Indiana Tribüne, Volume 29, Number 106, Indianapolis, Marion County, 27 December 1905 — Page 3
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Mord und
Ist in Moskau an Deutsche Weihnachtsbetrachtungen. Die
sehr bedrohlich. Das neue russische Wahlgesetz vcsnedlgt nur halö. - Erklärung des Vatican's.
NuKland. Revolutionäre gegen Moskau. ' St. Petersburg, 26. Dez. Die verzweifelten Kämpfe zwischen den Truppen und Revolutionären zu Mo au dauern fort. Offenbar breitet sich da 5 Gebiet der Revolution aus. In Moskau haben die Truppen weigftenS in einem Theile der Stadt die Ordnung hergestellt. Die Revolutlo. näre haben dringend um Beistand von anderen Städten ersucht, und eö wird behauptet daß 30.000 Streiker von uewo, die selbst Geschütze mit sich füh. m m rw tYYl . O ..- ren louen, lm Anzüge aus cv-iau seien. L o n d o n. 26. Dez. Der Kampf in Moskau dauert, wie über St. Pe terSburg berichtet wird, unentwegt fort. ES wird behauptet, daß der gestrige Straßenkampf 5000 Insurgenten das Leben kostete. nn St. Petersburg, 26. Dez, 7.15 Uhr Abends. Eine Telephon Nachricht an die Ass. Presse aus Moskau ... . . l m r r ? . i- I inildet, das oer AUlruyr tn en iuu Zügen liege. Weitere schwe Kampfe wuroen Niqi Mnnnoen. ue aiuen sollen auf Seiten der Regierung käm pen. ns . ,.... cn Cf,fii. I Bsncu.Buviuii. St. Petersburg, 26. Dez. Das neue Wahlgesetz wurde heute ver öffentlich.. ES wurde von einer Erläu. terung begleitet, die besagte, daß sogar einige der westlichen Länder kein allge. meines Ettmmrecyt veVen, und va dies der Fall sei und die augenblickliche Lage dies bedinge, könnte das Cabmet in keinem Falle sich dazu entschließen und auch in keinem Falle die Verant wortung übernehmen, das allzemetne Stimmrecht zu geben. Untev diesen umpanoen wuroe oas aomei ouroo . i . i m. rr 1 i .f. . V I . - I AAU sCtr.fXi OT4lmrtTHv. I u.ia. y, sammlung selbst anhemstellen. Die uulpe ,ou ucrnnauju u m werden. Die Tage, an denen d eWahlen ftaunnven nuen. werden Sparer an gekündigt. . Sobald nun die Regierunz benach ricgiignn. oaB 01c oer tx-ät-t r V. .Xsl. V OYIÜ I lieber gewählt sind, sollen Anstalten geironen weroen, vle anonatoer. I L . . 1 a. !& I luminiun auuuimamui. crr . ? w . OT .O 1 X.ul susoqiwcgijaito 0 onnirawflunB zufolge Nlqi nur oen Aroenern in oen c . r . . cv , ' 1 I v I nasitiffl uno aomiqmiiounnn n, , , ,r , il ,onocni auq m cn n 'i' , v .. vA ... .tk,.s, isri!v.v 1 UJCiucu uuü üus Äu jiiiwuuiiuc ö""' recht dehnt sich auf solche Personen ebenfalls aus, die Grundeigentum irgend welcher Art besitzen, die Steuern bezahlen, die im Dienste der Regierung stehen, die Wohnungsfteuern entrichten müssen, die besondere Wehnungen innehaben, die Angestellte der Eiseu bahnen find. v tiv .. . -.w.. - öffentlichten Wahlgesetzes ist, daß die Vfxrxt rtt iveaiurt oks menen oer rx. V.a r..t Arbeiter mit allen anderen GefellschaftS klaffen zusammenstimmen müssen.' ES ist ihnen nicht erlaubt, als besondere Klasse zu stimmen. Die Arbeiter kön nen sich für je zehntausend Mann einen Wähler wählen. - Dem neuen Gesetz zufolge wird z. B. die Provinz St. Petersburg aus 14 bäurischen Wühlern, 13 LandlordS, 15 Stadtlords und 4 Arbeitern bestehen, Das neue Gesetz ist die größte Erwelte rung des Wahlgesetzes von August. ES enthält Stellen, die den Konservati ven sehr ansprechen werden, aber eS wird auf Seit, der Opposition keines. wegS ansprechen. Die Organisationen des Proletariats werden dies neue Ge. fek als furchtbare Waffe aeaen die Re t m , ii mJ gierung benutzen, und anstatt durch ein paffendes Gesetz die entseffelten Leiden schaften zu dämpfen, werden sie gerade durch die? höchst wunderbare Gesetz ent fesselt werden. . Di? Regierung scheint trotz aller bösen Ersahrungen noch immer nicht die Situation klar erfaßt zu haben. Sie sollte wissen, daß die proletarischen Organisationen keine Zugeständnisse wünschen. Diese verlangen den Sturz der autokratischen Herrschast ; nichts anderes und nur die Herstellung einer
Art demokratischen Republik mit dem'schaftSJahrgang der ungarischen Ne
Brand
der Tagesordnung. Lage in Südwest-Asrika noch immer Zaren als Oberhaupt, der den Staat nach außen zu repräsentiren vermag, wird sie zufriedenstellen. Da die Re gierung auch mit diesem Gesetz die auf geregten Wogen nicht beruhigen konnte, im Gegentheil die Lage noch schwieriger gemacht hat als sie ist, wird die Citua tion ernster als je angesehen. Zwei Regimenter kehren zurück. St, Petersburg, 26. Dez. Vom Standpunkt der Regierung aus ist in der allgemeinen Lage eine ge ringe Besserung eingetreten. Trotz des Beschlusses deS Executiv. Comites der Arbeiter den Streik fortzu fexen, find doch viele Streiker abgefal len, ein volles Drittel, zum Beispiel, von den Streikern der Putiloff Eisen Werke. t ltX vt Eme Telephonbotschaft, die von Moskau einlief, meldet, daß die Stra ßenkämpfe fortdauern, daß jedoch die Kluppen ungeoncy naq uno nacy oie Obttband gewinnen. htt hltt annMtT,nif mm t mfy zu den Revolutionären über 9 Qtaan(im waren. Rnh xurMcttUhti nh mm nm Quf bcr RegierungSseite. Die ReaierunaStruvven verwcken die Revolutionäre auf einem gewissen Gebiete ein,uscklkeken. St. Petersburg, 26. Dez., 11.50 Abends. Kaiser Nikolaus und Graf Witte erhielten heute Abend Be x von Gen. Dubasoff aus Moskau, daß der Aufruhr daselbst niederge schlagen sei. DaS Militär fei in Kon trolle der Lage. ES sei hauptsächlich durch die Bombenattentate, die von Fenstern und Dächern gemacht wurden, st recht zusammengeschlossen worden und nun in der Laune, jedem Angrisse mit gefälltem Bayonette zu begegnen. st ttitshnta. 26. De, . D' , U .. nnvn,ni.n . II VVII VMIM ' ? " 1 und den Nikolai.Bahnhos an und eö lam tnm umim gefechte zwischen den Ausrührer und den Trup. S find zahlreiche Strelker im ge. mtz find 2300 ange meldet. Die Mili,. welcke von Keneralaou. ' ' ' bneur dubasoff oMönifir murhe. hai dienst angetreten und arbeitet mli h. l ftnh fn ftih. " -f-o f V mslnnh hpr s,kt,n VT?rtt ninvd, KZ, V WM m WMff Sstht hnrA ttAUtlAt süfflf..MBi. f O-T ' . Eenerlguverneur Dubasoff tt bedaß alle THüttN unter schwerer 1 1 1 Gjmf. ,ssss,n -ks w- , w ß 1 v 11 vii uvynvi müssen. St. Petersburg. 26. Dez. Der eiodD" behauptet, dab die An führer der Revolutionäre zu Moskau meistens Studenten von Kiew, Char kow und Odessa, darunter viele Juden, find. Von allen Seiten find Truppen im m m rm -m uge auf Moskau. - lallen. DiebftahlvonKUnftge. g e n st ü n d e n. F l o r e n z. 26. Dez. Die Räube reien vonKunstschätzen haben im ganzen Lande große Beunruhigung hervorge I rufen. 1 Letzte Nacht brachen wieder Diebe in das Haus Doule'S ein und stahlen ver schieden? werthvolle Reliquien. An eine der Wände haben die Diebe geschrieben Ihr Florentiner seid Idioten, Ihr habt verkäufliche Dinge und wißt eö nicht." Oefierreich'Ungarn. U n g a r t f ch e tt r i s i S. ' Wien. 26. Dez. Die KrifiS in -w Ungarn scheint nunmehr wirklich ibre Lösung entgegenzugehen. Die furcht bar gereizte Stimmung zwischen der Regierung und dem Parlament, welche auch bereits die Krone in Mitleiden schuft gezogen hat, macht einem versöhn licheren Geiste und der Geneigtheit zu gegenseitigen Konzessionen Platz. Dieser Geist der Versöhnung ha Truppenabtheilungen des ungarischen Heeres ein hübsches WelhnachtSg'eschen gemacht. Auf Anordnung des Reichs kriegSminifterS ist der dritte Mann
gimenter nunmehr entlassen worden.
Er war einbehalten worden, weil die ablehnende Haltung deS Parlaments eine weitere Rekrutirung unmöglich machte. Die Anordnung bat verhütet, daß sich bei den betreffenden Mann chaften, welche die Einbehaltung gerade wahrend der Feiertage empfunden hät en, Unzufriedenheit festgesetzt. Deutschland. Die WeihnachtS.Aetrach. . t u n g e n. Berlin, 26. Dez. Hiesige Zei ungen brachten anläßlich deS Weih. nachtöfefteS Artikel, die auf einen ziem ich trüben Ton gestimmt waren. Sie erinnern an den Ernst der Zeiten, so wohl was die äußere, wie die innere Politik anbetrifft. Sie betonen den Gegensatz zwischen dem FriedenSgeläute der FefitagSglocken und dem Waffen rüsten, Völkerhasse und der sozialifti chen Hetzereien. Sie mahnen zur Ein ehr und zur Umkehr vom MaterialiS' muS zur alten Einfachheit und zur Religion. Und doch läßt fich der Abschluß deS alten Jahre? auf internationalem Ge biete besser an, als erwartet werden onnte. Die Programmrede deS neuen britischen Premiers, Sir Henry Eamp bell'Bannerman, in welcher dieser' fich zu Gunsten der HerauSgestaltung eines reundlichen Verhältnisses mit Deutsch and ausgesprochen hat, ist hier nicht wirkungslos verballt. Man beginnt nun auch in officiellen Kreisen allen Ernstes, auf einen Ausgleich zwischen den beiden Ländern zu hoffen. Die diesseitigen Kundgebungen zu Gunsten der Anbahnung eineS freund icheren Verhältnisses mit England mehren fich. Auf Berlin und BreSlau folgten Köln, Frankfurt a. M. und München. Repräsentative Körperschaf. ten bereiten Veranstaltungen vor und bilden Comites, welche in solchem Sinne wirken sollen. Schon constati' ren die hiesigen Blätter, daß diese Be mühungen auf beiden Selten eine gün stige Wirkung ausgeübt haben. Auch das Einvernehmen mit Frank reich ist in bessere Bahnen gelenkt wo den, wie von den Officiöfen ausdrück lich festgestellt wird. Aller WahricheiN' lichkeit nach wird die Marokko-Confe renz nun doch, wie im Anfange festge fetzt worden war, in Algeclras statt finden. Die Lage in Deutsch. Südweftafrika immer n o ch e r n ft. Berlin, 26. Dezbr. Die aus Deutsch.Südwestafrika in der letzten Zeit hier eingetroffenen günstigen Nach richten find mit großer Freude aufge nommen und als Anzeichen eines wenigstens absehbaren Endes des Auf ftandeS, welcher so viele Opfer an Gut und Blut gefordert hat, begrüßt wor den. Noch aber bleibt, wie man fich nicht verhehlt, die Situation eine ernste. Besonders geben die Zustände, wie fie immer noch im Süden der Kolonie be stehen, zu Sorgen Anlaß. Bis ie Bahn nach Kubub vollendet ist, wird die Verpflegung der dort kämpfenden deutschen Truppen eine schwierige und sehr kostspielige bleiben. Auch werden immer noch scharfe Kämpfe mit dem Häuptling Morenga erwartet. Die erforderlichen Truppen Nachschübe machen einen weiteren NachtragSeta nöthig. Da5 ist nun schon der sechste seiner Art, und darum ist auch die Verstimmung, welche in den Kreisen der RelchStagSmitglieder herrscht, ver stündlich. General von Trotha, der soeben aus Deutsch . Südweftafrika zurückgekehrte frühere Oberbefehlshaber der dortigen deutschen Streitmacht, ist ungeachte der letzten günstigen Meldungen nichts weniger als vertrauensvoll. Er schütz die Dauer der zur völligen Niederwer fung deS AufftandeS noch nöthigen Kümpfe auf mindestens ein halbes Jahr. ' Die kürzliche Studienreise einer Ab ordnunz von Reichstagsabgeordneten nach TogS und Kamerun, um fich durch den eigenen Augenschein über die dor tigen Verhältnisse zu orientiren, ha fich als fruchtbar erwiesen. Der Ep folg der Reise und daS Ergebniß der Studien an Ort und Stelle hat die Idee angeregt, eine systematische Wie derkehr lolcher Fahrten nach den Ko lonien stattfinden zu . lassen. Die Ko ften sollen aus Reichsmitteln beftritten werden. Die Anregung wird bereits eingehend besprochen und ihie Ver virklichung gilt für wahrscheinlich.
Frankreich. Unter versiegelten Be fe.hlen. Brest, 26. Dez. DaS Kanonen-
boot Casfini" stach heute Nachmittag unter versiegelten Ordres in See. Kommandant Schwueer soll seine Be ehle erst eröffnen, nachdem das Schiff 20 Meilen in See ist. Man nimmt an, daß das Schiff nach Kopenhagen und yon da nach Rußland gehen wird Spezielles über seine Mis sion ist nicht bekannt. Eine Erklärung des V a t i c a n S. Paris. 26. Dez. Eine franzö. sifche Uebersetzung eineS vatikanischen Weißbuchs über Trennung von Staat und Kirche kam heute Abend in Paris an. Sie umfaßt 300 Seiten. Das Buch erklärt. Niemand beleidi. gen zu wollen, sondern nur den wahren Sachverhalt darstellen zu wollen. ES ührt aus, daß der Bruch durch 'der chiedene antireligiöse Kabinette herbei geführt wurde, daß jedoch keine Ge egenheit von Rom für schroffe Schritte gegeben wurde. Die leitenden franzöfiscben Staats männer hätten alles versucht den Bruch herbeizuführen und die Schuld der Kirche zuzuschieben, da fie ganz genau wußten, daß die große Masse des fran zofischen Volkes einen solchen Bruch nicht mit günstigen Augen ansehe. Großbritannien. M u n i c i p a lK o n g r e tz. L o n d o n. 26. Dez. Sir Edwin Zornwall, Vorfitzer des Londoner StadtratheS, übergab heute der Presse einen Vorschlag für jährliche Konven tionen der Delegaten von Städten. Sir Edwin sagt, er sei zu seinem Vorschlage durch die vielen guten Er folge ermüthigt, die jüngst durch freundschaftliche Anbahnungen zwischen London und Paris herbeigeführt wurden. Schlechte Aussichten für Kompromiß in Odessa. London. 26. Dez. Eine Depe sche an eine hiesige ZeitungSagentur von Odessa meldet, der dortige Streik sei nur theilweise erfolgreich und würde wahrscheinlich zusammenbrechen. Jamaika. ZioniftDowie. Kingston, 26. Dezbr. John Alexander Dowie von Zion City, Jll., kam gestern mit dem Dampfer Admiral Dewey zu Port Antonio an. Er blieb während der Fahrt in seiner Kabine, doch hat fich seine Gesundheit anschei' nend gebessert. Bei einem jütischen Hofbescher trat letzten Sommer ein Bauernknecht in Dienst. Er war aus Island und hieß Haakon Finson, und sein Prinzipal hielt ihn für einen sahrenden Gesellen, die gerade von dr Saaalnsel her hauflg m den nordeuro päischen Ländern umherschwärmen. Später stellte es fich aber heraus, daß er einen otjhngi Blldungskursus auf einer Nealschme durchgemacht hatit und später während des Winters Lehrer und während des Sommers Bauer qewesen war. Er wünschte indeß die Welt zu sehen und sparte sich allmählich das Geld für eine Dampferfahrkarte nach Dänemark zusammen. Von Dänemark will er nach England reisen und dort wleder eme Bildungsanstalt besuchen, um dann auf der Heimathinsel einen Posten als Lehrer an einer Bauernhochschule zu übernehmen. Derartige Lebensläufe find nicht ganz selten im hohen europäischen Norden, der darin eine Aehnlichkeit mit den Vereinigten Staaten zeigt. So war der frühere norwegische Großthingspräsident Sören Nielsen :n semer Helmathgegeno unwnt des Nordkaps ursprüngllch des Sommerö Bauernknecht und des Winters Lehrer, bis er in das Großthing gewählt wurde, dort zum Präsidenten aufstieg, ein Ministerportefeuille ausschlug, um endlich als Postmeister mit dem dort sehr ansehnlichen Gehalt von 6000 Kronen ein wohlverdiente Altersmu ße zu genießen. - Den letzten Nachrichten vom Berge Athos ist zu entnehmen, daß dort dem Erdbeben vom 10. November auch Menschen zum! Opfer gefallen find. Dreizehn Mönche wurden durch einen großen Felsblock getödtet, der sich vom Gipfel deS AthoS abgelöst hatte. - Außerdem wurde erne von mehreren Mönchen besetzte Barke von einem Meeresstrudel, der sich während der Erdstoße vlldete, verschlungen. , - Ein Dulder. Sie: Kommst Du schon wieder so spät aus dem Wirthshause! Ich habe kein Auge wahrend der ganzen Zeit zuthun kon nen!" Er: Ja, denkst Du denn ich?!' -
Vo Anlande.
Die ErzVerschiffung ist, so wird aus Duluth. M'.n., berichtet, für diese , Saison zu Ende, soweit es die Duluth. Misaba & Northern Eisenbahnen betrifft. Beide Bahnen haben etwa sechzehn Millionen Tonnen Erz in die Docks der Häfen von Two Harbors und Duluth befördert; mit dem Transport auf der Great Northern find im Ganzen rund 20 Millionen Tonnen Erz aus der Minnesota Eisenregion verschifft worden. Eine große Lokomotive des Passagierzuges der Wisconsin Central - Bahn, die unweit Colsax, W!s., am 7. Juni durch die Brücke über den Red Cedar River brach, wobei der Führer Phipps und der Heizer Severence getödtet wurden, ist nun 'durch einen riesigen 110 Tonnen Krähn aus dem 20 Fuß . tiefen Triebsand gehoben worden. Die Versuche blieben erfolglos, bis man einen Damm um die Maschine baute, und dann dauerte es einen Monat, ehe der Krähn die Lokomotive zu lockern vermochte. Dieselbe, ist in gutem Zustände und wurde sofort rn we Repa raturwerkstätten nach Fond du Lac gebracht. Am letzten Danksagung s- . tage war Ellis Island für die Landung von Einwanderern geschlossen. und nur solche Beamte hatten Dlenst, die nothwendig waren, um für dieEinWanderer und für die Gebäude Sorge zu tragen. Für diese Beamten und für. die tausend auf der Insel vesmditchen Einwanderer gab der New Yorker deutsche Gesangverein Heine - Bund" am Nachmittag des Dankfestes im großen Registrirungssaale ein herrliches Concert. Für dieses waren vom Commissär Watchorn alle Anordnungen getroffen. Die große Gallerie des Reaistrirunassaales wurde für Gäste reservirt. die Einwanderer lauschten unten im Saale dem Concert, während i. ?". Die angcr, vsangeiuuicu uuu uu sten in der Mitte des Saales Auffiellung nahmen. Auch viele Gaste aus - der tavt sanoen sicy ein, um me oeui- . sehen Lieder zu hören. , , Die bisher älteste Frais' in Brooklyn, Frau Esther Kl:inbauml:' in k:.r. er-. ... rttr.& rtth'nrtpn Vnorrfc," ll Ultll 'Uyfc g vy tuvi, y.a"' den. Die Greisin, welche aus Polen stammte und sich bis zu ihrem Tode bemerkenswertber Frische erfreute, erreichte ein Alier von 103 Jahren. Noch vor wenigen Wochen unternahm sie täglich allein und. ohne Stütze kurze Spaziergänge in der Nachbarschaft.Sie benützte nie eine Brille und ihr Gehör war bis in ihre letzten Tage vorzüglich. Gerne erzählte sie von Napo leon I. und dem polnischen NationalHelden Kosciusko, welche sie Beide des Oefteren gesehen hatte. Die Vorgänge in Rußland verfolgte sie bis zu ihrem Tode mit lebhaftem Interesse und mit der Hoffnung auf Polens bevorstehende Befreiung schied sie aus dem Leben. Frau Kleinbaum konnte auf eine Nachkommenschaft von etwa 150 Personen Hinblicken. Seit 40 Jahren wohnte sie bei ihrer Tochter. Frau David Singer. N e p t u n r u f t m i ch als Bräutigam, ich muß zu ihm." Wie Passagiere des Red Star Line-Dampfers. Kroonland" erklären, rief Marjorie Bristol, ein junges Mädchen aus Hamilton, Canada, dies zu wiederholten Malen während der Fahrt über den Ozean und versuchte sich sogar in die Fluthen zu stürzen. Das Mädchen, das in einer Klosterschule in Brüssel groß geworden ist, versuchte auf der Ueberfahrt mehrfach, sich in die Fluthen zu stürzen. Uebergroße Bücherweisheit scheint dem armen Kind den Verstand geraubt zu haben. Am Pier wurde das Mädchen von ihren Eltern in Empfang genommen. Von ihnen wurde erklärt, daß Marjorie anscheinend an Hysterie leide, daß aber ein Arzt angegangen worden sei, sie in Behandlung zu nehmen. Es wurde gleichfalls behauptet, daß das FrlLristol in Europa eine Liebschaft angeknüpft habe, die ihren Eltern nicht genehm fei. Interessante juristische Fragen wurden in einer Verhandlung cuf geworfen, die kürzlich in Hoboken vor Recorder Stanton als Bundes-Com-missär stattfand und in welcher der 18 Jahre alte August Vrehm, ein früherer Steward auf dem Hamburg-Amerika Dampfer Pennsylvania" als Angeklagter figurirte. Vrehm war. am 6. Oktober wegen ungebührlichen Benehmens verhaftet und von Recorder stanton m ?ebn Taaen (3tefätnm&
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vtvuvutiiv IVVIVIIU -OtlUUU setzte es durch, daß das Urtheil ins vn f l f rv-t i
Ameoererwagung gezogen uno Breym ' m aus dem Gefängniß entlassen wurde. VA Inzwischen war der Dc.irf abaefab- )
ren und nun stellte das deutsche Consulat in New Nork den Antrag, Vrehm wegen Desertirens zu verhaften. Die ' Verhaftung erfolgte vor einigen Tagen. Zu den juristischen Fragen, die bei der-Verhandlung aufs Tapet ka-. men, gehörte z. B. die, ob in diesem Falle überhaupt von einer Desertion . die Rede sein könne und ob der noch minderjährige Angeschuldigte einen rechtsgiltigen Heuervertrag abschließen konnte. Anwalt Peshall gab sich alle Mühe, den Zungen Mann loszu eisen", der Recorder entschied jedoch, daß Brehm dem deutschen, Consulat zu übergeben und mit dem. Dampfer Amerika" nach Deutschland zurückzuschicken sei. Anwalt Peshall appel lirte gegen diese Entscheidung' sofort bei dem Staatssekretär in Washington.
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