Indiana Tribüne, Volume 29, Number 112, Indianapolis, Marion County, 4 January 1906 — Page 6

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Europaische Nachrichten. Aroviltz Wcllfaren. B o t t r o p. Ein .Unglücksfall, der leider den Tod des Betreffenden zur Folge hatte, ereignete sich in der Grube des Schachtes Prosper 2. Der Bergmann Franz Kurtz von hier wurde durch herabfallendeGesteinsmassen aus dem Hangenden schwer verletzt. Nach kurzer Zeit starb er. Bochum. Ein blutiges Familiendrama spielte sich in dem Stadttheil Hamme ab. Der Bergmann August Kühn war mit seinen Schwägern in Streit gerathen. Dabei zog er ein dolchartiges Messer hervor und brachte beiden schwere Verletzungen bei. Der eine erhielt 5 Stiche in Kopf und Arm, der andere wurde durch einen Stich in die Lunge lebensgefährlich getroffen. Der noch jugendliche Thäter wurde verhaftet. Dortmund. Der scheidende Direktor des Stahlwerks Hösch, Lob, hat für die Beamtenunterstützungskasse 10,000 Mark,gestiftet. D o r st f e l d. Vor einiger Zeit spielten mehrere Kinder an der Bochumerstraße mit einem Tesching. Als der 12jährige Schüler Kottekraks von hier die Waffe, da sie nicht funktionirie, wieder entladen wollte, ging der Schuß los und die Kugel drang dem 14jährigen Paul Westermann von hier in die Brust. Der Knabe brach zulammen und mußte in die Wohnung seiner Eltern gebracht werden. Husten. Die Leiche des seit längerer Zeit vermißten Bohrarbeiters yüpplng von yr tst :n iKeyetm tn ver Ruhr gefunden worden. Hüpping war dem 2tttnje sehr ergeben. Diesem lim stände durfte auch sein Tod in den Fluthen der Ruhr zuzuschreiben sein. H a t t i n g e n. Letztens stürzte der 17jährige Sohn des FuhrunternehStienemeyer von hier von seinem Wagen herunter und verletzte sich so schwer, daß er nach kurzer Zeit verschied. Neheim. In einem massiven 5stöckigen Gebäude der Oelmühle von F. Brökelmann, in welcher ca. 500 Waggons Oelsamen u. s. w. lagerten, ließen die Valkenlager und das Mauerwerk nach; eine große Menge des Samens, wohl einige Waggons, fiel durch die Fenster in den Mühlengraben, so daß sie vom Wasser fortgespült wurden. Der Schaden ist ein bedeutender. Schwerte. Bei eine? schweren Schlägerei wurden hier der Arbiter Demgen getödtet und zwei Polizistc verletzt. Zwölf Verhaftungen sind vorgenommen worden.' Soest. Der hiesige Monteur H. Neubauer fiel in Ausübung seines Berufes in einer Höhe von 30 Meter von einem Hochofen der Hasper Eisenwerke. Er erlitt derartige schwere innere Verletzungen, daß er kurz darauf verschied. Mitten. Der etwa 18jährige Eisenbahnbedienstete Obermann von hier wurde auf dem hiesigen Bahnhöfe beim Rangircn vom Zuge erfaßt und überfahren. Die Räder gingen dem Aermsten über Kopf und Brust, so daß der Tod auf der Stelle eintrat. Obermann war erst vor Kurzem in denEisenbahndienst eingetreten. 'Rtzeinprovinz. Köln. Der in der Schnurgasse wohnende VerPutzer Kommer, ein als roher und gewaltthätiger Meilsch bekannterTrunkenbold, kam kürzlich nach Hause und wollte im Säuferwahnsinn auf seine im Bette liegenden Kinder mit dem Messer eindringen. Das älteste Kmd, ein 15jähriges Mädchen, flüchtete und sprang aus dem Fenster der zweiten Etage auf die Straße, wc es todt liegen blieb. Die übrigen Kinder brachte man lsbald in sichere ObHut. Kommer wurde in Polizeigewahrsam genommen. Düsseldorf. Der Direktor bei Provinzial - Feuerversicherungs - Anstalt, Landesrath Dr. Brandts, ist gestorben. Der Verstorbene war weiteren Kreisen bekannt durch seine bahnbrechende Thätigkeit auf dem Gebiete der Wohnungsreform, insbesondere durch seine 1897 erschienene, vielbcachtete Schrift: Aufgaben von G:meinde und Staat in der Wohnungsfrage, sowie als Vorsitzender des Rheinischen Vereins zur Förderung desAr'iterwohnwesens. Auch um die Organisation und Förderung der katholisehen Charitas hat sich Dr. Brandts große Verdienste erworben. Essen. Auf dem Schacht Anna" des Kölner Bergwerkvereins wurde der Arbeiter Wasicowski von dem Kohlenförderaufzug erfaßt und zu Tode gequetscht. H a a n. Ein UnglückLfall ereignete sich auf der Diekerstraße. Dort war man mit der Neusetzung der Masten für das Bergische Elcttrizitätswerk beschäftigt. Als nun der Monteur Paul Simon aus Höhscheid an den alten Masten mit dem Abschneiden der Drähte beschäftigt war, brach einer derselben, welcher an der Erde völlig abgefault war, plötzlich durch. Simon, der, durch Kletterschuhe und Karabinerhaken behindert, nücht rechtzeitig abspringen konnte, gerieth unter den aufschlagenden Mast und zog sich hierbei schwere innere, sowie schwereHandVerletzungen zu. Der Verunglückte wurde in das Hildener Krankenhaus gebracht; dort ist er seinen schweren Verletzungen erlegen. Simon war ein tüchtiger nüchterner Arbeiter; er hin-

terläßt eine Wittwe mit zwei unerzogenen kleinen Kindern. . Neuß. Hier verstarb der Samtätsrath Dr. Jos. Nheindorf, ein im Rheinlande weitbekannter Augenarzt, dessen Klinik viel aufgesucht wurde. Dr. Rheindorf erreichte ein Alter von Jahren. Trier. Letztens entspann sich im Laden des Cigarrenhändlers Contzen zwischen Contzen und einem CigarrenHändler Iaspers ein Wortwechsel, der zu Thätlichkeiten führte. Iaspers versetzte seinem Gegner mit einer gefüllten Cigarrenkiste einen Schlag und brachte ihm mit einem KistenLifner recht gefährliche Stiche in Kopf und Rllckenbei. Contzen würd schwer verletzt. W i ck r a t h. Vor kurzem sprang auf der hiesigen Station der Hülfsschaffner ' Gehlen aus einem in der Fahrt befindlichen Güterzuge, der hier nicht hielt. Dabei gerieth der Mann unter einen vorbeifahrenden Schnellzug und wurde zermalmt. grotm, cffrnaffau. Kassel. Sein 25jähriges Dienstjubiläum beging OberpostmeisterHeinrich Becker. Philosophenweg wohnhaft. Er war Gegenstand verschiedener Ehrungen von. Seiten seiner College und der ihm nahestehenden Vereine. Das 25jährige Amtsjubiläum als Geistlicher an der hiesigen lutherischen Kirche konnte unlängst Pfarrer Haas begehen. Borken. Die seit dem 1. Januar erledigte erste Lehrerstelle an der hiesigen städtischen Schule ist dem bisher!gen Inhaber der dritten Stelle. Herrn Armbrecht, übertrafen. Z? t a n t f u 1 1. Nach -WäyrZg-. Verhandlungen des Staates mit der Stadt ist ein Vertrag zu Stande gekommen, wonach unsere Stadt einer weiteren gewaltigen Ausdehnung un) werterem industriellen Aufblühen entgegensieht, und zwar durch Errichtung emes Osthafens, die bedingt wird durch die Hinausschiebung und Erweiterung des Ostbahnhofes. Vom Staate wird bereits in den nächsten Etat die erste Rate für dieses enorme Millionenproickt eingesetzt werden. Dieser Tage feierte der Leiter des technischen Betriebes im hiesigen Opernhaus, Maschinendirektor Karl Rudolph, sein 23jahriges Dienstjubiläum. Rudolph gehört dem Institut seit seinem Bestehen an und hat unter der Oberaufsicht des Darmstädter Maschinendirektors C. Brandt auch seine Bühne eingerichtet. Im Hause Friedberger Landstraße 106 stürzte der in der Spohrstraße wohnende Schneidermeister &c. Wolf die Kellertreppe hinab, erlitt einen Bruch der Wirbelsäule und bli:b auf der Stelle todt. Fulda. Letztens starb Oberrealschuldirektor a. D. Dr. Adolf Bergmann, der langjährige Leiter der hiesigen Realschule und nachmaligen Oberrealschule, im Alter von 65 Iahren. Riede. Vor einiger Zeit beging auf dem hiesigen Rittergute der Taglöhner D. Kunold sein S0jährige3 Dienstjubiläum. Derselbe hat 50 Jahre ununterbrochen auf dem Güte gearbeitet und ist noch jetzt im Alter von 65 Jahren ein treuer, fleißige: Arbeiter. , Luxemburg. Luxemburg. Marcel Dumon! aus Luxemburg hat am Züricher Polytechnikum die Prüfung für das zweite Jahr (Maschinenfektion) mit Erfolg bestanden. (5 i er). Als der Fuhrmann des Herrn Bastian aus Clausen, mit seinem Gespann von Eich kommend, die Pfaffenthaler Brücke passiren wollte, lief das dreijährige Söhnchen des verstorbenen Herrn M. Kremer in das Vorderrad des Wagens. Das, Kind erlitt eine schwere Verletzung und starb infolge derselben. L i m p e i't s.b e r g. Ein dem Eigenthümer und Schreinermeister Johann Coner - Lakasf zugehörendes und in der Ermesindestraße zu Limpertsberg gelegenes Wohnhaus ging durch Kauf in den Besitz des Herrn Viktor Lallemand von hier zum Preise von 14.000 Francs über.

12 1 n t n m 1 1 n t a i I erlebten drei Weidmänner aus der Hmg gend von Arzberg. Als sie nach der Jagd Abends heimwanderten, kam der eine auf den Gedanken, die neue Fabrikdrahtseilbahn zu benutzen, die nach dem Weidischberg führt. Auch den beiden anderen leuchtete das Vortheilhafte einer solchen Fahrt ein. Jeder nahm also in einen Kasten Platz, und nicht allzu lange währte es, da ging die Fahrt los. Plötzlich gas es aber einen Stillstand. Hoch hingen die Kästen mit den drei Braven, kein Schimpfen, kein Fluchen kein Weh und Ach brachte sie weiter. Der Betriebsleiter schien etwas gemerkt zu haben und ließ die Fahrt einstellen, da ohnehin Arbeitsschluß war. Es verging Stunde um Stunde, es wurde Nacht es wurde Tag. und noch immer hingen die Jäger in der Luft. Erst als zur gewohnten Stunde der Betrieb wieder aufgenommen wurde, erhielten die Halberstarrten die Freiheit wieder. Scbleuniast suchten sie das Weite. K asernenhofblüthe. Leutnant (zu einem Rekruten, der den Mund weit offen hat): Was sind Sie eigentlich in Civil?" Rekrut: Be! der Post!" Leutnant: ...Na, dann machen Sie Ihren Briefkasten gefälligst Zu!"

Die ungarische Krise. Endlich scheint begründete Aussicht auf eine Verständigung zwischen der Krone Habsburg und der ungarischen Koalition vorhanden zu sein. DieVertagung des Parlaments vollzog sich diesmal, wenn auch unter Protest, so doch ohne die üblichen Lärmszenen. Die Oppositionsführer sehen zweifellos ein, daß sie ohne schwere Schädigung des Landes und ohne ihre Macht auf's Spiel zu setzen, den Kampf gegen Wien nicht länger fortsetzen dürfen. Indem die Unabhängigkeitspartei auf die Forderung der ungarischen Kommandosprache verzichtete, hob sie die größte Schwierigkeit' auf, welche der Verständigung mit der Krone im Wege stand. So sehr man in der Wiener Hosburg geneigt war, die Opposition durch Zugeständnisse zu versöhnen, so unbeugsamen Widerstand setzte man ihren Forderungen auf militärischem Gebiete entgegen. Der Kaiser vermaqllngarn kein selbst ständiges, nationales Heer zu g;ben, d-.s demBudapestcr Parlament unterstellt ist, wenn cr die staatsrechtliche Gemeinsamkeit der beiden Reichshälften wahren will. Denn gerade die Einheit der Armee war bis jetzt das Bollwerk der Habsburgischen Doppelmonarchie und die Grundfeste ihrer Großmachtstellung. In Oesterreich fürchtet man bekanntermaßen nicht sowohl die wirthschaftliche wie die politische Trennung von Ungarn. Die österreichische Landwirthschaft ist sogar für eine reinliche Scheidung", weil sie sich dadurch besser gegen die ungarische Konkurrenz schützen zu können glaubt; und die österreichische Industrie fühlt sich stark genug, um mit Hülfe einer verständigen Handelspolitik die Trennung ohne besondere Nachtheile überstehen zu können. Nicht so gelassen faßt man die politischen Folgen der Lösung des bisherigen Verhältnisses zwischen Oesterreich und Ungarn auf. Der Ministerpräsident Freiherr v. Gautsch betonte im Reichsrathe, daß die Regierung auf dem Boden der Gemeinsamkeit stche, wie sie der Ausgleich von 1867 gesetzlich festlegte, und wie sie die sicherste Gewähr für die Großmachtstellung und das kulturelle und wirthschaftliche Gedeihen der Bürger beider Reichshälften bildet. Das Einlenken der Opposition wird hoffentlich nicht ohne Rückwirkung auf die Bevölkerung Ungarns bleiben, soweit diese der Regierung durch SteuerVerweigerung und sonstige prinzipielle Widersetzlichkeit Schwierigkeiten ernstester Arb bereitete. Die gemäßigte Richtung hat die Oberhand über die Unversöhnlichen gewonnen, deren Schlagwort Alles oder Nichts" lautet. Wenn die Unabhängigkeitspartei sich auf den Boden gesunder RealPolitik stellt, wird der Kaiser Franz Joseph, der sich jederzeit als streng verfassungsmäßiger Monarch erwies, nicht zaudern, ihren Führern dieRegierungsgeschäfte anzuvertrauen. Das aber wäre die natürliche Lösung der lanaen und unseligen Krise.

Guter-Magen. Aus Grund einer Wette verzehrte unlängst ein Wurstwaarenhändler in Wien in der Zeit 'von 7 Uhr Morgens bis 8 Uhr Abends zehn Paar große, fünf Paar kleine Debrecziner, fünf Paar Klobassen, zehn Stück Servelatwürste und zwei Kranze Extrawurst nebst einer Anzahl von Butterbroten; dazu trank er fünf Liter W:in. Nachdem der Brave das alles be'.oältigt hatte und dabei frisch und gesund geblieben war, übernahm er als Preis der Wette 0 Liter Wein. E x m i t t i ru n g mit Blutvergießen. Als in Castiglione dei Pepoli. Mittelitalien, ein Gerichtsvollzieher, unterstützt von fünf Karabinieri, auf Verlangen der dortigen Sparkasse die Ausweisung der Pächterfamilie Elmi vornehmen wollte, widersetzte sich diese. Im Kampf wurde ein Karabiniere verwundet. Die Pächterin Elmi wurde getödtet und ihr Mann schwer verwundet. Dieser und seine zwei Söhne wurden verhaftet. Volksküchen. Der deutsche Vaterländische Frauenverein widmet sich in steigendem Maße auch den auf Verbesserung der Volksernährungen gerichteten Bestrebungen. So unterhalten dermalen 193 Zweigvereine Volksküchen. Suppenanstalten und ähnliche Einrichtungen. Die Anzahl der von ihnen im Laufe des letzten Ge-sckäfts-Jahres verabfolgten Portionen beträgt etwa 2.000.000. Unheilvoller Sturz vom Baume. Der Kunstgärtner Koder in Krottendorf, Sachsen, war damit beschäftigt, in einem Garten Bäume zu beschneiden, wobei er ln einer Höhe von fünf bis sechs Metern von der Leiter fiel. Der Tod trat infolge Genick- und Sck'ädelbruchs sofort ein. An Stelle der ausscheidenden 9 Liberalen. 10 Mitglieder des Zentrums und 1 Parteilosen wurden bei den Wahlen zum Münchener Ge meindekollegium 11 Liberale. - 5 So. zialdemokraten. 3 Mitglieder, des Zentrums und 1 Christlich-Sozialer gewählt. v Kartoffelfütterung an Kühe macht die Butte? leicht hart und krllmelich,' desgleichen reichliche Schnitzel- und Vlattfütterung; weich und lang dagegen scho genüge Menge von Reismehl.

flute Ttofrifjc. Eine ungemein rührende Familien: szrne im Hause Ritsch.'

tachlasit deS cdäqtiffeS und die Folge. Tie trockene GanS-(fine wohlgeseyte Rede, eplantc Aesormen-2er 1. Januar 1009. Ein anderer Mensch. M i st e r E d i t e r ! Wie Hot Jhne denn der Törki geschmeckt? Mei Törki wär e Gans un ausgezeichnet des heißt Ich hen nix dervo esse könne, bikohs nämlich Ich hen Morchens zu der Alti gesagt: Alti. jetz weeßt De was? Jetz geh Ich en Walk nemme grad for de Pjurpoß zu dem Zweck, Mir en gute Appetit for Unser Thanksgiving-Dinner a ze laafe." U?i dann sein Ich fort un dann sein Ich rein so ganz in Gedanke mitaus oaß Met Herz an so was gedenkt Hot, enei 3 u in Tschalli. Aenyhow hen Ich Plötzlich discovcrt, daß Ich beim Tschalli an der Bar steh un t Weiglas in der Hand hen. Es i s schrecklich. Mister Editer. wann mer alt werd, wie da des Gedächtniß nachläßt! Well, un of course beim Tschalli hen Ich Törki-Frielunch esse müsse lck loß Mich henke, wann's nit Schweinebrate mit Gränberri drüwwer geschütt war) un es Hot aach noch annere gute Sache gegewwe un die Konsequenz war, daß Ich Mein Appetit gespoilt hen. Des heißt. Ich war eigentlich froh, daß Ich keen Appetit mehr gehott hen, weil nämlich die Gans viel ze braun gebrate, des heißt eigentlich ausgebrate oder verbrennt un ganz trocke war in Konsequenz vun Meinem e Bißle ziemlich viel ze spät zum Esse heim ze kimme. Die Alti Hot of course aach e Bißle sehr 'bedeitend ze brumme un kicke fange wolle. Ich hen sie awwer sofort entwaffnet bei en kleene Spietsch ze mache, in dem Ich gesagt hen: Mister Chairman un Schentelmens Ich wollt sage Alti. Ihr Bube un Mädchers. des is aach wahr.'es is Unrecht, wo die Alti sich soviel Müh gegewwe Hot, awwer es bot e gute Niesen gehott, indem daß Wir blos dadorch so lang uffgehalte worn sein, daß Wir Uns alle vorgenomme hawwe, e neues Lief overzetörne. en annere LebensWandel a ze fange un all eraund ze riforme." Die Alti Hot afangs noch e Bißle e ganz infam spöttisches Gesicht gemacht, awwer Ich hen Mich nit err mache losse. Ves." hen Ich gesagt. Ich seh es selber ei. daß Ich in e Alter kimm, wo es simpli nimmer geht. Un dann thut mer werklich die schönste Freude un des häusliche Glück un so Sache misse, wann mer immer in die Saluhn hockt " Da Hot die Alti geschmunzelt un die Maud Hot gesagt: Brävo." ,. Aes, un des Schmoke geb Jch'üwwerhaupt ganz uff un Wei well, zum Esse e halb's Flaschche un Sonntags Morchens da trink Ich e halbes Fläschche zum Frühschoppe awwer dcrheim. Uff die Weis da thu Ich of course viel weniger Geld spende un was mer vff die Weis säst, da kann mer öfter mit der Fämili ausgehn un dann die Lädies fein triete (BrävoRufe vun der Alti un der Maud) un mer kann Kärrädsch reite mit der F'ämili un aach en Walk nemme un in Konsequenz weil Ich nimmer so viel ausgeh, des heißt eigentlich gar nimmer. 'da wern Mir jedes Jahr nach Schörmeni un an die Refüra (Riviera. Anm. d. Red.) un, was Ick aach uffgewwe werd, des is des Kartespiele, exsept of course mer spielt derbeim mit Frau un Kinner un die -Enkelcher .Schwarze Peter' oder Lotto oder .Glock un Hammer,' awwer blos um Bohne un jede Morche vor dem Breckfescht werd Ich sor Mei Gesundheit " Nor nit spazieregehensegt die Alti. Da gehst De doch wieder wo enei, des kenn Ich, die Temptäschen is zu groß." Ausrede losse," sag Ich. Jede Morche vor dem Breckfescht werd Ich for de Benefit vun Meim Health Holz spalte for Kindling Wood un wer die Aesches enaus trage un des Kitschenfeier schtarte un eventschuälli e Bißle Snow schoffle oder so was, wo mer en Appeteit gebt " Da is die Alti uffgestanne un Hot Mir öffentlich in Poblik vor der ganze Fämili en Kuß gegewwe. - Un noch was," hen Ich gesagt. Noch was hen Ich Mir fest vorgenomme. daß Ich riforme will in Rigards derzu. wo Ich weeß, daß es e böser un schlechter Häbit vun Mir is, nämlich des gottverdoppelte Fluche, des verfluchtige, will Ich äbsolutli un posetivli ganz usfgewwe, der Deiwel soll Mich hole, wann's nit wahr is." Ach Du guter, Du einziger Mann." Hot die Alti gesagt un is Mir um de Hals gefalle un Mei Töchter hawwe Mich geküßt, Mei jüngster Sohn Hot gesagt Give it a drink" un Mei Enkel-

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söhnche Hot gesagt Ferget it"; korz es war e rührende ün glückliche Familjescene un Ich hen vor lauter Rührung doch noch emol agefange, ze. esse un hen mer e Battel Wei eigeschenkt. Jetz frag Ich Jhne. Mister Editer. warum könne nit annere Männer aach so sei un ihre Fraue un Kinner glücklich mache un mehr ze der Fämili tende? Nämlich. Mister Editer. des mit dene gute Vorsätz, des is werklich wahr un Sie wern sehe, daß Ich aach derzu schticke werd. Ich hen es Mir fest vorgenomme. daß Ich Mir des Alles, wo Ich da gesagt hen. vornemme werd for des Jahr neinzehnhunnert un nein, wo es grad hunnert oder zweihunnert Jahr alt werd, daß der Nord-Rewwer ze fließe agefange Hot. (In Rigard zu der Zeit hen Ich Mich ja bei Meine Versprechung? zu der Alti nit gelimmit. Hen Ich?) Awwer Sie wern sehn. Mister Editer. vum erste Tschänuäri 1909 a, da fängt es a, des annere Lebe un da werd Ich e annerer Mensch schür! Die annere Bube beim Tschalli hawwe aach all' die nämliche Resoluschens gepäßt. Awwer uff die is ja kee Verlaß. Jhne des Nämliche wünschend Mit Rigards Yours John Nitsck. Esq. (N. Y. Staatszeitung.") Scirsclise. Ein Ortsgendarm erzählt: Wie nu der Mord passirt war, da erschien auch gleich der Steckbrief, ich mache mich auf die Streife durch den Forst und habe nach einer Stunde det Glück, den Mörder zu erwischen. Det Signalement stimmte vollkommen bis uf die Kleinigkeit, det mein Mörder eine hohe Stirne hatte, statt eine niedrige und ooch keene Sommersprossen. Na kurzum, er war es, -und der Ortsvorsteher gratulirte mir schon zu die fünfhundert Mark Belohnung. Der Verbrecher hieß Stemple. Na, was soll ich Ihnen sagen, zwei Tage später kriegen se in Hamburg am Hafen eenen ganz andern zu packen, auf den das Signalement 'auch paßt. Ter hieß aber Bumske. Ten nehmen se in's Verhör, und der Kerl gesteht, daß er der Mörder is. So 'n verfluchter Heuochse! Wäre der blos eenen Tag früher von Hamburg abgefahren, denn war doch mein Stemple der Mörder, und ick hatte den Nichtigen!" Hcttrrc Vürgcrmki.llcrwahl. In dem etwa 900 Einwohner zählenden Orte Wickerstedt bei Erfurt. Provinz Sachsen, war die Wahl eines zweiten Bürgermeisters erforderlich. Eine Anzahl Einwohner erachtete den Materialwaaren - Händler, früheren Kunst- und Phantasiewirker, Otto Rödiger als geeigneten Mann. Er wurde gewählt, aber gegen seine Wahl wurde Protest eingelegt und diese nicht bestätigt. Es sollte ihm die zu dem Amte erforderliche Achtung" fehlen. Für die Neuwahl ließ nun Rödiger folgendes Flugblatt verbreiten: Lieben Bürger von Wickerstedt! Wir kommen nächsten Freitag, den..., auf eine frische Wahl eines 2. Bürgermeisters. Wählbar bin ich wieder, da ich noch nicht wegen Diebstahl vor Gericht gewesen bin, auch habe ich noch kein Buch gefälscht. Wenn ich auch unsittliche Redensarten gegen die Wittwe Barth geführt habe und bin mit 5 Mark Geldstrafe bestrast worden; das ist keine Schande. Wenn ich den Rechtsanwalt Herrn Kunreuter aus Gotha hatte, der hätte mich auch freigebracht. Auch soll ich im' Jahre 1904 einen Frosch los gelassen und 2 Stare beim Kirschen erschossen haben, das sind bis jetzt auch keine Strafen, ,

denn bls Verlm sind sie noch nicht ge-! kommen. Ich bin noch nicht rn Heu5-, dorf auf den Anstand gewesen wo Lip2! von Wickerstedt bald Erschossen wurde. Auch habe ich noch miemanden die Zähne eingeschlagen. Am liebsten hatten meine Freunde gesehen, wenn Rödiaer an der Kirmeswoche starb; aber,es ist ihnen nicht gelungen, er ist wieder. wie ein Fisch. Wenn auch mein Haus roth angestrichen ist, daß schadet nichts. Wer war früher der gronte Rothe? Ottomar Rödiger, Materialwaarenhändler. Das Glück entschied in der Neuwahl jtAA Y w 2 mV iT'f AkMiY njt yccu iyu, luuiucuuu ctyuu iu uuet ; Rödiger in sein Schicksal, wie er durch folgende neue Kundgebung zeigt: Friede sei mit uns! Nachdem die Wahlschlacht geschlagen, drängt es mich meinen lieben Mitbürgern für das mir in so reichem Maße entgegengebrachte Vertrauen meinen herzlichsten Dank mit der Bitte ' auszusprechen, mich bei vorkommenden Fällen in gutem Andenken zu behalten. rjf.:. uf.tr. : jt .. . jnciujs;ciuy ciaf;Ciic iuj meine neu ein getroffenen stets keimfähigen SommerArtikel und Materialwaaren. Bitte besuchen Sie mich, auch habe ich ein Faß Sauerkraut frisch aufgeschlagen. . Ottomar Rödiger, Wickerstedt. D i e Körpergröße der deutschen Kavalleristen hat folgende Abstufung: die größten Kavalleristen sind die Kürassiere, dann folgen die Ulanen, Dragoner. Husaren; letztere Reitergattung hat die kleinsten Mannschaften. Von anderen deutschen Reitereinamen würden die sächsischen Gardereiter und Karabiniers in der Größe den Kürassieren, die bayerischen Chevauxlegers den Draaonern entsprechen.