Indiana Tribüne, Volume 29, Number 103, Indianapolis, Marion County, 22 December 1905 — Page 5
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AbyäNung dcr ?Unöcr. vsrbeugungsmakreseln gegen Erkältge Bewährte Mittel. Mit dem Eintritt der kalten und "'.feuchten Jahreszeit 'erscheinen regelm'aßig die bekannten Winterkrankheiten, oie Husten, Schnupfen, Halsbeschwern u. f. w., von denen zum Schreck der ltern die Kinder nur selten verschont Leiben. Hiergegen schützt am besten ' ine verständige, planmäßig fortgesetzte Abhärtung, die darauf hinausläuft, die Kinder wetterfest" zu machen. Besonders Aufmerksamkeit ist der Abhärtung des Halses zuzuwenden, weil dieser nebst den Athmungsorganen am 'meisten der Erkältung ausgesetzt ist. Recht nützlich ist es, den Kindern täglich (am besten morgens) tüchtig Hals und Vrust mit kaltem Wasser zu . waschen oder abzureiben. Noch wichtiger aber ist die Abhärtung durch die Luft, an die wir in der Regel zu wenig denken. Die. Gewohnheit, den Hals in wollene Tücher, Shawls und V V Pi C
vergleichen einzuyuuen, ii ourcyau verwerflich, weil dadurch HalskrankHeiken geradezu gezüchtet werden. -Der Hals soll vielmehr dem freien unge binderten Zutritt der frischen, kalten Luft täglich ausgesetzt werden. Toch sollen wir die Kinder frühzeitig daran gewöhnen, nur durch die Nase, nicht durch denMund zu athmen, eine alte Regel, die leider immer zu wenig beachtet wird. Auch bei warmer Luft ist die Athmung durch den Mund schädlich, da auf diese Weise die Lunge nicht gehörig gefüllt wird, anderseits der Staub ungehinderten Zugang hat. Noch viel nothwendiger ist die Athprüng durch die Nase im Winter, da die kalte Luft bei ihrem -Wege durch die Nasengänge erst ordentlich erwärmt wird, während im' anderen Falle der . kalte Luftstrom unmittelbar auf Rachen und Schleimhäute trifft und leicht die gefährlichsten Krankheiten hervorrufen kann: als besonders gefährlich erweist sich das Athmen durch den offenen Mund zur Nachtzeit. Daß die Zimmertemperatur nicht überhitzt, die Kleidung unserer Kleinen nicht zu warm (aber auch nicht zu leicht) sein darf, ist eine alte Hausregel. Unter der Voraussetzung zweckmäßiger Kleidung und zweckmäßigen Athmens kann und soll man die Kinder ohne Bedenken auch bei kältestem Wetter täglich in's Freie schicken; je öfter sie sich der Luft aussetzen, umso mehr werden sie gegen die lästigen Erkältungen gefeit sein. ' , Chinesen in England. ;te chinesische Einwanderung in England zieht neuerdings wieder mehr Aufmerksamkeit auf sich. In London ist die Zahl der Chinesen eine kleine. Es sind zumeist Seeleute oder Persotten, die. für deren Bedürfnisse forgen. Der Versuch, chinesische Waschereien in London einzurichten, wurde vor ein paar Jahren gemacht, ist aber an dem Widerstande aus den einheimischen Arbeiterschichten gescheitert. Von den andern , Hafeyplätzen des Landes haben Liverpool und das anstoßende Birkenhead die stärkste Chinesenkolonie aufzuweisen. Sie beträgt wenig unter 2000 Seelen. Chinesische Wäschereien sind an beiden Orten an ''der Tagesordnung. Auch in Mancheyxt sind neuerdings chinesische Wäschereien in erfolgreicher Thätigkeit, ebenso in Cardiff. An beiden Orten zählt die chinesische Kolonie etwa 100 Leute, doch sind die Leute in Cardiff weniger seßhaft. Sie setzen sich dort vielfach aus Matrosen zusammen, die von ihren von Ostasien kommenden Schiffen ausgerissen sind und gewöhnlich in einem von zwei chinesischen EinkehrN Häusern dumpf und stumpf von den Wirkungen eines nur halb überstandenen Opiumrausches angetroffen werden. Die seßhaften Chinesen in LiverPool, Birkenhead und Manchester werden als rührige fleißige Leute geschildert, die den Wächtern der Ordnung wenig zu schaffen machen, sich mit einer Art Domino erlustigen, gern auf die Zahl der Kerne in Apfelsinen wetten, oft mäßigem Oviumgenusse ergeben sind. ' Mitunter heirathen sie Engländerinnen und erweisen sich dann als musterhafte Gatten und Läter. Peivns-Maraneu. Vom deutschen Fischereiverein wurden unlängst etwa 10.000 Stück durchschnittlich ein Jahr alte Peipus-Marä-. nen, welche von der bayerischen Fischzuchwnsialt Starnberg als angebrütete Eier aus dem Peipussee in Rußland bezogen und in Starnberg ausgebrütet wurden, bei Friedrichshafen. Württemberg. in den Bodensee eingesetzt. In Fischerkreisen hegt man von dieser Fischart, die bisher in deutschen und schweizerischen Gewässern überhaupt nicht vorkam, große Erwartungen. Die zur Gattung der Felchen geyor:noe Peipus-Maräne, deren Fleisch als sehr schmackhaft gepriesen wird, soll in drei bis vier Jahren ein Gewicht von vier ms fünf Pfund erreichen, wahrend ot Blaufelche in der gleichen Zeit nur ein Pfund fchwer wird. In Frankfurt a. M. wirken an den öffentlichen Volksschulen neben 425 Lehrern 184 Lehrerinnen; Wiesbaden hat 109. Lehrer und 44 Lehrerinnen. Wegen Schnarchen in der Kirche verurtheilte neulich ein Richter in Kenwcky einen Mann zu einer Geldbuße von 520. ,
Geschichte der Wcihnachtskarte. Tr Vrfinöer der Weihnachtke?te nd deren künstlerische usgestaltung. Im vorigen Jahre hatte die Post in England, dem Vaterlande der Weihnachtskarie, über 35.000.000 Weih, nachtskarten zu befördern. Im Jahre 1844 tüütbz ihr der erste Weihnachtsgrüß dieser Art zur Beförderung übergeben. Der Absender der ersten Weihnachtskarte des Jahres 1844 war der Maler W. A. Dobson. der damals noch ein ganz junger Mann war, und einem Freunde zu Weihnachten eine ganz besondere Aufmerksamkeit erweisen wollte. Auf eine Karte zeichnete er also eine Familiengesellschaft in einer Umrahmung" von Stechpalmen und Mistelzwcigen. Das anspruchslose, kleine Bild machte dem Empfänger' solche Freude, daß Dobson am nächsten Weihnachtsfeste eine andere Karte entwarf und Lithographien an alle seine Freunde sandte. Im Jahre darauf thaten einige seiner Bekannten wie er, und jedes Jahr wuchs der Kreis semer Nachahmer. Das ging so bis in den Anfang der 60er Jahre. Da kam jemand auf den Gedanken, aus der Idee der Weih nachtskarte Geld zu schlagen, und nun konnte bald jeder, der Lust hatte, einen Weihnachtsgruß kaufen.' Die Zeit der wirklich künstlerischen Weihnachtskarten begann erst, als die Firma Raphael Tuck einen Wettbewerb für schöne Entwürfe ausschrieb und so werthvolle Geldpreise aussetzte, daß selbst namhafte Künstler sich dafür zu interessiren begannen. Damit war die Herrschaft der künstlerischcn Wcihnachtskarte begründet. Zwei Jahre später kamen Tucks berühmte Serien der Royal Academy. In den 20 Jahren, die seitdem verflössen sind, hat die Weihnachtskarte ständig an Beliebtheit zugenommen. Jetzt hat sie ihren Siegeszug über die ganze Welt angetreten; auch Tausende von Hindus und anderen orientalischen Völkern kaufen sie, um sie ihren abendländischen Freunden zu senden. Die englischen Fabrikanten - können gute Künstler selbst für die billigsten Karten beschäftigen, da sie in so großer Zahl hergestellt werden; viele Karten, die zwei Cents das Stück kosten, haben $500 und darüber für den Entwurf gekostet. Auch in Deutschland hat die Sitte, Wcihnachtskarten zu versenden, immer mehr zugenommen. Hygienischer Z?riseurladen. Ein Friseurgeschäft, -das bezüglich
seiner hygienischen Einrichtungen als musterailtig bezeichnet werden muß, ezistirt laut' einer Mittheilung der Hygienischen Rundschau" in München. Die Bürsten in dem Laden sind so gearbeitet.- daß die Borsten in einen Metalltheil aus Aluminium eingesetzt sind, der aus der Holzfassung herausgenommen werden kann.. Sie lassen sich in strömendem Wasser dampf ohne Schädiguna sterilisiren. Auch die Kämme dieses Geschäfts sind aus Aluminium gefertigt; sie werden im Dampf sierilisirt, lassen sich aber auch ebensogut kochen. . Alle schneidenden Instrumente werden in Rotterin gelegt, lassen sich aber ebensogut durch Abreiben mit Seifenspiritus sterilisiren. Das Einseifen erfolgt mit sterilisirten Pinseln, die ohne Pech gefaßt sind. Es wird eine pulverförmige Seife benutzt, die in verschlossenen Gläsern steht, und von der für jeden Kunden das nöthige Quantum entnommen wird.' Abgewaschen wird nur mit arlZgekochten Leinwandläppchen, gepudert mit runden Wattcbäuschchen, die mit einer Holzzange gefaßt werden. Servietten und Handtücher werdennur einmal benutzt. Die Frisirmäntel kommen nie mit der Haut in Berührung, da ein aus Serviettenpapier bestehender Kragen, her umgelegt wird, dies verhindert. Viel höher als in anderen Geschäften sind die Preise nicht. Kronprinz und Tischlermeister. Ter 93jährrge Tischlermeister Ferse in Potsdam wird wegen seiner großen Rüstigkeit noch immer der junge Herr" genannt. Unter dieser Bezeichnung ist er auch dem Kaiser und allen Prinzen, die im 1. Garde-Regiment zu Fuß gedient haben, bekannt. Ferse wohnt schon seit etwa 50 Iahren in seinem eigenen Hause dicht bei der Kaserne des 1. Garde-Regiments zu Fuß. Als der Kronprinz den alten Ferse, der im Mai 1906 mit seiner gleichfalls noch rüstigen Gattin seine eiserne Hochzeit zu feiern gedenkt, dieser Toge auf der Straße traf, fragte er ihn: Na, junger Herr, wann haben Sie denn Ihre eiserne Hochzeit? Ich nl'Yit Ihnen schon vorher gratuliren, falls ich nicht mehr hier bin." Ferse zog seinen Hut und entgegnete trocken: Das lassen Sie man lieber sind. Sie kriegen Einladung dazu," worauf der Kronprinz mit den Worten: - Wir wollen mal sehen, ob ich kommen kann, lachend seiner Wege ging. Glück im Unglück. Vor Kurzem waren Bauklcmpner auf dem Dache der Turnhalle in Niehl. RheinProvinz, beschäftigt, als ein Gehilfe ausglitt und zum Schrecken der übngen kopfüber in die Tiefe stürzte. Man hielt ifn für verloren und wunöerte sich nicht wenig, als der Gestürzte, der auf einen Misthausen gefallen war, aufstand und zu seinen Kollegen hinaufschaute. Der junge Mann hatte keine Verletzungen davongetragen.
. Zwei viklgrnmmtc. . ' ' tit LZepräsentanten Townsend von Michlga und Esch von Wisconsin. Zwei Vielgenannte im Kongreß nd seit der letzten Session des 58. Kongresses die Repräsentanten Charles E. Townsend von Michigan und John Z. Esch von Winconsin. Townsend wurde 1856 in Jackson County, Mich., geboren. Er graduirte 1877 an der Jackson-Hochschule. be-
suchte em Jahr lang dieUniversität von Michigan. studirte die Rechteund übte, zur Barre zugeChas. (?. Townsend lassen, in Jackson. Mich., die Anwaltsprazis aus. Von 1886 bis 1897 war Townsend Regi- John I. Esch. sirar für Verträge in Jackson County. Als Repräsentant in den 58. Kongreß gewählt, wurde er für den 59. Kongreß wiedererwählt. John I. Esch, der 1861 als Sohn deutscher Eltern in Monroe County. Wis., das Licht erblickte, graduirte 1882 an der Sparta-Hochschule und bezog, nachdem er sich drei Jahre lang als Lehrer bethätigt, die Universität von Wisconsin, wo er sich dem Rechtsstudmm widmete. Er funglrte nach seiner Zulassung zum Barreau in La Crosse als Advokat, war ein Jahr lang Schatzmeister der Stadt und von 1894 bis 1896 Generalanwalt des Badger"-Staates. Im Jahre 1883 organisirte Esch die Abtheilung der Sparta-Schützen, die später als Kompagnie I dem 3. Wisconsin-Rational-Garde-Regiment einverleibt wurden. Dem Kongreß gehört Esch als Repräsentant seit 1899 an. Aberglaube in der Cür!:ei. , . krj,ürgter VZaulwurf nd rother StiSens, den btlitbit Heilmittel. In , einem Buche über die Türkei verbreitet sich Bernhard Stern über die abergläubischen Heilmittel.-. welche sich unter den Muselmännern großer Be liebtheit erfreuen. Als Mittel gegen Halsweh und geschwollene Mandeln, schreibt er, wird folgendes Verfahren empfohlen: Man packe einen MaulWurf. ' erwürge ihn mit den Fingern und reibe mit den Fingern, welche den Maulwurf erwürgt haben, die Kehle .des Kranken, welcher dabei, den Speichel hinunterschlucken r.-.uß. Am besten ist es, wenn der . Kranke selbst den Maulwurf tädtet und sonach seine eigenen Finger benutzen kann. Um Rückfälle zu vermeiden, hängt man den Leidenden eine kleine Büchse mit metallischem Quecksilber an den Hals. .... Im Basar zu Stambul verkauft man auch purpurrothe Seidenfäden, mit welchen angeblich giftige Schlangen erwürgt-worden sind.- Solche Fäden sollen, um den Hals eines an Diphtherie oder an einem anderen schweren Halsleiden Erkrankten gewunden, am besten geeignet sein, das Gist ' der Krankheit zu Paralysiren. Dieses Mittel ist auch von der osmanischen Geschichte historisch beglaubigt. Sie erzählt einmal aus der Zeit des Sultans Mohammed des Vierten, daß der Mufti Behaji eher an Halsentzündung starb, als der wider dieselbe für unvergleichlich gehaltene purpurrothe Seidenfaden, womit egyptische Schlangen erwürgt wurden, herbeigeschafft werden konnte. Andere, namentilich von den Montenegrinern als wirksam erachtete Mittel gegen Halsleiden sind, das Brot, das man am Tage des Wassilje und die Eier.' die man am Karsamstag einsegnen läßt. Im Anschluß daran erwähnt Stern noch ein chinesisches Mittel gegen Diphtherie. In Nongpo war an einer Straßenecke ein Anschlag angebracht, der ein Mittel gegen die Diphtherie angab und folgendermaßen lautete: Diese Krankheit beginnt mit Halsweh und Hitze im Kopf. Man soll sich so rasch wie möglich einenRegenwurm und eine schwarze entfernte Pflaume verschaffen. Ter Wurm wird lebend zwischen die Pflaume gesteckt und das ganze in den Mund genommen. Der giftige AusWurf kann dann ausgespuckt werden. Bei schwerer Erkrankung ist die Mcthode zu wiederholen, bis der Auswurs ausgespuckt werden kann. Verachtet diese Vorschrift nicht, verbreitet sie überall. Ein Regenwurm kann unter dem Wasserfang gefunden werden, und eine schwarze Vflaume kann man in jeder Apotheke kaufen." In erfreulichem Gegensatz zu diesem an die Dreckapotheke" erinnernden Mittel steht der gleichzeitig gegebene Rathschlag, den Auswurf nicht auf den Flur,, sondern in einen mit Wasser gefüllten Spucknapf zu entleeren, um Ansteckung zu vermeiden. Dieses Wasser soll nur da ausgeleert werden, wo keine Menschen wohnen. 'Uebrigens werden rohe Rüben, Oliven und Seegras als gutes Mittel zur Vorbeugung zur Diphtherie empfohlen. Das Schwimmen mit fest, zusammengepreßten Fingern verhin der: Krämv5e.
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Die europäische Auster. Lebensbedingunge nd Standorte des Zljie res-M,tig ustcrn. Die Auster gedeiht nur bei vollem Lichte und bleibt in Meerestiefen klein; auch ist sie nur da zu finden, wo das Wasser mehr denn drei Prozent Salzgehalt hat. Aus diesem Grunde hat sie die Ostsee verlassen, und die vielfachen Versuche, sie in diesem Meere wieder anzusiedeln sino sämmtlich gescheitert. Leider gehen auch die Fängresultate in der deutschen Nordsee zurück. Für das Wohlbefinden der Auster ist. ferner die Beschaffenheit des Meeresbodens von Einfluß, und die Feinfchmecker unterscheiden Berg-, Sandund Tonaustern, von denen die ersten, auf Felsgrund haftenden, die besten sein sollen. Durch die Nahrung der Auster, die in allerlei Kleinwesen des
Meeres besteht, wird ihre Färbung bestimmt. An pflanzlichen Organismen reiches Wasser liefert grüne" Austern, die Färbung der bräunlichen beruhtauf der Gegenwart parasitischer Elemente. Die Grünen" waren von jeher geschätzt und stehen hoch im Preise. Betrügerischer Weise werden zuweilen gewohnliche Austern mit einer Kupferlösung grün gefärbt; ihr Genuß erzeugt die sogenannte Äusternvergiftung. Diese Krankheit trat 1713 zuni ersten Male im Haag auf und ist in der Folgezeit wiederholt in Paris beobachtet worden. Aber es gibt auch grüngefärbte giftige Austern, die aus der Bai von Falmouth. England, stammen, welche die mit Kupfersalzen gesättigten Abzugswässer benachbarter Kupferbörgwerke aufnimmt. Gelblichgrüne Austern sind immer giftig, blaugrüne nicht. Die europäische Auster bewohnt in zahlreichen lokalen Formen das Meer von Vigo in Spanien bis hinauf zur norwegischen Insel Trane. Das Centrum ihres Vorkommens liegt im Aermelkanal. Dort sind auch die geschätztesten dieser Schalthiere zu finden; neben den Whitstable-Austern werden die von Colchester und Essex bevorzugt. In Holland' nrirö der Austernfang m--mentlich an der Küste von Seeland betrieben. Die besten deutschen Austern sind die Holstein. Sie werden in Norddeutschland bis Berlin, Leipzig und wieder südlich und längs der Ostseeküste bis Petersburg versandt. Die Austernbänke liegen zwischen den Inseln.Sylt und Föhr, wo tiefe Wasserrinnen den flachen Meeresboden durchziehen. In Italien gelten als die besten Sorten die Triester Pfahlaustern, die venetianischen Arsenalaustern und die schon bei den Alten beliebten, Tarentiner. . ,,. . Einen Theil ihres Wohlgeschmacks verdankt die Auster der Leber, deren bräunlicher Bildungsstoff Glykoge heißt. Neben diesem lagert ein leicht löslicher weißer Körper. Beim Genuß deszlebenden Thieres kommen die beiden Stoffe n Berührung, wodurch der größte Theil der Austern schon verdaut wird. Bei der gekochten oder gebackenen Auster ist dieser die Verdauung fördernde Stoff zerfetzt und nicht minder schwer verdaulich , als andere Fleuch- und Fischspeisen. In Vcrlcgcnlieit. Gatte (zu seiner jungen Frau, beim Essen): Was ist denn das eiaetttlich, was Du mir da servirt hast?" Gattin: Ach, verzeihe mir, ich kann es Dir nicht sagen, aber als Naturschnitzel hat es angefangen!" Avgesciireciit. ... Also Ihre Braut haben Sie gestern zum ersten Mal in einer Versammlung sprechen gehört? Die hat einen Redefluß was?" O ja, ich war ordentlich stolz... aber heirathen thu ich sie jetzt nicht mehr!" pecix. Heut' hab' ich mit meinem Auto Pech g'habt!" Wieso? Haben Sie umgeworfen, Herr Süfferl?" Dös net. aber beim ersten Wirthshaus hab' ich net halten könna und beim nächsten bin i' nimmer weiter 'komma!" Anf.dor Maciie. Korporal Waniczek, was ist's denn mit diesem Posten da? Der trägt ja sein Sturmband um einen halben Meter zu lang geschnallt! "-Meld' ich gehorsamst, Pane Oberleutnant. Pane Hauptmann, hat's so befohlen, weil Infanterist Kratochwill so großes Maul, daß wenn schreite .G'wehr heraus!' reißte jedesmol Sturmbandel!"
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Haus, Hof und Knd ' 5 r.jrrt'i-ii!-? n Petroleumbrand kann durch Ueberschütten mit Milch gelöscht weroen. Entzündet stch der Behälter einer Lampe, so zögere man nickt. Milch darüber zu gießen, ungekochte hilft am schnellsten. Suppe von Gänseklein. Der Hals, der Kopf, aus welchem die Augen auSgestochen sind, die Flügel, die Füße, der Magen und das Herz der Gans werden gut gereinigt und in Wasser mit Salz weichgekocht, worauf die fehr gut schmeckende Brühe zur Bereitung einer' Reis-, Gersten- oder Nudelsuppe verwendet wird, zu der man das Gänsekleln gibt und mit servirt. . Eiweiß schlägt sich um so rascher zu Schnee, je kälter dasselbe ist. Setzt man demselben ein paar Körnchen Salz, oder ein paar Tropfen Citronensaft m fo bringt man weit schneller den Schnee zuwege. Verdorbene Eier lassen .sich durch folgendes einfache Verfahren leicht erkennen. Bei guten Eiern ist das spitze Ende kühl, das breite warm. Man befühlt beide Enden mit der Zunge. Sind beide Enden'warm, so ist das Ei verdorben. Schuh werk wasserdicht zu machen. Im Herbst ist es namentlich für die Kinder fehr Vortheilhaft, wasserdichtes Schuhwerk zu haben. Man verschafft sich dies einfach durch etwa eine Stunde langes Einlegen in Seifenwasser.' Die im Leder befindliche. Gerbsäure verwandelt das Seifenwasser an der Oberfläche des Leders in Fettsäure, welche das Eindringen von Feuchtigkeit durch das Leder nicht zuläßt und den Schuh völlig wasserdicht macht. Gegen n e ? v ö s e n K o p f -schmerz bei Frauen, der gewöhnlich Morgens auftritt, n5enn sie sich am Abend vorher in rauchigen Zimmern bei Abendunterhaltungen etc. aufgehalten haben oder eine unruhige Nacht hatten, empfiehlt sich die Abwaschung der unteren Rückenpartien mit frischem Brunnenwasser und nachherigcm starkem Frottiren mit einem groben Handtuch.. Die Prozedur muß in einer halben Stunde wiederholt werden. ' Tücher zum Abwischen feiner Möbel. "Die besten Tücher zum Abwischen feiner Möbel sind ohne Zweifel feidene. Man nehme daher alle alten seidenen Taschentücher für diesen Zweck in Anspruch. Dies ist auch das einzig richtige, da gerade alte Seide die für feine Möbel so nöthige Weichheit besitzt. Außerdem .sind aus ungebleichter, starke? Baumwolle gestrickte Tücher und solche aus losem Baumwollcngewebe praktisch für neue Möbel mit weicher Politur., . '.' -: Reinigung weißer W o l lst offe. Ein vorzügliches Mittel, weißwollenen Kleidern ihre ursprüngliche Frische wiederzugeben, ist das Abreiben mit Mehl. Zu diesem Zwecke ziehe man den Rock über das Bügelbrett und reibe ihn Strich für Strich mit einem leinenen, weißen Lappen, doch muß dieser öfter erneuert werden. Mit der Taille macht man es ebenso. Schließlich schüttelt man das Kleid tüchtig aus und bürstet mit einer ganz reinen Bürste nach. Der Erfolg ist großartig. Gurken als Heilmittel. Der frisch ausgepreßte Gurkensaft ist ein recht gutes .Mittel bei Fiebern, Blutwallungen, Gesichtsröthe und Blutspeien. Ueberhaupt kann man den Gurkensaft als ein erfrischendes, die Verdauung stärkendes, die Lunge erleichterndes und die Hautausdünstung beförderndes Mittel betrachten. Der Saft wird bereitet, indem man auf die geschälten und in dünne Scheiben gefchnittenen Gurken etwas Salz streut und sie eine Viertelstunde nachher auspreßt. Um die kühlenden und auflösenden Eigenschaften des Saftes zu erhöhen, macht man ihn mit etwas Weinessig säuerlich. Gebratener Hase mit Sauergeschmack. Ter Hase wird abgezogen, der Kopf mit dem Hals, die Vordcrläufe und die Vrust abgeschnitten, daß nur die Schlegel am Ziemer bleiben. Dann wird er drei bis vier Tage in Essig gelegt, der Ziemer abgehäutet, mit Salz, Pfesfer nebst etwas Nelkengewürz gut eingerieben und mit länglich geschnittenem Speck g?spickt. Hierauf nimmt man drei Zwiebeln und Wurzelgemüse in die BratPfanne, legt den Hasen hinein, gibt einige Stückchen Butter darauf, gießt etwas Beize daran und bratet ihn weich. Während des Bratens wird er hie und da mit saurem Rahm begossen und. wenn er fertig ist. herausgelegt. Der junge Hase muß eine Stunde braten, ein alter oft zwei Stunden. Die Zwiebel läßt man gelb braten, thut einen Löffel Mehl daran, füllt Fleischbrühe darauf und läßt mit drei bis vier Löffel saurer Sahne aufkochen. Sollte die Sauce nicht sauer genug sein, gibt man etwas Essig daran, Passirt durch ein Sieb und gießt üher den Hasen. fe r u n t e r g e k o m m e n e erde bringt man am besten dadurch wieder auf, daß man ihre Freßlust ourch eine tägliche Gabe (ungef'abr einen Eßlöffel voll) WacholderbeerenPulver und Salz anregt und dann Kleie, Haferschrot und gutes Heu füt-tert.
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Der London Utility Man-1 tel wird heute zum ersten Mal hier gezeigt. Angeser- . tigt in wasserdichtem Tuch, in einem männlich, schneider gemachtem Muster, ein recht hübsches Kleidungsstück, das nirgends aus dem Platze ist. Fünf Schattirungen stehen Ihnen zur Verfügung, sowie eine vollständige Rangirung von Größen..: 3. Stock, Mitte. L, I KIXJ. X .UKF V4 KßSJt Das Cinkaufs'Centrum der Stadt.
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Das neue A e r me sj -sungsschiff Planet" wird demnächst nach Erledigung der Probefahrten die Ausreise nach dem Vermessungsgebiet in der Südsee antreten. Es ist in weit' größerem Umfang mit den neuesten Instrumenten nicht nur für Vcrmes- ' sungszwecke, sondern auch für meteorologische und geographische Untersuchungen ausgerüstet, wie das bisherige Vermessungsschiff Möwe", das jetzt in Tsingtau als Hulk Verwendung findet, nachdem es über 25 Jahre in Dienst gewesen ist. Die Ausreise des Planet"' soll' über Kapstadt, Colombo gehen, um auch unterwegs möglichst . viele Untersuchungen geographischer , und meteorologischer Art in bisher noch unerforschtem Gebiet vorzunehmen. Besonderer Werth soll auf die Erforschung der Strömungen in den oberen Luftschichten gelegt werdem Dazu wird das Schiff von Kapstadt aus, , bevor es feine Weiterreise fortsetzt, einen Absiecher nach den BouvetInseln maäzeu. die etwa 1600 Seemeilen in südwestlicher Richtung vom Kap der guten Hoffnung liegen. Die- . ses Gebiet soll besondere Ausbeute in meteorologischer Hinsicht versprechen. ;
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