Indiana Tribüne, Volume 29, Number 111, Indianapolis, Marion County, 3 January 1906 — Page 1
Qi oo fW- --'-UW'5t P r ? r .-w js-i; oi-jm f r s t: fj i .lär- iih! r ß Cöc und O -0 vo (4 l n o C) AO r & kW,i?Ultt S R CMl,,, 9 WlllliU'J VLIAli (J fk v ' 1 1 I I I ?' äl.OoiSo(6e. &sssissäsa 8 uiuwu lO per tUt. $ vi2 ?ä!s? WrsÄeint feden to4mttttag. Jahrgang 29. Indianapolis, Ind., Mittwoch, 3. Januar 1906. No. 111.
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Will nicht abdankt. Obvohl Gouverneur Hanly derlangte, daß Staatssekretär Daniel E. StormZ seine Stelle nieverlegen sollte, erklärte Storms. daß ihm da garnicht einfallen würoe. Diesen Entschluß faßte StormZ, nachdem er mit A. C. Harri, einem seiner Anwälte, eine Konferenz abgehalten hatte. Harris
und der Staatssekretär begaben sich dann in die Office deZ Gouverneurs, wo sie üder die Angelegenheit sprachen. Als sie wieder herauskamen, sagte Storms, daß er sein Amt nicht nieder' legen würde und daß er in der Sache weiter nicht? sagen wolle. Gouverneur Hanly gab folgende kurze, ader alle sagende Erklärung ab: Herr StormZ weigerte sich diesen Morgen seine Stelle niederzulegen, und hat auch bisher dem Staat nicht die Gelder zurückvergütet , die er dem Staate fäuldef. Wie e5 weiter heißt, will man in den Gerichten von Marion Eounty eine Klage gegen den Staatssekretär ein reichen und diesen durch das Urtheil deZ Gerichts zum Aufgeben eines Amtes veranlassen. StaatSanwalt Charles P. Benedict weigerte sich ebenfalls über den Stand der Angelegenheit irgend etwas zu fa gen, da dicS weder den Interessen des Staate, noch denen StormZ entsprechen würde. Jft es wahr", fragte ein Zeitung?. mann den StaatSanwalt, daß die Großgeschsorenen sich Ende Januar mit der Sache beschäftigen werden? .JÄ kann die nicht sasen," meinte Herr Benedict. Ich hatte mit Gouverneur Hanly eine. Konferenz wegen des StormZ Falles, aber ich bin nicht in der Lage irgend etwas weiter zu sagen. Wenn Hanly StormZ zum Niederlegen seiner Stellung dringen will, so giebt eS zwei Wege. Der eine Weg ist, daß der Gouver neur die Sache in den Gerichten ver folgen läßt, der andere Weg ist, daß Hanly eine Cztrafitzudg der Legislatur zusammenberuft und Anklage wegen Veruntreuung von Staatsgeldern ge gen StormS erhebt." Sowohl Gouverneur Hanly als auch GeneralflaatZanwalt Miller weigern sich irgend etwas in dieser Angelegenheit zu sagen. Soll ausgehungert werden. Dem Wunsch deZ Gouverneurs zu folge hat Warren Bigler, der Staats Auditor, sich geweigert CtaatZ'Sekre tär Dan StormS fein fälliges Gehalt für das Quartal im Betrage von 8625 auszuzahlen, weil StormS angeblich dem Staate Geld schuldet. Man hofft so seine Resignation zu erzwingen. . Personal-Zloiizen. Frau P. Herold bewirthete Montag viele NeujahrZdesucher in ihrem kiigen Heim. in P o r t l a n d. 2. Jan. Der Bür germeifter C. H. AyreS von hier hat sich nach Lawrenceville, Jll., begeben, um sich des Leichnam? deS Horace Benuett, 22 Jahre alt, anzunehmen, welcher in der Nahe von Lawrenceville getödtet wurde. Bennett, ein Krüppel, hatte sich als Stromer im ganzen Land herumgetrieben. Er war wegen Diebftahls, in Portland vor 8 Jahren der übt, nach der Indiana Reformschule gesandt worden. Der Bürgermeister hatte sich darralS schon mit Bennett sehr beschäftigt und hatte nach 2 Jahren seine Entlassung bewirkt. Vor 4 Wochen nun hatte Bennett feine Wanderschaft in Beglei tung zweier aaderer Kumpanen wieder aufgenommen. Auf dem VZege gerie tden d:e Gesellen in einen Streu, wo. bei der Krüppel erschlagen wurde. Seine Begleiter konnten bis jetzt noch
gl nicht gefunden werden. d , , tZT Raucht du Tish I Mingo.
Ging in das Netz.
Der Neger gratis Lzall. Er hatte auf seine Frau geschossen. Heute Morgen, gegen Uhr, ver hafteten mehrere Polizisten den seit vor gestern Abend gesuchten Neger Frank Hall, der auf seine Frau Stell fünf Schüsse augegeben hatte. Hall ist ein 33 jähriger Kellner auö Utica. N. , und arbeitet? im Jmperial'Hotel. Als man ihn im Polizei gefüngnisse über den Beweggrund zu seiner That befragte, sagte er kalt Istchelnd: Meine Frau hat gelogen, darum schoß ich". 1 Die That führte er an der Jndiana Avenue, vor dem Haufe No. 522, aus. Eine der Kugeln traf sie in die Schulter und die andere am Kopfe. Die Verletzte wurde in das Haus ihrer Schwester gebracht. Sie hatte sich an geblich geweigert, mit ihm zufammenzu leben. Seit einiger Zeit lebten Beide getrennt von einander. Hall entkam, und troßdem man Tag und Nacht nach ihm suchte, gelang seine Verhaftung erst heute Morgen. Zur WahldeS Herrn Stalnaker als Zolleinnehmer. Congreßabgeordneter Overftreet ist gestern nach Washington gereift, um dort eine Petition bedeutender Ge schästSleute von Indianapolis, welche die Wahl Frank D. Stalnaker'S als Nachfolger des Zoll.EinnehmerS A. A. Voung betrifft, einzureichen. Herr Aouna ist von der Wahl des fierrn Stalnaker kebr einaenommen. ,1 Die Petition ist unterschrieben von Di rectoren der HandelSbehörde. der Kauf, mannSvereinigung. beinahe allen Di I rectoren deS Commercial und deS Fa brikanten.ClubS. sowie den leitenden Bankiers der Stadt. Senator Hemenway soll sich eben falls für die Wabl des öerm Stal naker interefsiren. Herrn Grlsfith's Lol ÖB Die Einnahmen deö VortrageS. wel cher am Freitag Abend in der Caleb cm - rt w ist - r w aciu9Vauc oer 'vyorinoge vocyiqule von verrn oyn em Konsul der Ver. Staaten in Llverpool. gehalten wird, werden zu Gunsten deZ Lehrer. UntersttttzungSvereinS benutzt werden. . . fT ? m w o cn i v i w un m oei o. ornafl. oer in oen oettionenen drei Jayren m Dreier mti -t. 1 1 XV sTN cn 1 , I-S. V 4. , ff MM t cvuiic um. oima tt über .Stunden in England handeln. uns moqien-iolr noqmais aus oen vieoerorecyenoen Aveno ausmeriiam maqen. , ßcr Tyroler Sänger und Tänzer Gesellschaft, Damen 5 Herren, berühmt ani Vtn Tyroler Alpen ver St. Lois Welt - Ausstelluua . Jeden Abend im Deutschen Haus. Eintritt 50 Cents. Denkmal des Oliver Perry Morton. er Bauplatz des Benlmals zum Andenken an Oliver Perry Morton, für welchen in der letzten Legislatur Sorge getragen wurde, ist so sehr mit dem Projekt in Mitleidenschaft gezogen, daß keiner von den 7 unterbreiteten Projekten von der Kommission in der gestrigen Sitzung angenommen wurde. Die Uneinigkeit unter den Kommissä ren betreffs der Wahl beö Bauplatzes ist so groß, daß das Erlesen deS Pro jekteS noch mehrere Tage in Anspruch I nehmen wird. ' F e n e.r. Ein überheizter Ofen verursachte das Entstehen eines Feuers im Cole'schen Hause, No. 522 Oft Washington-Str. Schaden $150.
Auch die Staats -.Ackerban-Behörde
Tritt für den Bau eines' Colosseums ein. Die Delegaten der StaatZAckerbau Behörde sprachen sich gestern für die Adscyaffung von Freipässen und zu Gunsten eines ColiseumS aus. Mason I. Niblack. der Präsident der StaatS'Ackerbau.Behörde meinte, daß eS das Beste sei, wenn die Staa!sBe hörde das Coliseum errichten würde, doch sei daran nicht zu denken, da der Behörde keine Gelder zu diesem Zwecke zur Verfügung stünden. Vielleicht könnte da Gebäude mittelst einer lo kalen Subscription errichtet werden. . Wahlen wurden für 8 Distrikte ab gehalten. Willkommensansprachen wurden von Gouverneur Hanly und Mayar Book walter gehalten. Beamten.-Wahl der Martha Loge No. 23, it. & L. os 55. Martha Loge No. 236, K. & L. of H., installirte folgende Beamte in ihrer letzten Sitzung: Paft Protector Louifa Roebke. Protectorin Lizzie Grautman. ViceProtector Max Dietrich. Sekretär Richard Nähre. Fin'Sekretär Hugo Blume. Schatzmeister Aug. Beerman. Kaplan Kath. Hambrecht. Führer Fred. Posiel. Innere Wache Henry Eden. Aeußere Wache ChaZ. Wolff. Thomas W. S. Belcher. i .. m nrn oa . r w i rv . t . -omas . Sieger, ayre alt. ist in seiner Wohnung. 1703 I CVt w f . W m . "oro vtiamaxt lre, pioguq gestorben. . te Nachricht von dem o- . w . r om..u.. . jc. . , D0C iner rnuucr, rociajc iqrn mt graphisch mitgetheilt war. verursachte kinen Schlaganfall, dem er erlag, be vor ärztliche Hülfe beschafft werden konnte. mt e,unvyett des Herrn Welcher war feit einiger Zeit in schlech tem Zustande, er klagte über Maaen belckwerden und 5ier,sckmScke. Diese , , - - . , " Besckwerden- batten kor drei ?kab ren eingestellt, bei dem dlöklicben Toke Wmt einzigen SobneS Ralvb. welckier sln Tuberkulose starb, die U in Kolae I ' w " leidenschaftlichen FubballsplelS ein gllt hatte. Herr Welcher war in UüUxtx Zeit ein vielbeoebrter Muiik lehrer unserer Stadt, trat jedoch nach in Verbindung mit der Firma fr.n . x.- m,.? VSUHUI V Ult UfcV li. MIlUklL I 1 etrofec. Viele freunde, der Bruder I W Unb die Wittwe betrauern den Dahin I aettb denen. D Beerdiauna wird der Ankunft des Bruders, welcher Mo., wohnt, bekannt ge I o Germania Loge I. O. K. of P. Beamtenwahl. Die neu erwählten Beamten wurden durch die Ar. Knodel und Schmidt in ihre Aemter eingesetzt : Paft.Comm. Louise Voll. Comm. Barbara Reis. Vlze'Comm. K. Mllthay. Prül. Louise Reddehause. Prot..Sekr.-Soph!e Müller. Schatzmftr. Anna Trümper. F!n..Sekr.-Wallv Nenssel. Führerin Philippine Schoppen horst. Innere Wache Maria Hügele. Aeußere Wache Luise Buhr. Socialer Tnrnverein. Heute Abend regelmäßige Geschäftsversammlung m , tm Damen-Berein des Deutschen Hauses. Samstag, den 6. Januar, halt der Damenverein .des Deutschen Hauses feine monatliche Gesellschaft. Die Arrangements für dieselben werden von Frau Mar Buehler, Frau John Giesen und Frl. Benie Wiegand getroffen werden.
Stellenjager
Belagern die Mayors Office im Courthause. Dii vielen Leute, die sich gestern Morgen nach dem Courthause begaben und dort die Zimmer und Corridore wie möglich in das Ziel, so rasch wie wie möglich in das Zimmer deS neuen MayorS zu gelangen. Aber nur wenige onnten in das Allerheiligste deS neuen Stadtoberhauptes gelangen, erstens weil Herr Bookwalter während eines Theils deS Morgen? nicht im Court hause war und zweitens weil verschie dene Personen seine Zeit in Anspruch genommen hatten. Seit Monaten hatte sich im Court hause keine solche Menschenmenge einge unden. Die meisten der Erschienenen waren prosesnoneue tellenzager und zogen mit enttäuschten Gesichtern wie der ab, weil sie nicht vorgelassen wur den. Nachmittags kamen sie wieder. In langen Reihen standen sie im Bor zlmmer und warteten uno warreien. aber den Mayor konnten sie nicht sprechen. Der war beschäftigt. Und seine Clerks und sein Sekretär hatten alle Hände voll zu thun, um die Frager zufriedenzustellen und auf ein Wieder kommen, auf Morgen oder Uebermor gen wie sie sagten, zu vertrösteten. ES waren aber nicht nur Leute ge. kommen, die -Job haben wollten, son dem auch solche, um dem Mayor ihre Aufwartung zu machen oder ihm einige Schmeicheleien über seine Fähigkeiten zu sagen wünschten. Sie wurden alle auf ein AndereZmal- vertröstet und man sah viele enttäuschte Gesichter, im Vorzimmer, auf den CorridorS, überall. Ganner-Kapitel. Sobald der Ver. StaatenMarschall ankommt, wird die junge Negerin Ella Carter, die versuchte falsches Geld an den Mann zu dringen, in seine Obhut gegeben werden. Unerwünschten Besuch erhielt S. Wiseman von 730 Mass. Ave. Ein Neger kam in seinen Laden und ftahl aus demselben ein Paar neue Hosen. Im Hause der Familie Hayward, 819 N. Capitol Avenue wurde einge brachen, aber außer einer Schachtel, die Briefe enthielt nichts mitgenommen. Die Polizei wurde gestern Abend um 3 Uhr nach dem Haufe 623 Ost St. Clair Straße gerufen. Hier traf sie John JoneS an, der berichtete, daß er in das Haus 544 Virginia Avenue umzog. Während deS Umzuges feien ihm eine Unmasse Sachen, Rasier Messer, Kleider, Unterkleider, 24 Hem denkragen, Schuhe usw. fortgekommen. Wm. Britton und Fred Hannell, die der elektrischen Straßenbahngesellschaft ttupserdraht gestohlen hatten, wurden gestern Abend verhaftet. Der ttupfer draht lag im Jairview.Parke. Columbus, 2. Jan. Ange stellte der Stadt Telephon'Gesellschast waren gestern sehr beschäftigt die Tele vbone derjenigen Leute zu beseitigen. welche sich weigerten den Aufschlag, welchen die Gesellschaft forderte, zu be zahlen. Der Aufschlag trat gestern in Kraft und die Gesellschaft befahl ihren Leuten die Telephone von denjenigen Kunden zuerst zu beseitigen, welche die Pilitim. dii seit einiger Zcit Im Um lauf sich befand, unterschrieben' hatten. Ungesöbr 256 Namen waren unter zeichnet, und von diesen haben 50 ihre Petition zurückgezogen, als sie sahen. daß die Gesellschaft ernst machte, ihre Forderung durchzuführen. Washingtons. Jan. Der Leichnam von Wm. . Pikelhelmer, welcher hier plötzlich starb, wird wahr schelnlich nach Salem, Ind., - feiner frühren Heimath, zur Beerdigung über süyrt werden. Der Berftoroene war einst Sheriff von Washington County in diesem Staate und bekleidete später den Posten als Gouverneur von Wash ington unter Präsident tzleveland. Nach Ablauf seines Amtstermins verkaufte er Schuhbänder und andere Artikel auf der Straße.
B:hörde für öffentliche Arbeiten.
. In der Sitzung, die die Behörde der öffentlichen Arbeiten heute abhält, wird die Behörde Einsprüche gegen geplante Verbesserungen entgegen. nehmen. Die Behörde trägt sich nämlich mit der Absicht, von der Mitte der Adler Straße nach einem 400 Fuß südlich von der Adle? Straße gelegenen Punkte einen Abzugskanal anlegen zu lassen, auch soll ein anderer Abzugskanal von der ersten Alley östlich von Arizona Straße, nach einem Punkt 20 Fuß nördlich gelegen an Palmer Straße errichtet werden. Die Behörde will folgende Straßen dem allgemeinen Verkehr eröffnen und folgende Räumung vornehmen: Die Depot Str., von Massachusetts Ave. nach Roosevelt Ave. Die Cable Straße, von der Nord. grenze der Vermont Str., nach der Südgrenze der Michigan Str. Räumung der ersten Alley südlich von Lexington Ave., von Villa Ave. nach Harlan Str. ES sollen dann noch Remonstrationen gegen die geplante Verbesserungen an Union Straße, zwischen McCarty und Arizona Str. und an Buchanan Str., zwischen Virginia Ave. und Wright Str. entgegengenommen werden. Die Straßen sollen ge säubert werden. Nachdem Superintendent C. A. Gar rad von der Behörde der öffentlichen Arbeiten die Erlaubniß erhielt, soviel Leute als .nöthig zu beschäftigen, die die Straßen unserer Stadt remlgen sollen, stellte er dreißig Straßen kehrer an, die solange das schöne Wetter anhält, die Straßen von Schmutz und Staub befreien werden. ES war nicht möglich, den Reini gungsprozeß aufrecht zu erhalten aus dem einfachen Grunde, weil nicht genug Geld für diesen Zweck vorhanden war. Um so mehr ist eS mit Freuden zu be grüßen, daß eS eine der ersten Hand lungen der neuen Administration war, ihre Aufmerksamkeit auf die Süube rung unserer Straßen zu richten. Joseph Hogue, der StraßenSuper intendent will sich den DowntownDistrikt gründlich vornehmen, falls ihm dies gestattet würde. Die neuangestell ten Straßenreiniger werden ungefähr nur 2 Wochen, zu thun haben, um den angesammelten Schmutz entfernen zu können. Mitglieder der Behörde kamen gestern zusammen, um sich über Fragen zu in formiren, die in der heutigen regulären Sikuna berührt werden. Nach der Versammwng hielt John T. Elliott. der Präsident der Behörde, eine kurze Konferenz mit dem Mayor ab. Als Chief.Clerk der Behörde wurde C. A. Cartee ernannt. Polizeigericht. Die Gerechtigkeitsmühle im Polizei gericht hatte sich gestern wieder mit einer Anzahl Fälle zu beschäftigen, so mit dem von Frau Anna McAllister hatte ihrer Nachbarin Frau WattS ein Porte monnaie gestohlen. Sie wurde zu einer Geldstrafe von $25 und Kosten und zu einer Gefängnißstrafe von 30 Tagen verdonnert. Der Neger Charles Parker, welcher am 14. Dezember im Pari Theater Un fug verübte, wird zu einem weiteren Verhör festgehalten. Der Schankwirth Christian Schober, der am Feiertage Bier ausschönkte. wurde zu einer Geldstrafe von $10 und in die Kosten verurtheilt. Albert Hood, der Neger von 1840 N. New Jersey Str.. der seiner Ge liebten Schmucksachen ftahl, wurde den Großgeschworenen überwiesen. Auf Sonnabend, den 6. Januar, wurde daö Verhör des Geflügelhänd lerS Bernard Chadvick von No. 310 Ost Wabash.Straße vertagt, der Check fülschungen in Betrage von 5377.66 verübt haben soll. Der Fall deö SchankvirtheS Nobert NeganZ von Nord Senate .Ävenue wurde auf unbestimmte Zeit vertagt.
Was in Rußland alles möglich ist, zeigt die Thatsache, daß Diebe sich jüngst das ehrwürdige Moskau getheilt haoen. Diese ganz unge wohnliche Verscrmmlung, ein von 600 Personen besuchtes Meeting von Dieden, ist kürzlich an der Peripherie von Moskau hinter der Krestowskaja Sastawa, abgehalten worden. Um die ohnehm schwierige Lage der Diebe nicht zu erschweren und unnütze Concurrenz zu vermeiden, beschlossen die Diebe, die ganze Stadt in Bezirke zu theilen und jedem einzelnen ein Arbeitsfeld" in einem dieser Bezirke unter der Bedingung anzuweisen, daß er seine Thätigkeit ausschließlich auf den angewirsenen Rayon beschränkt. Bei der Theilung ging es nicht ganz friedlich ab, doch wurde nach einigen Intermezzos die Theilung der Stadt auf friedlichem Wege vollzogen. Zum letzten-Male'hat kürzlich, ein paar Wochen vor Weihnachten, König Oskar II. von Schweden durch den Hofmarschall
Rustad unter seine bisherigen normegischen Hofbeamten die üblichen Weihnachtsgeschenke vertheilen lassen. Augenscheinlich geschah dies so früh, um nicht mit dem in Christian! eingezo genen Komgspaar und dessen WeihNachtsgeschenken an dasselbe Personal zu kollidiren. Die gleiche Großmuth hat der König bei der letzten finanziell len Auseinandersetzung mit dem norwegischen Staat bewiesen. Die Geschenke des norwegischen Volkes zu der am 6. Juni 1882 begangenen stlbernen Hochzeitsfeier des Monarchen sind dem norwegischen Staat zurückgegeben worden, dazu verschiedene ihm privatim gehörende Kunstwerke auf dem Schloß von Chrlstiania. Das Gleiche ist mit Bezug auf die Schloßbibliothek verfügt worden, mit dem Vorbehalt, daß die Universität von Christiania sich dan:2 nach Belieben Bücher aussuchen darf. Auch die dem König gehörenden historischen Modellbauten auf Oskarshall und Bygdö verbleiben dem norwegischen Staat. Die sieben von dem Könia errichteten kleinen Villenbauten in der Nahe von Christiania sowie ein Theil der Möbel in dem dortigen Residenzschlosse sammt den vorhandenen norwegischen Ordensdekorationen sind vom Staat nach dem Gutachten von Schiedsrichtern zu billigem Preis übernommen worden. Der berühmte a ndal u -sische Bandit Virillo hat mit einem Meistercoup seinen Räuberthaten die Krone aufgesetzt. Gegen 9 Uhr Abends wurde am Thore vesLandhauses Villa Rueva bei Puerto Real (Provinz SeVilla) geklopft. Der Diener, der öffnen ging, sah sich sechs berittenen, von einem Leutnant befehligten Gendarmen gegenüber. 'Der Offizier verlangte den Hausherrn, Sennor Cos cano, zu sprechen. Dieser aber war schon zu Bett gegangen und ließ sagen, sie möchten am folgenden Tage wieder, kommen, wenn die Sache nicht eilig sei. Die 'Gendarmen zogen sich zurück und sprachen am folgenden Tage wieder vor. Der Leutnant, em schmucker Bursche, erklärte dem .Sennor Coscano, er durchstreife die-Gegend mit seinen Leuten auf der Suche nach den vor Kurzem aufgetauchten Banditen intd statte den einzelnen Landhäusern Besuche ab. Sennor Coscano freute sich sehr darüber, lud den Leutnant zu seinem Mittagessen ein und ließ dessen Leute in der Küche traktiren. Unter fröhlichem Geplauder .wurde. dasMahl, an dem auch die Sennora Coscano iheilnahm, eingenommen. W es zu End war, erhob sich der Leutnant plötzlich, griff nach seinem Revolver und sagte zu seinen entsetzten Gasigebern: Liebe Freunde, ich bin. kein Leutnant, und die Leute, iie mich begleiten, sind keine Gendarmerie; ich bin der Räuberhauptmann Virillo und bin gekommen, um 70,000 Pesetas, die Sie, Herr Coscano, vor einigen Tagen für einen Posten Stiere einkassirt ha-' ben. in Empfang zu nehmen." D:e Sennora fiel in Ohnmacht. Sennor Coscano aber, ier wußte, hak Virillo keinen Spaß versteht, gab zitternd die 70,000 Pesetas heraus. Virillo ' empfing diese schwere Summe dankend und schmunzelnd und sagte beim Abgehen: Ich besitze nun genug, um dem Banditenhandwerk entsagen zu kön--nen, und will nunmehr zeitlebens ern ehrlicher Mensch sein. ' Beider SÄmier e. Direktor, (während d:r Pause zum Publlkum):. Jm nässten Akte sollte eine Wurst vorkommen, meine Herrschaften; aber der erste Liebhaber ist leider damit durchgebrannt!" ' D o v v e l t e ö P e ch. Du das test also das Pech., neulich ' auf derZ Jagd angeschossen zu werden?" Trei-Z der: Ja. und obendrein war der u7.5?schickte Schütze ein , junger Arzt, der mich seNt bendelte.-
