Indiana Tribüne, Volume 29, Number 105, Indianapolis, Marion County, 26 December 1905 — Page 3
Jndiann Tibüne, L. Dezember 1903.
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nmmarisches Verfahren
Des Präsidenten Rooscvclt gegen Bundesbeamte.
Razzia gegen Vereine in St.- Lomö. Hotclbrand in Los Angeles. Bahn zug tödtct Drei. Veränderungen im diplomatischen Dienst. Schauerliche Hinnchkungs-Szene.
Summarisches Versahren. Omaha, Neb., 24. Dez. Wie berichtet wird, steht die Entlassung deö BundeS.Distrikt'AnwaltS Irwin Bax. ter auf Befehl des Präsidenten Roofe velt bevor. Herr Baxter gab zu. daß er am 21. Dez. einen Brief vom Bundes General.Anwalt erhielt, in welchem feine Refignationgefordert wurde. Er habe abgelehnt weil er sich keiner Pflichtvernachlüssigung bewußt wäre. - DaS summarische Verfahren gegen den DistriktZ.Anwalt ist auf daS Vor gehen der Regierung gegen die Vieh Züchter, welche unrechtZmäßiger Weife RegierungSländereien einzäunten, zu rllazusUyren. Die reiüen BiebZÜSter B. Richards und W; E. Comstock wurden angeklagt, 22.000 Acker öffentlicher Lände, reien ungesetzlich umzäunt zu haben, Sie bekannten sich schuldig und kamen mit der lächerlich geringen Strafe von $300 und sechsstündiger Haft unter Ausficht eines Bundeömarschalls davon. BundeSmarschzll MathewS, dem die Ausführung dieses Urtheils übergeben wurde, deputirte den Anwalt der Ver. urtheilten zur Beaufsichtigung betfeiben während der 6 Stunden. Dieser vollstreckte das Urtheil, indem er sechs feuchtfröhliche Stunden mit seinen Ge. sangenen im Omaha Club zubrachte. Dem Präsidenten Roosevelt behagte diese Art der Urtheilsvollstreckung nicht und Marschall MatheS wurde summa risch entlassen. Da aber auch die laue Art der Verfolgung der reichen Schul, digen durch Bundes Diftrikts-Anwalt Barker dem Präsidenten nicht gesiel, so wurde dessen Resignation verlangt. n? r m . RazziaausBeretne. n . S t. L 0 u l 5, 24. Dez. Die Poizei unternahm heute Razzias auf 100 Vereinsräume wegen Verletzung des SonntagSgefetzeS. Vierzig Personen ver.' letzt. Los Angeles, Cal., 24. Dez. Bei einer Collifion zwischen Straßen bahnWaggonS wurden mehr als 40 Passagiere verletzt. Ho'telabgebrannt. Los AnaeleS. Cal.. 24. Dec. Durch Feuer wurde heute das BannuyS Broadway Hotel zerstört. Die Gäste retteten sich mit knavver Noth in ihren Nacktkle.dern. D Eckaden wird auf L250,000 bemessen. n dem öotel. welcbeS sieb 412-422 Süd Broadway befindet, befanden sich, s fcs t.itr rtit2f.rrt litt f ff. in u;, vwv jkMk UMW.wvy. . i ibren Betten. Trok der fürüterlicben Aufregung, die sich aller Gäste bemäch, ' " " 1 ' 1 I tigte, gelangten alle inS Freie, natür. lick mit Zurücklassuna idreS Gebäcks, ' ! ' Ein Feuerwehrmann fand bei den LSscharbeiten den Tod, 5 andere sowie Feuerchef LippS wurden durch das Zu. fammenbrechen des zweiten Stockwerkes schwer verlebt. Die EntftehungSursache deS Feuers ist unbekannt. Etwa eine halbe Stundr nachdem die Flammen entdeckt waren, stand das ganze Gebäude in Flammen. uu.ut,? Baynzugtöotetdret. 3 1 rn tt, 05.. 24. ti. Christ A. mm, 'N UN mutier, wurden als sie ch vr einem unsayrenoen jge iu iqrem uorweri i die Babngeleise kreuzen wollten, von der Lokomotive getroffen - und getödtet. Töff.Töff Opfer. New Bork, 24. Dez. JameS E. Martin, ein reicher New Yorker, wurde heute bei einem Automobil'Un fall nahe Flushing augenblicklich ge tödtet und Stacey Clark, der sich eben. falls in der Maschine befand, schwer verletzt. Frau Martin, Sohn und Schwiegertochter, die in einem anderen Automobil folgten, waren Augenzeu. gen des uufallö. Bankier begeht. Selbst. , no r d. JoungStown, O., 24. Dez' George McKelvey, Präsident der Com mercial National Bank, schoß sich durch lange Krankheit entmuthigt, eine Ku gel durch den Kopf und . starb äugen blicklich. . , ,
Veränderungen im diplo matlschen Dienst. Washington. 24. Dez. Präfi. dent Roosevelt hat verschiedene Beför derungen im diplomatischen Djenst be schlössen, welche heute im StaatSdepar tement bekannt aegeben wurden. Lloyd E. Griscom, der jetzige Gesandte in Tokio, wird zum Botschafter in Rio Janeiro an Stelle von David E. Thompson ernannt werden, Thompson wird zum Botschafter in Mexiko er nannt, der jetzige dritte HülfsstaatZ Sekretär, Herbert D. Peirce, wird Ge sandter in Christiania, und der jüngst
ernannte Chefclerk des Staatsdeparte mentZ, Charles Denby, wird den Po fcn deS Herrn Veirce als dritter HülfS. ftaatSfekretär einnehmen. Die Ernen. ung deS Herrn Peirce zum ersten Ge. sandten für Norwegen war bereits seit einiger Zeit beschlossen gewesen. Herr Peirce, der früher schon in untergeord. eten Stellungen im diplomatischen Dienst gewesen, ist der Gelegenheit froh, einen selbst ständigen Posten zu erhalten tt0 nicht viel zu thun ist, und Sekretär Root ist gern bereit, Ersatz für Herrn Peirce im Staatsdepartement zu finden, Charles Denby ist der Sohn des wei land langjährigen amerikanischen Ge sagten in China und späteren Phi lippinen-Kommiffärs. Er war mit seinem Vater in China und bekleidete dort Stellungen in der chinesischen Zoll, Verwaltung. ; Er kennt die orientalischen Angele. genheiten genau, und wird in dieser Beziehung von Nutzen in seiner neuen Stellung sein. Als er vor einiger 3eii Chefclerk des Staatsdepartements, an Stelle des zum General'ttonsul zu . i Calcutta ernannten Cql. Michall ge. teflrh,n n.fAflfi hi,. h,m g.nik. dak fie enbn Neir Uio erden soll,. w fein. iim m 91 Xi f )y WrvtMtMI-'VMVMM f V Dean, wird Chefclerk deS Departe. ment3 werden. Die Ernennung David E. Thomp. sonS zum Botschafter in Mexico hat be trächtliche Uederraschung heevorgeru fen. Man hatte allgemein angenom mm, er werde nicht im diplomatischen Dienst verbleiben. ES ist darauf hingewiesen worden., daß Beschuldigungen. ole per,onltqe ,uyrung ves Dlploma. lm betreffend, von dem General.Kon l eeger m Rto Janeiro eryoden wuroen. Zuvor yatte Thompson Be ZUloigungen gegen seeger eryocen welche dessen amtliche Integrität in Frage zogen. Der Solicitor des Staats-Departements. Richter Pen steld, war nach Brasilien abgeordnet . v ... .. v, c.;v r 1 1 cn r x. ..t um mr oeloer,emgen eiquz olgungen zu umeriuqen. und er oe I m . "neie oen B0l,azas!er Tyompson zu. tt wan. General'Konful Seeger wurde unbe hellet auf seinem Posten belassen. Als Thompson nach den Ver. Staaten kam. erschien er nicht sogleich in Walhing ton, wie dies üblich ist, und er machte überhaupt dem Präsidenten seine Auf Wartung nicht. Es verlautete aus gu unterrichteten Quellen, daß Richter m CfwvX ' , , , I Nenneld me cttntn finrnhinn prhnht , Beschuldlgungm für begründet be. funden und dem StaaUdeparlemen berichtet habe. Schwer verletzt. San Francisco, 21. Dez. BundeS'Senator Bard wurde aus ei nem Fuhrwerk geschleudert und schwer verletzt. Juwelendledstahl. New Nork. 24. Dez. Antike Juwelen im Werthe von $4000 wur. den aus einer Handlung, 252 Fifth Ave., gestohlen. Der Dieb zerschlug ein Fenster und eignete sich die Ka. scttc in ber ble Juwelen befindlich waren, an. Futter für Richter Lunch Beaumont, TexaS. 24. Dezbr Ein weißer Schurke versuchte gestern das sechsjährige Töchterchen des Kon ftabler Holder zu vergewaltigen. Der Schurke wurde verhaftet und in'S Ge fängniß gebracht. Eine riesige Men fchenmenge umringt das Gebäude.
Niesiger Aufschwung
Im Exporthandel mit Ehina und Japan. Washington, 24. Dez. Kein Theil nsereS Exporthandels hat sol. chen Ausschwung genommen wie unser Handel mit China und Japan. In den 10 mit Oktober endenden Mona en' betrugen unsere Exporte nach China mehr als 550,000.000 gegen' S20, 000.000 in derselben Zeit im Vor. ahre. Unsere Exporte nach Japan in dieser Zeit betrugen $46 500,000 . gegen $22.000.000 in 1904 und S13.000,. 000 in denselben Monaten in 1903. Wir exportirten nach China in den 0 Monaten allein Baumwollfabrikate zum Betrage von $29,405.450 gegen $9.657,707 in denselben Monaten deS Vorjahres. Wir lieferten in den 10 Monaten Kupfer im Betrage von $11.326.407 gegen solches im Betrage von $611,o77 m. Vorjahre. Nur der Export von Mehl nach China zeigt einen Rückschlag. Baumwoll Export nach Japan sür die 10 Monate irnt Oktober endend, be iefen sich auf $13.784.399 gegen $2. 716,529 im Vorjahre. Holz. Alkohol. -E l P a s o, TexaS, 24. Dez. Bei einem Banquet in Torncgn starben 4 prominente Bürger nach dem Genuß von Holzalkohol. Die Rechte ärgerte ihn. R i ch m o n d, Va., 24. Dezbr. John Webb, ein Minenarbeiter von Wlnona, W., fügte sich heute in einem Anfall von religiösem . Wahnsinn eine grausige Verstümmelung zu. Der Mann, welcher in Folge eines Un alles schon seit längererZeit nicht mehr ganz zmechnungSfähig war, wohnte während der letzten Wochen sog. Re vival'GotteSdienften in derNachbarschaft bei, wodurch .sein Geisteszustand noch chlimmer wurde. Eingedenk deS Bibelspruches: Wm Dich Deine Rechte ärgert, so haue sie ab schnitt sich der Unglückliche mit einem Messer buchstäblich die rechte Hand ab. Der Bedauernswerthe fügte so lange mit einem Messer an seinem Handge enke, bis der Knochen sichtbar wurde. den er mit großer Kraftanstrengung entzwei brach. Webb warf die abge chnittene Hand alSdann auf das Eisen bahngeleife, wo sie später gefunden wurde. Der Unglückliche befindet sich nun in Folge deS riesigen Blutverlustes n äußerst kritischem Zustande im HoS pital. Webb ist verheirathet und hat niehrere Kinder. Feuer in einer Kohlen Mine. Spring Valley. Illinois, 24. Dezember. Das Schachtgebäude der Marquette Coal Co., drei Meilen von hier gelegen, wurde durch Feuer zerstört. Hundert Maulesel erstickten in dem Qualme. Schaden $250.000. Gormanwlll abtreten. Washington, 23. Dezember. ES verlautet, daß Senator Gorman von Maryland innerhalb dreißig Ta gen die Stellung als demokratischer CaucuZ'Vorsitzender aus Gesundheit? rücksichten und damit die Parteiführer schaft niederlegen wird. EZ wird fer ner in dieser Verbindung konftatlrt. daß eö von vorneherein wohl verstan den gewesen sei, daß Senator Gorman diesen Schritt zu thun beabsichtige und daß er nur zum CaucuSVorfitzenden erwühlt worden sei, damit der Schein vermieden werde, als ob man ihn der Parteiführerschast habe entsetzen wollen. Man spricht davon, daß der Mantel der Führerschaft auf die Schultern des Senators Culberfon von Texas fallen werde. Sein College Valley würde allerdings .der Nächste dazu fein", aber gegen ihn hat sich eine nicht unbe trächtliche Opposition erhoben, well fein Temperament ihn dafür als nicht geeignet erscheinen lasse; er läßt sich zu leicht hinreißen und besitzt trotz seiner hervorragenden Fähigkeiten nicht den Grad von Takt, welcher bei einem Par teiführer, namentlich im Senat, uner läßlich ist. Die Eigenschaften, welche dem Senator Valley fehlen, besitzt sein Kollege Culberlon, der infolge seiner angeborenen Bescheidenheit Verhältniß müßig wenig in die Oeffentlichkelt ge treten ist, in hohem Maaße, und die Demokraten deS Senats scheinen ent schlössen zu sein, die Führerschaft an den Bannerftaat TexaS vergeben zu wollen.
Gerade wie die Mauuer
Unterschlagt weiblicher Postclerk Amtsgelder. O akl an d, Cal., 24. Dez. Frl. Lulu Bowen, eine Angestellte der Post. Zweigftation No. 1 in Oakland, wurde letzte Nacht wegen Unterschlagungen im Betrage von $7000 verhaftet. Die fortschrittliche junge Dame un terschlug die genannte Summe während deS letzten Monats, als viele Weih nachtSgeldsendungen, die durch ihre Finger gehen sollten, daran kleben blieben. Man frügt sich nun, ob das Fräu. lein das Geld im Poker, dem Rennplatz oder in Gesellschaft flotter Jünglinge durchgebracht hat. 5000 Häuser eingeäschert. Victoria, B. C., 24. Dez. Ein großes Feuer in Hankow, China, zerstörte heute Nacht' 5000.Häuser; 500 Menschen kamen in den Flammen um. Schaurige Scene. Jersey City, 24. Dez. Die im County.Gefängniß von Jersey City vollzogene Hinrichtung des farbigen Mörders Edward I. Tapley war nach den Aussagen der anwesenden Zeugen ein solcher Mißerfolg, wie schon lange bei keiner Hinrichtung auf dem Galgen beobachtet wurde. Sieben Minuten waren verstrichen, nachdem der Delinquent in die Höhe geschnellt war und noch immer lebte der Verurtheilte. Man mußte ihm das Seil abermals um den Hals legen und weitere sechs Minuten vergingen, ehe der Tod kon ftatirt werden konnte. Der verwendete Galgen des Henkers Van Hise war eine Patent'Maschinerie und arbeitete sei neSwegS prompt. Bei dieser Art von Galgen wird der Körper deS Verur. theilten nicht fallen gelassen, sondern wird mit Hilfe eines an einem Ende des Seiles angebrachten Gewichte in die Höhe geschnellt. Straßenrauber Verrichtet blutige Arbeit. Columbuö, Miss., 24. Dez. Drei Straßenräubereien bei denen zwei der Opfer getödtet wurden, ifanden hier letzte Nacht statt. Das erste Opfer war ein Neger, dem der Schädel zer schmettert und die Taschen ausgeleert waren. Später fand man einen Meißen mit einer Kugel im Kopf und einer Stich wunde über dem Herzen. Das dritte Opfer büßte feine Baarfchaft ein, kam aber mit dem Leben davon. K a n a l F i n a n z e n. Washington, 24. Dez, Der JfthmuS-Kanalkommlsfion stehen jetzt die $11,000,000 zur Verfügung, welche der Kongreß bewilligt hat, da der Prä stdent die betreffende Bill bereits unter zeichnet hat. Von diesem Betrage müssen $4,000.000 sofort zur Einlö fung von .Verpflichtungen benutzt wer dsn, welche schon am 1. Dezember fäl lig geworden find. Diese Verpflich tungen beziehen sich auf bestellte Mate rlalien und ihre Beförderung. Einen anderen Posten, welcher auf $500.000 berechnet wird, ist der Panama.Eisen bahN'Gesellschaft zu zahlen. . ' Der Gesammtbetrag der Zahlliften auf dem JfthmuS wird monatlich auf $600.000 berechnet, und in dem Vor anschlag, welchen die Kommission dem Kongreß unterbreitet hat, wird der er forderliche Betrag zur Deckung der Zahllisten auf dem JfthmuS während der Zeit vom 1. Dezember bis zum 30. Juni 1906 auf $4.875,000 veran schlagt, da die vorläufige Bewilligung vom Kongreß aber auf $11,000.000 herabgesetzt worden ist, so dürfte daS vorhandene Geld' nur zur Bezahlung der Löhne und Gehälter bis zum 30. April ausreichen. Sc)iffSnac)ric)ten. Liverpool: Carmania" von New Bork via QueenStown. Southampton : Philadelphia" von New York via Plymouth und Cherbourg. QueenStown: Campania" nach New . York. ' New York: New York" von South. ampton; Caronia" von Liver pool. Dover: .Pennsylvania" nach New Vork via Boulogne.' In den Grazer Gemeinberath hat der dritte Wahlkorper zum erstenmal ausschließlich Sozialdemotraten gewählt. "
Bon Parlament zu Parlament. Tie Wiener N. Fr. Pr." tritt feit
einiger Zeit energisch für dm Gcdan en einer österreichisch ungarischen Verständigung von Parlament zu Parlament ein. Sie Iäftt sich durch Parlamentarier und sonstige hervorragende Persönlichkeiten so ziemlich aller deutschen politischen Veknmtmfti Tag für Tag Zustimmung und Sym pathie für ihren Vorschlag bcschcini' gen, und in der That wird man ja der Idee, die Schwierigkeiten der La ge durch eine Verhandlung von Par lammt zu Parlament zu überwinden. unbedenklich beipflichten können. Hat ja doch auch das Programm der Üi iic die direkte Mitwirkung beide? Parlamente bei der künftigen Nevi sion des Ausgleichs in's Auge gcfakt. ja ausdrücklich zur Bedingung ge macht-- Aber ein Bedenken läht sich doch nicht unterdrücken. Wem eigent lich soll mit der Idee geholfen wcr den? Tie .merkwürdig cntgegcnkom mende Ausnahme, die der Vorschlag der N. Fr. Pr." in den Blättern der ungarischen Koalition - gefunden hat. kann vielleicht den Tchlcicr heben. Man entsinnt sich, eine wie ganz an dcre Sprache die uhrcr der Koali tion und ihre Presse anschlugen, als Kaiser Franz Joseph bei der Audienz vom 23. September seine analoge Forderung stellte. Tamals enthielt dieser Vorschlag eine Kränkung, cinm Eingriff m die Rechte der Nation. Und heute? Kossuth's Organ Bu dapest" und die N. Fr. Pr." reichen sim über der Idee einer Entsendung von Deputationen beider Parlamente brüderlich die Hände. Ein merkwür diger Wechsel, und doch liegt die Er klärung nicht so fern. Denn zwischen damals und heute hat sich die Lage der Koalition nicht zu ihren Gunsten verändert, und darum ist, was vor neun Wochen eine unerträgliche Zumuthung war, heute löblich und gut. Man steht einem Kampfministerium rmt cmem Programm gegenüber, dessen Werbekraft den einzelnen in der Koalition verbündeten Parteim wie dem Bestands der Koalition selbst. gefährlich genug zu werden droht. Man hat die offene Auflehnung der Sudslawen gegen die in Fmme so mühsam in's Werk gesetzte kroatisch magyarischen Verbrüderung erlebt. Man sieht Tag sür Tag die Rekruten aus 'den dicht rcm magyarischen Ge gendcn in Haufen zur freiwilligen Stellung einrücken. Alles Anzeichen, die der Koalition das Nachdenken und Einlenken nahelegen. Was Wunder, wenn sie nachgerade jede Hand ergreift, die sich ihr entgegenstreckt, und sei es auch eine deutsche. Eine andere Frage ist,' ob es politisch wohlgethan, ob es loyal gegen die Krone gehan delt ist, den bedrängten magyarischen Frondeuren gerade in einem Augen blicke die Hand zur Verständigung za bieten, wo der Kampf zwischen ihnen und der Krone akut geworden. Ti2 Beantwortung dieser Frage steht auf einem anderen Blatte. Der LebenSrettungsdienst. Wabrend des lekten ffiskaliahres retteten die Mannschaften des BundesLebensrettungsdienstes 464 in Gefahr gerathene Fahrzeuge und ihre Ladungen und leisteten zu ihrer vtettung Beistand. Dienste von mehr oder minder großer Bedeutung leisteten sie 677 anderen Fahrzeugen aller Art. so daß sie im Ganzen 1141 Fahrzeugen zu Hilfe kamen. Ferner wurden 83 Dampfern und 83 Segelschiffen Warnungen vor sie bedrohenden Gefahren durch rejhtzeitige Signale ertheilt Unfälle betrafen während des Iahres 363 registrirte und 420 nicht gin!.! cy 3 rUttS V t Xa3 lllllC UuVl0tubt 13 vuvvi Leben von . 5044 Personen auf dem Spiel, aber nur 37 kamen um'. Der Werth der betreffenden Schiffe und Ladungen selief fiC, auf $10,585,350 und geborgen wurden davon solche im Werthe von Z8.172.075. Im Ganzen gingen 63 Schiffe vollständig verloren. Unterkunft wurde auf den verschiedenen Stationen 624 Personen im Ganzen während 1510 Tagen gewährt. Ein merkwürdiges Geschenk hat A. G. Smith in Brockton, Mass.. von einem Graveur in New Haven, Conn.,,in Gestalt eines Kirschenkernes erhalten, der ein Dutzend silberner Löffel enthält. Der Kern besteht aus zwei zusammengeschraubten Theilen. Die Löffel, die auf der Innenseite herum angebracht sind, sind perfekt und groß genug, um sie mit bloßem Auge zu erkennen. . Einem anenmaier vca rnens Louis Wain ist es gelangen, eine weiße Katze mit blauen Augen zu zuch ten. Einem eigenartigen Wcihnachtsbrauch begegnet man unter den Studirenden der Universität in Bern, Schweiz. Einige Zeit vor Weihnachten, meistens schon am Nikolaustage, halten die Berner Studenten ihren Weihnachtsfestzug ab. Sie beladen einen Esel mit Körben oder Säckchen, die allerhand Süßigkeiten enthalten. Christkindel nennt man diese Kleinigkeiten in der Berner Volkssprache, und durchziehen mit diesem gutmüthigen Tbiere die Hauptstraßen der Stadt. Die Kinder folgen tzem eigenartigen Zuge in hellen Schaaren. denn für sie hält das Christkind in Gestalt der Herren Studenten seinen feierlichen Umzug' und an sie werden die süßen Gaben unter allgemeinem Vergnügen vertheilt
