Indiana Tribüne, Volume 29, Number 112, Indianapolis, Marion County, 4 January 1906 — Page 1

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- Erscheint jeden Staxtimiitag, ' Jahrgang 29. Indianapolis, Ind., Donnerstag, 4. Januar 1906. No 112. f""MMM""-5 1 i i i ' i T

Mit großem Knüppel Bekämpft Thomas Glenn einen Einbrecher.

Thomas Glenn ein, 927 Chicago Skr. wohnender Zimmermann, wurde wahrend der Nacht durch ein Gerüufch geweckt. In dem ziemlich dunklen Zim. mer konnte Glenn doch sehen, daß sich ein auf dem Boden knieender Mann damit beschäftigte seine Hosentaschen zu durchstöbern. Glenn ging dem Kerl mit einem Knüppel zu Leide während seine Frau eine Lampe holte. Glenn hatte den Einbrecher, einen Neger Namens Harry Smith, unter daZ Bett getrieben und hielt ihn d.ort so lange bis ihn die inzwischen benach' richtigte Polizei holte. Persanal-Notizen. Herr Henry W. Riemann, der wohlbekannte Florist, Ecke Süd Eaft und MorriS Str., wurde am Mittwoch Nachmittag bei Gelegenheit seines 49. Geburtstages in angenehmer Weise überrascht. Seine Angestellten hörten um 4 Uhr mit der Arbeit auf und nachdem sie sich in SonntagSwichs geworfen, überreichten sie ihrem Prin zipal ein hübsches Geschenk. Zu gleicher Zeit wurde auch der Geburtstag deS Herrn John Hartje mitgefeiert. Daß es bei dieser Gelegenheit lustig und fidel herging und manches GlsS auf das Wohl der beiden Geburtstagskinder geleert wurde, braucht wohl kaum der Beftütigung. Erst zu .später Stunde tonnte man sich. Den vielen Freunden deS Herrn Fred. C. G r o s s a r t wird eS gewiß angenehm sein, zu erfahren, daß derselbe sich mit Herrn Ed. C. Gale associirt hat. und daß diese beiden Herren das bisher von M. I. Ready (früher' HayS & Ready) geführte EngroS-Wein, Whiskey und LiqueurGeschäft, No. 225 Süd Meridian. Straße übernommen haben. So bald die JnventurAusnahme beendigt ist. wird Htrr Grossart persönlich bei sei um Freunden vorsprechen. Schaue Zimmerzierde. . Eine NeujahrSgabe wurde uns in Gestalt eines künstlerisch ausgeführten Kalenders von der Anheuser Busch Brewing Company, St. LouiS, zugeschickt, und sprechen wir der Gesellschaft unseren besten Dank aus. Der Kalender zeigt uns die ' vier Jahreszeiten durch Frauengeftalten in der wunderbarsten Ausführung allego. rirt und ist der Kalender in Zeder Be Ziehung ein recht geschmackvoller Zim merschmuck. Der Kalender ist absolut nicht für Reklame beabsichtigt. Liebhaber, wel che einen schönen Kalender zu besitzen wünschen, können solchen für 25 CentS durch das MaltNutrineDepartement der Anheuser-Busch Brauerei beziehen Beschlüsse der neuen Gesundheitsbehörde. Die neue Gesundheitsbehörde hat be schlössen, daß da? Wirken der Gesund' heitSinspectoren in Zukunft mehr durch dringender gehandhabt werden soll, als dies bisher geschehen sei. Der städtische GesundheltSbeamte Eugene Buehler hat Befehle an die neuen In spectoren erlassen, sich mit Uniformen zu versehen, da er glaubt, daß die ' Uniformen die Beamten mehr von Ab uegen abhalten werden. Die GesundheitSbehörde hat früher schon den Dr. Norman E. JobeS als 'Superintendent des Stadthospitals jund Dr. Edgar Kiser als Superintendent des städtischen DiSpensariumS er ?nannt. Die Behörde hat den Beschluß gefaßt, alle Kontrakte für Lieferung auf ''bewerbende Angebote zu vergeben. i 6. Kreisch von 329 Süd Ala. ama Str., wurden 8 Hühner, von der

sPlymouth.Rock.Rasse gestohlen.

Beging er Selbstmord?

. Stevenson stirbt unter eigentlzümlichen Umständen. War Janitor im State House. Ein ungefähr 60 Jahre alter Mann begab sich gestern Abend zu einem Händler, der vor dem Claypool Hotel in einem Wagen mit Wurst etc. belegte Butterbrode seilbietet, kaufte sich einen dieser SandwichS", dann ging tt mit demselben in eine Seitengasse und sank zu Boden. Vorübergehende holten Polizist Anderson herbei und dieser ließ den Polizeiamdulanzwagen kommen. Unterdessen wurde festgestellt, daß der Mann gestorben war. Die Leiche wurde dann mittelst der Ambulanz in die Morgue gebracht. . Sofort angestellte Erhebungen ergaden, daß der Name des Mannes H. Stevenson sei, daß derselbe der Oxford Loge der Cdd FellowS in Oxford" angehöre. Später wurde ermittr.lt, daß man es mit dem Janitor deS Staats Hauses zu thun habe, der erst gestern entlassen wurde. ES wird nun dermuthet, daß Stevenson die Wurst oder was er immer aß, aus Kummer über den Verlust der Stelle vergiftete. Die heute anzustellende Leichenschau dürfte darüber Klarheit geben. Weshalb Ste venson entlassen wurde, konnte nicht in Erfahrung gebracht werden. Im Laufe deS AbendS stellte sich die Tochter des Verstorbenen, Fanny Ste, venson von 271 Ost Nord Str. ejn. Eiu wirklicher VelageruvgSZustand. Vor Ma?or BookmalterS Office. Das Vorzimmer, welches in die Of sice des MayorS führt, war wieder mit zahlreichen EtellenjSgern ungefüllt, die sich sogar in den Corridor drängten. Die meisten bekamen, aber den Mayor Überhaupt nicht zu Gesicht.' Vom Dispcnsarinm. Dr. Henry Lohrmann, der Superintendent deS DifpenfariumS unter der früheren Verwaltung hat seinen Bericht für daS Jahr 1905 bei der städtischen GesundheitSbehörde hinterlegt. ES geht aus dem Berichte hervor. daß das Departement auf eine zufrie denftellende Thätigkeit im letzten Jahr: zurückblicken kann. Die Kosten waren geringe und dies verdankt man Dr. Lohrmann, der nur solche Patienten behandelte, die wirklich bedürftig und nicht in der Lage waren, emen Arzt oder die nöthigen Medikamente zu bezahlen. Im Jahre 1905 wurden dem Bericht zufolge 13.870 Fülle aller möglichen Art im Dispensarium behandelt. Re zepte wurden 19.001 ausgeschrieben. GO)toUt Sänger und Tänzer Gesellschaft, 9 Damen 5 Herren, berühmt aus den Tnroler Alpen der St. Louis Welt Ausstellung . Jeden Abend im Deutschen Haus. Eintritt 30 Cents Unfall. Dr. Wm. M. Stright von 2320 N. Illinois Str., fiel geLern so un glücklichen einer West Indianapolis Straßenbahncar und erlitt dabei solche Verletzungen, daß er in's St. Vincents Hospital gebracht werden mußte. Schätzen Grundstöcke ab. Eine Kommission, die zu dem Zwecke in'S Leben trat, verbessertes und un verbessert'S Grundeigenthum in In dianapoliS und Center Township abzu schätzen, setzt sich auS den Herren" Tho maS Quill, William T. Steele und Michael Jefferson zusammen. Die Kom Mission hat ihre Arbeit sofort begonnen und sieht man den Ergebnissen dersel den mit Interesse entgegen.

Vom Fall Sherrick.

Vertheidiger hält eine lange Rede.- - Beinahe zwzi und eine halbe Stunde dauerte die Rede die Anwalt Addison C. Harris gestern im Kriminalgericht zu Gunsten seines Klienten, des wegen Unterschlagung von StaatSgeldern an geklagten ehemaligen StaatSauditorS David E.. Sherrick hielt. Die Rede schien den Angeklagten zu befriedigen, denn er athmete wieder erleichtert auf und seine nervösen Zuckungen wurden weniger. Harri? vertrat die Ansicht, daß der Staat erstens beweisen müsse, daß das Geld, welches Sherrick angeblich zu sei nem eigenen Gebrauche verwandt haben soll, gemäß der Gesetze des Staates In diana, als öffentliches Eigenthum empfangen wurde. Mit anderen Wor ten, Harris meinte, daß die Anklage wegen Unterschlagung gegen den Ex Staatsauditor nicht angebe, auf welche Weise das unterschlagene Geld in die Hände Sherrick gekommen sei. In der Anklageschrift heißt eS, daß Sherrick StaatLauditor war, das sei Alles. Um die Klage rechtskräftig zu machen, muß angegeben werden, wie das unterfchla gene Geld in die Hände des Angellag ten kam, und daß Sherrick, gemäß der Gesetze des Staates Jndiana, die Summen in seiner Eigenschaft als Staatsbeamter empfing. Die Vertheidigung führte dann den Fall Brooks in's Tressen. Gegen Brooks wurde im Jahre 1890 von den Groß geschworenen in einem ganz ähnlichen Fall wie in diesem Anklage wegen Un terschlagung und GroßdiebstahlS erho den. Brooks war allerdings kein StaatSauditor, sondern Kollektor am Pugetsund und trieb die Gelder für die Regierung der Vereinigten Staaten ein. Da oer Veneratnaalsanwau damals keine sich auf Einzelheiten stützende Anklage erheben konnte, wies der Rich ter den Fall zurück. Aehnlich feien die Zustände im Falle Sherrick. Der Ex StaatSauditor soll Geld unterschlagen aber von welchen FondS er eS an geblich genommen habe, konnte bisher nicht festgestellt werden.StaatSanwalt Benedikt und CassiuS C.Hadley, der Afsistmt'Gmeral.AN' walt vertraten den Staat und sprachen gegen die von Harris vorgebrachten Gründe. Demokraten erwählten Bor-. sitzende. Die Demokraten erwählten folgende neue Vorsitzende und zwar für folgende Distrikte: '' 1. Distrikt-Edward P. Richardson, Petersburg. 2. Distrikt Alvin G. Padgett. Washington. 3. Distrikt Mark Stören, Scotts bürg. N 4. Distrikt George S. Pleasants, Vevay. 5. Distrikt John Gilbert McNutt, Terre Haute. 9. Distrikt Michael E. ' Foley, CrawfordSville. 10. Diftrikt-J. Kirby RiSk. La fayette. 12. Distrikt Harry L. Gandy. La grange. . Sheldyville, 3. Jan. Harry MileS von Muncie alias Harry S. AmSden wurde gestern wegen HeirathS fchwindelS und Annahme eines falschen NamenS hinter schwed sche Gardinen ge bracht. Um die Hand der Rachael Mohr, Tochter des George Mohr, elneS wohlhabenden und sehr bekannten Far merS in Jackson Township zu gewin nen, hatte sich MileS einen falschen Na men zugelegt, nnd sich als Sohn eines reichen Viehzüchters von Waldron aus gegeben. Durch HochzeitSeinladungen. welche die Fami.'ie Mohr an Leuten von Waldron ergehen ließen, kam die Fälschung an, den Tag, worauf der Vater der Braut den unverschämten Schwindler verhaften ließ, der sich nun statt auf der Hochzeit in dem Gefängniß amüsieren sann, da er nicht einmal die Mittel besaß, eine Bürgschaft für seine Freilassung zu stellen.

Monatliche Versammlung

Des Socialen Turnvereins. Am 17. d. Mts. DiSIussion über Gleichstellung der Geschlechter. Der Sociale Turnverein hielt gestern Abend seine regelmäßige Versammlung unter Vorsitz deS ersten Sprechers Tur ner Wefting ab. Turner Hugo Müller vertrat den abwesenden Schriftwatt. . Nachdem das Protokoll wie verlesen angenommen war, wurden die einge laufenen Korrespondenzen verlesen. .Zwei neue Mitglieder wurden aufge nommen, vier Kandidaten zur Auf nähme vorgeschlagen. j Turner Max Emmerich berichtete als Vorsitzer des Bücher.PrüfuugZ.ComiteS daß die Bücher sich in bester Ordnung befinden. 'Sprecher Westing machte bekannt. daß Bundessprecher Herm. Lieber dem Verein ein Geldgeschenk im Betrage von $25 überwiesen habe. ES wurde beschlossen, den auf den 22. d.M. angekündigten Maskenball fallen zu. lassen. Der VergnngungSAusschuß wurde ermächtigt, spätee ein Tanz'ttrünzchen. zu arrangiren. Der Bericht deS Comites über Revi sion der Nebengesetze, wurde entgegen genommen und dessen Empfehlung einer SpezialVersammlung zur Diskus sion vorgelegt werden. ES ist wünschenSwerth, daß bei der Versammlung am 17. d. M., in wel cher Äber die vom BundeSvorort vorge legte Frage über .d i e G l e i ch st e l l u n g der G e s ch l e ch t e r," a b gestimmt wird, die Mitglieder voll zählig erscheinen, denn interessante De hatten stehen bevor. AIS Lehrer für die Sonntagsschule istLurner Biermann gewonnen ' wor dm.' , Die Altersklasse, welche während der Welhnachtswoche aussetzte, wird nun wieder regelmäßig turnen. polizeiliches. Polizei. Kapitain Asch wird erst heute' in Amt und Würden seiu. Er wurde 1860 in Straßburg geboren, kam 1832 nach Indianapolis, war 3 Jahre Patrolmann, dann 7 Jahre Detektiv, hierauf wurde er wie der Patrolmann und jetzt Kapitain an Stelle Boylan'S. Herr Asch war der tüchtige Detektiv, der sich Verdienste bei den Nachsorschun gen über die Leichenräuberelen, die seiner Zeit so großes Ansehen erregten, erwarb. D a s G e r ü ch t, daß im Polizei. departement nach Einzug der neuen Stadtregierung Schiebungen verschie dener Beamten stattfänden, hat sich be wahrheitet. John P. Boylan, der demokratische Kapitän, wurde zum Diftriktö.Sergeanten degradirt, und Vdols Asch zu seinem Nachfolger er nannt. Timothy Mackessy der Schließer, verlor seinen Platz und wird wieder Patrolman und S. Mathey wurde vom Patrolman zum Turnkey" be fördert. Sergeant M. I. Sullivan wurde zum Patrolman degradirt. Edward, S. Bray, der Detektiv, wurde zum Kapitän der Detektivs an Stelle I. E. Kinney'S ernannt. Die Degradation SullivanS war er wartet worden. . Unter der Holtzman 'schen. Verwaltung wurde Sullivan zum Sergeanten befördert. Der Neger Frank Hall, der wie wir gemeldet, gestern Abend verhaftet worden war, wurde den Groß geschworenen überwiesen. Das Polizeigericht wird in Zukunft erst um 9 Uhr feine Sitz, ungen, statt wie bisher um 3 Uhr be ginnen. Mittags wird eine kleine Pause gemacht werden, was früher nicht der Fall war. Wegen thätlichen Angriffs wird Wm. Donahue, der an Capital Ave. wohnen soll, von der Polizei ge sucht. Donahue griff Ben Pang von 2240 Süd Meridian Htr. an. aucht die BONANZA.

Nachrichten aus Jndiana.

Marion. 3. Jan. Die World Evangelical Society", welche in dem Krafthause der Union Traction Com pany ein religiöses Wiederaufleben lei tete, zog eine große Volksmenge an. Bei den Kollekten, die gestern gemacht wurden, gab ein Mann $5 mit den Worten, daß er jedes Mal S5 für jeden Dollar, den andere gaben, geben würde. Als der letzte Thaler herge. geben war, nahm er feine goldene Uhr im Werthe von $35, und legte diese in den Kollektenkorb. Nach Beendigung der Geldkollekten, bat man um Gegenstände,- welche für die Spender überflüssig seien. L.' L. Gossett offerirte sein HauS und Grund stück, welches an der Euclid und We stern Ave. liegt im Werthe von S1600 zum Preise von S950 und gab daS Geld der Gesellschaft. Die. Gaben, j welche die Gesellschaft empfangen hat. bestanden auS: HauS und Grundstück. 100 Geldspenden, eine goldene ;Uhr, eine silberne Uhr, eine Uhrkette, ein goldener Ring, ein Paar Manschetten knöpfe, ein Kragenknovf, eine Hutnadel, ein Haarkamm für Frauen, eine gol dene Brille, ein seidenes Band, welches Frauen um denHalS tragen, 9 Schlipse, 2 gefüllte Börsen., eine leere Börse. Eine Frau wollte ihre goldene Brille hergeben, wenn sie eine NickelBrille dafür wieder bekommen könnte, eS fand sich jedoch keine Nickel'Brille vor. Sie säen nicht, sie ein ten aber. ' La Porte, 3. Januars Die Opfer eines geriebenen und schlau durch dachten Schwindels wurden zahlreiche Farmer in der Gegend von La Porte und der Nachbarschaft. Der mundfer tige Schwindler wußte die leichtglüubi gen Farmer so zu interesstren, daß er ihnen mit Leichtigkeit Betrüge von $5 des zu 830 aus den Taschen lockte, wo bei er innerlich über die vernarrte Dummheil der so schlau sein wollenden Ackerbauer lachte. Der geriebene Bursche steckte das sauer verdiente Geld der Ge rupften in die Tasche und verschwand auf Nimmerwiedersehen. Der Schwin del ist so schlau angefangen, daß der Schlauberger nicht einmal belangt wer den kann, falls man seiner habhaft werden sollte. Der Gauner kam zu dem schlauen Farmern als Vertreter einer Frucht einlegungSfirma,. welche eingemachte Früchte in Kannen verschickten, deren Specialität eingemachte Pflaumen seien. Da sich NUN ein Mangel an Pflaumen auf dem Markte bemerkbar gemacht hätte, wollte seine Firma Pflaumen Plantagen anlegen. Zu diesem Zwecke hatte ste ein Experiment erfunden, wel cheS ermöglichte, Pflaumenbäume mit den schönsten Früchten auf irgend wel chem Aoden zu ziehen. Die Firma würde diese Bäume unentgeltlich lie fern, und die Farmer hätten nur die leicht zu befolgenden Instruktionen der Firma auszuführen. Die Firma würde S2.50 für den Bushel Pflaumen zahlen und mit der Zeit würde das Verfahren ta recht er giebiges Geschäft für die Farmer fein. Die Farmer waren von der Sache ganz begeistert und hörten schon die Dollars in der Tasche klimbern. Nun kommt jedoch die Pointe. In letzter Zeit hätte sich jedoch ein verheerende? Ungeziefer in der Pflaumenzucht eingestellt, wel cheö großen Schaden anrichtete. Die Firma hätte nun ein Pulver auf den Markt gebracht, welches das Ungeziefer zerstöre. ' X DaS Pulver wäre garantirt worden und könnte nur von seiner Firma bezo gen werden. Die Farmer müßten dieS Pulver in Quantitäten beziehen, welche im glelchwerthigen Verhältnifseu Ihrem Contracte ständen, und im Voraus bezahlen. Dies leuchtete den geldgieri gett Farmern ein und sie berappten mit leichter Hand. Lächelnd strich der Gauner die Dollars ein und verduftete in unbekannte Ferne. Die Geleimten warten bis heute noch auf die Bäume und das bezahlte Pulver. ottlied Leukhardt, .Die c nüthllche cZe. Ecke 2K..e und Market St?.

Nainer'sche Throler Truppe

Im Deutschen Hause. Leider ist der Besuch der Tyroler Sänger im Deutschen Hause ein sehr schwacher. ES ist wirklich ein Hochgenuß den vortrefflichen Vorträgen mit dem melo dischen Jodler zuzuhören und die feschen Tyroler Mädchen und Buben ihren Schuhplattler tanzen zu sehen, und können wir den Besuch dieser Konzerte nur empfehlen. Die Truppe war auf der AuS ftellung in St. LouiS, wo sie einen großen Erfolg errungen hat. Der Eintrittspreis ist ein sehr ge ringer, und wird die Gelegen heit, eine so vortleffliche Truppe zu hören, sich so bald nicht wieder bieten. In C a I e o o n t a, M k n n., suyr fcer 60 Iahn alte Joshua Rollins und sein 17jähriger Sohn Ralph in den Wald für eine Ladung Holz und sie nahmen eine Flinte mit. Als sie heim fahren wollten, reichte der Jumze seinem Vater Äas Gewehr auf den Wa gen, dabei entlud sich ein Schuß, der dem Alten in den Leib ging und ihn auf der stelle tödtete. Die Wahrheit des.alten Spruchs: Spiele nicht mit Schießgewehren" ist einmal 'wieder im Staate Wisconsin dargethan worden. Otto Klemme, der 18 Jahre alte Sohn eS fünf Meilen westlich von Sheboygan Falls in Town Lima wohnenden Farmers William Klemme, legte im Scherz ein Gewehr auf seine 11 Jahre alte Schwester an; er war der Ansicht, daß das Gewehr nicht geladen sei. Plötzlich krachte der Schuß; die ganze Ladung drang dem Mädchen in die Brust und tödtete es auf der Stelle. . .In der Umgegend von Geddes, S. D., sind die Farmer nicht wenig alarmirt von einer neuen Plage In den Stoppelfeldern wucherte diesen Herbst ein Unkraut, das eine Menge Knollen so groß wie Stachelbeeren trua. Der warmer Senrk Lanae öffnete eme Anzahl derselben und fand in jeder einen Wurm, welchen tt alten Ansiedlern zeigte, die ihn ohne Aus ikahme sllrden gefurchteren .-Schnei dewurm" (Gut Worm) erklärten. Dieselben bohren sich im Winter in die Erde und sind im Sommer die gesihrlichsten Würmer, die es gibt. Die sieges gewissen M ütter, welche ihre Babies auf einer VabyAusstellung der St. Paul's BaptistenKirche in Newark, N. I., ausgestellt hatten, warten bis jetzt noch auf die .Preise. Als zuerst der Vorschlag zu der Ausstellung gemacht wurde, ram man zu der Entscheidung, es würde zu Unnehmlichkeiten führen, wenn der Preis für das schönste Kind ausgesetzt würde. Es wurde daher beschlossen, die Preise für die schwersten Babies auszusetzend Unglücklicherweise wurde vergessen, die Altersgrenze festzusetzen, und als eine der 'Ausstellerinnen für ihr Bady von drei Jahren und 40 Pfund Gewicht den Preis beanspruchte, gab es Streit. Während die Argumente noch im schönsten Gange waren,verschwanden die Herren Preiörichter durch eine Hinterthüre, nachdem ste zu der Entscheidung gekommen, daß Klugheit der bessereTheil derTapferkeit sei. FürihrenHerrn,densie15 Jahre lang bei dem Austragen von Zeitungen begleitet hatte, glng in Stramford, Conn., SReddie", eine Hündin der Jrish Setter-Rasse. in den Tod. Der Zeitungshändl Frederick G. Oefinger fuhr durch dieGlenbrook Ave. Ihrer Gewohnheit gemäß lief .Reddie" neben dem Wagen her. Vor einem Hause der Straße lag ein . i e t Av . 2irayliell quer uoer ven Weg. er Draht war aus der Höhe gestürzt und enthielt den todtbringenden Strom der Straßenbahnleitung. Oefinger war aus seinem Wagen gestiegen, um eine Zeitung abzuliefern. 0r hatte den Draht nicht bemerkt und war kaum einen Schritt von demselben entfernt, als plötzlich .Reddie" mit kurzem Gebell zwischen seinen Beinen hindurchsprang und den Draht mit den Zähnen packte. Im nächsten Augenblick schössen bläuliche Flammchen aus den Haaren des treuen Thieres hervor. Der Mann ist überzeugt, daß tfleddie" instinktiv wußte, daß ihrem Herrn durch den Draht Gefahr drohe und sich selbst für ihn opferte. Er lud die Leiche des treuen HundeS auf seinen Wagen und kam. wie ein Kind weinend, mit derselben zuHause an. Dann zimmerte er einen Art Sarg und bearub .Reddie" im Garten. Auf dem Hügel will er ein Kreuz errichten mit der Inschrift,, daß, obwohl .Reddie" nur ein Hund war, sie in der Treue den Menschen ein leuchtendes Vorbild sein könnte.

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