Indiana Tribüne, Volume 29, Number 112, Indianapolis, Marion County, 4 January 1906 — Page 5
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Einsachks Schlasmttltl. Uutosusaefti durch langsames Zähle cklS Wirksau, gkprieseu. Von einem neuen Schlafmittel, das vielfach in der Presse erwähnt wurde, hieß es kürzlich, daß es eine neue Hoffnunz für die bedeute, die an Cchlaflosigkeit leiden. Nun mug man sagen, daß der be treffende Arzt, Tr. Temouchy, und die Hypnologische Gesellschaft" in Paris sich mit der ernsthaften Schilderung des Verfahrens entweder als äußerst naiv oder als Sensationsmacher bewährt habcn. Tr. Temouchy ist sehr rasch iei der Hand mit seinem Urtheil über SchlafMittel, die angeblich alle wirkungslos, oder schädlich, oder beides zusammen sein sollen. Aber man kann nicht sagen, daß er irgend etwas neues gefunden hätte, was an deren Stelle zu setzen wäre; denn wenn er da mit ausgeklügelten Tetails beschreibt, wie man die leicht geschlossene Hand gegen die Stirn legen soll, so daß ihre Längslinie sich mit der Mittellinie des Gesichtes deckt, und die Handwurzel sich etwas über d:7 Höhe der Nasenlöcher befindet," so klingt das ja allerdings höchst gelehrt und wienschaftlich. es ist aber nichts weiter als eine beliebige Abänderung aller jener Suggestivmittel, welche den Kranken von seinen Gedanken ableiten sollen, als ob er nicht zum Schlafen kommen könne. Es ist altbekannt, daß man z. V. durch langsames Zählen, namentlich - von'irgend einer hohen Zahl zurück zu eins oder durch Hersagen von Auswendiggelerntem oder durch ähnliche Ablenkungsmittel es durch Autosuggestion dahin Gingen kann, daß die Schlaflosigkeit verscheucht wird. Aber in schweren Fällen, wo eben die Aerzte schon solche Mittel versucht haben, ja wo auch der Ve.rsuch einer Hypnose von Seiten des Arztes ohne Erfolg geblieben ist. da darf man froh sein, ein Schlafmittel zu haben, das dem erschöpften Kranken eine ruhige Nacht verschafft. Lei physisch bedingter Schlaflosigkeit gelingt es nach einer solche einmaligen Rückgewinnung des normalen Schlafgefühls dann oft leichter, die Schläfrigkeit Abends mit jenen Mitteln zu erzielen. Ein interessantes Tckiss. Tie deutsche Krcuerkorvette Olga." die kürzlich aus der Liste dc? Kriegsschiffe gestrichen und verkauft wurde, war unstreitig cincs der interessantesten Kriegsschiffe der deutschen Marine. Prinz Heinrich unternahm mit der Olga" 1882 seine zweijährige Ozeanreise. Mitte der L0er Jahre betheiligte sich die Olga" an den kolomalen Erwerbungen, unterdrückte aemeinsam mit Vismarck" den Aufstand im Kamerungebiete, errichtete die deutische Schutzherrschaft in Witu und führte die Bestrafung der Mörder, des Afrikareisenden Tr. Jühlke in Kismapü durch. Die Olga"-Leute waren die ersten Teutschen, die seit 1870 71 wieder im feindlichen Feuer standen. Kein deutsches Schiff hat je so große Verluste erlitten wiedie Olga." Im Kampfe mit den Sam6anern hatte sie bei Vailele einen Verlust von nicht weniger als 53 Mann. Kurz darauf strandete sie bei dem furchtbaren Tai? fun im Hafen von Apia. Ihr Kommandant rettete si: vor dem Untergang. Tas war das Ende ihrer Aus iandsthätigkeit. Seitdem diente die Olga" als Forschungsschiff und Mo schinenwaffenschuls chiff. Tie KrebSmast in Rom. Ter Krebs ist in Rom ein Gegenstand der Pflege und diese macht aus ihm wahre Leckerbissen. Es gibt daselbst besondere Krebsladen, in denen vom Boden bis zur Decke Bretter in kleinen Zwischcnräumen von einander ringsum wie Repositorien aufgelegt sind. Auf diesen Brettern stehen Tausende von kleinen Töpfen mit Wasser, deren jedes die Wohnung eines Krebses ist. Im Mai werden sie eingelegt; einzeln darum, weil sie sehr kämpflustig sind. Alle Tage erhalten sie Futter, Brot oder Mais, und werden sie davon sehr fett. Verkauft werden sie, sobald sie die Schale abgeworfen haben und nur mit einer dünnen Haut bedeckt sind. Sie werden gesotten, in Wein gekocht, oder in Pasteten gespeist. Explosion im Gefängn i ß. Das Eountygefangniß in Hamilton, Ja., wurde jüngst durch eine Dynamitezplosion in einen TrümmerHaufen verwandelt. Der einzige Infasse des Gefängnisses, ein Mann Namens W. I. Davis, kam wie durch ein Wunder mit dem Leben davon. Davis befand sich in Haft, weil er ein Restaurant in die Luft gesprengt haben soll. Man glaubt, daß die Exvlosion, welche das Gefängniß zerstörte, von Freunden des Arrestanten rerursacht wurde, um ihn vom Verdacht ?.u
reinigen, oder von einer Person, welche die gefährliche Manie hat. Häuser in die Luft zu sprengen. Italiens Weinernte. Der Ertrag der Weinernte Italiens im Jahre 1905 wird auf 32.500.000 Hektoliter (1 Hektoliter gleich 26.41 GalIonen), gegen 43.000.000 Hektoliter im Vorjahre, geschätzt. Das Ergebniß war ungenügend in Piemont, Apulien und in der Emilia, wo es ungefähr die Hälfte des Durchschnitts betrug. Außerdem war uch das Ergebniß in Sizilien und Sardinien mangelhaft.
Gefahren des Dallstals.
Hygienische Regeln und allerlei Rathschlige sür die Tanzenden. Daß der Tanz an sich, unter dem Vorbehalt natürlich, daß er gewisse hygienische Bedingungen erfüllt, eine gesunde Bewegungsform ist, wird wohl niemand bestreiten. Anders steht die Sache, wenn unverhältnißmäßiqe Anforderungen an die Leistungsfähigkeit der Gesunden gestellt werden, oder wenn von Haus aus mehr oder minder Invalide sich daran betheiligen. Zu diesen rechnen in erster Linie die Lun-gen-und die Herzkranken, dann die Blutarmen, die Nierenleidenden u. s. w., kurz alle diejenigen, die ohne eine ausgesprochene akute Erkrankung an irgend einem örtlichen oder allgmeinen Krankheits- oder Schwächezustand leiden. Ferner schadet es den Gesunden, wenn in überhitzten, überfüllten oder schlecht ventilirten Räumen getanzt wird, und sehr bedenklich ist es, wenn während oder nach dem Tanze eine plötzliche Abkühlung erfolgt, sei es durch Speise und Trank (Eis, Eiskaffee, gekühlter Champagner und dergleichen) oder durch ungenügende Bedeckung beim Verlassen des Ballsaales. Beim Tanz vermittelt uns die Bewegung zuerst ein Lustgefühl, die Freude am Tanzenvdie so lange anhält, als Wir ron dem Kraftmaterial unserer Muskeln nur den Ueberschuß verbrauchen. Greifen wir aber ihren nothwendigen Bestand an, so warnt uns sofort das Ermüdungsgefühl. Tann, ist es Zeit auszuruhen. Im Ballsaal stehenzubleiben ist kein Ausruhen; man jnuß sich dazu in einem Nebenraum setzen, wodurch die Muskeln entspannt werden, und ihnen dann die nöthige Zeit gönnen, um aus dem sie durchströmenden Blute wieder Ersatzstoffe aufzunehmen. Fleischspeisen sollen nach dem Tanze nicht genossen werden, dagegen Süßigkeiten und warme Getränke, besonders Thee oder Kaffees Das darin enthaltene Koffein wirkt belebend nicht nur auf das GeHirn, sondern auch auf die Bewegungsnerven. Kalte Getränke sind nicht nur für den Magen, sondern oft auch für die Nerven von übler Wirkung. Gefährlich ist auch eine äußerliche Abkühlung bei empfindlichem Nervensystem. Die Fälle sind nicht selten, in denen ein Verlassen des Ballsaales ohne genügend schützende Hüllen Lungenentzündunq und Tod zur Folge hat. Mehrfach beobachtet sind Gesichtslähmungen. Wenn kalter Wind die erhitztcn Wangen trifft, so wird der Bewegungsnerv der Gesichtsmuskeln gelahmt. Tas untere Mgenlid wird alsdann herabgezogen, das Gesicht ausdruckslos. Kein Lächeln zaubert mehr Grübchen in die ehedem frischen Wangen. Ein maskenartiges Aussehen verunstaltet die Betroffenen. Der mangelnde Lidschluß birgt eine ernste Gefahr, denn die Hornhaut des Auges trocknet ein, und Bakterien können sich auf ihr ansiedeln. Die Folge ist Hornhautentzündung, oft Entzündung desselben, ja selbst der Tod. Eine weitere Gefahr, die aber überall auf uns lauert, wo sich viele Menschen bewegen, ist die mögliche Ansteckung durch Bakterien, die dem aufgewirbelten Staub anhaften. Wir besitzen in unserer Nase eine Schutzvorrichtung aus feinen Härchen, die die Eindringlinge wenigstens eine Zeit lang aufhält. Unsere Sache ist es nun. dafür zu sorgen, daß sie sich nicht trotzdem ansiedeln, Entzündung erregen und in's Blut übergehen. Besonders m pfehlenswerth ist es deshalb. Morgens und Abends die Nase. Mund- und Rachenhöhle mit lauwarmer 0.9prozentlI er Kochsalzlosung richtig durchzuspuen. Nicht nur die. lästigen Schnupfen fallen weg, einem ganzen Heer von Infektionskeimen wird dadurch der Einzug verwehrt. Hollands Feldarmee. Die holländische Feldarmee besteht aus vier Divisionen. Die Totalstärke der Truppenmacht ist wie folgt zu berechnen: Die Aushebung für jedes Jahr beträgt 17,500 Mann; darin inbegriffen sind 600 Marinerekruten, so daß für die Armee 16.900 Mann bleiben. Jeder dienstpflichtige junge Mann hat 8 Jahre in der Miliz und 7 Jahre in der Landwehr zu dienen. Man bekommt also nominell für die Miliz 135.200 und für die Landwehr 110.300 Mann. Setzt man angesichts der Abnahme wegen Todesfall und Krankheit auf Grund statistischer Berechnngen die Zahlen für die 8 Aushebungen der Miliz auf 116.500 herab und für die folgenden 7 Jahre der Landwehr auf 82.000. dann bekommt man eine Totalsumme von 198.500 Mann. Hierzu kommen noch 14.000 Freiwillige der stehenden Armee, so daß sich ein Gesammtbestand von 212.500 Mann ergibt. Außerdem verfügt man im Kriegsfalle unter anderem noch über die Reserve der kolonialen Truppen in Holland und die anwesenden Abtheilungen Marinesoldaten. Massenmord von Hir--s ch t n. Während der jüngsten Jagdsaison sind in Wisconsin allein etwa 7500 Hirsche zur Strecke gebracht worden. mehr als in irgend einem der fünf vorhergehenden 'Jahre. Im Jahre 1904 wurden nach einer konservativen Schätzung über 5000 dieser edlen Thiere niedergeknallt; dieses Jahr hat aber die Massenniedermetzelung von Hirschen die aller früheren Jagden weit in den Schatten gestellt.
Das Zlrmktcr.
Feststellung und Aufbewahrung des Ltigi nal-B!abstabs. Das Urbild des Meters, ein schwärzlicher Metallstab, befindet sich in einem unansehnlichen Gebäude, dem sögenannten Pavillon von Breteuil im Park von St. Cloud bei Paris. Dieser wichtige Metallstab besteht aus Platin, das sich sehr wenig verändert, und dem. als ein noch unveränderliches Metall. Iridium zugesetzt ist; der Metallwerth beträgt ungefähr $1200, und seine Anfertigung hat Monate gekostet. Das Meter (3.3 Fuß) ist der 40.000.000. Theil eines A!eridians. Um das Maß genau festzulegen, mußte zunächst ein Bogen des Erdmeridians gemessen werden man wählte die Strecke Barce-lona-Dünkirchen , eine sehr schwierige und mühevolle Arbeit. Endgiltig wurde die Arbeit im Jahre 1799 vollendet und das maßgebende, von Lenoir angefertigte Maß war ein Platirnneter, das heute in den Archiven von Paris ruht. Die internationale Meterkonferenz des Jahres 1875 beschloß, nach diesem alten Meter, das beschädigt war. ein neues, des oben erwähnten Meter herzustellen. Die anderen Staaten, die das Meter eingeführt haben, sind ebenfalls im Besitz eines Plaiinmeters. Neue Meter werden nicht nach diesem Urmeter, sondern nach Nachbildungen hergestellt. Um eine völlige Nube der zu vergleichenden Stäbe zu ermöglichen, liegen sie auf mächtigen gemauerten Unterbauten, und damit nicht einmal der Schritt des Arbeiters sie irgendwie verrücke, steht der Fußboden von der Mauer um mehrere Eentimeter aH. Die Stäbe werden auf kleinen Karren herangefahren, an dem Mauerwerk ist ein unverrückbares Mikroskop befestigt, mittelst dessen die feinen Maßstriche von zwei Tausendstel Millimeter Dicke gezogen werden. Da die Wärme die Körper ausdehnt, wird die Länge des Maßes bei einer bestimmten Temperatur festgestellt und später erprobt, wie weit es sich bei zunehmender Wärme ausdehnt. Das Urmeter ist 1892 aus seiner Ruhe aufgestört iind nachgemessen worden. Nach menschlicher Berechnung ist es unverändert geblieben; die ständige Molekularverschiebung, die von einem gewissen Standpunkte aus alle Körper, selbst den härtesten Stahl, als flüssig erscheinen läßt, hatte keine bemerkbare Aenderung an dem PlatiniaU hervorgebracht. Die Bökammer. "In den Wäldern bei Bergzabern. Rheinpfalz, erscheinen alljährlich im Herbst, wenn die Bucheln" gut gerathen sind, die Böhämmer in großen Cchaaren. Die Jagd auf diesen originellen, fast geheimnißvollen Streichvogcl wird zur Nachtzeit abgehalten. Mit Fackeln und Blasrohren ausgerüstet ziehen die Böhämmer-Jäger in den Mald und im Scheine des rothen Fackellichtes, der die Vögel blendet, werden diese erlegt. Geräuschlos fliegt der Bolzen hinauf in die Aeste, wo die Böhämmer in Reihen schlafend sitzen; einer um den andern werden sie sicher heruntergeholt. Da es der Böhämmer gern auf beiden Seiten . warm hat, rückt ti, wenn eine Lücke entsteht, sofort an seinen Nachbar, so daß die Reihen immer geschlossen sind und der Schütze dadurch sichere Treffpunkte hat. Die Beute einer Nacht zählt oft nach Tausenden. Fette Böhämmer werden von Feinschmeckern hoch gepriesen. Ein MänsesÄwanz-Vetrug. Die Gemeinde Unterkulm im schweizerischen Kanton Aargau hatte mit zwei Feldmausern ein Abkommen getroffen, wonach für jede todte Feldmaus 23 Rappen (1 Rappe gleich 1-5 Cent) aus dem Gemeindesäckel bezahlt wurden. Zur Kontrolle dienten die Mäuseschwänze. Die industriellen Mauser kauften nun, um den Betrieb zu heben, Hausmäuse, das Stück zu fünf Rappen, zusammen und lieferten deren Schwänze ab. Sie machten damit einen Profit von 23 Rappen. Die Sache kam aber auf, das Gericht derurtheilte die Unredlichen, und der Große Rath des Kantons Aargau, der sich mit diesem Mäuseschwanzbetrug zu befassen hatte, hat es abgelehnt, sie zu begnadigen. Statt mit Seife reinigen die Hausfrauen in Florida die Fußböden mit Orangen, wenigstens kann man das in jeder Stadt beobachten, die innerhalb des eigentlichen Orangegebiets liegt. Die Frauen schneiden die Früchte in zwei Hälften und reiben mit deren Fleisch den Fußboden ab. Die Säure der Orangen ist der reinigende Bestandtheil darin, der sich recht wirksam erweist,, denn -nach dem Scheuern sieht das Holz des Fußbodens fast so weiß wie Schnee aus. Ein Bewohner Wiltons, Vt., nennt eine alte Muskete sein eigen, die aus der Zeit stammen soll, wo die Ansiedler noch einige Stunden der Indianerjagd widmeten, wenn sich Gelegenheit dazu bot. Der -Lauf des Schießeisens ist 4 'Fuß 9 Zoll lang, und die ganze Waffe ist über sechs Fuß groß. . In Berlin haben 46 Prozent der Aerzte ein Einkommen, das 5700 jährlich nicht übersteigt, und fünf Prozent der Aerzte verdienen so wenig, daß sie nicht zur Steuer herangezogen werden.
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' Zur Fütterung der Foh l e n in Winter. Einjährige Fohlen, welche im Sommer auf der Weide waren, sind im Winter in der folgenden Weise zu füttern: Jedes Thier erhält täglich in drei oder vier Mahlzeiten sechs bis acht Pfund Kraftfutter. Dasselbe besteht der Hauptsache nach aus gutem Hafer, welche: trocken gegeben und mit einer Kleinigkeit Häcksel vermischt wird. Ein Schroten oder Quetschen des Hafers K! nicht erforderlich. Etwa ein Dritte! des Hafers kann man auch durch Brot, gequetschte Gerste oder zu einem geringeren Theile auch durch Bohnen-, Erb-fen-oder Erdnußluchenschrot ersehen; im Großen -und Ganzen hat sich aber die reine Haferflltterung am besten bewährt. Hat man Leinkuchenmehl in völliq tadelloser Beschaffenheit zu? Verfügung, so ist es empfehlenswert eine kleine Handvoll davon jeder Fnttergabe hil-zuzufügen. An Heu gibt man so viel, wie jedes Thier mit ÄpPetit aufnimmt, jedoch soll dasselbe stets von der besten Beschaffenheit sein. Etwaige Reste müssen vor jeder Gabc aus der Raufe entfernt werden. Ist das Heu mangelhaft, so karn die Kraftfutterration etwas verstärkt werden. Wechselreiche Hühnerf ü t t e r u n g. Es ist falsch, wie es manch Geflügelzüchter noch immer thun, dem Geflügel nur immer Körner als Nahrung zu geben. Es braucht unbedingt auch fleischliche Stoffe. x Im Sommer, wo das Geflügel sich "seine Nahrung zum größten Theil selber sucht und Mutteö Natur den Speisetisch der Hühner sehr wechselreich gestaltet hat, braucht man weniger darauf zu achten, daß dem Nahrungsbedürfniß des Geflügels Rechnung getragen wird; anders ist es aber im Winter, wo die Thiere nichts finden oder auch, wenn die Hühner in begrenzten Laufräumen ode? Volieren gehalten werden und auf die Futterdarbietung der Geflllgelwärter angewiesen sind. Für diese Fälle gilt die Regel, daß man Z pflanzliche und Fleisch-Stoffe in das Futter gibt. Wer irgend in der Lage ist, die nöthigen Fleischabfälle ohne große Kosten zu erlangen, der enthalie sie seinen Pfleglingen nicht, denn die Darbietung von animalischer Nahrung trägt zum Gedeihen der Hühner bei. Die' Ohrenräude der Kaninchen. Um Kaninchen von der Ohrenräude zü heilen, gießt man in die',Ohrlöffel zunächst etwas Olivenöl und' wäscht die 'Ohren nach einigen Stunden mit lauwarmem Wasser gut an; Nachdem sämmtlicher Schmutz entfernt ist, gießt man in die mit Ohrenräude behafteten Ohren etwas Perubalsam, der mit Spiritus verdünnt ist, oder etwas dünne Kreolinlösung. Damit die Flüssigkeit auch wirklich in das Ohr laufen kann, läßt man das Thier fest halten. . Durch obige Mittel werden die Milben, welche die Räude verursachen, getödtet, und wenn man die, Prozedur an zwei Tagen wiederholt, so sind die kranken Kaninchen ganz bestimmt geheilt, anderenfalls gehen sie dem sicheren Tode entgegen. Sollten sich nach der Operation umdie Ohren herum nackte Hautstellen zeigen, so befürchte man nichts; nach einiger Zeit erscheinen dort die Haare in der alten Pracht und Fülle. Malz keime als Futter für Rindvieh. Eine je hellere Farbe die Malzkeime ausweisen, desto werthvoller gelten sie im Handel. Da ihr Wassergehalt sehr gering ist und sie aus sehr dünnwandigen Zellen bestehen, so sind sie sehr leicht dem Schimmelansatz unterworfen. Die Erfahrung hat gelehrt, daß die Keime besonders unter Ziegeldächern viel Wasser anziehen, was bei der Aufbewahrung beachtet werden muß. Anfeuchten soll man die Keime erst kurz vor der Berfütterung, und die Gefäße, in welchen die Weichung vorgenommen wird, müssen sehr sauber gehalten werden. Nierenentzündung 'bei Pferden. Die Nierenpartie ist bei dem Pferde am ehesten der Erkältung ausgesetzt, denn an dieser Stelle schwitzen einmal die Pferde am ehesten und sehr stark, andererseits trifft sie hier besonders stark Kälte, Wind und Regen. Aus diesem Grunde empfiehlt es sich in der kalten Jahreszeit, Pferden, welche bei anstrengender Arbeit häufig längere Zeit in Wind und Wetter stehen müssen, die Nierenpartie mit kleinen, wasserdichten Lederdecken zu schützen. D a'3 Aufbewahren von Kunstdünger ist nicht rathsam; man kaufe nie mehr, als sofort zu verwenden ist. Da manche Dllngersorten. wie SuperPhosphat und Kainit, aus der Luft Feuchtigkeit anziehen und sich dann zu Klumpen ballen, so vermische man sie mit Sand, feingesiebter Erde oder Torfmull, welche die Feuchtigkeit aufnehmen, wodurch ein gleichmäßiges Ausstreuen ermöglicht wird. Die reisenden Ame.rik a n e r geben, wie der Chef eines Pariser Bankhauses, das umfangreiche Geschäfte in Kreditbriefen macht, ausgerechnet hat, auf ihren europäischen Touren alljährlich die respektable Summe von 1,600.000.000 Mark aus. Diese Summe übersteigt die bisher angenommene um 600.000.000 Mark. R e z e p t i o n s gab es zu Anfang des 18. Jahrhunderts in Paris so viele, daß manche Dame nur zu Hause war, wenn sie selbst empfing. . .
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