Indiana Tribüne, Volume 29, Number 106, Indianapolis, Marion County, 27 December 1905 — Page 6

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Europaische Nachrichten.

Provinz Schresien. Ares lau. Die Brandenburgerstraße 6 wohnende Waschfrau Riedel ist aen ihres Broterwerbs genotylgt, sm Nerlassen der Wobnuna ihren am 20. Oktober 1901 geborenen Sohn Hermann emzuschlietzen. Äls sie letztens die Wobnuna öffnete, schlug ihr ein undurchdringlicher Qualm entgegen, während hinter der Thur dasZtlNd in 'den letzten Zügen röchelte. Sie rannte mit dem Kmde zu einem Ärzt, ieoocy war infolge der Rauchvergiftung inzwischen das Kind verstorben. Wahrsckeinlick batte das Kind mit Streichhölzern gespielt und einen Korb mit Lumpen m Brand gesetzt. Aernsdorf. Sntt wurde von einer über die Straße fahrenden Eisenbahnlowry die 5jährige Tocht?r Anna des Glasschleifers Graf überfahren. Der Unterschenkel war zermalmt und mußte amputirt werden. Goldberg. Der noch sehr rüstiqe 80 Jahre alte Tischlermeister Jungnitsch von hier feierte kürzlich sein S0iahr:ges Meisteriubilaum und erhielt aus diesem Anlaß von der Tischler - Jnnuna einen mit Blumen geschmückten Großstuhl und von der Handwerkerkammer zu Llegmtz em Diplom. H ü n e r n. Hier erstickten drei Kinder des Dominialknechts Loechel, die von ihren Eltern in der, Wohnung eingeschlossen worden waren. Hinter dem Ofen lagerndes Holz fing an zu glimmen und der sich entwickelnde Qualm machte .dem Leben der Kinder ein qualvolles Ende. Königshütte. Tod aufgefunden wurde im Keller des Hauses Kaiserstraße 64 der Gelegenheitsarbeiter Franz Naleppa aus Lipine. Die Leiche, an der keine Spur äußerer Gewalt zu bemerken waren, wurde in die Leichenhalle des städtischen KrankenHauses geschafft. Miechowitz. Kürzlich verunglückten beim Pfeilerabbau die Bergleute Josef Kenzy aus Kars und Albert Rzechon von hier durch herabfallnde Kohle. Beide wurden schwerverletzt in das Knappschaftslazarett zu Veuthen überführt. Rothenbach. In der 'neuen Kohlenwäsche der Abendröthegrube verunglückte der Waschmeister Pichel zu Tode, indem er rn einem Kohlentrichter durch ungeheure Mengen nachstürzender Kohlenstaubmassen verschüttet wurde. Trotz der sofort vorgenommenen Rettungsarbeiten konnte der Bedauernswerthe nicht mehr lebendig herausgeschafft werden. Schreiberhau. Am Hüttenberge wurde dieLeiche desMaurer Pohl aufgefunden. .Pohl war mit Holzarbeiten im Walde beschäftigt. Wahrscheinlich ist Pohl auf dem Heimwege gefallen, eingeschlafen und erfroren. Z ü l z e n d o r f. Bon der Treppe gestürzt "ist der Eigenthümer Krautausch. Der Verunglückte erlitt dabei so schwere Verletzungen am Hinterköpfe, daß er bald darauf verschied. Seine Ehefrau war ihm einige ZeZt vorher im Tode vorausgegangen. Frovinz Fosen. Posen. Der 13 Jahre alte Sohn des Mühlenkutschers Kernchen wurde Anfang Juli d. I., als er mit feinem Bruder im Mühlenteiche badete, von einem Müllerlehrling mit einem Tesching in den Kopf geschossen. Der Schwerverletzte, der Aufnahme im Stadtkrankenhause gefunden hatte, ist nun gestorben. G n e s e n. Die Restaurateurfrau Woyciechowski ließ aus der Drogerie durch ihren Sohn Schweinfurter Grün holen. Niemand aus der Familie ahnte, was die Mutter damit bezwecken wollte. Als man nach kurzer Zeit di, Frau beobachtete, fing sie an sich zu übergeben. Die in geregelten'Lerhältnissen lebende Ehefrau hatte das Gift zu sich genommen und starb alsbald. Was die Frau in den Tod getrieben hat, kann sich niemand erklären. K r o t o s ch i n. Die hiesige Firma M. Ruhmann beging in festlicher Weise den Tag ihres 50jährigen Bestehens. Das umfangreiche Geschäft, das jetzt in weitem Umkreise bekannt und geachtet ist, ist aus sehr kleinen Anfängen hervorgegangen. Rawitsch. Rentier Philipp Todtmann in Homburg vor der Höhe, der von hier gebürtig ist, hat mit einem Kapital von 200.000 Mark eine Stiftung errichtet, die den Namen Jsaak und Philipp Todtmann-Stif-tung" führen soll. Die laufenden Zinsen des Kapitals sollen bedürftige israelitische Bräute im Beziek Posen als Beihilfen zu ihrer Aussteuer .erhalten. S a m t e r. Bezirksfeldwebel Schön hierselbst beging sein 40jähriges Dienstjubiläum. Das Offiziercorps überreichte dem Jubilar eine goldene Uhr nebst Kette und das Unteroffiziercorps ein prachtvolles Kaiserbild. Schocken. Briefträger Varonowski wurde neben dem Bahngeleise stark blutend und bewußtlos aüfgefunden. Als er die Vost aus dem Bahnpostwagen holte, schlug der Wind die Tbllr zu. Während ver Fahrt wollte er abspringen, blieb aber mit dem Riemen der Vosttasche hängen und machte eine 200 Meter lange grausige Fahrt mit, mit denFüßen an die Prellsteine schlagend, bis der Riemen enduch riß.

Provinz Sachsen. Magdeburg. Auf ein 65jäh?iges Bestehen konnte die hiesige Firma Brunner & Sohn. Weingroßhandlung, zurückblicken. 'Bodenrode. Im Alter von 92 Jahren ist der Gastwirth Johannes Drößler in der ..Erholung" gestorben. Einer der ältesten Leute des Eichfeldes ist mit ihm dahingegangen. Auf dem ganzen Eichsfelde und darüber hinaus kannte man ihn nur unter dem Namen Vetter Johannes". Ebersroda. Hier' entstand aus nicht ermittelter Ursache Feuer, das die Gehöfte der Oekonomen Tiersch und Schulze in kurzer Zeit in Asche legte. Die Feuerwehren, die aus der Nachbarschast herbeigeeilt waren, hatten alle Mühe, die angrenzenden BauernHöfe vor der Wuth des entfesselten Elements zu schützen. G e h r d e n. Letztens fiel .das dreij'ährige Kind des Arbeiters Giersbeck beim Spielen in einen Topf voll kochenden Wassers, den die Mutter auf d n Fußboden des Hausflurs gestellt hatte. Das Kind erhielt hierbei so erhebliche Brandwunden, daß es nach kurzer Zeit starb. Halberstadt.- Auf dem Güterbahnhofe wurde der Rangirarbeiter Lehmann überfahren und so schwer verletzt, daß er alsbald starb. Hemstedt. Kürzlich glitt ein während der Nachtschicht mit Tiefbohrungsarbeiten beschäftigter Arbeiter Namens Nikolai aus und stürzte so unglücklich, daß er sich eine schwere Schädelverletzung zuzog. Er wurde in das hiesige Kreis krankenhaus geschafft. Ilsen bürg. Beim Heraufwinden von Eisentheilen für das Dach des neuen Walzwerkes, das am Bahnhof erbaut wird, brach der Arm mit dem Flaschenzuge. . Der Schlosser John wurde in die Tiefe gerissen und starb nach kurzer Zelt. I e s s e n. Hier feierte das Schuhmachermeister Karl Huhle'sche Ehepaar das seltene Fest der diamantenen Hochzeit. Merseburg. Die Freimaurerloge Zum goldenen Kreuz" beging das Fest ihres 100jährigen Bestehens unter sehr starker Betheiligung hiesiger und auswärtiger Logenmitglieder. Nordhausen. Der hiesige Schuhmachermeister Höche feierte mit seiner Gattin das Fest der goldenen Hochzeit, wobei dem Ehepaare nach der kirchlichen Einsegnung ein Gnadengeschenk (50 Mark) mit einem Glückwunschschreiben des Regierungspräsi denten überreicht wurde. Frovinz Wellfaren. Münster. Verliehen wurde dem Sanitätsrath Dr. Wilhelm Stein

hierselbst, bisher zu Ahlen, und dem Amtmann von Oersdorff zu Rccklinghausen der Rothe Adlerorden 4. Klasse, dem Revierförster Eduard Kalbhenn zu Bischofsheim und dem Eisenbabnaüterervedienten a. D. Anton Mellmann zu Hagen der Kronenorden 4. Rlasse. Arnsberg. Ein trauriger Unglücksfall ist auf dem Sägewerk der Firma iosaa, von Schenk u. Eomp. hierselbst passirt. Der an der Bandsäge beschäftigte Arbeiter Wilhelm Schmuck aus Wennemen, 15 Jahre alt, wurde von' einem Riemen gefaßt und sofort getödtet. B e ck u m. Letztens verunglückte auf der hiesigen Cementfabrik Westfalia" der Arbeiter Meyer von hier. Er war bei der Aufstellung eines 300 Centner schweren Kessels behilflich, plötzlich gerieth der Kessel ins Wanken und so wurde leider der Arbeiter zu Tode erdrückt. Der Verunglückte war erst kürzlich vom Militär zurückgekommen. Bochum. Commerzienrath Körte hat der Stadt 20.000 Mark zu wohlthätigen Zwecken überwiesen. Do lbe rg. Im Kampfe mit Wilderern erschoß der Förster Dirks, der hier die Jagd des Hammer Jagdklubs beaufsichtigt, den Maurer Wünner. Man hatte ihm aufgelauert und auch zuerst auf ihn geschossen. Dirks ist weoen seiner Strenge gefürchtet; er hatte schon mehrfach mit Wilderern blutige Zusammenstöße. Höxter. Der Direktor des hiesigen Gymnasiums, Prof. Dr. Franz Fauth. ist im Alter von 64 Jahren hier gestorben. Er war 26 Jahre an der Anstalt thätig, die letzten vier Jahre als Direktor. Langenbockum. Wegen eines Mädchens oerietben hier die Beraleute Zanke und Keimer in Streit. Keimer wurde dabei von seinem Gegner durch einen Revolverschuß aetödtet. R heder. Vor Kurzem wurde in oer viatjt unseres Ortes die Leiche des etwa 50 Jahre. alten Landwirths Micus aus Hamvenbausen aus der Reibe gezogen. Bei dem Bemühen, entlaufene Rinder wieder einzufangen, scheint er den traurigen Tod aefunden m baben. War stein. Hier ertrank in dem Westerbacbe das fünfiäbri Söbn-n des Verwalters Vollmer. Man fand oie reiche vor dem Schütz eines tiefer Ziegenden Teiches. Ein Brand zer störte das Haus des Anstreichermei sters Fantini. 'Flhcinprovinz. Köln. Im benachbarten Kalk wurve die vor einiger Zeit von Mül heim-Rhein zugezogene Ehefrau 'Ma ll-3 ft . r f, ' 1 . iyus orcygen se wenommen. feie steht im Verdachte, in Gemeinschaft mit ihrem bereits seit Juni d. Js. in Untersuchungshaft. befindlichen Manne

iyr aus erster Ehe stammendes 41L Jahre altes Kind vorsätzlich getödtet zu haben. Die Eheleute sind seit April d. I. mit einander verheirathet. Broden b ach. Kürzlich war unsere Ponte der Schauplatz eines Unglücks. Der 27 Jahre alte Ackerer und Fuhrmann Wilhelm vom Schiebigeicherhof bei Nörtershausen kam mit seinem Fuhrwerk auf die Ponte gefahren. Dort scheute das Pferd, setzte über die Ponte in die Mosel und riß seinen Führer mit sich. Beide ertranken. Duisburg. Auf einem benachbarten Hüttenwerk fiel der 22 Jahre alte Reparaturschlosser Arn. Geibel in eine glühende Gießpfanne und verbrannte sich derart, daß er alsbald im Laarer Krankenhause verstarb. Essen. Ein sehr schwerer Unglücksfall, durch welchen ein Menfchenleben vernichtet wurde, ereignete sich in der Herthastraße hierselbst. Der Fuhrunternehmer Hermann Henke fiel, als er von seinem Fuhrwerk herabsteigen wollte, so unglücklich zu Boden, daß er einen doppelten' Schädelbruch davontrug. Ohne die Besinnung wieder erlangt zu haben, starb er nach kurzer Zeit. Der Verunglückte war verheirathet und Vater von sieben Kindern. München - Gladbach. Die verstorbene Rentnerin Julie May vermachte der Stadt, wie der Oberbürgermeiste? in der Stadtverordnetenversammlung mittheilte. 60.000 Mark. Aus den Zinsen sollen Töchter unoemittelter Familien der mittleren und höheren Stände unterstützt werden, um sich die Möglichkeit eines Erwerbes zu verschaffen, wobei auch akademisches Studium berücksichtigt werden soll. Ohligs. Die Eheleute Gustar Bauermann und Helene, geb. Stamm, in dem nahen Weyer begingen letztens den Tag ihrer 65jahrigen Ehegemeinschaft. Freunde des geachteten Paares hatten eine Feier veranstaltet, die im Lokale von Runkel stattsand.' 'Arovinz LÄannver. Hannover. Der Diener Böhning fiel in den hoch angeschwollenen Schiffgraben, gerieth unter die Brücke beim Zoologischen Garten und schrie laut um Hilfe. Nach langer, mllhevoller Arbeit gelang es, den Gefährdeten, der inzwischen schon das Bewußtsein verloren hatte, zu bergen. Durch Messerstiche schwer am Kopf verletzt wurde in der Scheffelstraße der Kutscher Stein. Samariter der Feuerwehr verbanden ihm die ungezählten Stichwunden und schafften ihn mit dem Sanitätswagen ins Krankenhaus. Stein will die Verletzungen von unbekannten Personen erhalten haben und auch seiner Vaarschaft beraubt worden sein. B o ck h o r n. In tiefe Trauer versetzt wurde die Familie des Ziegeleibesitzers Carl Lauw hierselbst. Der neunjährige Sohn vergnügte sich mit zwei Spielkameraden aus den überschwemmten Lehmländereien beim Rudern; hierbei stürzte er ins Wasser und ertrank. C e l l e. In körperlicher und geistiger Frische begingen die Eheleute Wieter in der St. Georgstraße das seltene Fest der diamantenen Hochzeit. Sie durften an ihrem Ehrentage auf eine äußerst zahlreiche Nachkommenschaft blicken, da von ihren 8 Kindern, 60 Enkeln und 47 Urenkeln heute noch 5 Kinder, 28 Enkel und 33 Urenkel leben, und zwar sämmtlich hier. Hildes he im.' Eine Wette, die den Tod eines Menschen zur Folge hatte, wurde hier zwischen dem 46 Jahre alten Arbeiter Plagge und einem seiner Freunde zum Austrag gebracht. Plagge hatte erklärt, daß er die hochgehende Innerste nach dem darin liegenden Bagger durchschwimmen werde. Bei Ausführung der Wette wurde er von der starken Strömung ersaßt, der er nicht widerstehen konnte. Er wurde fortgetrieben und ertrank. L u t t e r b u r g. Vor einiger Zeit wurde der 75jährige Tischlermeister Sittig von mehreren Bauernburschen durch Fußtritte vor den Unterleib schrecklich zugerichtet. Unter qualvollen Schmerzen ist der alte Mann jetzt gestorben. Zwei der brutalen Burschen sind verhaftet worden. S e h n d e. Einen grausigen Fund machte hier der Hofbesitzer Harpe in dem Dachgeschoß feiner Scheune. Er fand dort ein mit Blut beschmutztes großes Zerlegmesser in einer Wand steckend vor. Dieses Messer rührt von der Raubmordthat der Arbeiter Otto Butzke aus Polen und HeinrichRuthert aus Schlesien, zur Zeit im Zuchthause zu Celle. her, welche vor zwei Jahren in der Schraderschen Gastwirthschaft zu Wassel sich einlogirt hatten, dort in der fraglichen Wirthschaft eingebrochen waren und an der Gastwirthin C. Schrader daselbst einen Raubmord verübt hatten. Ueber den Fund ist der Staatsanwaltschaft Hannover Anzeige erstattet. Wassel. Einen schweren Unfall erlitt der Gemeindediener Heinrich Rattmann von hier. Derselbe war btim Rübenabladen auf der Zuckerfabrik in Sehnde beschäftigt, glitt vom Wagen aus und erlitt einen Beinbruch des rechten Fußes. Auf Umwegen. Jsaak: Du, Moses, ist der Levi, wie man sagt, ein Wucherer?" Moses: Weißte Jsaak, eigentlich net; zu hohe Prozentche nimmt er net, aber er nimmt se dreimal im Jahr."

' Allerlei sür's .fiaii. Gegen kalte Füße giebt eö wohl kein besseres Mittel, als Morgens und Abends die Füße mit kaltem Wasser abzureiben und darnach dieselben mit grobem Handtuch gut abzutrocknen und so lange zu reiben, bis dieselben roth wenden. Außerdem soll man im Winter bequemes, ja großes und kräftiges Schuhwerk tragen, auch das Einlegen von wärmenden Sohlen ist . zu empfehlen. Sohlen aus ZeitungspaPier mehrmals doppelt gelegt, halten die Füße sehr warm. Enge Schuhe verursachen kalte Füße, weil sie die Blutcirculation verhindern. ' Steinharter Ueber zug auf Holz. Man nimmt ,50 Theile Harz. 50 Theile feinen weißen und scharfen Sand, 4 Theile Leinöl, 1 Theil natürliches, rothes Kupferozyd und 1 Theil Schwefelsäure. Zuerst erhitzt man das Harz, die Kreide, den Sand und das Leinöl in einem eisernen Kessel, dann setzt man das Oxyd und mit Vorsicht die Schwefelsäure hinzu, mischt alles sehr sorgfältig und streicht dann mit der noch heißen Masse das Holz mittelst eines starken Pinsels an. Sollte die Mischung nicht leicht genug fließen, so setzt man noch etwas Leinöl hinzu. DasWarmhalten der Speisen. Will man Kaffee oder Thee lange heiß halten (den Thee gieße man ab), so stelle man ihn nicht auf. den Herd oder direkt auf die Flamme, sondern auf kochendes Wasser. Dadurch hält man das Aroma, das sonst ganz verloren geht. Auf heißem Wasser kann man ebenfalls übrig gebliebene Gemüse wieder erwärmen, von denen (z. B. Erbsen) es sonst immer heißt: Ausgewärmt schmeckt es nicht mehr." SchwarzerSchuhlack Lederlack). Durch Schütteln und schwaches Erwärmen (Einstellen in warmes Wasser) werden in einer Flasche 20 Gramm Schellack und 3 Gramm venezianischer Terpentin in 75 Gramm Spiritus gcöst. Hierzu fügt man Nach' der Lösung eine solche von 3 Gramm Nigrosin (Anilinschwarz) in 12 Gramm Spiritus. Man schüttelt gut um, läßt klar absetzen und gießt den geklärten Lack vom Bodensatz ab. Seiten st echenzu kuriren. Seitenstechen ist nicht immer ein Symptom der Brustfellentzündung, sondern es tritt auch ohne Fieber und Husten aus und ist dann Folge von Blähungen oder verdorbenem Magen. Diese Art des Seitenstechens wird bekämpft durch Kümmel- und Pfefferminzthee, Magenpflaster, Reiben der Magengegend, Spazierengehen. Candyflecke.t. entfernt man aus Sammt, indem man sich in der Apotheke für wenige Cents destillirtes Wasser kauft und damit den Fleck mittelst eines reinen Schwammes oder Leinwandlappens heraüsreibt. Um Rindfleisch z u räuchern, sodaß es dem berühmten Hamburger Rauchfleisch ähnlich wird, bringt man das Fleisch des frisch geschlachteten Thieres, wenn es noch warm ist, in eine Mischung don einem Theil gepulverten Salpeter und 82 Theilen Kochsalz, arbeitet diese Mischung mit dem Fleische lange und gehörig durch, und bestreut letzteres schließlich mit so viel Roggenkleie, wie daran hängen bleibt. Hierauf bringt man das Fleisch mit oder ohne PapierUmschlag in den Rauch. Die Kleie hält die beweglichen Bestandtheile des Rauches ab und mäßigt so die zu starke Austrocknung des Fleisches, wodurch dasselbe einen guten Geschmack und ein rosafarbenes Aussehen bekommt. Seide neTaschentücherzu waschen. Diese werden am besten in Kartroffelwasser ohne Seife gewaschen. Man schäle hierzu einige Kartoffeln, reibe sie in eine Schüssel mit frischem Wasser, lasse sie eine Stunde stehen und presse sie durch ein Sieb. Die Taschentücher werden bei dieser Methode vollkommen rein und erhalten wieder ihren früheren Glanz. ' Enthaarungs mittel. Zur Beseitigung unliebsamer Härchen an Stellen, an denen man sie nicht haben will, ist man entweder auf die Scheere oder auf eines der chemischen Enthaarungsmittel angewiesen. Das Ausziehen der Haare kann zum Beispiel umgangen werden, wenn man auf die betreffenden Stellen wöchentlich drei Mal eine auf Leinwand aufgestrichene Paste aus 5 Theilen Rosorin. 25 Theilen Parasinesalbe und je 12 Theilen Zinkoxyd undReismehl auslegt. Schon nach kurzer Zeit stoßen sich mit der erkrankten Oberhaut auch die erkrankten Haare ab. Das Ansetzen von Rost, flecken im' Waschkessel vermeidet man, wenn man nach dem Reinigen und ' Austrocknen Stearinö! nimmt, den gewärmten Kessel damit gut einreibt und mit einem in Schlemmkreide getauchten Lappen aus Wolle so lange putzt, bis der Kessel blank ist. . Verstauchte Gelenke. Verstauchungen im Gelenk dürfen ja nicht durch das beliebte Ausziehen des Gliedes zu heben versucht werden. Am hesten und schnellsten tritt man vielmehr den Nachtheilen einer Verstauchung entgegen, wenn man das beschä. digte Glied so lange ruhig hält und mit kalten Ueberschlägen bedeckt, bis aller Schmerz bei der Bewegung durchaus verschwunden ist, woraus alsdann noch eine Einwickelung mit einer Flanellbinde iu erfolaen bat. .

Folgendenletzten Wunsch, . so wird aus St. Petersburg berichtet, veröffentlicht der Redakteur des Blatitl Tscharnomorskaja Gazeta", der kürzlich von dem durch eine in dieser. Zeitung erschienene Kritik sich beleidig fühlenden Schauspieler Dalsky mi dem Tode bedroht worden war: Jc". 0 habe von dem berühmten Schauspiele Y Herrn Dalsky eine Mittheilung erhal- lten. worin er die bestimmte Absicht verkündigt, mich zu tödten. Da ich nun ein gezeichneter Mann bin, bitte ich Herrn, Dalsky um die eine Vergün- -stigung. daß er den Tag festsetze, an welchem seine strafende Hand mich treffen soll, damit ich Zeit habe, meine Angelegenheiten zu ordnen und mich angemessen auf die Reise in die beste aller Welten vorzubereiten, wo es keine Krankheiten, keine Zeitungen und keine berühmten Schauspieler giebt." Als blinder Passagier legte ein aus Tiflis gebürtiger Masckinenschlosser Namens Wassilie Lewetzky die 406 Kilometer lange Strecke f. Alexandrowo Berlin im Hundeab- ,'' theil eines Schnellzuges zurück. L. t ' wollte, obwohl er mit Geld reichlich versehen war. die Reise von seiner f Heimath bis nach London möglichst billig zurücklegen. Er hatte sich in Alexandrowo in das Hundeabthe-'l ein- -geschlichen und hatte das Glüct. daß mit dem Zuge keine Hunde zu befördern waren. Er konnte daher ungestört die weite Fahrt in dem allerdings engen Raum, der ihm keinerlei Bewegung gestattete, zurücklegen. Der Zug hält in Charlottenburg, von wo die Wagen zurReinigung undDesinfektion nach dem Bahnhof Grunewald gebracht wurden. L. wurde dort im Hundeabtheil gefunden und vorläufig in Haft genommen. Die sprechende Postkarte ist jetzt im Pariser Postverkehr eingeführt worden. Die Erfindung stammt aus Amerika. Um eine fprechende Postkarte absenden zu können, nimmt man ein gewöhnliches Postkartenformular, versieht es mit derAdresse des Empfängers und klebt auf die Rückfeite ein auf der Walze des Phonographen besprochenes Papier auf. Damit der Adressat nun hören kann, was ihm der andere mittheilen will, muß er ebenfalls die Karte auf die Walze eines Phonographen legen, und dann erschallt'.die Stimme des AbsenVers der Karte. Die sprechende Postkarte, der man den Namen Sonorine" gegeben hat. wird vor allem dazu dienen, das Briefgeheimniß zu wahren, was bisher bei geschriebenen, offenen Postkarten nicht möglich war. Natürlich kann auf diese neue Art und Weise nur zwischen Personen correspondirt werden, die sich im Besitze der dazu nöthigen Apparate befinden. Die Pariser PostVerwaltung hat daher nach Art' des Telephon - Adreßbuches ein Verzeichniß der Bewohner von Paris herausgegeben, die Phonographen für die sprechende Postkarte ihr eigen nennen. Nach 31 Jahren steige sprochen wurde die Bahnwärterwittwe Elise Dreyer aus Kremmin. Sie war am 25. März 1874 von dem damaligen Großherzoglich-Mecklenburgis chen Kriminalkollegium in Bülzow wegen der Beschuldigung, im November 1873 ihr Wohnhaus vorsätzlich in Brand gesteckt zu haben, zu einer Zuchthausstrafe von sieben Jahren, unter Aberkennung der' bürgerlichen Ehrenrechte auf weitere sieben Jahre, verurtheilt worden. Nach Einlieferung der Frau. Dreyer in die f Landesstrafanstalt Dreibergen stellten sich Umstände heraus, welche Zweifel an d$: Zurcchnungsfähigkeit der Verurtheilten aufkommen ließen. In dem Wiederaufnahmeverfahren hat die Strafkammer desLangerichts Güstrow die früheren Urtheile wegen Unzurechnungsfähigkeit aufgehoben und die Verurtheilte unter Belastung der Staatskasse mit denKosten desVerfahrens freigesprochen. Frau Dreyer erhält nunmehr nicht nur die erheblichen Kosten des früheren Verfahrens zurückerstattet, sondern die Direktion der Hamburg - Berliner Eisenbahn ist verpflichtet, ihr die seit ihrer Verurtheilung gesperrte Pension als Vahnwärterwütwe mit Zinsen nachzuzahlen.

Voreilig.

Sie haben ja den Hut auf, den mir der Wind eben entführt hat!" Was? Der g'hört Ihnen? ... Ja, jetzt hab' ich aber den meinen schon ins Wasser geworfen!" . Bestätigung. Anna: Mein Bräutigam ist ein kluger und rechtlich denkender Mensch, der es sehr ernst mit unserer Verlobung nimmt." Emma: Ach ja, ich habe gehört, er habe bereits eine Gläubigerversamm lung einberufen." Geistesabwesend. '.Hofrath: Sind Herr Professor verheirathet?" Professor: .Unmöglich ist es eigentlich nicht."

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