Indiana Tribüne, Volume 29, Number 98, Indianapolis, Marion County, 16 December 1905 — Page 5

Jndksna Tribüne, 1 Dezember 1905

Löte kam's?

Von Carola. Mir war's, als hör! :ch die Glccken In meineZ Vaters Haus, Cie zogen mit hehrem jttange Zu mir in die Ferne hinaus. Vr '5??n geliebten Tönen t voll Sehnen mein Ohr, - mendliche Ferne v..::- ;fc ihr jttang verlor. ü.- ic.xCZ, daß aus der Hcimaih x"!t '.'Jbcx'S trennende Meer reichen, schwebenden Wellen Cönt zogen hierher? " T es. weil meine Seele , ' lderte weit hinaus Uin, hörte dort die Glocken In meines Vaters Haus?

Kriegslip!

Humoreske von G. Harthausen. Der größere der beiden Kürassiereffiziere, die im kleinen Spielzimmer unfern des Kamins saßen, mischte langsam und bedächtig die Karten und gab; ixt andere trank indessen ein Glas Mosel und trocknete vorsichtig einen Tropfen ab, der vom gutgepficgten Schnurrbärtchen mederrann. Ausgezeichneter Jahrgang na -wie steht's? Aha! Also los!" Die Karten gingen hin und her. 1 Qumt vom König!" .Sechs Blatt und um Quarts Sag's schon! Du hast eben immer Glück, Harald, im Spiel wie in der Liebe. Nächster Tage wird man wohl gratuliren können, wie?" Was soll ich Dir daraus antworten, alter. Junge? Sage icb nein", so können die nächsten Tag mich desavouiren; sage ich ja", so erkläre ich mehr, als ich verantworten kann." Ich sehe also daraus, daß Du selbst noch im unklaren bist, aber ich verstehe Dich nicht. Macht es Dir denn Wergnügen, sozusagen in der Luft zu hängen? Ein Mann von Deinem Namen, von Deinen Mitteln, weiß Gott, der kann beinahe am Königsschloß anklopfen! Wenigstens ganz sicher an dem Stockwerk, wo die Oberhofchargen wohnen. Na und Ottleben ist bloß Obeikammerherr gewesen." Ja, ja mag sein vierzehn As, drei Damen " . - Da liegen meine ich komme gegen Dich nicht auf!" Nur im Piquet nicht. Otto, sonst bist Du mir über. Und um auf die Sache, die Du angeschnitten hast, zurückzukommen ich will Dir sagen, weshalb es mit Ottlebens noch immer nicht zum Klappen gekommen ist. Sieh, lieber Jung', ich bin leider Gottes ein etwas weicher Mensch, der vielleicht etwas zu empfindlich für die Karambolagen dieses Lebens ist. Ohne

die geht es eben nicht ab, nicht wahr? Sicherlich, nicht, Harald." Also! Nun bin ich ein wohlhabender Mann, der jeden Tag, wenn er Lust hat, gehen kann. Und das geschieht auch, lieber Otto, verlaß Dich darauf, sobald sie mir oben eine saure Miene machen. Nun gut! So liegt die Chosewenn ich Junggeselle bin. Wie aber, wenn ich Weib und Kind mein eigen nenne? Wie, wenn mir meine Frau sagte: Du willst den Abschied nehmen? Das gestatte ich nicht!" Dann bist Du doch Mannes genug, um Deinen Willen durchzusetzen." Das wohl, aber der häusliche Friede ist dahin und damit das einzige, was ich suche und wünsche. Eine ehrgeizige Frau würde mich rasend machen. Sieh, Otto, in diesem Punkt mutz ich Klarheit haben, ehe ich mich entschließe. Ist sie eine von denen, die glänzen müssen, um glücklich zu fein, dann fort mit dem Gedanken einer Vereinigung, die nur Unglück bedeutete. '3st sie aber die, wofür ich sie halte na dann kannst Du noch in diesem Jahr auf melier Hochzeit tanzen." Herr v. Moorhusen schüttelte bedenklich den Kopf und spielte in Gedanken mit der Kartenpresse, die er auf- und abschraubte: Klarheit, Klarheit wunderschön! Aber wie dahinterkommen? Kann man der kleinen Ottleben auf den Grund der Seele blicken?" Na da siehst Du selber, Otto! Wenn wir -beii Zauberspiegel aus Schneewittchen hätten, aber so was gibt's nur im Märchen! Und darum wird es schon das beste sein, ich wähle den sichern Weg " Und bleibst ledig?" Baron Harald Gamrade nickte etwas trübselig; der andre aber schlug mit der breiten Hand schwer auf die Eichenplatte des Spieltisches, stand auf und schritt zum Fenster. Das ist Unsinn, mein Lieber! Der Mensch ist dazu da, um zu heirathen, und Du bist in Sonderheit zu einem päter familias wie geschaffen. Die Sache muß' irgendwie gedeichselt werden.' Ich werde mich hinter meine Schwester stecken ja und dabei kommt mir ein gescheidter Einfall." Schieß los, Otto!" Ja! Du sagtest, Du willst Dir darüber klar werden, ob Toni Ott-

lchen den Ehrgeiz hat, Excellenz werden zu wollen, oder ob in ihr die Liebe so mächtig ist, daß sie Dich h tout prix i 1t ri2v. i v..a ra::

nimmi, unier Ullittüllvril m uza lll aers bescheidenem Röcklein mit Cylin

der und Regenschirm. Gut! Machen wir .doch die Probe! Lassen wir ihr

zu Ohren kommen. Du seist ruinirt.

bankerott

, Nee nee, Otto, das geht nicht!

Das glauben Ottlebens doch nicht.

Eine große Herrschaft in Schlesien, die geht nicht fo mir nichts, dir nichts flöten. Und überhaupt - im Prinzip: keine solche Jntrigen und Manörer, so harmlos sie fein mögen! Wenn der Zufall mir nicht hilft oder eine offene Aussprache Aber ich sehe nicht ein! Im Kriege qelten alle Mittel - und Vortheile! Nun, wie Du willst, Harald. Aber das wirst Du nicht, hindern, können und wollen, daß ich mich, durch meine Schwester Bertha etwas, erkundige, wie die Dinge bei Ottlebens liegen. Ganz privatissime auf meine eigene Kappe." Natürlich kann ich das nicht hindern. Vielleicht gehst Du selbst auf Freiersfüßen?" Sehr richtig! Vielleicht will ich selbst freien! Aber das kann uns nicht hindern, dieselben zu bleiben, die wir waren, und einen tiefen Trunk zu thun. Prosit, mein Lieber!" Die Gläser klangen aneinander, und bald darauf trennten sich die Herren. Baron Gamrade ging in die Ställe, denn er war heute Offizier du jour, Herr von PZoorhusen aber suchte sein Elternhaus auf, das' in einer der lau schigen Villenstraßen unmittelbar neden dem Ottlebenschen Grundstück gelegen war. Zu derselben Zeit, da er langsam und gemüthlich, eine Cigarre rauchend, seines Weges einherschritt, standen an der grünen Gartenthür, die den Ottlebenfchen Garten vom Moorhusenschen trennte, zwei junge Mädchen. Die größere Blonde hielt einen kleinen Veilchenstrauß in den Händen, die kleinere Brünette mit den lachenden Augen schaukelte sich muthwillig auf der Gartenthllr, die sich unter ihrem Gewicht schwerfällig in den Angeln drehte.

Du wirst die Thür noch entzweimachen, Bertha. Kannst Du denn niemals ernst sein? Auch jetzt nicht, wo ich Dir mein Herz ausgeschüttet habe? Ich dachte, ich würde an Dir eine Stütze haben, ,. von Dir ein Wort des Trostes hören und sie lacht, tanzt und schaukelt!" Weil ich Deine 5.anze Geschichte absclut nicht tragisch finde. Ach, du lieber Sott wie viele Mädchen haben schon geglaubt,', sie gerade sie seien die Unglücklichsten auf Erden. Und war doch nur Unsinn, und nachher kam derjenige, welcher" doch und sagte-" - Aber Du hörst ja, Bertha, Baron Gamrade macht keine Miene. Mehr entgegenkommen kann ich ihm nicht. Ich habe ihn im Winter bei jedem Damenwalzer zweimal geholt, er ist bei uns dreimal zum Thee und einmal zum Ball gewesen und immer kühl wie Eis. Manchesmal sah ich in seinem

Auge em Blitzen, als ob er Mir etwas sagen wollte, aber dann ist es auch

schon vorbei."

Ja, liebste Tom, dann bist Du doch

Deiner Sache noch nicht sicher. Liebst n .. . . !

-üu iiii roiiiiiaj o ganz ricylig, meine ich?" Toni Ottleben nickte und sah etwas verlegen aus ihre Veilchen. Und möchtest ihn gern? Lieber als alle andern?" Wieder ein verlegenes Nicken. Dann muß Dir eben geholfen werden. Ich werde ihm das nächste Mal, wenn er meinen Bruder besucht, geradezu sagten: Herr Baron es ist schlecht von Ihnen, miserabel schlecht, daß Sie meiner Freundin " Hin Gottes willen Bertha, Du wärest imstande " Natürlich wäre ich imstande! Aber habe nur keine Angst, ich werde nicht so grob herausplatzen. Aber erkundigen will ich mich doch, vielleicht ist er schon anders engagirt " Ach Gott. Du glaubst ?" Ich glaube nichts, Närrchen; aber ich hoffe, daß meine süße Toni Lber's Jahr Frau von Gamrade ist. Und damit adieu! Es ist Essenszeit, und wie ich sehe, klingelt mein Bruder soeben an der Hausthür; nachher sehen wir uns wieder." . Weißt Du, Berthchen, Du könntest mir einen Gefallen thun," sagte Otto von Moorhusen, als er nach dem Diner mit seiner Schwester auf der Veranda saß. Lade Dir zu morgen Abend keinen Besuch ein; ich möchte gern den Garten ganz für mich und einen Kameraden allein haben. Ganz unter uns: Gamrade ist es. Der arme Kerl geht nach Afrika gegen die schwarze Gesellschaft, ich glaube, er hat Liebeskummer und will das dort unten dergessen. Nun. habe ich ihn morgen Abend zu einer Abschiedsbowle eingeladen; wir wollen aber beide allein sein, denn ihm ist nach großer Gesellschaft nicht zumuth!" Bertha hörte mit gespannter Aufmerksamkeit zu, merkte aber bald, daß irgend etwas nicht in Ordnung war. Otto versprach sich einige Male und fragte' so ungeschickt, daß ihr Verdacht rege wurde. Acb was Gamrade!" antwortete sie. Wenn der arme Mensch nur mit gesunden Gliedmaßen heimkehrt! Ja, wir verlieren alle Freunde! Nicht nur Du ich auch. Im Vertrauen gesagt: Toni Ottleben ist so gut wie verlobt!" : Ach nee!" Ja gewiß! - Ein Vetter hat um sie angehalten; sie hat sich aber eine Woche Bedenkzeit vorbehalten. Ich glaube ganz entre nons sie ist schrecklich unglücklich und hat einen andern viel lieber! Das gute Mädel! Sie ist so anspruchslos und bescheiden und will lieber mit' dem Angebeteten

trocken Brot essen, als mit ihrem reichen Vetter in Glas kutschen paradiren!" So so! .Ja!" Aha!" Gewiß!" Schon am selben Nachmittag In der Reitstunde erfuhr Baron Gamrade, was Bertha gesagt, und beim Kaffee hörte Toni Ottleben. was Otto MoorHufen mitgetheilthatte. Na ja' da haben wir's! Nun ist es zu spat. Otto! Ich Sckafskovf! Jetzt, wo sie weg ist, fühle ich erst, was sie mir war! Mann, Mann, warum mußte das sein?" Es ist ja noch nichts aller Tage Abend, Harald! Sie hat ja noch nicht zugesagt. Ich an Deiner, Stelle würde mich trösten, es gibt ja noch viele Mädchen" Nein, nein!. Sie , oder keine!" Also gut! Dann wollen wir . der Sache noch einmal näher ' .treten. Komm doch, morgen Abend ein Glas Mosel bei uns im Garten trinken beim Wein kommen die besten- Gedanken." Gamrade sperrte sich . einige Zeit, sagte aber schließlich zu; mochte wohl hoffen. Toni aus der Entfernung im Nebengarten noch einmal sehen zu können. , Frl. v. Ottleben aber schwamm in Thränen: v Er geht fort. Ohne auch nur, Lebewohl '.zu 'sagen! Nach Afrika, Bertha, Bertha!" Gott bewahre. Toni, so schnell geht das nicht! Vorläufig ist er noch hier, und für morgen Abend hat ihn mein Bruder zu einer Abschiedsbowle eingeladen!" Ach Abschiedsbowle!"

Und sie begann von neuem zu wei-

nen.

Es war einer jener herrlichen ??rllh-

lingsabende, wo jedes Lüftchen schweigt, und die Sonne im tiefen Roth versinkt. Die feierliche Stimmung der Natur theilt sich dann auch

den Menschen mit, und zumal junge

Herzen, die für ein Ideal erglühen.

Harald und Otto saßen m der Laube beim Wein, Toni und Bertha plauderten unter dem Kirschbaum im Nebengarten. Nach einiger Zeit sänden sich alle vier an der Gartenpforte zusammen., Guten Abend guten Abend." .

Ach, Bertha, wir brauchen noch ein ? . r . v .' v v !

wenig Juaer uno ten wm nocy eine Flasche. Sekt hineinthun. .Willst' Du mir helfen?" Die Geschwister faßten , 'sich unter und gingen in das Haus hinein, Harald und Toni blieben allein. , Also Sie gehen nach nach Afrika?" :. Wer? Ich? Nein. Wer hat Jhnen das gesagt? Gnädiges Fräulein irren sich " Sie wurde purpurroth: Aber man hat mir .doch gesagt ? Mein mein " ' v Wohl der Herr Bräutigam ?" Wer? Wessen Bräutigam meiner? Aber ich bin ja gar nicht derlobt wer wer ?" Nicht? Wahrhaftig nicht, gnädige Toni . Toni beste Toni,, ist das wirklich wahr?" . Er streckte ihr die Hände hin und sie legte ihre Händchen hinein. Und der Sekt kam gerade zum richtigen Augenblick! '. ' . i Grausige Souvenirs.

Im Einlösungsbureau des Schatzamts in Washington erschien jüngst ein Mann, der ein Säckchen voller plattgewalzer Halbdollarstücke, Quarters, Dimes und Nickels brachte, die Münzen aufzählte und um Ersatz durch neue bat. Während das Gewicht des Silbers wie des Nickelmetalles als ziemlich correkt festgestellt wurde, erzählte der Mann: Diese Münzen sind auf Schienen im Sixth Street BahnHofe hier in Washington von dem Zuge breit gewalzt worden, welcher die Leiche des Präsidenten McKinley von hier nach Canton,' Ohio, brachte. Auch viele andere Leute haben sich derartige Souvenirs, gesichert, indem sie Münzen auf die Schienen legten, welche viele Yards .weit so. bedeckt waren. Jetzt habe ich die Souvenirs aber lange genug gehabt und möchte lieber mein Geld wieder haben." James W. Sample, der Vorsieher des Einlösungsbureaus,, erzählte diese Geschichte mit der' Bemerkung: Die Manie der Amerikaner, sich derartige Souvenirs zu schaffen, ist eine alte und geht in's Grausige. Aus meiner Knabenzeit erinnere ich -mich, wie wahnsinnig sich' die Leute nach der Ermordung Lincoln's geberdeten, um sich Andenken an ihn zu sichern. Als der angeschossene 'Märtyrerpräsident aus Ford's Theater in ein diesem gegenüber liegendes Haus getragen wurde, machte das aus der Wunde tropfende .Blut eine sichtbare Linie vom Theaterausgange bis zur Hausthür. ' Ich sah zur Zeit mehrere Personen Papier in kleine Fetzen reißen und diese durch die gerinnenden Blutstropfen ziehen, um die Fetzen stolz als Souvenirs heimzutragen." Vorsichtig. Gattin: Was werden wir unserm Möritzl zu seinem Geburtstag kaufen?... Ae Rechenmaschine oder ä Puppentheater?... er wünscht sich beides?!" Gatte: Da

kauf' ihm nur a Rechenmaschine,

'mit dem Puppentheater konnt, er an gelegt werden su schwärmerisch!"

Allerlei für7 Haus. Fußbödenwarmzu.erhals t e n. Fußkalte Böden, die mit Teppichen belegt sind, werden viel wärmer, wenn man unter die Teppiche eine dicke, v'er- bis sechsfache Lage alter Zeitungm legt. Alle sechs bis acht Wochen müssen sie erneuert werden; es werden dadurch zugleich die Teppiche geschont. Mittel gegen Schimmel a n W ü r st e n. Ein gutes Mittel, um dem Schimmel an Würsten. Schinken und dergl. aufzubewahrenden EßWaaren vorzubeugen, oder ihn dawo er eingetreten ist. zu befeitigen, ist das Bestreichen derselben mit einer Kochsalzlösung. Man übergießt das auf einem Teller' befindliche Salz mit soviel Wasser, daß eine breiartige Lösung des Salzes erfolgt. Wenn man schimmlige Eßwaaren mit diesem Salzbrei bestreicht, verschwindet der Schimmel sofort, und nach einigen Tagen haben sich die . betreffenden EßWaaren mit äußerst feinen Salzkrystallen überzogen, die jeder weiteren Schimmelbildung vorbeugen. Zwiebelsast als Klebem i t t e l. Es dürfte nur wenigen bekannt sein, daß wir in dem Zwiebelsaft ein vorzügliches Mittel besitzen, um Papier auf Metallgegenstände festzukleben.' Gewöhnlich wird hierzu Leim oder Dextrin benutzt; man wird aber oft die Erfahrung machen, daß das Papier sich von dem betreffender Gegenstande loslöst. Beim Kleben mit Zwiebelsaft kommt das nie vor; man Wäscht die Büchsen zuerst mit einer Lösung von Soda ab, bestreicht sie an den nöthigen Stellen mit Zwiebelsaft und drückt das Papier fest an. Nach dem Trocknen wird es nicht möglich sein, es abzureißen. Das Mittel hat außerdem den Vorzug, daß es jederzeit im Hause, vorräthig ist. -Alaunwaschungen. Kleine Wunden, Abschürfungen und Quetschungen heilen sehr gut, wenn man dieselben mit einer 2- bis Zprozentigen Alaunlösung wäscht, oder wenn man Umschläge damit macht. Es empfiehlt sich, lauwarmes Wasser dazu zu verwenden. Alaunlösungen sind nicht aiftia. Niemals kann man einen Scha- ? ' l ?jl

oen oamli anricyien. juincu uc Znfizirend und - entzündungswidrig. Bei größeren und complizirten VerMündungen oder bei Quetschungen, die in der Tiefe das Gewebe zerstören, ist jedoch eine thierarztliche Behandlung der verletzten Thiere nicht zu umgehen. Auch.' soll man sorgfältig darauf achten, daß abstehende Hautlappen möglichst bald angenäht werden, .'wodurch die Heilung ganz wesentlich erleichtert und beschleunigt wird. Auffrischen harten Led e rs. Man wäscht daZ Leder mit lauwarmem Wasser, ab; sollte es dadurch, nicht weich werden, so mengt man 1 Theil gelben Ocker mit 4f556 Mohnöl; dann übergießt man 1 Theil weißen Thon und Stärke mit kochendem Wasser, rührt gut um und setzt die erstere Mischung zu. Nach dem Erkalten träat man die Masse dünn

auf das Leder, läßt' trocknen, bürstet

dann den Ueberzug wieder ab, oeseuchtet das Leder, trägt sehr fein Lederschwärze mittelst eines Pinsels auf, schmiert das Leder mit Lederöl ein und reibt nach einigen Tagen dieOberfläche desselben mit einem wollenen Lappen ab. Soll dem Leder noch ein ganz besonderer Glanz ertheilt werden, so kocht man 3 Theile Leim und' 1 Theil schwarze Seife mit fo viel Wasser, daß die Masse beim Erkalten eben gelatinirt, und setzt derselben fo viel BlauHolzextrakt zu, daß sie ein tiefschwarzes Aussehen erhält. Das vorher geölte Leder reibt man mit einem wollenen Lappen ab und trägt dann diese Masse so dünn als möglich mit einem Pinsel auf. Von Zeit zu Zeit muß das Glänzen wiederholt werden. ZurBekämpfungderMotten forge man dafür, daß dieselben keine Ruhe finden, ihre Eier zu legen. Man klopfe die Wollsachen, Stoffe und Pelze öfter tüchtig aus, und zwar besonders im Februar und März, wo Motten ihre Eier unterzubringen suchen. Auch vor dem Aufbewahren müssen die Sachen gehörig ausgeklopft werden, da Schmutz und Staub die Brutstätten begünstigen. Pelzwerk kämme man mittels eines reinen Kammes bis auf das Leder gut aus; dadurch werken die im Pelz befindlichen Eier entfernt. Dann packe man die Pelzsachen in leinene weiße . Tücher, nähe es gut zu und verwahre sie in fest schließenden Kisten oder Schränken, welche man tüchtig mit Kampher, schwarzem Pfeffer, getrockneten Hanfsiengeln, Tabak und dergleichen fcharf riechenden Dingen bestreut. Die 5Zugluft vertragen Motten und ihre Brüt nicht, darum ist es gut, die Stoffe und Pelze, wenn irgend möglich, an die frische Luft, wo sie dem Winde ausgesetzt . sind, zu hängen. Nachstehende Mottentinktur soll sehr gut sein: Man nimmt acht Gewichtstheile besten Spiritus und schüttet in denselben einen Theil Kamvber und einen Theil aesto-

ßene Schale von spanischem Pfeffer.

Vas Ganze laßt man einige Tage siehen, bis der Kampher sich ganz auf'gelöst hat. Hierauf gießt man die Flüssigkeit durch Leinwand. Mit dieser Tinktur wird ein mehrfach zusammengelegtes Stück Leinwand befeuchtet und dieses auf oder unter die Möbel u. s. w. gelegt, wo. sich die Motten vorfinden. ., , .

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