Indiana Tribüne, Volume 29, Number 114, Indianapolis, Marion County, 6 January 1906 — Page 3
Ein Packet Mann-Medizin für einen Dollar frei. Um Vsac?tt für einen Dollar der P!ann-Medi;in ist frei zu deüeden, wenn man nachfragt nd die Dresse "gidr. Tiefe Mnn-M,dt,in giebt ,dren noAnulJ den Sprudel jugendlichen Wlüa den Vu!Z und ial Zittern rKvfi,chen WoblbebagenZ: sie mackr ttn Mann mänriergleich, manneskräfktg und mannessrark. ?ie Ä.'ann !eSi',:n wird tbun, waS man von ihr erwartet. ann-ed'iin !urirt frühzeitigen Verfall, derstimmte ?.?anndarkeit. Nervenschwäche, ffunktionsttörung. Abnahm drr Lebenikraft. raftlongkeit, Verluste der Geschlrchrskraft. Hehiraerntattifg, Stuieniinter., Zerrüttung. Nierenlkiden und Nervositä:. Man kann die Nur zu Hause vornedmen. Wir verlangen leine Bezadlung irgend welcher Art keine Quittungen keine Versprechungen. Tai Hinzige. was wir verlangen, daß man nicht die ManneLizin au4 purer Neuäier fordert. Wir wünschen, dag man die Medizin in billiger Weise tx rroot und man wieder zu seiner früheren starken zttatur gelangt. Tieies aratii verschickte Lsllpacket ist der Beweis. wa4 die Mann-Äedi;in thun vermag. '73ir schicken t im einfachen Papie schlaq.vrschloss?n verpackt franko abgeliefert, i der ?tame und die Adresie ist riotdwendig. Intenkate Remedy Co., 1234 Luck Aullding. Tetroit. Nich. Deutsche Wirthschaft .. ..bort ... Gus. Amann, (Nachfolger von Con. Heeß.) 852 Massachusetts Avenue. Das berühmte fccnre Brem- stetS an Zapf. Die besten Weine, Liquöre und Cigarren. Jeden rg ertra feinen warmen Luncd RorgenZ und Abends. Zu eweni Besuch ladet freundlichst ein. Gns. Amann, 852 Mass. Ave
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Champ
Hält dreistündige Dauernde im Hause.
Senatssiyung Belohnter Hcldenmuth.
Gegen Jndiana Standard Ocl. Em Skandalchen. Schwungrad geplatzt.
59. Kongreß. Haus. Washington. 5. Jan. Wäh. rend drei Stunden watete heute das HauS durch Champ Clark Demokratie bis zu den Hüften in der Debatte über die PhilippineN'Vorlage. Champ Clark von Missouri sprach zu Gunsten der Vorlage. Er diskutirte die Tarif. Frage im Allgemeinen uu die deutsche Tarflage im Besonderen. Er sprach über die Stand PatterS" und erklärte. daß einer von diesen, Sekretär Shaw, dessen Erfolge als BundeZfchatzmeister die Classifizirung von Froschschenkeln als Geflügel und Ponys als Haushalts Artikel in der Steuerbewerihung mit einschlössen, der logische republikanische Präsidentschaftskandidat sei. ES sei denn, daß dem grauen und ergrauten Sprecher Onkel Joe Cannon der Mantel zufallen würde. Er be hauptete, daß die Stellungnahme Teutschlands und anderer europäischer Nationen, einen allgemeinen Tarif Krieg gegen die Ver. Staaten bedeute. Auf die Frage GroSvenor'S, ob die Ver. Staaten sich von den verschiedenen Nationen den Tariff Diktiren lassen sollten, sagte Clark: Wenn wir die ganze Welt berauben können, dann können wir diktiren. Als Herr Clark behauptete, daß der Dingley'Tarif nicht genug Revenue brächte, um die Unkosten der Regie rung zu beftreiten, sprangen GroZve nor und Payne auf und bekämpften ClarkS Behauptung. Clark ließ sich aber nicht irre machen, sondern sagte emphatisch, der Dingley. Tarif schaffe täglich ein Deficit von einer Million Dollars. Besonders hestiz bekämpfte Clark die Behauptung, daß die herrschende ProS perität auf den Dingley Tarif zurück zuführen sei. Nach weiterer Debatte v:rtagte sich um 5 Uhr das HauS bis morgen. Senat. Washington, 5. Januar. In der heutigen Comitesttzung bean tragte Senator Dolliver, seine Vorlage punktweise zu erledigen. Die Anzeichen sind vorhanden, daß die HauS-Bill passtrt und dem Senate überreicht wird, ehe ein Bericht des SenatS'ComiteS für zwischenstaatlichen Handel vorliegt. Wenn das HauS die HepburN'Vor läge annimmt, so würde .diese Maß nähme mit der dem Senate vorliegen den Dolliver.Bill identisch sein. Für Heldenmuth. Washington. 5. Jan. In Anerkennung des Muthes von Ossi zieren und Mannschaften deS Bundes. kreuzerS Bennington, als die Kessel desselben am 21. Juli l. I. explodir ten, verlieh der Marinesekretär BonaParte 11 Seeleuten je eine Medaille und ein Geschenk von $100. Feuer in der Bibliothek. S t. L o u i S, 5. Januar. Zu früher Morgenstunde brach in der öffentlichen Bibliothek Feuer aus. Das selbe verzehcte etwa 1500 Bücher, ehe eS gelöscht wurde. Der Verlust wird nur auf etwa 53000 geschätzt, doch find manche der zerstörten Bücher und Ma nuskripte nicht zu ersetzen. Gegen Jndiana Star. d a r d O e l. New Bork, 5. Januar. Heute begannen vor dem von Gouverneur Folk von Missouri, ernannten Special Commissär Sanborn die Zeugender nehmungen im Falle des Staates Missouri gegen die Standard Oil Co in Jndiana. In der Klage des Staates Missouri wird behauptet, daß die dort befind lichen Firmen Waters, Pierce und Repudlic in Wirklichkeit nur Nieder lagen der Standard Oel Co. Zweiges von Jndiana wären, daß letzteres das ganze Geschäft der Standard Oel Co im Westen betreibt.. ES wird ver langt, daß dem Jndiana.Concern ver boten werde, in Missouri direkt oder indirekt Geschäfte zu machen.
Clark
Feuer in St. Lomser Bibliothek. Miniatur Skandal. Washington. 5. Jan. Kurz vor den Feiertagen übersandte Präfi dent Roosevelt dem Senat die Ernen nung von F. I. Parker jr., Sohn deS Hauptanwalts der FriScoLinie, zum Richter im Jndianer.Territorium. Die Nomination ward dem Justizkomite überwiesen und ward vorläufig nicht bestätigt, weil sofort nach Bekanntwer den der Ernennung telegraphisch Pro teste aus dem Territorium eintrafen, in welchen schwerwiegende Beschuldigungen gegen den Richter.Kandldaten angekün digt wurden. Heute find nun zwei Gruppen inter esfirter Personen hier angekommen; die eine, um die Beschwerden in lGeftalt von 25 eidlich erhärteten Aussagen dem Justiz Komite zu unterbreiten, die an dere, um diesen Anklagen entgegen zu treten. R. F. Blair vertritt die An klage, welche dahin geht, daß Parker, als er HülfS'Distriktsanwalt im Terri torium war, gemeinschaftlich mit dem Diftriktsanwalt, dem jetzigen republi kanischen National Komite Mitglied Pliny L. Soper, sehr charakteristische Grast" Methoden angewandt habe. um sich die Taschen zu füllen. Eines der AffidavitZ, welche Blair mitge bracht, besagt, daß Soper und Parker trotz gesetzlichen Verbots den Verkauf von Spiritussen an die Indianer ge stattet hätten, wofür fie fich dann ent sprechend bezahlen ließen. Schwungrad geplatzt. A l l i a n c e, O., 5. Jan. Das große Schwungrad im Maschinenhause der Morgan Engineering MorkS flog heute in Stücke und zertrümmerte ein Ende des Gebäudes. Alle Arbeit in den Werken gelangte zum Stillstände. Große Theile des Radeö flogen durch das Dach noch Hunderte von Fuß weit. Ein Stück kiel auf die Geleise der Cleve land & Pittöburg Bahn und spente den Verkehr für eine Stunde. ES war zur Zeit eine Anzahl Personen im Ma schlnenhause, doch wurde Niemand ver letzt. Johann Hoch. Springfield, Jll., 5. Jan. Die Vertheidiger Johann Hoch's, der wegen Frauenmordes verurtheilt ist, haben,im Staatsobergericht heute den Antrag aus einen neuen Prozeß ge stellt. Grubenopfer bestattet. B l u e f i e l d , W. Va., 5. Jan. Der Minenbetrieb ist nahezu völlig ein gestellt wegen der Coaldale Gruben erplofion. Die Leichen der 23 verun glückten Grubenarbeiter wurden heute beerdigt. S e tz e r st r e i k. Philadelphia, 5. Januar. Im Hauptquartier der streikenden Setzer wird behauptet, daß 27 Firmen sich mit einem Zstündigen Arbeitstage einverstanden erklärt haben; die Namen derselben werden nicht angegeben. Schießerei. T h o m a S v i l l e. G. A., 5. Jan. Eine Schieß.Affaire mit blutigem Aus gang fand gestern auf der Landstraße in der Nähe von Akridge, 20 Meilen nordwestlich von Thomaöville statt. Das Ergebniß war, daß William Drew und Newton Threlkeld, 2 dedeu tende und wohlhabende Farmer schwer verwundet wurden. Herbert Drew, der 13.jShrige Sohn des William TDrnv, war ein Hauptbe theiligter in der Affaire, seine Schüsse trafen Threlheld. Beide Familien sind weitläufig verwandt In Thomas und Grady County und weitere Unannehm lichkeiten werden befürchtet. Dominikanisches. Washington, 5. Jan. Der KriegSsecretür erhielt von dem Con trolleur der dominikanischen Zölle, Col ton, eine Depesche, die vom 2. Januar datirt ist. In derselben heißt eS, daß der Con greß Carlos F. MoraleS angeklagt hat. Raymond Caceres habe in Ueberein ftimmung mit der Conftitution gehan delt, bis das Obergericht seine Entsche! dung abgeben werde. MoraleS sei verschwunden und die Rechtmüßigkeit der CacereS Regierung unzweifelhaft.
König Alfons stürzt. Zwifchenfall ohne Schaden verlausen.
Madrid. 5. Jan. König Al fonS stürzte heute, als er den Palast auf dem-Ritt nach einer Truppenbefich tigung verließ, mit dem Pferde. Er hat indessen keinen Schaden erlitten, war vielmehr im Stande, fein Pferd sofort wieder zu besteigen. 19 j ü h r i ge r Mörder. Chicago, 5. Jan. Der 19jäh. rige Wm. I. Moran bekannte heute letzte Nacht den 17.jährigen Robert Collier während eines Streites getödtet und die Leiche auf das Bahngeleise ge legt zu haben, in der Hoffnung, daß ein pasfirender Zug die Spuren des Verbrechens verwischen werde. kZufüllig wurde aber die Leiche vorher gefunden und die Kugelwunde entdeckt. Die Polizei verhaftete 15 Kameraden Collier'S und fand an den Kleidern Moran's Blutflecken. Derselbe gestand die That. Entlassen. Bridgeport, Conn., 5. Jan. George W. Cornwell der frühere Schatz meister der Wheeler & Wilson Co., wurde heute aus der Haft entlassen. Er war angellagt Frau Johanna Lampkin, die im gleichen Hause wie er wohnte, Werthpapiere gestohlen zu ha den. Das Beweismaterial war unge nügend. Crank schrieb zu vieleg Briefe. Montclair, N. I., 5. Jan. Jchn Peabody, welcher gerade in der Nähe deö Orange Gebirges in Mont clair wohnt, wurde gestern von Ge Heimpolizisten von Washington verhaf tet, weil er Präsident Roosevelt be lästigt hat. Seit einigen Monaten empfängt Präsident Roosevelt Briefe, welche ihn wegen seiner Stellung zu der Panamacanal'Frage, zu den Eisen bahN'Rabatten, überhaupt zu allen be deutenden öffentlichen Angelegenheiten, welche kürzlich erörtert wurden, angrei fen. Diese Briefe waren in beleidigen der Weise abgefaßt und an verschiede nen Plätzen zur Post gegeben, einige m Bloomfield, einige in Montclair und einige in Verone. Der Schreiber gab seinen Namen aber nicht seine Adresse an, und war eS mit Schwierigkeiten verbunden, denselben aufzufinden. Die Polizisten fanden ihn schließlich in Montclair in der öffentlichen Blb liothek bei frischer That und gerade im Begriff einen neuen Brief abzufassen. Peabody wurde verhaftet und vor Autoritäten geführt. Nach einer stren gen Strafpredigt und mit dem Ver sprechen sein Briefschreiben einzustellen, wurde er jedoch wieder freigelassen. DieGesandten zur MarokkoKonferenz. W a s h i n g t o n, 5. Jan. Botschaf. ter Hy. White und Gesandter Cum mere haben vom Staatsdepartement endgiltige Instruktionen für ihr Ver halten auf der Marokko'Konferenz er halten, wo fie die Ver. Staaten vertre ten werden. Natürlich können dieselben nicht ver öffentlicht werden, doch weiß man daß fie daraus herauslaufen auf der offenen Thüre in Marokko zu bestehen und so viel wie möglich Differenzen zwischen den anderen Mächten beizulegen. Opfer der Grubenexplos i o n. Bluefield, W. Va., 5. Jan. Bon der Coaldale Grube find nun 23 Leichen, 5 Weiße und 18 Neger heraus. geholt. Die Unglücklichen waren er stickt. Hawaii. Hilfloses Kind gemei ner Rache geopfert. Honolulu, 5. Jan. Simeon Wharton, der drei Jahre alte Sohn von Henry Wharton, welcher vermißt wurde, ist in einem Zuckerrohrfelde in Waialua auf der Insel Oahu gefunden worden. Das Kind ist einem grüßli chen Morde zum Opfer gefallen Beine, Arme und Kopf waren vom Rumpfe getrennt; die Zunge war aus dem Munde geschnitten und die Augen waren aus ihren Höhlen gerissen. Die einzelnen Theile des Körpers wurden in Abständen von mehreren Fuß aufgefunden. Der Mörder batte die Theile 6 Zoll tief unter die Erde verscharrt. Ein Arbeiter mit Namen Samuel Johnson, welcher bei den El tem des Kindes loairte. wurde verbaf tet und machte dem Sheriff Brown ein offenes Geftändniß. Er gab als Grund feines Verbrechens Rache gegen die Mutter des Kindes an, welche ver weigert habe, ihm Schnaps zu geben. ,
Der Deckel zu.
In unserer Nachbalstadt Cincinnati. Cincinnati, 5. Jan. Zum ersten Male seit 20 Jahren wurden heute' um Mitternacht sämmtliche Wirthschaften geschlossen. Dies ge schah auf peremptocischkn Besehl deS Bürgermeister Dempsey, der in der letzten Wahl siegte. ! I Schmachvolle Behandlung. Washington, 5. Jan. Die Behandlung, die Frau Morris, die früher in Indianapolis wohnte, im Weißen Hause zu Theil wurde, findet in der Landeshauptstadt Mißbilligung. Frau Morris, die sieben Nächte nicht geschlafen hatte, erschien im Weißen Hause und verlangte den Präsidenten persönlich zu sprechen, weil ihr Gatte, der ein Beamter deS Kriegsdeparte mentS sei, ungerechtfertigter Weise ent lassen wurve. Sie hoffe, daß der Präsident ihren Gatten nach dem Interview wieder in in sein Amt setzet Man theilte ihr mit, daß fie den Präsidenten nicht sehen könne und als sie darauf bestand und das Wartezimmer nicht verließ, warf man sie zum Tempel hinaus. Die Art und Weise, wie sie an die frische Luft gesetzt wurde, erregte allgemeine Miß billizung. Rebellion zu Ende. Washington, 5. Jan. Nach richten, die von Santo Domingo ein laufen, berichten, daß der MoraleS Aufstand auf Puerto Plata letzte Nacht sein Ende nahm. Heftiges Feuern den ganzen vorher gehenden Tag'. CarcereS schließlich er folgreich. Auf CacereS Seite 30 Mann ge tödtet und 60 verwundet. Der Verlust auf der anderen Seite ist unbekannt. Aerztliche Hülfe wurde von dem ame rikanischen Kriegsschiff zu den Verwun beten geschickt, welche auf dem Lande an einen Platz getragen waren, der durch eine Fabne mit einem rothen Kreuz bezeichnet war. Der Tod des Rodriguez war ein harter Schlag für seine Partei. 7 amerikanische Bürger wurden an Bord deS Szorpion genommen. Keine Todte unter den Amerikanern. Die Feindseligkeiten sind beendet. Wieder flott.' Norfolk. Va., 5. Jan. Der belgische Dampfer Antigoon von Mo bile nach La Rochelle bestimmt, der im Dezember 16 Meilen südlich von Cape Henry scheiterte, wurde heute flott ge macht. Das Steuerruder ist fort und das Schiff leckt etwas, doch ist fein Zustand im Uebrigen gut. Großfeuer Im Geschäfts-Centrum von Kansas City. K a n s a S City, 5. Jan. Der ganze Geschäftsdistrict im Centrum un serer Stadt ist in Gefahr durch ein Feuer, welches im Kample Gebäude heute Abend ausbrach. Von dem zweistöckigen Kample Ge bäude nahe der 10. und Walnut Str. verbreiteten sich dieFlammen zum Com merce Gebäude, dem größten Office Gebäude in der Stadt. Die Bank of Commerce befindet fich in dem bren nenden Geschäftspalast. Die ColumduS Buggy Co., direkt nördlich davon, ist schon gänzlich zer stört. , Die Femrwehr konnte die Flammen in der Buggy'Handlung nicht wirksam bekämpfen und dieselben ergriffen auch das angrenzend: Gebäude der Kimball Piano Co. Erst nach zweistündigem Kampf ge lang eS, das Feuer im Commerce Ge bäude unter Controlle zu bringen. Der Schaden wird $380,000 erreichen. ' Eine um 1 Uhr früh eingetroffene Meldung berichtet, daß anscheinend keine Hoffnung vorhanden ist, das Ge bäude der National Bank of Com merce zu retten. , Kasfirer Rule er klärt ab?r, daß das im Sicherheit. gewölbe ' befindliche Baar im Betrage von 3 Millionen nicht in Gefahr ist. Logsnöport, 5. Jan. Da niel Tolan. 66 Jahre alt, ein Soldat des BürgertriegeS, welcher dem 46. In fanterieReglment von Jndiana zuge theilt gewesen war, wurde in der Nähe von Walton von einem Zuge der Pan handle Bahn Übersahren und getödtet. Er setzte sich in seiner Zerstreutheit auf die Schienen und schlief ein. Tolan
war Junggeselle.
Grobbritanttienö neuer Kurs.Einem britischen Brauche folgend hat der neue Premierminister Sir Henry Campbell-Bannerman in einer Versammlung von Parteifreunden
sein Regierungsprogramm entwickelt. Den weitaus wichtigsten Punkt in seiner bedeutsamen Rede bildet die Erklarung, daß er im Verkehr mit dem Auslande jeder Ang.?iffs- und Abenteuerpolitik gründlich abhold sei und danach streben werde, mit allen Volkern die besten Beziehung: zu unterhalten. Nach den pöbelhaften Anrempelungen, in denen sich 'seit einlger Zeit verschiedene Mitglieder des Kabinetts Valfour gefielen, werden . diese Worte ,nicht nur bei allen einfichtsvollen Briten, sondern auch im Auslande und namentlich im Teutschen Reiä?e freundliche und beifällige Aufnahme finden. Der neue Premier begrüßte bei der Gelegenheit mit besonderer Genugthuung die deutsche Bewegung zur Herbenuhruna und Erhaltung besserer Beziehungen zwischen Deutschland und Großbritannien und fugte hinzu, daß er auch nicht den mindesten thatsächlichen Grund zur Entfremdung zwischen den beiden Nationen entdecken könne. Wer mit kühlem und politisch einigermaßen sicherem Blick die heutige internationale Lage prust, wird Sir Campbell - Bannerman zustimmen müssen. Es gibt zur Zeit zwischen , England und Deutschland kaum einen Streitpunkt, der ernstlich eines Schufses Pulver werth wäre. Wenn die amtlichen Beziehungen der beiderleittgen Regierungen trotzdem zungsthin eisig kühl waren, so trifft die Schuld daran die Londoner Hetzpresse und eimge britische Staatsmänner, die mit ihr in ein Horn bliesen. -Daß auf deutscher Seite auch Manches geschehen ist, das die Spannung zwecklos verschärfte und deshalb besser unterbneben wäre, läßt sich nicht leugnen; ein altes . Sprüchwort sagt aber bekanntlich: Wie man in den Wald ruft, so hallt es wieder. Es ist anzunehmen, daß der neue Premier nicht tauben Ohren predigte, denn m England wie in Deutschland mehren fich die Stimmen, die zu rumaer Vernunft mahnen und daraus hinweisen, daß trotz scharfem Wettbewerb auf wirthschaftlichem Gebiete gute politische Beziehungen zwischen den beiden Landern herrschen können und im gegenseitigen wohlerwogenen Interesse von Rechts und Vernunft wegen auch herrschen sollten. Die Thatsache, daß der König Edward zur Zeit stark verschnupft ist. kann bei dem hochgradig entwickelten Unabhängigkensaefuhl seiner Unterthanen kern -ernstes Hinderniß für die. Wiederannaherung der Volker bilden, und außerdem zeigt fich der Monarch auch in der Regel verständigen Vorstellungen zugänglich. Im Uebrigen legte Sir CampbellBannerman als die Grundlage seiner Auslandpolitik fest: Das Bündniß mit Japan, die englisch-franzöfische Entente" und die alte Freundschaft mit den Vereinigten Staaten. In der Finanz-. Kolonial- und Zollpolitik wird die liberale Regierung, wie das vorauszusehen war, wenig oder nichts ändern. Damit sichert sie ' sich den ungestörten Fortbestand guter kommerzieller Beziehungen zum Ausland?, wirft aber gleichzeitig Joe Chamberlain den Fehdehandschuh hin: Auf die Feindschaft des Anstifters des Burenkrieges mußte der neue Premierminister aber ohnehin gefaßt sein, unddie nächsten Wahlen werden lehren, ob das britische Volk sich der Leitung des maßvollen Staatsmannes anvertrauen will, der soeben das Ruder ergriffen hat. oder ob es der von Chamberlain entfalteten Fahne des Imperialismus zu folgen gesonnen ist. Von seinem Stiefvater e r st o ch e n wurde im Verlaufe eines Streites der Maurer Lork in Schoenedeck, Rheinprovinz. Der Mörder wurde verhaftet. Der geraubte Pyrenäenpokul. Auf der OlympiaAutomobilausstellung in . London wurde der Pokal für die jüngst ausgetragene Pvrenäen-Touristenkonkurrenz geraubt. Dus einzigartige Stück besteht aus 38 Kilogramm reinem Silber und hat einen Werth von $2400. Die Spitzbuben konnten nicht ermittelt werden. Professor Kraeplin in Heidelberg, eine Autorität auf dem Gebiete der empirischen Psychologie, hat durch 2000 Experimente festgestellt, daß die Aufnahme von einem Drittel Alkohol in den menschlichen Organismus genügt, um wahrnehmbare Störungen des Gesichts-, Geruchs- und Tastsinnes sowie der verschiedenen Geistesfunktionen hervorzubringen. VerschluckteeinePuppe. Ein 13jähriges Mädchen Namens Lizzie Parton in Cincinnati. O., verschluckte neulich eine kleine PorzellanPuppe, welche sie unvorsichtiger Weife in den Mund gesteckt hatte. Da sie keine üblen Folgen verspürte, verschwieg sie den Vorfall. Einige Tage darauf wurde sie jedoch von einem heftigen Unwohlsein befallen. Nun erzählte sie ihrer Mutter, was ihrer Anficht nach die heftige Erkrankung berursacht habe. Ein Arzt wurde als bald zu Rathe gezogen, aber der Zustand der Kleinen verschlimmerte sich zusehends, bis sie der Tod von ihren
l Leiden erlöste.
