Indiana Tribüne, Volume 29, Number 118, Indianapolis, Marion County, 11 January 1906 — Page 4

Jnviana Tribüne, 11 Januar 190G

Jndiana Tribüne. Hnaulgegeven von der utenderg tt. - Indianapolis, Ind.

Harry O. Tjndium Präsident. Geschäfts local: No 31 Süd Delaware Straße. telcphone 269. Kntered t the Post Office ol Indianapolis as sccond cla matter. Senat und Präsident. Der Senat Hat es unternommen, Präsident Roosevelt zu diZcipliniren, so und nicht ander find die scharfen Kritiken im Bund?SSenat über die Panama Kanal Angelegenheit, die San Domingo Geschichte und seine Er Nennung von Vertretern der Nation, für die Konvention in Marokko zu deuten. Klar und deutlich wurde im Senat erörtert, daß der Präsident sich zu große Autorität in -den genannten An ' gelegenheiten angemaßt u. seine Befug raffe überschritten habe. Besonders scharfe Bemerkungen wurden darüber gemacht, daß denz Präsidenten die ab solute Verfügung über die für den Kanalbau verwilligten Millionen ge geben wurde. Zwar waren alle Angriffe auf den Präsidenten in der höflichsten Form und theilweise versteckt vorgebracht, aber eö waren nichtsdestoweniger An griffe, die füglich als die einem allge meinen Sturme vorhergehende Plänke leien gelten können. Merkwürdig ge färbte Artikel in großen amerikanischen Zeitungen, die fast gleichzeitig erschie.i nen, lassen 'darauf schließen, daß die Angriffe auf den Präsidenten plan mäßig vorbereitet wurden. Die große Popularität, welcher sich Herr Roosevelt erfreut, ist wohl für ein gewisses Neidgefühl verantwortlich, daß sich unter den Staatsmännern" im Senate geltend macht, aber der eigent liche Grund ist wohl in der auZgefpro chenen Politik deS Präsidenten betreffs der Baynraten und last but not least in der energischen Verfolgung der Trusts seitens der Roosevelt-Admini' ftration zu suchen. Dann aber ist wohl der Wunsch, daß der Präsident nicht gar zu großen Ein fluß in der Partei haben möge, wenn eS zur Nomlnation seines Nachfolgers .kommt, mit für diese Angriffe verant wortlich. -Es ist anzunehmen, daß dieser Kampf gegen den Präsidenten im Senat auch seine Kreise im HauS ziehen, also bald in beiden Häusern toben wird und die bislang schüchtern und versteckten An griffe, offenen und hartnäckigeren Platz machen werden. Wir glauben, daß sich ,der Präsident der Situation völlig gewachsen zeigen wird. , Wenn man auch nicht allen Amt? Handlungen des Prüfidenien allgemein beistimmen kann, so ist doch die große Masse des Volkes davon überzeugt, daß Absichten die lautersten und un gennützigen sind. Auf der anderen Seite bat der. Se einen aroßen Theil des öffentlichen ertrauenS eingebüßt. . Ohne die ganze orperjchaft des BundeZlenatS für die Missethaten eines Mitchell, Burton oder Depew verantwortlich zu machen, herrschen doch wohl berechtigte Zweisel vor ob diese drei die entlarvt wurden, die einzigen anrüchigen Cha raktere im Senat wären. Die. öffentliche Meinung dürfte des halb, wenn es zu einem offenen Kampfe kommt, überwiegend zu Gunsten des Präsidenten fein, dessen Ehrenhaftig keit außer Frage steht. ,: UederdieS weiß man, daß der Kampf des Senates gegen das Bahnratenpro ject des Präsidenten kein uneigennützi ger ist, weil die meisten Senatoren in tim in den Bahncorporationen.interef sirt find. Für das Volk aber kann ein etwaiger Einfluß RoofeveltS auf die Nominirung seines Nachfolgers keineSchrecken haben. Im Gegentheil. Er kennt die Perfc - en, die iu Betracht kommen, genau und.fein ganzer Eigennutz in dieser Be ziehung dürfte auf das Bestreben zu rückzuführen fein, daß fein Nachfolger ein Mann ist. der die von ihm ange bahnten Reformen zum Besten der Na tion. weiter verfechtet. . r Mag auch die Clique gegen den Prä sidenten sein, das Volk ist mit ihm Franlreich sollte doch gerade jetzt, wo wieder ein Hellmuth Möltke Chef deS deutschen .GeneralftabS ist, nicht gar zu üppig werden nornina sunt ornina.

Das Marokko-Weikbuch.

Das deutsche Marokko . Weißbuch, welches eine Antwort auf das kürzlich über den gleichen Gegenstand veröffent lichte franzöfische Gelbbuch biloet, ist in Frankreich mit Ruhe und mit einem Anstrich von SarkaömuS" aufgenom men worden. Panser Blätter nennen eS ein harmlos'S Libretto-, welches zu spät komme, um die' Berathungen in AlgeciraS zu beeinflussen. Augen scheinlich ist eS der deutschen Diplomatie gar nicht um eine solche Beeinflussung" zu thun gewesen. DaS Weiß buch verfolgt vielmehr lediglich den Zweck, auf zwei bedeutsame Behaup tungen der französischen Regierung zu antworten und sie richtig zu stellen. ES find dies die beiden Behauptungen, daß Frankreich Deutschland zur Zeit von den Verhandlungen mit England über das Maro!koAbkommen in Kenntniß gesetzt habe, und die weitere, daß Frank reich fich dem Sultan von Marokko ge genüder niemals als Mandator der Mächte aufgespielt habe. Diese beiden Behauptungen find in dem franzöfi schen Gelbbuch enthalten und deS öfteren aus amtlichem französischen Munde ausgesprochen worden. Nach dem deutschen Weißbuch und vorherge gangenen deutschen offiziösen Eröffnun gen find die Thatsachen nun folgende : Am 23. März 1904 fragte der deutsche Botschafter in Paris, Fürst Rado lin, den Minister deS Aeußern Del casse, ob eS wahr fei, daß ein Abkom men zwischen Frankreich und England geschlossen sei oder auf dem Punkt stehe, abgeschlossen zu werden, auf welche Frage Delcasse eine ganz allze mein gehaltene Antwort gab. Diese vertrauliche Unterredung welche an einem der gewöhnlichen Mittwoch? Nachmittags'Empfänge, die der fron zöfische Minister deS Aeußern für die Diplomatie zur Besprechung vorliegen der Berufsangelegenheiten abhält. stattfand, meldete Fürst Radolin nach Berlin. Er fügte hinzu, die vertrau lichen Unterredungen über den Inhalt de.S englifch'franzöfifchen Abkommens vor dessen Abschluß hätten nicht den Charakter amtlicher Mittheilungen ge tragen. Darauf erwiderte der deutsche Reichskanzler dem Botschafter, ein so wichtiges diplomatisches Aktenstück müsse voll und schriftlich mitgetheilt werden; fragmentarische, gelegentliche, münd liche und vertrauliche Mittheilungen wären ungenügend. Am 8. April 1904 wurde daS franzöfischenglische Ma rokko Abkommen unterzeichnet und bald darauf von London aus allge mein bekannt gegeben. DaS Abkom men setzte für Marokko jtfi, daß Frankreich freie Hand haben solle, dem Sultan von Marokko allen, seinen Beistand für alle administrativen. wirthschaftlichen, finanziellen und mili tärischen Reformen zu leihen, deren er bedarf." Bei den Auseinandersetzungen über das Abkommen im deutschen Reichstag am 12. und 13. April gab ter Reichs kanzler folgende Erklärung ab: Das Abkommen scheint mir einen Versuch darzustellen, eine . Reihe von Differenz punkten, die zwischen Frankreich und England bestehen, auf gütlichem Wege zu beseitigen. Dagegen haben wir vom Standpunkt der deutschen Interessen nichts einzuwenden." Dann aber fügte er hinzu: Was speziell Marokko an geht, da den wesentlichen Punkt dieses AbkommenS.darftellt. so find wir in die sem Lande, wie überhaupt in dem üb rigen Theile deS Mittelmeers, Haupt sächlich in wirthschaftlicher Beziehung interesfirt. Wir haben da vor allem Handelsinteressen; deshalb haben wir auch ein bedeutsames Interesse daran, daß Ruhe und Ordnung in Marokko herrschen. Wir müssen Unsere Han delSinteressen in Marokko schützen, und wir werden sie schützen. Wir haben keinen Anlaß zu besürchten, daß sie vor irgend emer Macht verkannt oder ver letzt werden könnten." Diese Erklärung ist in der franzö fischen oder englischen Presse durch eine Fälschung dahin abgeändert worden. als habe der Reichskanzler gesagt: Wir haben vom Standpunkt der deutschen Interessen gegen das Abkommen nichts einzuwenden." Diese Aenderung hat allgemein im Auslande den Eindruck bervoraerufen. als habe Deutschland in der Marokko Frage plötzlich eine unerwartete und unerklärliche Schwenkung Vorgenom, men. Als habe Deutschland dem Ab kommen anfänglich rückhaltlos beige stimmt und fich erst später dagegen ge wandt. Der deutsche Reichskanzler hat nun aber wohl erklärt, daß Deutschland gegen den Versuch der Beseitigung

einer Reihe von Differenzpunkten zwi

chen Frankreich und England nicht? einzuwenden habe, dann aber confta irt, daß Deutschland seine Handels nteressen in Marokko schützen müsse und schützen werde. WaS nun die zweite, in Form einer Ableugnung gehaltene, Behauptung Frankreichs hinfichtlich eines Mandats der Mächte anbetrifft, so giebt auch oarüber das deutsche Weißbuch AuS unst. Darnach hat der französische Gesandtem FeS, St.ReneTalllandier. dem Sultan von Marokko gegenüber nach dessen eigener Angabe behauptet. Frankreich besitze ein europäisches Man dat, und hat der Sultan dem deutschen Eonsul in FeS gegenüber die durch Delcasse später erfolgte Abftreitung direct für Unwahrheit erklärt. Die französischen Zeitungen' haben ja mit ihrer sarkastischen Bemerkung, daß diese Auseinandersetzungen die Be rathungen der nahen MarokkoConfe renz nicht mehr beeinflussen könnten, recht. Aller Wahrscheinlichkeit nach steht schon heute fest. waS in AlgeciraS beschlossen werden wird. Aber die Auseinandersetzungen zeigen, mit wel chen Mitteln Frankreich bisher gefochten hat. Wenn das deutsche Weißbuch ein Libretto- ist. so fragt sich doch, wer die Musik dazu schreiben und wie diese Musik klingen wird. (New Yorker StaatZzeitung.) In den nächsten Tagen wird einer der hervorragendsten deutschen Gelehr en, der berühmte Assyriologe Professor Delitzsch, in New York eine Anzahl von Vorlesungen halten. Ueber seinen Be uch berichtet man von dort: Man wird sich noch des Aufsehens erinnern, das vor ungefähr drei Jahren die Kontro verfe Babel und Bibel" auf beiden Hemisphären hervorrief. Veranlassung zu dem wissenschaftlichen Streit gab eine VortragZ'Serie des Assyriologen Friedrich Delitzsch, Professors der femi tischen Sprachen und der Assyriologie, sowie Direktors der Vorderasiatischen Abtheilung der Königlichen Museen in Berlin, über das genannte Thema. Vortrüge, die zu einer Reihe von G genschriften Anlaß gaben. Professor Friedrich Delitzsch wird in den nächsten Tagen in New Jork eintreffen und vor der New Academy of Medicine, No. 17 West 43. Straße, in deutscher Sprache Vortrüge über das Thema AuS Ninive und Babylon, die ältesten Kulturen am Euphrat und Tigris" halten. Der erste Vortrag findet Montag, den 15. Januar, der zweiie Mittwoch, den 17. Januar, und der dritte Frei tag. den 19. Januar. Aber.dS 8 Uhr 30 Minut.n, statt. Professor Friedrich Delitzsch ist am 3. September 1850 als Sohn des lu iberischen Theologen und Gelehrten Franz Delitzsch geboren. Im Jahre 1877 wurde er Professor der semitischen Sprachen an der Universität Leipzig, kam 1893 in gleicher Eigenschaft nach BreSlau und wirkte seit 1899 an der Berliner Universität, zu deren hervor ragendsten Zierden er gehört. Er der öffentlichte eine ganze Reihe, wissen schaftlicher HülfS'Werke, wie assyrische Grammatiken und Wörterbücher, ferner Studien über indogermanisch-semiti sche Wurzelverwandtschaft"; Wo lag das Paradies?"; Die Sprache der Kossüer"; Die Entstehung des ältesten Schriftensystems oder der Ursprung der Keilschriftzeichen"; DaS Buch Hiob, neu übersetzt und erklürt", usw. Im Verein mit Panl Haupt ist er Heraus geder der Assyriologischen Bibliothek" und der Beiträge zur Assyrologie und semitischen Sprachwissenschaft." Indianapolis muß ein Audito rium haben, wenn eS wirkliche Kon ventionsstadt sein will. Der Eigarettenranch mag schädlich sein, der SchornfteinQualm aber ist unerträglich. e Daß neue Besen gut kehren, ist an den Straßen der Stadt bis jetzt noch nicht erwiesen. Die Geschichte wiederholt sich. Die Franzosen werden übermüthig und ein Hellmuth Moltke, Chef deS General ftabS. Deutschland wird, wie das Aus' wärtige Amt mit kurzen Worten be konnt macht, keine Kriegsschiffe zwecks Machtentfaltung nach dem Mittelmeer entsenden, wie England und Frankreich eS spart Kohlen und man vergeudet kein Pulver zu Salutschüssen. Oottlted L eukha rdt. .Die gemüthllche Ccke,Ecke Noble und Market tr.

Wurde' Marks von Straßen-!

Rändern ermordet? Daß ein professioneller Straßenräu ber, unterstützt von einem Mann, der Indianapolis genau kennt, Paul H. Marks in Drover Straße und bei den Geleisen der I. & V. Bahn getödtet hat, ist die neue Theorie, auf die Poli zeichef Mttzzer und Capitain Asch fußen, die momentan ihre ArbeitZdasis in dieser Angelegenheit bildet. Gestützt auf diese Theorie, wollen sie jetzt der Männer habhaft werden, die GaddiS gesehen haben will und die der Beschreibung antworten, die GaddiS der Polizei von denselben gab. Alle möglichen Vermuthungen sind aufgestellt worden und wieder verwor fen. So glaubt ein Detektiv, daß Marks garnicht an der Stelle ermordet wurde, wo er gefunden wurde, sondern daß man ihn auf'S Geleise schleppte, um den Anschein zu erwecken, daß ein Zug ihn überfahren habe. Auch wird die Ansicht gehegt, daß GadoiS mehr von der Sache weiß, als er behauptet. Er telephonirte um 8 Uhr 10 Minu ten an den PultSergeanten, als aber Kapitän Boylan mit 2 Detektivs als erster den Schauplatz der That betrat und als kurz darauf die Ambulanz an kam, ließ GaddiS nichts von fich hören. Er wohnt in nächster Nähe der Mordstelle, er hätte das Geräusch der ankommenden Ambulanz, der Poli ziften und der vielen Zuschauer, die gerade auch nicht auf leisen Sohlen da hinschwebten, hören müssen, aber ge meldet hat er fich nicht und daß er die 2 Männer sah, erzählte er nicht der Polizei, fondern einem Reporter einer hiesigen Aöendzeitung. Die Polizei glaubt, daß die Forscha Frauen mehr wissen, aber in ihrem eigenen Interesse nichts gestehen wollen. Wenn sie weiter schweigen, wenn die Polizei die Leute nicht findet, die GaddiS gesehen haben will und wenn GaddiS selbst nichts mehr sagen will, so steht zu befürchten, daß alle weiteren Nachforschungen resultatloS im Sande verlaufen werden, außer wenn der Justiz ihr bester Bundesgenosse zu Hilfe kommt, Sr. Majestät der Zufall, wie Voltaire den Zufall trefflich zu charakterifiren weiß. - Deutscher Literarischer Club. In der gestern stattgehabten Ver sammlung des Deutschen Literarischen Clubs wurden folgende Beamte für den kommenden Termin erwählt: Präsidentin Frau Charles M. Walker. Vice.Präfidentin Frau Louis Burkbardt. Correspondirende Secretairin Iran Margarethe Segur. Protocollirende Secretairin Früulein Paula Kipp. Schatzmeisterin Frau Robert Nix. Delegatin. zum Local Council of Women Frau Bertha Test. Vorfitzende des Cxecutiv-ComiteS Frau AuguftuS Bruner. Von der Behörde für öffentlichen Arbeiten. H. P. Wall reichte der Behörde der öffentlichen Arbeiten ein Gesuch ein, an den Papierkasten Reklamebogen anbrin gen ?.u dürfen. P. C. TruSler, ein Mitglied der Behörde, sprach fich hier gegen aus, aber Präsident Elliott sagte, daß daS eingereichte Gesuch besprochen werden solle. CÄiffsnachrichten. New York: Fedria" nach Liverpool; Ethiopia" nach Glasgow; Sta tendam" nach Rotterdam. Liverpool: Parifian" von St. Zohn, N. B.'. und Halifax. Glasgow: Salacia- von St. John, N. B. QueenStown: Jvernia- von Ljver Pool nach Boston; Saxonia- von Boston. Southampton: Kaiser Wilhelm II." von Bremen nach New York über Cherbourg. Yokohama: Empreß of Jndia" von , Vancouver; Twickenham" von Tacoma, nach Vladivostok. London: Lancasterian" von Boston. Liverpool: Majeftic" nach New York. Cherbourg: Kaiser Wilhelm II." von Bremen, nach New Vork. Die beste 5 Cent Cigarre in der Stadt, Mucho'ö .Longfellow".

Interessanter Bericht deS Ge-bände-JnspektorS. Der Gebäude . Inspektor Stanley meldet in einem sorgfältig auöge arbeiteten Bericht die ausgedehnte Auf führung von neuen Gebäuden, welche in dem verflossenen Jahre 1905 errich tet worden find, zur Kenntniß S7.225.325.14 wurden für bäuliche Verbesserungen verwandt, für welche das Departement 4,041 Erlaubnisse ausschrieb. Der. Inspektor berichtet, daß diese Summe derjenigen welche im Jahr 1904 verbaut wurde, um 83, 153.190 14 übertrifft, welches eine Zunahme von 77 Procent ausmacht. Er bemerkt ferner, daß das Jahr 1905 das Hauptjahr in.de? Geschichte der Stadt gewesen ist, was Neubauten an betrifft. Der Bericht des Herrn Stanley giebt ferner an, daß 26 Backsteinhäuser, zum Werthe von $387.755; 24 Framehäu ser üt S123.359; 8 Backstein und Stein-Kirchen zum Werthe von $347, 992; 4 Framekirchen für $15,320; 93 jBacksteingebäude für verschiedene Zwecke im Werthe von $1071.488; 11 feuerfreie Konstruktionsgebäude im Werthe von $1.339,500; 252 gemischte Gebäude für $335,424 64; 18 Stal lungen, Werkstätten u.s.w. im Werthe von 51,735; 1.542 bauliche Verbesse rungen und Anbauten im Werthe von $693,406 gebaut wurden. Seitdem die neuen Bauverordnun gen in Krast getreten sind, wird ein größerer Werth auf Dauerhaftigkeit und Baustil gelegt, welches wesentlich zur Verschönerung der Stadt beiträgt und die Stadt gegen Grobfeuer schützt. Grundeigenthums Uebertragunge. Rofina Krupp an Wm. Kothe, Truste?, Lot 68, McCarty'S Sub.. Outlot 111, östliche Seite vcn Penn shlvania Str., $3,000. , . Wenona L. Wells an L. C. Thomp son Manufacturing Co.. Lot 106. AI vord & Co.'S Sub , nördliche Seite von II. Str., $2000. John D. Albertfon an I. H. Bren nan, Lot 47, Floral Park Add., füd liche Seite von 21. Str.. $1000. Michael Ford an William A. Bri stor, Theil von Section 23, . Townfhip 16 Range 2, 13 Acres, Wahne Township, $3300. Barbara E. Kruse an Nancy Lock wood, Lot 25, Subdivifion der Ex change Land Company, Outlot 183, dreieckiges Stück, verbessert, Oftseite von Bellefontaine Str., südlich von 10. Straße, $2300. Ella Bayse :c. an I. C. Murray, Theil des nordwestlichen Viertels von Section 28, Township 15. Range 3, 20 Acres. Decawr Township, $2500. Ella R. Ehaplain an Robert F. Ramsey, Theil von Lot 7, Square 66, 37 bei 67z Fuß, verb., Nordostccke Maryland und Illinois Str.; ferner Theil von Lot 7, Square 66, . 172 bei 67z Fuß, verb., Oftseite der Jllinoi Str., nördlich von Mary Str., und Lot 9, Square 4, Ramfey'ö Subdivi fion, Theil von Brookfide Addition, 35 133.6 Fuß. Westseite der Depot Str., Nördlich von 21. Str. $15,144. William F. Coughlen an John Graham, Theil Lot 7. Merritt u. A. Subd., Außenlot 143, 25 5J17 bei 135 Fuß. verbessert. Westfeite Bla5 ford Str., nördlich vom Kanal. $1750. State Plaza Co. an Frank Schuß, ler. Lot 6. State Plaza Add., 52.91 bei 125 'Fuß, vacant, Nordostecke Washington Str. und Parkview Ave. $2300. Effie E. Nysewander an William S. Furay, LotS 6, 73. 74. 79, 278, 105. 106, 107. 82. 139. 141. 143. 145. 147. 149,151. 169, 186, 188, 190, 174, 176, 213, 228, 207, Martin'S New York Str. Add.. vacant. nahe W. New York Str., westlich von San born Str.; Lots 1, 2, 3. 6 und 7, Beatty Ave. Add., nördlich von New York Str., nahe Caldwell Str.; Lots 12. 25, 27. 23, 29, 30. 31, 33, 35. 37 und 47, Lanfing Place Add., 40 bei 112.5 Fuß jede, vacant an Lan fing Str., nördlich von New York Str. $500.. . ' - '

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