Indiana Tribüne, Volume 29, Number 108, Indianapolis, Marion County, 29 December 1905 — Page 6

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Europäische Nachrichten.

'Mcrden. Karlsruhe. Der Prfessor der Mineralogie und Geologie an der hiesigen Technischen Hochschule, Karl Fu!terer, ist wegen angegriffene? Gesundheit in den Ruhestand versetzt worden. Als sein Nackfolger ist der Privatdocent an der Universität Freiburg i.Br., Dr. Welhelm Paulcke. ernannt worden. Degeriau. Vor Kurzem begingen die Eheleute Anton Matt das Fest der goldenen Hochzeit. F r e i b u r g. Letztens brach in der Schreinerei von Greiner in der Neuffenstraße ein Feuer aus, das das Inneu der Werkstatt mit vielen Schreinerarbeiten und Maschinen und Motoren zerstörte. H a s l a ch. Hier hat sich der 65 Jahre alte Tagelöhner Heizmann aus Mühlenbach im Zustande geistiger Umnachtung erhängt. K o n st a n z. In dem Schellhaas'schen Mordprozeß hat die Untersuchung eine Schuld des verhafteten Oberschaffners Marder nicht ergeben. Er wurde aus der Haft entlassen und trat wieder in den Bahndienst zurück. Die Familie des Marder bezog während dessen Haft das Gehalt fort. Mannheim. Das sechs Jahre alte Töchterchen des Steinhauers Anton Spilger,Amerikanerstraße 29 hier, fiel durch das offene Gangfenster vom dritten Stock ihrer elterlichen Wohnung herab in den cementirten Hof und erlitt hierdurch so schwere Verletzungen, daß es kurze Zeit darauf verstarben ist. P f o r z h e i m. Der 20 Jahre alte Goldarbeiter Josef Oechsner in dem nahen Brötzingen brachte sich in selbstmörderischerAbsicht zwei lebensgefährliche Schußwunden in den Kopf bei, welchen er alsbald erlag. Rielasingen. Durch Feuer zerstört wurde das Oekonomiegebäude der Wittwe Meier. Der Schaden belauft sich auf ca. 10.000 Mark und ist durch Versicherung gedeckt. Das Feuer wurde durch einen Knaben verursacht, der mit Streichhölzchen spielte. T r i b e r g. Der hiesige Forstmeister Haitz hat sich erschossen. Ueber die Gründe dieser bedauerlichen That verlautet nichts Näheres. Die Leiche wurde nach Heidelberg ins Crematorium überführt Steinen. In der Spinnerei gerieth der 15 Jahre alte italienische Arbeiter Cherubini Botti mit dem Kopfe zwischen die Platsorm eines mechanischen Aufzugs und die Saaldecke. Der Tod trat sofort ein. S ch a ch e n. Hier brannte das Anwefen von Karl Dietsche zum Adlernieder. Ueberlingen. Altbürgermeister Stttb verschied im Alter von 84 Jahren. Er bekleidete das Amt eines Bürgermeisters hiesiaer Stadt in der Zeit von 185373 und dann nochmals, nach Bürgermeister Veck, in den Jahren 187985. Unterkirnach. Vor einiger Zeit brach in der mechanischen Schreinerei des Schreinermeisters Zug dahier Feuer aus, wodurch die Gebäulichkeiten mit einem großen Theil von Fahrnissen und Holzvorräthen zerstört wurden. Der Schaden beträgt etwa 35.200 Mark. Wolfach. Unweit von hier, wurde ein bei einem Wegebau beschäftigter junger Arbeiter Namens Adolf Seebacher von einem abstürzenden Granitblock auf die Brust getroffen und geiödtet. 'FZheinpscrkz. Bad Dürkheim. Letztens erhängte sich hier in seiner Wohnung der in den 40er Jahren stehende Gärtne: und Winzer Fritz Tempel. Was den allgemein beliebten und geachteten Mann, der in sehr guten VermögensVerhältnissen lebte, in den Tod trieb, ist nicht bekannt. Er war noch ledig. Frimersheim. Vor Kurzem brach in dem Anwesen der Wittwe G. Peter Salm Feuer aus. dem dieScheune sowie ein Nebengebäude zum Opfer fielen. Nur dem raschen Eingreifen der Feuerwehr ist es zu danken, daß das Wohnhaus gerettet wurde. Frau Salm hat versichert. Ludwigshafen. Letztens entstand im Hause des Zimmermeisters Falk (Ecke der Hartmann- und Marienstraße) ein größerer Brand. In dem Hause hat die Wittwe Anna Fatz ein Weiß- und Kurzwaarengeschäjt inne. In kurzer Zrit brannten das ganze Waarenlage: und' der . ganze ober Stock aus. Niederbexbach. Kürzlich erhängte sich in seinem Hausgang der 53 Jahre alte ledige Ackerer und Backer Jakob Schlepp! von hier. Der Bewegarund der That ist unbekannt. Schlepp! befand sich in guten Vermögensverhältnissen. R o h r b a ch. Einen Akt barbarischer Rohheit beging ein 19 Jahre alUz Maurer von hier. Als nämlich der 78 Jahre alte Ackerer Jakob Dorst von hier, von Landau kommend, nach Hause gehen wollte, schlug ihm der Rohling !n der Nähe deö Bahnhofs ohne jeden Anlaß mit solcher Gewalt aus den Hinterkopf, daß der alteMann eine,' klaffende Wunde erlitt und bewußtlos vom Platze getragen werden mußte. Der gefühllose Mensch wurde sofort verhaftet. ' Schtfferstadt. In der Wohnung von Martin Schwab in der Ja-

kobsgasse trach Feuer aus. Im Nu

stand das ganze Anwesen in hellen Flammen. Der Feuerwehr gelang es, das Feuer alsbald auf feinen Herd zu beschränken. lZrfaß.Lothringen. Straßburg. Vor einiger Zeit stürzte der 19jährige Seminarist Hoffmann, weil er wegen Unbotmäßigkeit aus dem Lehrerseminar entlassen worden war, aus dem zweiten Stockwerk des Lehrerseminars in den Hofraum und blieb sofort todt. Der Hauptgründ der Entlassung bestand u. a. darin, daß Hoffmann während des Unterrichts Sätze vollendete und laut aussprach, die einem Lehrer bei seinem Vorträge stilistisch nicht glücken wollten, und daß er sich einmal weigerte, eine Strafarbeit anzufertigen, die der gleiche Lehrer der ganzen Klasse auferlegt hatte. ls h a m p e l l e. Schulrath a. D. Prälat Niggetiet erhielt anläßlich seines Scheidens aus dem Amt den Kronenorden dritter Klasse. Montois - la - Montagne. Ein schwerer Unfall ereignete sich im hiesigen Bergwerk. Der neunzehnjährige Arthur Hanert und der 23 Jahre alte Peter Guldner wurden von einem herabstürzenden Felsblock zerschmettert, so daß der Tod augenblicklich eintrat. Beide besuchten früher die Bergmannsschule in Diedenhofen. ZÜcckrcnöurg. Schwerin. Letztens hatte der Schüler Hoffmann das Unglück, daß sich der geladene Tefching in der Wohnung seines Freundes und Mitschülers Friedrich, Casimir entlud und diesem ins Herz drang. Casimir, der einzige Sohn einer Schneiderin, war sofort eine Leiche. Der junge Mann wollt? in diesem Quartal die Einjährig - Freiwilligenprüfung ablegen.' Vriggow. Unlängst hatte der beim Rübenfahren auf dem hiesigen Gute beschäftigte Arbeiter Streuling das Unglück, auf der Chaussee, unweit Rosenow, von einem beladenen Rübenwagen überfahren zu werden. Die Räder gingen dem Unglücklichen über Hinterkopf und beide Beine, so daß der Tod sofort eintrat. D o b e r a n. In voller Rüstigkeit konnte letzthin Landdrost' v. Bülow seinen siebzigsten Geburtstag feiern, v. Bülow hat sich um die Stadt wie auch um dcvs Dominialamt hohe Verdienste erworben. K r L p e l i n. Vor einiger Zeit beging der Schneidermeister Fromm Hierselbst in körperlicher Rüstigkeit und geistiger Frische sein 50jähriges Bürgerjuöiläum. Der Magistrat ließ dem Jubilar ein Glückwunschsch'kn iv geyen. Der Jubilar wurde durch Geschenke, Gratulationen und sonstige Aufmerksamkeiten erfreut. Plan. Der Sohn des hiesigen Hofzimmermeisters Greiffenhagen, Richard Greiffenhagen, wurde in Wien zum Professor der Baukunst ernannt. R o st o ck. Das 50jährize Doktorjubiläum beging Oberstabsarzt Dr. Rothe. Der Jubilar promovirte 1855 in Berlin. Als Oberstabsarzt gehörte er von 1874 bis 1892 dem Füsilierregiment No. 90 an. T e s s i n. Bor Kurzem brannte das Haus des Zieglers Leikum in der Langenstraße vollständig nieder. Betten und Kleidungsstücke sind mitverbrannt. Das Ellenberg'sche Nebenhaus wurde beschädigt. Hrdenvurg. Oldenburg. Beim Jagdrennen stürzte von den 19. Dragonern Graf Nayhaus - Kormons und Graf von Bothmer. Ersterer brach sich das Schlüsselbein. A u g u st f e h n. Ein Opfer seines Berufes wurde der in der hiesigen Ei senhütte beschäftigte, im benachbarten Roggenmoor wohnhafte Schmied Homann.. Homann 'war mit seinem Sohne, der ebenfalls in der Eisen Hütte als Schmied arbeitet, beschäftigt, einen glühenden Zapfen einzusetzen. Durch irgend einen Umstand sprang aber der Zapfen zurück und drang dem älteren Schmied Homann mit der Wucht eines Geschosses in die Brust. Der Unglückliche wurde sofort getödtet. Brate. Der elfjährige Sohn des Bäckers Bührmann an der Schulstra.ße war mit mehreren anderen Jungen zum. Spielen nach dem Pier gegangen. Die Kinder vergnügten sich damit, die an der Ecke des Vorhafen befindliche Eisenbahn - Drehscheibe zu drehen; der kleine Bührmann glitt dabei aus und fiel so unglücklich ins Getriebe, daß ihm der Hinterkopf gespa!ten und die Brust gequetscht wurde. Die Verletzungen waren so schwer, daß der arme Junge bald darauf den bedau,.rnswerthen Eltern durch den Tod entrissen wurde. Freie Stüdte. Hamburg. Sein 25jähriges Jubiläum beging der Journalist Roderich Tuch bei der Versagsanstalt und Druckerei A. G. (vorm. I. F. Richter). Derselbe war ein bekanntes Redaktionsmitglied der alten Hamburger Reform nach deren Eingang er bei dem im selben Verlage erscheinenden Hamburger Tageblatt" thätig war. Später trat er zum Verlag selber über und wirkte hier bis jetzt ununterbrochen. Einer Kohlengasvergiftung ist hier der Pastor emer. F. Lieboldt zum Opfer gefallen, während seine Gattin mit einer allerdings schweren Erkrankung davonkam. Der Oberzolleinnehmer Meyer befand sich kürzlich 25 Jahre am Zolldienst. Letztens hatte die in der Caffamacherreihe 87 imHin-

terhaus in der ersten Etage woynenoe

Wittwe Gehse die Fenster ihrer Wohnung geöffnet. Beim Schließen der Fenster verlor sie das Gleichgewicht und stürzte in den Hofraum. Sie zog sich erhebliche Kopsverletzungen zu und mußte sich in ärztliche Behandlung begeben. An Bord des im Hafen liegenden Dampfers Vrisgavia" stürzte der Schauermann C. W. Rubach von einer Leiter in den Unterraum hinab und erlitt innerlich schwere Verletzungen. Der Verunglückte fand Aufnähme im Hasenkrankenhaus. Die Frau des Volksschullehrers König, die infolge des Todes ihres Kindes seit langem gemüthskrank war, erschoß in einem Wahnsinnsanfall ihre zu Besuch bei dem Ehepaar weilende Tante, die 74jährige Offizierswittwe Nicks aus Havelberg. und versuchte darauf, den Gatten zu erschießen, der aber nur leicht verwundet wurde. Bremen. Vor einiger Zeit feierte der Musikdirektor Ewald Schulz sein fünfundzwanzigjähriges Jubiläum als Leiter des Mustkcorps unseres Infanterieregiments Bremen". der aus See zurückgekehrte Logger Woge" hat leider den Verlust eines Menschenlebens zu beklagen, indem der Matrose Ernst Blanke aus .Niedermöhren durch eine Sturzsee über Bord geschlagen wurde. und bedauerlicherweise nicht, gerettet werden konnte. Lübeck. Großkaufmann Heinrich Ludwig 'Haukohl, eine der bekanntesten Persönlichkeiten der hiesigen Kaufmannswelt, ist im 80. Lebensjahre gestorben. Der Senat verlieh dem im niedersächsischen Sängerbunde allbekannten Dirigenten Bonnichsen anläßlich seines 50jährigen Jubiläums als Dirigent der Liedertafel des GeWerkVereins einen kostbaren Mllnzenbecher mit einem ehrenvollen Schreiben. Schweiz. Bern. Ernst Abeaglen, der Sänger und Alphornbläser und Wirth auf der Sengg. der weit über die Grenzen seiner Gemeinde, ja der Schweiz hinaus bekannt war, starb in Jseltwald, Kanton Bern. C a p o l a g o. Lettens verunglückte der hoffnungsvolle 16jährige Sohn Otto des A. Weiße - Brodtbeck von Liesial. Der junge Mann hatte erst letztes Jahr in Basel das Maturitätsexamen an der oberen Realschule mit bestem Erfolg bestanden und entschloß sich nunmehr, sich dem Eisenbahndienst zu widmen. Er erhielt bei der Gotthardbahn eine Anstellung in unserem Orte. Hier half er am Unglückstag dem Vorstande beim Schieb den eines Wagens. Dabei gerieth er zwischen zwei Puffer und erhielt eine derartige Verletzung, daß er im Spital zu Mendrisio unter unsäglichen Schmerzen starb. Koppigen. Dieser Tage fand hier die Beerdigung des im Alter von 70 Jahren dahingeschiedenen Fräuleins Elise Af,olter, Gutsbesitzerin zu Oeschberg, statt. Zum Haupt- und Alleinerben war im Testament eingesetzt der Oekonomische und Gemeinnützige Verein des Amtsbezirks Burgdorf. Auf dem Gute zu Oeschberg soll ein Dienstboten - Heim unter dem Namen Geschwister Affolter - Stiftung" errichtet werden mit einem Betriebskapital von 180,000 Francs. M ö h l i n. Hier wurde unter sehr zahlreicher Theilnahme der Freischarenveteran Friedrich Urech, Gerichtssatzmann, bestattet. Der Verstorbene erreichte ein Alter von über 83 Jahren und war zeitlebens niemals ernstlich krank gewesen. Ostermundingen. Vor einiger Zeit brach in dex Wirthschaft Dreyer aus nicht ermittelter Ursache Feuer aus; es griff mit großerSchnelligkeit um sich, und bald war das canze Haus auf den Grund eingeäschert. St. Gallen. Nach längerer Krankheit starb hier der erst kürzlich von seiner Stelle zurückgetretene Dr. Sönig, Subdirektor der Feuerversicherungsgesellschaft Helvetia, einum dieses Institut vielverdienter Beamter. Verfängliche Frage. Patient: Wissen Sie, Herr Doktor, ein Freund Don mir meint, die Arzeneien, die Sie mir verschrieben haben, seien zu drastisch und scharf wissen Sie. wie er Sie nannte? Einen Viehdoktor! Arzt (mit sarkastischem Lächeln): Aber das brauchen Sie sich durchaus nicht gefallen zu lassen. Vielseitig. Richter: Worin besteht denn eigentlich Ihre Beschäftigung? Stromer: Vormittags thu' ich junge Hunde aufpäppeln i hab' alleweil a viere, fünfe in mein Bett über'n Nachmittag bin i im Prater lls: Dame ohne Unterleib" aus'stellt und am Abend maaY i im Stadtpark drllb'n das Nachtigallenschluchzen! Wörtllch genommen. Onkel (m einem Zungen öerrn.

der sner Nichte unter dem Tisch die Hand drückt): Ei, was gibt's denn da zu unterhandeln?"

Zerstreutheit dcr Kinder. Vkangelnde Konzentration dcr edanke ei Hemmnifj in dcr Schule. Zerstreutheit ist keineswegs eine Charakteranlage, sondern eine nach und nach angenommene Eigenart, für die allerdings mehr oder minder Neigung dazu schon vorhanden war. Zer streute Kinder zählen keineswegs zu den Seltenheiten. Ein solches Kind ist immer mit sich, statt mit der Umgebung beschäftigt. Stundenlang vermag es, wenn es nicht gestört wird, auf einem Fleck zu sitzen mit ausdruckslosen Au gen, ohne zu sehen und zu hören, was in der Runde vorgeht. Ruft man es an, so antwortet es entweder aar nicht oder es gibt eine verkehrte Antwort, die zeigt, daß es den Sinn der Anrede nicht erfaßt bat. Obzwar nicht dumm. begreift es beim Lernen viel schwerer als das weniger begabte, doch nicht zerstreute Kind. Es ist keineswegs denkfaul, aber seine Gedanken sind immer anderswo. In der Erfüllung seiner Obliegenheiten ist es ungenau, nachlässig. Es vergißt jeden Auftrag, den man ihm ertheilt, ohne an Gedächtnißschwäche zu leiden. Ganz im Gegentheil: gewisse Dinge sind in seinem Hirn wie eingeprägt, nur sind es gewöhnlich solche, auf die Eltern und Erzieher keinen Werth legen. ' Beim Anziehen in der Frühe ist es im stände, nur mit einem bekleideten Fuße einfach sitzen zu bleiben u. s. w. Doch wer kennt sie nicht, d:e traurige Skala de Gepflogenheiten zerstreuter Kinder All dies ist, wenn nicht eine krankhafte Ursache vorliegt, was unter Umständen ja auch der Fall sein kann, nur auf mangelnde Konzentration der Gedanken zurückzuführen. Das Kind ist einfach von Füh an nicht daran gewöhnt worden, seine Gedanken z'i sammeln, das ist auf seine augenblickliche Beschäftigung zu konzentriren. Chronisch zerstreute Kinder sind immer ein Beweis dafür, daß sich die mit ihrer Aufsicht betrauten Personen nicht entsprcchend mit ihnen beschäftigt haben. Man sollte ein jcdes Kind von klein auf daran gewöhnen, daß es bei allem, was es macht, auch ganz bei der Sache ist. Zweien Herren kann man bekanntlich nicht gleichzeitig dienen, ebensowenig kann man zwei Verrichtungen gleichzeitig ordentlich nachkommen. Dann gestatte man das Herumziehen nicht. Was geschehen soll, muß gleich geschehen. Wer flink ist, hat keine Zeit zur Zerstreutheit. Ebenso sollte man das Müßigherumsitzen der Kinder nicht dulden, sondern immer dafür sorgen, daß sie beschäftigt sind. Müßiggang ist auch der Zerstreutheit Anfang. Das wichtigste ist aber, zu versuchen, in das Geistes- und Gefühlsleben des Kindes einzudringen. Der gewichtigste Schutzmann. In der Person des 294 Pfund wiegenden Schutzmannes Ton hat Australien ein Unikum aufzuweisen, auf das es nicht wenig stolz ist. Schutzmann Ton ist bei dieser Leibesfülle, wie weiland Sir John Fallstaff und andere in gleichem Sinne gewichtige Persönlichkeiten. voller Lustigkeit und Scherze. Für den Lokalreporter ist seine gelegentliche Vernehmung als Zeuge ein wahres Fest. Als er jüngst vor einer Enquetenkommission über den städtischen Verkehr vernommen wurde, gab er u. A. zu Protokoll: Er und andere Schutzleute würden im Dienste der Ordnung des Straßenverkehrs nicht selten von krakeeligen Leuten geärgert. Was verstehen Sie unter krakeeligen Leuten?" fragte ein Mitglied des Ausschusses, das im Wüchse zurückgeblieben war. Kleine Kerle von ungefähr Ihrem Gewicht." versetzte, ohne sich lange zu besinnen, der Schutzmann und fügte mit philosophischer Ruhe hinzu: Je größer und schwerer die Menschen sind, desto freundlicher und rücksichtsvoller sind sie gewöhnlich." Das kleine Kommissionsmitgli;d schwieg, und es ist bisher nicht bekannt geworden, was eZ sich über den berühmten dicken Schutzmann gedacht hat. Trinkgelder in Frankreich. Laut der Aufstellung eines Statist!kers werden in Paris allein täglich 280.000 Francs (1 Franc gleich 100 Centimes gleich 19.3 Cents) Trinkgelder gezahlt. Es ist ja auch ein ganze? Heer von Angestellten oder auch Arbeitern aller Art, die hauptsächlich auf Trinkgelder angewiesen sind, . wie Kellner in Kafcs, Restaurants und Hotels. Kutscher, Barbiergehilfen, Logenschließerinnen, Hausmeister, ganz abgesehen von den Personen, die auch auf Pourboires stillschweigend Anspruch erheben, wie ' Briefträger, Kutschenschlagoffner, Zettelausträger. Durchschnittlich hätte nach der Verechnung des angeführten Gewährsmannes jeder Pariser oder in Paris weilende Fremde 7 Centimes täglich auf diese Weise freiwillig" zu spenden. Für ganz Frankreich ermäßigt sich der Durchschnitt auf drei Centimes für jede Person täglich. In der Provinz erfordert all das Trinkgeld jährlich 372.300.000 Francs, so daß im Ganzen 473,400.000 FrancZ für Frankreich jährlich entfallen, also de'r siebente Theil, des gesummten Staats-Budgets. Eine der Modethorheit e n des Jahres 1770 war das Tragen von zwei Taschenuhren. Die spanische Nationalh y m n e ist von Friedrich dem Großen komponirt worden.'

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Scruchsinn der ögel. Veirn Ausftnben der Nahrung nur den .toi dienlich. Daß die Geier sich da sammeln, wo das Aas ist, weiß jeder, darüber aber, wie sie es finden, sind die Meinungen getheilt. Viele meinen, sie würden durch den Geruchsinn darauf aufmerksam gemacht. Das steht jedoch weder mit dem anatomischen Bau des Geruchsorgans noch mit den Lebensgewohnheiten des Kondors und der anderen Geier im Einklang. Man weiß, daß die Geier, um ihre Nahrung zu finden, in Höhen kreisen, wohin wohl kaum eine Spur des Aasgeruches gelangt, von wo aus aber ein weiter Ueberblick über das Land und das Luftmeer gewonnen wird. Die Augen der Geier sind, wie jene der anderen Raubvögel, ausgezeichnet.. So ein Geier sieht zweifellos ein unter ihm liegendes Aas. Sobald er es erkennt, stürzt er sich auf dieses herab. Er sieht aber auch andere, in nicht allzugroßer Entfernung kreisende Geier. Bemerkt er. daß sich ein solcher plötzlich herabstürzt, so denkt er sich, daß dort was zu holen sei, fliegt hin und gesellt sich zu jenem. Es gibt jedoch eine Gruppe von Vögeln, welche sich des Geruchsinnes zum Auffinden der Nahrung bedient, nämlich die flügellosen Kiwi auf Neusecland. Bei diesen Vögeln liegen die Nasenlöcher, nicht wie bei anderen Vögeln hinten an der Oberseite des Oberschnabels. sondern ganz vorn an dessen Spitze, und zwar an der Innenseite des bei ihnen sehr langen Schnabels. Die Lebensgewohnheiten des Kiwi zeigen, daß er seine Nahrung mit Hilfe seines Gerucksorgans auffindet. Er ist ein nächtlicher Vogel und' hat ziemlich kleine Augen, die ihn wohl kaum in den Stand setzen werden, seine Beute zur Nachtzeit zu erblicken. Er lebt von Würmern. Insekten und Jnsektenlarven. Er streckt seinen langen Schnabel in Erdlöcher, zwischen Steine und in's Moos, bleibt offenbar witternd, eine Zeitlang regungslos und sucht, wenn er etwas Eßbares gerochen hat, dieses zu erfassen und zu verschlucken. Das ruhige Stehen mit in den Boden eingesenktem Schnabel ist etwas dem Kiwi ganz Eigenthümliches. Kein an--derer Vogel hat diese Gewohnheit. Mit dem Automobil zum Südpol. Ueber seinen kühnen Plan, mit einem Automobil bis zum Südpol vorzudringen, macht der belgische ForschM C Mm I ungsreijer.oe Henri! Arc.owsll unerei,sante nähere Mittheilungen. Von den natürlichen LandungsPlätzen der südlichen Meere erstreckt sich nach den bisherigen Beobachtungen ein weites Feld glatten Eises, das die Polargegend ohne Spalten und Brüche bedeckt und anscheinend rasch überschritten werden kann. Andere Forscher, die dort waren, konnten freilich nicht schnell vorwärts kommen. Kapitan Scott konnte nur 10 englische Meilen täglich mit seinen Hunden zurücklegen und mußte umkehren, weil er zu verhungern fürchtete. Arctowski glaubt nun, mit einem Kraftwagen zehnmal so schnell fahren zu können, so daß die Nahrungsmittel reichen würden. Der Motorwagen für die Polarexpedition wird einen Fuß breite Räder haben, die mit Leder beschient und mit langen hervorragenden Nägeln beschlagen sind. damit ste in dem gefrorenen Schnee Halt haben. Unter dem Wagen befindet sich eine Art Läufer wie beim kanadischen Schlitten; das Gewicht des Wagens ruht auf diesem Läuser, nicht' auf den Rädern. Sachverständige berathen jetzt den Bau des Wagens und die Heizungsanlage. Ob nun der Pol entdeckt, wird oder nicht, so erwartet man doch eine Erweiterung der geographischen und physikalischen Kenntnisse der Antarktis. Halb Katze, halb Hase! Aus Kempten im bayerischen Regierungsbezirke Schwaben wird der Augsburger Abendzeitung" geschrieben: Daß es viele Katzen gibt, die sich im Sommer vom ShauSt entfernen und im

Walde aufhalten, ist bekannt. Interessant ist aber folgender Fall aus der Nähe von Kempten. Von einem alleinsiehenden größeren Besitzthum, ganz von Wald umgeben, entfernte sich im Frühjahr 1905 eine Katze und kehrte erst im Herbste des Jahres wieder zurück. Doch kam sie nicht allein, brachte vielmehr noch zwölf Junge mit, die halb Hase und halb Katze sind. Der hintere Theil der Jungen ist ein ausgesvrochener Hase. Die Hinterbeine sind viel länger als die Vorderbeine, auch hüpfen die Jungen wie Hasen; der vordere Theil ist Katze; auch putzen sich diese Thiere nicht wie Katzen, sondern wie Hasen. Diese gewiß seltenen Thiere sind jetzt ganz zahm gemacht und erfreuen sich der besten Gesundheit. Zunahme des Brustumf a n g s. Viele Schneider in England konstatiren, daß diejenigen ihrer Kunden, die Automobilisten geworden sind, eine Zunahme des Brustumfanges erfahren. 'die sich für ein Jahr auf zwei Zoll' beläuft; sie führen dies auf die intensive Thätigkeit der Brustmuskeln sowie auf das tiefe Whemholen, wie es das schnelle Fahren mit sich bringt, zurück. Dies würde auch erklären, weshalb so viele Personen mit schwacher Lunge und Brust die Wirkungen des Automobilsports so wohlthätig einpfinden. '

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