Indiana Tribüne, Volume 29, Number 106, Indianapolis, Marion County, 27 December 1905 — Page 5
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Der geheimnisvolle Süßtl. Ein gastliches Srlebniß auZ Südamerika. Vontz.B. Die Volksseele der Bewohner der südamerikanischen Republiken, wie sie
v aus agen uno ttten leiicgiei, Dieiex , Y. 1.3 Oyw i 1 1 1 wn nocy wenig cingeoauies viM ,f 4 V icyuvgsselb. ant oem nocy nianaze fchöch Blume pflücken läßt. Zu der Märchen- und CpinnstubenWelt des deutschen Volkes, zu den alten tteb Settle" - Geschichten Neuenzlands und zu manchen anderen Widerspiegelungen des Volksherzens finden sich auch im Leben und Fühlen der arrnen südamerikanischen Peonen rührende Seitenstückchen, welche uns das intimste Leben dieser Volkskreise in seinem besten Lichte zeigen. Sie lassen uns als höchstes Ideal des südamerikanischen Volksherzens die Gastfreundschaft erkennen, um die sich eine ganze Welt religiöser Romantik webt. Der südamerikanische . Creole liebt sein Weib, seine Kinder
A und sein Heim inbrünstig. aber k eine Thüre und sein Herz stehen jedergeit dem unterkunftsbedürftigen Fremden offen, woher er immer kominen mag. Sei das Heim auch noch so ärwlich, aus Rohr oder Adoben gebaut und mit Palmenblättern bedeckt, der Stern der Gastfreundschaft glänzt über seiner Pforte gleich dem Stern von Bethlehem. Mein Haus ist Dem!" klingt es dem Fremdling entgegen, und bald brodelt die fetteste Henne des Peonen in dem Topf auf dem Feuer außerhalb der Hütte. Um die Zeit der winterlichen Feiertage aber erreicht diese Gastfreundschaft ihren Höhepunkt, selbst inmitten
mancher weniger erfreulichen Erscheinungen. , Um die Zeit, als das Cocain im Norden in allgemeineren Gebrauch kam, bereiste ich Südamerika im Inreresse einer Firma, welche Coca unmittelbar in seiner Heimath sammeln ließ, wo man diesen Stoff seit den Tagen der Jncas als Neroenstärkungsmittel schätzte. l5s war an einem Decembertage, als ich, on dem geschichtlich berühmten Cuzco aufbrechend, mich nach dem bergumwaldeten Thale von Iücay zuwandte, wo in dn Glanzzeiten der Jncas die Gärten von Aücay", mit ihren duftenden Blumen und ihrer Ausschmückung von Gold, Silber und Edelsteinen, vielleicht noch die Gärten von Babylon und Kaschmir übertrafen. Da ich einige der Coca-Farmen in diesen feuchten Thalregionen aufsuchen wollte, so nahm ich einen eingeborenen Führer oder Arriero" mit. Er hieß Mollina, und er war mit den Gebirgswegen Perus wohlvertraut. Schon aU ich vor der Heiberge an dem großen P5atz zu Cuzco mein Maulthier bestieg, rief mich ein peruanischer Soldat an und sagte im Flüsiertone: Auf eine Minute, .mein Herr, alle Wege sind schlimm, die aus Cuzco führen." Wie meinen Sie das?" fragte ich, mich ganz unwissend stellend, steinig oder schlammig?" Nein, Senor, schlimmer als das! Sie werden von Räubern heimgesucht, welche um das Leben eines Fremden nicht mehr geben, als so viel. (Er ließ feine Finger knallen.) AllerHand Dinge werden Ihnen im Dunkeln folgen, auf der Erde und in der Luft. Rasten Sie bei den Pfarrern auf den Plantagen, hängen Sie sich ein Kreuz an, und schätzen Sie sich glücklich. wenn Sie die unsichtbaren Schwingen in der Luft hören!" Es wurde mir etwas unheimlich zu Muthe. Ich beugte mich nieder und fragte den Mann, ebenfalls flüsternd: .Kann ich Mollina trauen?" O ja," antwortete er, der hat ein , Herz wie Gold. Im Uebrigen aber sehen Sie sich vor!" So brachen wir denn auf. . Die Worte des peruanischen Soldaten aber wollten mir keine Ruhe lassen, und sie trübten wie ein Schatten auch den Anblick der 'sonnenbcglänzten Naturschönheiten und der vorgeschichtlichen Denkwürdigkeiten. Der prächtige Tag ging fast jählings zu Ende, und die Nacht entrollte ihren schwarzen sternenfunkelnden Mantel. Wo sollen wir über Nacht bleiden?" frug ich meinen Führer mit dem musikalischen Namen. Wir werden wohl kaum etwas Ves seres thun können, als uns neben dem Weg auf unsere Säcke legen," antwortete Mollina, und unsere Maulthiere anzubinden. Die Nacht ist sternen- und mondhell; kein Wölkchen ist am Himmel zu sehen. Der Vorschlag paßte mir nicht recht. Können wir denn keine T a m b o erreichen?" regte ich an. Das schon," erwiderte mein Führer, das Tambo la'Joya liegt vor uns; aber der Weg bis dorthin ist noch lang, und die Maulthiere zeigen sich schon jetzt siörrig; sie sind ordentlich müde, und meines ist mir schon beinahe zusammengesunken." J Hm, ich möchte das aber doch lieber nsklren, sagte ich entschlossen, es will mir gar nicht gefallen, mich hicr am Wege hinzulegen, sei das Wetter auch noch so schön." Wir bewegten uns noch etwas weiier. Plötzlich verdunkelte sich der Weg, und ein Wald von Chinchonabäumen tauchte unmittelbar vor uns auf,
doch was war das?
. Ein kleines Licht schimmerte nur eine kurze Strecke vom Wege durch die Finsterniß. Das war ein höchst freudiger Anblick für mich. Ei, da ist ja eine Hütte, ein Tambo!" rief ich aus. Aber Senor, ich habe dort noch nie zuvor etwas Derartiges gesehen," versetzte Mollina ernst. Na, sehen Sie denn nicht das Licht am Fenster?" fragte ich eindringlicher; kommen Sie. wir wollen in den Pfad einbiegen, der nach dieser Wohnung führt." Aber bei Gott und allen Heiligen, ich habe dort noch nie ein Fenster gesehen! Wir wollen jedenfalls langsam gehen wenn Sie durchaus dorthin wollen." ; Zögernd bog er langsam in den Pfad ein. Die Luft war vollkommen still. Der Mond schimmerte hoch in den Baumwipfeln. Sachte bewegten wir uns eine Weile auf diesem Pfad. Senor," fagte mein Führer, unruhiger als je, das Fenster ist uns noch nicht näher, als es war, wie wir in den Pfad einbogen. Zurück, zurück, aber vorsichtig, dort ist ein Abgründ, und Raubgesellen locken Sie in eine Falle! Zurück, zurück, nur langsam, bis wir wieder den Hauptweg erreichen, dann aber auf die Maulthiere eingehauen, wir sind in Gefahr!" Ich fügte mich und wendete langsam mein Maulthier um; da ereignete sich etwas ganz Seltsames, für mich we nigstens Unerhörtes. Es war ein eigenthümlicher Schrei in der Luft, einer Kinderstimme vergleichbar. Man könnte es ungefähr mit den Silben Dscherom, Dscherom," wiedergeben,
und das onz" klang besonders stark und glockenhell. Sehen konnte ich den Verursacher des Lautes aber nicht, was mich trotz meiner Furcht nur um so neugieriger machte. Was ist denn das für ein kurioser Vogel?" fragte ich leise Mollina. Still, still!" erwiderte dieser, jetzt keine Fragen. Es ist eine glückverheißende Botschaft." ' ' Aufs Neue fluthete der musikalische Doppellaut, unmittelbar über unseren Häuptern, so schien es wenigstens dem Gehör. Aber wo ist denn eigentlich der Vogel?" rief ich verwundert. Um Gotteswillen still jetzt! Er ist unsichtbar. Noch Keiner hat ihn gesehen. 'So. jetzt sind wir an der Biegung, ; schnell drauf los geritten!" Ich bin fönst ein großer Thierfreund; aber in diefem Augenblick machte ich mir kein Gewissen daraus, das müde Maulthier unbarmherzig zu peitschen. Einen Blick in den hochstämmigen Wald hinter mir werfend, sah ich gerade, wie das Licht verschwand, und daö Feirster allem Anschein nach zufiel. Wir werden verfolgt werden,"' mahnte Mollina eindringlich, nur schnell jetzt!" Wir trieben die Maulthiere an, so viel wir nur konnten. Aber auch diese schienen die Gefahr zu fühlen, und so müde sie sich vorher auch gezeigt hatten, rannten sie jetzt wie elektristrt davon, alle Störrigkeit vergessend. Da krachte ein Schuß hinter uns, und gleich darauf hörten wir Pfeile niederhageln. Aber wir kamen mit heiler Haut davon. Dscherom, Dscherom!" erklang es wiederum glockenhell durch die klare Nachtluft, unmittelbar über unseren Häuptern. Doch wiederum war kein Vogel und nicht einmal der Schatten eines Flügels zu sehen. Ich glaube allerdings nicht, daß ich mich sehr genau umsah; denn die Angst hatte mich zu fest gepackt, und ich rang nach Athem.... Die Glücksbotschaft des mysteriösen Vogels schien sich zu erfüllen. Wenigfiens entrannen wir unseren Verfolgern, und gegen Mitternacht kamen wir am Absteighaus . der nächsten Plantage an, wohin uns unter gewohnlichen Umständen unsere Thiere allerdings nicht mehr diese Nacht gebracht haben würden. Da begegnete uns das wundervollste und überraschendste Schauspiel, das ich jemals zu sehen Gelegenheit gehabt habe. Trotz der mitternächtigen Stunde war das Haus hell erleuchtet, die Thüre stand weit offen, und sowie ich auf dieselbe zuschritt, kam , ein Pfarrersmann herausgeschritten, ein erhobenes Kreuz tragend und gefolgt von einer Schiar Peonen, welche in ihrer wohlklingenden Sprache eine der lieblichsten Weihnachtshymnen sangen, die ich je. gehört. Der Herbergsvater aber redete, sich verneigend, mich mit folgenden Worten an, welche mir räthselhafter waren, als jener Vogelruf selbst: . Willkommen, willkommen! Ame ricano?"" Wir haben schon seit Stunden auf Sie gewartet. Herzlich willkommen an unserem Heerde! Mein Haus gehört Ihnen und mein Herz dazu, und ich habe den Pfarrer hierher gebeten, damit er Sie im Tambo La Joya"" begrüße im Namen des Heiligen mit den unsichtbaren Flügeln!" Ich wußte nicht, was ich aus diesem, für mich so seltsamen Gruße machen sollte, und ich muß sogar gestehen, daß sich in meine Verwunderung ein Schatten von Argwohn .stahl. Konnten wir nicht wiederum unter Räuber gerathen sein? Ich war entschlossen, alle' Freundlichkeiten über mich ergehen
zu lassen, aber die Augen offen zu halten. Die Peonen nahmen meinen Führer in Empfang und machten sich mit der Unterbringung unserer Maulthiere zu schaffen. Ich selbst trat mit dem Pfarrer und dem Herbergsvater, welchen die Anderen alsbald wieder folgten, in die Sala" oder Hauptstube. Aber wie sehr wuchs meine Ueberraschung erst da! War ich wirklich nur in einem Tambo? Vor mir stand ein glitzerndes, erlcucbtetes Bild der Jungfrau Maria,
und Alle verneigten sich vor demselben tief. Der Pfarrer aber, sich zur kleinen Gemeinde wendend, hub mit den Wortcn an: Kinder, der Heilige der unsichtbaren Flügel und der Stimme, welcher das Ohr der Seele lauscht! Tambo la Joya, wie herrlich paßt Dein Name. wirklich eine Freudenstatt, geweiht dem Feste der Liebe!" Ich konnte nicht mehr schweigen, und halblaut sagte ich: Aber ich bin ja offenbar nicht Derjenige, den Ihr suchet. Ich bin einfach ein Reisender aus den Ver. Staaten. . Es thut mir leid, Ihnen eine Enttäuschung bieten zu müssen, gerade in der Weihnachtszeit. Ich begehre lediglich ein gastliches Unterkommen." Eben deswegen, eben deswegen," erwiderte der Herbergsvater, von Enttäuschung kann keine Rede sein. Sie sind Derjenige, auf den wir so lange gewartet haben!" Und wiederum erhob sich der Ruf, wie ein Echo der Worte des Pfarrers: Tambo la Joya Freudenstatt Fest der Liebe!" Aber mein guter Mann," fuhr ich fort, verstehen Sie doch recht: Wir sind einfach auf einer Reise und wollen Coca-Felder besuchen, und wir sind von 'Räubern beunruhigt worden und suchm einen Unterschlupf!" Natürlich, ganz richtig," warf der Pfarrer ein, Sie sind eben der Gesuchte." Und wiederum zur Gemeinde gewandt, sprach er feierlich: Lasset uns auf die Knie fallen und die Jungfrau anbeten! fasset uns singen!" Alle, fielen anbetend auf die Knie und sangen wieder eine liebliche, herzbewegende Melodie. Als die süßen Töne verklungen waren, wagte ich'nochmals das Wort zu nehmen. ; Ich möchte Euch nicht gerne in Eurer Andacht stören," sagte ich, aber ich wiederhole es, ich bin ja weiter nichts, als ein müder Fremder. Kann ich hier ein Bischen was zu essen bekommen?" Jawohl, jawohl," antwortete der Herbergsvater strahlenden Gesichtes, auch das Abendmahl steht dampfend für Sie bereit und wartet Ihrer schon seit zwei Stunden. Tambo la Joya!" Ich sah meinen Führer Mollina hinter mir stehen und flüsterte ihm zu: Aber ist das nicht sonderbar? Zw Stunden, das war unmittelbar, ehe wir den Räubern begegneten! Wie konnten diese hier das wissen? Haben uns die Räuber auf irgend einem, Seitenpfad umgangen, und ist dieses am Ende nur eine neue Fallgrube?" Ich weiß nicht," erwiderte er,, aber vergessen Sie nicht, es sind etwas weniger als zwei Stunden, daß wir die Stimme in der Luft zuletzt gehört haben; die ist ein Glücksbote, verlassen Sie sich darauf und feien Sie irnfcc sorgt!" Der Tisch wurde gedeckt, und er dampfte in der That von auserlesenen Speisen, welche . mein entschledenes Vertrauen erweckten. Es wurden sogar auserlesene Weine, verlockend aussehendes. Obst und Kürbißschalen, die mit Süßigkeiten gefüllt waren, an jeden Platz gesetzt. An Hunger fehlte es mir gew'ch nicht; dennoch aß ich noch mit einiger Beklemmung. Endlich stammelte ich: Haben Sie auch Betten für uns?" Ein fröhliches Lachen war die Antwort auf meine Frage, dann wurde ein Vorhang aus gewobener Rinde in die Höhe gezogen,' und ich erblickte ein kosiges, geschmücktes Bett, mit bunten Bildern an den Wänden. Abermals erscholl der Ruf von den Lippen der Peonen: Tambo la Joya wahre Freudenstatt!" DaS wartet auf Sie schon seit Einbruch der Nacht," bemerkte das braune Ehegespons " des Herbergsvaters freundlich. Aus mich? Das kann aber doch nicht sein," protestirte ich nochmals. Ei ja, natürlich auf Sie. Sehen Sie es noch nicht.? Alles, was wir für Sie thun, wird uns Segen bringen." Mcyerom V cderom orn om", ha, wieder dieser geheimnißvolle Laut in der Lust! Die Familie des Herbergsvaters, der Pfarrer , und alle Peonen fielen nieder. Die unsichtbaren Schwingen, sprach der Pfarrer, .die Taube der Nacht!" Wo denn?" frug ich, jetzt neugieri ger als jemals. Kein Sterblicher hat je seine Schwingen gesehen," sagte der Pfarrer würdig, aber dieser Engelsbote verkündet, daß ein Fremder kommt, und der Fremde, welcher kommt, ist Christus! Heute, ' früh Abends, kam der Bote, und daher bereiteten wir uns vor, Sie zu empfangen. Sie sind jetzt Christus, unser lieber Gast!" Zum letzten Mal erhob ich entschie den Einwand. Hören Sie doch, sagte ich, ich bin ein reisender Amerikaner und noch dazu ern Ketzer. Aber Freund," versetzte der Pfav rer, hat Christus nicht gesags: M
les, was Ihr gethan habt Einem dieser, das habt Ihr mir gethan?"" Sie sind Einer dieser. Nun gehen Sie ruhig schlafen!" , Die ganze Geschichte hat eine einftl-
che Lösung. In Peru und Chile gibt es einen Nachtvogel, der jenen seltsamen Ruf ausstoßt und gewohnlich Nicht zu sehen ist. Bei den Mischlingen des An-den-Hochlandes besteht der Glaube, daß dieser Vogel ein Himmelsbote sei und das Kommen eines gastfreundschastsbedurstigen Fremden verkünde, welcher in seiner Bedürftigkeit Christus vertrete und ebenso aufgenommen werden müsse. Ich muß gestehen, daß. ich diesen Glauben, oder vielmehr Wt cqonoere Einkleidung eines uns Allen bekannten Ideals, sehr hübsch fand, und nie habe ich fröhlichere Weihnacht gehabt, als in Tambo la Joya. .j Die Natter. Do Vua!" sagte ein Bauer in Mundingen zu sen.em Sohn, bring de Säu arnjol die Kartoffla do!" Der Junge gehorchte und ging in den Hof. Als er ledoch eben im Begriff war, die Thür des Schweinestalls zu öffnen, sah er aus einer Ritze ein mächtig langes, gelbes Ding h:rausbaumeln, welches.sehr verdächtig hin und her züngelte. Entsetzt ließ er seine Erdäpfel fallen und lief zurück in die Stube. Herr Jescs!" schrie er seinem Vater entgegen, im Saustall ischt a wüatig grause Natter!" Dem Bauern blieb bei dieser Nachricht ein Stück Stuttgarter Wurst, welches er eben zum Nachtbrot verzehren wollte, im Halse stecken. Doch faßte er bald wieder Muth und ging, mit einer Heugabel und einem Beil versehen, auf den Schweinestall los.-Richtig, da schwänzelte das wüste Ding immer noch aus der Ritze heraus. So groß und so giftig hatte er es . sich akr doch nicht gedacht, 'und derGedanse, es ohne Beihülfe umzubringen, verging ihm bei dessen Anblick ganz und gar. Lauf was de kannst, zum Schmied!" rief er seinem Jungen zu, und sag' em, er soll. mit a paar grdusse Zanga auferkomma." Der Junge lies was er laufen konnte, und kam in wenigen Minuten mit dem Schmied und zehn bis zwAf Nachbarleuten außer Athem zurück. Jetzt ging das Verhandeln los; kein Mensch wagte sich an das gefährliche Ding heran, bis sich endlich der Schmied dreimal räusperte, die Augen zukniff und mit einem , mächtigen Stemmeisen darauf loshieb. In dem Augenblick fing die Sau in Stalle drin ein mörderisches Geschrei an. Man riß die Thür auf und sah, wie .das Thier unter jämmerlichem Grunzen im Kreis herum lief und sich vergeblich an dem, Schwanz zu lecken suchte. Alle standen 'da und sperrten Maul und Nase auf; aber Niemand sprach ein Wort. Vater," sagte endlich der Sohn, des Ding, des do aus dem Loch 'rausguckt Hot,-ischt, glaub' i, der Sauschwanz gwea und koi Natter!" Und so war es auch. Nnbeda, General Rapp hatte eines Tages eine korsische Deputation beim ersten Konsul Napoleon einzuführen. Trotz des von diefem gegebenen Zeichens, sich zu entfernen, verharrte er ruhig im Audienzsaal.' Als ihn Napoleon nach dem Weggang der Deputation fragte, weshalb er geblieben, platzte Rapp, der ein Attentat auf den Konsul gefürchtet haben mochte, mit den Worten heraus: Sehen Sie, General, alle Korsikaner sind Schurken." Zu spät fiel ihm ein, daß ihm eine gehörige Dummheit entwischt war. Bonaparte nahm das Kompliment mit Humor auf. Einfach. Schmierendirektor: Wollen uns denn Herr Amtmann nicht auch mit Frau Gemahlin 'mal beehren?" Amtmann: Meine Frau ist leider schwerhörig!" Schmierend!rektor: O, das macht nichts; da reden wir einfach lauter!" V Ahnungsvoll. Aus welchem Grunde wollen Sie denn so einen langen Strafaufschub?" Na, wissen S', Herr Staatsanwalt vielleicht kommt noch a' bißl 'was dazu!" Heimgezahlt. "Gast im Sommerhotel (der eben seine Rechnung bezahlt hat. ironisch): Hoffentlich wird Ihr Gewissen Sie nicht allzu schwer drücken, Herr Wirth." Wirth: O, da f'nnen Sie ganz ruhig sein; es ist mir ganz gleichgültig, wie und wo Sie Ihr. Geld herhaben!"
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Zum fünfundzwanzigsten Male.
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Herr Doktor, wissen Sie schon das Allerneueste, gestern habe ich mich verlobt." Gratulire zum Jubiläum, Fräulein." . ' Angeklagter, womit beschäftigen Sie sich jetzs?" I' schneuz mi' grad, Herr. Kai serlicher Rath." Umsonst. A.: Nun, wie geht es dem Gatten nach der Marienbader Kur?" Frau B.: O, der ist schon wieder um drei Kilo rückfällig geworden." Empfindlich. 1. Herr: Jean, mir eine Portion Kalbskopf!" 2. Herr: Mir eine Portion Stockfisch!" 3. Herr: Mir Ochsenmaulsalat. 4. Herr: (wüthend aufspringend): Meine Herren, soll das vielleicht auf mich gemünzt sein?" Ihre Sorge. Professor: Nächstens mache ich eine Fahrt im Luftballon mit." Frau: Thu' es nicht, Theobald, sonst läßt Du gewiß unterwegs irgendwö den Fallschirm stehen!" V. Tie großen Hände. M Den Zahn kann ich leider nicht reißen das ist zu gefährlich!" Hast D' Angst, daß D' mir 'n Kiefer sprengst?" . Das net aber daß Du mir a Watsch'n gibst!" DenbelaisckenStuden. ten, die, über hundert an der Zahl, von Brüssel die Fahrt nach Paris angetreten hatten, ist dort von ihren Kommilitonen ein enthusiastischer Empfang bereitet worden. Zunächst fand eine Begrüßung der belgischen Musensöhne im Rathhaus statt, -und tags darauf wurde ihnen die Ehre ?mes Empfangs durch den Präsidenten Loubet im Elyse zutheil. Sonst , hat Paris mit Ausnahme des Quartier latin den Verbrüderungsfesten der akademischen Jugend keine sonderliche Aufmerksamkeit geschenkt, und auch die Presse-hat sich mit ihnen nur sehr oberflächlich befaßt. So hat eines der gelesensten Blätter die Anwesenheit einer Abordnung der Universität Tübingen gemeldet, eine der bedeutendsten belgischen Hochschulen". (!)' ,Der Reporter eines anderen Blattes fand heraus. .die weißen Mützen der Brüsseler Stubenten seien das Abzeichen der liberalen, die grünen dasjenige- de? klerikalen; ein dritter behauptete gar, die Farbe bedeute die Zahl der abgelegten Prüfungen. Die Brüsseler Presse ist über, die Kenntnisse ihrer Pariser Kollegen nicht wenig erstaunt und sieht sick genöthigt, die überraschenden Entdeaungen der Einwirkung des Festbanketts zuzuschreiben
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