Indiana Tribüne, Volume 29, Number 117, Indianapolis, Marion County, 10 January 1906 — Page 7

Jndiana Tribüne, 10 Januar I96

6 (S)bcrseulnant o o sSxanctvct ? X ' w5 I Q n.!)litnt au Im cna-iatird'.cii Kriege 6 ö ym GcrljarE icit gocr p Ö-O0HC-O--0 ? -sm (Schluß.) Oberleutnant Kanaya stand auf der Kommandobrücke und überwachte die sorgfältig: Reinigung und Instandsehung des Bootes, an dem jeht noch centnerschwere Eiszapfen und Eisränder hingen. Unwillkürlich suchten seine Augen, wie die jedes Seemanns. immer wieder den Horizont am Eingange des Hafens ab. Plötzlich griff er nach den: Toppelglas, das in einem besonderen, Wasserdichten Kasten auf der Kommandobrücke zur Verfügung des Wachhabenden bereit liegt, und richtete es auf die Hafeneinfahrt. Ein niedriges Schiff, aus denen vier Schornsteinen dichte RauckÄolken stiegen, näherte sich dem Ankerplatz. Imme? wieder setzte Kanaya das Glas an. Es war kein Zweifel: der 1 Akatsuki," ein?s der Boote, das mit zu dem Unternehmen gegen die russische Transportflctte ausgezogen war, lief soeben ein. Am Cignalmast des Akatsuki" siiegen bunte kleine Flaggen empor. Das Schiff signalisirte dem Gcschwaderchef: Befehl erfolgreich ausgeführt!" Ein eigenthümliches Lächeln erschien auf dem Gesichte Kanadas. Lautes Bansai"rufen erhob sich auf den fcor Anker liegenden Schiffen der japanischen Flotte. Auch die Mannschaften des Sckiranui," des Schiffes, das seine Aufgabe nicht gelöst hatte, stimmten in das Beifallsgeschrei ein. Ter Akatsuki" war also doch bis an den Feind gelangt und hatte, wie man erfuhr, drei Transportdamvfe: zum Sinken gebracht. ' Ter Sazanani" und der Akebono." di? anderen beiden Boote, die zur Flottille gehört hatten, mußte man als verloren betrachten. Sie waren öer Wuth der See zum Opfer gefallen. Auf dem Flaggschiff des Admirals Togo erschien ein Signal, welches dem Kommandanten des Akatsuki" befahl: Zum Bericht an Bord!" Oberleutnant Kanada 'begab sich in seine Kajüte und öffnete in dem primitiven Schreibtisch das Fach, das seine Briefe entbielt. Er zerriß verschiedene Schriftstücke, suchte allerlei Andenken heraus, vertrocknete Blumen mit bunten Reispapiermanschetten, einige bunte Bänder. Tann stieg cr nach den Kesseln hinunter, ließ sich die Feuerung - eines Kessels öffnen und verbrannte alle diese Tinze. Darauf kehrte er nach der Kajüte zurück und rief seinen Burschen Hakutaro. Packe alles zusammen." sagte er, wie es nothwendig ist, um sofort von Bord zu gehen." 'Hakutaro sah den Kommandanten einen Augenblick prüfend an, dann verbeugte er sich zum Zeichen, daß er den Befehl ausführen werde. Kanaya rjng wieder nach der Komrnandobrücke und beobachtete mit dem Glas das Flaggschiff. Auf der Back begann ein Matrose mit zwei kleinen Winkflaggen heftig zu arbeiten. Ter Signalgast vom Schiranui" rief dem Kommandanten zu: Nachricht vom Flaagschiff an den Kommandanten des .Schiranui!'" Lächelnd nickte der Kommandant dem Signalgasten zu. Mit dem Glase konnte er selbst die Einzelsignale seben und usammenbuchstabiren. Sie lauteten: Ter Kommandant des ,Schiranui' zum Flottenchef!" Oberleutnant Kanaya ließ antworten: Trifft sofort ein!" Tann ging er in die Kajüte, legte die Schärpe an und vertauschte den Tienstsabel mit dem alten, seit Hunderten von Jahren in seiner Familie vererbten alterthümlichen Schwert. Als er wieder an Teck kam, stand die a'esammte Mannschaft, ohne daß ein Kommando gegeben worden wäre, in Reih und Glied an Deck. Oberleutnant Kanaya überflog noch mit cinem Blick die Mannschaft und dankte dann, indem er die Hand an die Mütze legte. Hierauf reichte er stumm dem Steuermann die Hand, und mit dem unvermeidlichen japanischen Lächeln auf dem Gesicht stieg er in die Dampfbarlasse, die ihn hinüber an Bord des Flaggschiffes brinaen sollte. Auf dem Schiffe des Admirals Togo erwartete den Kommandanten des Schiranui" der Stabschef. Er ließ Kanaya in seine Kajüte bitten uild begrüßte ihn mit der auserlesenen Höflichkeit. die zwischen gebildeten Japanern üblich ist. Ter Stabschef wies auf ein Packet Eigaretten, das auf dem Tische lag, und bat Kanaya, sich zu bedienen, während er sich selbst eine Cigarette aussuchte. Kanaya nahm eine Eigarette, und seine Hand zitterte nicht, als er das Streichholz anzündete, um erst dem Vorgesetzten Feuer zu geben und dann selbst seine Cigarette anzuzünden. Ter Stabschef kreuzte die Arme über der Brust und machte einige Bemirkungen über das böse Wetter und über die Aussichten auf Besserung der Temperaturverhältnisse. Dann sagte er plötzlich so ganz nebenbei: Herr Oberleutnant Kanaya, im Auftrag des Chefs der Flotte babe ich Ihnen mitzutheilen, daß Sie. vom Kommando

des .Schiranui' enthoben und auf das Stationsschiff .Ukuschima' zum Dienst kommandirt sind." Kanaya verbeugte sich, ohne daß das Lächeln von seinem Gesichte wich. Leben Sie wohl!" sagte der Stabschef und reichte dem Oberleutnant die Hand. Kanaya ergriff ehrerbietig di:se Hand und doch erröthcte er, als er den festen Druck des Vorgesetzten und Kameraden fühlte. Dann verbeugte cr sich und verließ festen Schrittes und hoch erhobenen HaupteZ die Kajüte des Stabschefs. Das Stationsschiff war ein alter Kasten, auf d:m nur Halbinralsden von Mannschaften und Offizieren Dienst thaten und so ihre durch Verwundunen und Strapazen geschwächten Kräfte noch in den Dienst des Vaterlandes stellten. Auf dieses Schiff also zu den' halbinvalidcn Kameraden war Kanaya kommandirt. Er wußte genug. Er stieg hinunter in seine Barkasse und lies; dieselcc sofort zu dem Stationsschiff hinüberfahren. Dann befahl er ihrer Besatzung, sich nach dem Schiranui" zu begeben und von dort seinen Diener Hakutaro und seine Sachen an Bord des Stationsschiffcs zu bringen. Als sich Oberleutnant Kanaya bei dem Kommandanten des Stationsschiffes meldete, betrachtete ihn dieser lange prüfend und reichte ihm dann die Hand. Ich werde heute Nachmittag an Land geben," sagte der Kommandant des Stationsschiffes; wenn Sie auch irgend etwas dort zu besorgen haben sollten, so können Sie dem zweiten Offizier solange das Kommando des Schiffes anvertrauen." Kanar.2 verbeugte sich lächelnd. ' Eine Stunde später war bereits Hakutaro mit den Sachen des Oberleutnants Kanaya an Bord des Stationsschiffes. Halte Dich bereit, Hakutaro!" sagte der Oberleutnant. 'Wir haben Nachmittag etwas vor. Besorge zwei weiße Cewänder und bitte den Ingenieur des Stationsschiffes, Herrn Sasaki, zu mir zu kommen." SSeifc ist in Japan die Farbe der Trauer. Weis; tragen die Trauernden und Sterbenden. Der Ingenieur Sasali. der mit Kanaya seit langen Jahren bekannt war, kam in die Kajüte des jetzigen ersten Offiziers des Stationsschiffes, und dort hatten die beiden eine lange Unterredung. Mittags afe der Kommandant des Stationsfchisfes mit den Offizieren in der Messe, und es wurde ausnahmsweise auch eine Flasche Champagner getrunken. Mit den lächelnden Eesichtern, die doch so viele Verschiedenhciten des Ausdrucks annehmen können, stießen die Offiziere des Stationsschiffes mit Oberleutnant Kanaya an. Nach Tisch ging der Kommandant an Land, schickte aber sofort di: Dampföarkasse wieder zurück. Unter deß hatte Ingenieur Sasaki eine Anzahl der ältesten und verdientesten Mannschaften ausgesucht. Hakutaro wurde zu ihm gerufen und empfing mehrere Bündel und einen Weidenkorb, der verschlossen war. Nachmittags gegen ein Uhr liest Oberleutnant Kanaya als. jetziger Schiffs kommandant alle Mann aufpfeifen. In Paradeuniform mit dem alten Schlachtschwert an seiner Seit: trat er vor die Mannschaften und erklärte: Ich habe eine Privatans.elegenheit zu erledigen: Der zweite Offizier übernimmt das Kommando." Dann schüttelte er dem zweiten Offizier die Hand und stieg über das Fallreep in die Barkasse. Die Bootsmannsmaate gaben den Pfiff, der üblich ist, wenn der Kom Mandant oder eine Le'che von Bor rtst jv,.. Oberleutnant Kanaya dankte durch ein freundliches Kopfnie!en. Die Tamvfbarkasse nahm ihren Kurs auf eine der zahlreichen kleinen Inseln, welche westlich und südwestlich vom Hafen von Saseho in der Straste von Korea liegen. Eine gänzlich unbewohnte kleine Insel heißt Odakuschima. An dieser lanbete die Barkasse und setzte Oberleutnant Kanar.a aus. Dann fuhr die Barkasse sofort weiter, um sich einen anderen Landungsplatz in der Nähe zu suchen. Kanaya stieg von dem sandigen Ufer einige Schritt höher auf daLand hinauf und blieb zwischen den blattlosen' im Winde hin und her schwankenden Weidcnbüschen stehen, welche in Gruppen am Ufer der Insel wachsen. Er blickte nach Westen, wo die Sonne bereits im Sinken war und den Abendhimmel mit blutrothem Scheine überzog. Die Augen mit der Hand beschattend, blickte er lang: in die rothe Gluth, als wolle er 'sich die Erinnerung an sie noch besonders einprägen. Dann wendete er sich nach Nordwestcn, nach der Richtung, in welcher Tokio lag. und seine Lippen flüsterten leise den Namen Haru." Der Ingenieur Sasaki stand plötzlich neben ihm. Er hatte seine Uniform abgelegt und sich mit einem weißen' japanischen Gewände bekleidet. Mit einer Handbewegung forderte er Kanaya auf. ihm zu folgen. An einer Stelle der Insel, wo die Weidenbüsche im Halbkreis standen, so daß sie fast eine Wand bildeten, hatte man ein weißes Tuch auf den feuchten Erdboden gelegt, und neben diesem Tuch stand ein aus Weiden geflochtener

Korb, ein Schemel mit einem' scharfen Messer, dessen Griff und halbe Klinge in weißes Papier gewickelt waren, sowie eine Schüssel. Kanaya reichte dem Ingenieur noch einmal die Hand und schüttelte sie. Dann zog er. sein altes Schwert aus der Scheide und überreichte es, sich tief verneigend, dem Kameraden und Freunde, der es ebenso mit tiefer Verbeugung entgegennahm. Kanaya riß bt Tapserkeitsmedaille von seiner Brust, wickelte sie in weißes Papier und übergab sie Sasaki mit den Worten: Für O'Haru-san mit einem letzten Gruß." Ich werde morgen schreiben und diese Erinnerungszeichen beilegen. Ter Bruder O'Haru-sans geht übermorgen mit dem Lazarethschiff nach Tokio." Tann zog sich Sasaki zurück, und Kanaya blieb allein. Rasch streifte er die Uniform ab und hüllte sich in das weiße Gewand, das er aus dem Weidenkorbe nahm. Dann klatschte cr in die Hände, zum Zeichen. datz er bereit sei. Sasali trat heran, das entblößte Schwert Kanayas in seiner Rechten. Die Mannschaften, die vom Stationsschiff mitgenommen waren, erschienen zwischen den Weidenbüschen und umgaben das weiße Tuch im'Halbkreis. Ein weißes Kopfpolster wurde auf das weiße Tuch gelegt. Dreimal verbeugte sich Oberleutnant Kanaya vor den Anwesenden, welche diese Verbeugung erwiderten, dann streift? er das weiße Gewand von seinem Halse zurück und legte sich auf das weiße 5uch, das Haupt auf das Kopfpolster stützend. Sasaki trat neben .den am Loden Liegenden, das Schwert hoch über dem Kopf haltend. Kanaya ergriff das Messer, das auf dem Schemel laq. Ein wenig entblößte er seine linke Hüfte von dem weißen Gewände, dann stieß cr mit raschem Entschluß das Messer tief in seinen Leib hinein. Einen Wink mit den Augen gab er Sasaki. Die alte Klinge pfiff durch die Luft und trennte mit. einem Schlage das Haupt Kanayas vom Rumpfe. Schweigend hatten die Matrosen und Maaten dem Schauspiel des Harakiri" zugesehen. Wenn sich auch in ihrem Herzen das Mitleid mit dem unglücklichen jungen Offizier regte, sie wollten und durften ihm keinen Ausdruck in ihren Gesichtern geben. Oberleutnant Kanaya hatte gethan, was cr thun mußte, wollte er ein Ehrenmann bleiben, wollte er den Fehler, den er durch Nichtausführung des Befehls und durch die verfrühte Rückkehr des Schiranui" begangen hatte, wieder gutmachen. Jetzt war durch das Harakiri" seine That gesühnt, jetzt konnte sein Andenken bei der Flotte und bei seinen Angehörigen in Ehren gehalten werden, jetzt war er gleich im Range mit den Helden, die im Kampfe für's Vaterland gefallen waren. Rasch begannen die Mannschaften und Maate mit den mitgebrachten Aezten Weidenbüsche zu fällen. Einen gewaltigen Scheiterhaufen thürmten sie auf. Auf diesen legten sie den Körper und den Kopf des Oberleutnants Kanaya, ebenso seine Uniformstücke, wie dies sein Wunsch qewesen war. Das alte Schwert behielt Sasaki als Andenken. - Ein Gebet wurde laut gesprochen, dann wurde der Scheiterhaufen in Vrand gesetzt. Vom Bord des Stationsschiffes aus hatte man sorgfältig Ausguck nach der Gegend gehalten, wo die Jnsel'Odakuschima lag. Als kurz vor Einbruch der vollen Dunkelheit der Flammcnschein sichtbar wurde, und eine Rauchwolke aufstieg, qing die Flagge auf dem Stationsschiff auf Halbmast, und wenige Minuten später wurde sie zum Zeichen der Trauer auch auf dem Torpedoboote Schiranui" auf die halbe Höhe des Mastes heruntergeholt. Die Mannschaft des Schiranui" wußte, daß der Kommandant sein Vergehen gesühnt hatte. Es war am 22. Dezember 1904. Der- japanische Witterungskalender, der vierundzwanzig verschiedene Witteningsperioden des Jahres kennt, rechnet vom 22. Dezember ab den Beginn der Periode Tust, das heißt Höh! des Winters." In der kleinen Kapelle auf dem Begräbnißplatz der Familie Konsuke spielten die Priester auf Glocken eine Namanda, einen Aufruf zum Gebet. Die in weiße Gewänder gehüllte Trauerversammlung war erschienen, um die für die häusliche Kamidana bestimmte Gedächtnißtafel für den verstorbenen Kanaya zu weihen. In einem Krankenstuhle mit verbundenem Kopfe wohnte FusMaro der Todtenfeier bei. Rechts neben dem Altar kniete, 'das Gesicht in den Händen verborgen, Haru. Die Eltern standen dem Altare gegenüber. Die Priester sangen das Gebet: .Namu amida butsu!" (Verehrung dem vollendeten Buddha!) Dann verlas einer der Priester die von Konsuke verfaßte gereimte Leichenrede, die in schlichten, aber ergreifenden Worten den Lebenslauf des Oberleutnants Kanaya schilderte. Die Priester brachten Opfer dar und übereichten dem Gerichtspräsidenten dann die geweihte Erinnerungstsfel. Die Trauergäste schickten sich an, die Kapelle zu verlassen. Nur Haru kniete noch unbeweglich. Ihr Vater trat an sie heran, um sie zmn Mitgehen aufzufordern. Haru aber antwortete nicht.

Ihre Seele war zu der .Seele 'Kanayas gegangen.

Der Hing an der Kattosscl. Die nachstehende merkwürdige Ge schichte erzählt ein englischer Arzt im Daily Graphic": Mein Vater, so schreibt er. war Arzt. Nachdem er in mittleren Jahren sich von der Praxis zurückgezogen hatte, pflegte er im Garten, um sich gesund zu erhalten, iäglich eine gewisse Fläche umzugraben. Ein Theil des Gartens wurde daher eigens für ihn reservirt und nichts, aber auch nicht das kleinste Unkraut konnte auf der Stelle wachsen. Unser Haus befand sich im Norden von Terbyshirc. Im Januar 1892 fand meine Hochzeit in London statt, wo ich mich niedergelassen hatte. Zur Feier kamen meine Eltern und meine Schwester. Bei dieser Gelegenheit erfuhr ich die Einzelheiten eines Verlustes, den mein Vater einige Wochen vorher erlitten hatte und schmerzlich empfand. Er hatte, wie gewöhnlich, seine Grabarbeit verrichtet, sich die Hände gewaschen und dann zu Tisch gesetzt. Da entdeckte er plötzlich, daß ein Ring, den er außerordentlich hoch schätzte, vom Finger geglitten war. Man ging sofort an's Suchen. Ter ganze Platz im Garten wurde umgewühlt und die Erde vollständig durchgesiebt; von dem Wascht.ische wurden die in die Erde führenden Röhren herausgerissen und untersucht, obgleich mein Vater ganz sicher glaubte, daß der Ring im Garten verloren gegangen war; es wurde eine Belohnung für das Wiederfinden des Ringes ausgeschrieben, die mindestens dem Schätzungswerthe des Ringes gleichkam. Ich kam erst im August des gleichen Jahres nach Hause. Ich war keine halbe Stunde dort, da drängte es mich, in den Garten zu gehen; dabei entdeckte ich, daß der Fleck, an dem mein Vater immer gearbeitet hatte, ganz mit Kartoffeln bewachsen war. Mein Vater, so erzählte man mir auf meine Frage, hatte das Graben ganz aufgegeben und sich dem Golfspiel zugewendet, da ihm der Verlust sehr naheging und er nicht immer wieder daran erinnert, sein wollte. Vater erklärte noch immer." bemerkte dabei meine Schwester, er müsse den Ring hier verloren haben." Ach." sagte ich ganz oben 'hin. wenn ich nur hier gewesen wäre, ich hätte ihn sicher gefunden; - wie sind denn übrigens die Kartoffeln?" Während ich noch fragte, nahm ich eine Heugabel, die an der Wand lehnte, und stach eine der Pflanzen heraus. Es war aber nicht tief genug gegangen und so spießte ich eine Kartoffel an. Als ich sie von der Zinke wegziehen wollte, zeigte sich, daß ein Auswuchs festgehalten wurde. Dieser Auswuchs war nun man denke sich unser Erstaunen nichts anderes als der verlorene Ring meines Vaters! Auf's Gerathewohl hatte ich hineingestochcn, ohne an etwas zu denken, und dieses Hineinstechen hatte den Schatz herausbefördert, wegen dessen der ganze Bsden durchgesiebt worden war. Sie kennt ihre frutc! Der König Wilhelm von Württemberg pflegt, wenn er in feiner Sommerresidenz in Friedrichshafen am Bodensee weilt, häufige Ausflüge in die Umgegend zu machen, wo er dann ungezwungen mit Alt und Jung verkehrt. So kam er vor einiger Zeit in ein Städtchen am Bodenfee und kehrte, um sich zu erfrischen, in einem Restaurant ein. Zu seiner Freude blieb er unerkannt. Er bezahlte schließlich der schwäbischen Kellnerin mit einem größeren Geldstück, und als das Mädchen herausgeben wollte, schob er ihr den ganzen Rest als Trinkgeld zu. Ueberrascht von der Freigebigkeit ihres Landsmannes, platzte oie Beschenkte offenherzig beraus: Se send aber au kei Stuttgarter?" Der Angeredete verzichtete darauf, sich näher zu legitimiren, und ging lächelnd von bannen.. In Gedanken. Bekannter: Haben Sie sich erst in späteren Jahren das Rauchen abgewöhnt?" P r o f e s s o r: Nein, ich bin als Nichtraucher aus die Welt gekommen!" AnkririztilZ. Herr (zum 'Einfammler einer Musikkapelle):" Ich gebe nichts... ich bin schwerhörig!" E i n s a m ml e r (ihm in's Ohr rufend): So? Da sollten Sie das doppelte geben!" Kleider madicn Lente. Richter lzum Strolch, der einen Badenden bestohlen hatte): Was habe'n Sie zu Ihrer Vertheidigung noch vorzubringen?" G a u n e r : Herr Richter, die Kleider lagen so verlockend' da und paßten mir so gut. daß ich mir sagen mußte, jetzt ist der Augenblick gekommen, wo aus Dir wieder ein ordentlicher Mensch werden kann." ?ersti'nnnelt. Der junge Bankdirektor X. verliebt sich in Pyrmont in eine scharmant'. Person aus bester Familie und sendet bald darauf seiner Familie folgendes Telegramm: Habe mich soeben' mit Milli Marx verlobt." Seine Verwandten. auf's höchste überrascht, drahten zurück: Depesche zweifellos verstümmelk. Theilst unö mit. daß Du Dich mit Mille Marks verlobt hast. Mit wieviel Mille Marks?"

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