Indiana Tribüne, Volume 29, Number 114, Indianapolis, Marion County, 6 January 1906 — Page 6

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Jndiana Tribütte 6. Januar 1906.

ilppetitfofigficit ist ein (liri Letchn Saß reit Dr. August Koenig'g Hamburger Tropfen

notlfij hattn jur c?rlic?,erunz und Heilung eine if r?ürbct;f 11 Mag?nS, gegen welche dieselben als unfkkldsreS Mittel bekannt sind. Zit wirken auch gkfzen ZZuere er MaqenA verursacht durch , viel Galle. . 5 PreiS 50c. 5 Flaschen $2.00 UchNnaVWeVSwf .... von. . . . Möbeln, Teppichen, (Vefen . . . .und .... HanshaltuttgsGegenständen WILLIG'S 141 West Washington Str. WM BEOS. 248-250 Virginia Ave. Neuer Phone., 2323. Alt, Main, 4762. Erstklassige Dampf - Färberei und chemische NeinignvgSanstalt für Herrea nud Damen.Sarderobt. sowie ?tp. pichen, Perrieren und SvlSenSardlnen. H Arbeit adgehottvndabzeliefert. Zusrie denheit zarantirt. Zweig.-Geschäft: 2?W.Ohio Ttr. Neuer Phone. 5633. Aerzre. Dr. Carl Q. Winter Deutscher Arzt. gehandelt alle akute und chronische rankheiten. Speziell Nheumatismus. Recium. und Fxauen'Krankheiten. Office: 14 weft Ohio Strafe. Office-Stunden : 10-U Vm. 3-4 Nm. Sonntags : 9.3010.30 Vm. Tel. neu 43. Wohnung ::i250 Madissa Avennel Telephone : Alt, 2025. Neu, 9282. m 'fwgjM Br. j. Ä. Sutcliffe, Wund-Arzt, 5esÄZecht5., Urin- unlcctnin RlankbeZten. 0fl : 155 OS Skarket Str. 2!. : I Ct.tStw : , ,g r Cn. ; 8 Ift 4t21. IMMML-HIIMIIf X sin 49 Cfatnbm tngrt wk -v nsflu euz drn Uriu Organ durch SantalMib ufgedobe "X hne UndquenUichk,ten. Prei IflTrtYl $1.00, bei alle Druggiste efcct f'U V. Oi Vor 2081, New Vork.

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Europaische Nachrichten.

Württemberg. Holz hausen. Schultheiß Plocher wurde in seinem Stalle von einem bösartigen Pferde zu Boden geschla gen, so daß er einige Zeit bewußtlos liegen blieb. Man hofft, ihn am Leben zu erhalten, obwohl er einen Schädelbruch erlitt und auch sonst übel zugerichtet wurde. Lorch. Kürzlich stürzte der Besitzer des Gasthauses zum Kloster G. Mühlcisen'so unglücklich mit einem Kartoffelsack die Kellertreppe hinunter, daß er einige Zeit nachher starb, ohne das Bewußtsein wieder erlangt zu haben. O b e r e n s i n a e n. Der 85 abre alte Weber Jakob Schraitle und seine Ehefrau Dorothea, die im 82. Lebensjahrs steht, begingen das Fest ihrer diamantenen Hochzeit. Der König ließ dem Jubelpaar ein ansehnliches Geschenk zugehen. Pfrondorf. Unser um das Wohl der Gemeinde hochverdiente Schultheiß Brenner hat krankheitshalber sein Amt niedergelegt, das er übe? 20 Jahre lang bekleidete. Reutlingen. Nach mehr als 30jähriger Thätigkeit als städtischer Beamter trat Stadtpfleger Bleher in den Ruhestand. An seine Stelle wurde der bisherige Stadtkassier K. Hammeley gewählt. .Ulm. Kürzlich entfernte sich der aus Stuttgart stammende Spenglergeselle Sidoni. der hier inArbeit stand, aus seiner Arbeitsstelle und wurde bald darauf in der Blau todt aufgcfunden. iDa er zu Schwermuth neigte, ist Selbstmord anzunehmen. Wildbad. Musikdirektor Carl, früher Kapellmeister, im 7. InfanterieRegiment No. 125 Kaiser Friedrich, seit 11 Jahren Leiter des biesiaen Kurorchesters, 'hat seine Stelle niedergelegt. um nacy amvurq, wo einer seiner Söhne verheirathet ist, überzusiedeln. ' W i l h e l m s k Z r ch. Letztens brannte hier das Anwesen des Gemei7pflegers Stett völlig nieder. "p3&ett. Karlsruhe. Dieser Tage feierte die Grokrhederei - Aktienaesellfchaft für Handel und Schiffahrt H. A. Disch, Mainz, Duisburg, Mannheim und Hierselbst, das 50jährige Beneyen. Hahmrsheim. Letztens nahm ein 14 Jahre alter Stncfe. Namens Müssig, ein im Zimmer stehendes FloV I I M . . oerr, legre aus ein iiiayrrges Mädchen an und drückte los. Das Flobert war unglücklicherweise aeladen und die Kugel ging in den Kopf des Mädchens. Konstanz. Schutzmann Rieger hat sich beim dienstlichen Scheibenschießen aus Unvorsichtigkeit eine Revolverkugel durch den Fü? geschossen. Er wurde verbunden und in's KrankenHaus überführt. Es ist zweifelhaft, ob er seinen Dienst als Scbukmann in Zukunft wieder wird versehen können. Mannheim. In betrunkenem Zustande stürzte der ledige, 21 Jahre V I fs tfiiy y. . . . V alle agioyner ottliev Rahner von Bernhausen in seiner Wohnung die Treppe vom 2. Stockwerk hinunter und blieb bewußtlos liegen. Er wurde Mittel i amtatswaaens n's all?meine Krankenhaus perbracht, wo er lernen Verletzungen erlegen ist. Niedereggen. Der Sohn des Gemeinderaths Jäkle wurde im Walde von einem unbekannten Manne angeschossen. Der erste Säuft in fehl,. während der zweite, eine Kugel, in oen rerscyenlel orang. Ober Hausen. Kürzlich benukte der im Alter von 50 abr?n se hende Gemeinderath Heinrich Wochner von cieoeryausen den in Offenburg abfahrenden Personenzug. um nach ervolzyelm zu scchren. Den Aufenthalt auf biesiaer Station 6-rnifer- w Mann, um den Zug zu verlassen. Kaum war er jedoch, auf dem Bahn steig angelangt, als der Zug, der auf ein anderes Geleise aefabren trUn sollte, um den fälligen Schnellzua vorC 1 r?. n t t .' zulassen, stcr; wieder xn Bewegung setzte: In der Meinung, es handle sich um die Weiterfahrt des 5iuaes. wollte Wochner der Fahrrichtung des Zuges entgegen aufsteigen, verfehlte jeooch die Trittplatte und stützte ab. Der herbeigerufene Arzt konnte nur noch den Tod infolge innerer Verletzungen jeiijicuen. 'Stockaax Die Ebeleute ?rranz r.s.L v c . u- . 0 vztyi uno Ägnes ecyt ged. Lohr f5?rten das Fest der goldenen Hochzeit." Vom Großherzog und dem Erzbischof trafen Geschenke ein. Sumpfohren. Kürzlich fiel die 50jährige Ehefrau des Landwirths Franz Schmid vom Heustall, wo sie gefundene Eier holen wollte, herunter und brach das Genick, wodurch der Tod sofort eintrat. Äriberg. Das Anwesen ides Architekten Willibald wurde durch Feuer größtentheilö zerstört, wodurch ein Schaden von etwa 10,000 Mark entstand. Versichert ist nur wenig. Der Brand wurde durch einen lljährrgen Knaben aus Rache gelegt. Aillingen. Der feit 9 Jahren ler-thätiae 69 5abre alte ;,n w Bezirksamts, Krauß, wurde in der Vrrgach be! 'der Herrenmühle todt auf. gefunden. Der alte Mann hat in der Dunkelheit den Weg verfehlt, ist in das nur seichte Wasser gestürzt und hat hier seinen Tod gefunden. 'Zitzeinpfarz. Dannstadt. Hier gingen die

Pferde sammt Fuhrwerk des Joh. Fu-

ßer, die an der Gemeindewaage hielten, durch. Der in den 30er Jahren stehende verheirathete Jakob Keck, der gerade im Felde thätig war, wollte die dahersausenden Thiere zum Stehen bringen, kam jedoch unter das Fuhrwerk, brach beide Beine und trug außerdem noch innere Verletzungen davon. Ludwigshafen. In der chemischen Fabrik von Gebrüder Giulini brach auf unaufgeklärte Weise ein Brand aus in einem Bau, in dem große Holzvorräthe lagen. Das ganze Gebäude wurde ein Raub der Flammen. Bei den Löscharbeiten fiel der Vorarbeiter Kindler von einer Mauer herab und zog sich schwere Verletzungen zu. M a ck e n b a ch. Durch einen Unglücksfall im Hüttenwerk von Eebrüder Röchling in Völklingen wurde der 57jährige Michael Stork von hier aetödtet. Neustadt. Karl Liesenberg. MitZnhaber der Pfälzischen Verlagsan statt", feierte sein 25Zähriges Buchdrucker - Jubiläum. Seme Laufbahn begann er in Köln am Rhein, woselbst er bei Dumont - Schauberg, der Druckerei der Kölnischen Zeitung", in die Lehre trat. Aon hier aus führte ihn sein Entwicklungsgang durch die bedeutendsten Buchdruckereien und Vcrlagsanstaltcn Deutschlands und der Schweiz, bis er. ausgerüstet mit einem reichen Schatz an Kenntnissen und Er führungen, vor nunmehr 6 Jahren in die Pfälzische Verlagsanstalt eintrat. Elsttß-Lolliringen. , Straßburg. Auf der Universität gehen seit einigen Tagen zwei Kapuzinerpatres aus und ein. Die beiden besuchen regelmäßig die theologischen Vorlesungen. Daß sie mit ihrer braunen Kutte, ihrem Strick, ihrem über den Rücken hängenden spitzen Zipfel, mit ihren hölzernen Sandalen bei vielen Studenten, die vielleicht in ihrem Leben nie einen Kapuziner aesehen haben, großes Aufsehen erregen, versteht sich von selbst. Aber die beiden Patres scheint dies gar nicht zu genieren, sie sind vielmehr mitten im studentischen Volke offenbar ganz guten Humors. Metz. ' Der Gemeinderath hat die Gründung einer städtischen Volksbibliothek beschlossen, die zunächst mit der Stadtbibliothek verbunden werden soll. Die letztere zählt ungefähr 80,000 Bände, darunter etwa 800 Manuskripte und Inkunabeln und steht unter der Verwaltung eines katholischen Geistlichen, der nicht einmal deutsch lesen kann. R o ß l i n g e n. Es verunglückte tödtlich der Hauer Kaibler auf Grube St. Paul durch herabfallendes Gestein. Arcie Stcidte. Hamburg. Kürzlich erfolgte vor dem Hause Marktstraße 53 in St. Pauli ein Sieleinsturz. Dabei wurde der dort in der Tiefe thätige 21jähriae Sielarbeiter Adolf Pape aus GroßVorfiel verschüttet. Obwohl ein Feuerwehrzug sofort an die Stätte des Unglücks beordert war, konnte Pape doch nur als Leiche an's Tageslicht befördert werden. Ds 75jährige Geschäftsjubiläum beging die Firma Ferd. Schaffner, Handschuh- und Krawatten - Spezialgeschäft, Ecke Neuerwall und Poststraße, in aller Stille. Es war dieser Firma dergönnt, mehrere Generationen hindurch einen führenden Platz in ihrer Branche einzunehmen und ihren Ruf weit über die Grenzen der Stadt auszudehnen. Sie hat dabei allezeit, wie der Augenschein zeigte den jeweiligen modernen Ansprüchen in jeder Weise Rechnung getragen. Auch die heutigen Besitzer, Enkel und Urenkel des einstigen Begründers, richten ihr ganzes Bestreben darauf, dem Gefchäft die führende Rolle, welche die Firma seit 75 Iahren inne hat, auch für die Zukunft zu erhalten. Dieser Tage beging Gustav Desebrock scn. und Frau. Rathhausstraße 17, das vierzigjährige Geschäftsjubiläum. Das bekannte und vom Publikum viel besuchte Pflanzenund lumen - Geschäft ist eines der ältesten derartigen Geschäfte in unserer Stadt; aus ileinen Anfängen heraus ist eS durch den Fleiß der Inhaber zu seiner jetzigen Höhe gebracht worden. Bremen. Unter eigenthümlichen Umständen beging ein Seemann Selbstmord. In einem Lokale, in dem eine Damenkapelle spielt, schoß sich der erst 23 Jahre alte Matrose Otto Degenschein eine Kugel durch's Herz. Aus hinterlassenen Papieren geht hervor, daß unglückliche Liebe den jungen Mann, der übrigens aus guter Familie stammte, in den Tod getrieben hat. Bon einem Eisenbahnzuge überfahren und vollständig zermalmt wurde auf der Strecke zwischen Burg-Lesum undOslebshausen ein junger Mann. Nach den vorgefundenen Papieren war der Verunglückte der Buchdrucker Philipp Vogel, der 1877 in Heidelberg geboren ist und zuletzt in Bank beschäftigt war. Lü b e ck. Hier starb der durch seine Schriften in Äremer Mundart bekannte Schriftsteller Philipp Kniest im Al ter von 75 Jahren. Kniest war bor längeren Jahren von Bremen hierher. übergesiedelt. - In der Willhöst'schcn Fabrik erstickten die beiden Arbeiter Prahl und Rüge beim Reinigen eines großen Behälters mit Schwefelsäure. Schweiz. Bern. Der Regierungsrath ernannte zum ordentlichen Professor der

praktischen Theologie an der evanqe-

lisch - theologischen Fakultät der Universität Lic. Lauterburg. d. z. Pfarrer in Stettlen. Genf. Die hiesige Polizei hat eine scheußliche Blutthat entdeckt. Ein als Alkoholiker bekannte? Franois Fallez brachte seine Konkubine Addle Pilloud mit dem Rasirmesser um und entleibte sich selbst mit Revolverschüssen in die Ohren. H e r i s n a u. Frau Marie Zähner, Wittwe eines der größten Stickereiindustriellen, welche vor Kurzem starb, testirte für öffentliche und wohlthätige Zwecke 69.000 Francs. ,davon den Gemeinden Hundwill und Schwellbrunn je 10.000 und der hiesigen Gemeinde 40.000 Francs, n e r n Z. letztens ging der 23 Jahre alte A. Durrer vom hiesigen Elektrizitätswerk nach Alpnach, um dort an der elektrischen Leitung zu arbeiten. Er gab Weisung, den Strom auszuschalten. Der dienstthuende Maschinist scheint aus Versehen den Strom wieder eingeschaltet zu haben, so daß Durrer getödtet wurde. S ch w y z. Die überaus zahlreich besuchte hiesige Kirchengemeinde spendete einstimmig und mit jubelndem Beifall 10.000 Francs für ein Rationaldenkmal großen Stiles hier. S a n k t G a l l e n. Letztens wurde ein Brand im bekannten Schmidt'schen Erziehungsinstitut vom Thurmwächter auf St. Laurenzen bemerkt. Der Besitzer des Instituts war abwesend. Der ganze Dachstuhl des weitläufigen Gebäudes ist ausgebrannt. Ballon. Vor Kurzem fand man in der Nähe ihrer Wohnuna die ermordete Frau Wittwe Maria Bäschler, 70 Jahre alt. Der A!örder hat seinem Opse? ein Sparkassenbuch im Betrage von 5.000 Francs geraubt. Zürich. , Dieser Tage starb hier der schweiz. Oberst Cosmus Jenny, Mitbesitzer der großen Spinnereien und Webereien rn Kennelbach bei Are genz und Mitchef des Elektrizitätswer kes Rieden - Vregenz. Eine' Maaen operation in einer hiesigen Klinik ver lief zwar an sich out. schwächte aber den 68jährigen Patienten so sehr, daß er ihren Folgen erlag. lÄeslcrrcich-.Vngarn. Wien. In der Kapelle des Be zirksarmenhauses Langenlois fand die goldene Hochzelt des rn Wolshoseramt, Bezirk Gföhl, gebürtigen Ehepaares Josef und Franziska Steiner statt. Aus dem Nachlasse des verstorbenen Bankiers Philipp Tschorsch ist dv Kinderasylen in Kahlenbergerdorf und Saubersdorf der testirte Betrag von 10.000 Kronen übermittelt war. oen. Zturziich narv ,n semer Woy nung. Salmgasse 25, der Senatspräsident des Äcrwaltungsgerichtshofes Jgnaz Ritter v. Schurda im 50. Lebensjahre. Vor Kurzem hat auf fcn Platze vor dem Südbahnhvs ein Mann einen Burfchen. mit dem er in Streit gerathen war, durch einen Mcsserstich ins Herz getödtet. Der Erstechene ist der 21jäh?ige Hilfsarbeiter Karl Huber, Favoriten, Buchengass No. 46 wohnhaft. Er hatte seit Langem keine Ärbttt und verdiente sich aelegentlich durch Gepäcktragen einig: Heller. Er hielt sich für gewöhnlich bei der Südbahn auf. Bald darauf gelang es der Polizei, auch den Todtschläger in dem Massenquartier zur Fifcherin" vor der ehemaligen St. Marxerlinie im dritten Bezirk zu erMitteln. Er ist der 26jährige Tisch, lergehilfe Karl Kurzweil, gleich seinem Opfer von hier. Er wurde verhaftet und dem Polizeikömmissariat Favoriten überliefert, das ihn in das Landes gericht wegen Todtfchlags brachte. Dem Todtschlag ist ein kurzer WortWechsel vorausgegangen und es soll sich um einen Streit wegen eines Cigarrenstummels gehandelt haben, den .ein Passagier weggeworfen hat und nach dem beide gehascht haben. Kurzweil zog sein Messer und stieß es dem Huber mitten in's Herz. Dem Direktor - Stellvertreter ier österr. Kreditanstatt Hierselbst, Regierungsrath Alois Wismeyer, wurde der Orden der Eisernen Krone dritter Klasse ver-

liehen. Budapest. In der Centralmarkt. Halle ereignete sich in Vorfall, der beinahe eine Panik zur Folge hatte. Marktaufseher Alexander Lang schoß plötzlich aus einem Revolver vier Kugeln in die Luft. Es entstand eine riesige Aufregung, mehrere Frauen sielen in Ohnmacht. Der Mann war offenbar geistesgestört und lief davon. Man eilte ihm nach. Als man ihn bei der Franz Josephs - Brücke schon eingeholt hatte, richtete er den Revolver gegen sich selbst und tödtete sich durch einen Schuß. B u d w e i s. Vor Kurzem feierten Vürgerfchuldirektor Johann Söllner und Bürgerschullehrer Josef Hübsch, welche an der Kaiser Franz JosefSchule wirken, das 25jährige Lehrerjubi7äum. Den Jubilaren wurden von ihren Kollegen prachtvolle Ehrengeschenke überreicht. 'Karlsbad. Die Wittwe Harnisch, Besitzerin des Hauses Norma-, Lothringerstraße, stürzte auf unaufgeklarte Weise vom zweiten oder dritten Stockwerke des genannten Hauses aus die Straße herab und verletzte sich schwer. T e t f ch e n. Vor Kurzem ist hier nach längerem schweren Leiden der Leiter der hiesigen Thun'schen Schloßapotheke, Maq. Pharm. Vinzenz Werner im 56. Lebensjahre gestorben.

VbN Julaude. Die Zahl7 spielt in dem Leben des Stickereizeichners Joseph Reynolds in New York offenbar eine verhängnißvolle Rolle. Er hat bereitZ von seinen 47 Lebensjahren 27 Jahre im Gefängniß verbracht und wurde kürzlich zu weiteren zehn Jahren verurtheilt, nachdem er sich auf die Anklage des Eroßdiebstahls im 1. Grade schuldig bekannt hatte. Damit feierte er das Jubiläum seiner 7. Verurtheilung. Reynolds war in ein Wohnhaus eingedrungen und hatte Sachen im Werthe von 1000 gestohlen, wurde aber bald darauf verhaftet. Er hatte an den Richter einen Brief geschrieben, in welchem er sich als einen vom Unglück verfolgten Mann hinstellte und um Milde bat, weshalb Richter Foster ihn auch nur zu zehn Jahren verurtheilte, während das höchste Strafmaß das Doppelte gewesen wäre. Auf einem Ozeandampfer traf dieser Tage der Zahnarzt Heinrich Seling von Elberfeld als Zwischendecks - Passagier auf Ellis ' . '

szano ein. Wer junge Zahnarzt wurde vor zwei Monaten als blinder Passagier" vom Dampfer British Empire" 'nach Ellis Island gebracht. Der Vertreter der New Yorker Deutschen Gesellschaft versuchte es damals vergebens, zu Gunsten des jungen 'eannes einzuschreiten: blinde Passa giere" sind eben ausgeschlossen, und der junge cann wurde deportirt. Diesmal traf er als vollwichtiger Einwan 5 r n rm vcrer ein, ooglelll) er at leinen Mtnu seio rm vermögen hatte. Der Vertreter des New Aorker Deutschen Emigranten - Hauses fand ihn unter den Zurückgehaltenen, trat vor der Jnquisiii t".. . i ' , uon jur iyn ein uno oer 'alznarz: wurde ihm überantwortet, also steigegeven. iT I Y I t n inwicyrrgeruno r ttm Peabody - Museum der Nale - Universität in New Haven, Conn.. aemach worden. Seit dem Jahre 1860 hat der verstorbene Professor O. C. Marsh eine ammiung von Antiquitäten der Chiriqui-Jndianer in der Provinz Panama angelegt und dieselbe bis 1879 fortgesetzt. Er brachte' dieselbe in geIchlojjenen Kisten rn einen nicht benutzten Theil des Museums unter und erst T - r f . "rr i i i uieier ,age ossneie oer lyes oer anthropologischen Sektion des Museums die ganz vergessenen Kisten. Die Sammlung ist weit größer, als man erwartete, und ist von hohem Werth. Sie besteht aus mehr als 5000 verschiedenen Stücken, namentlich Töpfereien, und ist die vollständigste ihrer Art, die ezistirt. Die Chiriqui - Indianer hatten schon in prähistorischen Zeiten eine Civilisation, welche derjenigen der Azleren fast gleich kam. Verurtheilt, sein Verbrechen am Galgen zu büßen, entwickelte Wm. Van Dalsen, der Mörder von Fannie Porter in Louisville, einen geradezu grauenhaften Galgenhumor . Er hatte in seiner Zelle einen Miniatur-Gal-gen, der aus dem Holz einer Cigarrenkiste verfertigt war, aufgestellt, und gegen Erlegung von fünf Cents, oder mehr, die Summe stand dem Besucher frei konnte Jeder, der an Van Dalsens Zelle trat, eine aus Seife verfertigte kleine Menschenfigur durch die Fallthüre des Galgens stürzen und an einem Bindfaden hängen sehen. Drop a Nickel in the slot and see the man drop" lautete die gruselige Inschrift auf einem Plakat, das der Mörder angebracht hatte. Van Dalsen machte den Besuchern gegenüber allerlei Scherze und schien sich seines Galgens' zu freuen wie ein Kind über ein Spielzeug. Ich brauche etwas Geld, und auf diese Weise bekomme ich es am leichtesten," war das Einzige, was er zur Erklärung sagen wollte. Dreihundert japanische Familien sollen für die Thee- und Seidenzucht nach Texas gebracht werden. und der kundige Japaner Akioka hat für das Syndikat 10,000 Acres im teranlfchen Bee County -gekauft, wo die Leute angesiedelt werden sollen. Er zeigte den Beamten des Ackerbaudepartements in Washington Kaufbriefe für CW 1 V 1s. . ? , r . oiqcs uizai uno lyeilie mir, oaß oasselbe sich vortrefflich' für den Anbau der Theepflanze, sowie für die Einführung der Seidenzucht eigne. Maulbeerbäume wachsen in der Gegend überall und kommen vortrefflich fort. Die der Kolonie nächstgelegene Stadt ist San Antonio. Akioka wird nun Kolonisten in Japan holen und erwartet, daß die japanischen. Ankömmlinge sich leicht einleben und im Laufe der Zeit gute amerikanische Bürger abgeben werden. Wie er sagt, giebt es zahlreiche Japaner, welche gern nach den Ver. Staaten kommen und amerikanische Bürger werden möchten; Sollte diese erste Kolonie sich erfolgreich entwickeln, fo beabsichtigt man, weitere folgen zu lassen, und es soll dann mehr Land anqekauft werden Akioka hat sich bereits das Vorkaufsrecht für 100.000 Acres gesichert, wo 3000 japanische Familien Unterkunft finden , r rsj . konnien. mnt. ,5a rm von SO bis 40 Acres ist, wie er erläutert, alles, was ein japanischer Farmer braucht, um sein Fortkommen zu finden. In Bee County öesteht bereits eine kleine japanische Kolonie, welche mit TheeanPflanzungen begonnen und daraus einen annehmbaren Gewinn gezogen hat. Es fragt sich aber bei dem Unternehmen, wie sich die Gesetzgebung des Congresses über japanische Einwänderung gestalten wird.

Allc?!ci sür's Hanö. Lederlappen oder Tücher waschen. Man wäscht sie in lauwarmem Wasser, und seift sie gut ein. Sind die Tücher rein, so drückt man sie aus, spült sie in starkem SeifenWasser und läßt sie an einem warmen Orte - trocknen. Der zurückgebliebene Seifenrest bewahrt dem Leder die Weichheit und Geschmeidigkeit. Sie dürfen weder in der Sonne noch am heißen Ofen getrocknet werden. Nach dem Trocknen zieht man sie tüchtig hin und her, bis sie wieder weich sind. A e r g e r. Hat man sich geärgert, so darf man nicht sofort Wein oder geistige Getränke genießen. Kühlendes, niederschlagendes Getränk, Sodawasser, Brausepulver leisten gute Dienste. V e n z i n z u m W a s ch e n. Um die Arbeit des Waschens zu erleichtern, hat man manche Mittel erfunden. Ein Einwand gegen die meisten ist, daß sie die Fasern der Gewebe stark angreifen. Es gibt aber ein Mittel, welches das Waschen erleichtert, ohne der Wäsche zu schaden. Hat man eine gewöhnliche Wäsche, z. B. für eine Familie von 4 oder 5 Personen, so weiche man sie, wie gebräuchlich, über Nacht ein, und füge dem Wasser eine halbe Thectasse voll reines Benzin bei. Dieses Verfabren wiederhole man am nächsten

Morgen, wenn man die Wäsche zum Kochen aufstellt. Ein sehr leichtes Reiben wird dann genügen, um den Schmutz zu entfernen, die Arbeit wird um die Hälfte verringert, und die Wäsche wird so rein und weiß sein, wie sie zu machen ist. Der manchen Personen widerliche Geruch des BenZins wird während des Kochens ganzlich verschwinden. Eines ist indessen zu bedenken. Benzin ist im hohen Grade feuergefährlich. Man wende dasselbe nie bei Licht oder in der unmittelbaren Nähe von geheizten Oefen an, da sonst leicht eine Entzündung, auch infolge der Entwickelung der Gase, eintreten kann. Auch beachte man bei etwaigen kleinen Wunden, daß kein Benzin daran kommt, da sonst Blutvergiftung entstehen kann. Waschen der Gardinen. Sind die Gardinen abgenommen, so wird zunächst der Staub ausgeschüttelt. Darauf legt man jeden einzelnen Vorhang vierfach zusammen und heftet das Zusammengelegte mit weichen Stichen aneinander. Nun kommen die Gardinen in kaltes Wasser zum Einweichen. Nach einigen Stunden gießt man das kalte Wasser ab und ersetzt es durch eine Lauge von Schmierseife und Soda. In dieser bleiben die Gardinen einen halben Tag oder einen ganzen Tag stehen. Dann werden sie hin und her geschwenkt und ausgedrückt, ohne daß man wringt. In einem hr sauberen Waschkessel schichtet man sie aufeinander, giebt Seife dazwischen und bedeckt 'sie reicht lich mit Wasser. Man laßt die Gardinen durch und durch heiß werden, aber nicht kochen, bringt sie in ein großes Faß und swenkt abermals hin und her. Sie werden dann wieder aufs Feuer abbracht und müssen einige Minuten brauftd kochen. Bevor die Lauge erkalttt ist. drückt man die einzelnen Stücke aus. brüht sie mit heitzem Wasser und spült mehrmals in kaltem. Die Fäden, welchc die Vorhänge zusammenhalten, werden erst vor dem Bügeln entfernt. O b st e s s i a. Aus geringem, schwachem Obstmost kann man einen für den Haushalt ganz gut verwendbaren Essig dadurch bereiten, daß man das zu Essig bestimmte Steingutoder Holzgefäß mit heißem Essig ausbrüht und den fraglichen Most nach und nach, d. h. alle paar Tage einige Quart, in dasselbe bringt. Das kleine Quantum Most, jeweils zugesetzt, wird sehr rasch zu Essig, wenn das Fäßchen einer Temperatur von 77 und mehr Graden ausgesetzt bleibt. Schon nach acht Tagen kann unten am Hahne Essig abgelassen werden, während, oben der zu Essig bestimmte Most zugesetzt wird. Ist der Most sehr schwach und wünscht man einen sehr sauren Essia. so setzt man dem Moste vorher etwas .Alkohol zu; dieser wird im Essigfäßchen zu Essigsäure und bedingt somit auch die Stärke deS Essigs. Salmiakspiritus für den Haushalt. Salmiakspiritus ist ein für Reinigung und Auffrischung mancher Dinge so unentbehrliches Hilfsmittel, daß es Wunder nimmt, wie wenia die Mannigfaltigkeit seiner Verwendung den Hausfrauen bekannt ist. Silbersachen. ne mögen noch so angelaufen sein, werden wieder blank und glänzend, wenn man sie in eine Lösuna von vicisünftel Wasser und einfünftel Salmiakfpiritus legt, gut abwafcht und dann putzt. Teppiche, auch die hellsten und zartestsarbenen. eryalten ihre Frische völlig wieder,-' wenn man sie nach dem Kehren und Klopfen strichweise mit lauwarmem Salmiakwasser mit Leinen abreibt; auf 1 Quart Wasser rechnet man 2 Löffel Salmiak. Mit klarem Wasser werden die Teppich? nachgerieben; auch

Plüschmobel wern aus diese Weise gereinigt. Schwarze Kleiderröcke, die grau und staubig geworden, zieht man nach dem gründlichen Bürsten auf ein Plättbrett und wäscht , mit einem reinen Schwämme mit Salmiik (Wasser und Salmiak zu gleichen Theilen) von oben bis unten ab. legt ein Tuch über den Kleiderrock, plättet ihn leicht und hängt ihn zum völligen Trocknen über einen Kleiderbügel.