Indiana Tribüne, Volume 29, Number 100, Indianapolis, Marion County, 19 December 1905 — Page 6
Jndiana Tribüuc, IS. Dezember 1905
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Gefahr Laufen Keine Vlut tK da Lebe der sundheit, der Sfut nreines hauptsäcbtlich Verursacht iutdt Unordnungen des SR aens, wenn vernacÄläsllst, können tödlich e Min ; aber Dr. August KZnkg'S Hamburger Tropfen werden dle Ursache beseitigen und back Blut reinige. Preis 50c.' 5 Flaschen 52.0. o HT :0 Geschäftö-Uebernahme. Hiermit die ergebene Anzeige, daß ich die Wirt ichaft. derbunden mit PoobZimmer uud Verein Z. Halle, bilher bekannt'unter den Namen SkihlnA Slle. Eüdweft.kcke Markt uud Noble Ströber nmmea habe. Ich habe die Halle, ubzimmer sow den übrigen Theil det Vebäude gänzlich ueu renoviren lasten und wird dieselbe in Zukunft uuter dem Name Moeller'ö Halle bekannt sei. Lalle sowie ElubrSume stehen Vereinen end sAesellschastea zur Berfvgung. Jedermann ist sre . n ein zeladen, mich in aeie Pllde l besuchen. Achtungsvoll , Herman Moeller, Südmeft Ecke Noble und Stärket Str. Deutsche Wirthschaft . dlln ... Gus. Amann, (Nachfolger von Con. tzeeß.) 852 Massachusetts Avenue. Das berühmte Home BreV" ftetS an Zapf. D besten Weme, Llquore und Cigarren. Jeden ag extra feinen warmen Luncö srgens und Abends. Au einem Besuch ladet freundlichst ein. US. MaiM. S52MaffAve ua ixiaiiu, : Wm. Stoeff ler Seil!5!.
q orto stnrS Wnfcso Pfrstfi? Cichorienfabrik wurde der 40 Jahre Gerücht, Astmann sei keines natürli?w. a3 Jcoro novle ira alte Musiker Richard Nuhnke erstochen, chen Todes gestorben. Jetzt. hat der
NeueS Teleyhaa 2091 Große Ausvahl von A und 'JluratiL No. 449 Gft Washington Str. Vrv HUl Osff: 55 Vt, Cknatc ,. AlteS Telephon Main 2525. Merzte. Vr. 3. A. Sutclifle, Wundarzt, Zcklechts., Urin. unÄeciuV w Arankheiten. entt : 155 OS Oüuket Stt. Tel. 94 OVU-tdk t I bl 13 Uhr .: III 48hl. Dr. Carl Q.Winter Deutscher Nrzt. V2Zde!t aZe akute und chronische Aren' Htt. SeburUhülfe Spqialit. O?ee: U Qeß Mo Otr. tzrtnn l onnnz; iVA adts, ,, ii-u cveJNdtN ! 7- tlt 4 ch. taa : t Wacov. mi t Uilii Xeletolrat r -I5.t3 C3. Ct, VSi , R U.
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t tm i rivrioM. Breslau. Dies Tage begina cs"'o crY"' i das Arbeiter Sckneider'scke Ebevaar die Feier der goldenen Hochzeit. Die kircklicke Einseanuna des Jubelbrautdaares vollaoa Vastor vrim. v.Sckweinitz unter Einhändigung des GnadenY . - . . aeschenks von 50 Mark. Bor eint o l o. f.;..,. o.,,,.ar.wO 1"" uuusvuu, v' . macher Bernhard Hintze beim ArtilleDot sew jähriges Dienstjur ? . m Ä r . . w ortw.m.ff miTrvTm mifSntr fitrtWfist tmiti nn, . i iv u i t, .. Äi.. vvuimk v kmU f.;.s ATWn
lUQilbU IHUt. UViVfrlllU WbtUmUUlUJ' m . f r, . !. . , jubiläum das AllgemeineEhrZnzeichen ??.wserstratze hinter einem Spe-L.r,-v,,. ss. ro.. dltionswaaen her und versuchte, sich
vctucucii uuu vuiiu ueu juuiuiy 2afe gelegentlich ein dem Jubil zu Ehren veranstalteten Sei über, reicht. Die Verwaltung der ens. S(. . (ms tr,ir,m,t Wm . v v v v w vmvv v vuv v v . . "V dilar eine goldene Uhr mit Inschrift. 9V) 11 i d n Oit v. .v..s,':! I U W V II. ,QU VVt VIUIWIMUI a;sswas: .;. ,....1,.d,! iu . . . . " 'KlS e Ä sich &m&SwTTr Viadukt. Der dortselbst beschäftigte f.t.:i.. (11.1. 1 Ja. ' k!m a 1 r x ' . ra rr. r u. : i, rc: 1 ziiumi -puicimuiui iuuitc uuii vc;u Treibriemen erfaß, und umherge. schkudttt, wobei ihm beide Beine und ein Arm gebrochen wurden. Groß - Heimsdorf. Dieser Tage begingt das Karl Rimmkr'sche Ehepaar das seltene Fest deiDiamantöUzeit. Dos Jube" r bes.ki noch .in. Min TBiiflmWt nk hrrWIrt seine gewohnte Arbeit. VVV W23V V vv Kohlfurt. Bor Kurzem eretanete sich im Bergwerk der Grube Stadt Görlitz", und zwar seit seinem Bestehen zum ersten Mal, ein schreckliUCUll AUUl l ICU Clll cher llnglucksfall. Vermuthlich durch Platzen eines Ventils an einem Kessel sind im alten Schacht drei Mann der unalückt. T c&o : 20 Jahre alte Arcts. i ..z mtrr.. o .0 vcuti j4iuimi uu9 wiutwiuu tt war sofort todt, einer wurde schrecklich v,tJnM ,. f.:., verbruht und auch sonst an seinem Korper schwer beschädigt. der dritte am Bein verletzt. M o y s. In der hiesigen Pappenfa brik verunglückte der Maschinenführer Adolf Schmidt, ein langjähriger. pflichttreuer Arbeiter, so schwer, daß er seinen Verletzungen erlag. . 1 -. Hl l-j I Zfrovinz Fosen Posen. Vor Kurzem hat sich die Zlmmermannssrau Franziska Walas zyk, Mutter von 5 kleinen Kindern, in 1- crr lii.f n cr.. r . ivw x9nung hihkiii Revolvers erschössen. Sie litt an einer unheilbaren Krankt'Zt raniyeil. AlrÄchitzki hatte nach Ncugö'tzig begeben und wurdl vonzwei Knechten unter dem Vorgeben m . 1 r . r.. ks.:r.,.:tt.. i aus dem Gastbofe aerufen. das Vferd gehe durch. Die beiden Knechte ; ..xi. I j. VtlUCll UUCl klen den Ahnungslosen und hielten ihn fest, wahrend ein dritter mit einem Messer aus Koschitzki :instach. Ein Messerstich traf das Herz, so daß Koschitzki sofort todt zusammenbrach. Der Thater soll em KnechtHohm aus Pun ken sein. Koschitzki war 33 Jahre alt. F r a u st a d t. In der sogenannten In dem Nuhnke schen Hause wohnte seit Jahresfrist der Maler Otto Köhler, der 32 Jahre alt ist und sich oft dem Trunke binaab. Köhler bekam mit dem ebenfalls in demselben Hause wohnenden Gelegenheitsarbeiter Gratz Streit. Da dieser Streit nicht endete, wollte Nuhnke ihn schlichten und forderte Ruhe. Darauf stürzte Köhler
auf Nuhnke zu und stieß ihm ein Mes- Verfahren wurde die Frau des Häusser derartig in den Leib, daß die Ein- lings Bade. Schwer verletzt wurde
geweide herauskamen. Nuhnke starb i. O . ! 1 . V. I nuu, kurzer Jell. vyer kuxoz dci i hastet. Gratz. Arzt Dr. Kolbe stürzte mit seinem Motorzweirad und brach ..er. ....... . ri -. I ocioc eine, irr wuroe oewunuos ins yiestge ranlenyaus gejcyasst. Hallberg. Der frühere Gartncr opoierosxi nen fia) in leioiimor- ..... pp"v r,ri I verlier iiaji oejm aynuoergange am Wege nach Pripkowo vom Zuge überfc.hren. Der Tod trat sofort ein. o i m a r. . Aus dem ornau' cyen Neubau am Markt stürzte ein Gewölbe zusammen uno vegruo oen aus oem
ti ."ri t. . cm - i irtzuttgen. ' S ch m z e g e l. Kronprinz Wilhelm übernahm bei dem achten Sohne des Hallenmeisters Hoffmann Patenstelle und lisß für den kleinen Täu'sli.ig ein Geldgeschenk von 30 Mark übersenden. Bei dem siebentenSohne des glücklichen I rn.i 3 t.n. I . . ...-- m - . ti . rt i . aiers lzane im vergangenen ayre der Kaiser Patenstelle übernommen. Trzemzal. Der fahrige Sohn des Ansiedlers Dleckmeyer bängte sich auf dem Bodenraum des elterlichen - . . p . wi . c .i . r r .f. . a.lics. jagreno nzx arioncicrnic war lymoelm infauren ein va mu etrkl ht.ln.in ttnn i JVUllUml cjtyuuyv, unu w. i hatte vom Vater Vorwürfe hören müs seit. Provinz Sachsen sm..k,. & 'ey,.:,, Magdeburg. Das Jubiläum t . r"'"c:--. (ftij-n,,;! .cn seiner 2o ahrmen Dienstzeit in derVerÄfflaL6 b,bl,IHlselretr Rudolf Kühne. , . . . TPVU "rTu?JiUT;2"C v9Ciuii cm unu iik uic uui iuui uciujuis
öcruii wiicnocn juwui miner- Theene. Hier brannte das Platzmann unter sich. Der Verunglückte er- mt s Landwirths E. Elaassen litt schwere innere und äußere Ver- nieder. Vom Mobiliar und vori den
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litt der MflUttilet)rlina. cum so iiuini aiuuiu tu viv ii uwii l r jci i a nfAiiAM M j& r i lUJiucic -ocuckuuuui, up u iiuiu u nem Seimatbsorte überführt werden mußte; die anderen Arbeiter blieben unverletzt. Breiten st ein. Uniangst kam !n der Wohnung des Glasmachers Heidecke ein Brand aus, der zwar auf seinen Herd beschränkt werden konnte, bei L , . 1. . lVt f0Cm a0" 005 sunsiayrige ogncu ic.o ä.'v.ji. r rjr. fjjc i t 0" eiveae 10 mieaiim oeruianrnc, - .c.-v, k.'.s.. nrW y i- .w K. ie Unsitte der Kinder. sich an Fuhrwerken hinten anzuhanÖ"1 lul 1" ÖFI.. ci nur., -.r...i ctsmumahrige Junge Till lies m d c r - i..-. sc. ...ir Ai fc "k ZU kn. Er rutschte ab "d kam Fall. Ehe n , sch k. -l lB'n" ' uul 1 vr r l r.ri .lV IMIliart uhrrAhrti itttn irtrrtrt Atftrtn ,u V,v let. .. t . r 1 ws Z ffÄrtSÄS .r f 1TTiirf2fftrs rVint Als aber später festgestellt wurde, daß die Uhr und neuri SRa! ! f das Wenze bei . sich rhatie W schlaanahmte die Staatsanwalt chaft iiuuj 1. un tu uirniuua u : . x , r - . eyririT we Leiche uno liefe sie zur Festste!"s " Todesursache nach Halle ichasfen. ..5.",,!.' hngs Amts.ub laum feiert hltt itl R'rsrsier Kalbhenn L'F l .st auZ die em An aß m Jmn 0lucn lullc 0"V ben worden. Peterwitz. Bor ewiger 3m erstickten bei einem kleinen Stubenbrande der 3jährige Sohn und die öiähriae Tochter der Gottner'schen rrr rzn. r..e. r,rf D SÄ?.XfÄ 'K Z"t des Ungluösfalles auf der '"L , ,.lk, ost v. , Sollst , e d t. Auf dem neuen naurverik X i in ouijrnuv M , .. ri-.r.j: w.s, Arbeiter. Schmuckmg aus Rehungen dilrch den medersausenden Fahrstuhl . .J m.nnimt zermalmt - worden. Der Verunglückte hinterläßt eine Wittwe sorgten Kindern. rnu5 unverFrovinz KannsVer. Hannover. Aus der Hohe von . . ccrn avaestürzt ist am Karstadl- " " . . - M m schert Neubau derSchmiedegelelle yein rick Ude aus der Fabrik von L. Eilers. der dort an Eisenkonstruktionen arbeitete. Ude erlitt auner anderen Ver letzungen einen schweren Schädelbruch und wurde dem Krankenhause zuge 5 " w "rÄ ZTl coniage - ycuut z. uji"' :.n:..t:s?'., f..: lein o aviiu un i uuuum . f6 Brückenbau. Sem Chef und , ba P al überraschen den Jubilar mit t""'" z..Ä e m e r o o e. roangi auiackUtt- . . . . tm tl' sfc.fi oen muroe INI llllive uci uci vsccii01! der Gartenarbeiter Bolte aus der Bultstrae. Hannover. Seine Leiche wurde in die Leichenhalle unseres Dor feö gebracht. I e g g e n. Hier wurde vor Nutzem der Landwirth Astmann todt aufgefunden. Alsbald verbreitete sich das Sohn das Geständnis abgelegt, den eigenen Vater getödtet zu haben. Aus welchem Grunde ist nicht aufgeklart, Die furchtbare That geschah im Hause, worauf der Sohn die Leiche in einen ack steckte und m den Wald trug, wo ste gesunden wurde. , O e r b ic. Von dem Hinterrade eines Lanabolzwaaens erfakt und die Unglückliche aufgehoben und in ein l . - re.n - c c ...... p . nay:negenoes azlyaus uno oaraus in ihre Wohnung geschafft, wo sie bald daraus verstorben ist. Strack holt. Das 102. Lebens- . .' jähr hat die bekannte Jant emo im Moor", die Wittwe des Rolms Balken. dem naben Nobber vollendet. 9to Greisin ist noch recht rüstig; sie der- - i? tfct och kleinere häusliche Arbeiten r:. noA Dw Rrille. eZtlns t sie in ihrer primitiven Lehmhütte aebaust und nickt viel von der Welt aesehen. Touristen haben die Alte ostmals aufgesucht. Ernteerträaen wurde nichts gerettet 3 Schweine kamen um, das Vieh war auf der Weide. Die EntstehungsUrsache ist unbekannt. Frovinz Westfacen.' Münster. Kürzlich hat die feier I ? r&e Ueberaabe des Rektorates der Hochschule an den Rektor Magnificus m u$ neue Studienjahr, 'den Prof,rror lt Mathematik. Nrof. Dr. N. Lilienthal, in der großen Aula der i . . ' w - . Universität unter dem herkömmlichen ekademischen Eeremoniell siattgesunI l 1 . - 1 B r ü g g e. Der Fabrikarbeiter Filllg wurde, von emem Tanzvergnügen nach Hause gehend, von den Arbeitern Braun und Schmidt überfallen und t :c.t.v.n v.r. V.: i vuuu uiiKuaiivcii, vuk uii tuitjti.u , M ::itA m;i i 11 11 i r ii i r i ir : t r t w i i 11 -in u riiiri Sr. ftlM aien die beiden dem m '1 '.1 eingeschlagen. Der f uede ins hiesige tanlcnljauä tkansxoiiiit. (
Zlngleiche Massen.
Eine kleine Geschichte auZ den Erinnerungen des Majors. Von Felix Frhrn. v. StenlinaDer Wintertag war so klar und chön, daß wir den Spaziergang länger als sonst ausdehnten. Der alte Major neben mir, in seiner ländlichen Tracht, wie er sie ein halbes Leben ang getragen hat den Wasserstie feln, der warmen' Mütze und dem grauen Mantel, der an Napoleons Mantel bei Marengo erinnerte warf die bedeutsame Frage auf. was wohl unsere Frauen sagen, würden, wenn wir überhaupt nicht zu Tisch kämen, sondern etwa im Rathskeller diees Lebens Bitternisse aus ewige Zeit einen halben Tag etwa zu ver gessen suchten? Es war das natürlich nur eine Scherzfrage, die Phantasie will manchmal etwas zu arbeiten haben, und wenn sie nicht gleich Wellen schlägt", wie der Major sagen würde, so hat sie als Ausgleich in diesem nüchternen Dasein wohl ihre Berechtigung. ' Trotzdem also eine derartige Ausschweifung keinem von uns ernstlich in den Sinn kam, beschäftigten wir uns eine Zeitlang mit der Ausgestaltung dieser Idee. Wir wurden wenigstens rn diesem Falle mit gleichen Waffen kämpfen," sagte der Major, und nicht so wie damals, als ich mit meiner Familie vorübergehend' in E. wohnte und eines Tages t Haben Sie da mit ungleichen Wasfen gekämpft?" Ich sollte meinen . . . Lassen Sie sich'Z erzählen." Eines Sommernachmittags schiendere ich durch die Straßen, als ich an der Strom- und Breitenstraßen - Ecke plötzlich meinen Freund und ehemaligen Kameraden Haffner vor nir sehe. Hasfner. sieh' da! Wo kommst' Du denn her?" rufe ich. I wo werd ich herkommen! meint der lange Haffner und sieht anscheinend sehr erfreut auf mich herab. Besorgungen hab' ich gemacht. Was ist in diesem Nest anders zu thun? Und die Tauben auf der Kaserne hab' ich gezählt. Dreiundvierzig Stück. Aber wir haben uns so lange nicht gesehen, komm' laß uns in den Rathskeller aehen und ein Glas Wein zusammen trinken Du weißt, es gibt da eine vorzügliche Spickganssemmel " Spickganssemmel? sag' ich da. Ja, lieber Haffner, das ist allerdings sehr was gut's, ich komme mit." Kaum ist dieser Entschluß in uns perfekt geworden, da sehen wir auf der anderen Seite der Straße den Assessor Hagenbucher, einen unternehmenden Herrn unserer Bekanntschaft, aus dem Genchtsgebaude kommen. Mit seinem hellblonden Haar und dem kleinen Schnurrb'ärtchen sah er eigentlich immer zu jung für die Stellung- aus, in der er sich gerade befand. Leichtfüßig kommt er über die Straße her aus uns zu, . und - wir begrüßen uns aufs freundschaftlichste. Wohin des Wegs, meine erren'L" fraat er. Ich sage, Haffner hätte den Vorschlag gemacht, daß wir im Raths?r r icnri lener eine 'spiagansemmei jrugim cken wollten. .Kommen Sie doch mit!" setzt Haffner hinzu. Der Assessor nach seinem Grund sake. daß man das Schicksal, sobald es sich von der. freundlichen Seite zeigt, bim Schöpf ergreifen müsse läßt r i . . L 1 ucy Nicyr lange noigigcn, unv iuu wandern zu Dritt in höchst erbaulicher und erwartungsvoller Stimmung dem Rathskeller zu. Als wir auf dem Marktplatz angekommen sind, sag' ich: ?lsi das nicht Friemann. der da mit vorgeneigtem Haupte angeprescht . . ... r . r. VI. kommt, als wenn er em oc m oie Luft bohren wollte?" -Friemann hieß nämlich der Landrath, ein sehr guter Freund von mir. Indem schwenkt der schon den Regenschirm. Höre, gutes Friemannchen, wir sind auf dem besten Wege, eine vorzügliche Spickganssemmel bei Belinsky zu uns zu nehmen und sehr guten Portwein hat er auch komm' doch mit und leiste uns Gesellschaft!" Friemann zieht die Uhr denn seine häusliche Hälfte hielt fehr auf Pünkt. lichkeit, war überhaupt eine höchst energische Dame. dann aber verklä ren sich seme Zuge stchtllch. und der Ausdruck landräthlicher Würde wird durch ein vergnügtes Lächeln gemildert. Eben zwölf Uhr." sagte er, also gehen wir!" Herr Velinsky war außerordentlich erfreut, die Spickganssemmel vorzüg lich, der Portwein auch, und so hob sich die Stimmung bald bis zu dem lörade, wo leichtsinnige Entschlüsse gewissermaßen in der Luft zu liegen pflegen. Mitten in der anregendsten Unter Haltung zieht Friemann wieder die Uhr heraus und sagt dann mit einem Ausdruck, in dem sich Bestürzung und .künstlich aufrecht erhaltene Ruhe m: schen: . .Smon ein Uhr? Da ist es aller dings höchste Zeit, die Sitzung abzubrechen. Herrgott!" ruft' Hagenbucher der kleine Assessor. Wirklich schon Eins? Seine Frau war nichts weniger als energisch, aber sie war imstande, ihm eine Rücksichtslosigkeit mit längerer j Entziehung seiner Leibgerichte zu ver , gelten, und das hätte ihn sehr ge , schmerzt. . l Hasfners Ehehälfte war Zeit ihres
Lebens nur eine Duldnenn, aber sc elegischer ihre Stimmungen, desto un leidlicher die Atmosphäre für den guten Haffner. Er erhebt sich also vom Stuhl, greift nach seinem Hut und sagt: Ja, so gemüthlich es auch ist, ick mun aufbrecken." Da seh' ich sie mir alle der Reihe nach an und sage so recht vollbrödig: Also Fahnenflucht auf der ganzen Linie! Was? Derartig steht Ihr unter dem Pantoffel, daß Ihr ein solch gemüthliches Beisammensein vor- der Zeit ich möchte sagen, vor seines Daseins Blüthe abzubrechen gedenkt, nur wejl die Frauen einmal ohne Euch fertig werden müßten? I macht doch keine Geschichten; Die Frau Velinsky kocht so vorzügliches Essen,
bleiben wir zu Tisch!" Ja, was soll ich Ihnen sagen, der Vorschlag erweckte theils ungeheures Staunen, theils herablassenden, Spott, aber keiner wollte glauben, daß es mir ernst wäre. Solch' ein Großmaul! hieß es. Redet von unter dem Pantoffel stehen und ist selbst der letzte, der die Essensswnde versäumen würde. Ich? Was sagt Ihr da? Ich bin gewiß der gehorsame und rücksichtsvolle Ehegatte meiner lieben Frau, aber da hier diese Anaelea'enheit zur Kabinettsfrage gemacht wird, so erkläre ich, daß lch unter allen Umstandeik bleibe, selbst wenn Ihr gehen solltet. Und Ihr werdet gehen, denn ich kenne (Sure Charakterschwache . . . . Herr Velinsky!" rief ich. Legen Sie ein Gedeck sür mich auf, ich bleibe Zu Tlsch. Da hatte ich sie beim Ehrgeiz gepackt. Der erste, der zu mir überging, war der Landrath, vielleicht weil er angesichts seiner energischen Frau am meisten im Verdacht stand, diesen Muth nicht zu besitzen. Was? Du bleibst wirklich? Na, dann bleibe ich natürlich auch!" sagte er und hing seinen Hut'wieder an den Haken. Diese ungeheure Kühnheit impomrte den anderen oelden so, daß sie alsbald erklärten, uns Gesellschaft leisten zu wollen. Gut also! Wir aßen vorzüglich und befanden uns äußerst wohl. Nur schien es mir, als ob 1m und wieder über das eine oder andere Gesicht meiner Freunde ein Schotten huschte. , Als wir ' die zweite Flasche Rothwein ausgetrunken hatten, erfaßte mich aufs neue der Uebermuth, und ich proponirte eine Flasche Sekt mit den bei uns historischen Worten: ' Nun aber laßt uns, wie die Silberfischlein vergnügt auf dem Schaum des Eyampagners mit den Schweifen plätschern." Die Zustimmung war stürmisch. Hurra, unser kühner Held! Der Pw nier der Männer - Emanzipation! Nie werden wir Dirs vergessen, daß Du uns mit solchem Beispiel vorangehst! so scholl es in den wunderbarsten Övalionen um nuH yer. - Kinder," entgeanete ich, bescheiden abwehrend, keine vorzeitigen Denkmalsenthüllungen! Wer weiß, was für Fahnen Ihr a?ifstecken werdet, wenn es Abend worden ist! Nein, nein!" riefen sie durcheinander und betheuerten, daß sie ungeheuer viel Muth besäßen. Der Sekt kam, und wir wurden wo möglich noch vergnügter. Aber die Pausen stillen Nachdenkens bei meinen Freunden kommen immer wieder. Im Gefühl meiner Verantwortung kam ich endlich mit dem Vorschlag her aus, wir wollten, um die Frauen zu beruhigen, am Nachmittag mit ihnen zum Kaffee und süßen Kuchen nach Bellevue fahren. Ich weiß nicht, ob Eure Frauen kommen werden," setzte ich hinzu, aber das weiß ich, meine eigene Frau wird sehr gern dabei sein." Alle versprachen, sich an dem Aus flug zu betheiligen, und wir trennten . i, .i,... r r . uns, ovwoyl Mll elwas fcyweren ao pfen, doch anscheinend in bester Zuver sieht. Wirklich waren sie denn auch pünkt lich da. Es war ein wunderschöner Nachmittag, die Herren schienen noch immer in recht guter Stimmung, und auch die Frauen machten leidlich zu friedene Gesichter. Allerdings läßt sich nicht leugnen, daß etwas wie ein feiner Nervenäther in leichten Schwingungen über dem Ganzen zitterte. Nach dem Kaffee ergingen sich die ffrauen im benachbarten Holzchen, wir Männer waren bei einer Cigarre am Tisch aeblieben. Da seh' ich, wie unsere Gattinnen plötzlich umkehren, mit einer Plötzlichkeit, die auf ein ganz außergewöhnliches Ereigniß schließen ließ. Und alle aerade auf unseren Tisch los. Herrgott, was ist da passirt!" ruf' ich. Ja. was ist denn nur? sagt auch der Friemann. Seine Frau ist die vorderste. In kleinem Abstand hinter ihr folgen die beiden anderen Frauen. Alle drel se hen entrüstet aus, sogar die gute Frau Haffner. Zuletzt kommt meine eigene Frau, die weniger entrüstet als angst lich und besorgt aussah. Da ruft auch schon die Friemann mir entgegen: Das ist aber nicht schön von Ihnen, lieber Mawr Friemann will sich ins Mittel legen. sie aber schiebt ihn weg. Es ist nicht schön," fährt sie fort. daß Sie unsere Männer so angeführt haben 'Angeführt?" fragt Friemann erstaunt und steht mich verstandnißloö an. -
Angeführt?" sraat auü? der lanae
Haffner und schüttelt den Kaps, während Hagenbucher mir einen herausfordernden Blick zuwirst. Da lacht die Friemann auf aber es war ein eigenthümliches und scharses Lachen ste steckte sozusagen die ganze Mannerwelt damit m die Tasche Ja, Ihr habt ihn natürlich für einen großen Helden aehalten, weil ix sich soar nichts aus dem Unwillen seme: Frau zu machen schien!" Wie Trompetengeschmetter schleudert sie die Worte über die' Gesellschaft hin. .Aber er " jetzt bekam ich einen vernichten den Seitenblick er hat Such wohlweislich , verschwiegen, daß " Was denn? fragen sie durcheinander. Daß seine Frau ihn selbst oebeten batte, wegen des qroßen Reinmachens auswärts zu essen!" ch glaube, sie hatten mich gelyncht, meine Zechcollegen, wenn ich nicht in diesem Augenblick mit jugendlicher Be-i-endigken die 'nahe Rasenboschung erklettert hatte, n meiner uneinnehmbaren Position ließ ich die Brandung mich eine Weile umtoben, bis ich es für au derLeit hielt, durch eine kleine Anrede die empörten Gemüther etwas zu beruhigen und den Sturm von mir abzulenken. Ich gestehe," sagte ich, daß meine drei Freunde und ich in diesem Scharmützel des Lebens mit ungleichen Wasfen gefochten haben, aber bei mir zu Hause war m doch alles unter Wasser, und ich hatte einfach nicht die Kraft, allein lm Wirthshaus zu essen, nachdem unser gemeinsames Frühstück so aniMirt verlausen war Haffner machte mir ein Zeichen - von dem vorangegangenen Frühstück ahnten die Frauen ja noch gar nichts! ich aber fuhr unbeirrt fort: Mein guter Haffner hatte den köstlichen Gedanken " Komm herab, es ist alles verziehen!" schrie Hasfner und zog mich von der Böschung. Frau von Friemann bemerkte halb süß. halb sauer: Ich glaubte schon, daß mein Mann der Anstifter gewesen wär!" Sie fma emen elegischen Blick der guten Frau Haffner auf, zum Steinerweichen! Aber der Friede war angebahnt. Die Männer waren durch die Erwähnung des Frühstücks geschlagen, und die Frauen waren so ungeheuer froh daruber, ihren Männern, den durch mich verführten Opferlämmern, den großten Theil ' der Schuld verzeihen zu dürfen, daß sie ihnen oen kleineren Theil gleich mitverziehen. Nur als der kleine Hagenbucher die gute Stimmung ausnutzen wollte und eine Fortsetzung des Sektgelaged mit den Frauen vorschlug, da begegnete er entschiedenem Widerwillen aller vier Frauen. Und mit vollem Recht. Denn selbst in Ausschweifungen soll man Maß halten," pflegte unser Friemännchen zu sagen. Entstehung von Sprichwörtern. Wie Sprichwörter entstehen, darüber hat Oskar Blumenthal auf einer seiner kritischen Ansichtskarten folgenden artigen Vers gemacht: Der satte Reichthum hat's ausgedacht. Daß Armuth niemandem, Schande macht. Die Scklemmer lehren am vollen Tisch, Wie Salz und Brot hält die Wangen frisch. Die Tauben gurren vom Dachesrand: Seid froh mit dem Sperling in der Hand. . ." Und .die Dümmern faßten den Mehrheltsbeschluß. Daß stets der Klügere nachgeben muß. 01 1 guter Kerl.
Meine Herren," hub der Adjunkt Stadler an. vernehmen Sie geneigten Ohres denneuestenSchelmenstreich meines Waldls. Wie Sie wissen, meine Herren, holt mich Waldl täglich zum Mittagessen in der Kanzlei ab. Neulich nun, als wir an Kober's Restau- ' ration vorbeikommen, fängt Waldl an zu heulen, läuft in die Restauration, wieder zu mir zurück, wieder in die Restauration und so einige Mal! Ich wußte zwar sofort, daß er mich in die Restauration zu bringen versuchte, ging aber auf diese seine Caprice- natürlich. nicht ein; ich muß aber auch gestehen, daß ich auf die Gründe seines absonderlichen Benehmens höchst gespannt war; denn mein Waldl hat immer seine guten Gründe. Dies war auch diesmal der Fall: Unsere Köchin war plötzlich erkrankt und meine Frau kochte selbst!" Natürlich. Warum wohnen Sie nach rückwärts?" Leutnant: .Will Damenauflauf verhüten, wenn ich zum Fenster hinaussehe." Ohne Betriebsmittel.. Richter: Die Zwanzigmark - Banknoten sind täuschend nachgemacht; schade, daß Sie Ihre Kunst nicht zu etwas Besserem verwendet haben." Angeklagter: Ich hatte leider keine Hun-' dertmark - Banknote zur Hand." Raritäten. Käufer: -Das Beinkleid soll von Schiller sein?! Das ist doch fast neu und viel zu kurz und breit!" Händler: Nu eben, weil es schillern so gar nicht paßte, hat er es nur einmal getragen und noch fast neu gegen ein anderes vertauscht, daS ich Men übrigens auch Lfferiren kann.Y '
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