Indiana Tribüne, Volume 29, Number 92, Indianapolis, Marion County, 9 December 1905 — Page 5
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Mm Auseilllmdergehen. 5!ovellette von Susanne Lindenau.
Ruhnau. 5. 9. 1904. 2 Wer freund' Du Wirst überrascki fern iifift- "ßitf Anrede, und doch ich kann Dich muji mcyr anoers nennen. Du fragten mich in Deinem letzten Briefe, wenn ich bereit sein könnte. Dir in Dein Heim zu folgen, und ich, die ich jährelang aus Diese Frage gewartet, die iä) oanaq gehungert habe, tch kann ne nur beantworten-mit der Gegenbitte: gib mich frei! Gründe? Ich glaube, Du hxifet sie besser als ick. ftanZ oa chim. Zehn Jahre sind eine lange Zeit; si: haben mich zur Achtundzwanzigiayrigen gemacht. Du hast mich seit Jahren nicht mehr gesehen, und ich glaube. Du liebst mich, wenn Du meiner gedenkst, noch al ochtzehnjährigeZ halbes Kind., Nein, Hans, das bin ich nicht mehr. Du bist jung mit Deinen 32 Jahren; ich bin alt. Du bist imrner oben gewesen auf der Höhe und der Sonnenseite des Lebens; ich unten im Schatten. Du yast mir mein Leid tragen helfen, und ich dank es Dir, immer! Aber damals, als die Mutter starb, als ich zum erstenmal heimathlos in die Ferne zog, da hast Du nicht das Wort gesprochen, das ich fiebernd erwartete: Komm zu mir, i heile mein Los, wenn es auch noch ungewiß ist." Ich hätte Dir kämpfen geholfen, ich hätte mit Dir gehungert, wenn es noth gethan hätte. Das ist nun drei Jahre her. Damals hatte ich Dir nicht schreiben können, was ich heute Dir schreibe, ruhig schreibe. Ob auch meine Liebe vergangen ist? Es mutz wohl sein; ich glaube, sie ist verdürstet. Nun mutz ich Dir wohl meinen Ring und Deine Geschenke zurücksenden; Du erhälst sie mit der nächsten Post. Lebe wohl! ( Klara Krone. Neuenburg, den 6. 9. 1904. Sehr geehrtes Fräulein! Viellicht werden auch Sie sich wundern über diese Anrede, vielleicht auch ein wenig kränken; doch nein! Ihre . Liebe ist a todt! Verdürstet, wie Sie sich poetisch ausdrücken ; aber ich kann mich zur Freundschaft nicht aufschwingen. Lanen wir denn alles aus sein zwischen uns! Ring und Geschenke sende ich Ihnen umgehend. In der Hoffnung, datz Ihre Freundschaft auch bald ver. .... Nein Doktor Hans Jyachim Niesen hielt inne. Das war denn doch zu stark! Schließlich mochte Kalara Krone venken, er, sei zu Tode getroffen durch ihre Worte; und bei Zeus, nein, das war er nicht! Verletzt war er nur. das heitzt, sein Stolz, aber das zeigt ein rechter Mann nicht; im übrigen jedoch war er froh. - Ja, er' hatte' alle Ursache, Klara dankbar zu fein. Wenn er es sich recht eingestand, er hatte nur mit Beklemmung an sie gedacht. Würde sie, die jahrelang das Brot der Fremde gegessen hatte, die als Erzieherin stets ihre Neigungen, ihre ganze Persönlichkeit hatte andern unterordnen müssen, die richtig? Pepräsentantin feines Hauses geworden sein? Und sie war 28 Jahre alt. 28 Jahre! Er sah sie' vor sich im Tugendscheitel und im eng zusammengedrehten Haar, die Kleider puritanisch einfach; und hier in Neuenburg alles hypermodern, und ihm, als Arzt, alle Thüren offen! Nein, er wollte Klara nicht verletzen; er mutzte ihr danken! Ja, und er wollte ihr Freund bleiben. Vielleicht konnte er ihr einmal helfen, ihr eine gute Anstellung verschaffen. Wieder satz Doktor Riesen am Schreibtisch, und wieder flog die Feder über das Papier. Eine Seite und noch eine Seite und noch eine. Endlich setzte er den Namenszug darunter. Ewig Ihr Freund! Ja, das wollte er wirklich sein! Und nun an die Sachen, denn er wollte sie auch nicht eine Stunde länger bei sich haben. Da war zunächst das Seestück, das über seinem Schreibtisch hing. Gs hielt fest. Der Nagelkopf war groß und die Oese zum Anhängen nur klein. Ah!, Jetzt war es herunter! Unter ihm hatte die Tapete die schöne dunkelrothe Farbe behalten; ringsherum war sie ausgezogen. Er mutzte etwas anderes aufhängen. Ordentlich schwer war das Heine Bild. Den Rahmen hatte Klara wohl auch selbst geschnitzt. Noch einmal hielt Riesen sich das Bild von Augen. Es war ein kleines Meisterstllck. Schade, datz es fort mutzte. Es zeigte ein Schiff auf bewegter See. Flott und genial hingemalt. Seine Hoffnung" hatte er es einst genannt. Die Hoffnung war zuschanden geworden, aber das ist mitunter viel besser, als wenn sie erfüll! wird. Das Bild war - hingelegt worden, und Riesen sah sich im, Zimmer um. ob noch etwas von Klara stamme. Natürlich! Das Paneelbrett. Himinel, wo würde er nun wohl alle die Cho-' ' seit, Yxt er im Kegelclub und einst im Korps gewonnen, aufstellen? Ah, ba ' fortwerfen! Was waren sie nderZ als unnütze Staubfänger? Und nun an die Schilde. Schwarz waren sie mit Blumenschnitt. D5 ist auch schon veraltet," dachte Riesen,, als er sie abhob. Die Schnitte war voll Staub. Aber wie entzückend eigen wa. n sie aneinandergereiht. Mit Ent setzen dachte Riesen an die Schnitzbett einer Neuenburger Honoratiorenlocht, die er jüngst hatte bewundern sollen. Aus Linoleum war sie und mit
grellen Farben angemaltem Formen, denen man die Schablone ansah. Himmel! Linoleum! Da war ja noch der Teppich vor seinem Schreibtisch. An-
fangs hatte er ihn nicht auflegen wollen, denn er hatte noch nie so eine künstlerische Arbeit dieser Art qesehen: aber dann hatte er gedacht: Besser sie benutzen und an Klara denken, als sie schonen und Klara vergessen. Riesen senkte den Kops. Er hatte sie doch vergessen. Der Teppich war auch verblatzt und betreten. Nun laa er in der Ecke bei dem Bilde, dem Paneel und den Schilden. Was war denn noch von Klara? Niesen schritt in das andere Zimmer, Da natürlich! Die langen Bilder in gebeiztem Rahmen. Sie waren das letzte Geschenk. Amtsrichter Berner gerieth immer in Entzücken, wenn er sie sah; aber ihm waren sie nicht ans Herz gewachsen. Er liebte das Alte. Schon als Junge hatte er sich mcht von den alten Spielsachen trennen kon nen. Er sah sich noch, einen kleinen schmutzigen, schwanzlosen Schimmel tm Arm vor dem schmucken Braunen stehen und liebkosend über den Schimmel streichend. Treuer Junge", hatte seme Mutter gesagt. Treuer Junge! Glühende Rothe flog über Riesens Gesicht. Dann warf er trotzig sem Haupt zurück. Er hatte sein Wort nicht gebrochen, er hätte Klara geheirathet und wenn sie alt und hätzlich gewesen wäre wie die Nacht. Sie war die Schuldige. Die zarte Point - Lace - Decke und die Visitenkartenschale erhielten keinen Blick. Fort mit ihnen in die Ecke! Und nun in sein Schlafzimmer! Gott sei Dank. Pantoffeln usw. hatte Klara ihm nicht gestickt. Siewutzte, datz er sie nicht trug. Aber mein Himmel, was war das doch peinlich! Hatte er ihr nicht einst geschrieben, sie möchte ihm nicht immer so viel Unnützes, Herrliches schenken, und da hatte sie ihm hatte sie ihm ein Dutzend wollene Strümpfe 'gestrickt zum nächsten Weihnachten. So weich und warm wie die von Muttern. Sie hatten ihm so prächtige Dienste gethan auf seinen Reisen über Land, und seine Haushälterin hatte sie immer besonders hoch gehalten. Natürlich! Die konnte er nicht zurückschicken. Oder sollte er neue kaufen? öans Joachim mußte plöhlich lachen. Dummer Hans", hörte er ganz deutlich Klaras schelmische Stimme, Vit werden mir wohl ein bitzchen zu klein sein." Ob Klara wohl noch so herzlich tachen konnte? Es hatte immer gekkungen, als ob sie Silber in der Stimme hatte. Ueberhaupi. ihre Stimme! Aber nun mag sie wohl auch ost heiser sein wie alle Lehrerinnen. Armes, kleines Ding, nun wird sie sich immer plagen müssen. Aber freilich, sie hatte die Kinder von jeher besonders gern. Weißt Du, Hans Joachim, das beruht. auf Gegenseitigkeit. Sie verg'öttern mich, meine Kleinen." Hans Joa chim lächelte. Ich glaube, ich war damals eifersüchtig." Doch plötzlich wurden seine Gesichtszüge ernst. Ein kleines Bild hing über seinem Bett. Eine Kreidezeichnung. Sie war. nicht künstlerisch vollendet. Klara war noch Schülerin, gewesen, als sie sie gezeichnet. Aber was sie vorstellte, das Haus mit den alten Linden davor das war sein Vaterhaus. Nein, das konnte er mcht fortgeben. . Klara wird grotzmüthig sein und es ihm lassen. Freilich, alles was-hier herumhing, stammte von ihr und nur von ihr und war mit ihm verwachsen wie der Schimmel mit dem vierjährigen Jungen. Die rothe Abiturientenmütze, die sie' ihm selbst in einer dunklen Ecke des Hausflurs in die Hand gedrückt das grüne Cerevis mit dem geliebten Cirkel und das bronzirte Hufeisen mit der längst verblatzten alten Schleife, auf der oie Worte Guten Morgen, Viel' liebchen" standen. Sie hatten Vielliebcken gegessen, und er hatte Klara überlistet. Ganz roh war er sich damals vorgekommen, und er hatte ihr den schönsten Strautz geschickt, den seine Kasse erlaubte, Maiglöckchen und Rosen. Sie aber hatte ihm das Hufeisen geschenkt, daß es ihm Glück brachte. Hastig ritz Hans Joachim die Sachen von der Wand und brachte sie zu den übrigen. Jetzt war es wohl alles! Doch halt! wie konnte er das vergessen? Ihre Bilder, die er ihr theils entwendet, theils von ihr geschenkt erhalten hatte. Da war Klara als Backfisch, Klara als Lehrerin in seinem Album. Er hatte sie kaltblutig als verstorbene Schwester vorgestellt, wenn je einer nach ihr gefragt hatte, trotz der geringen Aehnlichkeit. Aber ein Bild, das hatte niemand zu sehen bekommen, das war allein für ihn. Doch wo hatte er es? In der Visitenkartentasche? nein! In dem Schreibtisch? nein! In seiner Kommode? nein! Hans Joachim fing an, aufgeregt zu werden. Jahrelang hatte er es herumgetragen als sein Liebstes und nun verloren, verworfen. Wer war der Schuldige? Wer hatte das Verloomß gebrochen? Da ging die Klingel. Hans Joachim fuhr empor. Natürlich, jetzt wurde er aufs Land geholt! Doch wie? Ein Packet für den Herrn Doktor! Aber Himmel, wie siehts denn hier aus? Da werd ich doch man gleich Nichts werden Sie", fuhr Dr. Riesen seine ob dieser Behandlung sprachlos daste hende Haushälterin an. Em Blick hatte ihm gesagt, datz das Packet von Klara stamme. Hastig entritz er es
ver uryrieta, Die nun ms gekränkt das Zimmer verließ. Bitter schaute er auf die Kiste' nie der. Sie hatte die Sachen schnell geschickt. Ihr war es wohl nicht schwer geworden, nein, ihre Liebe war todt. Und. wie das Packet wieder gepackt war! Lose, wie alle ihre Packete, das würde sie nie lernen. Ich. todte, ein Ruck genügt!" Natürlich, offen war das Packet, und heraus siel sem Bild, das obenauf in einem Umschlag geleaen. Daneben laa eine Karte, ant mit fester, klarer Hand geschrieben war: Es ist, -glaube ich, alles und hat mich einst sehr erfreut. Vielen Dank. Klara." Da waren die kleinen Schächtelchen, einzeln verpackt und umschnürt. Dann acht Bände Schiller und Die Glocke" im Saloneinband. Zuletzt ein roth eingebundenes Heft Noten. Das allein behielt Hans Joa chim in der Hand. Wie hatte sie das aus den Händen geben, sich von diesen Liedern trennen können, die sie ihm im Elternhause so oft gesungen hatte?" Nein, dieses Buch wollte er ihr zurückschicken, das durfte er nicht behalten. Sechs Lieder standen darin, er wußte es ganz genau! Meine Liebe ist grün wie der Fliederbusch" das neckische Ach. wer das doch konnte ..und dann Sol veygs Lied", das sie ihm einst zum A& schied gesungen. Mechanisch begann er zu blättern. Doch was war das? Die ersten beiden Lieder waren da, doch das dritte das dritte fehlte. An seiner Stelle war ein breiter Spalt in dem Buch. Es war herausgerissen. Sie hat es behalten; sie singt es noch", klang es plötzlich in seinem Herzen, und dann war es ihm, als hörte er das ganze Lied wie einst vor Jahren beim Ausemandergehen. Der Winter mag scheiden, der Frühling vergehen. Der Sommer verwelken, das Jahr ver wehen. Du kehrst mir zurück, gewiß, du warst mein Ich hab' es versprochen, ich harre treu lich Dein." Ein sonniges Leuchten flog über sein Gesicht. Sie wartet noch. Jawohl, Klara. Geliebte, warte! warte noch ein paar Stunden; denn ich komme, ich komme! Zerstreut. Oliver Peebles Jankins von der Hanford Universität ist der leitende Professor in Zoologie an jenem Jn-i stitute. Er ist ein tiejer Denker und infolge desjen, wie viele Professoren, sehr zerstreut. Eines Abends satz er nach dem Abendessen in seinem Lesezimmer, als. seine Gattm zu ihm trat und ihm aus die Schulter, klovste: Oliver," sprach sie sanft, Herr und Frau Branner kommen heute Abend auf Besuch, bitte geh nach oben und zieh Dir einen anderen Rock an." . Der kleine stille Professor folgte ohne Murren. Nach einer Stunde die Gäste waren schon lange da , entschuldigte sich die Hausfrau sür eiuen Augenblick und ging nach oben, u'm zu sehen, was ihr Gatte so' lange zu thun habe. Zu ihrer Ueberraschung fand sie ihn im Bett, im tiefen Schlaf. Ach. richtig, die Branners," sagte er .als sie ihn weckte. Jch glaube, ich war ein wenig zerstreut. Ich mutz wohl vergessen haben, weshalb ich auf mein Zimmer ging, denn wie ich mir den Rock ausgezogen hatte, zog ich mich gleich weiter aus und ging zu Bette." in CntschuldigungSdrlef. Ein Lehrer in Essen erhielt nachfolgenden Entschuldigungsbrief von einer Frau: Seer kerrther Herr Lärer. Meine Dochter Laura kan häude mit deFi petzten Wihlen nicht in die Schule kommen. Wir haben schon witter wahs vom glaberstorch. Ich kann doch nischt davor, ajer ich bien doch gez so sckliem tran. haben sie dock malParmpärtzigkeit mit misch mein Mann stamd aus Bollen der kann vatzt gar lern Teutsch, da sint wir ipel dran. Herr Lährer hälfen sieh mich mahl, es itz ja auch datz Leste mal getz Pin isch das geschefft doch bald zatt. Herr lerer ich bab ins bett geschriebeen es ging nischt anders sonst Schreiben Ich doch beßer auf der Deke aet Mann nischt besser es qrust meine büe ersutzlung mit hoch ach dung Wir haben gez 11 kinder." Kaiser Wttyelm's Pfeife. ' Unter diesem Titel erzählt der Gil Blas" von enier Pfeife Wilhelms 11., die dadurch besonderen Werth erhält, datz der Kaiser das Modell dazu selbst zeichnet hat. Die Pfeife ist von einem geschickten Drechsler in Berlin ausgeführt worden und sie zeigt emen stolzen Auerhahn, durch dessen Schnabel die Wolken das kaiserlichen Tabaks herausströmen. Auf dem Rohr ist ein mächtiges W eingeschnitzt! Dieser kostbare Gegenstand ist der Obhut eines treuen Dieners anvertraut, dessen Arbeit darin besteht, die kaiserliche Pfeife gu reinigen, zu stopfen und zu bewahren. Das ist immerhin ein 23er trauensposten, denn die Pfeife Kaiser Wilhelms hat einen unschätzbaren Werth, da schon Tabakreste und Ciga-. rettenstummel, die der Kaiser fort wirft, theuer ttzahlt werden.
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Für die Rothe -Kreuz. Schwestern in Deutschland ist die lang erstrebte Pensionskasse unter der BeZeichnung Schwestern -Pensionsan-stalt vom Rothen Kreuz" in's Leben gerufen worden. Diese beruht auf dem 'Grundsatze, datz nicht die einzelne Schwester sich versichert und selbst die Prämie zahlt; diese Verpflichtung übernimmt vielmehr jedes Mutterhaus als- Mitglied des Verbandes, dem seinerseits vom Hauptausschutz des Rothen Kreuzes zur Leistung von ZuZ lZ7 . ti -.r l r lullen cm runoungssonos uoerwie fen worden ist. Eine gerechte Strafe verhängte das Schöffengericht zuBlankenburg a. Harz über die Wittwe Luise Rappe. Sie war lange Zeit als Haushälterin in Stellung und mißhandelte die ihr anvertrauten Kinder aufs roheste. Die Kleinen mutzten um 4 Uhr frühmorgens aus den Betten, erhielten bei jeder Gelegenheit Schläge. Bisse und Fußtritte. In ihrer Grausamkeit ging die unmenschliche Frau so weit, die Kinder an den Haaren in die Höhe zu heben, so datz die Haare ausrissen, und die Kleinen mit Besenstielen, Feuerzangen usw. zu prügeln und ihnen sogar mit Todtschlag zu drohen. Die Angeklagte ist wegen ähnlicher Verge hen bereits vorbestraft. 1891 erhielt sie vom Landgericht Göttingen wegen körperlicher Mißhandlung ihrer Stiefkinder sieben Jahre Gefänanitz. Das Urtheil lautete wegen gefährlicher KörPerverletzung auf fünf Jahre Gefangnitz. Mildernde Umstände wurden der der Angeklagten versagt. EinjunqesEhevaar. das seine Flitterwochen in Italien und in der Schweiz verbrachte, kam von Domo d'Ossola nach Gletsch und beschloß, seine Reise über den Grimselpaß nach Meiringen fortzusetzen. Auf der PaßHöhe blieb der Wagen im Schnee stecken, der 2 Fuß hoch lag. und Gepäck und Wagen mußten in Stich gelassen werden. Zum Unglück setzte auch noch ein heftiger Schneesturm ein, und das junge Paar mutzte, um sein Leben zu retten, die Pferde nehmen und versuchen, das Grimselhospiz zu erreichen. Das gelang auch nach großen Schwrerigkeiten. Von dort sprach man nach 5andeck durch und bat um Hilfe. Eine Abtheilung Arbeiter schaufelte sich den Weg durch den tiefen Schnee bis nach Roterichboden, wo sie das junge Paar trafen und in das Thal herun terbrachten. Siebzehn Stunden lang hatten die iungen Eheleute Nichts zu essen und trinken und mutzten sehr unter der starken.Kalte leiden. Von drei Religionsgememschasten auf der Insel Nordstrand (im schleswigschen Wattmeere) wird berichtet: Kommt man nach den sog. Süden, wo die meisten Häuser stehen, 'dann'wird man sich , wundern, rechts ouf.dem Mitteldeich eine, einige Hunder! Schritte weiter links auf einer Wart eine zweite und kaum einen Kilometer nach Nordosten 'auf. einer grotzen. hohen Warft eine dritte Kirche zu finden, während sonst auf der Insel Kirchen 'nicht vorhanden sind. Die erste ist die Theresienkirche der Jansenisten, richtiger der Mitglieder der altbischöflichen Klerisei; die zweite ist die Kirche des Oratoriums der römischkatholischen Bewohner Nordstrands, und die dritte ist. die Odenbüller Kirche der evangelisch-lutherischen Nordstrander. Die Zahl der Jansenisten 'st sehr zurückgegangen und weit geringer als die Zahl der Römisch - Katholischen. Beide katholische Gemeinden zählen zusammen etwa 300 Mitglieder, während die übrigen Nordstrander, nahezu 2000. evangelisch-lutherisch sind. Die ganze Insel ist nur 45 Geviertkilometer groß. Die ganze Insel ist zwar eingedeicht, aber von früher her stehen alle Gebäude noch auf sogenannten Warften, das sind künstliche Erdhügel, die bei gewöhnlichen Überschwemmungen noch aus dem Wasser hervorragen, bei Hochfluth jedoch oft vom Wasser bedeckt werden. Im Alter von 108 Iahren starb in Messina Antonina Cascio. Das Mütterchen ist durch ihr langes Leben und ihre Erlebnisse auf das engste mit der Geschicht5Messtnas im letzten Jahrhundert verbunden. Bei den Aufständen im Jahre 1821 war es die damals 24jährige Antonina, die an der Spitze von 200 Frauen die Jnsignien vom Königspalast ritz und die Gendarmen niederschlug. Im Jahre 1847, an dem epischen 1. September, leistete sie mit ihrem weiblichen Anhange den Schweizertruppen den hartnäckiqsten Widerstand und wurde schwer verwundet. Im Jahre 1848 entritz sie einem bourbonischen Fahnenträger im Fort Andria, wohin sie mit anderen Frauen aus dem Volke einen Karren mit Steinen schaffen mutzte, die Fahne und forderte ihre Mitbürger auf, die Fremden zu verjagen. Und als Crispi im Jahre 1859 nach Messina kam und mit den Häuptern der Revolution verhandelte, , durfte Antonina als Vertrauensperfon den Zufammenkünften beiwohnen. Als -Lohn für ihr patriotisches Verhalten erbat und erhielt sie von Garibaldi einen Kutz. als dieser 1860 seinen Einzug in Messina hielt. " Die Alte war geistig frisch bis zum letzten Augenblick ihres Lebens, bis zu dem sie auch noch als Strumpfwirkerin vor ihrem Häuschen thätig war. Sie wurde im Volksquartier von Mefsina wie eine Königin geehrt, und wie eine Königin unter Theilnahme aller ihrer Getreuen wurde sie bestattet. ,
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