Indiana Tribüne, Volume 29, Number 100, Indianapolis, Marion County, 19 December 1905 — Page 7
Jndkana Tribüne, RS. Dezember RO0I.
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Cicö(jaöer(Lrjcatcr. Swfflcii von Crr.nu Merk.
(Schlüß') Erst konnte sie nicht sprechen. Nur eine verneinende Bewegung-machte sie mit dem feinen schlanken 'Kopf und nach einer Weile sagte sie leise und feierlich: Ich will Ihnen nicht weh thun! Ihnen nicht! Nein, das habe ich nicht gewollt!Sie gingen nebeneinander durch den Garten ganz stumm, ganz langsam. Wie eine schwere Last lag es auf ihnen so viel Unausgesprochenes, so viel Erwachendes, wie eine neue empordämmernde Welt. Aber wonnig süß war es doch, dieses Schweigen in der leuchtenden Schönheit des Maiabends, in diesem Blüthenduft, in dem fünften Fäöeln des Frühlingswindes. Helga! Herr Professor! Ich bitte Sie! Kommen Sie! Kommen Sie!" Herminens aufgeregte, flehende Stimme riß sie aus ihrer Versunkenheit. Das hatte ganz verzweifelt geklungen, als wäre ein Unglück geschehen, als brenne es im Hause und sie liefen bestürzt in den Gartensaal. Daä junge Mädchen kam ihnen auch völlig verstört und fassungslos entgegen. Sie vergaß in ihrer Erregung sogar die Gereiztheit jegen die Freundin und packte Helga bei der, Hand: Denke Dir nur! Denke Dir nur! Nun foll im letzten Moment aus unferem Stück nichts werden! Das Podium ist fertig, die Bühne! Und alle die. Menschen, die kommen werden! Großpapa erwartet sich doch irgend eine Ueberraschung, nachdem wir so heimlich thaten all' diese Zeit! Ich bin ja ganz außer mir! Sie rang förmlich die Hände. Aber warum denn nicht? Ist Jemand krank geworden? Was ist denn? frugen Helga und der Professor in einem Athcm. Fräulein Lechner hat erklärt, sie will nicht spielen!" Jm letzten Moment? Aber das geht ja nicht!" Ach. hör' nur, wie das kam! Sie hat dech einen so schauderhaften Anzug, nicht wahr?" Na. Geschmacksache, weißt Du!" Helga lächelte etwas schadenfroh. Mir war es doch nur um die Rolle, um die .Hildegard' und da habe ich ganz sanft und schüchtern angetippt ich weiß ja, wie empfindlich und eitel sie ist : ,Ob sie nicht vielleicht die blauen Bänder im Haar weglassen wollte? Das sei doch nicht modern. Und ich würde ihr gerne mein hübsches Spitz-ntuch leihen, das als Entree elegant aussieht.' Du machst Dir keinen Begriff, wie das sie beleidigt hat! Zu fchluchzen hat sie angefangen: ,O, ich weiß schon, ich bin Euch nicht recht! Und ich lasse mir dieses ewige Tadeln nicht gefallen! Man hat mir immer gefagt, daß ich Talent zum Deklamiren habe! Aber ich spiele morgen überHaupt nicht! Nein, um keinen Preis!' " Die Mimosa! Ich habe es ja immer gesagt!" warf Helga ein. Aber der Professor sah etwas v:rlegen und nachdenklich aus. Ihn bedrückte sein Gewissen und er ahnte wohl, daß nicht allein die Toilettenfrage Fräulein Minny verstimmt hatte. Sie hatte bei der letzten Probe seine Roll: in Händen gehabt, um ein paar Stichwörter zu ändern. Als er heute Morgen die Blätter durchflogen, war ein Gedicht herausgefallen ein schwärmerisches Gedicht in mangelhaftem Versmaß. Er wollte nicht derstehen, daß es an ihn gerichtet war; er wollte nicht errathen, was es bedeutete! Er hatte dem erröthenden Mädchen das Gedicht zurückgegeben und ganz ruhig bemerkt: Sie haben dieses Blatt in meiner Rolle liegen lassen, mein Fräulein!" Nun fühlte er wohl, daß sie ihm diese Kränkung diese herbe Wahrheit nicht verziern, und er war ganz in der Stimmung, ein herzliches Mitleid zu empfinden. Einer Schuld war er sich ja nicht bewußt, denn er hatte duses überraschende Entgegenkommen mit keinem Wort, mit keinem Blick herausgeforoert. Ja, er war bei dem Zusammensein mit Minny immer so zerstreut und übellaunig gewesen, weil er beständig nach Helgas muthwilligem Geflüster hinhorchte, daß sie eigentlich keine Ursache gehabt hätte, an seiner hochgradigen Gleichgiltigkeit zu zweifeln. Auch er wußte freilich nicht, daß das Fräulein am Fenster des Gartensaals gestanden war, als er mit Helga gesprochcn, daß sie seine leidenschaftliche Bewegung beobachtet, und daß gerade in diesem unglücklichen Moment Hermincns Tadel über ihre blauen Bänder an ihr Ohr klang die letzte herbe Note, die sie in ihrer Enttäuschung nicht ertrug. . Aber das kann doch nur eine vorübergehende Schrulle der .Mimosa' sein." meinte Helga. Wir wollen ihr Alle freundlich zureden. Sie muß doch einsehen " Ach nein! Clemens sagt, man soll sie ganz in Ruhe lassen. Sie hatte ja einen förmlichen Weinkrampf und er mußte ihr kalte Kompressen auf die Stirne legen und Mamas Baldriantropfen aufnöthigen. Eben läuft unser Diener um eine Droschke. S:e wiederholt nur immer unter Thränenfluthen: ,Man hat mich beleidigt! Ich spiele nicht!' Mama ist natürlich außer sich! Alle die hundert Einladungen lassen sich doch mcht absagen!"
Sie waren zusammen in den Salon
gegangen, in dem nun die fertige Bühne der Schauspieler harrte, und das der Heldin" beraubte Personal wortlos herumstand. . Frau Steinerz saß gekmckt auf einer für die Bühne bestimmten Rasenbank, rieb sich die Stirne, mit dem Mlgranestlft und zammerte: Hatte ich mich doch zu diesem dummen Theaterspielen nicht überreden lassen! Nun hat man die Geschichte! Eine Bühne und kein Stück! Ach, meine Nerven! Ich bin doch eine kränkliche Frau! Ader auf mich nimmt man keine Rücksicht! Sie hätten als Arzt voraussehen sollen, daß ich diese Aufregungen mcht vertrage: Doktor Stahl, der eben Fräulein Minny an den Wagen gebracht, war in diesem Augenblick zu übelgelaunt, um auf den Vorwuf dcr Schwiegermama m:t fernem gewohnten Humor zu antworten. Ich kann doch nichts dafür, daß man diese affektirte, empfindliche Person zum Mltjpielen aufgefordert hat! Mqn hätte wirklich leicht ein netteres Mädchen finden können Ja, zanke Du auch noch! Das fehlte gerade! Alles kommt über mich!" stieß Hcrmine hervor. Die Thränen standen ihr in 'den Augen Die Familienszene fing an, recht ungemuthlich zu werden. Da trat Helga Mit rascyem Entsch'.uß auf sie zu und rief mit ihrer wohlthuend fröhlichen Stimme: Ich will Dir einen Vorschlag machen! Es ist ja nur ein Nothbehelf! Aber in dieser Zwangslage! Nämlich. ich rnnne so: Lu hat gewiß die .Amerifernerm vom vielen Hören ganz im Kopf" Ja. ja! bestätigte die Kleine und fing gleich an, die Rolle herzusagen. Wenn Du ihr eines von Deinen Schleppkleidern gäbst. Hermine, damit sie alter ausneht, konnte sie vielleicht für mich eintreten " Ich will aber eine schwärze Perücke aufsetzen, damit ich interessanter werde!" Lu klatschte vor Vergnügen in die Hände. Und Du Du wolltest Ich kann die .Hildegard' so ziemlich auswendig. Was mir fehlt, lerne ich rasch. Und wenn ich mich auch ein wenig blamire es ist doch besser, als das Stück fallen zu lassen, nicht wahr? Man könnte vielleicht sagen wie auf dem Theaterzettel: Die Rolle wurde im letzten Moment von Fräulein Durlach übernommen." Aus besondererGefälligkeit!" schaltete Doktor Stahl lebhaft ein. Sie sind ja wirklich eine Retterin in der Noth!-" Wir brauchten dann nur einen Erfatz für das Stubenmädchen und einen guten Souffleur!" Der Souffleur ist da; er wartet, seit einer Stunde. Und das Stubenmädchen kann' ich übernehmen!" ' Hermine, jubelte es ordentlich heraus und hätte fast Helga umarmt, wenn ihr nicht rechtzeitig eingefallen wäre, daß sie die Freundin ja eigentlich haßte! Aber diese Wendung war herrlich! Dann fiel auch das Zusammenspiel der Beiden weg. das sich als so yefäbrlich erwiesen hatte und die 'Kußszene! Oder viel5?:hr Clemens mußte seine künftige Schwägerin küssen den Backfisch! Das könnte sie ihm! Und sie brauchte also auch die Mäuse nicht und die ganze Verantwortung, die sie auf sich hatte laden wollen! Merkwürdig, daß Clemens sofort zugestimmt hatte, daß er sich gar keine Enttäuschung anmerken ließ! AmEnöe war ihm doch nicht so viel an dem Kuß gelegen gewesen, als sie geglaubt! Ihre tiefe Depression machte nun einer ganz wilden Ausgelassenheit Platz, in der sie das Häubchen und den Stubenmädchenschurz der Schwester für sich in Anspruch nahm uno mit dem Staubwedel herumfuchtelte wie mit einem Kommandostab. -, An's Werk! an's Werk. Kinder! Und wenn wir hjs morgen früh profan müßten! Es soll noch zu Stande kommen. aerade der ekligen ,Mimosa' zum Trotz!" Alles schüttelte Helga die Hände und gratulirte ihr zu ihrem guten Einfall. , Alles war vergnügt, nur derBedi:nte" mußte mit viel Hummermajonnaise und vielen Cigarretten. bestochen werden. um Nicht zu linsen. Anfänglich war Helga ja etwas bcfangen, aber sie entwickelte nach und nach eine ganz packende Wärme und ihre einfache Natürlichkeit wirkte so be friedigen? nach dem affektirten' Gelispöl Minnys, daß sogar Hcrmine zugeben mußte, das Stuck habe in die ser neuen Besetzung nur gewonnen. Ich habe nicht gewußt, daß Du eine so vollendete Schauspielerin bist?" konnte sie sich nicht versagen, Mit eine gewissen Schärfe beizufügen. Du hast Dich mit Deiner neuen Rolle ja auch völlig verwandelt! In der That, kein Flüstern, kein Kichern mehr hinter den Koulissen, lem koketter Blick mehr' für den jun gen Bräutigam. Ganz brav und sitt sam stand Helqa nun neben dem Afri kareisenden" und fühlte seine Augen warm u.nd dankoar aus jich ruhen. Wer' aus Ihnen klug werden könnte!'' sagte Professor Rethel leise. S:e sind nun wirklich eine Andere! Aber welches ist Ihr wahres Gesicht? Sie sah ihn lächelnd an. Aber es lag doch eine bittere Gereiztheit in ihre? Erwiderung: Fragen Sie doch Herminen! Sie weiß ja Bescheid über mich! Ich bin nur Komödiantin! Nein, nein, Fräulein Helga ich
glaube es doch nicht! ür eine-echte Komödiantin sind Sie viel zu aufrichtig! Und' wenn Sie nicht lachen, dann liegt ein fo lieber, tiefer, ergreifender Ernst in Ihren Augen.' Ach, ich bin ja so glücklich, daß ich Sie nun hi;r festhalten darf in meiner Nähe, daß ich nicht die Zähne aufeinander beißen muß vor Wuth und eifersüchtigem Neid wie all' die Tage. Aber das wird ja wiederkommen, ich weiß es vielleicht schon morgen bei dem Fest." Glauben Sie?" Ja. ja! Ick kenne mich! Einsperren kann ich Sie ja mcht! Nicht hüten vor jedem fremden Blick!" Einsperren! Das nützte doch auch gar nichts!" meinte sie lachend. Die Gedanken kann man ja nicht gefangen nehmen, wenigstens nicht mit Schloß und Riegel und- schließlich kommt es doch nur darauf an. was wir denken und empfinden! Was liegt an dem wärmsten fremden Blick, wenn er uns gleichgiltig ist?" , Alsi einsperren finden Sie nutzlos? Aber was dann? Wie kann man sich eines fo freien, trotzigen Seelchens wie das Ihre so bemächtigen, daß man nicht beständig zittern und fürchten muß? O diese moderne Frau mit ihrem komplizirten Wesen, mit ihrem raschbeweglichen Temperament! Es ist verteufelt schwer,. Gewißheit zu haben Gewißheit! Die Gedanken zu beherrschen hinter dieser weißen glatten Stirne!" .So schwer? Ich finde, es ist sehr einfach. Im Grunde sind wir doch dieselben, die wir waren. Man muß uns nur fühlen lassen, daß man uns lieb hat sehr lieb! Dann erscheinen wir uns selber heilig und köstlich und sind gebunden und gefangen in der Freiheit um uns her und hüten uns für den Einen vorausgesetzt, daß der Mann" Er hatte seine Hand auf ihren Arm gelegt. Wie ein glühender Strom floß es durch ihre Adern aus diesen bebenden Fingern. Weiter, Helga weiter!" Vorausgesetzt, daß uns an dem Manne etwas liegt, natürlich!" Sie hatte die letzten Worte mit halbzurückgewendetem Kopfe gesprochen, ehe sie durch die Koulissen schlüpfte. Sie mußten nun zusammen fpielen. Man hörte ein paar Mal den Soufleur. Der Afrikareisende" war sehr zerstreut. Schließlich fühlte sich Alles so müde von dem. langen Herumstehen, daß man um Mitternacht doch auseinanderging mit der Ueberzeugung, die freilich Niemand aussprach, der arme Hofrath werde wohl keine besondere Freude daran erleben, daß man sein Stück an das Tageslicht gezogen hätte. ! Helga hatte ihre Rolle im Salon liegen lassen und war noch einmal zurückgeeilt. So stand Hermine allein im Flur, als sie sich verabschiedeten; alle Anderen waren schon voraus. Plötzlich fühlte das junge Mädchen einen heißen Kuß auf ihrer Wange und eine von warmer Bewegung zitternde Stimme flüsterte ihr in's Ohr: . Verzeih' mir. Hermine! Verzeih' nvr! Die böse Amerikanerin ist fort und kommt niemals wieder. Ich bin setY schlimm aewesen vielleicht beichte tch Dir einmal warum: Ader nun möchte ich Alles gut machen. Du hast Dich' grundlos geängstigt. Liebste! Ich habe mit Deinem Clemens kokettirt; er wollte nicht unhöflich sein und lachte mit! Aber wir haben nur dummes Zeug mit einander geredet. Nicht ein Wort hat er gesagt, das Du nicht hättest hären dürfen! Er hat Dich lieb! Dich ganz allein! Glaub' es nur!" Hastig hatte sie die Worte hervorgesprudelt. Dann lösten sich die Arme, die sich zärtlich um den Nacken der Freundin aeschlungen und sie schlüpfte fort. Helga! Sag' mir doch" rief Hcrmine ihr nach. Ein anderes Mal! Gute Nacht! Schlafe recht wohl!" klang's noch zurück. Die Aufführung am nächsten Abend gelang über alles Erwarten gut. Helga war hübsch und liebenswürdig und die Zuschauer staunien ordentlich, wie überzeugend wahr und echt die Neigung zwischen ihr und dem Afrikareisendcn zum Ausdruck kam. Der Hofrath wurde stürmisch gerusen und die Träger der beiden Hauptrollen zogen den bescheiden Widerstrebenden auf die Bühne, wo er sich ganz gerüljrt und verwirrt verneigte. Während der Vorhang fiel, fand Professor Rethel endlich Zeit zu der Frage, die ihm seit vierundzwanzig Stunden auf den Lippen brannte: Liegt Ihnen etwas an dem Mann, der Sie lieb sehr lieb hat, Helga?" Sie sah ihn mit ihren strahlenden Augen an, voll Uebermuth und doch mit hcrzbestrickender Wärme: Aber natürlich! Haben Sie das wirklich noch nicht gemerkt?" sagte sie leise. Der alte Hosrath erschrak ordentlich über den stürmischen Jubel, mit dem sich nach dem Spiel sein Paar" in die Arme sank. Dann aber schüttelte er ihnen mit nassen Augen die Hände: Das freut mich das freut mich
wirtlich von Herz:n! Nun hat mcin altes Stuck noch cm langes Gluck zu Wege gebracht!" Gktauschtcs verträum. Der Herzog Maximilian in Bayern (gest.' 15. November 1888), der Vater von fünf Söhnen und fünf Töchtern, darunter die Kaiserin Elisabeth von Oesterreich, war ein überaus großer Qundcfreund. Diese Thierliebe gina so
weit, daß er, behauptend, die Hunde hätten eine tiefere Menschenkenntniß, als er selbst, sich von ihnen insofern beeinflussen ließ, als er in seinem Vorzimmer immer mehrere verweilen ließ, und jene' Person, welche von den Hunden angeknurrt wurde, schon von vornherein mißtrauisch empfing. .Natürlich trachteten alle Bittsteller, die vom Herzoge eine Gunst erwarteien, sich vor, Allem mit den Hunden auf guten Fuß zu stellen und sie durch allerlei einem Hundegaumen angenehme Leckerbissen sich günstig zu stimmen. Ein alter Förster, der um eine GeHaltserhöhung bitten wollte, hatte in Rücksicht darauf einen erheblichen Wurstvorrath an die Hunde vertheilt und geglaubt, sie sich aewoaen aemacht
zu haben; allein als nun die Thür zum Zimmer des Herzogs sich öffnete. knurrte ihn Quick, ein englischer Setter und des Herzogs Lieblingshund, recht ungnädig an. Der Herzog, heute überdies bei schlechter Laune, schlug das Gesuch des alten Mannes rundweg ab. Als diese? langsam und traurig wieder hinausschlich, , kam ihm jetzt Quick schweifwedelnd entgegen. Der alte Förster blickte ihn vorwurfsvoll an und sagte: Jetzt ist's zu spät, undankbares Vieh; hast mich angeknurrt und doch hast du allein für zwölf Kreuzer Wurst gekriegt. Pfui schäm' dich!" Der Herzog hatte durch die nicht ganz geschlossene Thür die laut gesprochcnen Worte vernommen. He! Was soll das mit den zwölf Kreuzern Wurst?" fragte er strenge, in die Thür tretend. Der arme Förster kratzte sich verlegen hinter den Ohren, rückte aber dann mit der Sprache heraus: Ja, sehn's, herzogliche Gnaden, so ist's. Erst läßt sich der Hund von einem armen Mann traktiren, und wenn er ihm durch seine Freundlichkeit nützen könnte, dann knurrt er; und ist das Unglück da, dann schmeichelt er wieder. Freilich, so ein Thier weiß es nicht, wie einem zu Muthe ist, wenn man acht lebendige Kinder mit fünfhundert Gulden ernähren soll." Warum habt Ihr auch so viele?" Na, Euer herzogliche Gnaden haben auch mehr, als Sie vielleicht wünschten." Schon gut! Lassen wir das. Aber wer hat Euch geheißen, meinen Hunden Wurst zu geben? Also sogar die Hunde werden bestochen! Nun, dieses Mal sei es. Er soll seine Gehaltsaufbesserung haben. Aber ihr Hundebestien, hinaus mit euch!" Er gab den Befehl, die Hunde 'an einem Orte zu halten, wo sie vom Publikum nicht gefüttert werden konnten, und sein Vertrauen in ihre Menschenkenntniß war seit der Zeit sehr geschwächt. Tic Zcitcn ändern sich. Als Newton im Jahre 1660 zu Grantham studirte. hatte er recht wenig zu leben, dä ihm gewöhnlich nur vier Schillinge wöchentlich zum Lebensunterhalt zu Gebote standen. Zweihundert Jahre später kaufte Lord Shrewsbury einen Zahn dieses Gelehrten für 16,895 Francs. Das Mttsterescezplar'. Geh' mit. Tonerl! Der Bader soll dem Peperl das Haar genau so schneiden und kämmen wie Dir!" StraVersciiäriung. Der Dichter auf Nummer 15 macht in einem fort Skandal und verlangt etwas zu lesen!" Geben Sie ihm seine eigenen Gedichte!" , Scsliiciden. Hausherr: ... Ein Paar alte Stiefel wünschen Sie? Bedau're hab' keine! V e t t l e r : Nun, so sehr alt brauchen sie ja gerade nicht zu sein!" Xüaprcno 0 e r ji u n d e r der serbischen Infanterie bei Nisch war ein Regiment 24 Stunden lang spurlos verschwunden. Als man es nach langem Suchen schließlich in einer wilden Gebirgsschlucht entdeckte, tanzten ntrftrt (CnTvfn nrrrfi OTnnrtrnl j)vW VIW VV V V W W 4 V v kr Musik einer Zigeunerkapelle. Die Heilsarmee hatin4L Ländern 13.493 Offiziere und 45,332 Beamte und gibt 63 Zeitschriften in 24 Sprachen heraus. Die Fischerei in Eng land ergab in 1903 eine Einnahmt von Z35.000.000 und gab 41.539 Personen Beschäftigung. Z m G r e e I e y - Ä l t r i ! i in Colorado sind 50,000 Acker mit Lu. zerne bepflanzt, welche per Acker fünf
Tonnen Heu ergeben.
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vandalia Abgang St. LouiS Spcl.. tägl s d.. 1 508 St LoutS Liw täglich s d fc b 7 0 )Ctn Capital Sxpreß tägl i d.. 7 100m St Louiö Ac tägl 7 3)33 Ch St L Erpreß täglich d 8.12 SONm St Loui Expreß tägl 8 15N T H H Sifingham Aee tägl. 4 00 Nm St L M Mail täglich.. 8 10 St Louis Special täglich s..ll 3:Nm Vincenneö fcaito & Muten Expr täglich 7 ZOVm BineenneS Sreß täöl...m 3 öO&ra Spencer French Lick Ae,tgl 4 453ra
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