Indiana Tribüne, Volume 29, Number 115, Indianapolis, Marion County, 8 January 1906 — Page 7

Jndiana Tribüne, 8. Januar ifct o ; 7

Der gute Rath

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)ni mirn j-rt-ru

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Humoreske

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o d-o -o-H-9 VHSSVS

von

ilanl 0. Söriror

A

das ÄerwursnlK mit

Mincken?

Gleich nachdem Du die Nnje nach

England angetreten hattest. Und seit der Zeit gab es fortgesetzt Erörterungen. Minchen forderte das Gutachten

ihrer sämmtlichen Freundinnen. st)

lerische Neiqunaen besessen, halte bei Das hast Du gethan?

ibr im Landsckaftsmalen Unterricht ae- .Nein. Vava."

nommen. Er bezeichnete di: junge Frau ..Also war doch etwas Verliebtheit als eine ganz hervorragende Lehrkraft, dabei?"

Na. die Talente wuchern in Kurer .Papa! Wenn ich in sie verliebt Garnison ia nicht allzu üppig," sagte wäre, oder aar. wenn irgend etwas

.y r.jjci - . u 1 . x s. r: I r v o t,ri"v i 2 o:&i

Vcriigorei iciu;i cuiiuiucii.u, va ciü xroiimeii uns ccuauuc, iuu uu iu.;i

Sohn zögerte, aber immerhin in der Öffentlichkeit zu scheuen hat. dann künstlerischer Einsicht . . würde ich doch nicht so -offenkundig bei ?in künstlerischer Hinsicht." fiel ibr aus und ein eben. Das ist doch

ls der Geheime Kommerzienrath ?heo fast verzweiflunasvoll ein. ist einleuchtend, nicht? Und würde ich

nri m r v . I ' ' . .1 ' mm

liaxi mana Pernyoser. oei Koblenz ein Krähwinkel, em so eni- sonst so frank und frei zu atr prcchen Besitzer der Ehampagner-Fa- seblickes Nest und auch in ieder an- können?"

brik Nhenania, von seiner deren Hinsicht daß ich Dir gestehen ftm. Na ja. Ein aufrichtiger Kerl Geschäftsreise nach Boppard zurück- iitj, ich babe die größte Lust, um warst Du ja immer. Es spielt schon c i . r - 2, n Airt ffTi. v - , . i st 1 . . , r i

ityiiz, Uiiu im uuwi na jnw erieung einzuiommcn: ? längere Zelt, oas ZerwurfNiiz

aramm von uinem voon, ucm eui- Nanu'

nant in 5iob!enz-Ehrenbreits:ein. vor. a sjava. Und zwar gleichzeitig

Komme bestimmt noch heute Abend. ClIch wenen ??rau du Bricur."

Wichtige Angelegenheiten. Theo. 3 ist vassirt?"

Aergcrlich lachend brummte Pern- Passirt nichts."

hofer: Das foll nun milüäri,chz .Tas ist dann doch kein Grund "

Kürze sein. Spart ganze fünf deut- Nein, für vernünftige Menschen selbst kam noch glimpflich weg. Meine

sche Reichspsennlge, der Benael. und Aber für die Stadtklatschbasen. Jugend galt ihnen als Milderungsläßt seinen leiblichen Vater dafür im für die Kaffeekränzchen, für die treue arund. Aber die arme kleine Madame

Unklaren, ob er nun herkommen wird, zante Zandten und für Schwester du Brieux verurtheilten sie einstimmig, oder ob er erwartet, daß ich zu ihm Minchen." Schon weil sie so niedliche Hände und hingondle." uhe. Ruhe. Nuhe! Nimm erst Füße hat und so hübsche Hüte trägt.

Der Bequemlichkeit halber nahm er mai einen Schluck. Junge, und zünde Sie verlor daraufhin ihre sämmtlichen ? saa trX Vittrtii n Vi4 m?l I -!"' . IT'. . T,. C sl I 7?isv?s VlTffsff vn.'irVn'S in s n

tl.tlt ui uiv vcijuyiv .xf uut I ,11 CHIC VilUUllC UU. -OU Uliljl 1UUI, wUjUUVtiiiivtl vivu - "

wie besänftigend das wirkt." Nicht."

kann Nicht. Papa. Ich bin zu .Du allein bliebit ihr treu i"

fuchtig." Ich allein. Denn das war nun doch

Auf das ganze weibliche Geschlecht meme Ehrenpflicht. . r , f . I T1 . -

von Koblenz-drenvreit nein, ausge- )er eyeime ommezienrun)

bäude. das auf einen Hausstand in nommen ftrau du 23rieur?" folgte mit steigendem Interesse. 2!n-

größerem Stile berechnet war. oft ganz w Denn sie machen der armen genommen, daß Theos sonstige Anga-

verzweifelt einsam vor. Besonders kleinen Frau das Leben sauer, sie ben über die Charaktereigenschaften seitdem seine beiden Kinder draußen schneiden sie. sie chikaniren. sie kujoni- der jungen Künstlerin zutrafen, lag im Leben stanken. Minchen war an ren..ste quälen sie." ihrer Vertrauensseligkeit und ihrer v : n mii.:.jc.r , ert . , , , iu n . .it.:i v.. fr f , i r jf.

ucn jungjicn -oa;icucu.c tuji iycus üjiUNO 'jUtUICl roeas i unDCiuinmctu;cu uui teti ,jiuiu Regiment v-rheirathet. Außer Tante ..Grund: ihre Freundschaft mit mir. eigentlich ein sie selbst ehrender Stolz

Zanöten, öle mchens Nesthäkchen Mittel: perfide. Zweck: undekannt. zu Grunde.

halber sich gleichfalls m Koblenz nie- der aeneraliter: sie wollen eben

dergelassen hatte, besaßen die Pern- etwas zu klatschen haben."

hofers keine nähern Verwandten. Du urtheilst ein bischen schroff,

Mit dem Dampfer, der um halb nuin unae!"

sechs Uhr den Rhein zuberg kam, traf Menn ick nock einen schleckten Ruf Der ist ein diskreter Mensch.

Theo richtig ein. Die Villa war nicht hätte, ein leichtsinniger Strick wäre, aufrichtigster Freund und er kennt 1 1 OaVm SsiiifsA Olv- I . m f v i c m -r i I .a.. V. CQ I uam! TIa P Vtrn

wen vuii vzt -cuiiuuuyicuc. , beianen ne vieueiWi oas nccyl. in uu t,icuj, iucnyitii

Erkerfenster aus begrüßte Pernhofer unsere durchaus vlatonische freund- Sehen."

den jungen Offizier im goldenen Licht raft einen Zweifel zu ?nen. Aber Was sagt er?

des klaren Spatherbfltages. Eine Du lächelst, Papa! O, jetzt denkst Na, Reedern ist ja immer gleich " r r . p.n. tpy . . VI- I ' r ' . . ' I I c pv fr 1.1. rr-I

wsa denn als ich heute früh vom beide die Villa, Arm in Mm. Tyco

Dienst heimkam, fand ich einen Brief war aufrichtig gerührt, daß' sem vor, in dem sie mir offiziell den Alter' ihn so in allem verstanden Abschied gibt. Da lies." hatte. Er las: Hast Du übrigens das Bild von ihr

Mern lieber junger Freund! Ich Zufällig bei Dir? fragte der Geheime

kann den Unterricht leider nicht fort- ommerzienraiy inierenni.

setzen. Der geringe Anklang, den 2yeo zog öas Ziouvert aus oer meine Malsckule bier gefunden bat. Tasche und reichte es ihm hin. Er-

gestattet mir leider kein längeres,Ver- schrocken griff er sich plötzlich an die weilen an Ihrem schönen deutschen Stirn. , Rheine. Ich verlasse Koblenz dieser .Aber meine Mütze hab' ich vergessen fr für trnrnpr um m?oNr nnrb ?(n UNÖ den Säbel!"

ris zurückzukehren. Der Abschied wird Darüber lachten sie nun beide herz

mir sckwer. Aus einem Grunde, den "ch.

ick 5lbnen leider nickt nennen darf. Theo eilte flugs m's Haus zurück.

wird er mir besonders sckwer ron mei- während Pernhofer voraus und an

nem eifrigsten und liebenswürdigsten Bord ging. Als Theo wieder kam, war ... I r.vi . , , r' i n r -

Schiller. Neulich wollten Sie durch- zu ipai, oa- ampsoooi ex

slii bt? yxhninnrnhhir hnn mir nahen. rettS OD.

" j TV - " '

da

Kontorschluß um fünf Uhr nach sei-

ner Villa. Aber gemüthlich war es da nicht. Seit dem Hinscheiden seiner Gattin kam er sich in dem weitläufigen Ge-

die Sie in der alten Mappe aufstöber

ten. Ich gebe sie nur ungern her, denn ich finde sie nicht mehr ähnlich. Aber weil ich nicht weiß, wie ich Ihnen für all das Liebe, das Sie mir aewcsen.

sonst danken soll, lege ich sie Jnen zur Brieux hielt er noch in Händen freundlichen Erinneruna bei. Ihre öffnete jetzt das Kouvert.

alte Freundin Charlotte du Brieux. Äver wie elettnjirt zucnc er zuPernhofer war etwas aerübrt. Hm. sammen. und überrascht, nein erSie hat Dich gern gehabt.' Sicher, schrocken. geradezu verstört betrachtete tTss in . . 1 1 ..rCI.. r y- Xr falrten T?fVnitrSt.r(ri Alt2-

Jüi) 11 UCll tlt UillCtCll. ZU lUUlUl (vuivti, uvnuivutity;ii, v

Ein kurzes Ra auf Wieder

sehen mit dem nächsten Schiff!"

dann nabm Perhofer auf dem Prome-

nadendeck Platz.

Das Bild von Frau Charlotte du

Er

un doch keine Silbe zu viel." Er

machte einen Gang durch's Zimmer.

Na, da tritt sie also den Ruckzug vor

dem Kaffeeklatsch an. Aber im

Grunde Siegerin bleibt sie doch."

Nicht wahr. Papa?

ziemlich hitzig: Diese Weiber, nee. nee,

diese Weiber!" Er setzte daraus seine

Wanderung wieder fort. Und Du

glaubst wirklich, sie habe nun oben

V-..I.. . . jT ÄJL -1-I.7.

uicui uuu uuuj uiuiciicuc "ouiyciii

Ja, ich gebe zu: ein eigenartiger

Konflikt. Sprachst Du mit Kameraden darüber?"

Nur mit' Reedern, dem Adjutanten.

mem

vom

quo0)z, jiDut iicqeximng rcar cx; vic ga am Ende aar an die schreaiiwe euer uno iamine. legie Ivsvli Artilleristenuniform stand ihm ausge- Rumänin?" " los: .Du weißt, Pernhofer, daß ich zeichnet. Es hatte seinerzeit Kämpfe werde mich hüten, eine Silbe 'n armer Teufel bin und nur 'ne veraeaeben. ehe er sie anziehen durfte: aber , wärest im ftrrnd? mirs) mögende F?au heirathen kann: aber

I P V I V . I ' f

schließlich hatte der Kommerzienrath seinem Jungen den Willen doch noch

geladen. Unpraktisch, schwärmerisch

und allzu temperamentvoll, wie Theo Iujti ü&cr mich!" veranlagt war hatte er fur Ge- nsthaft. A1t4 AftMIIt ...

c i r c.

zu verstoßen und Dich zu weigern, stunoe ich an meiner :eue o wuroe

mich nach meinem Tode zu beerben." lch oer geammlen amenswra von ' , - . I r . . 1t L.. , a c, u l w

Siebst Tu. Du machst Dich blos ovienz uno rnngcurniu. un yuvp

ajeii icjiagen, o) ginge iiaiuc euc i,ui,

lsthaft. mein Junge, fach- hieltum ihre Hand an und ehelichte chronologisch. Wann, wie si'" , . ri nil . . Tu sie kenmn aelernt?" , ..Ist er bei Troste?" rief der Ge- ' . lC . fv . MM, .mm.M..mj. ilk sX. s& jft

legalisiern aueg gar rnaji geiaugv. aemäft und

i rv . r y u .r. ir i ü m

lurini cn uno in iimiucare ui- nh fsf

c-unz begrüßte der junge Leutnant fn rh hummrih f?nfcc Mmt Kommerzienrath erschrocken

seinen alten Herrn." Sevtembr einmal, aleich nach dem .Wo Tu doch selbst sagst, Tu liebest

Hast Tu Schulden. Junge? fragte mnv-A, ' w wnanlan. n sie nicht?"

der Geheime Kommerzienrath zunächst, vinrnnrtfan ff der Nlieestrake Ich liebe sie nicht. Nein, bis jetzt

indem er sich Mühe gab. seinem jovia- fofl A b, tnt .s.nte. kübsche iunae allerdings noch nicht. Ich verehre sie.

len, immer frischen Antlitz eine ernste W- nr ctasfelei sien und Aber darin hat Reedern recht: ihre

Linie abzugewinnen. die U?ervartie malen. Am Gartenthor Freundschaft zu mir hat sie brotlos,

" r- t.l P. !.. V. Tj u

m . li . cr-i ;n o ::i v-a i

.i.t'in, Papa. jcrngiicns i van : Aild. Darauf stand: Vttau yar ue in üzz ganzen aniiun uuuiug

nicht der Rede werth." Charlotte du Brieux, Malschule. Ich lich gemacht JÄ bin also im Grunde Mober dann das leidenschaftliche i-Li r. r, an ikrem Unaluck schuld. Und als

ww - i i ' i i ? 1 1 i f 1 1 1 v-- i r r ii ii in innr um uis lliu i ' " " ' . ' I

Ungestüm? Ich schrieb doch, daß ich so q0lö?ge Person, mit der man Gentleman müßte ich allerdings thun, wie so morgen Mittag zu Hauptmanns nru.m Mmtd? lnnnie und ick was mir Reedern räth."

essen kommen würde." mm aIfo Malstunde." I .Jesses. Jesses, das ist ja auf die Ach Papa . m;. o?t?" Spitze getrieben! Was sagt denn

Jemine. Tu machst a so verzwei- Zunächst wöchentlich zweimal. Tante Zandten zu der Geschichte?" felte Augen! Junge, 's ist doch nichts ;as Und schlieklick, täalick " Die hatte es brühwarm von Min

Dienstliches? Oder 'n Pferd gefallen?" m, -xn cin gen viel bei chen erfahren. Es war dieselbe Arie: Rein, absolut nichts Tew.en bescheidenen Anlagen." ich sei es mir. ich sti es ihr und ich

iwa ne auieii Gerade weil ich nur ein kleines Ta- 1 narnnmicg nicincii jjwwaiiuicu Auf Wort Nicht." , s-nt benke. miift ich fleinia sein. Und schuldig, daß ich Mich schleunigst zu-

Der Geheime Kommerzienrath war wftn rnm, w nrm, rni! smn Mm rückzöge. Ich erwiderte ihr kühl dar

.beruhigt. Er schob seinem einzigen r?. czrhnUr fiSttc? rauf, das sei mir unmöglich. Ueber-

männlichen Sprößling schmunzelnd die mstTfl nslHirHä auch sonst für Tit. Mit Haupt: ich lernte bei ihr. sie sei

Havannaklste hin. Na also wie A s q a& brachte ick's endlich da- das anregendste, geistreichste Weib, da

. . . . . . I XL A AAI4Mi MAMA

heißt sie?

Wieso Du weißt, Papa?

.Daß sich's um ein Mädel bandelt? Kunststück! Ganz einfach. Du bist ver-

liebt!"

Theo sekte sich seufzend. Ganz ge-

gen seine Gewohnheit verzichtete er auf die väterliche 5!mvort-Eiaarre. So

hin, daß sie ihr leidliches Auskommen ich je kennen gelernt habe. i ' m i ' I rrs a ci (Ts. v;. ...i.

findet. Aber da nun unser gutes.

theueres Minchen ach. es ist um

auf die Bäume zu klettern, Papa!"

.Tbu' das lieber nicht! Was war

mit Minchen

OH

Das hat Dir die gute Tante übel

genommen?"

Mächtig! Und dann sing sie wieder mit Fräulein von Eusebius an, der

faden Geheimrathstochter; rettungslos

Theo zündete sich die Jmportcigarre. will sie mich mit der verloben."

h'e ihm ?mnr VrnpVr miSrtPrtiinsTPN I ZarMyerZiaer!

eigentlich verliebt bin ich nicht. Nem. ' sinn , ' smsi,nmfli, stn. Ja, sie fagt, das einzige Mittel.

das wäre kaum . das richtige Wort. Iso Minchen hatte ihr auf meine Frau du Brieux zu rehabilitiren. fei ;Und ein junges Mädchen ist es auch au& n0& cin paar Schülerinnen das. daß ich mit meiner Braut zusam2 X F u. u 0-"' a a ' . ? ? 1 . - - f 1. js. L f ITLIa

ma)i, lonccin ewe tfiuu, verschafft. Das eröffnete Ne mir aön- men oei iyr oen unierricqi so:iiegic.

soll ich sagen na. sie ist entschieden nprf,slFt flT .:n.g Abends binkam.

älter als ich und an 'was Ernst- m ;i v,m (vmihtn(1 'mn?

L.n. r:. r . : iju - l " ' 's f 7

.asies oenll ne eoeno Ivcili iuic iu;. n nrc. c(- a Stvt

jjiil. UL'Cl uytuu iit xijiuiumvu

ist's doch todtsicher?

.Bewahre. Ich schwöre Dir.

Papa

.Nu hab' Dich 'mal nicht, mein

Halbdienstliches zu besprechen. ,Fa-

P f Z,-ltk S (hvinA ir( frhrtaXi

iUUX', UifK IUJ, ,.'U Ifiiui in

noch Hinüber und melde ihr's, das wird

Wenn Frau du Brieux wirklich fair

sei, so könnte ich bestimmt auf die Em

sicht des Fräulein von Eusebius rech-

nen.

Sicher hat sie mit ihr schon dar-

,Ach, das war doch nichts Seriöses.

Na. und diesmal?

Ist es nicht im geringsten damit zu

vergleichen.

.Lann

ifir tr.t riTore Xrmht sein ' Daraus uder veryanoell.

Winsfpn mm sofort äun?rst steif: wie Ach Papa, weißt Du, und dieses

7 hrrrrrn h?n??n fern. Abends acht Mädel kommt mir mit ihren super-

Junge! Daß Du der gluthäugigen 11k,. alleinstebenden iunaen rau klugen Ansichten immer vor wie

rumänischen Altistin im vorigen Win- n t-mn g.jüch zu machen! Ich ihre eigene Großmama. Wahrhaftig, ter Blumen stiftet hast, das hab' ich rT. n3. .wa rt. n dock meine wenn ich an sie denke, werde ich nur

. m . rr-s . i - " ' ' . . I , , n v . rn n nr -

oocy aus oer Rechnung von emem Lehrerin, ich bin schon häufig Abends inu viniirengung oic norncuung rines Hoflieferanten ersehen." Un die Äeit bei ihr gewesen. Wer nassen Regenschirms los."

dnrin was Miesen? Mir trei- Der Kommerzienrath wollte boie

ben zusammen Lektüre und französische sein, mußte aber doch lachen. Hm Konversation!' Na, das Entsetzen die wahre Liebe ist das allerdings hnn TOtntfan! br Mann, der aöttcr- nicht. Ja, sage 'mal, Junäe, aber

laß endlich das Geschütz oIe:xC GaUhfman fam und ta nn sich nun seit .geschlagenen vier

auffahren und protze ab, fönst bekomm' aVs denn eine akademische Erörte- Wochen alle redegewandten Damen

ich Zahnschmerzen. Warte, ich werde ng über Schicklichkeit. Büraertuaen- Demer Garmjon uder eme Äe , t- r i. . ; ti s x. I. j ' . . (m.k.. v.. cn r . ... . r

jütr oas .lunaenoano ein tisuic N.n nuttn ?on. isrsicbunfl. formen ziequiwn u xfiuuuuic im ucui uu

lockern. Was meinst Du zu einer d so weiter. Ich war nahe daran, , gehalten haben, dann ist sie doch schon

Flasche?- cus der Haut zu fahren. saa' ichDir " ganz allem dadurch kompromittirti"

T r-XT.L .1.... Vnt!ltrh o , , , , rr I CT,3 iU'rf , ItTt ' k rirtÄ

rr vnnjiUKQiJuj iiiU. ivuuiui i vir nrntTrcriinrnTn him r jcju 11 s vut-u,

- , ' .z ' V l ) V V ilt'.V wh V . v-wv. w " ' - -

Wunder. 2beo beichtete. f um a?wöbnlich beim frommen macht mich doch so ganz verzweifelt

Also es war eine charmante kleine m,1Xt&S mtr weiter, die Sacke in- Minchen' hat sie nicht empfangen, ihren

Pariserin, die Wittwe des bekannten m& - Besuch auch Nicht erwidert. Das war

Akademikers du Brieux. Sie selbst ga was weiter? Der Fall war für sofort Parole innerhalb des' Rcgiivar 'eine Deutsche, eine wirklich sym- Minchen unerhört. Ich stellte für sie ments. Die Damen vom Civil folgPathische kleine Frau, nicht mehr blut- on und' an einen moralischen Ab- ten dem Beispiel. Die arrne kleme

Ihina. aber aeistreick. talentvoll, hübsch. ..-vj v-tr. lind ftrn hu N?;?nr Frau merkte es natürlich, sie sprach

yJ' J i ' . 4 . , . C "II , l ., m -

recht. Und sie blieb eben dabei: von aber lem Wort zu mn oarurer. Äws den Beispielen der leichtlebigen, fri- die letzten paarmal im Unterricht fiel dolen Pariserinnen, der emanzipiern mir's auf. wie settsam ernst und trauKünstlerinnen wollten sie stch ihre au- ria sie war. Gestern Abend wollte ich

ien deüt chen Sitten nicht verderben ch iacn. yen inu iji uwi Tnffn. 5slnn ' s?- nnh her I oXLtZ ZU TtOttl. Aber als ich hiNkllM

Nvwann KM mir rim Inderin- ward ich Nicht vorgelassen. Madam?

fIMMNIM V V ' I . . fW t f fl W gende Standpauke, deren Schluß lau- habe Migräne oder sonst em Vor-

tete. ich sollte unverzüglich den Verkehr anv.

und elegant. Es hieß, daß sie in Pa,iis ein großes Haus geführt hätten. .Aber, wie so Häufig in Künstlerehen, -nach dem Tod ihres Gatten hatte stch Madame du Brieux darauf angewiesen gesehen, selbst ihr Fortkommen zu der,dienen. So war sie in ihre Heimath Zurückgekehrt und hatte sich in Koblenz niedergelassen, um eine Malschule zu gründen. Theo, dervon jehe? künst-

abbrechen.'

.Ein Vorwand?'

drucksvollen Frauenkopf.

Die Lehrerin seines Sohnes Theo

Xpttv rnmrtrrh Binders als

Der Geheime Kommerzienrath fuhr

sich über die Stirn. Das Bild, das

er da m Handen hielt, war dem Pho

Der Kommerzienrath rief plötzlich tographenstempel nach vor acht Jahren

angefertigt worden. 'Er zählte, rech-

nete. Rund zwei Dutzend Jahre lang hatte er die kleine Lotte nicht mehr ge-

sehen tmt Lotti, von der er noch

heut seinem Jungen erzählt hatte, seine

Sie hat keinerlei Vermögen, ist Lotti, über die er damals seinem Vaf's Stundenaeben angewiesen. Der ter zu sagen sich vermessen hatte: Die

iirnurrt fnflrt dnrf miA 'nt Masse . . . oder keme! Damals -war er sunfund-

Ach, ihre kleine Wohnunq war so süß Zwanzig gewesen, sie siebzehn. Aber ' . . - I . ? CW , Y Sk - - m Xi a MM a. X L

e naer ck et. so w rk ck trau ick und aus vem no va wai ic ju öut uir;

i. ".a.. in m ftri: r

behaglich weißt Tu, bescheiden, aber veranven s xvui v. so ein echtes, rechtes Künstlernestchen. kaum verandert! Und er tauschte sich VVrm darrten Minckien steife, nicht, sie war Nicht zu verkennen!

v- 7)

I ' I ' . r.fi: rii

ficiir korrekte aed eaen-krätent Öse le tteven, ueven. neuen, seinagliMN

T r - - - - -j r i - i . . D.

Häuslichkeit annebme! Nein. Vapa. '-Uugen oas icyelmiicye acyem

" ' i . . . i v. r . cm v v s. n : i . . .

it machst N r hmm Wcitift. Mi oer leine mmo uno ucr uuiiäc, uuu

, " " -O Iir '7" I ?ri . v . 1

baarschars man die beiden brauen be- meriicye ug mera immer 11007 jun

itrfts-n kann nloS miS inrm Sa- gen. frischen und verstandigen Gesicht!

I ' " I f. mt. ..jl --C.

ons. Bei Minchen alles akkurat so. o 1'e oem noe llllll) ycuic ttvll) , c p w . . I ArTtJP f ? ODiNf42 n rtr i fltr

wie sei anocien reuten oeiieiccn uv iuv "ai" aua Ifsls link KeZ ??ru du Arieur wenig? Und ob sie sich semer noch

ein iedes Stück voll Individualität." entsann? Ob sie gewußt hatte, als sie

-v, ii rr . - r. vr. v. o . . r.

Der Kommerz enratb sah sich in dem mil .yeo ipracy. oem ver ausgewaai-

öden, weiten Erkerzimmer um, das

mit ebenso betrüblichem Dutzendge-

schmack eingerichtet war wie das ganze

sene große Bengel sein Sohn war? O,

acwin. gewiß wußte sie das! Ja, dar-

auf hatte doch zweifellos der eine Pas

übrige Haus. Seine Frau war stein- sus in ihrem Schreiben an Theo Be-

reich gewesen, aber Kunstsinn hatte sie Zug genommen: unv nun " rtfifftTiif firfrffrtT. sie also wiedersehen, seine Jugendliebe,

1" i-ii i p.. . , . . -,..., My. z r-x..

Ach, weißt Du. Theo." sagte er, KV"111!11 .,ÜIllCt lüUi' um rtiifrMffs.nS rs ist rhm mcriicyes. Liebes, Sinniges und Trau-

iviui vvi ivui)vmv. rV4V I " . , , rherzlich wenigen Menschen gegeben, so liches siel ihm wieder em Nur als er mzrm ns hn nh k,ü,t1,h um dann an all die korrekien" Leute dachte

UU4ilV 4 w wvuuv V vvv I-- mit V I u r.:UA&u aiIahaam vnAivi?

sich her zu verbreiten. Die gute i sgi" t fm rtr Krmt in Theos Garnison, da huschte ein

.xiuiiiu iwui m uuiw vhv v (j.v.. , f r a - " jL . eine treue Seele, aber ... Ja, sieh 'mal. iesam bitteres melancholisches Lächeln

noch kurz, bevor ich mich mit ihr verlobte - das ist jetzt rund dreiund- , M Thec mit dem nächsten Dampfer zwanzig Lenze her - da war ich selbst kndek und an l der Haltestelle seinen

'mal sn in? KmnUl w e Du teilte. 7ö ;ouiCl nusuni wu,

war so ein frisches, helläugiges junges voller. Ungeduld den Weg zur Malm.;a vn? n. nr hnn Q.it ZI, schule der Madame du Brieux em.

WVIVi 1 IV j I - - . Y t' f f Zeit 'mal vom Himmel herunter fallen. In dem behaglichen ttcinen Salon

Auch 'ne Künstlerin. Wollt' es we- "u v l . . ;rua its spTfftrpVnS Lieber Junge." flüsterte der ihm

Um IVlll.'vlta Mv IVV vviiv ik Pi ' ! I nuTMN ... (TN.. Viri tm mttt

schämend mittellos. Na. das waren i' a. uu uu, damals Überhaupt noch andere Zeiten, nen Rath gebeten Ich ersetze ihn

n;;ns fnfronh outen 0ie vernunsiia ie nai mcmci,

VWtiilikfc. vmwi( i v 7 . v v . , P , und Silberdiebe - das nannte man Lebens: ich habe Mich soeben Mit Frau bei uns daheim so ziemlich im selben Lotti verlobt. Athem. Und der Mordsspektakel, als Theo war zuerst perplex, dann umi 4 ' , maIa Aaa M a4a l ? r" hÄl

ich da zu meinem Vater kam und er- " iClitCU .Ul"- h rr.. rts,r in.! Prnnmm das ist ia reizend! Nur ich verstehe

(UliV. VW VW WV. .V., . , ; , - yr Y drüber! Ich war bald zahm, und ließ nicht - wie ist denn das so schnell gemich nolens volens unter die Haube gangen? bringen, wie sie's wollten. Aber als Geheime Kommerzienra h Du dann auf die Welt kamst und so lächelte wehmüthig ,0 mcht so 'ran wuchsest. Du Schlingel, da sagt' schnell wie Du denkst, mem Junge ch txmrmnnkmah X was. sein Sckick- habe so beiläufig meme vierundzwan-

sal sckasft sick selbst der Mann, und m ahre darauf gewartet.

ich werde seinem Glücke niemals im p !jtl 1t. t' O

Wege sein, nee, ich nicht . . . Uebngens, Theo, versteh' mich nicht etwa falsch!

Nicht als ob ich irgend etwas hatte be

Vier und zwanzig? Ja. wieso

denn? Frau Charlotte ist doch selbst

erst . . .

Bitte, bitte, keine Zahlen nennen.

yiiuyi ui9 uu iuj iubv M.v v . r- i r p. , reuen müssen! Nee. nee." Er athmete Theo! Auch vor Mmchen nicht. Weißt ttp? f sin immer alücklick ae- Du, deren Strafe soll sem. daß sie sich

.V Z) i) Wesen. So na ja, was man so

sagt

Theo sah seinen Vater voll warmer

Zärtlichkeit an.

.Na. aber wenn ich nun mit der

C.-f.X.. rnill. Tnn ftn4ft 11t I

tlyrZ ? Ms und Rührung standen in ihren Augen.

4 fr Vf " "

bis zu unserer Hochzeit darüber ärgert,

daß ihre Stiefmama noch mnger ist.

als sie selbst. Denn, bei Gott, so sieht sie doch thatsächlich aus! Oder etwa

nicht, he. Du Schlingel?

Die kleine Pariserin trat ein. Gluck

I iy .nlnMOn Zitmrn fi

frage: Hand auf's Herz was halt t ZX-? X Du nun als gereifter Mann für's . Ar d Hand . beste? Soll ich Minchen folgen - oder m zung war sie noch wenn auch ledern - oder ga? Tante Zandten? .? ?r

o.. r-fY n f ,.. ysss u. ritt wcmu uvcuncu. vt. cw v

KWtV knn' sch's eigentlich, ganz gu. r :r. V, !.(. ,,, stellen, daß er die sinnige, feme. froh

nich das ' sondern WZ wirk- ', ei rn- natmte. i Z .. '?... ' Und irtt wukte er auch, was ihm

M. Junge, so aus dem Stegreif. Verkehr mi ihr so besonders fymohne sie gesehen, gesprochen zu hab! Pathisch gemach, hatte: der mütterliche kmn ich ein salomonisches Urtheil 3?. den ihre Freundschaft für ihn rr.- st.. ::it :Jv,. k.. besessen und von dem all die korrek-

fällen. Aber ich will Dir 'was sagen:

besess

i . u r- . i . c t :r :xi3 . r. i

flT;M. ftr nrnhfrr N CUIC ücr auuioii nia;i gcaiui

O ÖVV11 l7v "'"tr i ; i i r? in erhni drtrn können wir anen..

f 1 VVV I V M " - "v - . . . r .

um Achie 'rum in Koblenz sein und

Du machst den Versuch, mich Dnner

kleinen Pariser Wittib gleich heute

Abend noch vorzustellen. .Vapa. Dü wolltest V

.Na ja. das ist doch Menschenpflicht.

wenn die Racker mit ihren elenden

Klatscherein sie nun gar noch um ihre

ganze Eristenz brinaen wollen. Vrel

leicht kann rnan ihr auch irgendwie

pekuniär helfen!" Um Gotteswillen. Vapa!"

.Ich meine bloS ihr zum Beispiel

ein paar Bilder abkaufen.

Jinzner der Gleiche.

Reisender: Warum ist denn der Chef heute gar so übellaunig? . . .

Habt Ihr etwas angestellt?" B u ch -

Halter: Im Gegentheil aber

wenn er einmal Nichts zu schimpfen

Hai, flucht er den ganzen Tag! .

SaarigZ

Glaubst Du, daß die Musik einen

praktischen Werth im Leben hat?"

Sicher! Nach allen Virmosenbudern. die ich gesehen habe, scheint sie ein gutes

5ln lebhafter Stimmung derließen Mittel gegen Haarausfall zu strn."

Allerle! fiir'S HanS. Weißwollene Stoffe, na-' mentlich Cheviots, werden durch die Wäsche gelb und unansehnlich. Die Trockenreinigung ist daher vorzuziehen. Man reibt die Stoffe entweder mit recht heißem Mehl oder Weizenkleie, die aber nicht angebrannt sein dürfen, tüchtig ab und klopft sie nachher im Freien aus. . DasUmrollenphotogra phischer Abzüge läßt sich vermeiden, wenn man die Blätter nach dem Waschen fünf Minuten in ein Bad aus 10 Raumtheilen Wasser, 30 Raumtheilen Glyzerin und 40 Raumtheilen Spiritus (Alkohol) legt. Flecke aus Nickelgeschirr zu entfernen. Man reibe die Flecke des vorher mit Sodaseifenlauge gut gereinigten Geschirrs tüchtig mit einer guten Putzpomade weg und putze nachher mit gefälltem, kohlensaurem Kalk nach. Kartoffeln sind ein Rein i g u n g s m i t t e l, das sich in der Hauswirthschaft recht mannigfach anwenden laßt. Zum Beispiel giebt der Abgang und die Schalen der rohen Kartoffeln, in Stückchen geschnitten, mit etwas Wasser ein vorzügliches Putzmittel für gelbe, fleckige Karaffen und andere Glasgegenstände; ebenso zur Reinigung von Blech- und Zinngeräthen ist die in Wasser gelaugte Schale vorzüglich; zum Putzen von Messern und Gabeln wendet man eine durchschnittene Kartoffel mit bestcm Erfolge an. Dann lassen sich auch damit farbige Wollsachen, Stickereien und Anderes waschen. Man reibt gereinigte, jedoch ungeschälte

Kartoffeln, wäscht den Gegenstand.

dann zweimal m lauem Wasser durch und spült ihn in Wasser aus, dem

etwas Essig zugesetzt ist.

PechfleckeausGewebenzu

entfernen. Man entfernt die Flecke durch wiederholtes Einreibcn ' mit aufgelöster Seife oder Seifenspiri-

tus. Dann wascht man die befleckten Stellen mit reinem Wasser aus. Aus waschechten und weißen Stoffen ent fernt man Pechflecke durch Seifensie-

derlauge.

Stubenbefen. Der Stuben-

besen ist das einfachste Löschinstrument bei Gardinenbränden. Man ergreife, ihn sofort, tauche ihn in einen Eimer

Waffer und man hat sofort den besten Löschpinsel. Da er eine lange Stange hat, kann er ohne Weiteres alles Höhere in der Stube erreichen und außer- ? , . ir;jc : .

vem rann man mu iqm namenina? oie brennenden Gardinen rasch herunterreißen. Ei flecke auf silbernen Löffeln weichen, wenn man sie stark -mit feuchtem Kochsalz abreibt; auch, verschwinden die Flecke bei Anwendung von Silberseife. Tintenflecke aus Elfendein (Schreibgarnituren wie Falzmessern, Federschalen und Haltern u. s. w.) zu entfernen, wende man zunächst die bekannten. Tintenfleckmittel ' an. Bei Anilintinte sind die Flecken mit absolutem Alkohol abzureiben, dem einige Tropsen Essigsäure zugesetzt wurden. Bei Galläpfel- und Alizarintinte wirkt Klecsalz, auch Weinfäure in concentrirter Lösung. Gleich nachher ist mit Wasser nachzuwaschen. Sollte die Politur gelitten haben, so. können die Stellen folgendermaßen polirt werden: Man nimmt an ein mit Stcarinöl befeuchtetes Läppchen etwas ' Schlemmkreide und reibt so lange über das Elfenbein, bis der Glanz wieder hergestellt ist. Sollte - sich die Tinte durch die genannten Lösungsmittel nicht vollständig entfernen lassen, fo müssen die Flecke durch vorsichtiges Abreiben mitSchachtelhalm oder ganz feinem Glaspapier fortgekratzt werden. Glätte und Glanz sind nachher durch Poliren mit Schlemmkreide und Stearinöl wieder herzustellen. Echte. Seiden st offe zu weschen. Seide wäscht man kalt, nie warm. Um ein seidenes Kleid zu wa- . schen. nimmt man 10 Quart weiches Wasser, Seife nach Verhältniß und giebt 1 Quart Ammonia hinzu.. Mit dieser Mischung wäscht man das Kleid tüchtig durch und spült es nachher in weichem Wasser gehörig auF. Auf diese Weise erhäält man den Stoff fast wie neu. Auch unechte Seide kann man in dieser Flüssigkeit waschen; nur muß man gewärtigen, daß die Farbe sich verändert. Oft jedoch nhält auch die Seide eine schönere Farbe, als sie ursprünglich gehabt hat. Das Waschen oes Gemüse s soll erst geschehen, wenn es für die' Küche oder . Tafel zubereitet wird. Kartoffeln, weiße Rüben, Mähren, Sellerie. Pastinaken etc. verlieren ihren eigenthümlichen, feinen Geschmack schnell durch das Waschen. Bringt man im Sommer Blumenkohl und andere Kohlarten inBerührung mit Wasser, so verdirbt dieses die Pflanzen schnell und nimmt ihnen Frische und Wohlgeschmack. Noch schlimmer ist es mit den Sala:arten. Das Waschen sollte nur unmittelbar vor. der Zubereitung geschehen, alles Wasser dann durch Ausschütteln auf einen Durchschlag entfernt und der Salat dann sogleich angemacht werden. Je frischer aus dem Boden, desto feiner schmeckt der Salat. Nichts verdirbt den Wohlgeschmack mehr und macht, den Salat schneller schaal, als wennWasser daran hängt. Niemals lasse man irgend welchen Salat länger als einige Minuten im Waffer.