Indiana Tribüne, Volume 29, Number 111, Indianapolis, Marion County, 3 January 1906 — Page 6

Jttdiema Tribüllc, L. Januar 1906

6

h

p?o I 0

HaNNaeeVön? .... von .... Alöbeln, Teppichen, (Vefen und Haushaltungs Gegenstände WILLIG'S 141 West Washington Str. Geschäfts:Uebcr.iahme Hiermit die erziöeae Rnjttg?. dZß ich die Wirth, fiaft, erblinden mit Pool.Zimmer und Vereins &i2;, biiher bekannt . unter dem Namen ReichmeinA 611, Südivist.kZ: Markt und Noble Str., über nomme hzbe. Ich habe die Halle, klubjimmer sonne den übrigen Theil de Gebäudes ganjlich neu renoviren lassen und tv:rd d'.esilde in Zukunft unter den Namen Moeller'ö Halle bekannt sein. Halle sowie Cludrzume stehen Vereinen und VefellsZzaftea zur BersKgung. Jedermann ist fr: , bi - einzeladen, mich in ei?em Platze zu besuchen. chtungZzoll Hcniian Moeller, Sudmest Ecke Noble und TIarket Str. cter Scheins Wirthschaft 66 16 to 99 Ende der Brightwood Straßenbahn Linie. Alle durstige Seelen sind willkommen wtm bis. 248 250 Virginia Ave. Neuer Phone.. 2528. Alt, Main, 4762. Erstklassige Dampf - Färberei und chemische Reinigungsanstalt sör Herren und DamenVarderobe, sowie Tep p'.Sen. Vsrrieren und CdidenGardlnen. Alle Ätltit abgeqolt und abgeliefert Zusrie denheit garantirt. Zweig. Geschäft : 25 W. )hio Str. Neuer Phone. 5638. ...Kohlen... werden geliefert zu folgenden Preisen per Tonne : Anthracits, alle Größen 88.00 Kentucky Eannel Coal, per Tonne... 5.50 Ohio Jackson, Lump 4.75 Ohio Jackson, ög? 4.50 Semi Anthracits, für Ranze 4.50 Ptttsburg, Lump 4.50 Kanamha, Lump 4.50 Winifriede, Lum? 4.50 Luhrig. Lump 4.25 Luhriz. Ezg 4.50 Vrazil, Blocke 4.50 Stüxco, Kentucky 4.50 Jndiana Jacki'on 3.50 Linton, Lump und Egg 3.50 Zllinois Lump und Ega 3.50 Vocahontas, gegabelt 5.50 Gemischte Slack. 2.60 Fabrikholz sper Wagenladung 2.00 2,000 Pfund zu jeder Tonne. HOME FUEL CO. Phone :lt, Main 1194 ; Neu. 2356. Werzte. Dr. Carl Q. Winter Deutscher Arzt. V:hindett alle akute und chronische Arankheiten. Speziell Nheumatismus. Neclum und Frauen'Krankheiten. Gffice: 14 wcft Ohio Straße. Olsice-Stunden : 10 N'Bm. 3-4 Nm. Sonntags : 9.30 l'XZO Vm. Tel. neu 43 Wohnung: 1250 Madiso Avenne Telephone : Alt, 2025. Neu. 9232. öxv'J. A. Suteliffe, Wundarzt, Äsä)!tchts., Urin unlÄeciimi Rrankheiten. C3rt : 155 OS Market Str. Tel.

P

. ctiici-ewn : im 13 UN 8. i sin iau

Europäische Nachrichten. Provinz Sachsen. Alken. Der Gelegenheitsarbeiter Schmidt wurde, weil er eine Strafe abzubüßen hatte, dem Gerichtsgefängm zugeführt. Kurze Zeit nach seiner Ankunft starb er. Die ärztliche Untersuchung ergab Lysolvergiftung. Schmidt hatte, ehe er sich dem Polizisten zur Verfügung stellte, eine Lysollösung zu sich genommen. D i n g e l st ä d t. Erst vor einem Jahre hatte eine Feuersbrunst einen großen Theil der Stadt in Asche derwandelt. Letztens brach in der sehr oft von Bränden heimgesuchten , Stadt

abermals Feuer aus, das eine größere Ausdehnung gewann. Drei mit Erntevorräthen gefüllte Scheunen brannten gänzlich nieder; die Stallungen wurden ebenfalls in Mitleidenschaft gezogen. liine ganze neiye auswärtiger Feuerwehren, darunter die von MühlHausen, war zur Hilfeleistung erschie nen. Es gelang, die Wohngebäude zu retten. Die Entstehungsursache ist unbekannt. E i s l e b e n. Vor Kurzem feierte der Gutsbesitzer Alexander Hobohm mit seiner Gattin diegoldene Hochzeit. Dem Jubelpaare, dezjen kirchliche Einsegnung mit Rücksicht auf die kränkelnde Ehefrau im Hause stattfand, wurden aus allen Kreisen Aufmerksamkeiten zutheil.' Kalbe. Der Kaufmann Lobert ist an den Folgen einer Gasvergiftung gestorben. Vor einiger Zeit wurde der fünfjährige Sohn des Arbeiters Laue in der BarbyerStraße von einem Fuhrwert überfahren und so schwer verletzt, daß er alsbald starb. M ü h l h a u s e n. Ein Liebesdrama spielte sich hierorts im Gasth.f Eichsfelder Hof ab. Der daselbst wohnenoe Myrtge Ärbetter Hartled versuchte, seine 31 Jahre alte Geliebte, die seit zwei Jahren von ihrem Manne getrennt lebende Frau Niedel geborene Scharr mit drei Revolverschüssen zu todten, und richtete dann die Waffe gegen sich selbst. Die Verletzungen der Frau sind sehr schwer. Hartleb selbst, der aus Elfersucht gehandelt hat, xi nicht lebensgefährlich verwundet. P r e t t i n. Unweit von hier verunglückte der etwa 30 Jahre alte Schiffer Hentschel aus Kleinwittenberg. Beim Zuwerfen eines Drahtseiles vom Dampfer nach dem Kahne schlang sich das Seil um den rechten Fuß und riß ihn buchstäblich ab. Sortan. Der Invalide Fleischer stürzte beim Rübenfahren von dem schwer beladenen Wagen und trug so schwere Verletzungen davon, daß er starb. Straußfurt. Auf dem hiesigen Bahnhof rutschte der 23jährige Streckenarbeiter Albert Zimmermann aus Gangloffsömmern vom Trittbrett eines Elsenbahnwagens ab und kam zu Fall. Er gerieth unter die Räder und wurde auf der Stelle getödtet. Ziegelrode. Dem 17jährigen Dienstmädchen Jda Wagner von hier wurde in der Nähe der elterlichen Wohnung von einem Personenzug der Kopf abgefahren. Anscheinend hat das Madchen aus Liebeskummer Selbst mord verübt. Provinz Hannover. Hannover. Tödtlich verunglückt iH l v . in uui cwuycc cii ozz oei oer mengen zauge ell cbatt beschastiate Arbeiter Ortmann aus Linden, indem ihm ein Eimer auf den Kopf fiel. Ortmann kam ins städtische Krankenbaus in der Haltenhofstraß?, wo sein Zustand sich Derartig verschlimmert hatte, daß bald Daraus der Tod eintrat. Abickhafe. Kürzlich wurde das achtjährige Mädchen des Landwirths Hoppmann, das mit seinen Mitschülern und dem Lehrer zur Besichtigung der Mühle hier weilte, von' emem Mllhlenflügel lebensgefährlich verletzt. Dassel. Dem Kantor Hartmann, der nach 49jähriger Lehrthätigkeit in ven Auyestano trat, wurde der Kro nenoroen vierter ma)t und von der Stadt das Ehrenbllrgerrecht verliehen. G r o y n d e. Der hiesiqe Forst meister Schmidt, welcher kürzlich noch r tsri. sn.r i m .... c i i in oejier eiunoycli nerwanoie m oer Nahe von Hameln besuchte, ist bald nach seiner Rückkehr infolge Herzschlages gestorben. 'Der so plötzlich Ver storbene hat die Geschäfte der hiesigen Obersorsterei uoer zwanzig Jahre ver sehen und erfreute sich allgemeiner Beliebtheit. Hoya. Der 70jährige Ingenieur Prinz von hier, der seinerzeit den Bau der Kleinbahn nach Syke - Asendorf leitete, wurde bei einer Treibjagd von Treibern in einem Fichtendickicht im fiskalischen Forstorte Wetscherhardt (in den sogenannten Wüsche: Tan nen") als Leiche aufqefunden. Der Tod scheint schon vor längerer Zeit in folge Herzschlags eingetreten zu sein. Elne Handtasche und ern aufgespann ter Regenschirm lagen neben dem Todten. L o q a. Infolge erlittener Brandwunden starb das 4 Jahre alte Kind des Arbiters Penning; es war dem Herdfeuer zu nahe getreten, so daß die Kleidchen Feuer finaen. L ü ch o w. Auf dem Grundstück der Firma C. H. Schultz brach kürzlich Feuer aus. Der umfangreiche Betrieb Brauerei, Brennerei und die Dampfmllhle der Firma PH. Schult) Nachf stand m kurzer Zeit in Flam men.

AuS den Gcheimnien des scrvi

schcn Hofc. Auf seinem Schloß Riegersbach bei Ketz ist in diesen Tagen Fürst Karl zu Khevenhüller-Metsch, der Chef des fürstlichen Hauses, im 66. Lebensjahre verschieden. Da die Ehe des Fürsten mitGräfin Edina v. Clam-Gallas ün derlos geblieben, gehen sowohl dieFürstentitel als auch die umfangreichen Besitzungen des Verstorbenen an den ältesten Sohn seines verstorbenen Vru ders. den 32-jährigen unvermählten Grafen Anton zu Khevenhüller-Metsch über. An diese Mittheilungen knüpft der Tag" folgende Betrachtungen: Ein Bruder öes verstorbenen Fürsten, Graf Rudolf zu Khevenhüller-Metsch. hat in der Geschichte Serbiens eine Rolle gespielt, die zu eigenartig ist, als dast. man es nch versagen konnte, ihrer nicht wenigstens andeutungsweise zu gedenken, um so mehr, als sie e:ne humoristischen Anstriches nicht entbehrt: Es war noch zur Zeit, als Köniz Milan nicht mehr im besten Einvernehmen mit Köniain Natalie im Konak zu Belgrad thronte, und man war in Oesterreich der Ansicht, oatz ein galanter Gesandter den österreichischen politischen Interessen mehr von Nutzen sein könnte als der gewiegteste Diplomat. Man suchte einen schönen Mann" und sano ihn im Grasen Rudolf. Die Königin schwärmte von Zeit zu Zeit für Poesie, der Graf schwärmte mit. Er gestand ihr seine mangelhaften literarischen Kenntnisse, und sie unternahm .es, ihn mit verschiedenen ihrer Lieblingsdichter bekannt zu machen. Bald fügte sie den mündlichen Konversationen auch schriftliche hinzu, und so entstand ein besonders von ihrer Seite lebhast qefübrter Briefwechsel, der schließlich dazu führte, daß ein im Besitze des Grafen befindlicher Schreibtisch aus Rosenholz mit Briefen bis zum Rande angefüllt war. Eines schonen Tages brach im österreichischen Gesandtschaftshause in Belgrad ein merkwürdiges Feuer aus. Es brannte, es wurde gelöscht. Nichts verbrannte. nichts erlitt Schaden, nur oer Schreio tisch aus. Rosenholz war etwas lädirt trotzdem die Belgrader Feuerwehr sich so viel Mühe gegeben hatte, ihn vor Feuerschaden zu bewahren. Um so mehr, als er aar nicht gebrannt hatte. Bald darauf ließ König Milan seiner Gemahlin, deren politische Um triebe seinen Frieden gefährdeten, mittheilen, daß er im Besitze ihrer an den Grafen gerichteten Briefe sei. Vier undzwanzig Stunden nach dieser Mittheilung verließ sie Belgrad. Einige Zeit spater (Konig Milan hatte zu Gunsten seines Sohnes bereits abgedankt uns zerstreute sich als Privatmann in den Hauptstädten, in denen man sich nicht langwellt). lernte er Draga Maschin näher kennen, lange bevor sein Sohn sich ihrer Gunst erfreuen konnte, und vertraute ihr die Existenz der Briefe an. Wieder eine kurze Spanne Zcit und die Briefe waren aus dem Besitz Milans in die Hände seiner Freundin gelangt, die der Ansicht huldigte, daß das sicherste Mittel, etwas zu besitzen, darin bestände, es zu nehmen. Sie nahm sie, reiste mit ihnen nach Biarritz und gab sie der Königin Ratalio, die sie zum Dank für diese That mit der Würde einr Hofdame" beschenkte. Eine weitere Spanne Zeit und aus der Hofdame" war die Braut des Sohnes" geworden, dessen Vermäblung mit. der Freundin des Vaters Königin' Natalie 'sich bekanntlich auf das schärfste widersetzte. Was aber weniger bekannt sein dürfte, ist ein Brief, dcn Draga Maschin an die Königin richtete, und in dem sich der Passus findet: Ich möchte Sie darauf aufmerksam machen, daß es 24 Briefe waren, die Sie dem Grafen schrieben, und daß icö von den 24 Ihnen nur 20 retournirte. Die übrigen vier, welche die gleichen warmen Empfindungen athmen, die ich für Ihren Sohn empfinde, sind in meinem Besitz und werden es 'bleiben. Ich werde Sie veröffentlicht falls Sie es wünschen." Natalie schwieg, und Draga Maschin wurde Serbiens Eintagskönigin. Und so thut man wohl nicht unrecht, wenn man den Grafen Rudolf Khevenhüller-Metsch oder vielmehr die galanten Talente, die er einst als Gesandter besessen, als indirekte Ursache der' vergangenen serbischen Wirren ansieht. Vielleicht auch zieht man daraus die Lehre, daß es zuweilen für einen Gesandten besser ist, galant und diplomatisch zu sein. Ein Diplomat bewahrt Frauenbriefe. Ein galanter Mann verbrennt sie. Die Königin Natalie ist bisher stets als eine leidenschaftliche, stellenweise auch intrigante Frau geschildert worden, aber dabei auch als eine ganz tadellose Frau. Selbst ihre Feinde gaben stets zu. daß man ihr absolut nichts Ehrenrühriges nachsagen könne. Deshalb werden diese Enthüllungen" im Tag" nicht verfehlen, ein gewisses Aufsehen zu machen. Ob der Verfasser für seine Behauptungen" nöthigenfalls auch Beweise beizubringen im stände ist? Davon wird die Vewerthung seiner Mittheilungen abhängen. Wir müssen gestehen, daß wir solchen Romanen gegenüber uns eines starken Unglaubens nicht erwehren können. Aber was ist am serbischen Hofe nicht zlles möglich gewesen?

Das Dczimal.Syflcm.

Anstrengungen zu seiner offtzitllen Vlnfüh rung in den Ver. Staaten. Sowohl in England als in den Ver. Staaten ist schon seit Jahren eine starke Bewegung zu Gunsten der allgemeinen offiziellen Einführung des Dezimalsystems für Maße und Gewichte im Gange. Im Kongresse rn Washington, D. C., wird in diesem Winter eine Vorlage eingebracht werden, welche die zwangsweise Benutzung des metrischeu Systems bezweckt. Ein gleicher Druck wird auf das britische Parlament ausgeübt. Die Etablirung des Dezimal-Sy-stems ist, abgesehen von dessen unschätzbaren Vorzügen gegenüber der veralteten komplizirten englischen Maß- und Gewichtsberechnung, für die Union seit deren Eintritt in die Reihe der Weltmächte eine unabwendbare Nothwendigkeit geworden, wenn Onkel Sam in Uebereinstimmung mit den Fortschritten und der Civilisation der übrigen Kulturmächte bleiben will. Ter Uebergang von dem englischen zu dem Dezimalsysteme dürfte sich hierzulande ohne besondere Schwierigkeiten vollziehen, denn thatsächlich findet es bereits Anwendung nicht nur in ver schiedenen Industriezweigen, sondern sogar in Regierungsabtheilungcn. Mii Dezimalen berechnet man z. B. Maß und Gewichte seit 1900 im MedizinalDepartement der Bundesarmee. im Marine'-Hospitaldienste. im Departement für öffentliche Gesundheit, im Wetter- und Censusbureau. Das zehn- bezw. 100theilige Gewicht wird im Post-Departement benützt, dafern ausländische Postsachen in Frage kommen. Gold und Silber wiegt man in den Münzen nach Kilogrammen. DaZ Münzensystem der Ver. Staaten ist. im Gegensatze zu dem britischen, dezimal. Das Fünfcentsstück wiegt genau fünf Gramm, und sein Durchmesser beträgt zwei (Zentimeter. Bei Küstenvermessungen und wissenschaftlichen Untersuchungen von Seiten der Regierung wird das Dezimalsystem gebraucht. So sehr ist die Regierung in der That von der Vortrefflichkeit dieser Verechnunasart überzeugt, daß sis 1829 durch eine Proklamation deMilitärgouverneurs von Porto Ricc das System für diese Kolonie Zwangsweise anordnete und 1801 sein Fortbestehen auf den Philippinen, wo es bereits von den Spaniern vorgeschrieben war. verfügte. In der Industrie werden die herzustellenden Maschinen immer komplizirter. und damit wächst die Schwierigkeit der Berechnungen und Kalkulationen nach der alten englischen Methode. Ja zahlreiche, in Onkel Sams Land eingeführte Industriezweige haben mit Resultaten und Kräften zu rechnen, dik sich nicht anders als mit Dezimalaus' drücken bezeichnen lassen. So kommt das System unter Anderem ausschließlich in der elektrischen Branche zur An Wendung. Dem Konsumenten wird das elektrische Licht per Kilowatts rechnet. Die Besitzer von im Ausland; angefertigten Automobilen gebrauchen. wenn sie von diesen reden, Dezimal: zahlen, und der Arbeiter, der solchk Fahrzeuge zu repariren hat, sieht sich genöthigt, Metermaße zu benützen. Architekten rechnen bei der Entwerfunc ihrer Pläne nach Metern und Centimetcrn, und Ingenieure empfinden bei der Anlage ihrer Zeichnungen das Dezimalsystem. gegenüber dem englischer Berechnungsverfahren, als eine großk Erleichterung. In der Pharmazie haj das Dezimalsystem Eingang gefunden, und Tausende von Aerzten verschreiben medizinische Dosen nach Grammen. Die Standard Oil Company ver. äußert ihre Produkte nach Galloner und Zehntel-gallonen; alle importirter Kleiderstoffe, mit Ausnahme der vor England stammenden, werden nack dem Dezimalmaße verkauft. Zxische als Nahrnngömittcl. Te? Werth der Fische als Nahrunzsmittel wird leider noch imme, nicht hoch genug beurtheilt und anerkannt. und deshalb muß,- um einem veralteten Vorurtheile entgegenzutreten, immer wieder auf den von bedeutenden Chemikern erprobten Nährwerth der Fische hingewiesen werden, der dem des Rindfleisches fast .gleich' kommt. Einzelne Fische sind nach den Ausspruche von Autoritäten sogar be. sonders geeignet, dem menschlichen Or ganismus in billiger, wohlschmeckende? Weise die nöthigen Fette zuzuführen. So wurde kürzlich festgestellt, daß: Lachö 13.09 Prozent Eiweiß und.4.3C Prozent Feist besitze. Aal 13.00 Prozent Eiweiß. 23.86 Prozent Fett. Schellfisch 17.00 Prozent Eiweiß. 0.3 Prozent Fett. Hering 19.45 Prozeni Eiweiß. 12.72 Prozent Fett. Hechs 20.36 Prozent Eiweiß. 0.60 Prozen! Fett. Karpfen 2S6 Prozent Eiweiß, 1.00 Prozent Fett. Diese Zahle-, sprechen für sich selbst, und es ist den Haus, frauen, die rationell wirthschaften un! doch wohlschmeckende und nahrhaft: Speisen auf den Tisch bringen wollen dringend zu rathen, das alte Vorurtheil schwinden zu lassen und häufige' Fischspeisen zu bereiten, als dies leidein vielen Häusern zur Zeit noch qe schieht. . An der Columbia-Universität in New York wird Professor E. de Martens, der frühere Lehrer für internationales Recht an der Universität St. Petersburg und Mitglied der russischen Friedenslommission, einen Kursus von 20 Vorlesungen wlten.

Im

18? r'f w$z E3l'i ä." jf t S B v 1 1 f I MM f.; flS3 MMZ" y s : i H ! - ii Hui yxJ TS. w ? - .WWiWM k NWWW M i " ,;lr ' ' y H:-a Sla 'i Ü An) v' 'si A jjp "

Ach, Herr Doktor, ich bild mir immer ein, daß mich ein Mann v folgt . . . Das sind wohl Wahnvorstellungen, nicht wahr?" Selbstverständlich! Schau'n Sie nur 'mal in den Spiegel!"

Bon der TchNÜcre. Regisseur: Wir können den Lohengrin" heute unmöglich geben der Schwan ist vollständig von Motten zerfressen." Direktor: Ach was da lassen wir den Lohengrin einfach angeradelt kommen!" Immer schlagfertig. Eduard: Jetzt Vater, bin ich volle achtzehn Jahre alt, laß mich heute allein in's Wirthshaus gehen." Vater: Nun, so thue, was du nicht lassen kannst." Eduard: Aber, Vater, Geld! ich habe kein Geld." Vater: So lasse, was du nicht thun kannst." Einführung. Parvenu (zum neuen Diener) : So, Johann, jetzt schauen Sie einmal hier in meinen Geldspind, damit Sie wissen, wer und was Ihr neuer Herr is!" . Beim Heirathsvermittler.. Herr: ... Aber das Fräulein hinkt ja, wenn es geht!" Darum ist es auch bisher sitzen geblieben." . Allerdings. A.: Du willst aus Liebe heirathen? Ein armes Mädchen?" V.: Wie Du sagst." A.: Erlaube, Du machst ja die Gläubiger nock; vessimistischsr, als sie ohnehin sind!" Passendes Mittel. . Denk' Dir, gestern ist meine Frau in Ohnmacht gefallen, weil ich ihr das gewünschte Automobil abschlug. Sie ist aber schnell wieder zu sich gekommen!" Aha, Du hast ihren Wunsch erfüllt?" ' Das nicht aber ich hab" sie sofort an einem Fläschchen Benzin riechen lassen!" Devot. Vorgesetzter: Bei mir ist gestern Nachmittag um fünf Uhr ein kleiner Junge angekommen." Unterbeamter (bescheiden): Auch bei mir, Herr Sekretär. . . natürlich eine Stunde später." Feine Firma. . . .Mein Wahlspruch ist: Ehrbarkeit vor allem!" So hat mir beispielsweise ein Kunde letzthin eine Rechnung zum zweiten Male bezahlt. Was glauben Sie. was ich gethan habe?. . .Meij mm Compagnon die Hälfte davon getVlMi

JX : ff r l jp M Ä& Mm) ni I 4jy m

A jJ

Eiser.

Freundschaftlich. Musikus, der im fünften Stock ein möblir tes Zimmer bewohnt, liest auf dem. Spaziergang mit seinem Freunde an einem Hause die einem großen Kompo" nisten gewidmete Erinnerungstafel und sagt darauf: Was schreiben sie wohl einst, wenn ich nicht mehr bin, an das Haus, in dem ich jetzt wohne?" Freund: Was man schreiben wird? Das: im fünften Stock diefeS Hauses ist ein möblirtes Zimmer zu vermiethen." Anerkennung. Sehen's, Fanny, das ist einmal ein ' richtiger Fisch für einen Fasttag!" m Aha! Angestellter: Der Herr Direktor, arbeitet eben und hat stengstens verboten, ihn zu stören. Fremder: Ich muß aber durchaus ihn sprechen!" Angestellter: Nun, da wecken Sie ihn selber." - - Modern. Graf: . . .Sie waren also, wie Sie sagen, zehn Jahre Einsiedler!. .. Warum kommen Sie denn jetzt wieder in dieSta'dt?" Stellesuchender: Weil ich in Ruh' und Frieden leben möcht'. Ich bin vor lauter B'such' ganz nervös 'wor'n!" Schlimme Lage. Ich hab' im Magen eine furchtbare Leere!" Du Glüalicher. ich hab' nicht einmal die drin!" Das genügt. Gast: Sie, Kellner, wie lange lagerte dieser Fisch bei Ihnen?" Kellner: Verzeihung, Herr, ich bin erst vorgestern hier eingetreten." Jadarum. Michel: Gelt. Hans, diese Nacht hat aber das UngeWitter arg gewüthet!" Hans: Wann war's denn?" Michel: Gerade nach Mitternacht." Hans: Da kam ich gerade erst heim und meine Frau las mir die Leviten." Michel: Ja darum hörtest du nichts." Immer der Gleiche. He, Ihr Mädchen, hat ein's von Euch vielleicht dieses Strumpfband verloren?"

.

V

(j i h I AOh! IA5vW" fcXg-

; , lfMft wp. M rr-i : r.mfTirftviscmtw-v jL

, 2