Indiana Tribüne, Volume 29, Number 99, Indianapolis, Marion County, 18 December 1905 — Page 1

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Bank-Krach in Chicago. Die Chicago National, die Qomz Savings und die (Equitable Trust Co. pleite. Die Depositen sicher.

Chicago. 18. Dezember. Heute früh um 3:30 wurde das Fallissement der Chicago National, der Home Sav ingS und der Equitable Trust Co. von Vertretern deö Clearing House" bekannt gemacht. Durch die Anlage deS flüssigen tta vitale? .der Chicago National Bank in Kohlenland und Eisenbahnen durch I. R. Walsh führte den Sturz dieser Bank herbei.. Eine Panik, die vielleicht anderen Banken hätte gefährlich werden können, wurde durch die Erklärung des Comites des Clearing House", daß jeder De posttor auf Verlangen fein Geld voll erhalten würde, verhütet. Iran Adelaide Tschentscher f. Frau Adelaide Tschentscher, welche unter den deutschen Familien in In dianapoliZ sehr bekannt ist, ist gestern, Sonntag, den 17. Dez., 4:15 Nachm. geftorhen. Sie war seit mehreren Ta gen an einer Trxin Vergiftung er krankt, worauf sich Lungenentzündung eingestellt hat. Frau Tschentscher ist am 26. Juli 1841 in Breölau, Deutsch land, geboren. Sie war die Wittwe des verstorbenen Rudolph Tschentscher, Direktor der deutsch englischen Schule in Indianapolis. Frau Tschentscher lebte in den letzten 24 Jahren in Indianapolis. Ihre Kinder, Frl. Gertrude Tschentscher, Frau John E. Pranz von Dayton, Ohio und Rudolph Tsentscher von Chi cago, Jll.. waren bei der treuen Mut ter, als das Ende nahte. Die 'stille Beerdigung, nach dem Wunsche der Ver storbenen, findet am Dienstag Nach mittag statt. 4

i Friedericke Spielhoff. Frau Friedericke Spielhoff, welche im ' Alter von 73 Jahren Samstag ihren Angehörigen nach nur dreitägiger Krankheit durch den Tod entrissen . wurde, war eine der einfachen wackeren Frauen, welche sich viele Freunde, durch ihre trefflichen Charaktereigen schasten erwarb. Die Verstorbene kam im Jahre 1359 aus Westfalen nach Amerika und bald darauf nach unlerer Stadt. Ihr Gatte Heinrich Spielhoff und 5 Kinder, SStTT Wm. 6hMfinff. ran ftriedri

t , j KJ r Dippel, Frau Harrt, Schwankhaus, Frau Hiram Brown und Frau Stewart Brown betrauern ihren Verlast. Perssnal-Notizen. Irr', dem Hause seines Sohnes, Wm. F. Brommer, No. 664 Engllsh'Ave., feierte gestern Herr Fred. Brom i e r seinen 75. Geburtstag und feine 50-jährige Niederlaffung in Jndkana poliS. Der alte Herr ist. trotz feines hohen Alters noch munter und ver gnügt. Gestern Nachmittag g e , gen 5 Uhr fiel LouiZ Nixon von 445 N. Illinois Str., von einer Straßen car en Ecke 26. und Illinois Str. Er wurde in der ftädt. Dispensary verbun den, wo man feststellte, daß er sich Ver lesungen am Kopfe zugezogen habe. Mr. V e r n o n. .16. Dez. ES wurde ein Versuch gemacht, die ZWirth schaft deS.Joe Naaö zu Poleyville in Brand zu stecken. Der Versuch war in

geradezu teuflischerWeise angelegt. Dem biederen braven Bürger hatten die At .tentäter einen Kasten mit Sägemehl und Petroleum an das Hintere' Theil feiner Wirthschaft gestellt und ange zündet. Glücklicherweise Weise bemerk ten einige gesetzliebende Bürger zur rechten Zeit daS scheußliche Attentat. In Erfüllung ihrer Bürgerpflicht ström ten sie herbei und verhinderten lx desbstchtlgte Schandthat. .

Eine gennkreiche Unterhaltung

Der Damen des Socialen Turnvereins. In recht genußreicher Weise verlief gestern die von den Damen des Socia len Turnvereins veranstaltete Unter Haltung. Ein prächtiges Programm war für die Gelegenheit ausgestellt und trefflich durchgeführt wor den; dasselbe bestand aus einem PianoSolo von Frau Besch, einem anmuthenden Gesangvortrag von Frl. Haug. Dann eine wirkungsvolle De klamationvon Frau M. Buehler. Ganz besonders gefiel das PianoSolo, wel cheS Herr Clemens Vonnegut zu Qehör brachte. Auch daS ÄiolinSolo von Frl. Trotter erntete reichen Beifall. Ein hübscher Liedervortrag von Frl. Bottler und ein trefflich gespieltes PianoSolo von Frau Bresch bildeten den Schluß deS Programms. Die Damen der?. Section, bestehend aus Frau John Bühler, Vors., Frau Anna Pflumm, Frau Richard ttinklin, Frau Tillie Kreis. Frau Theodor Langbein, Frau Oscar Heider, Frau Jda Cullum und Frau Fred. Schlegel haben wieder einmas gezeigt, daß sie es verstehen, eine derartige Unterhaltung zu arrangiren. Todte Pferde im Waffer zu sehen. Leute, welche die Brücke, über den Fall Creek an der 21. Straße passirten, berichten, daß die Leichname von 2 oder 3 Pferden aus dem Wasser her ausschauen und den Spaziergängern einen scheußlichen Anblick bieten. Die Kadaver sind lhellweise abgezogen und zerschnitten. Die Gesundheitöbehörde wird eine Untersuchung anstellen, um die Thäter zu ermitteln, welche derartige gesund heitsschädliche Stoffe innerhalb der Stadtgrenze in das Wasser werfen, und wird sie gerichtlich bestrafen lassen. L a f a y e t t e, 17. Dez. Eddie Rosa, ein aus der Westseite, wohnende Knabe, welcher kürzlich aus dem Dia conissen'Hospital in Indianapolis ent lassen wurde, wo er sich einer Opera tion' unterworfen hatte, welche einen Druck auf das Gehirn aufheben sollte, wnrde gestern vom Marschall Wilson in seiner Wohnung an der EllZworth Straße wegen ElnbruchSdiebftahl, be gangen in der Colonialwaarenhand von Quincy A. Smith, verhaftet. Rosa ist ein verlorener Sohn und haben seine Eltern alles nur Mögliche ver sucht, denselben auf andere Wege zu bringen. Er wurde hinter schwedische Gardinen gebracht, um nachher nach der Reformschule geschickt zu werden. A n d t x s o n, 17. Dez. Die Leiche deS 'verstorbenen Rev. Vater Weich man wurde gestern von GaS City nach Anderfon überführt. Er wird an der Seite seiner Mutter, seines Vaters und Bruders in St. Marys Kirchhof beige fetzt, wo dieselben beerdigt liegen. M i s h a w a l a , 17. Dez. Frau llein Maude E. Heinzmann, die durch Handtirung der Schreibmaschine ihr Leben fristet, wurde die freudige Nach richt einer Erbschaft von $25,000 zu Theil. Die Mittheilung kam von einem Richter des Gerichtes zu Nottingham. England, wo Frau Sophia Cattrell, die Großmutter des Fräulein Heinz mann, das Geld hinterlassen hatte. . i im Für die Feiertage -osseriren wir unseren ,verehrten Kunden eine grobe Auswahl blühender Pslanzen, VegoniaS, Cyelamen tzsleas, ooinfcttiaö, QtU eaS,5amFiaS, Maiblumen, Hyazinthen, etc. Ebenso alle möglichen Oorten frischer Ochnittblumen, alles passen de WeihnachtS-Qeschenke. Etwas Neues: Jmportirte WeihnachtöbSumchen, iz vis

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Porchklcttcrcr Macht wieder erfolgreiches Debüt, .

Während Bessohlene im Haufe sind. Immer schlimmer wird daS Treiben der Porchkletterer in unserer Stadt Sie scheuen nicht einmal das Licht des Ta ges, .wie der Diebflahl beweift, der gesterq Mittag im Hause von Frau I. C. AdkinS, 725 Capital Avenue, auS geführt wurde. Die Familie befand stch gerade beim Mittazessen, als die Spitzbuben sich Eingang in das obere Stockwerk ver schafften, alle Schränke, Kisten, Truhen und Behälter-nach Werthgegenständen durchsuchten und dann, mit reicher Beute beladen, wieder abzogen. ' Als Frau AdkinS sich nach dem Mahle nach oben begab, entdeckte sie zu ihrem Schrecken, daß sämmtliche So chen in den Zimmern kreuz und quer durch einander geworfen waren. Von den Sachen fehlte nichts, dagegen war alles Geld, welches sich in einem Koffer befand, spurlos verschwunden. Die Polizei wurde benachrichtigt. konnte aber natürlich nichts anZfinden. Serz Jes - Gemeinde. Am Sonntag, den 24. Dezember, ist gemeinschaftliche heilige Communion der Mitglieder des St. LudwigSKna benvereinS. Am WeihnachtSfefte ist das erste Hoch amt mit Predigt um 9 Uhr Morgens, das zweite Hochamt um .10 Uhr. Bei beiden Gottesdiensten wird der Mün ner und Knabenchor mit Orgelbeglei tung die Messe zu Ehren deS heiligen Petrus von Gruber aufführen. Am Schlüsse des ersten Hochamtes folgen die stillen heiligen Messen. Um halb acht Uhr ist die eigentliche Früh, messe. Die Ktndermesse fällt an die fem Tage aus. Die Woche, vor Weihnachten vist die Quatemberwoche. Mittwoch, Freitag und Samstag find gebotene Fast und Abstinenztage. ' Die beste 5 Cent Cigarre in er Stadt. Mucho'S .Longfellow". Der Erzdruide von Wales. Der Erzdruide von Wales ist, fast 86 Jahre alt. in die ewige Ruhe eingegangen. Er hieß Hwfa Mou und war im Nebenamte Prediger der Kongregationskirche. Hwfa Mou war in feinen jungen Jahren Tischler gewesen und erst im frühen Mannesalter für den geistlichen Beruf ausgebildet worden. Er war eine Erscheinung von riesigem Wuchs, straffer Haltung und mächtigen Schul tern, die von einem prächtigen Haupte mit wahrer Löwenmähne überragt wurden. Sein Gesicht war bartlos und wurde von einem Augenpaare voll schwärmerischen Feuers erleuchtet. Hwfa Mou war ein geborener Dichter und Sänger, und seme .gewaltige Stimme und Gestalt bestimmten ihn von Jugend auf zu einer Führerrolle im' alten Dichter- und Sängerkultus seiner keltischen Heimath. Er ging im Laufe der Zeit durch alle Grade und Ehren dieses alten Ritus hindurch und war vor zehn Jahren zum Erzdruiden aufgestiegen. Auch als glänzender und witziger Redner war er unter seinen Landsleuten weithin ein berühmter Mann. Leute, welche den jährlichen Druiden-Festen während der letzten zehn Jähre beigewohnt haben, versichern, es sei ein unvergeßlicher Augenblick gewesen, wenn Hwfa Mou, im Druidengewande und mit , dem Eichenkranz im Haar, vom GorseddStein mit seiner weithin schallenden Stimme dreimal denÄuf ertönen ließ: .Ist Frieden im Lande?" Dann steckte er das Schwert in die Scheide und reichte es dem Schwertbewahrer zur treuen Hut.. Die holzartigen Topfg e w ä ch's t, wie Lorbeer, Oleander, Granaten, Magnolien. Myrthen, Hortensien, Eugenien. Fuchsien, Jasmin. Rosen. allerlei Koniferen. Maden, Aucca und andere mebr lassen sich . . ' ' IN neuern uno ähnlichen frojtstcheren Räumen gut überwintern. Auch Aza leen, Camellien und Rhododendron 'können längere Zeit in Kellern gehal"ten und erst nach Neujahr und noch später in Glashäuser oder Zimmer ge-

Ans deutschen Vereinen.

SchwabenVerein. In der Germania Halle fand gestern die regelmäßige Versammlung des Schwaben'VereinS statt. Die Sitzung erfreute sich einer recht regen Bethe! ligung. ES wurden, drei neue Candi baten Conrad Hiller, Carl Heller, Carl Klemm als Mitglieder aufgenommen. Nachdem'die Routine-Gefchüfte erledigt waren, schritt man zur Beamtenwahl, welche folgendes Ergebniß ergab: Präsident, Christ. Rieö; Vizeprüsi. dent, Cmit Thiele; Schatzmeister, Gott lieb Leukhardt;' Finanzsekretär, Louis Bauer; Protokoll Sekretär. George Bernloehr. - Diese Beamten wurden sämmtlich durch Zuruf erwählt. Als Trustee auf 3 Jahre wurde I. Beyer, auf 2 Jahre Aug. Hauh, als Büttel Andreas Hornberger, als Fahnenträger Hermann Maeckle erwühlt. Hierauf wurde ein BücherrevisionS Komite erwählt, bestehend aus Gott lieb Leukhardt, Christ Ries und Emil Thiele. Die nächste Versammlung sindet am 1. Sonntag im Januar in der Ger mania Halle statt. Deutscher Gegenseitiger Unter ft..V e r e i n. Die gestrige Versammlung deS Deutfchen Gegenseitigen UnterftützungS Vereins in der Columbia Halle war recht zahlreich besucht. ES wurden mehrere Kandidaten als Mitglieder aufgenommen. . Nachdem die Routine.Geschäfte er ledigt waren, wurde ein Beschluß ge faßt, dem Schatzmeister Bernhard Thau ein Beileid zu erstatten, dessen Frau am Samstag gestorben ist. DaS Komite des Vereins machte die Mitglieder darauf aufmerksam, daß die Versammlungen jetzt am 3. Sonn tag. statt am 2. Sonntag wie bisher stattfinden,' und bittet um recht zahl reichen Besuch. Nach der Versammlung blieben die Mitglieder nach der guten alten deut fchen Sitte recht gemüthlich beisammen. ConcordiaVerein N o. 2. Der ConcordiaVerein No. 2 hielt gestern in dem Saale des George Mül ler an Madison Ave. eine Versamm lung ab, die recht zahlreich besucht war. Nachdem die Routlnegeschüfte erledigt waren schritt man zu der Beamten wähl, welche folgendes Resultat ergab: Präsident. Bernhard Thau; Vicepräfi. dent, Gustav März; Secretär, Hugo Keil; Schameifter, Fred. Heß. Nach der Versammlung blieben die Mitglie der bei Hopfen und Malz gemüthlich beisammen. Raucherkasino. DaS Deutsche Raucherkafino No. 1 wird am Mittwoch, den 20. Dezember, in der Halle von Martin Merk, Blake und Michigan Str., eine Versamm lung abhalten. DaS Comite wünscht, da die Beamtenwahl vorgenommen werden soll, um recht zahlreiches Er scheinen. Pionier Verein. Die gestern in der GermaniaHalle abgenaltene Versammlung obigen Ver einS erfreute sich eines recht guten Be fuches. Nachdem die Routine'Gefchäfte erledigt waren, .wurde ein Comite er nannt, welches ein Programm für das 26. JahreSfeft ausarbeiten soll, daS am dritten Sonntage im Februar nächsten Jahres geseittt wird. . Ebenso wurde eine Nomination von Canditaten -für den Beamtenwechsel gemacht. Die 'Wahl der Beamten sindet am dritten Sonntage im Januar.statt. Die Ein setzuug der neuen Beamten wird beim Jahresfeste vorgenommen. Nach der Versammlung blieben die Mitglieder nach echt deutscher Sitte noch gemüthlich zusammen. ECT Der Lahrer Hinkende Bote sowie der Negensburger Marien Kalender für 1906 sind durch unsere Ossiee zn beziehen.

Weg e n Friedensstörung wurde der 2l.jährige Jefle Erwin von No. 7 West McCarty.Straße verhaftet.

Polizeiliches.' Folgende Wirthe wurden wegen Uebertretung des Nicholson Ge setzeS verhaftet. Patrick Gallagher, 363 West Washington Str.. Ab. Po. liZki, 375 Virginia Ave., Thomas G. Bramlett, 1210 N. Missouri Straße, Fred. Niemeyer, 1807 Shelby Straße,Robert R. Regan, 1411 Nord Senate Ave., Ernst Grettlein, 1311 Shelby Straße. Ed.Morane; Wm.Piarer, ein 26. jähriger, in 415 Toledo Str. wohnende? Neger; Ralph Dem, ein 19 jähriger Glasarbeiter von Biro, Ind.. und WarreS Scott, ein 17.jähriger Neger von 33 N. Missouri Str., wur den gestern wegen Betrunkenheit und HerumlungernS verhaftet. Dasselbe Schicksal ereilte den 41 jährigen Zechbruder John F. Sulli van von FallRlver, Mass., Sinen Zlm mermann von Beruf. D t x 35.jährige Eisenarbeiter JaS. Morraritz von 721 BateS Str. wurde gestern wegen Betrunkenheit verhaftet. , A n 16. und College Avenue wurde gestern der 14jährige ChaS. Harding, ein Negerknabe, verhaftet, well er etwas angeheitert war, Personen belästigt und beleidigt haben soll und sich unge bührlich betrug. Z u den Naturen, deren Sinn für das Leben erst mit der Schnap-flasckie anfängt, gehören der 38'jährige Geo. Kessler, ein Hufschmied. Mike Kessler. Mike Foley, JaS. .Carter, John Arnold. Frank Elzer. Wm. Ladler. Alb. Moore, ChaS. York, Jacob Hud son, Geo. Hicks, Wm. Murphy, Bert de Roff und viele andere, die sämmtlich wegen Betrunkenheit einge sperrt wurden. ES giebt zwar allerlei Wetterpro pheten, aber die besten Wetterpropheten, die kaltes Wetter anzeigen, find die Pa? letotmarder, die in den letzten Tagen zahlreiche Diebftähle versuchten. Ge ftern wurde Joe PotterS verhaftet, der einen Ueberzieher im Betrage von sechs Dollars gestohlen hat. Zwei Jungen S, Namens Wynu von 1820 Sheldon Straße und Alb. Oliver von 919 Fort Wayne Ave. wurden verhaftet, weil sie Zeitungen gestohlen hatten. Die JungsnS müf sen stch deshalb heute im Jugendgericht verantworten. , Wegen Herumlun gernS suchte die Polizei gestern Frank Tho maS von No. 40 Süd Jllinols-Straße zu verhaften, konnt; ihn aber nirgendwo auffinden. '

Lange Pfeifen, kurze Pfeifen, Schnupftabaks Dosen und Rauchartikel aller Art, sowie Cigarren bester Quali tät bei F. W. Mucho, 15 Virginia Ave.

Attentat. Anderfon, 17. Dezbr. Ein scheußliches Attentat wurde auf Frau Almina" Martin, 86 Jahre alt, in ihrer Wohnung, 4 Meilen westlich von Anderfon gemacht. Man glaubt, daß Diebe die gemeine That begangen haben, da die alte Frau Geldsummen in ihrer Wohnung verborgen haben soll. Sie lebt mit ihrem Großsohne zusammen, welcher an dem gewissen Ahend. eine Gesellschaft besuchte. Die alte Frau war allein zu Haus und wollte die Katze vor die Thür lassen, als sie Jemand, den sie in der Dunkel helt nicht erkennen konnte, mit einem Stück Holz auf den Kopf schlug. Wiederholte Schläge machten die be jährte Frau bewußtlos. Die Unord nung, die im Hause vorherrschte, be wies, daß eine Hausuntersuchung statt gefunden hatte. Sachen wurden jedoch nicht vermißt. Me alte Frau erholte stch wieder und schleppte sich zum Nachbarhaus des James Taylor, wo sie zusammenbrach. Sie befindet sich in einem bedenklichen Zustande. - ' Die Polizei ellie zu dem Schauplatz deS scheußlichen Angriffs und verhaftete einen Menschen, der sich nicht auSwei sen konnte und ihnen daher verdächtig erscheen. Leute wollen den verhafteten Mann in der Nähe deS HauseS ge sehen haben. Er giebt feinen Namen als Jesst Murphy an, rerw:Z:rt jedoch eine Aussage.

Wahl und Schwelggelder. Als eine merkwürdige Fügung, nmß es angesehen werden, daß es ein Ausschuß der nicht gerade im besten Geruch stehenden New Aorker Gesch gebung ist, welcher die au Kosten der Policeninhaber seit einer Reihe von Jahren beliebten Praktikm und Durchstechereien der Beamten unserer großen Versicherungs - Gesellschaften untersucht und in der Person des Ad. bokaten Hughes einen Mann als Wortführer , angestellt hat, der di: Annahme, daß man es hier abermals mit einer Weißwaschung oder eine? leeren Spiegelfechterei zu thun haben werde, gleich im Anfang glänzend widerlegte'. Wie im Lichte der neue sten Ermittlungen gezeigt wird, ha. ben die Versicherungsgesellschaften alljährlich und regelmäßig bedeutende Summm geopfert, um die Gesctzgcbung und die New Aorker Staatöbc amten zu beeinflussen. Wenn des halb gerade von dieser Seite den Ge sellschaften die empfindlichsten Schläge verabreicht werden, so ist dies zwar eine gerechte, aber hierzu lande nicht besonders übliche Wieder. Vergeltung. Das mit dem Senator Tom Platt in New Aork angestellte Verhör et' gab, daß durch die Hände dieses Vie dcrmannes in regelmäßigen Zwi schenräumen bedeutende Summen flössen, welche sich ursprünglich, in den Taschen der Policeninhaber be fanden, aber durch die Freigebigkeit der Versicherungsgesellschaften für Zwecke verwendet wurden, die mit dem Wohl' der Versicherten nicht das geringste zu thun hatten. Dr Herr Senator .sagte zw.ar, daß, soviel er wisse, diese Gelder nicht zur Beein flussung der Gesetzgebung benutzt wurden; da er aber zugeben mußte, daß die Versicherungsgesellschaften eine solche Benutzung ihrer milden Gaben erwarteten, sind' sie doch schwerlich zur Errichtung von Wai senhäusern, Hospitälern oder sonsti gen Wohlthätigkeitsanstalten verwen.' det worden. Wenn große Korpora tionen für Wahlzwecke regelmäßige Beiträge liefern, dann wissen sie genau, warum sie es thun. Als bei einer früheren Gelegenheit 'einer der Versicherungsbeämten Zeugniß ablegte und über die Beiträge zur Nationalwahl befragt wurde, gab er an, daß das Geld im Interesse der Policeninhaber,' deren Wohl man bei der Unterstützung eines bestimmten. Kandidaten im Auge habe, hergegeben morden sei. - Aber warum wurde denn ein Geheimniß daraus gemacht? Die Herren Beam ten brauchen sich doch nicht zu schä mcn, wenn sie das Wohl drc Leute zu befördern suchen, die' ihnen ihr Geld anvertrauen. Aber bei den Staatswahlen in New Z)ork fällt auch diese faule Entschuldigung fort, denn die Beiräge wurden regelmäßig, frei willig, wie Senator Platt sagte, und für eine bestimmte Partei hergege ben. Gewissermaßen Hand in Hand mit dieser neuen Enthüllung geht die Aussage eines Advokaten Samens Nichols, eines Zwisck)enhändlers der Equitable, welcher in direkter Ver bindung mit einem Mann Namens Manning stand, der als ein zudringlicher Freund" bezeichnet wird. weil er alljährlich eine Abfindungssumme verlangte und auch bis jetzt immer erhielt. Die Frage, warum Mmning Geld erhielt, trotzdem er keinen im Licht der Öffentlichkeit be. stehenden Gegendienst leistete, öeant wortcte Herr Nichols ausweichend, doch konnte er nicht umhin, der Vermuthung Ausdruck zu. geben, daß Manning. der im Jahre 1877 bei einer Untersuchung derVersicherungs Gesellschaften betheiligt war, Kenntniß'von gewissen Dingen erlangte, deren Bekanntmachung der Equitable sehr unangenehm gewesen wäre. Es ist anzunehmen, daß Herr Manning, obgleich er ein alter Mann ist, sich dieser Dinge auch noch jetzt erinnert.kveshalb man es für nützlich hält, seilem allzulebhaftenErinnerungsvermogen, auch Zudringlichkeit" geyannt, ab und ' zu einen Dämpfer aufzusetzen. Aus solchen Vorkommnissen aber ist die Lehre zu ziehen, wie nothwcn dig eine strenge Beaufsichtigung d?r Versicherungsgesellschaften ist und wie zeitgemäß ein Gesetz wäre, wonach über, alle Wahlgelder und die milden Geber genaue Rechenschaft abgelegt werden muß. ',

Von einer Lawine getobtet. Der Besitzer Sternischa aus Hslein. Kram, wurde bei der Holzarbeit mit ' den beiden Arbeitern Röblek und Lokovec am Abhang deS 7000 Fuß hohen Stonz von einer Lawine in einen mehrere hundert Aards tiefen Abgrund gerissen und zerschmet tert. . : ' .

oracyi weroen. .

NöttZt ti, Tüh I llinra.