Indiana Tribüne, Volume 29, Number 94, Indianapolis, Marion County, 12 December 1905 — Page 4

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Jnomna Tribüne. Hnauukven von bei utenderg . Indianapolis, Ind. Harrz O. Zdnötnm - yriftdent. x eichäftSlocal: No 31 Süd Delaware Straße. , TELEPHONE 2G9. irre he Post Office ot Indianapolis a " .cond dass matter.

Aus der Bundeshauptstadt. Die Beliebtheit, deren sich Präsident Roosevelt auch unter den Demokraten erfreut, ist dem Abgeordneten Hay aus Virginien, dem Vorsitzenden des demo kratischen KaukuS, ganz und gar unbe greifl'ch. Er fragt, was denn Herr Roosevelt eigentlich schon gethan hat, oder wwjeern seine Ansichten sich mit den demokratischen Vründsützen decken. SBcnn es ihm gelingt, leine Frachtge bührendill in diesem Kongresse durchzu. setzen, so wird das seine erfle Voll .dringung sein, die im Großen die nationale Wohlfahrt berührt.- Seine Tarifreformplüne habe er fallen lassen, und obroodl er eS neuerdings nicht wahr' haben wolle, sei er ein entschiedener Besürworler der Machtcentralisstion. Wenn dessenungeachtet namentlich die südlichen Demokraten so sehr für Roo sevelt schwärmen, dak sozar schon der Vorschlag gemacht morden ist, ihn in der nüchtten Wahl als demokratischen PräfidentschaftSkandtdaten aufzustellen, so werde die Partei wohl bald das Geschäft aufgeben- müssen. DeS Räthsels Lösung dürfte wohl aber in der immer deutlicher hervor tretenden Thatsache zu finden sein, daß gerade die ehemaligen Sklavenstaaten von den alten demokratischen Gnrnd sätzen" nichts mehr wissen wollen, wenn sie ihnen überhaupt jemals aufrichtig gehuldigt haben. Sie waren der de mokratischen Partei bisher wohl nur deZhald treu, weil sie die republikani sche Partei haßten, die nicht nur die Sklaverei abgeschafft, sondern auch die Carvetbaagcr Wirthschaft begünstigt und wiederholt den Versuch gemacht hat, durch Zmangsgesetze die Nigger Herrschaft- einzuführen. Da jedoch in den letzten Jahren die Nigger mit wenigstens stillschweigender Genehmigung der republikanischen Partei so gut wie gänzlich entrechtet worden find, so ist der alte Haß gegenstandlos geworden. Der Süden-, wenn man unter dieser Bezeichnung die begüterten und in der Politik den AuSschlag geben den Weißen verstehen will, solgt wieder seiner gewissermaßen natürlichen Nei gung zur Expansion", deren Verkör. perung Herr Roosevelt ist. Auch ist den Zucker, und Reispflanzern und den neu entstandenen Industrien der einst so unbeqeume Schutzzoll jetzt recht ange nehm, weshalb eine ganze Anzahl sflö licher Senatoren in allen Zollfragen mit den Republikanern zusammengeh:. Endlich und das Ist vielleicht die Hauptsache ist der Süden" eS müde, zu einer Partei zu halten, die in drei aufeinander folgenden Präsiden tenwahlen geschlagen worden ist und voraussichtlich auch das nächste Mal unterliegen wird. Er will wieder, wie vor dem Bürgerkriege, seinen Antheil an den hohen Verwaltungsämtern, den KabinetS und Gesandtschaftsposten beanspruchen. Dazu hat der Osten unter Parker ebenso wenig verhelfen können, wie der Westen unter Bryan. Dem Lande im Allgemeinen und der demokratischen Partei im Besonderen wird eS aber nur zum Vortheil gere! chen, wenn der kompakte Süden in Stücke geht. ES war immer ein poli tifcher Krebsschaden, daß die eine Par tei, weil sie von vornhereia auf alle Südftaaten zählen konnte, nur noch die ihr fehlenden Elektoralftimmen im Norden aufzutreib;n brauchte, und daß die andere Partei, weil ihr der Süden ohnehin. Verloren war, ausschließlich an die nördlicyen Sonderinteressen und Vorurtheile appellirte. Hätte die de mokratische Partei nicht ihren eisernen Bestand gehabt, so wäre sie nicht auf ihre sonderbaren Irrwege gerathen, und hätte die republikanische Partei in allen BundeSftaaen Anhang werben müssen, so wäre sie nicht so einseitig .kapitalisch" geworden. Kann Herr Roosevelt die vollständige Aussöhnung zwischen Nord und Süd zustande brin gen, so werden ihm manche, wenn nicht alle seine Schwächen verziehen werden können. Herr Bristow, "derbern Präsidenten ein werthvoller Gehilfe in seinen refor matorischen Bestrebungen gewesen ist und durch seine amtliche Thätigkeit Ge legenheit gehabt hat, daö.Eisenbahnwe

sen in diesem Lande gründlich zu deod achten,, hat in einer kürzlichen Rede ent schieden Stellung für den Präsidenten in letzterer Angelegenheit genommen.' In einleuchtender Weise legt er dar, welch ungeheure Macht die Eisenbahn Präsidenten besitzen. Trotzdem das Ge setz verbietet, daß die Frachttarife der. einbart werden, ist eS doch notorisch, daß sie in gemeinsamer Konferenz festgesetzt werden. Die Wirkung äußert sich nicht nur in hohen Frachttarifen, sondern auch in der Befiegelung deS Geschickes einer jeden Ortschast in der Union. - Die Entwickelung der SMdte erfolgt genau nach den Wünschen der

Eisenbahn Präsidenten. Wenn ein Platz auch lalle möglichen natürlichen Bedingungen zum Aufbau einer gro ßen Industrie oder Handels besitzt, so ist das nicht entscheidend für feine Zu kunft. sondern die Anordnungen der Eisenbahn Präsidenten. Wenn diese sagen, welche Jracht'Tarise gelten seilen, so erhebt sich ihr Gesetz über die Naturgesetze. Sucht man nach den Normen, welche über die Feststellung der Tarife entschei den, so sind- sie leicht genug zu erkennen. Das oberste Gebot ist so viel Profit als möglich an Frachtgedühren heraus zuschlagen. . Ist eine Stadt so gelegen. daß sie der natürliche Centralpunkt des! Handels ist, so wird das unter der Be dingung anerkannt, daß keine Möglich' keit vorhanden ist, einen längeren Weg vorzuschreiben. Läßt eS sich bemerk ftelligen, daß die Waaren - mit einem Umwege von Hunderten von Meilen dirigirt werden können, so dekretiren die Eisenbahnpräsidenten diesen Um weg; denn ihr Augenmerk ist nicht dar auf gelichtet, dem Volke, sondern ihrem Interesse zu dienen. Für sie ist die Eisenbahn keine öffentliche Einrichtung, sondern ein Privutunternehmen, das nach Kräften finanziell auszubeuten ist. Angesichts solcher Beobachtungen kann die Anficht, daß, wenn hierin keine Aenderung eintritt, die Nationalifirung der Eisenbahnen nur eine Frage der Zeit ist, nicht als eine Uebertreibung erscheinen. ES ist sogar zu verwun dern, wie der Gedanke dieser Nationa lisirung schon solch' weite und tiefe Wurzeln geschlagen hat. Vor fünf Jahren würde Jeder, der eine solche Entwickelung deS Eisenbahnwesens be fürwortet hätte, als Anarchist, Commu nist und Sozialift verschrieen worden sein. Jetzt findet Niemand mehr einen solchen Vorschlag sensationell und aben teuerlich. Man ist eher geneigt, ihn als selbstverständlich zu betrachten. Das kann nicht deutlicher bewiesen werden, als wenn man einen so ruhigen und besonnenen Mann, wie Herrn Bristow. öffentlich erklären hört, daß, wenn der jetzige rechtlose Zustand im Eisendahn' wesen sortdauere, eine Verstaatlichung der Eisenbahnen als das kleinere Uebel betrachtet und in Anwendung gebracht werden müsse. Auch Senator Steve ElkinS von West Virginia hat nach einer Konke renz, die er Mittwoch im Weißen Hause gehabt, eingeschwenkt und erklärt, daß er Roosevelt'S Plan, der Zwischenstaatlichen HandelSkommisfion die Fest setzung der Eisenbahnfrachtraten zu Übertragen, unterstützen werde, allerdingS mit einigen Modifikationen. Ei nige der allzu-radikalen Bestimmungen sollen ausgemerzt werden, so z. B. in erster Linie die Bestimmung, welche der Kommission eineMischung von admi uiftrativen, legislativen und richter lichen Funktionen einräumt. Hier wird eine Modifikation vorgeschlagen, welche die richterlichen' Funktionen aus merzt und andererseits dem gerichtlichen Verfahren betreffend die Revision der Ion der Kommission sixirten Fracht sStze eine breitere Grundlage zugesteht. Die in der Bill enthaltenen Beschrünkungen der Berufung gegen Fracht sütze, welche von der Kommission festge setzt werden, sollen gestrichen werden. ES wird geltend gemacht, daß eS der fassungswidrig fein würde, die Macht der Gerichte in der von der zwischen staatlichen Kommission vorgeschlagenen Weise zu begrenzen. Aber ElkinS hat, bevor er kapitulirte, auch noch ein für ihn persönliches Zugeftändniß erlangt. Dasselbe besteht in einer Modifikation, welche bestimmt, daß kurze Zweiglinien, deren Antheil an einer durchgehende Fracht verhält nißmäßig gering sein würde, gesetzlich einen Antheil an dem Frachtprofit der Hauptlinie, welche die Fracht auf der größeren Distanz befördert, erhalten sollen Senator ElkinS hat da wesent lich pro domo" gearbeitet. In West. Virginien giebt eS eine ganze Anzahl kurzer Bahnlinien welche von den Koh lendergwerken an die Hauptlinien füh

ren. Sollten diese Linien, bei nach Meilenzahl berechneten Frachtansätzen,

mit ihrem gelingen Antheil sich begnü gen müssen, so müßten sie bankerott werden, resp, das Kohlengraben würde unprofitabel werden. Aus diefem-Grunde verlangte Sena tor ElkinS mit der erwähnten Beftim mung eine Ausnahme von der gleich mäßigen Frachtsütze-Berechnung, wie eine solche durch die Administrationsbill herbeigeführt werden soll, und erlangte durch die Zustimmung deS Präsidenten thatsächlich diese Regalifirung eines versteckten Rabatts. Grundeigenthums Uebertragungen. Edward Eldridge an. Harriet King. Lot 12, Block 2 'in FletcherS Nordoft Anditlon, 40 bei 140 Fuß, verbessert, Ostseite der Alvord Str.. .südlich von 17. Str. $1200. Josephine Harritt an George Ran dall, einTheil der Lot 1 und 2. Square 40. 60 bei 84 Fuß. verbessert, Südseite der New York Straße, westlich von Ost Str. $1500. William Smith an William Hig ginö, Lot 10 in MartiuS New York Addition, 40 bei 112.5 Fuß. verbessert, Ostseite der Hiawatha Straße, südlich von New York und LotS 123 und 143 in Martins zweiter NewYork Addition, 40 bei 110 Fuß jede, verbessert, Nord feite der New York, westlich von Cum land Str. $12,000. Frank F. Moore an Victor C. Ken dall. Theil deö nordöstlichen Viertel Section 8, Township 15, Range 3. 19 Acres, Wayne Township. $3,750 Lrinda Roberts an Albert, Minger. Lot 52, Wicox'5 zweite Add 40 bei 123 Fuß. vant, nördliche Seite der der Wilcox Str, östlich von Belmont Ave. $500. Frank E. Stone u. A. an John I. Uskren, Lot 20, Ridenour'S Highland Home Addition, 40 bei 114 Fuß, Verb., Ostseite der Walcott Str., nördlich von New York Str. $5000. C. H. Shearman u. A. durch She riff an Joseph W. Pierce. Trust, LotS 42 bis 45, 85 und 86, Allen'S zweite Nord Addition, 30 bei 130 Fuß jede, vacant, Südseite der 25. Str., aieftlich von Northwestern Ave. $1363 German FireJnsurance Co. an Anna B. Marlley, LotS 11 und 12, Noble'S Subdivifion, Outlot 103, 66z bei 149 4 Fuß. Verb., Westseite, der New Jersey Str.. nördlich von Prospect Str. $4000. Margaret Bruce an Frank H. Ru pert, Lot 107 in Bruce's Add.',' 55 bei 132 Fuß,- vacant, Westseite von Park Ave., nördlich von 23. Str. $2.009. Samuel W. Skillen an Herman F. greudenbnrg, Lot 35, Moore'S South Add., 40 bei 130Fuß, verbessert. Süd feite der-Cottage Ave., östlich von Wright StrZ $1,500. Lynn B. MeKay an Frederlck Habe rer, LotS 21 und 22 Long u. A.S Cot tage Home Add., 80 bei 135 Fuß, der bessert. Oftseite der Denny Str., nörd lich von Walhington Str. $1.950. Charles O. Lombard an Nellie S. Heywood, Lot 36, Bradbury & Eo.'s südöstliche Add.. 40 bei 125 Fuß, sfib Seite von Raymond Str., westlich von Boyd Ave. $575. , ' Gorge W Shelb'y an Harry Sho field, LotS 30 und 31, Block 23. North Indianapolis, 60 bei 125.9 Fuß. nördliche Seite von Roache Ave, östlich von Annetta.Str $700. William T Graham an William P Chase, -LotS 1 und 2, Newman Oaks Park Add. nordöstliche Ecke von Roose velt und Hillfide Ave. $600, Flora E. Lewis u. A. an Frank C. Stephenson, Theil Lot 94. Alvord & Co., 3. Subd. Butter & Fletcher'ö Add. College Corner, Ogseite Cornell Str. südlich von 13. Str. $2,150. LewiS E. Davieß zc. an Neville Crowder. Lot 171. Douglaß Park Ad dition, vacant, Oftseite von Nord New Jersey Str., südlich vom Fall Creek, $1100. Frank TompkinS zc. an Charles H. Kolyer, Theil von Südweft i 15, 15, 2, 2 Acres, Wayne Township, $1000. LewiS Wulf an Virgil Walton, Theil von Lot 6, Block 7, Child Bros., u. a. English Ave. Add., Jrvington. vacant. nordwestliche Ecke Lezington und Mo zard Ave. $00. - A. Britton von No. 2616 Ethel'Avenue und ChaS. Clark von No. 16i VellefontaineStraße wurden wegen Rauferei hinter Schloß und Rie gel gebracht.

Verheerender Taifun. Aurchtbare Katastrophe in China s orderte : . f . o r ... , - vitic ztriiujniicvrii. Schwere Verheerungen hat kürzlich ein Taifun in Schanghai, China, angerichtet. Unglücklicherweise traf der Taifun mit einer ganz außergewöhnlich hohen Springfluth zusammen. Die durch den Sturm zurückgesiauten Fluthen. noch vermehrt durch die mit dem Taifun verbundenen ungeheueren Regenfluthen, ergossen sich über die Ufer und setzten ganz Schanghai drei bis vier Fuß hoch unter Wässer. Die Straßen gewahrten emen ganz ungewohnten Anblick. ' statt der Dinrickshaws vermittelten Sampans und Boote den Verkehr. Einzelne Bewohner suchten sogar schwimmend ihr Heim zu erreichen. Da alle Speicher natürlich gleichfalls mehrere Fuß hoch unter Wasser standen, so ist der angerichtete Schaden sehr bedeutend. Allein in den längs des Whampu sich hinziehenden Lagerhäusern wird der Beilust auf etwa $7,500,000 geschätzt hierzu kommen dann noch der in den Privatspeichern angerichtete Schaden und die Beschädigungen an Häusern. Straßen, Pflanzungen sowie den elekirischen Licht-, Telephon- und Telegraphenanlagen. Ein Kuli wurde durch einen zerrissenen elektrischen Draht geiödtet. Sonst war inSchanghai selbst der Menschenverlust glücklicherweise gering. Stärker war er schon auf dem gegenüberliegenden Ufer, mit dem jede Verbindung abgeschnitten war. Auch auf dem Flusse kenterten Djunken. Sampans etc., während die Dampfer nicht von den Ankern gerissen wurden. Sehr schlimm war es auf den Inseln, die der Whampunlündung in den Dangtsee vorgelagert find. Zwei von ihnen, 'die sich vch nicht lange gebildet hatten und sich nicht viel über den Wasserspiegel erhoben, find vollkommen kählgespült, und die Menschen daraus gingen verloren. Auf See' richtete der Sturm auch schweres Unheil an. Unter anderem sank der an der ganzen Küste bekannte Dampfer Pechili," und nur dem muthigen Eingreifen der Offiziere und Mannschaften des deutschen Dampfers Albenga." der mitten im schwersten Seegang Boote aussetzte, ist es gelungen, die aus 56 Köpfen bestehende Bemannung und Passagiere zu, retten, da die eigenen Boote des Pechili" sämmtlich durch die Sturzseen zerschmettert waren. Auch in Ningpo und anderen HafenPlätzen sind schwere Verluste an Menschenlebkn und Waaren zu verzeichnen. In Ningpo wurde unter anderem die Schiffsbrücke, welche die Fremdenniederlassung mit der Stadt verbindet, weggerissen mit allen zur Zeit daraus befindlichen Passanten. Konsulardienst-Neform. ' Seitdem Staatssekretär Root' im Amte ist, ist nicht ein einziger Ausländer zu einer Stellung im amerikanischen Konsulardienst ernannt worden. Dies ist eine der Reformen, welche im auswärtigen Konsulardienst durchgeführt werden sollen. Zur Ait besteht eine Anzahl kleiner Stellen,' insbesondere Konsularagenturen, deren aus Gebühren bestehende Einnahmen so gering sind, daß es schwieng ist, einen Amerikaner für diese Plätze zu finden. In solchen Fällen hat man angesehene einheimische Geschäftsleute in den betreffenden Plätzen zu Konsularagenten für Amerika ernannt. Indessen hält es der Staatssekretär für seine Pflicht, auch solche Posten zukünftig nur mit Amerikanern zu besetzen. Abgesehen von der Thatsache, daß von einem Ausländer natürlich weniger Interesse an der Entwickelung unseres auswärtigen Handels zu erwarten ist. ist man der Ansicht, daß in Zeiten politischer Schwierigkeiten, wenn die internationalen Beziehungen gespannt werden könnten, ein ausländischer Konsularagent in Bezug auf sein: Loyalität dem eigenen Vaterlande gegenüber nicht auf die Probe gestellt werden sollte. Unter diesen Umständen hat Sekretär Root alle seit seinem Amtsantritt vorgekommenen Vakanzen im Konsulardienst mit Amerikanern besetzt oder, wenn das nicht möglich war. die betreffenden Plätze unbesetzt gelassen. Natürlich können die vakanten Plätze nicht dauernd unbesetzt bleiben, doch hofft der Sekretär, daß es zym mit Hilfe der Geschäftswelt, welche aus eine Verbesserung unseres Konsularsystems dringt, gelingen werde- den Konaren zu emer mehr liberalen Be willigung für solche kleine Plätze zu veranlassen, bamit sich amerikanische Beamte dafür finden lassen. Verbrech.ervhotogra p h i e n. Die photoqraphischs Abtheilung des Polizeipräsidiums in Berlin verfügt augenblicklich über 25704 Bilder von, Verbrechern. Seit .dem Jahre 1900 isi die Zahl um etwa 5000 gestiegen. Unter der Rubrik Verschiedene" finden wir 4318 Photographien. Am meisten sind unter den Bildern ht Einbrecher vertreten und zwar mit 4116 Stück. Die zweite Stelle nehmen mit 2570 Bildern die Vestellzettelfälscher, Betrüger und Nepper ein. Internationale Ver breche? stellen nur 268 Bilder, wäh rend Spezialisten des Taschendieb stahls mit 1739 Konterfeis aufwarten. Von Mördern gibt es 89, von Räubern 170. von Hoteldieben 64, von Kollidiern 277. von Mädchenhändlern 18 und Zuhältern 1850 Bilder.

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21 u? Grund des FlNgeravdrucks ist jetzt in Paris die erste Verurtheilung erfolgt. Der Krankenwärter Ren6 Gale. gegen den bisher nichts Nachtheiliges bekannt war, wurde beschuldigt, seine achtzigjährige Tante ermordet zu haben. Niemand hatte ihn. am Thatort gesehen, und der von ihm erbrachteAIibibeweis deutet nur eine winzig kleine Lücke an; Blut, das an seinen Kleidern gefunden wurde, stammt, wie Gale behauptete, von einer Opera tion. Der Mörder hat jedoch aus einem Glase getrunken und an diesem sino Fingerabdrücke verblieben. Bertillon. der Erfinder des neuen Fingerabdruckund Meßsystems, wurde berufen. Er stellte starke photographische Vergrößerungen dieser Abdrücke her und verglich sie mit denen Gales. Nach Bertillons Behauptung stimmen sie ganz genau überein. Die Geschworenen und der Gerichtshof befanden sich offenbar in der größten Verlegenheit, ob sie Gale auf Grund der Bertillonschen Sachverständigkeit verurtheilen sollten oder nicht. Und so kam ein ganz merkwürdiges Verdikt zustande. Man bejahte zwar die Schuldfarge, verneinte alle erschwerenden und bewilligte mildernde Umstände. Der Gerichtshof . verurhteilte ihn zu zehn Jahren Zwangsärbeit. Mit Recht beklagen Pariser Zeitungen diesen Urtheilsspruch. Gale war schuldig oder unschuldig. Das' Bertillon'sche System ist falsch oder richtig, zuverlässig oder Irrthümern unterworfen. Ein Mittelding giebt es nicht. In d c rn o b e r s ch w ä b i s ch e :i Städtchen Viberach ereignet!: sich ein großer Theaterskandal. Das Strind bergEnsemble spielte Todtentanz" Hals über Kopf stark gekürzt heniN' ter. Das Publikum, dem das Stück mißfiel, schrie, vfiff und tobte nach Schluß der. Vorstellung, und ma6?te Miene, die Bühne zu stürmen. Die Tarsteller 'konnten sich vor Thätlich leiten nur dadurch retten, daß der ei ferne Vorhang heruntergelassen wur de. Das empörte Publikum unter nahm sodann einen Sturm auf die Kasse. Tie Truppe mußte froh sein, unter Zurücklassnug von 250 Mark Tageseinnahmen heil nach Stuttgart zu kommen. In München gastirt jetzt das Enseinble im Wilhelma Theater mit großem Erfolg. Wie kann man aber auch in Viberach Strindbergs Todtentanz spielen! Unlängst fand in Oberndrof a. N. eine große Scheffelfeier statt. Dieselbe wurde eingeleitet durch dieEnt. hüllung einer, von dem Medailleri Portrait der Mutter des Dichters ge krönten Gedenktafel, die am Ge burtshause derselben angebracht wor den ist.' Joftphine Scheffel erblickte in Oberndorf am 22. Oktober 180? als Tochter' des Stadtschultheißen Iranz Krederer das Licht der Welt. Sie war eine Dichterin von hervor ragender Begabung und kerndeut scher Gesinnung, und Victor von Scheffel bekannte selbst einst bei einem Gespräch mit einem Freunde: Was ich Poetisches in mir habe, das habe ich von ihr." Ihre Herzensfrische, ihr Heimathsinn, ihre Vaterlands liebe und Frciheitsbegcistcrung ha ben in Scheffel's Poesle eine verklä rende Wiedergeburt erlebt. Die Internationale Aufstellung in Lüttich, die nunmehr gc schlössen ist, darf sich eines recht guten Erfolges rühmen; nicht weniger als 6,143,000 Personen haben die Ausstcllung besucht. Mildernder t Richter: Sie haben den Kläger in Gegenwart vieler Menschen einen Spitzbuben genannt!" A n g e -Magier: Jawohl, aber das waren alles Bekannte von ihm, die wußien's schon!" , .

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