Indiana Tribüne, Volume 29, Number 106, Indianapolis, Marion County, 27 December 1905 — Page 7

Jndiana Tribüne, 27 Dezember V.

Durch Zufall.

Lrlednilz eines Tcrimnalbcarntrn von Psul Ardrcc. (fcfohih L' V ,22a? Du meinst, ich hätte dem icclr daZ Messer gegebn?' biüllte eni r Schuhmacher und versetzte Zuzlbem annen Burschen einen sei ch:n' Stoß, daß er augenblicklich vo:u ' Stuhl zu? Erde glitt. Aber schnell erhob sich dieser, so gut es ihm seine Linke erlaubte, und wüthend, von Zorn überwältigt, drang der Kleine auf den Schuster zu: ein David gegen Goliath! .Das wei Niemand! Du Hyän:nbrüt!' Was bedeuteten diese heftigen Worte? Ich horchte genauer. .Du Du wart', ich wiJ Dir's nageln!' brüllte der Einarmige. Ein allgemeiner Auslauf entstand. Die Beiden schlugen mit Fäusten, mit Schnapsflaschen. Die Aufregung wuchs, mehr, immer mehr Menschen drängten herzu, der Kreis um die Kämpfenden schloß sich dichter zusam' inen; unartikulirte Laute drangen aus bern lärmenden Knäuel. Die Ahnung mußte mir zur Gewißheit werden. Der Zufall hatt? mich unzMifelhaft auf die richtige Fährte gelenkt. Der Eine oder Beide wußten Genaueres von der Sache. Hier galt kein weiteres Zaudern, kein Ueberlegen, nur Handeln, rasches Zugreifen. Im Nu durchbrach ich die Menge, ein Ruck und Schlag auf di? Brust des wüthenden Gesellen; er taumelte. Ein Griff und Zug und meine blitzschnell ru der Tasche gezogenen Handschellen umpreßten fest und eng die Gelenke des Schurken, des Schuhmachers. Ich hatte gewonnen Spiel. Eigen!lich unnothig war es, daß ich rief: .Im Namen des Gesetzes, Du bist verhaftet!' aber der vielen Zuschauer we- . gen um. mich her, die sogar eine drohende Miene annahmen, ob der außergewöhnlichen Störung eines sie belustigenden, nicht selten vorkommenden Wirthshausstreites, that ich's. Unbekümmert um diese, nahm ich die Hilfe des Wirthes in Anspruch, um d:n Delinquenten abzuführen. Zitternd und bleich stammelte dieser: .Ich ich habe nicht weiß nicht Seewolfs Geld!' ,Das Weitere wird sich morgen finden!' fuhr ich ihn barsch an. ,Du bist der Mörder Deines Hauswirths!' Fortging's mit ihm, unter sicherer Begleitung des Stallknechts. HausWirthes und meiner Person, in das Gewahrsam des Städtchens. Auch der Einarmige theilte dasselbe Schicksal. Wie meine Pulse schlugen, das Her,z pochte und jede Fiber sich :egte, ob die ser Entdeckung! Daß der Thäter entdeckt, war mein? feste Ueberzeugung. Viele VerdachtsMomente sprachen dafür. Wie aber brachte ich ihn zum Geständniß? Schon in frühester Morgenstund: des nächsten Tages rüttelte ich den Hüter der städtischen Ordnung, den Polizisten, unsanft aus seinem Bett. Er mußte unweigerlich mit. An Ort und Stelle sollte der Gefangene feine Schuld gestehen. Wieder zog ich die Glocke am Hause des ermordeten Seewolf; wieder öffnete . die clte Marianne, die Haushälterin. Wie erstaunte sie aber, als ch nicht allein, sondern in Begleitung des Polizisten, des gefesselten Schuhmachers Zobel und eines Gefangenwärters vor -sie hintrat. Nachdem ich inich leaitimirt, sowie mitgetheilt, in welcher Mission ich komme und wegen der augenblicklichen, ungewöhnlich zeitigen Störung um Entschuldigung gebeten, schritten wir sofort in das Wohnzimmer des Ermordeten. Noch einmal examinirte ich die zum Tode erschrockene Marianne, wie gestern, über den ehemaligen Stand aller Gegenstände im Zimmer. Und wie gestern gab sie ihre Erklärung ab. Zobel schien trotzig und zuversichtlich dem 'Gang: der Untersuchung zu folgen. Seiner Meinung nach waren die Spuren feines frevelnden Vergehens so kunstvoll verwischt und die Vorsichtsmaßregeln so klug getroffen, daß sich auch das geübte Auge eines Detektivs täuschen lassen und von seiner Unschuld, überzeugen müsse; aber ich errieth trotzdessen seine Schliche und wollte ihn in Kürze erbarmungslos so überführen, daß bald das höhnische Lächeln um den Mund verschwinden sollte. .Sie sagte-i, liebe Marianne, daß der Tisch so neben dem Fenster gestanden habe, daß man trotz des Stuhles bequem zum Fenster gelangen könne.' ,Jawohl!' antwortete die alte HausWirthin. ,Nun denn,' wandte ich mich an Zobel, ,ich rathe ihm, jegliches Leugnen, welches nur die Strafe verschärfen kann, zu unterlassend Der Gang Deines Verbrechens liegt klar zu Tage!' Zobel horchte mit Erstaunen und Erschrecken auf. ,EZ befindet sich nämlich in diesem Zimmer ein gewisses Etwas, eine Nebensöchlichleit, wenn ich den Ausdruck gebrauchen darf, eine Geringfügigkeit, die bei Ausübung der That wenig beachtet worden ist, aber unleugbar den Namen des Verbrechers verrath. Der Thäter hat dort 'drüben im Nebenaebäude am Fenster gelauert,- bis hier der am Tische, der seine Gelder ordnende Seewolf, die Lampe verlöscht und sich in die Nebenstube zu Bett begeben Ijat Alsdann verließ er seinen beimlicken

Beobachtungsposten, legte eine bereitgehaltene Leiter an die Wand unterm Fenster, und stieg ein, mit Leichtigkeit, weil es bei der warmen Nachttemperatur nicht geschlossen wurde. Seewolf aber befand sich erst im Halbscklummer. Der Dieb hatte es zu eilig. t5ine Unvorstcyttgkeit, mqt wahr, Zobel?' fragte" ich ganz unvermittclt den Gefangenen. Doch dieser verzog keine Wimper. Ich fuhr unbeirrt fort: ,Seewolf ist durch irgend ein zufälliges, b:rn Einsteigen unbeabsichtigtes Geräusch gestört und aufmerksam geworden, ist aus dcm Bette gesprungen und herüber geeilt. Hier überraschie er den Einbrecher beim Leeren der Schublade. Ursprünglich beabsichtigte der Räuber nur einen Raub; aber da er sich ertappt sah, ging er auf seiner Bahn des Verbrechens einen Schritt weiter. Es entspann sich ein Kampf, über dessen Hergang wir vor der Hand keine weitere Auseinandersetzung bedürfen. Das Ende dom Liede: Zobel behielt, als der Stärkere, die Oberhand und stach sein Opser nieder. Blut floß und spritzte umher. Zobel hob die erkaltende Leiche auf und bcabsichtigte, sie die Treppe hinab in's Freie zu tragen, um sie irgendwo zu verscharren. Sie wurde ihm zu schwer. Am Treppenabsatz entfiel die 'Last seinen Mörderhändcn. Da zu seinem Unglück die Thür von der hutsamen Marianne verschlossen gewesen, ließ er den Leichnam liegen und schlich in's Mordlokai zurück, wischte vorsichtig und seine: Meinung nach recht sauber alle Blutspuren weg, war des sicheren Glaubens: .Nun erräth's Niemand!' und nahm die Beute im Tisch an sich, um auf demselben Wege durch's Fenster zu verschwinden. Er eilte heim und legte sich zu Bett, vertrauend auf seine scheinbare Vorsicht: .Nun erräth's Niemand!' Der Heuchler! Er stellte sicy qia send, als die arglose Marianne nach

Auffindung der Leiche sogleich zu ihmgeeilt kam. Der Bösewicht! Er selbst, der Thäter, ist bereit. Mariannens Wunsch zu erfüllen, der Polizei die Mordthat cn zuzeigen. Haben wir ahnliche Beispiele ? Ich jage cs ihm auf den Kopf; nur so und v.ixt anders hat sich die Sache zugetragen.' Aus Zobels Haltung mußte der Trotz weichen; aber wie ein Ertrinkender klammerte er sich am schwimmenden Halme lest. Er wollte sprechen; seine Stimme versagte jedoch. ,Nun will ich noch genauer zeigen! fuhr ich weiter fort, ,daß nur hier, an diesc? Stelle, der Mord begangen worden ist.' Ich erhob den Arm und nahm vom Mische die volle Wasserflasche. ..Die Erfahrung hat gelehrt, daß, wenn man Blut auf die Holzdiele verspritzt, dieses so tief eindringt, daß sich seine Spur nie mehr verwischen laßt, sondern immer wieder zum Vorschein kommt, sobald Wasser darauf gegossen wird. Das Wasser folgt derselben Ausoeynung, und keine Llme weiter. wie das Blut vorher eine Fläche innegehabt hat und an der Stelle, wo diefes den Erdooden benetzte, werden wi? die sichersten Beweise des Verbrechens finden.' Da was war das? Zobel ließ sich plötzlich auf einen Stuhl nieder. Seine Beine wankten; die Hände zitterten; sein Körper bebte; das Antlitz nabm eine wachsbleiche Farbe an; er schöpfte tief Athem; seine weit geöffneten Augen starrten mit Schrecken aus jenes Wasserglas, welches ihm wie ein schlangendurchwebtes Medusenhaup! erschien. Ich schüttete auf die verschiedensten Stellen der Diele einige Tropfen Wasstr. Sogleich bildeten sich, in ganz bestimmten Richtungen einzelne sonderbare Ninge, die eiomthümliche Figuren annahmen. Hier und da kringelten sich die Wassertropfen auf ihrem flüchtigen Laufe und suchten wie eine Natter, die einem früheren Zufluchtsorte entgegen eilt. Was ich eben vorausgesehen, geschah. Neben dem Tische, unweit des Stuhles und auf dem Gange zur Thür entstanden eine Menge Flecke, in denen das eingetrccknete Blut auf's Neue zum Vorschein kam. Die blutigen Absätze schwollen innerhalb der Kreise allmälig mehr und mehr an und die Blutmmge, die man in der Zeichnung erbliölte. zeigte mir, daß der Leichnam zerstochen worden war, während er noch warm gewesen. Zum Uebcrfluß machte ich auch noch auf verschiedene andere Punkte des Zimmers Ninge; aber nur an den regelwidrigen Stellen kam das Blut zum Vorscheine. -Das war für Zobel zu viel. Ein heftiges Zittern durchöebte seinen Körper. Mit fast erlöschender und bittender Stimme rief er: .Genug nicht weiter ich hab's gethanich will Alles gestehen Ihnen allein aber nicht hier führen Sie mich fort, schnell, fort von diesem schrecklichen Ort ich fühle, daß . ich falle Luft ich ersticke!' Er fiel in der That. Die alte Marianne holte schnell ein Glas Wein und reicht: es mir. Ich hielt es Zobel hin. .Trinke; das wird Dich zu Dir bringen. Wir wollen sofort gehen!' .Nein, nein nicht dies!' murmelte er. Sas ist roth Wasser!' Ich erfüllte seine Bitte, während ich die alte Marianne ersuchte, einen Wo. gen zu bestellen." .Das ist nicht, nöthig,' sagte Zobel. .Ich fühle mich wohler.' Den geständigen Mörder in d

Mitte, der Gefängnißwärter links, der Polizist rechts, ich und die. alte Marianne hinten nach, verließen wir rasch den Schauplatz der That. Meine Mission in dem kleinen Provinzialstädtchen' B. war erfüllt. Die Bewohner athmeten bei der Kunde der Entdeckung . des Mörders erleichtert

auf. Nachdem ich vor dem Gericht die üblichen nöthigen Erklärungen abgegeben und sonstige Formalitäten erledigt hatte, fuhr ich erleichtert und wohlgemuth wieder zu den Meinen." Gott sei Dank! ruf aufatymend die älteste Tochter Ella, daß der Fall so rasch und gefahrlos verlaufen ist. Beruhigt griff sie zu ihrem Strickzeuae, während sich wohl in Kurts Geiste aller Augenblicke Bruchstücke dieser Erzählung Mit seinen lateinischen Vokabeln vermischten. Tas Niveau des Neichstags. Von dem so plötzlich aus dem Leben geschiedenen Professor der Geodäsie an der Technischen Hochschule zu Charlottenburg. Geheimen Regierungsrath Dr. Doergcns, wird folgendes hübsche Witzwon aus einer seiner letzten Vorlesungen .erzahlt. Er erzählte, daß nach einer von ihm ausgeführten trigonometrischen Messung die höchste Spitze der Kuppel des Reichstagsbäudcs 110.05 Meter, diejenige der Siegessäule 93.95 Metter über N.N. (Amsterdamer Pegel) liege. Diese Messung sei aber zu einer Zeit ausgefuhrt worden, als die Kuppel zwar schon vorhanden, der Bau im Uebrigen aber noch ganz unfertig gewesen sei, und es sei daher von Interesse, jetzt diese Messungen zu wiederholen, um zu erfahren, ob sich seit jener Zeit das Niveau des Reichstages gesenkt hätte natürlich dasjenige des Gebäu des. wie er lächelnd hinzusetzte. Unermüdlicher Netter. Beim Brande eines von Arbeitern bewohnten Hauses in Glasgow, Schottland, sind 39 Personen um's Leben gekommen. Die Zahl der Todten wäre noch viel großer gewesen, wenn mcht ein muthiger Dachdecker Namens Finlay eine große Anzahl gerettet hatte. Er bewohnte ein Dachzimmer und erwachte dadurch, daß die Leute um Hilfe schrieen. Finlay rannte im Bodenraum herum, die Schlafenden weckend, und versuchte dann vergeblich. die nur fingerbreit sich hebenden Dachluken zu öffnen, was erst gelang, als einer der Wärter sein Holzbein abschnallte, mit dcm er die Qeffnung erzwang; durch die Luken konnten sich die noch nicht Erstickten retten. Dreimal kehrte Finlay zurück, um Unglückliche Krüppel zur Rettungsstelle zu tragen. Subvention für reicben Kindersegen. An den galizischen Lanotaa hatte sich innern em Bauer aus dem Dorfe Stronka mit dem Ersuchen um die Gewährung einer Staatssubvention aewandt. weil er reich mit Kindern gesegnet sei. Er sei. wie er ausführte, im Jahre 1852 geboren, habe 1876 geheirathet und besitze nun 22 Kinder, weshalb er aus eine Subvention aus Staatsmitteln Anspruch zu haben glaube. Das Ansuchen wurde natürlich abgelehnt; doch fanden fick etliche Abaeordnete. welche 50 Kronen ($10.15) sammelten und sie v ' crn ' i . ni v f. oein scanne nni ven zz iuniKiu vurcu die landtägliche Kanzlei übersenden l:eßen. Verzögerte Trauung. Vor dem Ctandesamte in Neinerz, Preußisch - Schlesien, erschien ein Brautpaar. Als aber der Standesbeamte die mit vollem Brautschmuck angethane Schöne frug, ob sie die Ehe eingehen wolle, erwiderte sie laut und vernehmlich Nun!" Mit verlängertem Antlitz fuhr der Bräutigam mit den Zeugen allein von dannen, und die resolute Braut begab sich zu Fuß nach ihrem Heim. Jedoch nach zwei Tagen erschien das Paar erneut, und diesmal war das Bräutchen willig. Ihr diesmaliges Ja" besiegelte den Bund. .Irrsinnige GattenMörderin. Die 60jährige Ehefrau des 62 Jahre alten Invaliden Wilbert in Aachen, Rheinprovinz, schnitt nächtlicher Weile ihrem Gatten den Hals durch, so daß der Tod alsbald 'eintrat. Die Frau legte sich sodann zu dem Todten in's Bett. Als sie dann am Morgen in Trauerkleidung die Wohnung verließ und Mitbewohnern des Hauses sagte, sie wollte ihren Mann begraben lassen, drang man in die Wohnung ein. - Die Frau wurde in eine Irrenanstalt gebracht. Zloder. E r st e r SÄrift st eller: .Wie kommt es denn, dak Du nun so plötzlich Erfolg hast?" Z,w e i t e r Schriftsteller: Hast Du noch nicht bemerkt, daß ich fast alle meine Arbeiten unter einem echt russisch klingenoen Pseudonym erscheinen laues Zn besorgt. Delinquent (nach der Henkersmahlzeit): 'Und jetzt möchte ich noch eine Virginia!" K erkermeiste r: Aber ich bitte Sie. wer. wird denn solch' einen Giftstengel rauchen. Sie schaden sich ja direkt an der Gesundbeit!" . Snr Saucrnrtreater. Warum fängt denn die. Vorstellung nock nickt an?" .Ach. der Souss'.eur kann nicyt in seinen Kasten ... da sitzen nämlich gerade zwei Hühner und j legen!-

Vtttchekl's Mitsamt igc. Der barmherzige Tod hat den Bun-

dessenator Mitchell ron Oregon davor bewahrt, seineStrafe für die ihm nachgewiesenen Landdiebstähle' abzubüßen, und er ist soeben, ohne Senats-Ehren, zu Portland in's Grab gesenkt worden. Die. gerichtliche Verfolgung seiner Mitschuldigen dauert unablässig fort. Dessen rühmt sich mit Recht der streitbare Minister des Innern Hitchc o es. Er sagt: Die Verfolgung des Rings der Berschwörer zum Holzraub auf Bundesländereien in dem an's Stille Meer grenzenden Landestheile -werde kräftig betrieben; eine Anzahl von ihnen sei vcrurtheilt; viele seien abgefaßt, in Anklagestand versetzt und vor Gericht gestellt. Andere Untersuchungen wegen Verletzung der Gesetze über Bunoeslanöenen m genanntem Landestheil und in anderen Landestheilen werden schnell und thatkräftig fortgefetzt: mehrere alte und beharrliche Uebertreter seien m Anklagestand ver- I r.i.1 ' c tff. if.'i . , . i setzi uno iyre Äourlyellung wcroe demnächst erfolgen; andere Falle wer den bald zur Vorlage an die Grand Jury fertig sein, und er glaube, daß. auch ihre Aburtheilung schnell vor lich gehen werde. Hitchcock betont noch besonders, daß unter den Angeklagten auch hohe und andere Angestellte der Regierung sind. Zur Verhütung solcher Verbreckien verlangt jetzt Hitchcock noch dringen der als früher vom Eongreß die Abschafsung solcher in den Bundeslandgesetzen enthaltenerBestimmungen, welche die Landbetrügereien erleichtern, ganz besonders auch gewisser Bestmimungen des Heimstättegesetzcs, welche die betrügerische Uebertragung der Landbesitztitel von der Regierung an Landräuber so sehr erleichtern. Wie schädlich diese einst wohlgemeinten, aber zu den größten Mißbrauchen führenden Bestimmungen wirken, sehe man auch daraus, daß im letzten Jahr 301 Fälle von Holzbetrug in Bundeswaldländereien zur Anzeige kamen, wobei es sich um Holz im Betrage von 5183,784 handelte; und im Jahr zuvor, als die Verfolgungen noch nicht so häufig waren, habe der Werth des veruntreuten Holzes über $300,000 betragen. Um die 'Zurllckerlangunz dieses seit Jahren veruntreuten Holzes, wobei es sich um Gesammtwerthe von Millionen von Dollars handle, zu ermöglichen, seien CG Civil- und 83 Criminal-5!lagen gegenwärtig anhängig. Wie gut wäre es, wenn die Bundesgerichte sich gegen andere Budeleicn und gegen Trusts ebenso gut bewähren würden, wie in den' von Minister Hitchcock eingeleiteten Prozessen gegen Holzgauner! Gefördert durch die Untersuchungen des Bundes haben übrigens jetzt auch die Staatsbehörden von Orcgon einen ganz abscheulichen Landschwinde! aufgedeckt, der mittelst gefälschter Zertifikate über den Verkauf von Oregöner Staatsschulländercicn verübt wird, wobei auch östliche Geschäftsleute, besonders Bankiers, um größere Summen Geldes beschwiudcli worden sind. Die Ländereien umfassen beinahe den ganzen Schullandbesitz desStaates. 500.000 Acre. Die Landgauner belegten die Ländereien auf die Namen von Strohmännern, falschten dann gedruckte Zertifikate übe? Verkauf und Uebertragung. nebst Beschreibungen von Schulländereien, sür welche schon vorher Zertifikate auZgcstellt waren, fälschten die Unterschriften, sowie das Staatssiegel von Oregon, und verkauften auf Grund dieser sehr geschickt ausgeführten Fäl schungen die Ländereien abermals und abermals besonders an Herren im Osten. Neben den Bundesgerichten werden nun auch Staatsgerichte in Oregon vollauf mit Geistes- und CharakterGenossen Mitchell's zu thun bekomwen. D o r o n g l i s.ch c U r i e g s m : nistor Arnold-orstcr hat noch kurz vor scinc-m Rücktritt an dc-n (5hcf dcGencralstabos Gcncral Llzttclton ci nen Erlaß gerichtet worin er die Grundsätze darlogt, nach dc-ncn die )!nlbildilna dos britischon 05cnm.l stabos erfolgen soll. Hiernach soll der Eeueralstab kein besonderes Korps bilden. Die Offiziere sollt.-. sür den Generalstab nach Befähigung imabliäni von iftmn niilitärisaX'n Ncmg aufgesucht werden. Die Koni inandirnna soll sich am vier Jahre er strecken und kann nach Ablauf dieser Zeit erneucrt werden. Die erste List der für den Generalftab bestim:nten Offiziere soll der Genehmigung ds Hccreoratbec' nnterlieaen: später sind alle Offiziere für den Gneralfiab von dem Ckef deö Generaltt.ibe'' or zuschlaacn. dein der aanze Stab allein untersteht. Tüchtigkeit soll durch b' schleunigte Beförderung belolu'.t wer den. Der irieönlinister stellt die Möglichkeit eines künftige'.: Wechsels der Offiziere inncrlialb .der pcrsckncde nen Heereö,uneige in Anösicht und bezeichnet in seinem Erlas', als Ziel da-5 Zusammenbringen der fähigsten Seilte der ganzen Armee. Reisestipendium für Studentinnen hat die Universität Paris gegründet. Jedes Stipendium umfaßt den Betrag von 1550 Dollars und ermächtigt die Trägerin die Hauptinstituk für ErZiehung in Amerika, England,Deutschland und Norwegen zu besuchen. -

W ZlsSNdMN vanda'.ia (ine. Abgang An'nnst St. Louiö Spcl., tägl 6.. 1 506 Pittöburg Spcl, täglich s. 5 20Vm StLoms Liw täglich gäckd 7 0)ÜZl Skes Sork Erpreß täglich g. 6 50Am Capital Expreh tägl 7 I lSs, Schneller Mail täglich... 8 00Vm St LouiS Ac tägl 7 3 Mm Terre Haute Tffing Aee tg 10 2oJm Ch St 3 Erpreß täglis) ts.is 2 )Nm Keyfto Erpreß täglich i s. S St Loui, Expreß tägl 8 l5Nr Atlantic Ezpreß täglich.. 4 45 t & ?fingham Aee tägl. 4 00 Nrn Pittöb Erp, tägl s 6" . . . . g 65N St L frrt Mail täglich.... 8 10 The NJ Limited tägl i4b 7 055k St Louis Special täglich ..11 3 Nm Pittsburg Spcl täglich sd 11 25Nm Vincenneö Division. k,airo & Vimeu Expr täglich 7 Z0Vm Spencer & French Lick At, tgl 9 55V Bweennks Ezpreß tägl...... 5 50Rm VineenneS Erpreh tägliche 10 SVVo Speneer & French Lick Ae, tgl 4 45Nm Cairo Erpreß täglichs i5Z?m Clevklanö, Linclnnsti, Chicago d- St. iorns Railsav, Sledeland ibisic a. Abgang AnkLs, American Erpreß täglich.... 4 20Vm New sork Ltd tägl d. 12 1033m ?! s k Lira täglich ,tl... 7 80Vrn Detroit & Toledo Exp tägl s 7 55Nm Clevland Accom -10 4558m Fort Wayne & Elk E,p tägl 10 302ha Inders cm Exp .11 30Vrn SoutHdeSern Ltd tgl S s.. ..11 Z5B S & 8 Lim, tägl d s. . Z 46Nm Anderson Expreß p 2 45Nm Winona Fltzer, p 3 10Nm St LouiS Ltd tgl d 8 3 005?

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