Indiana Tribüne, Volume 29, Number 101, Indianapolis, Marion County, 20 December 1905 — Page 6

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Anlonllai öas Slylangenwew. Eine LiedeZ- und Eifersucht-Romanze von den Philippinen. Von I. L. 1. Klopfenden Herzen wartete an der Werfte in Manila Teddy Baxter, vom 68. Jowa'er Infanterieregiment, auf das einlaufende Bundestransportboot Reliance", und mit ihm warteten noch fünf Kameraden. Denn das Boot brachte sechs Soldatenbräute von der Heimath. Wohl 93 Procent aller im verheirateten amerikanische Soldaten nif den Inseln hätten die Löhnung ti nes Quartals darum gegeben, in den Stiefeln dieser Sechse zu stecken; die übrigen 5 Procent zählten nicht mit, die waren acclimatisirt. Die Schönsie von allen sechs Mädels aber war Ruth Wayman, Teddy Baxters Flamme. Lachend und weinend begrüßte sie vom Schiffsdeck aus ihren Geliebten, und das Taschentüchlein, mit dem sie gewinkt, flog über Bord, als wollte der alte Meergott auch noch einen Fetzen von dieser jungen Liebe erHaschen. Noch am selben Nachmittag gab der Kaplan die Beiden zusammen, und auf Dampfes Flügeln ging die Fahrt nach Vacolor, wo Teddy ein hübsches Nestchen eingerichtet hatte, ein wahresPuppenhaus aus Bambus, umgeben von einem Garten von Palmen- und Bananenbäumen. und mit zwei niedlichen Japanerinnen als dienstbaren Gästen für Ruth. Diese war die einzige vollkommen weiße Evastochter im Ort.und Teddy war so stolz auf sie. daß er kaum sprechen tonnte, er stotterte nur und grinste Jeden mit jungenhafter Glückseligkeit an. Und Ruth fühlte sich wie in einem Feenlande. Es war auch ein großer Schritt vom Ladentisch eines ZuckerWerkgeschäftes, in Iowa hierher, wo sie unterPalmen und Bambus diePrinzessin spielen konnte. Wenn nur einige ihrer mehr oder minder guten Freundinnen in Iowa sie in dieser neuen Welt sehen könnten! Ohne Weiteres ließ sich Ruth von ihrer Dienerin O Kio San, welche auf einer Matte bewundernd vor btz schlanken blonden Schönheit kauerte, in die leichte, lose und doch,sehr schmuckoolle Tracht umkleiden, wie die Mestizenmädchcn in Manila sie trugen; sie verzichtete auf ihren Pompadour und ließ ihr langes Goldhaar von O Rio San zu einem allerliebsten Knotenzopf im Nacken vereinigen. Und O Kio San lächelte und schnurrte form lich wie ein vergnügtes Kätzchen über die herrlich gelungene Arbeit. Bei 'jedem Gang durch die Straßen erregte die hohe, gebietende Gestalt Teddys in semer Khaki - Uniform, und die einzige blonde Schönheit, die es nunmehr in dieser Gegend gab, an seiner Seite, mit ihrem aufgespannten weißen Sonnenschirm, der kaum über Teddy's Schultern ging, große Sensation. Die chocoladefarbigen Eingeborenen geberdeten sich, als hätten sie eine vom Himmel gefallene Göttin eingefangen. Nur Eine sah das Paa? mit etwas anderen Augen an: das war A n t o -nita. Ein kleines schlankes Figürchen in Weiß und Geraniumroth, mit einem flachen Körbchen von Obst und Gemüse auf dem Kopf, begegnete sie eines Tages, vom Marktplatz gegenüber der Kirche zurückkehrend und in Gesellschaft einer Gruppe anderer Mädchen, den glücklichen Neuvermählten. Teddy erkannte sie augenblicklich und kam ein Bischen in Verlegenheit. Er lüpfte beim Vorübergehen den Hut; Antonita erwiderte diesen Gruß nicht, schien überhaupt Teddy ganz zu übersehen, aber mit einem langen Blick aus ihren dunklen Augen nahm sie die ganze Erscheinung seiner jungen Gemahlin, vom weißen Sonnenschirm bis herab zu den Oxford - Schuhen mit französischen Stöckchen" und Oberzeug aus wem Segeltuch, in ihre Seele auf. Wer ist sie?" fragte Ruth; sieht sie nicht lieblich aus? Ich wußte nicht, daß es hierherum Mädchen von so heller Gesichtsfarbe gibt." O doch", erwiderte Teddy, auch einige Männer. - Wir haben einen in Hogans Compagnie, einen Tagalog, Uz ist beinahe heller als Hogan selbst. Aus der Vermischung von chinesischem und spanischem Blut sind solche Menschenkinder hervorgegangen, und dann und wann ist ein ganz hübsches darunter." Kennst du dieses Mädchen?" examinirte Ruth weiter. Ei ja", antwortete Teddy mit etwas erzwungenem Lächeln, wir kennen diese Mädchen alle, gerade so weit, daß wir sie mit Hello" begrüßen. Das sind- Marktmädchen. Wir Jungens haben ihnen schon viele Mangos, Cocosnüsse und Bananen abgelaust und manches Späßchen dabei gehabt." Wie heißt sie denn?" frug Ruth noch. Wer? O .diese eine?" erwiderte Teddy wie geistesabwesend, ich glaube, Antonita oder ähnlich." Ruth hatte weiblichen Takt genug, um zu wissen, wann sie mit Fragen aufzuhören hatte, und Teddy athmete erleichtert auf, in dem irrigen Glauben' sie habe den Gegenstand ganz fallen ge-lassen..-. Tas erste Mal, wo er Antonita gesehen, war an dem Tage, als sie in Bacolor einzogen. Es hatte ein ziemlich hitziges Gefecht außerhalb des Ortes getobt. Als die Amerikaner endlich in das Dorf einzoaen. aerade bei Son-

nenunlergang, waren it zu hungrig, um ' sich lange um Förmlichkeiten zu kümmern. In dem Theil des Ortes, welcher einst brannte.hatten die Frauen und Greise Zuflucht gesucht. Zu Tode erschreckt, flehten sie um Gnade, außer Antonita. Diese stand, schweigend und mürriscki. atatn eine orofce Nal me gelehnt und eine Hand .m den Falten ihres fleischfarbenen Ueberrockes; als der Compagnie - Chef sich ihr mit Friedensanerbietungcn näherte, zog sie die verborgene Hand hervor, und es blitzte in ihr ein Messer mit schmaler Scheide! Teddy vergaß dieses Gesicht nicht wieder. Späterhin jedoch machte sie, wie andere Marktmädchen auch, Geschäfte mit den Soldaten. An Teddy aber hatte sie, sobald sie ihn in's Auge gefaßt, ihren Narren gefressen. Eines Tages ließ sie in den Baracken in welche die Soldaten die halbverbrannten Hütten verwandelt hatten ein Körbchen auserlesener Früchte als Geschenk für Teddy, und dieser war unklug genug, es zu behalten! Das war Alles; aber Antonita betrachtete es als' eine Erklärung, daß er ihre Liebe erwiderte. Sie setzte ihr Werben in ihrer stillen Weise fort; er war nie anders, als höflich und artig zu ihr. aber die Begriffe von dergleichen sind eben nicht überall dieselben! Arme Antonita! Schon sprach sie mit ihrer alten, verrunzelten Mutter von ihrer Heiraths - Ausstattung, da bald der größte und hübscheste der Americanos" sie heimführen werde. Tags darauf, als sie wieder mit dem Marktkörbchen kam, fand sie Teddy nicht. Er war beschäftigt, so sagte ihr der Compagniechef, welcher ihr selder den Inhalt des Körbchen ablausen wollte, aber von ihr nicht einmal einer Antwort gewürdigt wurde. Noch zweimal kam Antonita vergeblich; aber dann gestattete ihr Mestizen-Stolz ihr nicht mehr, das Lager zu besuchen. Sie erfuhr indeß von Teddys Besuch in Manila und von dem BambusHäuschen, das er bauen ließ. Aeußerlich war jedoch der schmucke amerikanische Hüne für sie nicht mehr vorhnden. 2. Schon hatte das 68. Regiment so lange in Bacolor gelegen, und die Kämpfe hatten sich allmählich so weit weg in das Innere von Luzon gezogen, daß es auch den unbeweibten Soldaten wie ein Verlassen der Hcimath vorkam, als eines Tages ein Marschbefehl eintraf. Es handelte sich darum, eine Schaar marodirender Filipinos aufzuheben, welche dem beruhigten" Lande am Rio Grande 'de la Pampanga entlang zu nahe gekommen waren. In einer Woche, höchstens zwei, würden sie zurück sein, tröstete der Oberst. Cchlechter Trost für Teddy und sein junges Eheglück! Es war ein schweres Abschiednehmen von Ruth, und so elend hatte sich Teddy schon lange nicht mehr gefühlt, trotz des schönen Wetters und der befeuernden Musik, die, soweit er in Betracht kam, ebenso gut Chopin's Trauermarsch hätte sein können. Als die Compagnie aus ihrem Palmenhain - Lager hinauszog auf dem, mit heißem weißen Sand bedeckten Wege, da stand ein kleines, schlankes Figürchen in dem hohen, trockenen Gras unter den Pfefferbäumen und musterte ganz still, mit' leidenschaftlos aussehendem Gesicht, die Vorübermarschirenden; Teddy Baxter blickte, dumpf brütend, gerade vor sich hin und bemerkte die Gestalt nicht. Drei Tage darnach komlie man wahrnehmen, daß die Jalousien an Baxter's Bambushäuschen herabgelassen waren. In de: Morgenkühle kam Antonita durch das Gärtchen getrippelt und setzte ihr Körbchen unter dem Schatten einer Palme nieder. O Kio San kam herausgehuscht und kaufte ihr Einiges ab; viel brauchte sie heute nicht, sagte sie, denn die Gnädige sei krank. O wie lebhaftes Bedauern Antonita zeigte! Da mußte die Hitze daran schuld sein, meinte sie; wenn schon die starken Americanos" sie so schwer vertragen- könnten,. so müßten ihre Damen sicherlich noch mehr darunter leiden. Wenn ich nur wüßte, was ich thun soll!" seufzte O Kio San; dt Gnädige will einen Doktor haben. Der amerikanifche Doktor ist aber mit dem Regiment weg, und einen einheimischen zu holen, getraue ich mir nicht, das würde den Gnädigen wohl au ßer sich bringen, wenn er zurückkommt!" Antonita bestärkte sie in dieser Mei nung. Das Beste, sagte sie, wäre, die Patientin kühl zu halten, sie viel zu sächeln, ihr kühle Blätter auf den Kopf zu .legen und ihre Lippen mit Wasser zu beneken. Und etwas Obst sei sehr zu empfehlen, besonders der Saft einer der feinen Orangen, welche sie chr gestern verkauft hatte, waren sie der Sennora nicht wie Götterspeise vorgekommen? Lächelnd' hielt Antonita eine reife Pomeranze in die Höhe. ,Die wird ihr gewiß noch besser schmecken", sagte sie. Und wollte sie auch etwas CocaWein mitbringen; der sei in Fieberzuständen vorzüglich, fügte sie hinzu. Wirklich brachte sie am andern Tage solchen Wein. O Kio San sagte ihr, die Gnädige habe etwas von der Pomeranze mit Behagen genossen, sei aber nicht wohler, ja sie sei gestern Nacht ganz wirr in ihrem Kopfe gewesen, habe zu etwaö Unsichtbarem gesprochen.

und die andere Dienerin seidavongelaufen aus Furcht vor einem Teufel! Antonita schien erschreckt zu sein, wurde aber zugleich vertraulicher. Es sei nicht zu bezweifeln, sagte sie, daß es Teufel gebe, ja es existire sogar ein besonderer Teufel für blaue Augen) Ob O Kio San sich nicht fürchte, mit der Sennora in diesem Zustande allein zu sein? Jch weiß nicht, was ich davon denken soll", erwiderte O Kio San; aber ich liebe die Gnädige zu sehr, um sie verlassen zu wollen. Ach, wie kann ein Teufel ein so schönes Frauchen quälen wollen? Nein, ich will aushalten, und wenn der Böse da ist, will ich ihn wegbeten." Aber sie schauderte doch, als sie in das Bambushäuschen zurückkehrte und jenen Wein für die armen heißen Lippen kühlte, welche Teddy beim Abschied so oft geküßt. Schon war es die elfte Nacht, als das 63. nach Bacolor zurückkehrte. Der helle Mond warf sein weißes Suchlicht über die Reisfelder und die kleinen Häuser. Tiefe Stille ringsum. Teddy wäre überglücklich über das nahe Wiedersehen gewesen, hätte nicht eine brennende Ungeduld sich seiner bemächtigt.' Es war ihm fast, als ob er keine Sekunde zu verlieren hätte. Endlich kam die Bambusstraße in Sicht. Teddy stolperte und stieß einen fröhlichen Juchzer aus. Da drang ein langer Weheschrei einer weiblichen Stimme durch die Nacht, eine Todesangst fprach aus ihm, und er kam unmittelbar von der Bambusstraße! Im nächsten Augenblick trat eine weiße Gestalt aus den Schatten in dasMondlicht, und sie fiel gerade vor der Truppenlinie nieder. Teddy erkannte sie, obwohl er im hintersten Glied war: es war O Kio San. Die ganze Compagnie hielt. Seine Soldatenpslicht ganz vergessend, sprang Teddy vor und hob die kleine Japanerin auf, die halb Wahnsinnig vor Angst war und sich nur noch stumm an ihn hängen konnte. Herr Oberst!", rief er in höchster Aufregung, als dieser herzugesprengt kam, dort in meinem Hause ist etwas los darf ich abkommen?" Der Oberst ließ Teddy, von dem er wußte, daß er im Allgemeinen ein sehr guter Soldat war, ohne Weiteres gehen, und dieser, ohne auch nur auf O Kio San zu warten, drückte seinen Hut über die Augen und rannte, wie auf Leben und Tod, die Straße hinab. Vor dem Bambushäuschen angelangt, in welchem kein Licht zu bemerken war, hielt er sich nicht mit den Treppenstufen auf, sondern sprang über das Veranda-Geländer und durch das Fenster unmittelbar in dasSchlafzimmer. Es war drückend heiß, und ein seltsamer, zugleich süßer und übelkeiterregender Guuch drang in Teddys Nase, daß er nach Athem ringen mußte. Wo hatte er doch diesen Geruch schon vor sich gehabt? Ha, in den Dschungeln, als die Eingeborenen Räucherzeug um einen ihrer Todten verbrannten; er erinnerte sich noch an den wilden Tanz und an das eigenthümliche Stöhnen, welches damit ver'bunden war. Als sein Auge sich an 'das Duster gewöhnt hatte, gewahrte er einen Anblick, der fast sein Blut erstarren machte! Ruth lag auf dem Bette, den Kovf seitlich so weit niederhängend, daß ihr schönes langes Haar den Boden berührte, und auf ihrer weißen Brust lag ein zusammegerolltes schwarzes Ding, mit einem emporgerichtetenKopf, der sich lautlos bewegte, vor dem Bett aber, halb sitzend, halb liegend, war Antonita.deren Hände und ganzer Körper sich im Gleichtakte mit dem sich bewegenden Schlangenkopfe hin und her schwangen! Sie war so in ihr unheimisches Werk vertieft, daß sie ihn gar nicht bemerkte, bis er sie am Hals packte; dann sank sie mit einem Schrei zurück. Teddy stieß sie nach dem Bett hin, ihr Gesieht unmittelbar auf den schwingenden Schlangenkopf zu. Nimm das weg", gebot er grimmig. Zitternd faßte sie die Schlange unter dem Kopf und nahm sie behutsam von der weißen Brust weg.- Teddy zog ein Messer und hieb die Natter, die sich in ihrer Hand wand, mitten durch, daß sie in zwei Stücken auf den Boden fiel. Ist sie todt?" fragte er gepreßt. Nein, sie ist nicht todt", zischte Antonita; sie sollte schon lange gestorben sein, aber sie. ist ein Teufel! Nichts kann sie tödten, als eine DaghongPalay". Sogar diese hatte Angst vor ihr, als sie auf ihrer Brust lag und auf ihre Augen blickte. Ja, sie ist ein Teufel!" Es wurde Teddy erst ganz schwindelig bei diesen Worten des kleinen Dämons; doch rasch schoß sein Zorn wieder auf. Zeig' mir, daß sie nicht todt ist", sagte tx: Sie schläft nur", erwiderte Antonita langsam; ich gab ihr Coca-Wein, und am Kopfende brennt das Parapatela". Jedes Andere wäre daran ruhig gestorben. aber nicht sie. Sie ist eben ein Teufel." Und Du, o Gott, was bist Du?" Er schleuderte sie wild von sich. Hinaus da, sofort, ehe ich vergesse, daß Du ein Weib bist, und Dich todte wie diele Natter!" Sie war weg. ehe er es wußte. Er siarrre das weiße Gesicht auf dem Kis-

i sen an und wagte nicht, es zu beruh'ren, au Furcht, es kalt zu finden!

Wieder drang der füß-widrige Geruch in seine Nase; er tastete nach dem Parapatela" und fand es in einer irdenen Schale auf einem Bambusgestell brennend. Er schleuderte die Schale aus dem Fenster, und dann hob er Ruth's warmen Körper sanft in die Höhe und trug ihn auf die Veranda hinaus. Dort fanden der Compagnie - Chef und ein Begleiter, welche vom Oberst des Regiments abgesandt worden waren, noch bei Tagesanbruch die Beiden vor; er hatte sie in eine Hängematte gelegt, sich auf einer Grasmatte daneben ausgestreckt und war fest eingeschlafen. Ruth lächelte ihnen zu, als sie an der Treppe hielten, und bat sie, ihn nicht zu stören. Weggehend fanden sie am Weg unter den Pfefferbäumen eine kleine Gestalt in Weiß und Geraniumroth, die todte Antonita. Ein Konservatorium für Vögel. Im Gil Blas" lesen wir: Die Reformen, die Herr Dujardin-Beaumetz, der sympathische Staatssekretär im Ministerium der frönen Künste, in unserem Conservcitorium eingeführt hat, sind ganz unbedeutend im Vergleich zu den Neuerungen einer ehrenwerthen Bürgerin von London. Besagte Dame, die wahrscheinlich eine große Musikliebhaberin ist, hat ein Conservatorium für Vögel gegründet. Lächeln Sie nicht, meine Herrschaften! Die kleinen gefiederten Sänger machen raschere Fortschritte als unsere besten Conservatoriumsschüler. In drei Wochen verwandeln sich selbst die ungebildeten Spatzen in vollendete Virtuosen. Sie lernen drei Lieder. Es ist nur bedauerlich, daß sie sich dem leichten Genre zuneigen und die tiefgrllndige Musik der Wagner'schen Schule nicht allzu hoch schätzen. Die Unterrichtsmethode der Londoner Vogelmusikprofessoren ist sehr einfach: Der Schüler wird in einem großen Käfig, in welchem ein Phonograph in ThäKgkeit ist, für längere Zeit isolirt. Zuerst legt der Vogl dem, Concert, dem er gratis zuhören darf, nicht allzu große Bedeutung bei. Nach und nach aber lauscht er mit immer wachsendem Interesse, bis er schließlich den Versuch macht, die gehörten Lieder zu wiederholen. Die Methode ist neu. Der achtbare Staatssekretär im Ministerium der schönen Künste thäte gut. wenn er sein Augenmerk darauf richtcte. Sollten die Menschen weniger begabt sein ls die Vögel, und könnte ihnen in unseren Conservatorien der Gesang nicht auch durch Phonographen eingetrichtert werden? Halb H'ase, halb Katze.

Aus Kempten in Bayern wird berichtet: Daß es viele Katzen gibt, die sich im Sommer vom Hause entfernen und im Walde aufhalten, ist bekannt. Interessant ist aber folgender Fall aus der Nähe von Kempten. Von einem alleinstehenden größern Besitzthum. ganz von Wald umgeben, entfernte sich im Frühjahr eine Katze und kehrte erst im Herbst zurück. Doch kam sie nicht allein, brachte vielmehr noch zwei Junge mit, die halb Hase und halb Katze sind. Der hintere Theil der Jungen ist ein ausgesprochener Hase: Hasenstutzel, Hasenfüße (die Hinterbeine viel länger als die Vorderbeine), auch hüpfen die Jungen wie Hasen; der vordere Theil ist Katze; auch putzen sich diese Thiere nicht wie die Katzen, sondern wie Hasen. Diese gewiß seltenen Thiere sind jetzt ganz zahm gemacht und erfreuen sich der besten Gesundheit." An der Gesundheit" der seltenen Thiere" wird man kaum zweifeln wollen. Sind es nun aber mehr Katzenhasen oder mehrHasenkatzen? Wenn die Thiere sich gut entwickeln und reich vermehren, wird man sicher einen guten Katzenhasenbraten in Kempten bekommen, und wenn der Trunk gut ist. können die Kemptener gut leben. Weh aber, wenn sie am nächsten Morgen einen echten Hasenkater haben! Vom Krawattenblnden. Sehr interessante Aufschlüsse über die Aesthetik der Krawatte hat ein bekannter Pariser Schauspieler veröffentlicht. Er sagt: Eine tadellose Krawatte muß in der Dunkelheit gebunden werden, es gibt nichts Gemeineres, nichts Unzraziösere5, als eine symmetrisch gebundene Krawatte, welche Mühe man sich auch geben mag: eine im Licht gebundene Krawatte wird nie mals den nöthigen Grad von Ungezwungenheit haben. Der Trieb zur Symmetrie ist jedem Menschen eingepflanzt und ist nie ganz zu Lberwinden. Man muß ihn aber bekämpfen, eine Krawatte muß nachlässig gebunden werden. Nie dürfen die beiden Enden von gleicher Länge sein. Sie muß leicht auf dem Kragen aufliegen und darf nicht die geringste Arbeit verrathen, dadurch zeichnet sich der elegante Weltmann aus. Man mu Hand an die Krawatte legen, aber nie mals die letzte Hand!" S i e g es g e w i ß. Richter: Ihr Name ist also Fraulei Else Meier?" Fräulein: .Jawohl. .'. J&U auf Weiteresl" Feine Gesellschaft. Nun, Herr Commercienrath, an Ihrem letzten Gesellschaftsabend soll's ja sehr lustig gewesen sein!?" Lustig?! Bei mir ist man nie lustig dazu ist meine Gesellschaft viel zu distinguiri!"

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