Indiana Tribüne, Volume 29, Number 114, Indianapolis, Marion County, 6 January 1906 — Page 4

Hndiana Tribüne. HnauigeedkN von bei tn,dr Es. Indianapolis, Znd,

Harry O. Thndium .... Präsident. GeslÄaf tS localt 5lo, 31 Süd Delaware Straße. TELEPHONE SS. Kntcred he Post 0ce ot Indianapolis as ccond clasi matter. Deutsche Kundgebung für .England. Den beiden großen englischen Sym pathlekundgedungen für Deutschland ist bald eine englandfreundliche Kund gebung in Berlin gefolgt. Ueber den Verlauf der imposanten Versammlung dülfte Ihnen der Draht bereits berich. tet haben'. Es erscheint mir aber von Werth, drei charakteristische Momente hervorzuheben. Der erste Moment bildet die 'Zusammensrtzung des Publikums, das sich an der Versammlung betheiligte. Die Versammlung war von den Weitesten der Kaufmannschaft einberufen war den. Sie hätte aber die Bedeutung, die ibr thatsächlich gebührt, nie erlan gen können, wenn nur Angehörige des Handels und der Industrie der Auf forderung Folge geleistet hätten. Denn dann hätte man im Auslande wohl sagen können, eS wäre seldstverstünd lich, daß die Kaufleute gute Beziehun gen zu einem Lande wünschten, mit dem Deutschland durch einen so auSgedehnten gegenseitigen kommerziellen Verkehr verknüpft ist. Thatsächlich aber nahmen an der Versammlung zahlreiche Angehörige von Stünden und Berufen theil, die ein materielles ob; persönliche? Interesse an guten Beziehungen mit England nicht besitzen. So waren viele Mitglieder staatlicher und städtischer Behörden anwesend, fer ner Abgeordnete des Reichstages und des preußischen Landtages, sodann be rühmte Koryphäen der Wissenschaft und der Kunst; auch an Vertretern der Presse mangelte eZ nicht, was um so mehr hervorgehoben zu werden verdient, als ja gerade gegen die Presse beider Länder der Vorwurf erhoben worden ist, das, Verhältniß zwischen beiden Ländern ungünstig beeinflußt zu haben. Zum zweiten sei ein Wort hervorge hoben, das Dr. Salomonsohn, Direktor der DiZkontoGesellschaft, in seiner ge haltvollen Rede aussprach. Er drückte seinen Wunsch aus, daß Deutsche und Engländer einander besser kennen ler nen möchten. Gewiß hat er dies Wort wohl in erfterj Reihe in übertragenem Sinne gebraucht, aber doch wohl zum Theil auch im buchstäblichen. Denn Dr. Salomonsohn,, der selbst viel gereift ist, weiß, wie mancherlei Vor urtheile überwunden werden, wenn man ein Land und ein Volk aus eigener Anschauung kennen lernt. Nun find die Deutschen und die Eng länder die beiden reiselustigsten Völker Europa, aber sie besuchen sich gkgen seitig recht wenig. Die Engländer ler nen auf'der Durchreise nach der Schweiz und Italien allenfalls das deutsche Rhelngebiet kennen, nur selten aber die Centralgebiete Deutschland; die Deutschen wiederum besuchen den Sü den, ferner Frankreich und in den letz ierf Jahrzehnten auch Schweden und Norwegen, aber verhältnißmäßig selten Großbritannien. ES wäre für die Be Ziehungen zwischen beiden Völkern gut, wenn jede daS schöne Land der anderen Nation nach Möglichkeit kennen lernte. Freilich ist dann auch zu wünschen, daß die Reisenden beider Nationen ein fo unbefangenes Urtheil entwickeln möch ten. wie Jerome K. Jerome in feinem Buche Drei Männer auf dem Bum rnelY in dem neben einer drastischen, aber niemals gehässigen, Satyre auf manche deutsche Schwächen, die Vorzüge der stammverwandten Nation ehr lich und wohlwollend anerkannt werden. Endlich war eö ein erfreuliches Cha rakteriftieum der Versammlung, daß sie sich von jeder Heuchelei fern hielt. Die den kaufmännischen Berufen angehö renden Redner gaben unumwunden zu, daß Deutschland dem englischen Handel erhebliche Concurrenz bereitet. Sie vertraten aber, und dies mit Recht, die Auffassung, daß der Wirth, schaftliche Wettbewerb durchaus nicht ein unfreundlicheSVerhältniß zwischen den Nationen hervorzurufen braucht. Diese Auffassung hat die Geschichte für . sich. Vor gerade einem halben Jahrhundert bestand eine Allianz zwischen England und Frankreich, obwohl da malS Frankreich das einzige Land war, das im überseeischen Handel zu einem nennenSverthen Wettbewerb mit Eng

land in der Lage war. Und eS wird keine 50 Jahre mehr dauern, bis die Vereinigten Staaten in Mittel, und Südamerika, sowie Japan in Ostafien den englischen Handel sowohl wie den

deutschen in der ernstesten Weise ge führden' werden. Schon .heute .aber kann man sagen, daß deswegen weder England noch Deutschland daran den ken werden, mit Japan oder den Ver einigten Staaten Krieg anzufangen. ES ist zu hoffen, daß die verständige, in der Versammlung vertretene Auf' fassung weiten und dauernden Wider hall finden werde. Wozu all' die Kriegsschiffe bei einer friedlichen Conferenz, wie eS ja die betreffs Marokko fein soll? Wippchen würde sagen: Nu, damit'S ehrlich zu geht. Polizei'Chef Robert Metzger geht frisch in's Geschirr und macht mit sei ner Schneid dem alten Schlendrian ein Ende. Nur so welter! Cincinnati mutz nun unter einem demokratischen Mayor durften. Früher war man gewohnt die republikanischen Mayore als Tugendbolde zu fürchten, Heuer scheint? umgekehrt zu sein. Die Zuvorkommenheit gegen Da men, aus die sich der Amerikaner so sehr spitzt, scheint an der Thüre des Weißen HaufeS in Washington ihre Grenze zu haben wenn man als Gesuchftellerin kommt. Neber die Konkurrenz des deutschen und englischen Handel in Ostafien enthält die New Yorker Sun", eine lesenswerthe Zuschrift. Der Artilel stützt sich auf den Brief eines englischen Geschäftsmannes, der in China lebt. Darin heißt eS: Ich bin durchaus nicht erstaunt darüber, daß der eng. lische Handel im Osten durch den deutschen zurückgedrängt wird. Wenn unsere jungen Leute hierher kommen, so spielen fie sich als Snobs auf und der Sport geht ihnen über das Ge schüft. Kipling hat mit seinem Worte von den Flanellnarren" ganz recht ge. habt. Wenn ein junger Mensch ein zu großer Esel oder Durchgänger ist, um zu Haufe noch länger geduldet zu wer den, so schickt man ihn nach dem Osten, wo er anstatt besser nur schlechter wird. Ich wundere mich gar nicht, daß der Deutsche' den Engländer schlägt. Er ist immer gebilderer und dabei im Gan zen auch intelligenter: er ist höflicher und verbindlicher und opfert das Gefchäft nicht dem Sport. Er ist selten ein Snob" und nie ein Cad" (ttasser), wenn man ihm einigermaßen höflich be gegnet Ich habe lieber mit einer zu verlässtgen deutschen Firma zu thun, als daß' ich mich der Gefahr aussetze, von einem der jungen Snobs", wie unsere großen englischen Häuser fie her. überschicken, unartig behandelt zu werden." Cidilgerilyt. Schadenersahklagen. Anstatt mit ihrem Manne zusam menzuleben, zog Alice Griffith gegen die Howard Griffith Klage auf Schei dung angestrengt hat, eS vor, deS Nachts in Gesellschaft anderer Männer Bier und Wein zu trinken nnd zu tan. zen. Howard Griffith behauptete auch, daß fie ihn beschimpft und schlecht be handelt habe. Bearbeitete sie mit der Fauft. Frau Laura Topke strengte gegen ihren Gatten Fred Topke Scheidung? klage an, weil er ihr öfters Faustichläge versetzt habe. Auch habe er sie in der gemeinsten Weise beschimpft, behauptet fie weiter und am 2. Februar l. I. derlassen ohne einen Cent zu ihrem Unier. halte beizutragen. Groker Andrang. Das Vorzimmer des MayorS und die Corridore waren gestern wieder mit zahlreichen Stellenjägern angefüllt, die aber den Mayor kaum zu Geficht beka men. Die Thüre, die in das Zimmer des Stadtoberhauptes führte, war förmlich belagert. ES find noch Stel len im GefundheitS'Departement, In fpektorstellen und andere zu vergeben. Bau erlaubnißschein e. George RhodiuS, LadeN'Umbau, 434 Weft Washington Str.. $200. Theodor W. Boung, Holz. Cottage, Ewing, nahe 11. Straße, $900. JameS Stewart, Cottage, nahe 21. Straße und BrightonBoulevard. 8100. John N. Dtttmann. Umbau eines Holz.Wohnhauseö. 1118 Nord Jlli noiS Str., $1200.

Ein gründ.

Skizze von Jakod Hilditlch. Es war geradezu ein Aergerniß für ein paar Matrosenfrauen und ein paar Wnftarbeiterfamilien aus der Nachbarschaft. wie ordentlich es immer bei Eddard Bugten zuging. Er war nur ein alter Schiffszimmermann mit einem lahmen Bein, und man hätte meinen sollen, daß er seine liebe Noth gehabt hätte, angeheuert zu werden, aber er that seine Schuldigkeit nach besten Kräften, und allem Anschein nach mußte er wohl gut für seine Familie sorgen, denn Andrea, seine Frau, brauchte weniger auf Außenarbeit zu gehen als die anders Frauen der Bucht, und ihre Kinder waren netter gekleidet und besser erzogen als die meisten Kinder der kleinen Leute ringZumher. . Dazu kam noch, daß Andrea so eine eigenthümliche Art hatte, von ihrem Mann zu reden; fie that gern so, al'Z sei auf alles, was Edvard gesagt und gethan hatte, so unendlich viel mehr zu geben als auf anderer Leute Reden und Thun, fie that so. als sei es viel besser und fichere?j Frau oder Kind des armen lahmen Tropfs zu sein als irgend eines andern Mannes. Allein ihre Art beim Kaufmann zu sagen: Er, Edvard. wird schon kommen und bezahlen," oder wie sie zu einem Haufirer sagen konnte: Komm heute Abend wieder vor. wenn Edvard selbst zu Hause ist" Himmel noch mal. das klang ja. als ob sie mit einem großen Rheder verheirathet wäre, anstatt mit einem armen, lahmen Schiffszimmermann! Deshalb waren da einige unter den Nachbarinnen, die es ihr fast gönnten, daß sie zu ihrer großen Verwunderung keinen- Brief von Edvard erhalten hatte, obwohl die Schute, auf der er sich hatte anheuern lassen, schon vor Monaten an ihrem Bestimmungsort angekommen war. Das war ihr. noch nie passirt, er war immer so absolut zuverlässig gewesen in dieser Hinsicht; ja. die andern Frauen der Bucht, deren Männer oder Söhne auf demselben Schiff fuhren wie Edvard, hatten sich sogar gewöhnt, nicht eher beim Post. kontor nach Briefen zu fragen, als bis sie harten, daß Andrea einen Brief von Edvard gehabt hatte. Daß ihr nun einmal etwas fehlschlug, gönnten sie ihr beinah, wie gesagt, es war ja auch nichts Schlimmes dabei, denn passirt konnte nichts sein, die Schute war ja wohlbehalten ang:kommen. Hrtd sie neckten sie, indem sie sie täglich fragten: Na, schreibt Edvard fleißig?" Worauf sie in der Regel antwortete: D, das wird er schon noch thun: wenn er es nicht eher gethan hat, wird es scbon seinen Grund aebabt baben." Du sollst sehen, er hat sich verändert, seit er mit dem Engländer gefahren ist, vielleicht ist er nach Australien durchgebrannt," fuhren sie fort sie zu necken. Ach, der Brief wird schon noch kammen," antwortete Andrea wieder, bei den großen Entfernungen kann leicht einmal was verkehrt gehen mit bx Post. Es wird schon seine Ursache haben." Edvard Buaten war naml-ch daraus verfallen, sich auf einem englischen Schiff zu verheuern, das Holz nach Sydney geladen hatte. Er war in diesem Herbst mim nach Hause gckommen, und die Vestalinde," mit der er nun zwei Jahre lang gefahren war. hatte :n diesem Jahr so unvernünftig früh aufgelegt, daß er Lust bekam, sich noch einmal zu verheuern und nach dem Süden zu fahren, anstatt nach Hanse zu gehen und wenig oder nichts zu verdienen. Es traf sich gut. daß das schwere englische Eilenschifs Guiding Star gerade an der andern Seite des Flusses lag und Holz lud, und doch besser paßte es, daß der englische Kapitän c rade einen Schiffszimmermann gegen gute Heuer anmustern wollte. Edvard Bugten verheuerte sich, und spät am Abend, bevor am andern Tage in der Morgenfrühe der Engländer fahren sollte, ging Eddard an Land und nahm Abschied von Andrea und den Kindern. Ihr standen die letzten Augenblicke so gut ln Erinnerung Es war An fang November, und es war ziemlick kalt geworden gegen Abend. Als er dann gehen mußte, küßte er die Kinder alle zusammen, nahm das Bündel mit dem frischen Brot und den paar Hemden. küßte Andrea und stand dann noch eine Weile usd sah sich im Zimmer um. wobei er sich auf das gründe Bein r.-i i -rv p r.l- fc nuyle. ann feuszie er imu ijiuue i;in aus. Sie hatte sich ein Tuch um den Kops gebunden und wollte ihm das Geleit? geben um die Bucht herum. zedensallL bis zur Mitte der Bucht, wo der hol gerne Steg iibrr den kleinen Fluß gelegt war. der mitten in die Bucht hm einging; von dort aus hatte er nicht mehr weit bis zur andern Seite der Bucht, wo das Schiff des Engländers lag und auf ihn uns nocy ein paar an dere von der Mannschaft wartete. Abt: es war, wie gesagt, kalt gewor den, und deshalb meinte Edvard: Geh hinein, Andrea, und lauf hier nicht herum und werd' krank." Sie that, was er sagte, denn sie war es so gewöhnt. Er nahm Abschied von ihr und sagte, wie er immer zu sagen pflegte: Der Herr sei mit Euch allen, mit Dir sowohl wie mit den Kindern. Du weißt, ich schreibe Dir am selber

Tage, wo ich dort ankomme." MZ er

schon ein paar Schritte entfernt war, hatte er sich noch einmal nach ihr umgewandt:. Ja, und dann sieh zu, daß Du Dich mit dem Geld einrichtest, wie ich es Dlr gesagt habe, Andrea; es ist schlimm, daß ich Dir diesmal keine Helmathszahlungverschaffen kann, wie Du es sonst gewohnt bist, aoer czx Ausländer läßt sich darauf nun eben nicht ein. Na, Du bekommst auch so bei Andresen, was Du .brauchst, ich schicke trotzdem an ihn, ja das thu ich." Dann war er mit dem kleinen Bündel unter dem Arm davon gehinkt, und sie hatte dagestanden und hatte, ihm nachgesehen, bis er verschwunden 'nur: Mitten in der Bucht draußen hatte si seine Stimme noch einmal gehört; er hatte ihr wohl noch einmal Lebewohl zugerufen. Adjö, adjö, Edvard!" hatte sie gerufen. Dann war es still geworden; er war wohl schon zu weit entfernt gewesen. Das war ganz im Anfang November gewesen, und nun war es schon April geworden, ohne daß sie einen Brief von ihm erhalten hatte. - Ach. das wird schon seinen Grund haben, ich werde wohl bald von Edvard hören, Ihr werdet es schon sehen," sagte sie zu allen, die sie fragten. Spät kam der Frühling in diesem Jahr. Andrea Äugten war tagaus taaein hingegangen., um zu sehen, ob das Eis nicht soweit aufthauen wollte, daß sie bis an den Steg kommen konnte, um dort Wäsche zu spülen, es war solch ewiges Ende, mit der Wäsche bis zur Quelle zu schleppen. Endlich sah es aus, als ob das Eis weichen wollte. Die Sonne schien, und mitten drinnen in der Bucht, wo der kleine Seitenfluß unter dem Steg hindurch floß, sah sie das klare Wasser blau schimmern. Sie war gleich zur Stelle und kniete auf dem Steg nieder und begann mit dem Spülen. Aber unter, dem dünnen Eis, etwas weiter binuntcr sieht sie, etwas Schwarzes liegen, es scheint Zeug oder dergleichen zu sein. Ein Rock, den jemand verloren hat. denkt sie und geht hin, um ihn aufzufischen. Als sie näher kommt, sieht sie, daß es ein Rücken ist, der mit einer blauen Düffcljacke bekleidet ist. Am Strande liegt ein Ende von einer Latte, das nimmt sie und stößt damit das Eis rings herum entzwei. Da wendet sich der blaue Rücken langsam, und Edvard Bugtens Gesicht mit dem rothen Bart starrt ihr, noch kenntlich, entgegen. .. Später kamen alle Frauen aus der Nachbarschaft, um sie zu trösten. ..Er ist mit seinem armen, kranken Bein auf dem. Steg ausgeglitten." sagte jemand. Mein Gott! da hat er den ganzen Winter gelegen." sagte eine andere Nachbarin, 'keine hundert Ellen von seiner eiaenen Thür!" Aber Andrea hatte kein Wort'zum Tank. Ein einziges Mal legte sie ihren Kopf in den Schooß einer Nachbarin und weinte laut: Da könnt Ibr es selbst sehen, wenn Edvard nicht schrieb, so hatte es schon seinen Grund." Vahnlignlc im WtM. ttnaUkapselu ii andere Lsrrichtuttgen zu Sicherung ftc 23erfcl)r. Ein gcfürchteter Feind der Sicherheit im Eisenbahnverkehr ist der Nebel. Er beengt das Gesichtsfeld und hüllt sogar, wenn er 'sich in voller Stärke entwickelt hat, alle für das Auge berechneten Signalvorrichtungen in einen undurchdringlichen Schleier. Entweder gar nicht oder wenigstens doch nur zu spät erkennt dann der Lokomotivführcr die Zeichen, die ihm die Anweisungen für die Fahrt geben sollen. Aus diesem Grunde gelangen jetzt bei Nebel-, Wetter außer den sichtbaren Signalen auch hörbare Signale zur Anwendung. In Deutschland benutzt man Knallkapseln. Es sind dies mit einem Sprengstoff gefüllte Blechhülsen. die auf den Schienen an den Stellen befestigt werden, wo der Zug, wenn die Einfahrt behindert ist, halten soll. Die Lokomotivräder zerdrücken die Hülsen, bringen den Sprengstoff zur Explosion, und der Knall verkündet so dem Lokomotivführer. daß er halten soll. In England hat neuerdings auch noch eine andere sehr zweckmäßige Erfindung Aufnahme gefunden. Sie besteht aus einem leichten eisernen Nahmen, der bei Nebelwetter zwischen den Schienen aufgerichtet, für gewöhnlich aber umgeklappt wird. Bei den Bahnen, welche diese Erfindung eingeführt haben, ragt vom Boden der Lokomotiven nach unten zwischen ihren Rädern ein eiserner Haken hervor. Ist nun der Rahmen aufgerichtet und die Maschine fährt über ihn hinweg, so greift der Haken unter die quere Rahmenleiste und wird, da er an der Leiste sitzen bleibt, nach unten gezogen. Nach oben hin steht aber der Haken durch ein Gestänge mit dem Ablaßventil für die Lokomotivpfeife in Verbindung. Das Ventil wird durch den nach unten wirkenden Zug des Hakens geöffnet, der Dampf entweicht und die Lokomotivpfeife ertönt. Das Gestänge des Hakens ist aber auch noch mit der durchgehenden Wagenbremse verbunden. Daher wird auch diese angezogen und so die Maschine nebst ihren Wagen selbstthätig zum Stehen gebracht. In den SlirtrrwoUzen. E r : Schatz, ich gehe mal eben auf zehn Minuten fort." Sie (auffahrend): Paul, Du liebst mich nicht mehr sonst gingst Du immer nur auf fünf Minuten fort!"

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8 dj n i fj c f . Allerlei Interessantes us allerlei Gebiet Für Jeden etwas. Die Anfänge der KunstWeberei im Osten beginnen erst um das 10. Jahrhundert. Gegen 600.00 0 Bäume pflanzen die Schulkinder in Schweden jährlich unter der Leitung ihrer Lehrer. Der Fächer war in der Nokokvzeit so unentbehrlich, daß zum Beispiel Charlotte Corday, als sie Marat ermordete, in der linken Hand ihren Fächer hielt. In Argentinien soll der Franc an Stelle des Papier-Piasters als Einheit des Münzwesens eingcführt werden und den Namen Argentino" erhalten. Apfelsine heißt so viel wie Sinn- oder Chinn-, d. i. chinesischer Apfel, und aus China ist, wie man annimmt,, im 14. Jahrhundert diese Frucht nach Europa gekommen. In Norwegen erhalten junge Mädchen sechs Monate freie Bekösiigung und Unterricht, um die Produktion reiner und guter Butter für den englischen Markt gründlich zu erlernen. Eine Bienenzüchterin in Glcn Cove, N. Y., besitzt 600 Bienenstöcke, von denen jeder von 60,000 bis 60.000 Bienen enthält, und gewinnt von jedem Bienenstock 60 bis 100 Pfund Honig während einer Saison. In einem alten Hause in Durham. Conn., wurde kürzlich der Original-Charter des genannten Städtchens unter alten Dokumenten aufgefunden. Er ist von 1708 datirt und von Gouverneur Saltonstall unterzeichnet. Etwa 20 Sitze im Hoftheater zu St. Petersburg waren auf keinem Theaterplan verzeichnet und ihr Verkauf war ein Privatuntcrnehmen der Billetiverkäufer, die durch diesen Schwindel in zehn Jahren über $20,000 einheimsten. Nur zwei Arten lebender Geschöpfe. Menschen und Hunde, vermögen einem augenblicklichen Wechsel von arktischer Kälte zu tropischer Hitze Stand zu halten, ohne auszuarten oder Schaden an ihrer Gesundheit zu erleiden. Etwa 2000 Fahrzeuge aller Art verschwinden alljährlich spurlos auf hoher See und mit ihnen gehen etwa 22.000 Menschenleben zu Grunde. Der auf diese Weise verursachte Materialschaden wird auf $1(X),000,000 veranschlagt. Vexierfächer, bei denen die Bänder genau die halben Blätter öeckten und so. wenn sie nach rechts geöffnet wurden, andere Darstellungen zeigten, als wenn sie nach links geöffnet wurden, waren unter Ludwig XIV. in Frankreich in Mode gekommen. Betrunkenes Kind. In Wien wurde da siebenjährige Töchterchen eines Arbeiters bewußtlos auf dem Straßenpflaster liegend, aufgefunden.. Man berief eine Filiale der Freiwilligcn Rettungsgescllschaft, und ihre Aerzte stellten fest, daß das Kind an den Folgen einer akuten Alkoholvergiftung leide. Irgend ein gewissenloser Mensch hatte die Kleine mit Wein trak tirt. Sie wurde in's Kindcrspital gebracht. Liebte eine Hungerk ü n st l r i n. Ein 24jähriacr Fechtlehrer in Freiburg. Baden, verliebte sich in ein Fräulein de Serval, welche 18 Tage hindurch freiwillig gehungert hatte, nachdem man sie im BahnhofsHotel zu Frciburg in einen Thurm eulgemauert hatte. Die in Basel wohnende Braut des Fechtlehrers erfuhr aber bald von der Liebelei, und so kam es zum Konflikt. Sie machte ihrem Bräutigam eine heftige Szene und drohte, das Verhältniß mit ihm lösen zu wollen. Das Ende vom Liede war, daß der verliebte Fechtlehrer sich er-

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