Indiana Tribüne, Volume 29, Number 98, Indianapolis, Marion County, 16 December 1905 — Page 3

Jndiana Tibüne, 16 Dezember 1903

3

Nützliche Weihnachts-Geschenke

find: hübsche Morris Stühle, Leder Ruhe Stühle, Davenports, Schreibpulte, Musik-Cabinette, Bücherschrän t, . piedestale, parlor Tische, Toiletten Tische, parlor Tabinette, grauen Schreibpulte, U 4 ' I Chiffoniers, in schönster Auswahl. zu den mäßigsten Preisen 'WILUG'S ...Möbel-Slmdlnng... 141 West Washington Straße. ...Kohlen.. werden geliefert zu folgenden Preisen per Tonne : Anthraclte. alle Großen 80.00 U rihia tffnn. Vurnn 17S P Ohio Jackson. Eaa 4.50 I I " w "f ,. Ti IU I 5? Kanamba,Lump .' L Winifrieoe, Lump 4.50 "S ' i"ir ufrri Witrnn Luhria, Egg 4.50 Brazii, Block 4.50 Jellico, Kentucky 4.50 Jndiana Jackson 3 50 Linton, Lumo und Eaa 3.50 Jllmois Lump und Egg 3.50 Pocahontas, gegabelt 5.50 Gemischte -lack 2 0 Fabrikholz sper Wagenladung 2.00 2,000 Pfund' zu jeder Tonne. HOstlE FVBL CO. Phonk : It, Main 1150 und 1194 ; Neu. 9291. Neue Pullman Parlor Car Bedienung auf der Big Four Route zwischen Indianapolis mi Peoria, Ills. Die neuen Pullman Busset Parlor Cars treten in Dienst an den Z2g n No. 11, welche JndmnaxoliS für Peor,a. verlassen täglich um 11 50 Vorm. und No. 18 von Peoria nach Jndranapolls. tögllch um Mlttag. Diese (iflnßnS bieten ne p?stklassia R?kZ?ni,n zwischen den genannten Slationen und ist eine Probe dem reisenden Publikum bestens zu emy ehlen. murf. Gen. Pass. Agt.. " "' i Einttnnati, Ohio. bi. I ! Zuge ersten Ranges Schnelle ZeitlZ Zu bequemen Stunden ! 14 I? 6 6 4 üge Iwischen Indianapolis und incinnati. lüge zwischen Indianapolis dayton. Züge zwischen Indianapolis toledo und Detroit. und und Züge zwischen Indianapolis und Decatur, Jurnois. Züge zwischen Indianapolis und Springfield, Illinois. Varlor Wagaoui an aen Tagek und Schlaf. wagaon an auen aqr-Zuge . Indianapolis Office': Union Bahnhof und 3 Nord Illinois St. R. P. Algeo, D. P. A. Mi EÜIE & WESTEI1I1 M . ..Fahrzeit der Züge... bfahrt ukun loltdo. Chieazs und Mchigau EivkrH 7.1 iUM sledo. etroit nah hkago Lim U.M f t.U Zichtza ity, unrie u.Lasay,ttteplf 70 710.U OaltA onataal. Ieuome "MIM I 11 Ctsnbet vnde GrntrnljSa end Iftn? oen una uraanrn durch Cantabttl9 aufaehobm Unbequemlichkeit Drei $1.00, M oSm Drnggig oder V. O. Bet 61, kw von.

W

X

tfU

s

armnan

Erregte Erörterungen in Senat und Haus .über Panama und San Domingo.

Anklagen gegen Nedaktenre in Kansas. Dampfer gescheitert. Wanderung in einem Körbchen. f Dr. Theodore De Eck.

Ryan und Harri man. New York, 15. Dez. In der Versicherungseinfrage vor dem New Yzrker LegiZlaturComite wurden wei tere Streiflichter auf, wie Herr Ryan sie nennt, ftrenöfe Interviews zwischen ihm und Harriman geworfen. 33e kanntlich hatte Ryan ausgesagt, daß Harriman in sehr drohenderWeise einen gleichen Antheil der Hyde Actien in der Equltable verlangt habe. ez. : (..n. c.i. 5v.e...:t uiwmim iuuc ycuic vytiiytuiu seme Verston über die Angelegenheit zu geben, wobei einige recht, interessante Aufklärungen über sein Verhältniß zu Gouverneur Odell anS Licht kamen. Harriman erklärte, daß, als Ryan die Hyde.Aktien, welche die Controlle übe? die Eauitable in sich schloffen, er ward, derselbe ihn ersuchte, mit ihm zur Rettung deS Eigenthum sich zu der einigen. Er habe unter der Annahme zugesagt, im Falle Ryan nur von den lautersten Beweggründen geleitet wäre. Er sei aber vom Gegentheile überzeugt worden und habe Ryan deshalb ange. kündigt, daß er seinen Einfluß gegen l&n gebrauchen würde. Nur um Ryan aus die Prove zu neuen, yave er vle Hälfte der HydeAktien verlangt. Ryan - f,. x;.a aber aKaescklaaen. . , " ' " Trokdem bade Ryan kem Recht zu der Annahme gehabt, dich er. Harri man, seinen Einfluß in Ider Legislatur nM. Ihn gebrauchen würde. Kr sei aber nicht ganz .sicher, oi erjRyan mit D'ö"' D , , ' legislativen Handlungen 'gewarnt habe. Er habe nichts mit der Anregung zur legislativen Untersuchung zu thun ge habt. Herr HugheL macht Harrima dar auf aufmerksam, daß gesagt worden wäre, er verdanke seinen legislativen Einfluß seiner Verbindung mit Gou verneur Odell. Harriman erklärte darauf, daß es ihm scheine, daß Odell seinen voliti sehen Einfluß durch ihn (Harriman) erlangt habe. Später bemerkte Harriman, daß diese Bemerkung nur scherzhaft gemeint sei. Er habe die Untersuchung nicht inspirirt und habe bis jetzt nichts unternommen, um RyanS Pläne zu ver eiteln. Eisenbahn Rabatte. K an s a S City, via., 15. Dez. Die BundeS'Großgeschworenen erhoben ,,uje 14 Anklaaen gegen VerkehrSgesell 7' " ' i . "y schaften, Bahnbeamte, Exporteure und vrachtravalten und Berschworung zur Erlangung von solchen ' r c.,rx.-i ä. ajoinpin fltiqcncn. Norfolk, Va.. 15. Dez. Wäh. rend eines heftigen Sturmes und dich ten Nebels scheiterte der belgische Dam pfer Antigoon, von Mobile, Ala., nach Rochelle, Frankreich, bestimmt, zu früher Morgenstunde, 1 Melen süd Iiq von der LebenSrettungSftation von Little Island. Die LebenSrettungS Mannschaft schoß ein Tau nach dem Schiffe und brachte die Bemannung in Sicherheit. Bestätigte Ernennungen vonJndiansern. Washington. 15. Dez. Der Senat bestätigte heute folgende Er Nennungen: A. F. yarper, Jnv., Auditor für das Kriegsdepartement; EhaS. A. McConagle, Ind., Deputy Auditor für das Postamt. Binnen fteuer'Collekteur; Flam N. Neal für den 7. Diftrict von Jndiana; I. Sher man Cooper, 8. Diftrict von Kentucky; Hllfs Sekretär des Innern, Jesse Wilfon, Jndiana. Dr. Theodore De Eck f. U t i c a, N. Y., 15. Dez. Der dV berühmte Pathaloge Dr. Theodore De Eck starb heute. Bekannter Geschäfts, m a n n v e r h a f t e t. P i t t S b u r g, Pd., 15. Dez. Chas. K. Brycc von der GlaSfabrikanten Firma Bryce, Higbee Co. wurde heute auf-Veranlassung feines Theil haberS B. Higdee verhaftet. Er ist beschuldigt, durch Fälschung der Löh nungSliste $75,000 unterschlagen zu haben.

als Zeuge.

Ein59. Kongreß. Senat. Washington. 15. Dez. In der Debatte, über den PanamaKanal hielt Tlllman die ganze Zelt den Floor, ausgenommen wenn er anderen Sena toren Gelegenheit ' geben mußte, Zwischenfragen zu stellen. Er gab durchaus nicht die lAbficht kund das Passiren der Kanal Ver willigungS Vorlage zu bekämpfen, sondern, kritifirte die Methoden der Kanal Kommission. Er warf die Frage auf ob ShoutS immer noch Beamter der Clover Leaf Bahn fel, da ein Name noch immer auf dem Re gister derselben obenanstehe. Er kritifirte auch die Anstellung von Sekretär Bishop als Presse Vertreter und Senator Hale unterstützte ihn darin, sagend, daß Bishop's Anstellung nicht nur eine Beleidigung des Kongreß ondern auch der Presse fei. Die Erörterungen werden heute fort gesetzt werden. Im Verlauf der San Doulingo-De-batte sagte Sen. Money, daß die Ver. pflichtung einer Einmischung in die San Domingo Angelegenheiten unter der Monroe Doctrine eine einfache Er findung (Fiction), eine Erdichtung des Präsidenten sei". In Betreff des PreßAgenten Bishop, der Panama Eom. beigesellt ist, meinte Tillman, daß derselbe nur angestellt sei, um die öffentliche Meinung zu hyp. notlfiren. Bishop sei gar nicht in Pa nama gewesen und irgend ein 82000 oder $3000 Clerk hätte dessen Arbeit verrichten können. Senator Hale meinte, daß er nicht einsehen könne warum die Commission einen Preßagenten anstelle und die üb rigen Senatoren waren zumeist seiner Ansicht. Mann könne den Tageszeitungen volles Vertrauen schenken, daß sie die Thatsachen unentftellt berichten. Haus. Washington. 15. Dez. Das HauS beschäftigte sich vier und eine halbe Stunde lang mit Debatten über die Möglichkeit VersicherungS . Gesell, schaften zu kontrolllren. Die Haupt redner waren Sherley von Kentucky der über die Rechte der Staaten sprach und Cockran von New York der über die Beamten der großen VerficherungSGe sellschaften im Staate New York sprach. Herr Cockran schlug vor, daß der Congreß durch Gesetze die Thätigkeit von VersicherungS . Gesellschaften auf den Staat beschränken solle, in welchem sie organifirt wurden. Dann wurde auch die Sendung einer Botschaft an den Senat und Zurück sendung der CanalBondSVorlage be sprachen, weil der Senat die Peroga tlve und das verfassungsmäßige Recht des Hauses, RevenueGesetzgebung zu veranlassen, usurpirt habe. Die Debatte über die VerficherungS Gesellschaften, wurde nicht beendet und wird morgen fortgesetzt werden. Convention der Gruben arbeitet. S h a m 0 k i n, Pa., 15. Dez. In der GrubenarbeiterConvention prote ftirte Präsident Mitchell gegen die Zu muthung der Legislatur, die von den Grubenbesitzern und Arbeitern Beiträge für den Unterhalt deS HeimeS für alte ttohlengrüber verlangt. Herr Mitchell erklärte, daß, da die Grubenarbeiter Steuern für die Armenhäuser zahlten. man keine weiteren Forderungen bewil ligen sollte. Zivil dienst Konvention. Milw aukee, 15. Dez. Die Na tionalliga für Reform des ZivildenfteS tagte heute hier. ES wurden Beschlüsse angenommen, daß daS amerikanische Volk mit den Verbesserungen durch ZivilordenS u. f. w. wohl zufrieden fein könnet BefonderS anerkennenSwerth fei die Ordre vom 30. März 1905 in welchen das BeförderungSsystem nach Verdienst auch auf Kafsirer und FinanzclerkS auSge dehnt wird.

Schlimmes Gerücht. Chattanoogo, Tenn., 15. Dez. Die alarmirende Nachricht lief hier 2.30 Samstag früh ein, daß der Tunnel No. 27 an der Queen & CreS. cent Linie über einen durchfahrenden Pässagierzug eingestürzt sei. Einzel heilen find bis jetzt nicht erlangt, war den, doch befürchtet man einen entsetz lichen Verlust an Menschenleben.

Heiteres aus der Einwan d e r u n g S O f f i c e. New York, 15. Dez. Nur 18 Monate ist Jäkel StrotevyS alt. der auf dem Cunard'Dampfer Pannonia" aus Ungarn mit seiner Erzeugerin die Reise nach Amerika machte. In einem Körb chen versteckt, fuhr daS Kind über den Ocean und selbst die Beamten auf ElliS Island schienen bis gestern, als durch Zufall der . Korb umgestoßen wurde und der kleine Jäkel henlend auf den Fußboden kollerte, nicht zu wissen, daß die Frau nicht alleine gefahren war. Offenbar hatte die Mutter ge glaubt, daß für daS Kind Reisegeld be zahlt werden müsse und batte eS so zum Stowaway gemacht. Nach der Ent deckung deS nichtregistrirten kleinen Pas sogierS auf ElliS Island wurde das Baby nachträglich vor die ürzliche Un tersuchungSdehörde gebracht und da eS gesund war, ließ man Mutter und Kind landen. Neuer K o m et entdeckt. Cambridge, Mass., 15. Dec. Der Harvard Sternwarte wurde heute gemeldet, daß . Prof. Slipher von der Sternwarte in Flaggstaff, Ariz. einen neuen Kometen auf einer am 29. No vember gemachten Photographie ent deckt habe. Der Komet bewegte sich mi einer Geschwindigkeit von vier Meilen die Stunde. Der San DomingoVer trag. - Washington, 15. Dez. ES stellte sich heute bei der Sitzung des Senat'ComiteS für auswärtige Ange legenheiten heraus, daß nicht die Ver einigten Staaten. wie allgemein ange nommen,. sondern San tDomingo, den vorliegenden Vertrag betreffs der Fi nanzen St. DomingoS amendirt haben möchten. Der Paragraph? des Ver trageS bestimmt, daß die auf Ersuchen der Dom. Regierung die Vereinigten Staaten der letzteren .'wenn nöthig Hilfe zur Ausrechterhaltung der Ord nung, und oes reotts, leisten mögen. Der Paragrph wird dahin ausgelegt. daß er den Ver. Staaten das Recht giebt, Kriegsschiffe nach San Domingo zu senden, wenn dieselben Gefahr für die Ordnung der Republik befürchten? Sekretär. Root erklärte dem Comite beute, daß San Domingo den Vertrag so ausgelegt haben möchte, daß diese Hilfe nur auf Verlangen des Kongreß von San Domingo gewährt werden solle. Wie der Vertrag jetzt lautet, giebt er dem Präsidenten von San Domingo Autorität die Hilfe des Präsidenten der Ver. Staaten anzurufen. Solche Macht wünscht aber die Re publik San Domingo nicht in die vande des Pranoenten orales zu legen. Weil er sich selbst 'oder seine Anverwandten mit Hilfe der Ver. Staaten im Amte perpetuiren könnte. DaS SenatS'Comite wird Sekretär Root Gelegenheit geben, die Angelegen heit noch eingehender zu beleuchten. Großfeuer. Des M o i n e s. Ja., 16. Dezbr. Ein wüthendes Feuer zerstörte heute früh 1 Uhr den Rothwell Block. Scha den S150.000. Andere Gebäude find in Gefahr. Blutige Tragödie. Schauspieler und Kapellmeister die Opfer. Gaffney, S. C., 15. Dez. Im Piedmont Hotel wurden heute Milan Bennett, Kapellmeister der .Nothing but Money- Gesellschaft und der erste Liebhaber Abltt Davifon von dem Hotelbesitzer durch Revolverschüsse schwer verletzt und starben an ihren' Ver letzungen. Der mörderische Hotelbesitzer, dessen Name angeblich George Hafty ist, hatte ein Auge auf die, zu der bei ihm logi renden Truppe gehörenden Schauspie lerin Verne Sheridan, geworfen. AIS er NachtS in ihr Zimmer dringen wallte, wurde ihm von den Ermordeten feine Handlung verwiesen, woraus die

Tragtdie folgte.

Zu Tode getrampelt Wird Madchen in einem Straften bahnwagen.

C l e v e l a n d, O., 15. Dez. Ein Zünder explodirte an einer Wilson Ave. Car diesen Nachmittag und setzte daS Vestibül derselben in Flammen. - Eine wilde Panik bemächtigte sich der 12 Passagiere. In ihrer Haft die Car zu verlassen wurde die. 13jährige Anna Stäbe von den Passagieren zu Tode getrampelt. H. R. Fishel, ein ande rer Passagier, erlitt einen Schädelbruch. 4 E i n Tapferer gestorben. N e w Y o r k, 15. Dez. I. WeS ley JoneS, Gründer und Leiter deS United StateS Volunteer Life SavingS Corps starb heute in seinem Heim in Brooklyn. Er war 84 Jahre alt. Sechs Kinder verbrannt. G alveston, Tex., 15 Dez. Hier ist die Nachricht eingetroffen, daß 6 Kinder bei einem Feuer zu Prange um kamen; die Mutter eines der Kinder soll tödtliche Verletzungen erlitten haben. Sehr begehrt. Washington, 15. Dez. Das Juftizdepartement und der Staat Ore gon find sehr begierig näheres über den Aufenthalt von S. A. D. Pucter und Horace G. McKinlky, welche beide in Verbindung mit den Landschwinde leien in Oregon überführt wurden, zu erfahren. Man hatte nämlich beiden Straflosigkeit zugesichert, falls sie als Staatszeugen in dem Falle gegen Bin ger Herman auftreten würden. Trotz aller Anstrengungen, ist eS den Behör den nicht gelungen die geringste Spur der Vermißten zu finden. Redacteur ermordet. Der Thater beging fpäterSelbstmord. N e w Y o r k, 15. Dez. Die Un tersuchung über den mysteriösen Todes fall von I. H. Thompson, Hilfs'Re dacteur der New York Times, hat erge den, daß der Journalist von dem Neger R. H. Hamilton ermordet wurde. Der Neger bediente den Elevator im St. James Hotel in New York. Die Thatsache wurde durch eine Ne gerin festgestellt, welcher Hamilton be kannte, daß er den greisen Journalisten berauben wollte, und, da dieser heftigen Widerstand leistete, er ihn ermordete. Hamilton beging vor einer Woche Selbstmord. Ausgetrocknete Holzgefäßewasserdichtzumachen. Man legt die ausgetrockneten Gefäße mit einer Lage Stroh aus, bringt emen Stein darauf und füllt Wasser darüber. Wenn auch das Wasser abfließt,, ist doch ein Nachfüllen desselben nicht nöthig, da das Stroh Feuckng keit genug enthält, um das Aufquellen des Gefäßes zu bewirken. Hautentzündung ist jede durch Reizung entstandene Entzündung der Haut, die sich durch Röthung, Schwellung, Schmerz, erhöhtes War meaefübl und beftiaes ducken an den betreffenden Stellen kundgibt.' Beach tenswerth scheint jede Hautentzündung schon deswegen, weil sich aus ihr andere Krankheiten der Haut, z. B. Hautaus schlag, leicht entwickeln können. Ein gutes Heilmittel ist die Einpuderung mit Reis- oder Starkemehl. Stärken. Zum Stärken bedient man sich der Reisstärke oder Weizen stärke. Für feinere Stoffe, welche nur etwas Appretur bekommen sollen, e wendet man Zuckerwasser, Gelatin Wasser, Gummiwasser, Leimwasser. Mischt man der Stärke Stearinabfälle bei, so gleitet das Platteisen besser über die Stoffe, Dunklen Satin, Leinen stärkt man mit Leimwasser. Hellen Satin stärkt man in Gelatmwasser Spitzen stärkt man mü dünnem Star kewasser oder Gelatine. Blutflecke zu entfernen. Man rühre Weizenstärke mit wenig kaltem Wasser an, trage dieselbe dick auf den Fleck auf und lasse sie trocknen. Ist die Stärke von der linken Seiie aus abgeklopft, so werden frische Flecke verschwunden fein. Bei veralteten wiederholt man das Verfahren; es hat den Vortheil, daß es, auch bei gärten Stoffen angewendet, dieselben nicht angreift. Reinigung von Marmor. 'Nachfolgendes Verfahren empfiehlt sich zur Reinigung von Marmor, der durch die Länge der Zeit unansehnlich t worden ist. Ungelöschter Kalk wird mit so viel Seifenlösung gemischt, daß die Mischung die Konsistenz eines dicken Rahms erhält. Diese Mischung wird auf die Marmortafel aufgestrichen und 24c bis 30 Stunden darauf belassen. Nach Verlauf dieser Zeit entfernt man sie und wäscht den Marmor mit Sei-fenwasser.

Sonderbarer Liauz.

Skschulwigt sich aus Gefälligkeit eines schenk lrchen Verbrechens. Ein eigenthümlicher Kriminalfall ereignete sich kürzlich in Bukarest, Rumänien. Vasile Jlleanu war Stalldiener bei der Tramway-GeseUschaft. Seit acht Jahren lebte er in wilder Eh: mit einer Frau Namens Mantza. Bei ihnen wohnte auch ein Onkel der letzteren, ein 75iähriger Mann, der unter drei Landesfürsten im Zuchthause gesessen hat. Das letzte Mal wurde er. nachdem er 15 Jahre gesessen hatte, begnadigt. ' Maritza wollte 'den alten Tauaenichts nicht im Hause dulden und Vasile mußte sich immer für den alten, ihm selbst ganz fremden Mann verwenden. Vor einigen Tagen kam nun Vasile von der Arbeit und fand die Wohnung gesperrt. Er setzte sich vor die Thüre, um die Frau zu erwarten. Von Müdigkeit übermannt, fchlief er ein. Als er spät in der Nacht erwachte erschrak er darüber, daß seine Frau noch immer nicht zurückgekehrt war. Er alarmirte die Nachbarschaft, man öffnete die Thüre und fand 'die Maritza als Leiche mit zerschmettertem Schad:! auf dem Fußboden liegend. Die Polizei wurde benachrichtigt und Bastle Jkleanu in Haft genommen. ' Bei der Untersuchung leugnete er zuerst und erklärte nichts zu wissen. Schließlich legte er ein Ceständniß ab. Die Art und Weise, wie er dies that, erweckte aber bei dem Untersuchungsnchter den Argwohn, Vasile sei gar nicht, der Mörder. Man hatte den Onkel der Ermordeten, der sich am Tage des Verbrechens entfernt hatte, im Verdamt und es gelang ihn zu verhaften. Jkleanu hatte jede Mithilfe zu dessen Auffindung verweigert. Wenn er merkte, daß man nach dem Alten forschte, wiederholte er eindringlich: Aber ich bin ;a der Morder! Jkleanu wurde freigelassen. Darüber befragt, was ihn eigentlich vsranlaßt habe, ein so schweres Verbrechen auf sich zu nehmen, erklärte er. er habe dem Untersuchungsrichter nicht Schwierigkeiten bereiten wollen, er habe es diesem angesehen, daß er so gerne den Mörder entdeckt hätte und da habe er nicht widerstehen können und die ganze Sache auf sich genommen. Der Fall erregte in Wissenschaftlichen Kreisen begreifliches Aufsehen. Betagte Hciratbsschwindlerin. Wegen zahlreicher Heirathsschwin deleien hatte sich jüngst die 66jährige geschiedene Ehefrau Gundermann aus Bonn, Rheinprovinz, vor der Strafkammer zu verantworten. Die Frau, die wegen Heirathsschwindeleien und Diebstahls bereits zwölf Jahre in .Gefängnissen und Zuchthäusern zugebracht hatte, trat unter dem Namen Lady Roth aus Amerika auf und gab vor. MillionenPartien vermitteln zu können. Sie erließ in den Zeitungen Anzeigen, in denen sie sich als Heirathsvermittlerin empfahl, die nur in aristokratischen Kreisen Verkehr habe und zu deren Kundschaft Prinzen, Fürsten und Grasen gehörten. Ein Graf aus München ließ sich auf Grund der Anzeigen mit der Frau ein, die ihm gegen entsprechende Vergütung eine bildschöne Amerikanerin mit 20.000,000 Mark Mitgift verschaffen wollte. Nachdem de: Graf 100 Mark gezahlt hatte und weitere 300 Mark von ihm verlangt wurden, schöpfte er Verdacht und brach seine Beziehungen zu der Vermittlerin ab. Einem Grafen in Breslau wollte die Schwindlerin die Tochter eines Professors zuführen, die ein Vermogen von 30,000.000 Mark besitzen sollte. Als diese Partie dem Grafen nicht zusagte, erbot sich die Frau, ihm eine Prinzessin Vonaparte aus Paris zu verschaffen, welche die Kleinigkeit von 300.000.000 Francs besitzen sollte. Der Graf unterzeichnete einen Schein, wonach er der Vermittlerin nach Zuftandekommen der Heirath 15.000.000 Mark zahlen wollte. - Nachdem der Heirathslustige auch 700 Mark in Baar geopfert hatte, erkannte er. daß er einer Schwindlerin auf den Leim gegangen war, und erstattete Anzeige, worauf die Frau verhaftet wurde. Die Strafkammer verurtheilte die Schwindlerin mit Rücksicht auf ihrAlter nur zu zwei Jahren Zuchthaus, zu einer Geldstrafe von 450 Mark und zu fünf Jahren Ehrverlust. Hotels in Deutschosta f r i k a. Verschiedene deutsche Großbanken haben unter dem Namen Kaiserhof- eine ostafrikanische Gesellschaft gegründet, deren Bestreben es sein soll, bei der Entwicklung des gegenwärtig noch von einem Aufstand heimgesuchten deutschen Schutzgebiets kräftig mitzuwirken. Die Gesellschaft will in Dentschostafrika große Hotels bauen, an denen es in den dortigen bedeutenderen Orttn noch gänzlich mangelt. Der Anfang wird in Dar-es-Salam gemacht werden. Von den Kolonialfreunden wird dies als ein Zeichen des Vertrauens zu der Zukunft der deutschen Kolonie begrüßt. 1 Vergaßen den Schiffsjungen. Bei Ahrenschoop. Dänemark, strandete das ' aus Schweden kommende. Segelschiff 'Merkur das sich mit einer Ladung Eisen auf der Fahrt nach Stettin. Pommern, befand. Die Mannschaft wurde gerettet. Ein schlafender Schiffs iunze, der vergessen wurde, ertrank.