Indiana Tribüne, Volume 29, Number 111, Indianapolis, Marion County, 3 January 1906 — Page 3

Jndiana Tibüne, 3. Januar 1906

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In dcr russischen Negicrungspolitik vom Grasen Witte angeschlagen.

Er glaubt den Nöthen gewachsen zu sein". Hilfe für Teutsche, die aus Nußland fluchten müssen. Teutsche Missionen für die Philippinen. General Violtke als Nachfolger seines Onkels.

NuKland. Witte zeigt Energie. St. Petersburgs. Jan. Die energische Erklärung der Äegie runz, daß sie den Ausstand der .Rothen" unterdrücken werde, beweift da? Vertrauen des Grafen Witte, er werde im Stande sein den Zeck zu erreichen. Dieses Vertrauen wird durch die Treue hervorgerufen, welche die Truppen bewiesen haben. Selbst die Re gierunz war derselben nicht mehr ganz sicher. Die Regierung sucht durch Wort und Th2t dem Volke klar zu machen, daß die Unterdrückung der Rothen" keine weg? ein Aufgeben der Reformplüne bedeute. Unglück für die R evolu. t i o n ä r e. B a k h m u t, 2. Jan. Als Re. volutionäre einen Angriff auf die Ka fernen machten, antworteten 3 Kompagnien Infanterie und eine Schall dron Kossacken mit Salven. ES folgte ein Kampf, der von 3 Uhr Morgens bis 4 Uhr Nachmittags dauerte. Um Mittag erschien eine weitere Schwadron Kosiacken und die Revolu tionäre wurden zwischen zwischen zwei Feuer gebracht. ES heißt, daß 300 Arbeiter getödtet wurden. KämpfezuMoSkau. Moskau. 1. Jan., über St. Petersburg, 2. Jan. Seit 24 Stunden hat sich die Erscheinung der Stadt vollständig geändert. Von den großen Straßenkümpfen ist Nichts mehr zu sehen wie Rauch wölken, die sich verziehen. Die Lüden sind überall wieder erÖffnet worden und die Straßen find mit Leuten angefüllt, welche für russische Weihnachten Einkäufe machen. Freilich sah eZ im PreSnaDiftrikte. wo die Brandstiftungen am Schlimm ften gewesen waren, ganz ander.? auZ. Zu Hunderten durchsuchten die Leute die Trümmer der verbrannten Woh nungen nach Resten ihrer Habe und den Gebeinen von Angehörigen. Polizei und Truppen setzten in zwischen ihre Nachforschungen nach bei steckten Revolutionären fort. UnbotmäßigeReserviften. St. Petersburg, 2. Jan. Unter den Reserven, welche aus dem fernen Osten zurückkehren, soll es zu Cheliabin-k im Governement Orenburg zu ernsten Unordnungen gekommen sein. Die Reservisten halfen den Re öolutlonären eine Anzahl Gefangene zu befreien und griffen später die Eisen bahustation an. Die Regierung war machtlos, da sie keine Truppen hatte. Ein Ue verfall. R i g a, 2. Jan. Während eine Ab. theilung Dragoner heute Morgen hier damit beschäftigt waren ihre Pferde zu putzen, wurden sie von 300 Sozialiften ' angegriffen, die mit Revolvern und Säbeln bewaffnet waren. ' Elf Drago ner wurdm getödtet, 14 verwundet. Die Soldaten nahmen nach der ersten Verwirrung den Kampf auf und er schössen 3 der Angreifer. Infanterie umzingelte später die Rebellen. Verluste in Moskau. Moskau, über St. Petersburg. 2. Januar, 3 Uhr Abends. ES ist unmöglich die Verluste festzustellen, die Kämpfe der legten 10 Tage gefordert heben, da viele der Todten und Ver undeten weder in Hospitälern noch sonstwo angemeldet wurden; manche Leichen wurden ohne weitere Anzeige beerdigt. Nach den Berichten aus den Hospitä lern wurden 543 Personen getödte und 1065 verwundet. Da? Militär hatte 9 Todte, darun ter 2 Ossiziere und ' 51 Verwundete Zehn Polizisten wurden getödtet, 15 verwundet. , Die verschiedenen Erzählungen, daß . Haufen von Leichen gefunden wurden. daß noch 400 Revolutionäre die Prok -haroff Fabrik besetzt halten, verdm von

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mit vii hiesigen Lokalblättern verbreitet, er weisen sich aber bei näherer Nachfor schunz als unbegründet. ' In dem PuSna'Distrilte ist Eigenthum von Ausländern vielfach beschä digt worden. Ein 5ftöckigeS Backstein gebäde des amerikanischen Bürgers StaforoffSky wurde zerstört Derselbe hat sich durch den Konsul an den ame rikanischen Botschafter gewandt ihm Schadenersatz zu verschaffen.' Von 4 englischen Firmen sind ähnliche Anforderungen gestellt worden, von Deutschen aber gar 7. Gen. D u b a s o f f über die Lage. . Moskau, 2. Jan. Gen. Du. bassoff sagte heute gegenüber einem Verreter der Ass. Presse: .Ich halte eine Wiederholung der Revolte in Moskau für unmöglich. Die Rothen" haben die Sympathien eines großen.TheileS der Liberalen ver oren. Die Ereignisse der letzten Tage haben die Liberalen mit Entsetzen erüllt nd sie auf die RegierungSseite getrieben, die allein im Stande ist die Ordnung ausrecht zu erhalten. Viele Anführer des AufstandeS find getödtet oder verhaftet worden. Fast alle Waffen find weggenommen. Wel cheS auch die Absichten der noch in Frei' heit befindlichen Revolutionäre fein mögen, ich bin überzeugt daß eine neue Schreckensherrschaft unmöglich ist." Den. Dubasoff erklärte, die Verluste während der Kämpfe seien noch nicht estgeftellt, doch seien die Zahlen offen bar übertrieben. Auch für Schaden an Grundeigenthum scheint dieses zu gelen. Militärherrschaft in den O ft s e e p r o v i n z e n. St. Petersburg. 2. Jan. Die Lage in den baltischen Provinzen st noch immer kritisch. DaZ Militär zu Rewal, Mitau und Riga ergreift ehr energische Maßregeln. Ein Bahn hosZvorsteher in Orlow, der fich wei' gerte, einen Zug abzuschicken, wurde aufgehängt. Die Insurgenten machten mehrere Vecsuche, einen Militärzug zwischen Li bau und Hasenpoth zum Entgleisen zu bringen. Die Verhaftungen von Radikalen in St. Petersburg dauern fort. Ende des Streikes. St. Petersburg. 2. Jan. Uut:r den hiesigen revolutionären Füh rern herrscht, trotzdem sie behaupten, daß in Moskau Alles nach ihrem Wunsche gehe , eine sehr gedrückte Stimmung. Sie geben zögernd zu, daß sie in der von ihnen versuchten Kraftprobe unterlegen sind. Voraus sichtlich wird der Generalstreik morgen im ganzen Lande für aufgehoben er klärt werden. Nöthig ist dies indeß kaum, denn die 'Ausständigen gehen hier und in anderen Städten wieder an die Arbeit. Der Eisenbahnverkehr wird in allen Theilen langsam wieder aus genommen. In Nischin Nowgorod und Samara sollen die Ausständigen nach den letzten Nachrichten zu Paaren getrieben sein. aber in beiden Städten kam es heute zu neuem Blutvergießen. In ttieff, das angeblich beruhigt" sein soll, errichten die Streiker Barrikaden und in Kasan kam eS heute iu einem blutigen Zu sammenftoß zwischen dem Militär und den Aufständigen. Schwierigkeiten deö Ei fenbahnverkehrS. St. Petersburg, 2. Jan. Der Verkehr auf der Weichselbahn ist theilweise unterbrochen. Die Sozia listen haben zwei Brücken zerstört und feuern aus die Lokomotivführer. Auch auf der Bahn nach Wien ist eine Brücke zerstört worden. Von vielen anderen Orten wer den Bemühungen der Revolutionäre gemeldet den Eisenbahnverkehr zu unterbrechen. Deutschland. Flüchtlinge aus Rußland. B e r l i n, 2. Jan. Angesichts des Massenzuzugs von Deutschen auS Ruß land hat der preußische Minister der

öffentlichen Arbeiten, Generalmajor z. D. v. Budde, soeben die Eisenbahn behörden angewiesen deutschen Flücht lingen auS dem Zarenreiche, wenn sie mittellos sind, Freikarten zu gewähren. Diese Verfügung wird mit großer Be friedigung aufgenommen. Denn eS ist Thatsache, daß in den letzten Wochen viele Zehntausende über die Grenze ge kommen find, welche von Hau? und Hof vertrieben wurden und nur ihr Leben in Sicherheit zu bringen ver mochten. Die freie Fahrt ermöglicht es ihnen, raschestenS zu den Stätten zu gelangen, wo ihnen Obdach und Pflege gesickert ist und die Mittel zur Schaf fung einer neuen Existenz bereitwilligst gewährt werden. Die Aufrufe zur Unterstützung der Bedrängten find nicht unerhört ver hallt, und überall macht sich werkthä tige Nächstenliebe in der schönsten Weise geltend. Einer umfassenden und ener gischen Thätigkeit hat fich namentlich das Königsberger Hülfs-Komite befiel ßigt. Um noch ersprießlichere Resul. täte zu erzielen und mit größeren Mit teln arbeiten zu könn?n, hat fich dieser Ausschuß, der fich bisher nur auS ge wissen Kreisen zusammensetzte, nunmehr zu einem allgemeinen Komite ausge stattet, in welchem Vertreter aller Stände enthalten find. Zugleich ist beschlossen worden, mit dem Berliner Komite zu kooperiren, damit daZ HülfZ werk einen einheitlichen Charakter er hält und mit größerer Umficht auSge führt werden, kann. Silberjubilüum der Ber l i n e r Täglichen Rund schau. B e r l i n, 2. Jan. Die Berliner Tägliche Rundschau" beging das sil berne Jubiläum ihres Bestehens durch Veröffentlichung einer Extra-AuSgabe, welche durchweg literarische Beiträge ihrer Mitarbeiter enthält. (Die Täg liche Rundschau" ist eine unabhängige, politische Tageszeitung, mit täglicher Unterhaltungsbeilage und tritt für eine nationale Entwicklung der vaterländi schen Kultur und Politik ein. Ver leger ist seit dem Jahre 1900 daö Bibliographische Institut in Leipzig. Leiter deS politischen Theils ist Hein rich Rippler, Leiter der alle Wissens gebiete pflegenden Beilage G. Manz.) Angebliche Spione in

Frankreich verhaftet. Berlin, 2. Jan. Die deutsche Regierung bestreiket halboffiziell jede Beziehung zu den Personen, welche. zu Marseilles und Toulon als Spione verhaftet wurden. Neuer Generalstabschef. B e r l i n , 2. Jan. Die Ernen nung des Generalleutnants Grafen Moltke als Nachfolger des Feldmar fchallS Grafen von Schliessen zum Chef des GeneralftabeS ist in Kürze zu er warten. Graf v. Schliessen, der nahe an 73 Jahre alt ist, wurde letzten Sommer von einem .Pferde geschlagen und war seither leidend. Graf v. Moltke ist der Neffe des be rühmten Feldherrn; er ist 57 Jahre alt und seit 1831. im Generalstabe. Graf Bnin-BninSki ap pellirtanhöchsteJn stanz. B e r l i n. 2. Jan. Graf Johann BoleSlauS von BninBninSki, welcher vom zuständigen Gericht in Schneide mühl wegen Betrugs und Falschspie lenS mit Gefängniß bestrast worden war und dessen Verurtheilung im Re vifionS'Verfahren bestätigt wurde, hat nunmehr an die höchste Instanz appel lirt. Befinden deS Großher zogs von Baden beff er. B e r l i n, 2. Januar. Eine heute Vormittag aus Karlsruhe eingetroffene telegraphische Meldung besagt, daß Großherzog Friedrich von Baden fich auf dem Wege der Besserung befindet und daß nach den Aussagen der Aerzte keine Gefahr vorhanden ist. Der greise Fürst ist am Bronchialttatarrh er krankt, und in seiner nächsten Um gebung hatte man fich ernsten Besorg Nissen hingegeben. Großbritannien. Schiffbrüchige schlecht be handelt. Southampton, 2. Jan. Die amerikanische Bemannung der Barke Ed. L. Mayberry, die gestern zu Havre gelandet wurde, kam heute hier an. Die Behörden verweigerten den Leuten als Mittellosen" die Landung. Der amerikanische Konsul Swalm stellte persönliche Bürgschaft, daß die Leute nicht der Oeffentllchkelt zur Last

fallen würden.

Frankreich. Neujahrs Empfang. Paris. 2. Jan. Während des

NeujahrS.EmpfangeS benutzte Präsi dent Loubet die Gelegenheit, den Mit gliedern deS diplomatischen EorpS die friedlichsten Verfichevungen zu machen. Offenbar sollten dieselben die jüngsten KriegSgerüchte zum Schweigen bringen. Der Empfang fand im Elysee.Palast statt. Namens des diplomatischen Corps sprach die Glückwünsche der ita lienische Botschafter Graf Tornielli aus. Jamestown Exposition Co. Paris, 2. Jan. Der amerikc? nische Botschafter McCormick stellte heute Harry St. George Tucker, den Präsidenten der Jamestown Exposition Co., dem PremierministerRouvier vor, der großes Interesse für die AuSstel lungSpläne zeigte. Herr Tucker ver spricht fich das Beste von der Kon ferenz. Oesterreich. Ungarn. Deutsche Missionen vom PapstPiuS begünstigt. Wien, 2. Jan. Die offiziöse Politische Korrespondenz" veröffentlicht eine Meldung aus Rom, laut welcher Papst PiuS X. die Errichtung einer apostolischen Präfektur aus den Philip. pinen'Jnseln beschlossen hat. Diese Präfektur soll unter einem deutschen Kapuziner auS Aachen stehen. Die Thatsache, daß die Spanier auf jenen Inseln nach und nach durch Deutsche ersetzt werden, wird als Anzei chen betrachtet, daß der Papst fich dafür entschieden hat, deutsche Missionen be onderS zu begünstigen. Angelo Neumann 's Erin nerungen an Richard Wagner. W i e n, 2. Jan. Wie aus Prag etegraphisch gemeldet wird, cheröffent icht Angelo Neumann, Direktor deS dortigen Deutschen LandestheaterS", demnächst Erinnerungen an Richard Wagner, welche siebzig bisher unbe annte wichtige Briefe deS Meisters ent halten sollen. Bei den engen Bezie hungen, die lange Jahre zwischen Wag ner und Neumann bestanden, sieht man dem Erscheinen der Korrespondenz mit Spannung entgegen. (Neumann wurde 1376 Operndirektor in Leipzig und brachte bereits von dort aus ver schiedene Ausflüge zum Zweck der Aus führung der Nibelungen" zu Stande (nach Berlin, London). Mit Aufhö ren der Dirktion Förster (1832) rief er sein wanderndes Wagnertheater in'S Leben, mit dem er. bis nach Italien zog.) Silbcnlingc. Die weitaus meisten Menschen werden als Jllinge" oder Einlinge geboren. Awillmqe kommen osters vor. seltener schon Drillinge, aber von diesen wird kein besonderes Aufheben gemacht; weit seltener sind Vierlinge und Funflinge, und solche Geburten werden schon als Naturwunder angestaunt . r nt r-: .. .t' . V71D gepriesen, '-aazx vöicoeirnuijc ei wecken das Staunen der gesummten Menschheit, denn einen solchen Segen erlaubt sich die Natur wohl jedes Jahrtausend nur einmal. Ter letzte bekannte und verbürgte Fall, wo sieben Kinder auf einmal geboren wurden, kam in der Stadt Hameln an der Weser vor. wie dies noch heute eine steinerne Abbildung neöst Inschrift verkündet, die ln einem Hause eingemauert ist. Diese Inschrift verkündet der staunenden Nachwelt, daß im Jahre 1600 am 11. Januar sieden Kinder eines ElternPaares zugleich das Licht der Welt er blickten, leider aber bis zum 20. Ja?uar sämmtlich wieder verstürben. nachdem sie zuvor die heilige Taufe erhalten hatten. Nack der damaligen frommen Sitte sind diese Siebenlinge auf dem steinernen Bild zu den Füßen des gekreuzigten Heilandes liegend dargestellt, umgeben von ihren Eltern und Verwandten. Auch die Namen der beiden Eltern sind in den Stein eingehauen, der in der neueren Zeit renovirt wurde und nun neben der Mär von dem Rattenfänger eine Merkwürdigkeit jener Weserstadt bildet. Mio's tfst seht. SZs batten dock weaen Mer Qilla einen Vrozek ... wie ist er ausgegangen?" Ach. der Advokat hat nun öie Bma!" . ,?reiae?orocnene Gart e n m ö r d e r i n. Die 27 Jahre alte Gutlerswlttwe Kreszenz mert Neustitt. Niederbavern. die nack kaum neunwöchiger Ehe ihren' Mann, den 33 Jahre alten Aloys Baierl. aus AbNeigung mittelst Schweinfurtergrüns deraiftete. wurde lektbin vom Schwurgerichte freigesprochen. Nach dem Gutackten des Direktors oer xzxtn anstalt Deggendorf, wohin die Angeklagte zur Beobachtung ihres GeistesZustandes eingeliefert wurde, ist sie erblich von ihrem Vater belastet und war zur Zeit der That unzurecunungs fahin.

Muttcrkurse.

Erlernung der Kunst, die Kinder n,erha!t sam $u btschastlgen. Um den Müttern die Kunst beizubringen, in der rechten Weise mit ihren Kindern zu spielen, hat der Berliner Fröbel-Vcrein besondere Mutterkurse eingeführt, die sich m kurzer Zeit zu einem recht beliebten und regster Theilnähme sich erfreuenden Unternehmen ausgestaltet haben. Aus allen Kreisen fmden sich grauen ein. einfache Frauen, Mütter aus der besten Gesellschaft. Es wird ihnen gegen ern geringes Entgelt graues Acrchenpapier und ein Bleistift übergeben, und nun folgen sie mit lebhaftem Interesse den Ausünancersetzungen des Vortragenden. Dieser beschränkt sich nicht allein auf das Wort. An einer Wandtafel zeichnet er mit weißer und bunter Kreide, mit dem Einfachsten beginnend, all das, was die Kinder um sich her, auf ihren Spaziergängen fehen und beobachten, vor, was die Kleinen selbst zu malen begehren, und was sie. wenn es ihnen nicht gelingt, von ihren Erziehern fordern. Da laufen Kaninchen über's Feld, da schießt ein Jäger einen Hasen, da entsteht ein ganzes Märchenbild vor den Augen der Versammelten: Nothkäppchen, der Wald, der Wolf, das Haus der Großmutter, und alles mit Blitzesschnelle. Mit ttr rechten Hand, mit der linken Hand zeichnet der talentvolle, anregende Pädagoge. Und die Mütter, an den langen Schulbänken sitzend, zeichnen alles nach. Frauen, die, als sie kamen, keinen Strich ziehen konnten, wundern sich über ihre in zwei Stunden erworbene Geschlckllchkelt, mit der sie alle die voraezeichneten Fiauren nachmachen. Sie wundern und freuen sich, daß sie plöhllch fähig wurden, mit den geringsten Mitteln ihren Lieblingen die von ihnen heiß gewünschten Bilder auf's Papier zu werfen, was sie bisher vergeblich versuchten. Und sie haben auch öen Weg kennen gelernt, auf dem ihre Kin- ... r.r. r.irtrir'V r oer mn lorer jpuse leiDniiauuig ixuu staltn und Zeichnen voranschreitcn können. Die Mutterkurse lehren natürlich nicht nur das Zeichnen und Malen, sondern sie führen die Mütter in die verschiedensten Beschäftigungsarten ein, welche mit Kmdern zu betreiben stno. Einmal am Abend während des Kursus wird auch mit den Kindern gespielt. Spielend, plaudernd dringen die Mütter in die Gebiete ein, die ihnen ohne eine derartige Anregung verschlossen blieben. ScÄSkzundert Millionen Heringe. Außerordentliche Szenen ereigneten sich jüngst in der englischen Hafenstadt Lowestoft. Den ganzen Tag hatte ein dichter Nebel geherrscht, so daß es den zurückkehrenden Fischern nicht möglich gewesen war, in den Hafen einzulaufen. Als sich am Nachmittag das Wetter aufklärte, liefen ungefähr 400 Fischerboote und Dampfer ein, die alle ' . , , c rrn . Heringe' geiaoen hauen, oie uaare sehr leicht dem Verderben ausgesetzt ist, wurde für England eine große Seltenheit die Erlaubniß ertheilt, daß in der Nacht und am Sonntag gearbeitet werden dürfe. Es ist berechnet worden, daß in der Nacht zum Sonntag und am Sonntag selbst etwa 30.000,000 Heringe an Land gebracht und gleich versandt wurden. Der gesammte Fang, der in den beiden Städten Aarmouth und Löwestoft gelandet ward, belief sich im Jahre 1903 auf 600.000.000 Heringe, der Gesammtwerth der gefangenen Heringe auf $2,500,000. Die Einwanderung. Im letzten Fiskaljahre sind 1,026.499 Personen im Gebiete der Ver. Staaten eingewandert, eine Zunahme gegen das vorausgegangene Jahr um 213.620 und zwar entfielen von dieser Zunahme auf die kontinentalen Häfen der Ver. Staaten 196,940 und auf die kanadischen Häfen 13,840. In den insularen Häfen betrug die Zunahme 2849. trotzdem in Porto Rico die EinWanderung geringer war, als im Vorjähre. An der Zuitahme der Einwanderung participirten Oesterreich-Un-garn mit 93,637. Rußland mit 39.756, Italien mit 28.183 und Großbritannien mit 49,544 Köpfen. Eine Abnahme der Einwanderung war aber bezüglich Teutschlands, der Schweiz ntnb Schwedens zu verzeichnen. Neue? Turbinenkreuz e r. Die Nachricht, der erste Turbinenkreuzer der deutschen Marine, die Lübeck," habe sich nicht bewährt, dürfte ihre beste- Widerlegung durch die Thatsache finden, daß das Reichsmarineamt den Bau eines zweiten Turbinenkreuzers in Auftrag gegeben hat. Die Lübeck" bedeutet in der That einen großen Erfolg und es heißt, daß das Reichsmarineamt w aller Bälde noch mehr Neubauten kleineren Typs mit Turbinenanlagen anordnen wird. Ein 10,000 Acker umfas sendes Besitzthum am Delaware dient ausschließlich der Beobachtung, und dem, Studium lebender Vögel. Es ist in ein Vogel-Observatorium umgewandelt und zweckdienlich eingerichtet worden. i Ueber den Connecti cutfluß führen 27 Brücken, welche Städte in Vermont und New Hampshire miteinander verbinden. , Zehn von mesen Brücken smd Zollbrucken.

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