Indiana Tribüne, Volume 29, Number 91, Indianapolis, Marion County, 8 December 1905 — Page 6

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Europaische Nachrichten.

Schweiz. A r b o n. Hier brannte ein Nebengebäude der großen Schifflistickerei von Arnold B. Heine & Co., A.-G., vollständig nieder. ' Der Mobiliarschaden dürfte rund 50,000 Francs betragen. Die beiden Automobilwagen für die Fahrten nach Rorschach sind mitverb rannt. - B runegg. Letztens fuhr hier ein von Wien kommendes Automobil gegen einen Chausseestein und wurde zertrümmert. Von den Insassen wurden der Ingenieur Gintsch getödtet, die übrigen verletzt. Genf. Infolge eines Eissturzes wurden am Montblanc zwei junge hier wohnhafte 'Deutsche, Namens Frisch von Heilbronn und Müller von Baden, getödtet. Die Leiche des Frisch wurde gefunden. K a n d e r st e g. Vor Kurzem fand unter großer Betheiligung von Leidtragenden die Beerdigung des am Blümlialphorn verunglückten WilHelm von Muralt statt. . Bergführer trugen den mit Alumen und Kränzen reich geschmückten Sarg und Pfarrer Ritz von Kandergrund hielt das Leichengebet. Der Direktor des freien Gymnasiums in Bern, Dr. Preiswerk, widmete dem so jäh aus dem Leben geschiedenen Jüngling herzliche Abschiedsworte. Solothurn.' Auf dem hiesigen Bahnhöfe wurde in einem Kloset die Leiche eines sechsjährigen Mädchens gefunden, dem der Kopf glatt vom Rumpf getrennt war. Das Mädchen, ein Kind eines Mechanikers Namens Arm, hatte die Mutter vom Bahnhose abholen wollen und ist dabei offenbar einem Lustmörder zum Opfer gefallen, der unbemerkt entkommen ist. Unterägeri. Dieser Tage feierte Pfarrer Staub das Jubiläum seiner 50jähr!gen Wirksamkeit als Pfarrer der Gemeinde. , Pfarrer Staub ist ein vorbildlicher Seelsorger und bekannt durch sein tolerantes Wesen und seinen unbegrenzten Takt in politischen Angelegenheiten. Zürich. Hier starb nach langem Leiden im Alter von 56 Jahren der verdienstvolle langjährige Direktor der meteorologischen Centralanstalt, Billwiller. He sterrc i ct vgl n fl ernt. Wien. Der Erste Präsident des Verwaltungsgerichtshofes Dr. Graf Schönborn hat kürzlich das zehnteJahr feines Wirkens in diesem Amte vollendet. Aus diesem Anlasse fand eine korporative Beglllckwünschung durch das Gremium des Verwaltungsgerichtshofeö statt. Dieser Tage ist am Hause 19. Bezirk, Döblinger Hauptstraße 83, ein Denkmal des' Freiheitsdichters Theodor Körner .der während seines hiesigen, Aufenthaltes im Jahre 1812 in diesem Hause wohnte, enthüllt worden. Letztens ist auf dem nahen Schloß Rabensburg Gräfin Louise Schönfeld, die in den vierziger und fünfziger Jahren als Louise Neumann, eine gefeierte Schauspielerin des Burgtheaiers war, im 87. Lebensjahre gestorben. In der Wohnung des verstorbenen mezikanischenGesandten Don Zenil in der Gushausstraße entstand infolge Kurzschlusses ein großerBrand, wodurch der Leichnam selbst in höchste Verbrennungsgefahr gericth. Nur dadurch, daß der Sarg sofort aus der Wohnung getragen wurde, wurde der Leichnam vor der Verbrennung geschützt. Komarowitz. Vor Kurzem cntstand hieran Brand, dem eineScheuer -und ein Wirthschaftsgebäude, Eigenthum des Grundbesitzers Anton Hadasch, sowie die Häufer des Franz Hlavia, Adolf Pitrum und Josef Stajnar zum Opfer fielen. . Laufen. Hier ist kürzlich die Familie des Bauführers Zeller durch den Genuß von selbstgesammelten Schwämmen, unter denen sich giftige befanden, erkrankt. Mutter und Vater konnten gerettet werden. Die 21jährige Tochter starb an der Vergiftung. . Meran. Der hiesige Zahnarzt Dr. Rabner ist auf dem Sportplatze mit dem Motorrad verunglückt und erlitt eine fchwere Verletzung am Kopfe. In daspital verbracht, wurde er operirt. Nagy Szalok. Unser Ort ist vollständig niedergebrannt. Ueber 100 Häuser und zahlreiche Nebengebaude wurden ein Rcmb der Flammen. Oedenburg. Der HonvedOberleutnant Emerich Kaszo hat sich erschossen. Die Ursache ist unbekannt. P i r n i tz. Unlängst brach in der dem Emanuet Figar gehörigen Mühle ein Feuer aus, das diese sowie eine angrenzende Weißgerberei, ebenfalls Eigenthum des Genannten, vollständig einäscherte. Preßburg. Dieser Tae ist Graf Hugo Lamezan - Salins, Husarenoberft d. R., einer unserer tüchtigsien Reiter und ehemaliger Lehrer in der Militärequitation, im 71. Lebensjähre gestorben. Sofienthal. Diefer Taae' fand in Pöhnls Gasthause zum Böhmerwald" die Feier des 25jährigenDienstjubiläums des Oberlehrers Johann Gleißner statt. Trotz der sehr ungünstigen Witterung hatte sich eine große Zahl vonFesttheilnehmern in dem schön dekorirten Tanzsaale eingefunden. Weißkirchlitz. Vor einiger Sfcit starb Pfarrer Eduard Schwab,

Personal - Dechant und emerltirter Pfarrer hierselöst, im 60. Lebensjahre. Pater Schwab, der früher in Daubitz und hier als Kaplan, dann als Pfarrer in Arnsdorf b. Tetschen'und hier wirkte, war wegen seiner Leutseligkeit allgemein beliebt. Lurcznburg. L u m b u r g. Mit dem Kongodampfcr Anversville" fahren in. diesen Tagen drei Luxemburger nach dem belgischen Kongo. Es sind die Herren Elter, Offizier, Salentiny. Ingenieur, und Ed. Luja, Kulturcndirektor. Bockholz. Herr Mathias Esch aus Bockholz a. d. Sauer hat dasExamen für das Doktorat der Philosophie und Philologie mrt großer Auszeichnung bestanden. Capellen. Es verschied nach längerer Krankheit Herr Dr. Razen, praktischer Atzt in Capellen. Derselbe war zu Luxemburg am 24. Oktober 1843 geboren. Echterna ch. Hier verschied der frühere Schulinspektor Herr Bernhard Kiesel. Er war Schulinspektor von 1881 1904 und hat sich viele Verdienste um das Schulwesen in seinem Bezirk erworben.

In einem Brooklyner Polizeigericht wurde dieser Tage gegen den syrischen Bischo' Hawaweeny, der beschuldigt wär. fünf Mal auf seinen Landsmann Abde Ashskoty geschossen zu haben, verhandelt. Nach Beendigung des eugenverhörs,. bei welchem es zu sehr aufgeregten Scenen kam, behielt sich der Richter Tighe die Entscheidung vor. Des Bischofs Vertheidiger beschuldigte den Dolmetscher Nasseb Shiply. ein ehemaliger Sträfling zu sein, worauf dieser mit geballier Faust auf den Anwalt losging. Es dauerte mehrere Minuten, ehe die Ruhe im Gerichtssaal wieder hergestellt werden konnte. Während Osborn den Zeugen Ashskoty in's Kreuzverhör nahm, behauptete der Dolmetscher, daß der Bischof ihn bedroht und einen Lügner genannt habe. Auch dies rief gewaltige Aufregung hervor. Verschiedene Zeugen, darunter Polizisten, sagten aus, daß sie sahen, wie d-r Bischof fünf Mal auf Ashskoty feuerte. Ein Kind, das sich im Walde verirrt hatte, wurde dieser Tage den Eltern, Joseph Butterworth und Frau in Millville, N. I., durch einen Holzfäller wieder zugestellt. Das Kind, ein 10jähriges Mädchen, war halb verhungert und konnte vor Mattigkeit nicht auf den Füßen stehen. . Vor einigen Wochen ging Josephine auf Befuch zu Freunden in Bridgeton und begab sich kürzlich auf den Heimweg. Um die Distanz zu verkürzen, ging sie durch den Wald, den sie am hellen Tage oft genug gekreuzt hatte. Beim Be?rensuchen überraschte sie jedoch der A.iend und ehe sie den Ausgang erreicht hatte, war es stockfinstere Nacht. Sie verlor den Weg und irrte nun die Nacht und auch den ganzen folgenden Tag im Walde umher. Ein Äpfel und die Beeren, welche sie fand, waren ihre einzige Nahrung. Vor Erschöpfung fiel sie Abends in einen halb ohnmächtigen Schlaf, welcher bis gegen Mittag anhielt. Josephine raffte sich nochmals auf und schleppte sich noch einigeStunden weiter, bis sie der Holzwächter mitten im Walde fand. Der Mann nahm die Kleine in feine Arme und brachte sie bis an den Hauptweg. Ein Farmerwagen brachte Beide vor das Elternhaus des Mädchens. Die Butterworth's hatten keine Ahnung, daß ihre Tochter den Heimweg von Bridgeton angetreten hatte. Freche Unfugstifter sind dieser Tage in Brooklyn zur Rechenschaft gezogen worden. Viele Leute, die gezwungen sind, bei der Heimkehr von ihren Manhattaner Arbeitsstätten nach ihren Brooklyner Schlafstellen Hochbahnzüge der Lexington Ave.Linie zu benutzen, fanden an den letzten Abenden, daß sie von dem Moment ab, wo sich der Zug in Bewegung setzte, niesen mußten. Daß das nicht mit rechten Dingen zugehen konnte, war wohl jedem klar; die Schwierigkeit war nur, zu ermitteln, was für unrechte .Dinge dahintersteckten. Spezialpolizisten erhielten den Auftrag, diese Ermittelung vorzunehmen und das Resultat war, daß drei junge Leute unter der Beschuldigung des groben UnZugs verhaftet wurden. Die Detektiv's hatten sich auf der hinteren Platform des Zuges versteckt und sahen, wie ein junger Mann seine eine Hand ein wenig über die Zeitung, in deren Lektüre er vertieft zu sein schien, erhob und sanft blies und daß im gleichen Augenblick alle Personen in seiner Nähe mit doppelter Energie zu niesen begannen. Nachdem sie noch einige ähnliche Beobachtungen gemacht hatten, stürzten sie in die Car und bemächtigten sich der drei jungen Leute, die im Gericht zugaben, im Besitze kleiner Flaschen mit einem gegen Schnupfen empfohlenen Schnupftabak-ähnlicben Pulver gewesen zn sein, das sich infolge seines geringen Gewichts schon durch einen leichten Hauch über einen ganzen Raum vertheilen ließ und 3edermann in der Nähe zum Niesen bringen mußte. Die Unfugstifter wurden gebührend gestraft. X Herr Protz im Restaurant. Kellner, ich möchte 'was essen! Viel braucht's nicht zu sein,. . . iai.ritt kann's, was will!"

Eine Zkktion. Auf einer Jagd in den Bergen unweit von Jschl kam Erzherzog Albrecbt von Oesterreich in Folge plötzlich ein"tretenden Nebels von seiner Jagdgesellsch aft ab und hatte sich bald im Ge wirre der Felsen total verirrt, was bei seiner Kurzsichtigkeit Wohl erklärlich war. Nach stundenlangem Herumirren traf er auf ein junges Bauernweib, das, eine schwere Last auf dem Rücken, dem Thale zuwanderte. Heda, Frau!" rief sie der kaiserliche Prinz an, wo führt der Weg nach Jschl ?" Die Frau sah den in seiner durchnäßten Jagdkleidung wenig vertrauenerweckend aussehenden Frager ärgerlich an. Mußt ein rarer Wildschütz sein, daß Dich so wenig auskennst. Bleib lieber daheim," entgegnetc sie. Allein, als sie das verdutzte Gesicht des Mannes bemerkte, fühlte sie Mitleid und bedeutete ihm, ihr von ferne zu folgen, damit sie in keine Ungelegenheitcn komme, sollte ihnen etwa ein Forstbeamter begegnen. Nach einer Weile, die Dunkelheit setzte bereits ein, blieb die Frau stehen und wartete auf den ihr Folgenden. Weißt was," sagte siö, eine Schand ist es, daß ein so -starkes Mannsbild eine Frau sich mit der schweren Holzlast abplagen sieht und leer hinterdrein läuft. Da, hock auf!" Dem Erzherzog machte es Anfangs Spaß, die Holzbündel zu schleppen: aber der Weg Zog sich immer länger hin, und der' arme Herr begann ernstlich müde zu werden. Zum Glück traf man endlich auf die Jagdgesellschaft, die nicht wenig erstaunt war, den hohen Herrn mit einer so schweren Holzbürde sich abmühen zu sehen. Die respektvollen Bemühungen derselben gegen den Erzherzog erschreckten die Bäuerin nicht wenig, und als man ihr bedeutete, es wäre ein kaiserlicher Prinz, rief sie erschrocken aus: Jesus Maria! Ein kaiserlicher Prinz! Und ich laß ihn mein Holz schleppen. Verzeihen S' mir nur, hoher Herr, aber Sie haben halt gar so verrissen ausgeschaut." Der Erzherzog lachte und. mit ihm die ganze Jagdgesellschaft. Ist schon gut," sagte er dann. Ich bin Ihnen zum Danke für Ihre Lektion verpflichtet; denn was das Tragen des Holzes betrifft, so wird es mir nicht schaden, erfahren zu haben, wie schwer Ihr armen Leute Euch oft plagen müßt!"

Künstlcreigcnheitcn. Der sranzosische Opernkomponist Adam, der Schöpfer des Postillon von Lonjumeau," hatte, wie fast alle genialen Leute seine Schrullen, und speziell die Art, wie er sich zum Komponiren in die richtige Stimmung" zu bringen pflegte, war eine höchst originelle. Adam legt sich nämlich nach eingenommener Mahlzeit auf das Sopha'und ließ sich, selbst im heißesten Sommer, bis zur Nasenspitze mit großen Federbetten zudecken. Alsdann legte er eine seiner großen Katzen, an denen er sehr hing, über seinen Kopf, das andere Thier auf seine Füße und in dieser seltsamen Situation schuf er die prächtigsten Melodien. , Originelles Hochzeitsgeschenk. Vor rund drei Dezennien heirathete der berühmte amerikanische Tragöde Edwin Aooth. Ergab amTageder Eheschließung seiner Braut ein ungemein originelles Hochzeitsgeschenk. In einer wundervoll gearbeiteten, mit Perlmutter und Elfenbein ausgelegten Schatulle von Palisanderholz waren nämlich sämmtliche Liebesbriefe, die er im Laufe der Jahre von seinen Verehrerinnen erhalten hatte, untergebracht. Und welches war ihre Zahl? Genau gezählt: 3796. Und seine Frau soll nicht einmal einen Anflug von Eifersucht gezeigt haben! Eine interessante Persönlichkeit ist Miß Sarah B.'Schaeffer, die Polizeimatrcne" von Minneapolis. Seit Jahrzehnten leistet sie der Polizeiverwaltung dieser S'ldt als Vorsteherin bestimmter Ressorts die werthvollsten Dienste. - . i po1t!:r!,ne MolUtltätiokeU. Hm, hm, kein Verdienst huw gernde Kinder das thut weh, will's gern glauben; aber verzagen Sie nicht, ich habe bereits für Ihre darbenden Berufsgenossen 100.000 Mark testamentarisch bestimmt." E i n großer Geldschrank, welcher für die Premier Diamond Mining Co. gebaut wurde, soll für .?10.000.000 Diamanten halten; er wiegt 21 Tonnen und kostete .0.000.

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irm- $ ijsttlö, jüf llllö XstHÖ $ 4-, ....,.,..,,..-,.'..--??-..I. " .". ......... . ... . . Gold. Silber. Messing und Kupfer putzt und reinigt man am besten mit Cigarrenasche. Räucheressig. Angenehmes belebendes Riechmittel, besteht aus gleichen Theilen Essigäther und konzentrirter Essigsäure, versetzt mit einigen Tropfen Gewllrznelkenöl. Ledermöbel zu reinigen. Mit Leder überzogenen Sofas, Stühlen u. f. w. kann man ein neues Aussehen geben, wenn man sie mit gutgeschlagenem Eiweiß abreibt. Fe st sitzende Korke' gehen, wo der Flascheninhalt nicht bcrücksichtigt zu werden braucht, bald heraus, wenn man einige Hropfen .Petroleum darauf gibt und sie ein paar Minuten stehen läßt. Kitt zum V e st r e i ch e n für Ofen. Vorzüglich ist Lehm und ein Theil Borax, wohl gemischt. Risse kann man verstreichen mit feingesiebtem Braunstein, der mit Wasserglas zu einer knetbaren Masse verarbeitet worden ist. Dieser Kitt wird so hart wie Eisen. M i l ch l i k ö r. Gekochte Milch wird mit gleichem Quantum Spiritus versetzt, wodurch das Casein gerinnt, und hierauf filtrirt. Alsdann wird etwas Zimmetöl, Nelkenöl und genügend Zucker, auch etwas gebrannte? Zucker hinzugefügt, nochmals filtrirt und der köstliche Trank ist fertig zum Gebrauch. Mecklenburger Knackw u r st. Ein Theil gut gekochtes Schweinefleisch, der Speck größtentheils abgeschnitten, wird recht fein gehackt, mit Salz, Pfeffer, Nelkenpfeffer. Muskatblüthe, feingehackter Citronenschale gewürzt, gut durchgemengt, in saubere dünne Därme gefüllt. Stunde gemocht, in kaltes Wasser getaucht und nach dem Erkalten an einem luftigen, frostfreien Ort aufgehängt. Eier mit K ä f e. Man streich! eine Schüssel aus feuerfestem Porzellan mit Butter aus und belegt sie mit dünnen Scheiben von Schn?eizerkäse. Man schlägt behutsam auf jede Käsescheibe ein rohes Ei, stellt nun die Schüssel in den Ofen und läßt das Eiweiß erstarren. Dann bestreut -man die Eier mit etwas Pfeffer und servirt sie sofort. Salz ist des Käses wegen gewöhnlich nicht nöthig. Ein gutes Frühstücksgericht. Fensterscheiben von Oelfarben zu reinigen. Um Spritzflecke von Oelfarben zu ent fernen, welche beim Sireichen einer Fassade an den Fensterscheiben entstanden und. bereits aufgetrocknet sind, genügen Terpentin und Soda nicht. Zu empfehlen ist hierzu Seife. Namentlich werden alle Oelfarben durch soge nannte .Schmierseife (schwarze Seife), welche man darauf streicht und mehrere Stunden stehen läßt, aufgelöst. Man wendet dieses Mittel auch mit Vortheil an, um Pinsel, welche in Oelfarbe hart geworden sind, aufzuweichen, worauf man sie rein ausspülen ' kann. Die Anwendung anderer scharfer oder ätzender Mittel, wie Pottasche und Kalk, ist bei Gts nicht rathsam, weil dasselbe dadurch leicht blind wird. Unveränderlicher Anstrich für Gußeisen. Wenn man Gußeisenfabrikate nicht in der gewöhnlichen Weise mit Farbe. Lack etc. anstreichen und denselben dennoch ein schönes Aussehen geben will, so reinige man sie zuerst durch Waschen mit einer schwachen Säure, lasse sie trocknen und überfahre die Oberflächen sodann mit einer Feile, Drahtbürste oder dergleichen, damit sie glatt werden. Hierauf schmiert man sie mehrmals mit gewöhnlichem rohen Petroleum ein und läßt sie jedesmal gut trocknen. Darauf werden die Gegenstände tüchtig mii einer starken Haarbürste überfahren, wodurch sie ein dunkelglänzendes Aussehen erhalten, welches der Hitze widersteht und auch gegen Rost schützt. Ist einmal in diese? Weise der Grund zu einem glänzenden Aeußeren gelegt, sc genügt später ein einfaches Ueberwischen mit Petroleum und darauffolgendes Ueberbürsten. Hartes Wasser weick 3 u machen. Hartes Wasser ist i zum Kochen von Hülsenfrüchten oder zum Waschen nicht gut zu verwenden weil im ersten Falle die Hülsenfrüchh nicht weich werden, im letzteren Fallt die Seife in unlösliche Kalkseife verwandelt wird. In England beseitig! man die Härte durch Kalk, indem mar Kalkwasser oder dünne Kalkmilch, dn man aus gelöschtem Kalk und Wasse, herstellt, dem harten Wasser zusetzt. umrührt und absitzen läßt. Die Kalkmilch entzieht dem Wasser die halbgebundene Kohlensäure, bildet damit unauflöslichen, kohlensauren Kalk un! bewirkt zugleich die Ausscheidung dei darin gelöst gewesenen kohlensaurer. Kalkes. Die nöthige Menge Kal! kann leicht durch Versuch bestimm! werden. Zur Probe, ob überschüssige, Kalk zugesetzt wurde, gibt man einer Tropfen einer Lösung von Ammoniumoxalat zu einer kleinen Menge de! Wassers, die. in diesem Falle ein, milchige Trübung hervorrruft. In de? Küche, beseitigt man die Härte des Wassers durch Zusatz von kleiner Mengen des doppelkohlensauren Na. trons. .

Bedeutung des H u m u s., Der Humus hat für jede Kulturpflanze eine große' Bedeutung, zwar nicht als Nahrungsmittel, sondern wegen seiner indirekten Wirkung. Ter Humus geht aus den im Boden verwesenden Pflanstoffen herror und wirkt zersetzend auf die Nährstoffe ein, erhöht die Feuchtigkeit und Ausnahmefähigkeit des Bodens, indem er Nährstoffe bis zu dem Zeitpunkte zurückhält, wo die Pflanzenwurzeln ihrer bedürfen. Ter Hulnus erhält ferner die nützlichen Mikro ben, ohne welche die Umwandlung der stickstoffhaltigen Stoffe in aufnehmbare Pflanzennahrung nicht möglich ist. In einem humusreichen Boden wirken die mineralischen Düngemittel weit günstiger auf das Pflanzenwachsthum ein als in einem humusarmen. Der Werth des Stallmistes, sowie der Gründüngung ist zum Theil auf die hier angedeutete Wirkung zurückzuführen. Steinkohlenruß als Düngemittel für Gärten. Der Steinkohlenruß aus Schornsteinen. Oefen u. s. w. findet als DüngeMittel noch sehr weniz Beachtung. Meistens wird derselbe mit dem Kehricht auf eine Stufe gestellt und als werthlos betrachtet. Der Steinkohlenruß enthält oft bis fünf Prozent Ammoniak und bildet einen vorzüglichen Gartendllnger. Namentlich für Nüben. Mohrrüben und Karotten ist der Ofenruß sehr zu empfehlen. Die Samenbeete für Gemüsepflanzen kann man vor Ungeziefer, besonders vor den Erdflöhen durch Verwendung von Ruß schützen, wenn man dieselben im Herbste oder im Winter mit einer Mischung bestreut, welche aus Ruß, Salz undÄs che besteht. Dies e Behandlung hat außerdem noch den Nutzen, daß die jungen Pflanzen ganz vorzüglich gedeihen. Das n'ächtliche Stamp f e n d e r P f e r d e mit den Hinterfüßen wird durch ein Juckgefühl an den unteren Partien der Hinterbeine verursacht, das seinen Sitz in dn Haut hat. und entweder auf Milben oder auch auf Schmutz zurückzuführen ist. Ist das Pferd z. V. durch unreines, schlammiges Wasser gegangen, so bleiben nach Abdunstung der Feuchtigkeit die festen Bestandtheile des schmutzigen Wassers auf der Haut sitzen 'und können so Veranlassung zum Jucken geben, dessen sich das Thie,r durch Stam- -pfen und Klopfen zu erwehren sucht. Einfaches Abbürsten der Hinterfüße am Abend nach der Arbeit beseitigt die Ursache. Gegen den Pips der Hühner. Ohne die Zungenhaut abzureißen und die Zunge zu versiümmein, läßt sich der Pips ohne große Mühe heilen und das Thier auch vor schwerer Entzündung bewahren, indem man das kranke Huhn beim ersten Gewahren seines Leidens an einem trockenen, hellen Ort einsperrt, ihm nur weiches und nahrhaftes Futter aibt (Milch und Brot), die Rachenhöhle täglich zweimal mit schwachem Karboloder Essigwasser ausspült und zur Kühlung etwas Fett (Butter, Speck, Schmalz) eingibt. Nsch zwei bis drei Tagen wird das H'jhn wieder munter sein und legen. Gartenfeinde aus der Infektenwelt sind so viele vorhanden, daß wir sie sicher nicht einschleppen dürfen. Dieses geschieht aber- sehr leicht, wenn man Deckmaterial, wie Moos und Nadein, aus dem Walde einführt. Hierdurch werden besonders Rüsselkäfer eingeführt, die zum Theil zwar für den Garten unschädlich sind, zum Theil aber sehr lästig werden. Will man sicher sein, nichts Schädliches cinzuschleppen, so bringe mar Radeln und Moos in 'eine Butts und übergieße sie mit kochendem Wasser. Thut man dieses kurz vor dem Gebrauch, u haften die Nadeln auch noch bessc Die Angewohnheit viel e r L a n d w i r t h e , ixt Güte, vornehmlich den Stärkegehalt d:S Kornes durch Zerbeißen und Kauen einzelner Körner im Munde zu prüfen, ist eine sehr gefährliche. Dem Korn haftet oft der sogenannte Srallenpilz an. Gelangen vegetative Theil: desselben in Verletzungen des Mundes, dann wuchern sie dort zu umfangrcichen Myzelen aus, welche sich ü:r den ganzen Körper, wie auch an den inn:r::: Theilen verbreiten und ausdehnt?. Eiterentzündungen und Eiiersenkur.gen hervorrufen, die vielfach einen qualvollen Tod nach sich ziehen.' Kürbis als Ziegenfutt t r. Für die Zieg:n refert der Kürbis im Winter ein: angenchme Abwechselung bei der Fütterung und eine Bereicherung ihrer Speisekarte; auch üben die Kürbisse einen günstigen Einfluß auf den Milchertrag aus. Die Kürbisse, müssen ebenso wie bk Rüden zerkleinert werden. Ein weiieres vorzügliches Futter bilden die Stengel und Blatter von Welschkorn, welche vielfach, nachdem die Maiskolben ausgebrochen sind, unbenutzt auf den Aeckern stehen bleiben oder gar verbrannt werden.. Beim Niederlegen der Rosen st ämme müssen wir denselben stets die Richtung der Rose geben. Wir vermeiden so am besten den Bruch. Ueber die mit Haken am Boden festgehaltenen Kronen legen wir ein kleines Dach von Brettern, über welches bei strenger Kälte Laub gedeckt wird. Die Spaliere von Rosen wer-, den, falls die dazu verwendeten Arten nicht durchaus winterhart sind, mit Fichtenzweigen bedeckt. '