Indiana Tribüne, Volume 29, Number 117, Indianapolis, Marion County, 10 January 1906 — Page 3
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Bacon's Resolution Darf nur in geheilucr Sitzung des Senates diskntirt werden.
Im Hause wird der Philippmcn'Tarif verhandelt. Handel der südlichen Häfen mit dem Isthmus. Neuer Vundessenator sür Kentucky. . Tadel sür Commauder Aoung.
59. Congre. Senat. W a s h i n g t o n, 9. Jan. Der Senat nahm heute zwei Resolutionen an, durch welche Untersuchungen angeordnet werden. Da- Komite für interozeanische Kanäle soll die allgemeine Leitung der Gefräste des Panama Kanales unter suchen, da-Finanzkomite soll feststellen, wie hoch der Wechselpreis ist. Erstere Resolution wurde vom Vor sttzer deZ KanalkomiteS Millard die zweite von Bailey in Verbindung mit dem Verkaufe der Aktien der PanamaEisenbahn eingebracht. Die übrige offene Sitzung wurde durch eine Rede Morgan'S über die Cisenbahn'Frachtraten ausgefüllt. Er trat für Beilegung aller Schwierigkeiten über Frachtraten in den Gerichten nach gemeinem Rechte ein, da hierdurch eine unangenehme Regierung? Maschinerie vermieden werde. Haus. Der Philippinen Tarif war heute bei einzige Gegenstand der Debatte im Hause. Die Redner waren alle gegen die Maßregel und blieben ohne Entgeg nung. Eine kurze Rede für allgemeine Tarif.Revision hielt Gilette von Massachusetts, der speziell für Reciprocität mit Canada eintrat. Eassel von Pennsylvanien und Henry von Connecticut sprachen im Interesse der Tabakspflanzer gegen die Bill. ' Die Diskussion wird morgen fortge setzt werden. B a c o n'S Resolution. Washington, 9. Jan. Der Senat berieth heute 4 Stunden darüber ob eS angebracht sei in offener Sitzung die Resolution zu diScutiren, welche von 6ca. Bacon eingebracht wurde und dm Präsidenten über eine Erklärung semer Ernennung von Delegaten zu der Marokko-Konferenz ersucht, welche die europäischen Mächte zu AlgeciroS hallen werden. Durch striktes Parteivotum wurde beschlossen, die Resolution solle in geheimer Sitzung diskutirt werden. Der Kampf wurde- hauptsächlich zwischen den Senatoren Bacon und Spooner geführt. Ernennung für Jndia n a p o l i S. Washington, 9. Januar. ES wurde heute angekündigt, daß C. E Vota, der Cbefclerk deS PostdieniZeS in Indianapolis zum HilfSSuperin tendenten des EisenbahnpostdiensteS daselbst ernannt werden wird. Deutsches Kanonenboot in Süd Amerika. W ash i n gton, 9. Januar. Las deutsche Kanonenboot Panther", das sich auf einer Kreuzfahrt in füdameri kanischen Gewässern befindet, wird nach hier eingelaufenen Nachrichten in Bälde Buenos AyreS besuchen. Später wird eZ den Parana und Paraguay hinauf gehen und die Hauptstadt Paraguay'S Asencion besuchen. Der Zweck der Fahrt ist, wie man glaubt, der Wunsch Deutschlands in jenem Lande, wo eS beträchtliche Han delslnteressen hat, seine Flagge zu zeigen. Untersuchung der Kanal angelegenheiten. Washington. 9. Jan. Das SenatScomite sür interozeanische Ka näle beschloß heute, alle Verbältnisse bezüglich deS PanamaKanaleS, dieVer waltung der ttanalzone und der Pa namaEisenbahn zu untersuchen. Die Untersuchung soll am nächsten Dienstag beginnen. . ' O e l T r u ft. New York, 9. Jan. Die Frage, ab Hd. H. RoaerS aezmunaen werden kann, Generaladwalt Herbert S. Had ley von Missouri darüber Auskunft zu geben, ob die Standard Oil Co. von New Jersey drei Oel'Gesellschaften be sitzt oder controllirt, die als getrennte Gesellschaften Oel in Missouri verkau fen, wird morgen dem Obergerichte
von New York vorgelegt werden.
H i l l . P r o z e ß. Philadelphia. 9. Jan. rJohn W. Hill, der frühere Chef deö Flotten'BureauS, der Fälschung ange klagt, mar heute wieder unter Kreuzverhör. . Die Anklage suchte zu beweisen, Mfe Hill der Firma D. I. Nichol & Co. Zugeständnisse an Geld machte, die eranderen Kontraktoren nicht machte. 9Feuerwehrleute verletzt. New York, 9. Jan. Bei einem Feuer im dichtbevölkerten Theil der Ostfeite wurden durch eine stürzende Mauer 9 Feuerwehrleute verletzt.
JneineKalkgrubege stürzt. Chicago, 9. Jan. John Law renz kam mit Wagen und Pferd dem Rande einer Kalkgrube zu nahe und stürzte 100 Fuß tief in dieselbe. Mann und Pferd waren auf der Stelle todt. Ein Glück war eS noch, daß die Arbeiter in der Grube nicht zu Schaden kamen. Selbstmord. C level and, O., 9. Jan. L. W. Prior, von der Maklerfirma Den! fon, Prior & Co., erschoß sich heute Nachmittag im Hollanden Hotel. Er war 45 Jahre alt. Einen Grund sür die That kennt man soweit nicht. S ch i ck s a l S t ü ck e n. Atlanta, Ga.. 9. Jan. Die 76 Jahre alte ZündhölzcheN'Verkäuferin Rowena Peyton. einst eine gefeierte füd liche Schönheit, liegt im Sterben, einer alten, hochangesehenen und reichen Familie entstammend, verlor dieselbe während deS Bürgerkrieges ihr gesamm teS Eigenthum, und Rowena sank nach und nach zur ZündhölzcheN'Verküusenn herab. Als der Prinz von Wales, der gegenärtige König Edward, die Ver. Staa ten besuchte, wurde ihm zu Ehren in New York ein großer Ball gegeben. Hunderte von Damen nahmen an dem selben Theil, jedoch war keine derselben schöner als Fräulein Peyton. Der Prinz erkundigte sich, wer die junge Dame sei und forderte sie dann vor allen anderen Damen, welche sie bewunderten und be neideten, zum Tanz auf, sie, die spätere ZündhölzcheN'Verkäuferin. Duell zwischen OrdnungS Wächtern. Durango, Colo., 9. Januar. Sheriff W. I. Thompson von La Plata Co. und Polizist Jesse Stensel von hier wechselten heute auf der Hauptstraße ein Dutzend Schüsse und beide wurden tödtlich verwundet. Thompson starb heute Nachmittag. Beide Männer waren bei der letzten Wahl Kandidaten für das Amt deö Sheriffs gewesen und seither bestand bitterer Haß zwischen ihnen. Juwelendiedstahl. C l n c i n n a t i. 9. Jan. Die Frau des Dr. A. Ravogle in Clifton meldete der Polizei, daß ihr zwischen Samstag und letzten Abend Juwelen im Werthe von 510,000 gestohlen wor den seien. .Oesterreich'Ungarn. Deutsche in Harnisch ge gen Frhrn. v. Gautsch. Wien, 9. Jan. Die Deutschen verlangen die sofortige Dementirung der Nachricht, daß der Minifterpräsi dent Freiherr v. Gautsch den Tschechen einhundert Wählmandate zugestanden habe. Andernfalls werde offener Krieg auZbrechen. ES wird erwartet, daß dieses Dementi ersolgen wird. Jeden falls zeigt der Vorfall aber wieder, wie alles im innerpolitischen Leben Oefter rekchS immer auf deS Messers Schneide steht. Japan. Neue Botschafter. Tokio, 9. Jan. Nachdem der Mikado ViScount Atki zum Botschafter für die Vereinigten Staaten ernann hat, beförderte er nun auch den Grafen Jnouye, den Gesandten nach Deutsch land, zum Botschafter.
Sturm.
Zwei Dampfer gescheitert. y Norfolk, Va.. 9. Jan. Letzte Nacht herrschte an der Küste von Vir ginia und Nord'Carolina ein heftiger Sturm. Bei Cape HatteraS erreichte der Sturm eine Geschwindigkeit von 42 Meilen die Stunde. Der Wind war von Schnee begleitet. Der fünfmastige Schooner Fannie Palmer" scheiterte 12 Meilen Mich von Cape Henry. Die vereinigten Geschwader von Schlachtschiffen und Kreuzern lagen während der Nacht in Hampton RoadS vor Anker. Cape Henry, Va., 9. Jan. Der Dampfer Fattnie Palmer" fchei terte heute Morgen 4 Uhr i Meilen nördlich von der LebenrettungSstation von Little Island. Ein Mann wurde mittels der Rettungsleine an Land gebracht, um dem Eigenthümer Nachricht zu senden, die andern weigerten sich zu landen. Handel der Golfstüdtemit dem JsthmuS. Washingtons Jan. Vertre ter einer Linie von Obstdampfern die zwischen Nero Orleans und dem Jfth muS von Panama fahren, erschienen heute bei dem. Vorsitzer der Kanalkom Mission ShontS um Erkundigungen über den Plan einzuziehen, New Or eanS zum Ausgangspunkt des Handels nach dem JsthmuS zu machen. ShontS erwiderte, daß eS die Politik der Kommission sein werde allen Häfen die gleiche Gelegenheit zu geben, beson derS aber was den Transport von Re gierungSvorrüthen betreffe. Tadel für Commander V o u n g. Washington, 9. Jan. Vor einer Abreise nach Charleston schrieb Flottensekretär Bonaporte gemäß dem Urtheil deS Kriegsgerichtes einen Brief an Commander Luden Young, in welchem er denselben wegen Nachlässig eit tadelt. Bekanntlich passirte, während Young Befehlshaber deS Bennington" war, die Kesselexplosion auf demselben. Der Tadel ist angeblich in sehr milde Worte gekleidet. Freche Neger. T u l s a , I. T., 9. Jan. Hier wurde Joseph Bender, während er im Bette lag, von fünf mit Knütteln, Messern und Gewehren bewaffneten Negern angegriffen und schwer mißhan delt. Er entfloh seinen Angreifern und lief, von den Negern verfolgt, durch die Straßen, bis er in einem kleinen Hotel Zuflucht fand, in welchem er jetzt im Sterben liegt. Die fünf Neger befin den sich im Gefängnisse, welches von einer großen Anzahl Bundesmarfchällen bewacht wird; im Orte herrscht eine starke negerfeindliche Währung. ES steht ein blutiger Rassenkampf bevor und Blutvergießen ist wahrscheinlich. Die Bundesbehörden sind durch die Sachlage so besorgt, daß hundert wei tat Leute vereidigt wurden, um die Marschälle zu unterstützen. Zustände auf San Do m i n g o. Washington, 9. Jan. Die Parteiverhältnisse in San Domingo find einigermaßen verwickelt, und daher dürfte eS kommen, daß feit dem Au5 bruche der jüngsten Revolution so ver wirrende Berichte' in den Zeitungen darüber erschienen find. So ist gemel det worden, daß Demetrio Rodriguez, der Anführer, dessen Tod dieser Tage conftatert worden ist, das Haupt der Partei des flüchtigen Ex.Präfidenten MoraleS fei und dessen Anhänger coml mandirt habe. Das ist indeß nich richtig. MoraleS, der sich muthmaß lich im Busch" aufhält, wohin alle de possedirten Größen San DomlngoS flüchten, um nicht gemüthlich abge murkst zu werden, hat keine besonderen Anhänger, abgesehen von einigen Ueber bleibseln der Waisen", wie die berüch tigten Helfershelfer des Mordbuben Heureaux genannt wurden, der zwöl Jahre lang die Republik als Präsident durch eine ununterbrochene Äelhe von Mordthaten terroristrte und schließlich von dem jetzt als Präsident fungirenden Ramon CacereS auf b:x Strvße er schössen wurde. Sanchez, der Mini fter deö Auswärtigen" unter MoraleS, der den vielgenannten Vertrag mit San Domingo unterschrieben, ist einer von den Verwaisten", welche brodloö wurden, nachdem Heureaux erschossen worden war.
Erdrutsch
17 Menschen vermißt. Haverstraw, N. Y.. 9. Jan. Mehrere Häuser mit 3 Dutzend Ein wohner, die über einer Thongrude standen geriethen letzte Mitternacht in Folge der feuchten Witterung in's Rutschen und stürzten in die Grube. Die Holztrümmer geriethen durch die Oefen in Brand. Viele Personen ge ang eS sich mehr oder weniger schwer verletzt auS den Trümmern zu befreien. Man glaubt jedoch, daß 1513 un amen. Heut? wurden bereits 10 Leichen aus den fchwäbenden Trümmern her auSgefchafft. Haverstraw, N. Y . 9. Jan. Der ' HauSelnfturz ereignete sich an Rutland.Straße im Ofiende der Stadt, wo 2 Blocks von Häusern durch Ausgrabungen von Thon unterminirt sein sollen. Sieben Häuser stürzten in die Grube während die Einwohner im Schlafe lagen. ES hatten sich schon am Nachmittage Springe im Erdreich gezeigt und viele Personen hatten ihre Wohnungen ver lassen, andere waren im Begriffe ihre Möbel zu entfernen als die ttataftropfe eintrat. Haverstraw, N. I., 9. Jan. Heute Abend werden 17 Personen ver mißt. Es herrscht große Befürchtung, daß ein weiterer Einsturz erfolgt. Unter den Vermißten sind: Harris Nelson, Kaufmann und sein Sohn, Benj. Nelson; Frau Silvermann und kleiner Sohn; ChaZ. Cohen und Frau; P. Mennim und Frau; John B. Beauchamp; A. Provitch und Tochter; Abraham Diaz. Rettungsmannschaft: Joseph Albert, Jobn McMurrey. Bart, ley McGovern. Frau Jos. Dailey, ein Rabbiner dessen Name noch nicht er mittelt ist. Neuer Bundessenator. Frankfort, Ky., 9. Januar. Beide Häuser der Legislatur wählten heute Richter T. P PaynteS zum Bun deSsenator als Nachfolger von I. C. S. Blackburn. Die gemeinsame Sitzung wird morgen stattfinden. Kälte. C i n c i n n a t i. 9. Jan. Nach deu starken Schneefall der letzten zwei Tage fiel die Temperatur heute Mor gen auf 6 Grad unter Null. Ein Kttttstvcrächtcr. 33 Der kleine Willy (am Fensier): Bitte, Mama, hör' auf mit Beinem Klavierspiel ein Drehorgelmann kommt!" Praktisch. Lieber Freund. was hat Dich bewogen, die Schwester Deiner ersten Frau zu heirathen? Sie ist ja weder schön noch reich." Das ist sehr einfach, ich habe durch diese Heirath nur mit einer einzigen Schwiegermutter zu thun." Zwei Grün d"e. ' Student (zum Freund, mit dem er gewettet hat, wieviel Thürme das Straßbmger Münster hat): Und deshalb willst Du Deinem Onkel schreiben? Warum nicht? Erstens wohnt er in Straßbürg und zweitens legt er jedem Brief, den et an mich schreibt, einen Fünfmarkschein bei!" Kinder des Lusts.pieldichters. Besucher: Warum haben die Kinder denn eben so krampf. haft aelackt?" Dienstmädchen: .Der Papa hat ihnen sein neues Lustspiel vorgelesen." Besucher: Ist das denn gar so spaßhaft?" Dienstmädchen: Das nicht; aber wenn sie nicht lachen, dann gibt's Ohrfeigen." Musikalische Räuber. Herr: Ich habe nur dieses wenige Geld bei mir. Räuberhauptmann: Das ist nickt wahr! Sie wurden im Wirthshaus belauscht, wie Sie sagten, Sie hätten viele Tausende bei sich. Herr: Ja, aber noch rn der Kehle. Ich bin nämlick Overnsanaer. Räuber hauptmann: Gut, dann singen Sie ein paar schöne Lieder in diesen Phonographen, vielleicht können wir dann wenigstens die Walze gut verlausen.
J.Tj? .
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Ich kann kochen. Von Axel B. Arme kleine Agnes! Eigentlich hätte die Hochzeit erst im nächsten Jahre stattfinden sollen. Man 1 denke! Agnes war ja erst siebzehn Jahre alt! Indessen ein Jahr lst eine Ewigkeit, namentlich für einen liebeglühenden Bräutigam. Kann es daher verwundern, wenn er eines Abends erklärte: Wenn wir noch bis dahin warten sollen, werde ich ver rückt." klnd schließlick. wozu auch warten? Agnes und Otto waren beide in der Wahl ihrer Eltern sehr vorsichtig geWesen, es war also alles da. Und so kam es, daß sie nun ein Paar sind. Sie haben ein Unikum von Köchin, Auguste, ein Muster an Unübertroffenheit nur Agnes gestattet sich, manchmal durchblicken zu lassen, ohne ihre eigene thatkräftige Unterstützung würde es nichts Rechtes werden eine Köchin also, die nur einen Fehler hat, .sie trinkt und verdeckt diese unangenehme Eigenschaft durch eine Grobheit, die man hanebüchen" nennen könnte und vor der die jungen Eheleute nach den ersten Proben lautlos den Rückzug antraten.. Das Hausmädchen, die Alma, theilt tye Eigenschaften zahlreicher Kameradinnen': sie ist nie zur Stelle, wenn sie gewünscht wird. Sie liebt das Militär mit der ganzen leidenschaftlichen Inbrunst, deren sie fähig ist, und zahllose Herzen unter bunter Uniformdecke lohnen ihr diese Zuneigung mit der entsprechenden Anhänglichkeit. Kürzlich hatte Otto eine neue Weinsendung erhalten. Auguste legte sich auf das Probiren und versah sich dabei wohl in dem ihr bekömmlichen Quantum. Kurz, sie erreichte ihr Zimmer nur noch mi! Äühe und Noth.
Dann aber war es mit ihr zu Ende. Was nun? Ja, hätte Agnes nur nicht immer ihrem Otto gegenüber so groß gethan. Wenn der jetzt nach Hause kam und kein Mittagessen fand. Wurde er mcht sagen: Aber Kleinchen, ich denke, du selber bist diejenige welche! Ja, wozu hat man denn Kochbücher, also Alma! Alma! Alma!" -Und wirklich. Alma hört es schließlich, sie kommt und hört mit Erstaunen, was sie alles holen soll. Schön Agnes .steht mit fieberhaft ger'ötheten Wangen vor dem Gasherd! Gewiß, wenn Otto sie. sähe, er würde gar leinen Hunger haben, er würde sein süßes, kleines Frauchen gewiß in die Arme nehmen, sie in das Ohrläppchen, beißen, ihr kosende Worte zu flüstern und das Essen vergessen. Aber jetzt ist er nun einmal nicht hier. Nun, mit dem Kochbuch, wird es schon gehen. Otto hat ihr ein ganz funkelnagelneues geschenkt und als Vorzug gerühmt, alle Maße ständen hier für jedeHausfrau verständlich angegeben, ohne die Gramm-Gewichte, die eine Hausfrau zur Verzweiflung bringen können. Der gute Otto! Und sie hatte es noch nicht einmal angesehen. Aber heute kam die Ehrenrettung. Otto kam pünktlich wie immer. Er hört mit heiterem Gemüth die Geschichte von Auguste und läßt sich die ersten schönen Dinge ganz gut schmecken. Mit Stolz schaut er auf sein kluges kleines Frauchen. Plötzlich stutzt er vor einem Gemengsel, das ihm seine Frau als etwas ganz Equisites tm pfiehlt, die ptece de rsistnnce des Diners. Mißtrauisch besieht er sich die braunrothe Vrühe, in der kleineJleischstückchen schwimmen. Sag' mal, Agnes, was ist denn das?" Nicht wahr, das ist eine Prachtleisiung; rathe einmal!" Zögernd führt er den Löffel zum Munde, um ibn ebenso schnell mit allen Zeichen des Abscheus wieder sinken zu lassen. Das hast Du gemacht, Agnes? Um Gottes willen, sage mir bloß, was soll denn das sein?" Avrikosen - Souffle!" kam es et was unsicher von Schön-Agnes' Lippen. Das ist unm'öalick. Schah!" O bitte! Das ist nach Deinem (dreifach unterstrichen!) Kochbuch von mir angefertigt worden!" Zeige doch mal her, da ist etwas mcht m Ordnung. Lan mick Dir vorlesen: Man schla ge das Weiße von sechs Eiern zu Sahne, nebme sechs Eßlöffel voll eingemachter Aprikosen hinzu, die man vorbei au feinem Brei zerdrückt hat. neh me alsdann vier Matjesheringe, tnU ferne Haut uno Graten. . . Aber Agnes, halt' ein! Das ist ja Unsinn, Eier, Aprikosen unv He rinae!" Bitte, überzeuge Dich, hier steht es!" Aber Agnes, wenn Du auch die Seiten nicht auffchnttdest!" Unter Advokaten. A.: Guten Moraen. wie aeht's, Herr dcU lege?" B.: Danke, gut, hatte gestern wieder eine Freisprechung am Schwur richte." A.: Hab's schon gehört. aber diesmal ist der Angeklagte dank semer Umurechnunassamakett eigent lich durch seinen eigenen Blödsinn frei
geworden.
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Cj Auswahl von .riratoeineiL. jhpm MUMU.
