?'-Auf ' einem Wohlthätigkeitsfeste." Da besuchen Sie jetzt wohl keine mehr?" '