Indiana Tribüne, Volume 29, Number 107, Indianapolis, Marion County, 28 December 1905 — Page 4

jndiana Tribüne. Haulgtedeu von der Stedg T. Indianapolis, Ind.

Harrtz O. Thudium ... yräfldent. m0i GeschSftSloeal: No. 31 Süd Delatvare Straße. TELßPHOME 3. Knlcred a the Post Office oi Indianapolis as econi dass matter. Initiative und Referendum. Eebr vernünstige Ansichten vertritt Red. Herbert S. Bigelow, ' der Paftar der Vwe Straße Congretional Church in Cincinnati. In einem offenen Brief bespricht be: geistliche Herr diZ Lage in Ohio, welche durch die Wahl von John M. Pattison als Gouv: neur herauf deschcnoren wurde. . Er sagt unier Anderem: Ter neue Gouverneur verdankt seine Erwählung zum grüßten Theile dem, kirchlichen und Temperenz Element in Ohio und diese haben deshalb gerechte Ursache zur Beschwerde, wenn der Gou verneur nicht die SonntagZgesetze streng durchführt. Auch sei e erwiesen, daß diese politische Verpflichtung ganz im Einklang mit der persönlichen Ueber zeugung deS Gouverneurs stehe..Aber er befindet sich in einer sehr schwierigen Lage. - Die Mayore der vier größten Städte deZ Staates gehö ren derselben Partei an, wie Gouver neur Pcttison. Aber nicht ejner von diesen wird auch nur daran denken, den Versuch zu machen, die SonntagZgesetze durchzusühren." E? wäre erstens gegen ihren Vor theil und zweitens gegen ihre Ueber zeugung.- - . ES kann kaum bezweifelt werden, daß der dieser vier Mayore ebenso ehrlich avon überzeugt ist, daß die Sonntags esetze nichts werth find, wie Gouver eur Pattison, daß sie vorzüglich sind. Gouverneur Patterson wird trotzdem icht Tom L. Johnsan seines Amtes il5 Mayor von Eleveland oder Edward Z. Tempsey von Cincinnati ihrer Aem ter entsetzcn. Er wird auch nicht daran ? denken, Brand Whitlock von Toledo oder Badger von ColumbuS als MayorS abzusetzen. Obwohl er ein ehrlicher Mann und daS Gesetz , welches die genannten Mayore nicht durchführen wollen, vor Handen ist. Er ist trotzalledem seinen Wählern gegenüber verpflichtet, daS Sonntag? gesetz durchzuführen. Die genannten MayorS aber sind keine Marionetten. Sie find hochan gesehen in ihren .Städten sowohl, als auch im Staate. Sie haben auch voraussichtlich die öffentliche Meinung auf ihrer Seite. Für irgend Jemand bedeutet die Sachlage politischen Tod." Und weiter sagte der Pastor Bigelow. .Wer in diesem Zwiespalt im Rechte sei? Der Gouverneur oder die Mayore? Der Gouverneur könnte zu den Mayo ren sagen: .Sie und 7$ find auf die Gesetze vereidigt -worden. Wenn Sie Ihre Pflicht nicht thun, muß ich Sie ihres Amtes entsetzen." Die Mayore aber würden antworten: .Die Bevölkerung unserer Städte hat diese Gesetze nicht gemacht. Die Gesetzgeber aus .den Land-Distrikten sind deren Urheber. Wenn die Land leute derartige Gesetze für sich wün schen, so daSjihre Sache. Aber die Bevölkerung unserer Städte haben keine moralische Verpflichtung die ; Gesetze zu befolgen, die ihnen von anderswo Wohnenden ausgeorun gen würden. x Man unterwerfe solche Gesetze der Referendum Abstimmung unsererBür e , U( l; ui ( it u w n u ui k gutheißen so wollen wir sie durchführen." ;. Dieser Ausweg aus der schmierigen Lage ist nicht nur politisch sondern auch Amoralisch richtig. j Ein Gesetz ist nicht heilsam nur weil die Legislatur es angenommen hat. I Die Heilsamkezt eines Gesetzes hängt J von dem Grade ab, in welchem es mit ' Willen der Bevölkerung, die unter dem selben leben soll, in Einklang steht. ES ist nur juristische Moral, welche sich damit brüstet' Gesetze irgend wel cher'Art durchzuführen, nur weil sie zufällig in die. Gesetzbücher gekommen find. ' a a m wm nwaasinvTT M , Die Legislatur sollte, es sich zur Pflicht machen, dem Volke daS Recht der RefertNduM'Abstimmung über der artige Gesetze zu geben. Man gewähre

Bevölkerung einer Stadt, die Gesetze,

die ihr nicht behagen, zu annulliren, und aus eigener Initiative Gesetze an zunehmen, die ihr wünschenswert sind. tx Nobel - Preis. Der Nobel'PreiS besteht nun lange genug, um ein Urtheil über seine Or ganisatlon und seine Nützlichkeit zu er lauben. Und da ist freilich nicht zu leugnen, daß das Mißtrauen, mit dem besonnenen Kreise von vornherein auf diese großartige Stiftung blickten, sich doch zum guten Theile als sehr berech' tigt herausgestellt hat. Wer wollte wohl den großen Gelehrten und treff lichen Menschen, denen bisher Ehrenga den aus dem Nobel'FondS dargebracht worden sind, die Gabe und die Ehre mißgönnen? Aber wiederum: wer könnte verkennen, daß die hier aufgewandten reichenMttel in der Form, wie sie jetzt verwandt werden, nicht den Segen bringen, den sie doch nach der großarti gen Absicht des Stifters dringen soll ten. Ruhm und Ehre besitzen die großen Männer, denen Nobel Preise zufielen, durchweg genug, und fast alle befinden fich auch in materiell geficher ter Stellung. Die fruchtbarste Ver Wendung solcher StiftungSsondS bleibt doch vielmehr immer die Förderung und Fhrung schöpferischer und kühner Gei fler in Wissenschaft und Kunst, die noch nicht zur Anerkennung durchgedrungen find und für deren freie und reiche Ent Wickelung die 130.000 Kronen deS No bel'PreiseS vielleicht oft eine unabfeh bare Bedeutung haben würden. Auch von den diesjährigen Empfängern des Preises befindet fich keiner in der Lage der Bedürftigkeit, und ihren Leiftun gen nach find 5 alle Persönlichkeiten von Weltruf. Mit beredten Worten führte gleich bei der Vertheilung. der wiffenschast Preise in Stockholm Professor Graf Moerner aus, daß er, wenn er die Ar beiten des PreiSempfängerS Dr. Koch anfzählen sollte, eine Ueberficht über die ganze Entwickelung der Bakteriologie in den letzten Jahrzehnten herauskam men müßte. Ueber den Milzbrand, die WundinfektionSkrankheiten, die Cholerabazillen, die Pest, die ägyptische Augenkrankheit, den TyphuS, die Tu berkelbazillen und die Möglichkeit ihrer Bekämpfung hat Koch selbst und haben seine nach seiner Methode arbeitenden Schüler Helles Licht verbreitet. ' Selten seien so viele Entdeckungen von so gro ßer Bedeutung für die Menschheit aus der Wirksamkeit eines einzelnen Mannes hervorgegangen. Die neuesten For fchungSreisen deS jetzt 62jährizen Ge lehrten haben den Tropenkrankheiten gegolten. Ueber die Malaria, das Rückfallfieber, die Tsetsekrankheit und Schlafsucht, die Rinderpest hat er die wichtigsten Entdeckungen gemacht. Da durch hat er von neuem gezeigt, wie aus rein wissenschaftlichen Forschungen die Mittel und Wege zur Erhaltung großer wirthschaftlicher Werthe fich er. geben. Ebenso wies Professor Lendftedt bei Verleihung des ChemiePreiseS an Professor v. Baeyer in München auf die Bedeutung hin, die theoretische Fo schungen und LaboratorlumLarbeiten für die chemische Industrie und daS praktische Leben haben können. Baey. erS Entdeckung der Herstellung von Indigo auf künstlichem Wege habe den Preis dieses wichtigen Färbemittels auf ein Drittel herabgesetzt. Schon jetzt führe Deutschland für 25 Millionen Mark künstlichen Indigo aus. Als ein erfolgreicher Bahnbrecher der chemischen Synthese und als Theoretiker nimmt der jetzt 70jährige V. Baeyer seinen Ehrenplatz unter den deutschen Chemi kern ein. Ein noch jüngerer Mann ist der Empfänger deS Phyfik.PrelfeS, Pro fessor Philipp Lenard in Kiel. Er ist durch feine Studien über die Kathoden strahlen einer der Forscher, die für Röntgen? geniale Entdeckung der X Strahlen den Boden bereitet haben. Die Entdeckung, daß ganz dünne Alu miniumschichten für Kathodenftrahlen durchlässig sind, hat das Experimen tiren auf diesem Gebiete wesentlich er leichtert. Er selbst, hat über die Absorption und magnetische Ablenkung der Katho denftrahlen und über die Wirkungen der ultravioletten Strahlen wichtige Aufschlüsse erzielt. Als Schüler des unvergeßlichen Heinrich Herz, hat er durch feine vortrefgiche Biographie und durch die Herausgabe des Wissenschaft lichen Nachlasses den Dank seiner Fach genossen verdient. - Der Friedenspreis wurde im Fest

Chrigiania, in Gegenwart des Königs Haakonund der Königin Maud ver

theilt. Er siel der Freifrau Bertha von Suttner zu, die als Schriftstellerin und durch Agitationen seit 16 Jahren für die Verbreitung des FriedenSgedan kenS wirkt. Ihr Roman .Die Waffen nieder" hat in der ganzen Welt Auf sehen gemacht und den Titel für die Monatsschrift abgegeben, der die Ver fasserin jetzt ihre beste Kraft widmet. Bei den FriedenScongressen in Rom 1891). Bern (1892), Antwerpen (1894) und Hamburg (1897) war sie eine der wirksamsten Rednerinnen. Durch ihre besondere Specialität ist sie eine internationale Berühmtheit gewor den, die überall auf dem Platze er scheint, wo sie für die Friedenidee prak tisch wirken kann. ' Henryk Sienkiewlcz endlich ist heute der anerkannte Nationaldichter der Polen, die ihrer Begeisterung für ihn vor fünf Jahren einen ebenso schönen, wie substantiellen Ausdruck gegeben ha den, indem sie ihm das Gut Olegorek als- Nationalgeschenk verehlten. Als Sienkkewicz sich in Colifornien herum trieb, ließ er es sich wohl kaum träu men, daß er dereinst, und obendrein auf diese Weise, wohlgestalteter Grund besitz werden würde. Seme Werke umfassen heute mehr als 40 Bände; aber seinen Weltruf verdankt er doch dem berühmten Romane Quo vadis", einem in überaus lebhasten Farben ge haltenen und sehr dramatisch vorgetra genen Gemälde aus den Tagen Neros, worin der üppige aber ungesunde Glanz deS kaiserlichen Roms und der strenge, reine Geist des jungen Chri ftenthumS höchst wirkungsvoll kontra ftirt werden. Dieser Gegenstand muß wohl die Polen anziehen, denn ein ähnliches Thema hat auch Sienkiewicz' Lands. mann, der Maler Siemiradski, in jenem einst weltberühmten, heute frei lich schon halb vergessenen Riesengemülde .Die lebenden Fackeln deS Nero" behandelt. .'. Literarisch darf man .Quo vadiS" als einen Abkömmling jenes Meisters kulturgeschichtlicher Nomance, der .Hy patia" von KingSley, bezeichnen. Der Zug dramatischer Energie und daS far benprüchtige Kolorit 'besitzt. Sienkie wicz auch in den Romanen, .in denen er das Leben und die Schicksale seines eigenen Volkes behandelt; ein leiden schaftliches Nationalgefühl tritt dann hinzu,' sowie jene Neigung zu psycho logischer Zergliederung, die ein Kenn zeichen der ganzen slavischen Rasse bildet. Der 1890 erschienene Roman Ohne Dogma" ist wohl ohne Wider spruch als der bedeutendste psychologische Roman der ganzen polnischen Literatur anerkannt. Cidilgeriözt. Schadenersatzklagen. Fred. CoonS hat gegen die Jndiana poliS Traction & Terminal Co. eine Schadenersatzklage im Betrage von 83,000 angestrengt. Am 14. Dezem der d. I. benutzte Kläger eine North western Ave. Car, um fich nach seiner Wohnung in Nord.Jndianapoliö zu be geben. Da er sich weigerte, zum zwei tenmale Fahrgeld zu entrichten, wurde er aus der Car geworfen und will da durch Verletzungen erlitten haben. Im Superiorgericht strengte Samuel C. Forward gegen die Firma E. C. AtklnS & Co., Schadenersatzklage im Betrage von 510,000 an. Klüger war als Arbeiter bei der Firma beschäftigt und zog sich dei der Arbeit schwere Ver letzungen an der Hand zu. Thomas Duffy hat gegen die In, dianapolis Traction & Terminal Co. eine Schadenersatzklage im Betrage von $20,000 angestrengt. Er erlitt bei einer Entgleisung einer Car, die am 16. Sept. stattfand, Ver letzungen. Im Namen des Minderjährigen Herman Ankenbrock strengte Henry W. Ankenbrock gegen Geo. Mayer von hier eine auf $10,000 lautende Scha denerfatzklage an. Am ' 19. Okt. fiel der junge Ankenbrock in einen Eleva torschacht, der fich in dem Geo. I. Mayer gehörigen Hause in 36 Süd Meridian Straße befand. Beim Fall zog er fich schwere Verletzungen zu. Mehrere Schullehrer, die die der PädagogenConfkrenz hier beiwohnen, ließen, fich gestern Abend das hiesige Polizeigefängniß zeigen. Se beabsichtigen, über das Gesehene in ihren . HeimathSorten Vortrüge zu halten. ' - '

"Verankerte" Stadt. Von Bodensenkungen bedrohte Häuser und Mittel zu deren Erhaltung. Um die schädlichen Einwirkungen der durch den Kohlenbergbau hervorgerufenen Bodensenkungen auf Gebäude, wenn auch nicht ganz zu beseitigen, so doch bedeutend abzuschwächen, ist man in mehreren Gemeinden des rheinischwestfälischen Bergbaubezirks dazu übergegangen, sämmtliche Neubauten, unter denen Kohlenbergbau getrieben wird, stark zu verankern. Dieses Verfahren hat man auch in der Gemeinde Herne bereits seit längerer Zeit eingeschlagen. Bei den öffentlichen Gebäuden, die im Grubenfelde der der Hibernia-Gesellschaft gehörenden Zeche "Shamrock" errichtet werden, trägt diese die Kosten der Verankerung. Einen bemerkenswerthen Fall der Gebäudeverankerung findet man z. B. bei der im Bau begriffenen zweiten katholischen Kirche in Herne. Bei diesem aus Sandstein errichteten und im Rohbau beinahe vollendeten schönen gothischen Gotteshause hat die Zeche "Shamrock" gleichfalls die sehr bedeutenden Kosten der Verankerung übernommen. Die in den großen Bau eingelassenen Anker sind aus bestem Schmiedeisen hergestellt und bieten die Sicherheit dafür, daß die durch den Bergbau etwa verursachten Bodenbewegungen die Kirche nicht in die Gefahr eines Einsturzes bringen können. Auch sämmtliche neueren Privathäuser in dem südlichen Stadttheil von Herne, deren Zahl sehr groß ist, sind durch solche Anker gegen die Einwirkungen von Bodensenkungen, soweit dies eben möglich ist, geschützt. Es ist selbstverständlich, daß die finanziellen Aufwendungen der Zeche "Shamrock" für das Verankerungsverfahren sehr groß sind, indeß bei weitem nicht die Höhe erreichen, wie diejenigen Summen, die im Falle der Nichtverankerung für Bergschäden an die Hausbesitzer zu zahlen wären. Die Zeche "Shamrock" gehört zu denjenigen Bergwerken, deren Grubenfelder sehr dicht bebaut find und viele Bodensenkungen aufweisen. Das Verankerungsverfahren hat sich bis jetzt ziemlich gut bewährt, weshalb es in der von Bodensenkungen ganz besonders stark bedrohten Stadt Herne wohl zur allgemeinen Einführung gelangen wird. Man wird Herne dann wohl mit Recht eine "verankerte" Stadt nennen können.

er ierfükize Alkoholf?cunde. Vielseitig werden die Katzen für Abstinenzler gehalten, und doch find fic, die den nervenanregenden Genuß von Baldrian und vom Kampferbaum suchen, dem Alkohol keineswegs abhold. Auch die größeren Vertreter des Katzengeschlechtes find dem Alkohol zugänglich; das war schon im Alierthum bekannt, denn der römische Eischichtschreiber Appianus erzählt folgendes vom Panther. Man sucht in der Sandwüste eine schwache Quelle, die ein kleines Becken bildet, an das di: Panther zur Tränke gehen. Dorthin tragen die Jäger 20 Kruge starken Weines, gieren diesen in's Wasser und verbergen fich dann in der Nähe. &U)i die Sonne hoch und glühend am Himmel, so kommen die Naubthiere. vom Durlt gepeinigt und vom lieblichn Duft gelockt, und schlürfen mit Vegierde ' den Trunk. Sodann hüpfen und tanzen fie lustig herum, legen sich später taumelnd nieder, senken das Haupt und schlafen endlich, wie wenn fie todt wären. In diesem Zustande werden fie leicht von den Jägern ge-fesselt.- ' Heim für Wittwer. Ein Heim für Wittwer und deren Kinder richtete die Aktienbaugesellschaft für kleine Wohnungen in Frankfurt a. M. ein. Das Heim besteht aus Einzelwohnungen, doch ist Vorsorge zur Beaufsichtigung der Kinder getroffen. Die Verwaltung des- Wittwerheims nimmt die Kinder während des Tages, wo der Vater seiner Beschäftigung nachgeht, in Obhut und verpflegt fie. Dazu find besondere Pflegerinnen angestellt; wenn der Vater will, können seine kleineren Kinder auch Nachts unter deren Obhut bleiben. Ganz umsonst genießt der Wittwer diese Vortheile nicht, immerhin ist die Vergütung dafür rechtmäßig und dient nur zur Deckunq der entstehenden baaren Unkosten. Für das Wittwerheim le'stet die Stadt einen Zuschuß von 4000 Mark, die Aktiengesellschaft einen solchen von 3000 Mark jährlich. 1 Erfolge der Heilsarmee. Die Heilsarmee arbeitet in 52 Ländern und Kolonien. Die Zahl ihrer Offiziere und Helfer beträgt-18,500. die der Korps und Stationen 7219. Für gefallene Mädchen wurden 116 Rettungsheime errichtet. ,n denen in einem Tiahx über 2000 Mädchen Auf nahme fanden und durch die 40.000 gerettet wurden.. Entlassenen Gesangenen und Verbrechern boten 17 Heime Unterkunft; 47 Kinderheime. 63 Arbeiterkolonien, 18 Farmkolonien. .132 Samariterheime mit Schwestern zur

Pflege kranker Leute und .180 Obdachund Speisehäuser wurden errichtet. In einem Jahr wurden rund 3,000,000 Mahlzeiten vertheilt, und 20.000 Personen wurde täglich Obdach und Unterkunft gewährt. In Australien kaufte General Vooth 20.000 Morgen Land, um 6000 englische Familien anzufiedeln. v -

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Halle als HaMlAM. ?er Mittelpunkt der Braunkoylrn-Jndustris. 2lt Halloren. Zu der Bedeutung, die Halle, Provinz Sachsen, heute als Handelsplatz einnimmt, hat nicht wenig die Rolle beigetragen, die es als VerkehrsmittelPunkt im Eisenbahnnetz spielt. Der eigenartigste und bekannteste aller Halleschen Handelsartikel war in früheren Zeiten das aus den Solquellen der Stadt gewonnene Salz. Die Quelle befindet fich heute in dem Keller eines Grundstückes der inneren Stadt und wird durch eine 1980 Fuß lange Rohrleitung über die Saale hinweg der jetzt im Besitz des Fiskus befindlichen Saline zugepumpt. Ein sonderbarer Anblick für den Fremden find die Männer, die ihm hier in der um die Saline liegenden Vorsiadtgegend begegnen, und deren Kleidung zum Theil verschollenen JahrHunderten angehört ' fie gehen in schwarzsammeten Pluderhosen, blauen Wadenstrümpfen und Schnallenschuhen. Es sind die viel genannten Halloren, die Mitglieder der noch bestehenden Salzwirkerinnung. Heute gibt es ihrer nur noch 60 oder 60. Ein Besuch in der Siederei zeigt, wie einfach der ganze Prozeß der Salzgewinnung ist. Die Sole wird durch geeignete Apparate zum Verdampfen gebracht, und das Salz entweder in feingekörnter Form als Speisesalz oder in gröberen Kristallen als Viehsalz bleibt davon übrig. Malerisch wirken die davon gebildeten und wie große Schneefelder" aussehenden Lagerstätten des Salzes. , Im übrigen spielt die Hallesche Salzsiederei keine bedeutende Rolle mehr, ihre jährliche Produktion beläuft sich nur xnoch auf ungefähr 8000 Tonnen. Dagegen ist Halle mit der Zeit der Mittelpunk einer anderen den heutigen Wirthschaftsbetrieb sehrnnig berllhrenden Industrie geworden, derjenigen der Braunkohle. Noch in den 30er Jahren des vorigen Jahrhunderts ha! Niemand mit der dunkelbraunen bröckligen Masse, die aus dem Schooß der Erde herausgeholt wurde, etwas Richtiges anzufangen gewußt. Wegen ihres losen Gefüges und ihrer übelriechenden Gase zeigte fie fich nicht einmal als Heizmaterial geeignet. Erst mit dem Fortschreiten der Ehemie kam man auf ihren wahren Werth, und nun erkannte man, welchen Schatz man in dem mächtigen fächsisch-thü-ringischen Braunkohlenbecken gewonnen hatte. Von besonderem Nutzen für die Stadt Halle wurde diese Entdeckung insofern, als die bedeutendsten der den Bergbau nun aufnehmenden Gesellschaften ihre Direktionen dorthin verlegten. Die Braunkohlenförderung im Regierungsbezirk Merseburg beträgt jetzt im Jahre etwa 250.000,000 Centner und stellt damit den dritten Theil der ganzen in Deutschland überhaupt geförderten Braunkohle dar. Außer als Rohkohle zur Dampfkesselfeuerung wird das gewonnene Material zur Bri-kett-und Naßpreßskemfabrikation verwendet. Klodeinz. Ihr Bruder, der Romanschriftfteller. ist wohl , sehr berühmt?" Das will ich meinen! Nach dem werden schon Hosenträger und Kravatten benannt!" 1 . Ahnungsvoll. Begleiter: Warum steigst Du denn mit einem Male vom Pferde?Sonntagsreiter: Hm. weißt Du' ich möchte-meinem Gaul zu-vorkommen."

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