Indiana Tribüne, Volume 29, Number 105, Indianapolis, Marion County, 26 December 1905 — Page 4
Jttvlana Trtvüne LU Dezember 1905.
Jndiana Tribüne. Heraul gegeben vu der temberg . Indianapolis, Ind. Harr) O. Thudin Präsideut. GeschSftSloeal: No, 31 Süd Delaware Straße. ' TELCPH0NE 269.
fcntered at the Post Office ol Indianapolis as iccood cl&is matter. Wie der ctt, so vas Gescherr. Der Superintendent deZ Verfiche ' rungsDepartementZ hat die Controlle und Oberaufsicht über alle Verficherungsgesellschaften im Staate.... Die Versicherungsgesellschaften find seiner Visitation und Revision unterworfen. . . Die Versicherungsgesellschaften ' haben ihm über ihren Stand und ihre Ge schäst-tranZactionen unter Eid in rege! mäßigen Zeiträumen Bericht zu erftat ten...." DieZ sind in Kurzem die Machtvollkommenheiten und Obliegenheiten, welche unserem VerficherungS Superintendenten HendrickZ kraft sei neZ Amte innewohnen. Wie er seinen Pflichten nachgekommen ist, das hat er bei seiner Vernehmung vor dem Ver sicherungS UutersuchungS - Ausschüsse gesagt. War eZ eine Schande, daß dieser Mensch überhaupt in das Amt hineingekommen ist, so ist eZ eine noch größere Schmach, daß er nicht schon längst herauZspedirt worden ist; sicher lich hätte er keine Minute mehr im Amte bleiben dürfen, nachdem er selbst seine Unfähigkeit vor aller Welt offen dart hat. Wenn e5 unserem Gouver neur HigginS mit der Ehrenhaftigkeit uud Wohlanfländigkeit so ernst wäre, wie er sich jetzt in der Fehde mit Odell den Anschein geben möchte, so hätte er diesen HendrickZ schon mit obligatem Fußtritte vor die Thür gesetzt. Bei seiner Vernehmung wollte Hen drickS die Sache so hinstellen, als ob seine Untergebenen viel Schuld hätten an dem EhaoS im VersicherungSgeschäft. Damit hatte er vollständig Recht, nur hatte er verschwiegen, daß die nur thaten. waS man von ihnen erwartete. ES kann gar keinem Zweifel unterlie gen. daß keiner der Revisoren sich im Amte hätte halten können, dem e ein gefallen wäre, seines Amtes getreu zu walten. Gerade wie die Versicherung?, gesellschaften einen Mann als Super intendttiten wollten, der ein und wenn nöthig ' auch ixti Augen zudrücken konnte, so wollte HendrickZ als Revi form Leute, die blind fein konnten, wenn man es von ihnen wünschte. Daß HendrickZ und seine Kreaturen eS so schlimm getrieben haben, wie sich jetzt ergeben hat, mag manchen doch in Staunen gesetzt haben, der nicht daran glauben wollte, daß in jenem. Departe ment solch ein' Pfuhl von Korruption sich angesammelt hätte. , EZ drängt fich die Frage von seiber auf, wer korrup ter war. die Herren im Versicherung?, geschäft, welche die betrügerischen Ge schichten trieben, oder die, Beamten, welche diese Betrügereien duldeten und ihnen durch Stillschweigen Vorschub leisteten. Es ist schon bei der Vernehmung von HendrickZ, mehr aber noch bei der Vernehmung des Oberrevisors Jsaac W. Vandcrpoel zur Evidenz erwiesen worden: Daß die meisten von den krum men Geschichten im ÄersicherungSge schäft HendrickZ und seinen Revisoren bekannt waren oder sein mußten, daß diese sich aber nicht bemüßigt sahen, einzuschreiten. Bei der gestrigen Ver nehmung hat der eine Revisor als Ent schuldigung für seine Pflichtvernachlüs sigung angegeben, eS fei dies Brauch gewesen im VerficherungSDepartement. Man habe sich um weiter nichts ge kümmert, als um Solvenz der Gesell' schasten, zu allem anderen habe man geschwiegen und man habe auch weiter kein Unrecht darin' erblickt, daß die und jene LebmZversicherungS Gesellschaft beim Jahresabschluß ihre Konti fälschte. um eine günstige Bilanz vorlegen zu können. Und trotzdem er von all' Dem wußte, bescheinigte der Revisor in sei nem Bericht: Die Interessen der Po licminhaber find von dieser Gesellschaft wohl gewahrt worden.Nach dem, waS HendrickZ und dieser sein würdiger Genosse über das ftaat lich.' Verftcherung5departemmt auSge sagt haben, thut eine vollständige Neu geftaltung dieses Departements drin gend noth. Ebenso dringend scheint eS geboten, eine Untersuchung einzuleiten. unter welchen Bedingungen dieses De partement sein Geschäft mit den Verfi cherungS Gesellschaften betrieb. 63 geht nicht an, ohne weiteres die Ent
schuldigung gelten zu lassen. eS sei so Brauch gewesen. Wenn eS wirklich Brauch war, so ist wahrscheinlich der Brauch durch Gefälligkeiten aller Art Brauch geblieben. Der Verdacht liegt zu nahe, daß die VersicherungSGesell. schasten gut gezahlt haben für die staatliche Bescheinigung ihrer falschen Berichte. So viel erinnerlich, ist dieser Punkt in der gegenwärtigen Unter suchung noch nicht berührt worden, vielleicht weil man fich vor dem Unrath ekelt, der dort liegt. (N. Y. Staats Zeitung.)
Herzog Lrnontow von ttarmau, Graf Czcrva von Kamansky. Erüge richtsherr von Hohcnstcin, Hcrr von Ornontow." Ticse schonen Titel glaubte der Agent Ewald von Ka mansky in Berlin mit Recht führen zu können. An der Thür einer auf dem zweiten Hof vier Treppen hoch gelegenen Wohnung in der Borzen straße prangte bis vor kurzer Zeit eine' Visitenkarte, auf welcher obige Titel verzeichnet waren. Tie Inh berin der Wohnung war die Ziiümcr vermietherin Garstecki, bei der außer dem Herrn von Kamansky, noch ein stellungsloser Kaufmann und ein Kellner wohnten. Tie vier Personen betrieben das sehr einträgliche Ge schäft einer Bcttelbrief.Fabrik". Als eines Tages die Kriminalpolizei eine Haussuchung vornahm, wurden 40 Bettelbriefe beschagnahmt. Solche Briefe waren gewerbsmäßig an Per sonen versandt worden, die sich der Wohlfahrtspflege widmen und Hilfs bedürftige aus eigenen Mitteln oft unterstützen. Tie sämmtlichen Bcthei ligten wurden verhaftet, unter An klage gestellt und zum Theil wegen Betruges und Betteln bestraft. Ge. gm von Karmansky wurde noch eine Nachtragsanklage verhandelt. Er hatte u. a. einen Bettelbrief verfaßt, der von allen möglichen Unwahrheiten strotzte. So bat er um eine Unter stützung. damit cr eine Stellung bei der Landwirthschaftskammer in Halle antreten und mit seinem lieben Werbe" vereint bleiben könne. Thatzach. lich hat seine rau aber gegen ihn die Ehescheidungsklage angestrengt, der Angeklagte war als schuldiger. Theil angeschen worden. Jetzt bestntt von K. jede Schuld und tischte dem Ge richtshof die wunderlichsten Gcschich ten auf. Allen Ernstes erklärte cr, daß die Familie von Kamansky zum bayerischen Adel gehöre und den Ho hcnzollcrn sehr nahe stehe. Er selbst sei mit dem Kaiser verwandt und bitte. Seine Majestät als Zeugen hierüber zu vernehmen. Vor dem Termin hatte der. Angeklagte eine Depesche an den Kaiser abgesandt, die nichts enthielt, als eine lateinische Tcklination. Me dizinalratb Tr. Hoffmann begutachtete, daß der Angeklagte zwar ein 9!eurasthenikcr schlimmsten Grades, keinesfalls aber geisteskrank sei. Was von K. über. seine Herkunft vorbringe, fei eine Simulation von Geisteskrank heit. Ter Gerichtshof beließ es bei einer Strafe von vier Monaten Gefängniß unter Anrechnung von einem Monat der erlittenen Untersuchungs haft. Von der Tcknndärbahn. Ein Vorgang, der alle die besann ten Anekdoten über gemüthlichen" Nebenbahnbetrieb in den Schatten stellt, wird dem Hcmn. Anz." von der Bahnstrecke Hannover Soltau berichtet ebenderselben Strecke, auf der kürzlich durch den Eisenbahnzu sammenstoß bei Langcnhagen fünf Menschcnlebni vernichtet wurden. Auf der Station Dorfmark warteten etwa 20 Reisende, um den um 6 Uhr 18 Min. fälligen Frühzug zu benutzen. Merkwürdigerweise lag der ganze Bahnhof, sowohl der ltreckenkörper als auch das Stationsgebäude, in tie fem Dunkel: nur die Wirthschaft war erleuchtet. Man wartete von Minute zu Minute ' auf die Oeffnung des Schalters. Endlich lies der Zug mit Verspätung ein, aber das Bahnhofs gebäude war und blieb verschlossen, iweder ein Stationsvorsteher noch ein anderer Beamter war anwesend. Nach längerem Warten forderte der Zug führcr die Fahrgäste auf, einzusteigen und bis zur nächsten Station ohne Karte zu fahren. Langsam setzte sich der Zug in Bewegung und verließ rmt der nöthigen Vorsicht den düsteren Bahnhof. Mebrere der Reisenden aber, die ihre. Gepäckstücke bereits am Abende vorher im Gepackraum im tergebracht, mußten, da dieser Raum verschlossen war, zurückbleibm. Von einem nrüppel er schössen. Als der Straßenbahn schaffn Enders von Düsseldorf. Rheinpravinz. an einem Abende mit einem Dienstgenossen die Straße entlang schritt, wurde er von drei jungen Burschen angerempelt. Bei der Ab wehr der Angreifer wurde er ohne weiteres von dem Invaliden Ludenberg mit einem Revolver erschossen. Der Mörder, der ein Holzbein hat, wurde verhaftet. Klug zu reden, ist oft schwer, nug zu schweigen, meist noch mehr. ,. Milde ohne Strenae ist ScLwacke: das ist du Probe echter Liebe, ob sie ZtrenJ fern lann.
Heiterkeit im Parlament. Bei Gelegenheit der Berathungen des englischen Unterhauses über das Gesetz zur Einschränkung der Ein' Wanderung versetzte der Abgeordnete Dr. Hutchinson das Haus in stürmische Heiterkeit. Er sagte unter Anderem: Wir haben in dieser Debatte soviel über die Ausländer im Londoner Ostende gehört. Wie steht es aber mit den Ausländern im Westende? Ein Mann kommt in die Stadt, um sich zu amüsiren (Zwischenruf: Oh! Oh!), ich meine natürlich nur, um zu sehen, was los ist (Zwischenruf: Oh!. Oh! Oh!). Er geht in ein Hotel im Westend und wird von einem französischen Manager empfangen, der ihm seine Zimmernummer gibt. Ein deutscher Kellner bringt ihn zum Lift, ein Schweizer fährt ihn hinauf. (Heiterkeit.) Wenn er 'sich umgezogen hat. bestellt er sein Essen, das von einem deutschen Kellner servirt wird und von einem französischen Koch gekocht ist. Dann geht er aus. (Oh! Oh!) Er benutzt einen Motorwagen, der vielleicht von einem japanischen Chauffeur gefahren wird, und begibt sich in die italienische Oper. (Große Heiterkeit.) Dort hört er ausländische Sänger, die von einer ausländischen Kapelle' unterstützt werden, die ausländische Musik spielt. Der einzige Mann in der Kapelle, der wie ein Engländer aussieht, ist de: Gentleman, der das Triangel schlägt. Dann verläßt er die Oper (Oh! Oh! Oh!) und geht in ein italienisches' Restaurant, wo er auslandischen Wein, türkischen Kaffee und eine egyptische Cigarettc zu sich nimmt. Die Ausländer im Ostende machen billigc Kleider und Stiefel für die Arbeiterklasse und die Armen, und deshalb hört man so viel von ihnen. Die Ausländer im Westen tragen zum Vergnügen der Reichen bei, und deshalb sagt man nichts gegen sie. All: diese Ausländer im Westen halten aber englische Arbeitskräfte ab. - Daß dies neue Gesetz nicht einen einzigen ausländischen Arbeiter, der wirklich mit dem englischen Arbeiter konkurriren kann, aus
dem Lande halten wird, das wissen Sie alle ganz genau." Als Hutchinson seine Rede beendet hatte, wurde er nicht nur vtin den Gegnern, sondern auch von den Freunden des Gesetzes zum Dank für die angenehme, heitere Unterbrechung der ziemlich langweiligen Verhandlung mit freudigem Beifall belohnt. Ein Gkmüthsmrnfch. Der berühmte englische Thiermaler Landseer erhielt eines Tages von dem Lord W. den Auftrag, einen seiner Hunde zu malen. Doch der Künstler hatte gerade, so viel zu thun, daß er um einige Monate Aufschub bat. Nach längerer Zeit traf er den Lord auf der Straße und theilte ihm mit, daß er nunmehr , seinen Auftrag ausführen könne. -'. O, lieber Freund," erklärte Lord W.', da kommen Sie leider zu -spät. Der Hund ist mir nämlich abhanden gekommen." Man hat ihn Ihnen jedenfalls gestöhlen. Wollen Sie mir gestatten, ihn zu malen, wenn ich ihn wiederfinde?" fragte Landseer. Gewiß, mit Vergnügen!" entgegnete der Lord. Landseer ging darauf nach Hause, ließ einen ihm bekannten Hundefänge? kommen, beschrieb ihm den Hund genau und ertheilte ihm den Auftrag, das Thier so schnell wie möglich ausfindig zu machen. Der Hundefänger krauie sich hinter den Ohren und erklärte dann nach längerem Besinnnen: Einen solchen Hund, wie Sie ihn beschrieben, habe ich vor einiger Zeit gesehen. . Ich hoffe, ich kann Ihnen das Thier in drei Wochen bringen." In drei Wochen?" rief Landseer. Unsinn! In achtundvierzig Stunden muß ich den Hund haben!" Nein, Herr," entgegnete der Mann, bis dahin geht es nicht." Nun. sehen Sie zu, was sich machen läßt, und schaffen Sie ihn so schnell, als möglich herbei," erklärte Landseer schließlich. Vierzehn Tage waren verstrichen, da erschien der Hundefänger wieder, den Hund auf den Armen tragend. Na. da haben Sie ihn ja!" rief Landseer erfreut. Warum haben Sie ihn denn nicht eher gebracht?" Herr Landseer. Sie sind ein guter Herr," erwiderte der Hundefänger, ich will. Ihnen alles erzählen. Ich hatte nämlich den Hund dem Lord W. gestöhlen und -ihn einer alten Dame in Portland für eine so hohe Summe .verkauft, daß ich ihr das Vergnügen seines Besitzes doch wenigstens vierzehn Tage gönnen mußte, ehe ich ihn ihr wieder stahl!" ' Gedankensplitter. ES ist eine sehr ernste Sache, wie vieles die Menschen nicht ernft nehmen, und nichts ist lächerlicher, als was sie alles ernft nehmen. Käufliche Leute behandelt man kegwersend. TaS wahre Glllck wird am wenigsten dort beneidet, wo e5 wirklich ist. Der beste Advokat ist der, dessen Rath wir nicht bedürfen. Besser, eine arme ftraii ist unser an,,? Reichthum, al5 daß unS eine reiche zu einem. armen iwann maqr. Um in der Welt gut fortzukommen, muß cot sich einfältig stellen und klug sein. .
von öcr Cholera.
SaS Wütbe dr Seuche in yariS im x gngecn Jahrhundert. Die Cholera, die letzten Sommer im Osten Deutschlands aufgetaucht war, hat im vergangenen Jahrhundert in Paris mehrere Mal: gewüthet. Vm tiefsten hat sich d;c Epidemie des Jahres 1832 eingeprägt. . Die Seuche brach gerade am lustigsten Tage des Jahres, zu Mi-Careme aus. Die lachende Frühlingssonne hatte ein frohes Menschengewimmcl auf die Straße gelockt, darunter einzelne Masken, die das drohende Furchtgespenst übermüthig karikirten. Am Abend waren die Bälle besuchter als jemals, als plötzlich," wie Heine berichtet, der lustigste der Arlequine eine allzu große Kühle in den Beinen verspürte und die Maske abnahm, und zu aller Welt Verwunderung ein veilchenblauts Gesicht zum Vorschein kam." Wie die großen Sterben früherer Zeiten, fand die Cholera schreckliche Bundesgenossen in der Dummheit, der Habsucht und dem blöden Mißtrauen der großen Masse. Die Lumpensammler. die vom öffentlichen Schmutz leben, empörten sich dagegen, daß ihnen die verseuchte Quelle ihres LebensunterHaltes verstopft wurde; ehe der Kehricht fortgeschafft wurde, verlangten ie. ihn mit ihren Hakenstöcken durchüchen zu dürfen, um die noch verwendtoten Abfälle, gleichgiltig, ob sie mit Krankheitskeimen durchsetzt waren, wieder in Verkehr zu bringen. Eine Armee der bleichen Schmutzgestalten überfiel die neuen Regierungskarren, zerschlug und verbrannte sie oder warf sie in die Seine, dann durchwühlte .sie iriumphirend den erbeuteten Unrath. Später kam das Gerücht auf, daß Menschen umhergingen, die Gift in die Brunnen würfen und die Auslagen der Bäcker und Fleischer damit bespreng ten. Die Polizei beförderte in dem kurzsichtigen Bestreben, von der Regierung jeden Verdacht fernzuhalten, diesen Wahn durch die fast verbrecherisch zu nennende Erklärung, man sei den Giftmischern auf der Spur. ES spielten sich manche grauenerregende Szenen ab; harmlose Leute, die sich durch irgendeinen Umstand verdächtig gemacht hatten, wurden durchsucht, irgendwelche Medikamente, die man in ihren Taschen fand, wurden ohne weiteres als Gift betrachtet und die Tr'äger buchstäblich zerrissen. Im Ganzen wüthete die Cholera 189 Tage; die Zahl der täglichen Todesfälle stieg oft bis: 1100, die amtlichen Berichte schätzten die Gefammtzahl der Opfer auf 18,000. ' Nachdem der erste Schrecken vorüber war. kam die Pariser Leichtherzigkeit wieder zum Vorschein. Die Aerzte enzpfahlen, keine Furcht vor der Cholera zu haben, ein Doktor Dupönchel schrieb: Zerstreuung, Vergnügen, eine milde Heiterkeit tragen außerordentlich zur Erhaltung der Gesundheit bei." Manche Leute folgt: diesem Rath. Man lachte über die seltsamen FlanellPanzerungen, über die dicken hermetischen" Handschuhe. - - Die spätern Epidemien wurden in Paris viel ruhiger, ertragen; man kochte das Trinkwasfer, vermied 'frisches Obst und nähte sich möglichst nur von warmen Speisen. Heutzutage sind in den meisten civilisirten Ländern die hygienischen Einrichtungen so weit vorgeschritten, daß übermäßige Befürchtungen vor der Seuche nicht gerechtfertigt sind. Peinlichste Aufmerksamkeit der Behörden und vernünftige Lebensweise des Einzelnen setzen der Seuche einen wirksamen Damm, und mit besscrm Gewissen als früher kann man heutzutage den Rath der Aerzte wiederholen: Nur keine Furcht haben! PrüfungS-Gebühren. Chef - Inspektor Kiggins von der Bundes - Civildienst - Kommission hat Regulationen ausgearbeitet, denen entsprechend die Applikanten für Civil-dienst-Stellungen künftighin für die abzuhaltenden Prüfungen eine Gebühr zahlen sollen. - Kiggins lenkt die Aufmerksamkeit der Kommission in seinem Jahresbericht auf die bedeutenden Kosten an Papier, Druck- und photographischen Arbeiten, sowie an Postspesen, welche durch diese Prüfungen verursacht werden, und möchte die Bewerber um Civildienststellungen mit einer Prüfungsgebühr von 50 Cents bis $2 belegen, je nach der Bedeutung der betreffenden Stellung. Die Applikanten sollen künftighin viel ausführlichere Mittheilungen über die abzuhaltenden Prüfungen erhalten. Nach 'dem erwähnten Jahresberichte wurden während des verflossenen Fis kaljahres 650 verschiedene Arten von Prüfungen abgehalten. In allen Zweigen des Civildienstes zusammengenommen wurden 148.730 Personen der Prüfung unterzogen, von welchen 116.019 die Prüfungen bestanden und 39.427 Anstellung fanden. Während die Zahl der zur Prüfung zugelassenen Personen eine Erhöhung erfahren Hai. gab es eine Abnahme von 9876 in der Zahl der angestellten Personen. Eine Kur für Irrsinn bestand gegen Ende des 18. Jahrhunderts darin, daß. dem Patienten gegen 200 Eimer eiskalten Wassers über den Kopf aestürZt wurden. .Di ingo Mutter. Ist Ihr Herr Gemahl musikalisch?" Leider nicht!... Er schimpft, wenn unser Kindchen schreit!"
!I Für Hochzeitsfefte !
Für Tauffefte ! Für Geburtstagsfefte ! Für alle gesellschaftliche Fege, wo Freunde und Be "nie sich finden, giebt eS nicht, das mehr zur Kemüthlichkeit beiträgt als unser
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