Indiana Tribüne, Volume 29, Number 113, Indianapolis, Marion County, 5 January 1906 — Page 5
j'L
Jndlana Tribüne, 5 Januar imio
5
litom maschrr Mann müßte, rocr läncher Mann wär.
Humoreske von Pcrghaus.
Seine Excellenz, der Herr Kriegsminister .te es. wenn der Dienst es gestattete, auf den Fluren seines ererbten Familiengutes ab und zu einmal gründlich auszuspannen," um sich von den Strapazen des verantwortlichen Dienstes zu erholen. Getreu seinen: Wahlspruch, nichts halb zu thun," wollte er während dieser Zeit nichts anderes als Landwirth sein, und war sein Kostüm auch dementsprechend, so daß selbst der eingefleischteste Agrarier dasselbe hätte als Muster nehmen tönneu. Tie Uniform blieb überhaupt in der Residenz zurück, ein alter Flauschrock oder eine wettergeprüfte Jagdjoppe trat an Stelle des goldgestickten Generalrockes. ein starkgebrauchter Filz bedeckte das Haupt, während ein mächtiger Eichenknüppel in der Hand das Schwert an der Seite vertrat.So bot das Acußere des bohen Herrn mit seiner nicht großen, etwas starken Figur und dem graumelirten Bart nicht den geringsten Anhalt für die Lebensstellung, desselben. Nur die Pferde, welche ti in sein ländliches Tuskulum mitzunehmen pflegte, hätten vielleicht den Schluß gerechtfertigt, daß der Reiter den höheren Ständen angehöre, doch ließ anderseits die einfache graue oder blaue Unterlagedecke keineswegs die militärische Charge desselben . ahnen. Häufig wär er daher schon auf seinen Ritten oder dem Gange über die Felder verkannt worden, indessen amüsirten derartige Abenteuer den jovialen Herrn stets auf das kostbarste. So war er auch eines schönen Sommertages durch den zu seinem Gute gehörigen Wald geritten, als ihm ein junger Husarenoffizie: begegnete, weleher erst vor Kurzem aus der Ferne in das circa zwei Meilen von dem Gute entfernt garnisonirende Regiment versetzt worden war. Nach kurzem beiderseitigen Gnlß wollten sie aneinander vorbeireiten, als der Offizier plötzlich sein Pferd anhielt und, mit Kennermiene den eleganten Braunen des Generals betrachtend, sagte: Tonnerwetter. Sie reiten ja aber einen famosen Gaul!" Ja. das Pferd ist nicht schlecht entgegnete der andere, ebenfalls anhaltend. Wissen Sie. ich muß noch ein Pferd haben, wollen Sie mir das Ihrige derkaufen V Nee, lieber Herr, ich mache keine Pferdegeschäfte." Na, na, wenn ich Ihnen einen guten Preis biete, werden Sie schon wollen, doch davon später, zunächst reiten Sie mal. bitte, ein Endchen zurück und -x traten Sie dann vorbei." . v Obgleich, innerlich lachend, trabte Eceüenz 'gesinnungstüchtig hundert Schritt zurück, und kam dann in derselben Gangart vorbei. Famos!" sagte der Leutnant, nun aber auch einen kleinen Galopp!" Abermals that der General, wie ihm geheißen, ging im tadellosen kurzen Linksgalopp ab, changirte dann um und kam im eleganten langen Rechtsgalopp zurück. Brillantes Gangwerk!" rief der Offizier bewundernd, sind Sie willens, mir. das Pferd für zwölfhundert Mark zu verkaufen?" Ach. wo denken Sie hin. ich kfabc selbst achtzehnhundert dafür gegeben." Na. man nicht renommiren. Alterchen! Jedenfalls bitte ich mir zu gestatten, den Gaul selbst einmal Probiren zu dürfen, allerdings müssen Sie so lange den meinigen halten." Ueber diese neue Zumuthung keineswegs empört, kletterte Excellenz herunter, nahm das Pferd des Leutnants in Empfang, während dieser sich leicht in den Sattel schwang, und den Braunen in allen Gangarten ritt. Inzwischen war das Husarenpferd, welches zuerst den gänzlich unbekannten Civilisten äußerst mißtrauisch betrachtet hatte, sehr unruhig geworden, sprang im Kreise herum, stieg und machte allerhand Kapriolen, so daß es der General nur mit Mühe zu halten vermochte und erleichtert aufathmete, als jener seine Probe beendet hatte, absprang und, dem Braunen den Hals klopfend, sagte: Ter Gaul ist tadellos geritten, springt auf die leiseste Hilfe an und ist fest auf den Knochen, wird er aber auch truppenfromm sein?" Ja, dafür' will ich garanti. ren," meinte Excellenz lächelnd. Na. schön, und ich bin bereit. Ihnen fünfzehnhundert Mark dafür zu geBen." Nee. Herr Leutnant, wie gesagt, ich verkaufe das Pferd nicht." Aber seien Sie doch nicht so eigensinnig, alter Herr, bei der heutigen Lage" der Landwirthschaft sind fünfhundert Thaler nicht zu verachten, und im übrigen könnten Sie auch ein billigeres Pferd reiten." Na, das ist solche Sache und doch sehr fraglich, ob ich das könnte," erwiderte Excellenz von neuem lächelnd, indem er, dem Beispiel des Offiziers folgend, auch wieder aufsaß. Nun, wenn Sie absolut nicht wol len, Alterchen, dann ist Ihnen nicht zu helfen," schloß der Leutnant.' aber überlegen Sie sich die Sache zu Hause mit Ihre? lieben Frau vielleicht lege ich auch noch 'ne Kleinigkeit zu und wenn Sie sich zum Verkauf entschließen - sollten, so bitte es mich wissen zu lassen.
Ich stehe in C. in Garnison uno v:n der Leutnant Graf 26." Und ich der Kriegsminister v. N." Ah Pardon. Excellenz, bitte tautendmal um Verzeihung, aber " Das konnten Sie nicht ahnen, daß der bäuerisch aussehende alte Kerl der Kriegsminister sein tonne," unterbrach der joviale General, nunmehr laut herausplatzend, den Sprecher, aber das macht nichts, und da ich nun , doch einmal Ihre liebenswürdige Bekanntschaft auf so eigenthümlicheArt gemacht habe, noch dazu auf meinem Grund und Boben, so bitte ich. bei mir zu frühstücken." Alcx.mdcr I. bei Austcrlik. Anläßlich des 100. Jahrestages der Schlacht von Austerlitz, in der Napoleon I. am 2. Dezember 1805 über die vebündeten Armeen Rußlands und Oesterreichs einen entscheidenden Sieg erfocht, schreibt ein deutschländischer Fachmann: Napoleons Sieg über die verbündeten Armeen wäre weniger glänzend ausgefallen, wenn der russische Kaiser Alexander I. mit der bescheidenen Rolle eines Zuschauers sich begnügt hätte, statt den Feldherrn !zu spielen. Ter junge Kaiser besaß wohl militärische Erfahrungen, er hatte sie aber in Kafernen und auf Exerzierplätzen gesammelt. An Rathschlägen hatte es nicht gefehlt, um den Kaiser vor der Ein Mischung in die strategischen Operationen zu warnen. Vor allem war es sein kluger Minister der auswärtigen Angelegenheiten. Fürst Ecartoryski, welcher dem Kaiser auf's dringendste anrieth. die Oberleitung dem alten und erfahrenen HaudegenKutusow zu überlassen. Diese Rathschläge wurden aber sehr ungnädig aufgenommen, und der Kaiser begab sich zur Armee. Es war dies der erste Fehler, dem alsbald eine Re!he anderer folgten. Der Kaiser ließ sich z. B. von einer Anzahl junger Günstlinge, einer Art von Militärkabinett, in den Feldzug begleiten. Tie wichtigsten Entscheidungen wurden von diesen Salongeneralen übe: die Köpfe alter verdienter Offiziere hinweg getroffen. Ihrem Einflüsse war es ebenfalls zuzuschreiben, daß sich Alexander durch die strategischen Rathschlage des österreichischen Generalauartiermeisters Wcirother, eines -Doktrinärs, leiten ließ. Kutusow konnte ihn nicht leiden.' Am Vorabend der Schlacht hielt Weirother den russischen Befehlshabern eine Vorlesung über die zu liefernde Schlacht. Man wurde lebhaft an einen Lehrer erinnert, der seinen Schülern eine schwierige Aufgäbe erklärt." erzählt Graf Langeron in seinen Memoiren. Während dieser Vorlesung schlief Kutusow ein und begann laut zu schnarchen. Die anderen Generale begriffen die komplizirte Disposition nur zum Theil; dazu kam noch der Umstand, daß es an Zeit mangelte, um eine' genügende Anzahl von Kopien der Disposition für alle Befehlshaber fertigzustellen. Die meisten blieben im Unklaren, um was es sich
eigentlich handelte. Kutusow war beinahe in derselben Lage. Als ihn der Kaiser am frühen Morgen, vor Beginn der Schlacht fragte: Nun, was meinen Sie, wird die Sache gut gehen?" ant--wortete der schlaue Höfling lächelnd: Wer kann am Siege zweifeln, wenn Eure Majestät zu kommandiren geruhen!" Hierauf antwortete Alexander: Nein, Sie kommandiren hier, ich aber bin nur ein Zuschauer." Auf diese versanglichen Worte antwortete Kutusow nur mit einer Verbeugung. Kaum aber hatte sich der Kaiser einige Schritte entfernt, so wandte sich Kutusow an einen General, der- in der Nähe stand, mit den Worten: Ja, das ist mir was Schönes! Ich soll kommandiren. da ich doch weder den Angriff angeordnet, noch gewollt habe!" Als charakteristisch für den milit'ärischen Dilettantismus Alexanders müssen auch die großartigen Kavallerieattacken erwähnt werden, welche der kaiserlichen Garde eine Anzahl ihrer schönsten Reiterregimenter kostetcn, ohne irgend welchen Nutzen zu bringen. Eine kleine Vulzgcschichtc. In England wird derjenige bestraft, der ein Mädchen gegen ihren Willen küßt, und so wurde auch einmal ein Schl'ächtergesclle verurtheilt, der ein Dienstmädchen geküßt hatte, und von dieser vor den Nichter zitirt wurde. Tie Notiz über diese Gerichtsverhandlung kam in die Zeitungen, und ein Londoner Rechtsanwalt entdeckte, daß der Name des bestraften 5:Lssers ein und derselbe sei mit dem eines Erben, den man schon lange suchte, weil er eine reiche Erbschaft aus Australien antreten sollte. In der That war der Kllsser auch der richtige Erbe, der so durch die Strafe für einen geraubten Kuß zu einem großen Vermögen kam. Gcdankknjplitter. Teine L?st wird nicht lkichtir: .aber du sannst Irrncn, sie leichter zu tragen. Wie diel Herzeleid könnten die Mensche sich sparen, wenn sie vom Kartoffelkraut nic! Weintrauben, sondern ilcrtofjclti erwarten wollten! Tedurch. dak du oft fortwährend einem bestimmten Glücke nachjagst, kann dich ein anderes nicht einholen. Te Bescheidenheit ist wie ein dichtbelaub ter ?aum, der seine Früchte unter den Blättern versteckt. Für jedes Häuschen, das der Mensch errichtet, macht er sich den sorgfältigsten Bauplan; nur für sein LebenZgebSude nicht!
InHyttmachl flcfaffcn! Tie Ursachen dieser Anfälle und Mittcl zu ihrer Beseitigung. .
Eyspto,e Blutverlust uud denen Folgen. Blutleere im Gehirn Behandlung des $a tienten-Frische Luft Unbehinderte Blut, Zirkulation -vttechmittel. Eine Ohnmacht kündigt sich meist durch Schwindel,. Verdunkelung des Gesichtes und Ohrenbrausen an. Die Augenlider fallen zu, die Glieder versagen ihn Dienst, der Kranke verliert feine Haltung, er sinkt langsam zu Boden. Gesicht und Lippen werden blutleer, bleich und kalt; oft tritt auf der ganzen Hautoberfläche kalter Schweiß ein. Nach anfänglichem Herzklopfen 'wird der Herzschl'ag schwach, schließlich ganz undeutllich; der Puls ist häufig gar nicht fühlbar. Solche Ohnmachten beruhen im Allgemeinen auf Blutleere des Gehirns. Daher 'kommen sie zunächst stets nach großen Blutverlusten vor. Wenn sie bei manchen Perfonen von weichlicher Gemüthsart schon nach ganz geringen Blutungen eintreten, so ist daran nicht der kleine Blutverlust schuld, denn solche Leute fallen oft auch fchon beim bloßen Anblick blutender Angehöriger in Ohnmacht. Bei Ohnmachten dieser Art entsteht die Blutleere des Gehirns jedenfalls dadurch, daß durch die Gefäßnerven eine krankhafte Zusammenziehunz der Blutgefäße, eintritt, so daß das Herz nicht mehr genügend Blut naa oben befördert. Nein mechanisch wird diese Verminderung in der Alutzufuhr auch herbeigeführt durch langes Stehen; am gewaltigsten aber wird die Blutcirkulation gestört durch zu enges Schnüren; dadurch entstehende Öhnmachtsanfälle sind deshalb auch ziemlich häuflg. Blut muß dem Gehirn aber nicht nur in genügender Menge, sondern auch in guter Beschaffenheit zugeführt werden, d. h. es muß sauerstöffreich sein. Bei Ohnmachtsanfällen ist der Patient alsbald in die frische Luft zu schaffen oder in ein Zimmer mit weit geöffneten Fenstern, damit er vor allem sauerstoffreiche Luft einathmen kann. Darauf bringt man ihn in horizontale Lage, Füße hoch. Kopf tiefer gelagert, um den Zufluß des BluteZ zum Gehirn zu unterstützen. Nur in den seltenen Fällen, wo Gesicht und Lippen deS Ohnmächtigen nicht bleich, sondern roth sind) was auf zu großen Blutandrang nach dem Kopfe deutet, lagert man umgekehrt: Füße tief, Kopf hoch. Ist die Ohnmacht infolge eines Falles oder Schlages auf den Kopf eingetreten, so muß für unbedingte Ruhelage des Verletzten bei erhöhtem Oberkörper gesorgt werden. Von großer Wichtigkeit : ist die unbehinderte Blutcirkulation. Daher sind alle den Hals, die Brust und den Unterleib beengenden Kleidungsstücke schnell zu lösen, nöthigenfalls aufzuschneiden. Dann besprengt man Gesieht und Brust mit kaltem Wasser. Ist Kölnischwasser oder Essig' zur Hand, so reibt man damit Stirn und Schläfen ein. Auch Riechmittel, wie Salmiakgeist, Kölnischwasser, aromatischer Essig, Hirschhorngeist reizen die Nerven und beleben die Ohnmächtigen. Niemals aber soll man diese Flüssigkeiten in der Flasche unter die Nase halten, weil sie sonst bei Bewegungen des Erwachenden oder beim Niesen desselben in die Nase fließen und Erstickungsanfälle verursachen können. Vielmehr halte man nur damit getränkte Tücher vor. In schweren Fällen von Ohnmacht sind noch stärkere Reizmittel anzuwenden, wie Reiben von Brust und Rücken mit nassen Tüchern, das Bürsten der Fußsohlen und Waden. Das Aufhören der Ohnmacht kündigt sich durch Gähnen, Seufzen, leichte Zuckungen der Gesichtsmuskeln an. Lippen und Gesicht beginnen sich wieder zu färben, die Wärme der Haut kehrt allmälig wieder zurück, das Bewußtsein erwacht, der Kranke schlägt die Augen auf. Nun genieße er etwas Wasser oder belebende Getränke, zum Beispiel einige Theelöffel starken Wein oder Kaffee oder in einem Eßlöffel 15 Tropfen Hoffmannstropfen mit Waser. Auch verweile er noch einige Zeit in liegender, oder halbsitzender Stellung. Dann aber hinaus in die erfrischende, belebende Luft, natürlich in weiter, bequemer Kleidung! Die verhangnißvolle Tbür. , Eine merkwürdige Geschichte wird aus Karnak bei Luxor in Oberegypten berichtet. Ein Einwohner hoffte, auf dem Stück Land, auf dem sein Haus stand, Reichthümer zu finden, und fing an, nach den vermeintlichen Schätzen zu graben. Er entdeckte eine alte Thür, öffnete sie und trat ein; t da er nicht zurückkam, folgte ihm feine Frau. Aber auch sie kam nicht zurück. Der Sohn und die Tochter, die nach dem Verbleib der' Eltern forschten, kehrten gleichfalls N'cht wieder,und schließlich hatte noch ein Eingeborener, der ihnen folgte, dasselbe Schicksal. Die Behörden wurden von dem Vorfall benachrichtigt und es ergab sich bei der Untersuchung, daß die fünf Unglücklichen durch ein giftiges Gas erstickt waren, das der Grube, in die die alte Thür führte, in reichlicher Menge entströmte. Die Wiege der Weberei ist EgYPten.
Zinngkminnung.
Wie khinese das soziale Problem auf Ma larra losen. Das auf der britischen Halbinsel Malakta gewonnene Zmn wird aus dem Alluvium ausgeschieden, das von dem Granit-Gebirgsstock. der das LängZgrat der Halbinsel bildet, in die Ebene gespult wird. Man findet zinnführendeö Alluvium fast üö:rall in dem Tieflande des westlichen Theiles der Halbinsel, nur ist es in der Ebene meistens von einer schweren Humus-Schicht überlagert, so daß die Hauptbüriebe sich an den Stellen befinden, wo die Bergsiröme aus den letzten Lorbergen in die Ebene treten. Der Betrieb war früher ausschließlich in den Händen europäischer, vornehmlich englischer Gesellschaften. Nachdem jedoch trotz der Bagger und Elevatoren die Forderung so kostipielig wurde, daß kaum noch die Kosten gedeckt wurden, wurde ein Betrieb nach dem andern eingestellt und dann später durch chinesische Genossenschaften wieder aufgenommen. Letztere stellen eine sehr schöne Lösung des großen sozialen Problems dar und werfen ein helles Licht auf die hohen Tugenden und die uralte Kultur der Chinesen. In großen Zügen ist die Einrichtung folgende: ein oder mehrere Kapital!sten," d. h. wohlhabendere Chinesen, die zugleich die Buchführung und An- ' und Verkäufe besorgen, geben das nöthige Geld für den Betrieb. Löhne werden nicht ausgezahlt, da bis zum letzten Handlanger herab ein jeder Theilhaber des Geschäftes ist. Was zum Lebensunterhalt und zur Bekltt dung nothwendig ist. erhält jeder Theilhaber aus dem gemeinsamen Lager. das in großen Mengen und daher sehr billig verkauft. Geld bekommt vor Jahresschluß niemand zu sehen. Dann aber wird Kassa gemacht, der Gewinn festgestellt und von diesem ziehen, je nach Uebereinkommen, die Geldgeber fünf bis zehn Prozent für sich ab und der Rest kommt nach ganz bestimmten Grundsätzen, so und so viel Prozente für die Schmelzer, fo viel für die Wäscher und so viel für die gewohnlichen Handlanger, zur Vertheüung. Was diese Leute unter dieser äqua torialen Sonne für eine Arbeitslei stung ausweisen, ist einfach wunderbar. In Serandah bei Kwala Lumpur ist das ungeheure, e:wa 2640 Fuß lange und 1320 Fuß breite Loch, aus dem der Alluvial-Sand herausgeholt wird, ungefähr 198 Fuß tief, und aus dieser Tiefe schleppen die Chinesen,' auf Gerüsten emporkletnd, in Korben und Säcken das Alluvium an die Oberfläche und schütten es in die aus Brettern hergestellten Kanäle, in denen das scharf fließende Waer die leich tern erdiaen und sandigen Bestand theile fortträgt, während die schwerern ,Erzthelle auf dem Boden liegen blei ben und später gesammelt werden, um dann direkt in die Schmelzöfen zu gehen. Wenn man bedenkt, daß unge fähr 4000 Kubikyards an die Oberfläche geschleppt weiden müssen, um 1000 Pfund Zinn zu erzielen, so hat man eine Vorstellung von der zu leisienden Arbeit. Die kleinen Schmelzöfen, die mit Holz gefeuert werden, sind von der einfachsten Bauart und ergeben direkt die langen Stangen von Zinn, wie sie gewöhnlich auf den Markt kommen. Die Zinnbetriebe sind fast alle auf der Westseite der Halbinsel, da auf der Ostseite der Pflanzenbestand zu stark und die darüber lagernde Humuserde zu mächtig ist. Aerztinnen in Deutschland. Nach einer Zusammenstellung haben in Deutschland seit dem Jahre 1900 46 Frauen die ärztliche. 6 die zahnärztliche Approbation erworben. Von 31 Aerztinnen liegen genauere Daten vor: Es sind von ihnen 9 in Berlin. 4 in Charlottenburg. 2 in Halle und München, je 1 in Bremen. Breslau. Darmstadt, Dresden, Frankfurt a. M.. Hamburg. Karlsruhe, Königsberg. Leipzig, Mannheim, Nürnberg. Rostock. Weimar thätig; 1 ist von Frankfurt a. M. nach Florenz verzogen. Von den 5 praktischen Zahnärztinnen wohnen 2 (Schwestern) in Dresden, je 1 in Berlin, Hannover, Königsberg, München. Von den 31 Damen sind 24 praktische Aerztinnen (das. heißt nur für Frauen und Kinder). 4 Spezialärztinnen (1 für Kinder, 1 für Kinderkrankheiten und Orthopädie, 2 für Frauenkrankheiten). 3 sind Assistentinnen an einer Entbindungs-Anstalt, einer Staatsnervenanstalt und einer Psychiairischen KlinN. Unter den praktischen Aerztinnen bekleiden 2 das Amt einer Schulärztin. 1 das einer Polizeiärztin. Den Doktortitel haben 30. verheirathet sind 4. Deutsch französische Kameradschaft. Unlängst kam der französische Eisenbahnbeamte Schmitt.nach der Eisenbahnstation Deutsch-Avricourt, ElsaßLothringen, zur Aufklärung eines Irrthums. Beim Abspringen von einem Zuge wurde er getödtet. Die Beamten in Deutsch-Avricourt stifteten dem so jäh Verunglückten einen prächtigen Kranz mit Widmung und Ietheiligten sich in stattlicher Anzahl an der Beerdigung. Die rege Betheiligung der deutschen Kollegen fand herzliche Sympathie. . Der anwesende Inspektor aus Luneville sprach wiederholt seinen Dank' für die kameradschaftliche Betheiligung der dutschen Beamten aus.
SWmdWidkM - SWtzSPiWN.
vandalia Abgang St. LouiS Spcl., tägl sd.. 1 500 St LouiS LiV täglich säckd70)üar Tavital Expreß tSgl d.... 7 1)8 St LouiS Ac tägl 7 3 )Vm Eh St L Ezpreß täglich 6 s. 12 sMm St Lonik Erpreß tägl ....... 3 15N ? Elsingham Aee tägl. 4 00 Nn: St L ga? Mail täglich.. 10Y. Ct Louis Spccial täglich s..1l 3i.Nm Vincenneö fcaiw & Vincen Expr täglich 7 20Vm VineeNneS E'preß tSgl.. 8 öNru Spencer & Frcnch Lick Ae, tgl 4 45Nm
Cleveland, Oncmnatt, Chicago dc SU Sems RaUwe?, Tleveland Di vifie
Abgang American Erpreß täglich. . . . 4 20Vm n 8 & Slrn täglich d... 7 30Bm Clevland Accom .10 45S3m Anderfon Ezp 11 30Vm NSckB Lim, tägl d s. . 2 46Nm Winona Fltzer, p 3 lONm Ft Wayne Elkh Exp tagl 5 50Nm icknbntkn Sv täal d . . 6 55& Toledo & Detroit Exp tägl. 8 ZONm St. LouiS Ein, Jndps & St 2 Ezp tgl s 12 05Bm New Vork Ltd tägl a . .12 2093m St Louis Accom. 7 16Vm Sont?hweftern Lim tgl d s. . .11 0533 St Louiö Expre), tägl d s..11 45Vm St. LouiS Ltd tägl d s 3 15Nm Tene Haute ck Mat'n Aee 5 OSRm American Ezpreß tägl 7 05Nm Tineinnat Ein 6? LouS Nachtexpreß tgl 3 St Louö & Ein Nachterp tg 4 Cincinnati Ezp täa 7 Cincinnati Flyer tägl p.... 1 Cmcinnati Lim tägl p . . .. 2 LouiSville Expreß 2 Cincinnati Accom 4 Ane & Wash F L tg d 6 p 6 45Bm 80Vm 30Vm 00Nm 65Nm Shi Ehicago Nachtexpreß tägl ..12 Kankakee Accom .......... 7 Ehieago Fast Expreß tgl d p 11 White Eity Special tägl d p 3 LaFayette Accom ......... 5 Mich Lenton Harbor Expreß..... 7 Mchigan Mail Expreß p.11 Winona Flyer p 3 Elkhart Aee täglich ........ 6 yeoria Peoria Expreß täglich ....12 Peoria Expreß k Mail. 7 Western Expreß täglich p dll Ehampaign Aeeom ........ 4 Peoria Eolumbuö Erpreß tägl... 6 Ohio Special tägl 2 LynnAecom..... .. .. S OOVm 50Nm 15Nm
pittsburgh, Cincinnati, Cwcago & St. Cents R'f. Indianapolis Division.
Abgang 8 35Vm 7 30Vm 8 lOVm 3 05Nm 5 OONm 7 lONm 7 20Nm 11 LONm PittSburg Svecial, tägl a .. EolumbuS Aeeom tägl... New Fork Expreß täg d.... Keyftone Expreß tagl d & a. Atlantic Expreß täglich ... N S Lim täglich adb PittSburg Expreß. täglsd.. PittSburg Spcl tägl s d Eh ieago Chicago Special, tglp d .. 113533 3on 6- Ehi F Expr täglich 11 50Nm Sonisville Southern Erpreß tägl . 3 85m 7 20Bm 7 80Vm 8 208m 8 55Nm 3 55Nm 7 ION PitlSe Lon F L tägl,.. Mad Aee nur omn...... Louiöv k Madison Aeeo Chieaao & Lou F L täglich p d Madison Aeeom tägl... LouiSville Aeeom tägl
Cincinnati, Hamilton & Dayton R. R. Eincinnati Division.
Abgang Eweinnatt veft täglich a. 4 OOVm Fast Mail täglich 8 05Bm Eine, Toledo, Det Exp p. . .10 40Am Einttnnatt & Dayt'n Expr p 3 OONm Ein & Dayton Lim tägl dp 5 OONm & Detroit Expreß täglich 6 30m Springfield Springfield Mail & Expreß 7 OOVm Chicago Expreß p 11 5025m Decatur Accom 3 30Nm Cin.ckEpringfield Ex. s tügl.ll 20Nm tast (Eric & Abgaag 5?ail und Erott! '....7 Je T Det ä: M C Gx täglich..!2 30Nm Chicago Expreß..... 6 50N
Chicago, Indianapolis & komsville Ry. Monon Route.) Abaans Snesnft
Ehie Night Expreß tägl ...12 55V faft" Mail täalick .. 7 OOVm Ehi Expreß, nur Sana pd.. 11 50Vm e.h: Mich City V5ft dp.. 3 35Nm M0EO A,.. 4 005? Via E.H. k D. tty., Cbieago Lxpßp ...11 5033m 8 ttkndt S!epcr ,Plo Cti. 5.
(ine.
A-l'unst PittSburg Socl, täglich . I 20V m ütx Qotl Expreß täglich s. e SOVrn Sneller Mail täglich.... 8 00L Terre Hute Sfsing Acc tfy 10 2553m Kehjtoae Expreß tägli)ä s. 2 403?m Atlantic Erpreß täglich... 4 Mtsb Erp, tägl s d . . . . 6 655! The Limited tägl 4b7 05 PittSburg Spcl taglich s d 11 25?!m Division. Spencers Frcnch Lick Ae, tgl 9 55 Vincenneö Ezpreß täglich.. 10 S093&T Eairo Erpreß täglich. i5Rm Ankssji New Sark Ltd tägl d 12 lOVm Detroit & Toledo Exp tägl s 7 55Nm ffort Wayne & Elk Ezp tägl 10 36Vm SouthdeSern Ltd tgl da.. ..11 25Tm Anderfon Expreß p 2 45Nm St LouiS Ltd tgl d a 3 00$ Winona Fly;r, p 6 lONm American Expreß taglich.... 6 459fa. BHck Union City Accom. . . 8 l5Nm Division. American Expreß tgl 4 OOVm St L, Ein & Col N Exp tgl d 4 20Vm Ct. LouiS Expreß tägl 7 l5Am Mat'n & T Haute Aee 10 35Arn R S k Boston Lim tägld. Z 40N St LouiS Accom. ......... 5 35V Washington Ezp, tägl p ds. 6 05Nm nickerbockn Sv täglsd.... 6 45Nm i Divisio-r. EineinnatiAee ...10 Einc u St L Ltd täg 10 Ehie k St LTxpreß tg d H pa 11 LouS St L öc Ehieego Expreßll White Eity Spezial tägl p.. 3 30B 5593m 8öVm SöBrz 053Ztt 40N. 50V OOMt
5o?ctt Indianapolis Acc, auög.Stgö e 00Nm Eine & LouiSo Najtttp tgl 811 20Nm Eine ZndS ä: St L Ex tg . .12 eago Division. l5Vm Eine Nachöezpreß, tägl .... 3 00Vm Kankakee Aeeom ...10 LOVm Eine Faft Expreß tagl pd.. 2 20Nm La Fayette Accom ? 2öNm Eine k Wash F L., tagl p.. t igan Division. 30Bm Elkhart Expreß tägl. ......10 89Vm Beuten Harbor Expreß p. 2 lONm Winona Flyer p 6 50Nm Michigan Expreß .... .... L Division westlich l5Vm EolumbuS & Axtc Exp tg! 8 2SVm Ehampaign Accom ........10 5LVm N S & Ohio Svecial ...... 2 lONm Peoria Expreß täglich p & d 6 Division östlich.
3023:3 8l)V 405? 0.ö 05A 30V 45Na IvNm 15R LOV 35 35Nö 08$a Lynn Aeeom.. ........ 10 EolumbuS Expreß tälzl.. . . .11 EolumbuS Expreß tägl ....12 OOVm 30230 OONtS Anlnnft St LomS Spezial tägl 1 4533 St LouiS Lim täglich add.. 55? Capital Expreß täglich sd. . . 7 00? Ehic & St 2 Expreß tgl d 8:i2 lONm SndianavoliS Aom 12 40Nm St LouiS Expr tägl d & . 3 05Nm Nimmt keine Passagiere tgl- V5N Indianapolis Acc, tag 11 155w Divisicn. Southern Expr täglich a 3 l5Sm Cbic &8o Expr täglich pd 2 405te Division. LouiSv & Madison Acc tägl 10 10V Ehie F 8 täg! p d.: 11 30V LouiSville u. Madison Ace.. 5 40N. LoniSö & Pittöb g täglich i 7 OONm Madison Aeeomm SonntagS 8 15V Lou & EhiF Expr. täglich 11.205$ L?u Eincinnati Vestibül: täglich 1 12 45Vs Fast Mail täglich ..... 6 35V Einc,& Chic Ezp täglich p.ll 4593 Etueirmatt SeL täglich 6 p S 2SN Eine fe SndflS Teeem p.. 7 5 Ein: Spgsild & Dcc E?tg i 11 loRa (I l l.) Division. Ein.ckSZzringfield Ex. s iügl. 3523 Decatur Accom 103533 Eincinnati Expreß p 2 50N Springfield Mail ä: Expreß 4 50Nm weftern R. R. Aukunk! SndianavoliS Sivreb 30 152ha Mail Expreß..' 3 ZONm Toledo Expreß v 40N Cincinnati Best tägl s...... 3 L5D ffaS Mail taalick . .. 7 50Nm Monon Aee, tägl auögSonn,lO 00V Eincinnati Vest täglich dp. 4 L2?im (West) und Noachdale. Eincinnati Elvreßp. ... L 45? CUkir Cs ...
i
