Indiana Tribüne, Volume 29, Number 109, Indianapolis, Marion County, 30 December 1905 — Page 5

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Jndiana rloüue, ylSezemb 1905

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Im Nabajo-Lande.

Der zahlreichste heutige Jndianersttlmm Naturmenschen von wunderbarer Ausdaver. Interessante gesundheit liche Thatsachen. Eine Entbindung in der Wildniß. Navajo - Liclwci derei.

Tucson. Arizona, in December.

on oen caturwunoern Arizonas hattn schon manche Andere geplaudert; von seinen Naturkindern lätzi sich aber noch allerlei saaen. was soaar unter

den mannigfachen Gesundheitsaposteln

unserer Tage wenig bekannt i und doch gerade zu jetziger Zeit großes Inieresse beanspruchen kann. Glauben Sie nicht, daß ich Ihnen Reisebilder von Navasoleben bieten will, wie sie sich an Bahnhöfen beobachten lassen! Was man dort von diesen Menschenkindern sehen kann, ist meistens wenia erfreu-

lichen Charakters, gibt aber von ihrem O .C. . " n 3 r . , , m itz'

x,zuzu ijuuicns injüroen einen lgrisi, als aufgespießte Schmetterlinge in einem Glaskasten eine Vorstellung von Schmetterlingsleben geben können. Einen ganz anderen Eindruck erhält man von den Navajos, wenn man sie in ihrer natürlichen Lebenssphäre zu beobachten Gelegenheit hat, wie es mir einige Wochen hindurch vergönnt war. Blühende Gesundheit, Unempfindlichkeit gegen die Temperatur und schier unglaubliche Ausdauer bei beiden Geschlechter können nirgends besser veranfchaulicht sein, als bei den Navajos. Und doch läßt sich an der Santa-Fe-Bahn entlang das traurige Schauspiel gewahren, daß viele dieser selben Menschen, soweit sie hierherum als Arbeiter thätig sind und in ofengeheizten Häufern wohnen, wie die Schafe an der Lungenentzündung dahinsterben!. So bieten sie in gesundheitlicher Hinsicht gleichzeitig höchst ermuthigende besonders, für die Freiluft - Behandlung von Schwindsüchtigen verheißungsvolle und abschreckende Beispiele. Wie alle Naturkinder, fallen sie, wenn sie von ihrer ursprünglichen Lebensweise abkommen, Krankheiten noch leichter zum Opfer, als Andere. Es ist im Winter kein seltener An- ' blick, eine Gruppe ganz kleiner Navajolinder, vielleicht zwei bis vier Jahr alt, vollkommen nackt im Schnee spielen zu sehen! Ihre Augen funkeln vor Lust und Fröhlichkeit; an keinem Maimorgen könnten sie sich wonniger sühlen,-und sie empfinden die Kälte so wenig, wie der Schneemann, den sie aufgebaut haben. Jeder Theil ihres nackten Körperchens ist so vollkommen an die kalte Luft gewöhnt, wie bei un5 verpimpelten Kulturkindern nur das Gesicht es ist. Und ebenso temperaturund krankheitsfest sind ihre Väter und Mütter, immer vorausgesetzt, daß sie in ihrem Element bleiben und ihr natürliches Leben unter Gottes freiem Himmel weiterführen und keine Laster der Weißen annehmen. Auf den 16,000 Quadratmeilen i'h- ' rer Reservation, in der nordöstlichen Ecke von Arizona sowie in der nord-

westlichen Ecke von Mexico, sind alle Extremen des Winters und des Sommers wohl ausgeprägt. Die Navajos gedeihen darin 'vortrefflich. Sie gehören zu der stattlichst aussehenden und kräftigsten aller heute lebenden Jndianer, sind sehr symetrisch gebaut, und so lange sie unter sich blieben, war Krankheit bei ihnen etwas beinahe Unbekanntes! Während ihnen in den bitteren' Kämpfen . der Vergangenheit höchst grausam mitgespielt, und der Stamm fast bis zur Hälfte ausgerottet wurde, haben sie sich in den Friedenszeiten wiederum dermaßen vermehrt, daß sie über 30,000 Seelen stark sind und den größten überlebenden Stamm von Vollblutindianern darstellen. Würden sie aussterben, so könnten ihre schier unvergänglichen Decken- und Mattenwebereien und ihre kunstvollendeten Silberarbeiten noch'einer fernen Nachwelt Zeugniß von ihnen geben, doch bis dahin ist es hoffentlich noch sehr lange. Derzeit ist es ein sehr friedfertiges Volk; aber ihre körperliche Tüchtigkeit kann kaum jemals größer gewesen sein, als sie es heute bei den unverdorbenen Nachkammen ist. Als Arbeiter werden sie allgemein über die Chinesen, Mexicaner und sogar Japaner gestellt, und viele Hunderte werden an der genannten Bahnlinie entlang' vonContraktoren beschäftigt. Es wäre aber für die Erhaltung dieses prächtigen Menschenschlages, auch in späterer Zukunft, besser, wenn Keiner von ihnen auf solche Arbeiten und entsprechenden Wohn- und Lebensweise angewiesen wäre. Von geradezu idealer Einfachheit ist das häusliche Leben der Navajos, soweit sie es ganz nach ihrer Art gestalten können. Ihre Wohnhütte oder H og a n ist ausCederstolzstämmen gebaut, welche in Gestalt eines Kreises ziemlich dicht zusamnengestellt unk oben derart übergebogen sind, daß sie in der Mitte ein Loch lassen, für das Abziehen des Rauches. Zwischen die Pfosten ist Reisig gepackt, welches mitErdschlamm überschmieit ist. Der Thürweg ist. wie bei allen südweitlicken Stämmen.

stets nach Osten gerichtet; denn.es ist ri. t..;. r r. '

eine ane ucscriieserung - oei Diqtn Stämme, daß der Heiland, welcher endlich die Welt erlösen und neu schaffen werde, von Osten komme.' Unmittelbar, .unterdem Rauchloch prasselt das Feuer (aber nicht, zum Heizen), über welchem gewöhnlich einTopj mit gedämpftem Hammelfleisch hängt.

das nebst derbem Welschkornbrot die Hauptnahrung der Navajos bildet. Im Hintergrund der Hütte, gegenüber der Thüre, steht der Webstuhl, und das einzige sonstige Mobiliar sind die Mshlsteine, auf denen der Mais gerttahlen wird, sowie die Schafhäuie, auf denen die Bewohner bei Tag sitzen und bei Nacht schlafen. - Auch die

.yure vejteyt aus einer ooer zwei Schafhäuten.

Eine solche Hütte, kalt und zu allen

fetten woblaelultet. bildet mden nur

das Winterheim dieser abgehärteten Rasse. Ihr Sommer-Hogan" steht der. Luft nach allen Seiten offen,

und die Zwlschenraume zwischen den Wandvfosten sind bier nicht verstopft.

Uebrigens werden, da die Navajos ein n cn-a rpv r . r::c.

liaci nomavenyasics ü;acrn juyicu und viel mit ihren Heerden herumzie-

ben wobei sie aeleaentlick aller-

Hand Arbeitsdienste leisten, die sich ge-

rade bieten die Hogans oft ver-

lassen.

Auch wenn irgend ein Navajo dem

Tode nahe ist was in ihrem naturlichen .Leben fast niemals auS einer andern Ursache, als infolge Altersschwäche vorkommt wird er, oder sie, unter allen Umständen aus dem Ho-

gern hinweg gebracht, um draußen seinen letzten Athemzug zu thun. Denn eine Wohnung, in welcher eine Person gestorben ist, gilt nach dem Glauben der Navajos fortan für verflucht. Wie schon erwähnt, laufen die Navajokinder nackt herum. Die Männer tragen Hemden, Hosen und die leichten Mcccasinschuhe, die Frauen gewöhnlich ein Corduroyhemd oder Leibchen, und einen Kattunrock, hin und wieder mit einem baumwollenem Unterkleid. Aber keines der Kleidungsstücke verhindert, daß die Körper beständig der Luft ausgesetzt sind. Die Navajofrauen zeichnen sich durch besonders große Augen aus, welche stets ein Zeichen hoher Jntelligenz sind, und sie haben eine tiefe sonore Stimme. Was aber ihr körperliche Ausdauer auch unter den heikelsten Umständen anbelangt, so bin ich in der Lage dieselbe durch ein selbsterlebtes Beispiel veranschaulichen zu können, das weiter keines Commentars bedarf. Unsere Partie zog zur Zeit durch den oberen Theil des Navajolandes, und wie gewöhnlich, war uns ein Halbdutzend Navajos als Lager-Nach-zügler gefolgt, um gelegentlich etwas bei uns zu verdienen. Zu ihnen gehörte auch ein junger Bursche mit seiner Gattin, beide beritten wie wir selbst. Eines Nachmittags blieben sie, ohne ein Wort der Erkläruna. eine be-

deutende Strecke hinter uns zurück. frst! -1 1 - r r v .

iuur oeioczieii uns ziemilll) cqntü wtu ter. Nach drei bis vier Stunden aber, gerade als wir Halt machten und ein Lager aufschlagen wollten, kamen sie wieder auf 'uns zu galoppirt, doch die Gesellschaft hatte sich um ein Mitglied vermehrt, einen allerliebsten kleinen Säugling, der am Arm seiner reitenden Mutter hing! Wir waren geradezu bestürzt, und

die Geschichte ging uns viel näher, als

allem Änzchein nach der Mutter oder dem Vater. Hemden wurden für Wickelkleider geopfert, und wir legten sofort 12 Dollars für Messer, Gabel und Löffel" zusammen. ein Äe-

schenk, das. wie sich Einer von uns erinnerte, bei solchen Gelegenheiten üb-

ilch war. Die Mutter hatt sich, fast unmittelbar nachdem sie dem Kinde das Leben aeschenkt. wieder auf das

Pferde geschwungen und war mit den Andern uns nachgaloppirt, ohne sich irgend etwas dabei zu .denken! Sie wäre auch ihren sonstigen Arbeiten so-

fort wieder nachgegangen, hatten wir nicht protestirt. Wir nöthigten sie zur Ruhe; aber am andern Morgen war sie so rüstig, wie zuvor. Im Allgemeinen behandelt der Navajo seine Gattin oder auch seine Gattinnen sehr aufmerksam, soweit diese überhaupt darauf Anspruch machen. Meistens heirathet der junge Mann anfangs eine ältere Frauensperson. Ein junges und hübsches Mädchen gilt für einen kostspieligen

Luxus, und ihrVater verlangt vielleicht

40 Pferde sur sie! Dagegen ist eine ältere und nicht ganz so anziehend aussehende Schwester, die aber eine treffliche Gehilfin und Mitarbeiterin sein mag, vielleicht schon für 6 Pferde zu haben, und so wählt der Bräutigam von 20 Jahren gewönlich zunächst diese, die Leah statt der Rahel. Unter den Frauen ist das Eigenthum erblich, und auch die ältere Schwester bringt in der Regel eine gewisse Anzahl Schafe als Morgengabe mit. So beginnt die neue Hauswirthschaft mit einigen Schafen und Pferden, einem neu gebauten Hogan" und. einem kleinen Stückchen Land, auf welchem Beide zusammen tüchtig arbeiten, sei es auch wenig dankbarer Boden.

Wenn unser rothhäutiger Jakob Erfolg hat und mittlerweile etwa 30 Jahre alt geworden ist. so denkt er daran, ein zweites Weib heimzuführen, und diesmal suchte er sich eine junge und schöne.aiso eine Rahel, aus. Die 'Gattin No. 1 läßt sich das nicht mit . gefallen, sondern ist meistens froh.

wenn ein neues Mitglied m die Famllie kommt, mit dem sie die Arbeiten und die gesellschaftliche Unterhaltung theilen kann. Ländlich sittlich! Im Uebrigen ist es selten, daß mehr als zwei Gattinnen gehalten werden, ob wohl .'inige alte und gut situirte Navajos drei oder vier haben. DaS Weib

lfl nicht nur eine wichtige Brotverdie

nenn durch ihre Decken- und Matten Weberei, sondern auch eine Theilhabe,

rm an allem Eigenthum, und zwar

keineswegs blos eine stille Thellhabe: rin. Es wird kein Verkauf abaeschlos-

sen, ohne daß sie zu Rathe aezogen

wird; kurzum, sie ist in allen Angelegenheiten ein achtunggebietenderFactor.

Uno von ' Famüienstremgkeiten Hort

man fast nie etwas.

Wie oben gesagt, führen die Nava jos ein ziemlich nomadenhaftes Leben,

jedoch nicht aus freier Wahl. Würden

sie Berieselung für ihren Boden erhal

ten (ein Versprechen, welches Onkel

Sam schon vor Jahren gegeben hat,

welches aber leider, gleich so manchen

anderen, die dem rothen. Mann gemacht wurden, bis zum heutigen Tage unerfüllt geblieben ist) so würden sie

ohne Zweifel em festes Heim bei Wer-

tem vorziehen, und damit würden sie nicht nur in der Landwirthschaft, son-

dern auch m der .häuslichen Cultur ;e

ne Fortschritte machen, die jederFreund

der Indianer aufrichtig wünscht und

zu denen ihre Intelligenz sie vollauf

befähigt. Es würde dann wohl auch

Keiner von ihnen mehr als Eisenbahn-

ler arbeiten was frettich die südwestlichen Vahngesellschaften wohl be-

dauern wurden und sich Wohnund Lebensverhältnissen aussetzen.

welche sur die Gesundheit dieser Pa turmenschen so verhängnißvoll sind. Als Stamm sind sie an Besitzthü

mern nicht gerade schlecht gestellt. Sie haben im Ganzen eine halbe Million Schafe und große Heerden Pferde.

Aber Landwlrthschaft treiben sie doch nur in einem sehr beschränkten Maße,

und sie schlagen ihre .Hogans" einfach

da aus, wo die Wasserverhaltmsse ih-

nen möglichst günstig erscheinen. ' Sie

mögen sich damit aber auch sehr verrechnen. Und sowohl Landwirthschaft und Viehzucht, wie auch ihre Handfertig-

keitsarbeiten bringen ihnen bei allem

geduldigen Fleiß oft nicht genugend

ein; daher sind viele von ihnen eifrig

auf Nebenerwerbs - Gelegenheiten aus. Sie erhalten im Handel und Wandel meistens nicht die ehrliche Behandlung, die sie erwarten dürften! Ja sie sind genöthigt, ihre Decken und ihre Silberarbeiten für weniger, als die Hälfte ihres Werthes zu verkaufen (womit nicht gesagt ist, daß nicht die .letzten Abnehmer einen sehr hohen Preis für diefe Dinge an Mittelmänner zahlen müssen!) Andererseits müssen sie für ihre Lebensbedürfnisse mehr zahlen : 20 bis 25 Procent mehr als der Weiße, der vielleicht am selben Ladentisch mit ihnen sieht! Das wissen sie auch ganz genau, und das wurmt sie tief. Ihre kriegerischen Gewohnheiten, die noch vor zwanzig Jahren lebhaft genug zu Tage traten, haben sie vollkommen abgelegt; aber es erfüllt sie mit begreiflicher Entrüstung, daß sie einen anderen Preis zahlen und erhalten sollen, als der weiße Mann. So lange die Navajos ein so unstätes Leben führen, ist es auch mit. ihrer Jugenderziehuna ziemlich kläglich bestellt, so lernbegierig sie auch sind. , Jr, der Navajo - Agentur sagte man mir." daß mindestens 4000 Kinder imSchulalter auf der Reservation sind, daß aber im Durchschnitt nur etwa 250 derselben die Schule besuchen. In der Winterszeit nimmt der Schulbesuch beträchtlich zu, besonders da gar manche Eltern ihre Kinder zur Schule senden, damit sie daheim nicht zu hungern brauchen. Trotz aller ungünstigen Verhältnisse wäre nach der Ansicht der Agenturbeamten und auch anderer Kenner der Verhältnisse ein 'bedeutend größerer und a n h a l t e n b a r e r Schulbesuch zu erwarten, wenn das Schulsystem,

wie es jetzt noch gang und gäbe ist, bes-

ser den Bedürfnissen dieser Indianer angepaßt wäre. Auch das ist ein recht wunder Punkt, auf dieser sowie auf

manchen anderen Reservationen. Un-,

ter dem System, wie es bis zetzt vorherrscht, werden die Schulkinder gera-

dezu gelehrt, ihre Eltern zu verachten,

statt sie zu respeknren, und die eigenen Künste und geschäftlichen Verrichtungen, welche ihrer Natur und ihrer Ueberlieferung am besten entsprechen, mit schnöder Geringschätzung zu behandeln, statt daß dieselben ermuthigt und weitergebildet würden! Dafür werden

ihnen andere Verrichtungen beigebracht.

mit denen sie Gebiete 'betreten, welche bereits überfüllt sind. Welchen Sinn hat es z. B. Möbelschreiner und Backsteinmaurer aus ihnen machen zu wollen-, in einer Welt, in welcher es, wenigstens unter den

derzeitigen wirthschaftlichen Verhält-

mssen, schon zu viele Angehörige solcher

Berufe gibt, und dieJndianer imWettbewerb mit den Weißen in jeder Beziehung im Nachtheil sind? Dagegen ist

sur Navazo-Decken und sonstige Handarbeiten, die auf ihrem ureigenen X3ebiet liegen, ein großerAbsatzmarkt vorHanden, welcher sich noch bedeutend im Interesse der Navajos verbessern ließen, wenn sie in direktere Verbindung mit den Abnehmern gebracht würden. Die Entwicklung dieser Industrien, in

idenen sie von Haus aus Meister sind,

mehr zu heben, wurde ihnen nicht blo5 ein viel besseres und dabei sicheresEinkommen bringen, sondern vor Allem

auch ihre Selbstachtung steigern und ihr Interesse an harmonischem Zu sammenwirken mit den Mächten der Civilisation erhöhen!

Hier fiib sie in ihrem eigenen ?sabr-

Wasser,' hier könnten sie sich ganz nach

lyrem eicymaa Bethätigen und sogu, wie gar keinen Mitbewerb haben. Und zugleich würden einige der eigenartigsten und gelegensten KunsthandwerkZ. Fertigkeiten der Welt erhalten bleiben. Statt dessen verpfuscht man nur ihren natürlichen Entwicklungsgang und drückt sie zu erfolglosenMitbewerbern der Weißen herab, und das nennt man auch noch Handfertigkeits-Erzie-hung!. Wahrlich, . der amerikanische Schulmann nickt der einzelne, son-

dern das System zeigt manchmal 'dieselbe selbstaefälliae Verbobrtbeit.

dasselbe kurzsichtige Mißachten der m.y.:-:zr. .'J r. - .. :

jtvuiuic uno )e cymaaer anoerer rm p w i . ' '

Aceniazenklnder, wie man es ost dem amerikanischen Handelsmann auf dem

ellmarkt voraeworsen hat. Das ist ein stebler. der sicki'nack bei

den Seiten hin schwer rächen muß. Schon klagt man darüber, dak die eckte

Kunstfertigkeit der Navajos immer

meyr in Versall gerathe, und die Zahl derer, welche die Navajodecken u. s. w. in ihrer klassischen Vollkommenheit

herstellen können und wollen, immer

geringer werden. Doch ist es immer noch nicht zu spät, von dem so verfehltenErziebunasweae iick abzuwenden.

welcher die natürlichen Anlagen und

ttlgungen nur verkümmern laßt und auf die Trümmer der Eigenart elendes erzwungenes Stllmverwerk virovft!

So wird an' den Naväjos ebenso

yinjichtllch ihrer moralischen Gesundheit gesündigt, wie in anderer Art an ihrer leiblicken. Lekteres aesckiebt

auch durch den fortwährenden Verkauf

des miserabelsten Feuerwassecs durch gewissenlose Weiße, welche auf Hunderte von Arten den'einsckläaiaen G-

setzen ein Schnippchen schlagen, wenn

sie dieselben nicht schlankweg Mißachten. So kann hier der' Beobachter in gar vielen Beziehungen ausrufen: Der Menschheit ganzer Jammer faßt mich an!" Könnten die Navajos beständig in ihren selbstgebauten Hogans" wohnen und schlafen, so' würden sie auch viel bessere Schüler und Arbeiter sein geistig, leiblich und moralisch. Sie gehören wesentlich in das ??reie. sse brau-

chen weite Kleider nach ihren eigenen

Ideen,. kalte Wohnungen und reine Luft; sie zeigen es noch heute an vielen Prachtexemplare von Männern und grauen, daß sie für ihr körperliches Wohl besser zu leben verstehen, als wir! Wir können ihnen noch manches Gute hinzugeben und frühere Fehler autmachen, wobei auch die national-

wirthschaftlichen Interessen nur gewinnen könnten. Aber warum sie

durchaus in einen Schraubstock spannen

und ihnen unsere eigenen Gebresten aufhängen zuwollen? Möge es auch hier heißen: Bahn frei!

S p e c t a t o r.

' Bom Grafen von Flandern.

; c ; ''' : Der Graf von Flandern, der verstorbene Brüder des Könias von Belaien.

wat'in seinem Privatleben von außer-

ordentlicher Einfachheit und haßte

nichts mehr als höfisches Wesen und offizielle Festlichkeiten. Dabei besaß

eiz Humor, und Geist. Vor einigen

Jahren wohnte er mit dem Bruder der

Eröffnung einer Gemäldeausstellung in Gent bei, und warf bei dem üblichen

Rundgang einen gelangweilten Blick

aus die außerordentlich zahlreichen

Bilder. In einer stillen Ecke sagte er dann zu Herrn Desamblanc, dem Ge-

nerallnspektor der belgischen Elsenbahnen, der den Rundgang mitmachte:

Finden Sie nicht auch, lieber Freund,

daß ich viel besser dran bin als mein

Bruder, der König?" Und als Herr Desamblanc überrascht aufblickte, da

er nicht wußte, was er antworten soll-

te. fugte der Gras hinzu: Ja, ja! Ich brauche doch das alles hier nicht wun-

derbar zu finden, wie er!" Ein ander-

mal fuhr der Graf von Flandern mit Leopold II. nach Ostende. 'Der König hält sehr darauf, daß bei offiziellen

Empfangen aus Bahnhöfen der Wa-

gen, in dem er sich befindet, genau vor

dem Teppich hält, der in solchen Fällen

aus dem Bahnsteig ausgebreitet wird.

In Ostende fuhr damals aber der Hof-

zug etwas zu plötzlich in die Bahnhofs-

halle em, undes geschah, daß der konigliche Wagen einige Centimeter über

den Teppicb hinausfuhr. Der Inge-

meur, der den Zug führte, war m der

größten Aufregung und ließ die Maschine lange hin und her manövriren,

bis endlich alles in Ordnung war. Als

der König und seine Begleiter auZge-

stiegen waren, sagte der Graf von Flandern, der dem ganzen Vorgang höchst belustigt zugeschaut fcatte, zu

dem Ingenieur: Na, das hätte ja ein schönrs Eisenbahnunglück werden können!" Wie meinen Sie das, könig-

liche Hoheit?" Wir hätten doch beinahe den Teppich verfehlt!"

Als kürzlich in Eng. and ein Polizist in einem Erpreßzuge

einen jungen' Verbrecher transportiren c.r cy.. f.-

ouie, gelang es vielem neroieer, rotzdem seine Hände gefesselt waren,

während, der Fahrt den Abtheil zu öffnen und aus dem Zuge zu springen.

Der Polizist, der ihn noch an den Bei-

nen ergriff, wurde mit auf das Geleise

genssen. Der Erstere stel unter den fahrenden Zug, der ihm beide Beine abschnitt, während der Polizist mit

eichteren Verletzungen davonkam. Der

Verbrecher erlag seinen Wunden. Bei der Leichenschau stellte sich heraus, daß er eine verkleidete Frau war. Sie hatte

es verstanden, :n dieser Verkleidung

sich Äs ein Agent der' Versicherungs-

Gesellschaft aufzuspielen.

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