Indiana Tribüne, Volume 29, Number 91, Indianapolis, Marion County, 8 December 1905 — Page 1

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Ein JupiMchtling.

John I Qgdon, 444 Tivifton Str. wohnhaft, wurde gestern von den Ge heimpoliziften Häuser und Larsh ding fest gemacht. Ogdon hatte vor einem Jahr Rich. MarZburg in Owen Co., Ky., ermordet, und war dafelbft feftge nommen worden. Er flüchtete und kam vor einem Jahre nach Indianapolis, wo er bei Kmg & Co. Arbeit fand. Er wurde gestern von den Polizisten Hauser und Larsh verhaftet und wird nun seiner gerechten Strafe nicht ent gehen. Sicherheitsrath. Der SicherheitZrath hat gestern fünf weitere Polizisten Ernannt: Geo. W. Rayfe und F. D. Leavitt, Republik, ner, und W. I. Schlanger, John Gou ghen und 'I. R. Blankenfhip. Demo, traten. Die Resignation des Rauchin. fpectorS tting wurde angenommen. i MaiS-AnSftellnng. Wie eZ heißt werden sich an der morgen hier stattfindenden MaiS-AuZstel. lung über 100 Schulkinder betheiligen, die den von ihnen gezogenen Mais zur Schau ausstellen werden. Jeder Aus stelle? wird 10 Aehren weißes und gel beS Korn bringen. Professor WianSko wird über Farmproducte sprechen. Au ßerdem sollen auch Preise vertheilt wer den. Heinrich Seyer. Im Alter von 75 Jahren ist am Mittwoch kurz nach Mitternacht einer unserer ältesten deutschen Gärtner, Herr Heinrich Beyer, in seiner Woh. nung en der Threenotch Road nahe dem Luth. Friedhof gestorben. BeHer wurde zu Glashütte. Deutsch!, geboren und kam im Jahre 1852 nach IndianapoliZ, seit welcher Zeit er sich der Gärtnerei widmete. Seine Frau, eine geborene Beirath, ging ihm vor 15 Jahren im Tode voran. Außer seinen 4 erwachsenen Kindern betrauern noch ein großer KreiS von Freunden den Verstorbenen, der ein rechtschaffener ehrlicher deutscher Charakter war. Der Pionier.Verein. dessen Mitglied der Verstorbene war, wird sich an dem Leichenbegüngniß das am Freitag Nach, mittag stattfindet, betheiligen. Dem Streckenvormann der Indianapolis Western Jnterurban Ei. senbabn, der bei den GradirungSarbei ten in Putnam County in der Nähe von Freeland beschäftigt war, wurde gestern von einem gewissen R. H. Kim bal, einem angeblich in Henry County wohnhaften Arbeiter, gelegentlich eines Streites die Nase abgebissen. Kimbal ist etwa 30 Jahre alt. Selbstmordversuch. Lafayette, 8. Dez. Infolge häuslicher Zwiftigkeiten hat Elmer Stevenfon au? Fowler, der hier im Kra mer Haus als Gast war, versucht sein irdisches Dasein vermittelst einer gro. ßen Dosis Morphin und Chloroform zu verkürzen. Er liegt jetzt im St. Elisabeth Hospital in kritischem Zu. stände darnieder. Wegen Uni erschlagung verhaftet. Fort Wayne, 3. Dez. Derin Elroood angestellte Postclerk Charles D. Gillespie wurde gestern von dem In spector Burr wegen Unterschlagung von Postsachen verhaftet. In seiner Auf. regung bedrohte er den Jnspector mit einem Messer, lief dann ohne Rock und ohne Hut durch die Straßen, zerriß einen Ärief, der zu seiner Verhaftung führt; und ergab sich schließlich. Ein Geschenk von Stud'e. b a k e r. S a u t h B e n d, 8. Dez. I. M. Studebaker sen., Präsident der Stude baker BroS. Manfg.- Co. hier, hat der Stadt eine schöne elektrische Fontaine geschenkt, die nächstes Frühjahr im Howard Park errichtet werden soll. Die Fontaine wird mehrere tausend Dollars lösten und aus der Eisengießerei von I. L. Mott in New York flammen

Kunst machte keine Gunst

Im alle des Schildermalers Blease. Er malte Banknoten. Um dem dringenden Geldmangel ab zuhelfen, indem er in South Bend ge rieth, wandte der Schildermaler Al bert Blease seine Kunst dazu an. eine $2 Note in eine $10 Banknote zu der wandeln. Dies gelang ihm auch und zwar so vorzüglich, daß er Jemand da mit betrügen konnte. Als er aber die zweize gefälschte Note in Umlauf setzen wollte, schöpfte man Verdacht und die benachrichtigte Polizei brachte ihn hin ter Schloß und Riegel. Chef Halls vom Geheimdienst und U. S. Deputy.Marschall Rankin brach, ten Blease nach Indianapolis, nachdem er vorher von U. S. Kommissär Ber key einem Verhör unterzogen wurde. Der Schilder, und Benknotenmaler wurde den Bundes Großaeschworenen überwiesen, die im kömmenden Mal zusammentreten. Den Angaben der BundeZbeamten zufolge soll Blease wegen desselben Ver. gehenS irgendwo in Ohio eine Strafe abgebrummt haben. Der Schilder. maler war über die Aussicht, den Win ter hindurch hinter geschützten- Mau ern zu fitzen sehr erfreut, da auf diese Weise für ihn während der kalten Iah. reZzeit gesorgt" worden sei. Kirchliches. In der ev. luther. St.PauluS Kirche, Ecke McCarty und S. New Jersey Str., wird am Sonntag kein Gottes dienst abgehalten werden. Vielmehr wird diese Gemeinde sich an der ersten Jahresfeier dc: Kirchweih der EmmauZ. Gemeinde betheiligen. . ' Seit Monaten ist in der evang. lu therischen St. Paulus Kirche gearbeitet worden, um das würdige Gotteshaus in die schönste Verfassung zu dringen. Das ist auch gelungen und der Anblick bietet eine Ueberrafchung für alle, welche den Gang der Renovation und Dekor, tion nicht verfolgt haben.' Am 17. Dez., 3. Adventssonntag. wird eine besondere Feftfeier veranstal. tet, wofür von der Gemeinde und den Chören derselben die umfassendsten Vorbereitungen getroffen sind. .'Die Hauptsestpredigt wird gehalten werden von Herrn Pastor C. C. Schmidt, dem früheren Seelsorger der St. Paulus Kirche, zu dessen Zeiten die Kirche er. baut iwurde. Pastor C. C. Schmidt ist gegenwärtig 'Seelsorger der Semi narkirche zu St. Louis, zugleich auch VizeprüseS der deutschen ev. luth. Sy. node von Missouri, Ohio und anderen Staaten. Diese St. PauluS'Gemeinde ist übri. genS die einzige Körperschaft, welche seit mehr als 60 Jahren ohne Unterbrechung eine Gemeindeschule erhält, welche auch jetzt noch in höchster Blüthe sich befindet. Dieselbe ist selbst, verständlich vorwiegend in kirchlichem Interesse geführt, hat aber den Kindern auch immer eine gediegene Elementar. bildung mitgegeben. So begehrt find die alljährlich auö dieser Schule gra dulrenden Knaben und Mädchen, daß die Nachfrage von Seifen der Geschäfte die Zahl der zur Verfügung stehenden Schüler immer überwiegt. Freunde des Deutschthumö wird 'es intereffiren, zu erfahren, daß man das deutsche Pensum in dieser. Gemeinde seit Jahrzehnten nicht beschnitten hat, ob. wohl man den übrigen Theil deS UnterrichtS wegen der späteren geschäftli. Laufbahn der Kinder öfters verändern mußte, .um auf der Höhe der Zeit zu bleiben. . Die vier anderen deutschen lutheri schen Gemeinden, welche im Laufe der Jahre fich gebildet haben, erhalten gleichfalls Gemeindefchulen nach dem selben Muster und Plane. Pastor R. D. Biedermann. Die beste 5 Cent Ciaar In der Stadt, Mucho's .Longfellow-.

Schwer verletzt.

Frau Alexander Marley, 1023 W. 30. Str. wohnhast, wurden an der Ecke College Ave. und 13. Str. von dem Aufstieg der Straßenbahn ge stoßen und zog fich eine Gehirnerschüt terung zu. Frau Marley war im Be griff abzusteigen, als ein ankommender Wagen in die stehende Bahn hinein fuhr, wobei Frau Marley von dem Trittbrett gestoßen wurde und fich die oben erwähnte .Erschütterung zuzog. Die Verunglückte wurde in ihre Woh nung befördert. Jnvelendi'edstahl. Frau Joseph Heß, 2003 Nord Me ridkan Straße wohnhaft, vermißte ihren Kaftcn, in welchem fie ihre Schmuck, gegenstünde aufbewahrte. Der Schmuck reprüsentirte den Werth von $2000. Wie und auf welche Weise der Kasten entwendet wurdr, ist nicht bekannt. Frau Heß hat die Polizei davon in Kenntniß gesetzt. Baurath. Der Baurath hat gestern beschlossen. bezüglich derjenigen Personen oder Kor. porationen, welche durch die an Ken tucky Ave. und Süd West Straße vor. genommenen Bahnverbesserungen ge schädigt wurden, keine Entscheidungen hinsichtlich der Entschädigungsansprüche derselben zu treffen, sondern damit zu warten, bis die Arbeiten Wetter voran. geschritten sind. Die Angelegenheit wird daher vom neuen Stadtrath er ledigt werden. Deutscher Metzger-Berein. Gestern Abend fand in Ottmar Kel lerö Halle an Oft Washington Str. die regelmüßige Versammlung deS Deut chen Metzger.VereinS mbst Beamten. wähl statt. , Dir Versammlung war sehr gut be ucht und nach Erledigung der Rou. inegeschäfte wurde die Wahl der neuen Beamten vorgenommen, welche folgen des Resultat lieferte. ? Präs. George Derleth. Vice-Präs. Geo. Schmidt. Secretür Theodor Rebennack. Schatzm.-C)rift Heinrich. Trust für 3 Jahre ChaS. Jung. mann. Enchre im Mannerchor. Der Damenverein des Männerchor hat für heute Nachmittag wieder ine der so gemüthlichen Euchre.Gesellschaf. ten arrangirt. Dieselbe findet unter der Leitug der 2. Section statt. Damen: Frau ChaS. Off, Frau A. Swank, Frau Louise Off. Frau C. G. Weiß. Frau M. BoS, Fräulein D. Reißner, Frau A. ForbeS, Frau Laura Ginz und Fräulein H. Ballmann. Guter Gesundheitszustand. Der SefundheitSzuftond unserer Stadt ist in dieser Jahreszeit ein guter. Diphtheriafülle find seit dem 6. Dezem ber nicht vorgekommen und nur ein Fall von Scharlachfieber kam zu Ohren der GesundhcitSbehörde. An dieser Krankheit leidet der 10 jährige NicholaS Linder von 1711 Orleans Straße. ' Mermnia. Dienstag Abend fand in Hofherr's Halle die regelmäßige Versammlung der Allemanla statt. ES wurden die regelmäßigen Geschäfte erledigt. DaS ArrangementS.Comite berichtete, daß der letzte Ball einen guten Reinertrag abgiebt. , Auch wurden 2 Mitglieder aufge. nommen und 3 vorgeschlagen. Hieraus. Vertagung, worauf noch manches Glas Bier in Gemüthlichkeit getrunken wurde. John Niggl, Sekr.' oottlted Leutdardt. .Die gemüthliche Ecke Noble und Market St?.

Wegen Irregularitäten

kegt Gen.-Adjutant ward sein Amt nieder. . Untersuchung eingeleitet. DaS Comite, welches ernannt wurde. die in der Office des Auditors befind lichen Bücher einer Prüfung zu unter ziehen, hat feine Untersuchungen be endet. Das Resultat bildete die Refignirung John R.'WardS, des Adjutant.Ge. nerals der Jndiana NationalGuard während der Administration Gouver. neur DurbinS und während der bis herigen Verwaltung Gouverneurs Hanly. Wie es heißt, soll Gouverneur Hanly dieEntlassunzWardS angeordert haben. Die Unterschlagungen, die Ward vorge nommen hat, datieren vom 3. De zember an. Die angewandten Methoden waren folgende. Sobald fich die Rechnungen der 41 Compagnien des Staates ange häuft hatten, sandten die Offiziere der Compagnien die Rechnungen sammt denen für ihre Dienste ein. Außer den Rechnungen wurden die Einnahmen gesandt. Die gesammten Rechnungen jeder einzelnen Company wurden zusammenaddirt und dann das Ergebniß zu den Ergebnissen der ande ren Additionen jeder Company wieder addirt, um auf diese Weise sämmtliche Ausgaben aller Compagnien zusammen seniteuen zu können. Ward reichte dann viel größere Rechnungen ein und steckte den Ueberschuß in die Tasche. Die Schlußrechnung war 19 Mal uncor rect; 16 Mal zu Gunsten Ward'S im Betrage von $982,15; einmal zu seinem Nachtheil, $5.40; einmal wieder, zu seinen Gunsten im Betrage von 243 75 Drei Unregelmäßigkeiten in der Buchführung fallen in die Zeit Gouverneur Hanly's, die anderen in Durbin'S Zeit. Ward erklärte, daß die entstandenen Fehler nur begangene Irrthümer bei der Addition feien. Ward'S Bond wurde auf $10,000 festgesetzt und von der Feoeral Union Surety Co. hier selbst gestellt. In Ward'S Office waren sein Giert 28. A. Tull und andere ClerkS sowie Maude Casson als Steno. graphin beschäftigt. Die drei Mitglieder des Unter. fuchungSkomiteS stnd Wm. Durborow, I. Noel und StaatSauditor Bigler. Nachdem Ward feine Refignation eingereicht hat, die der Gouverneur so fort annahm, wurde die Office deS ersteren geschlossen. Ward'S Gehalt betrug $2250 daS Jahr., Wer sein Nachfolgerwerden soll, konnte bisher nicht ermittelt werden. Polizeiliches. Wm. P. Nurst. 33 Jahce alt, PittS. bürg. Pa., wohnhaft, und JaS. Stan. ley, 23 Jahre alt, 1365 Kentucky Ave. wohnhaft, entwendeten aus der Wirth, fchaft Pincer, 312 West Washington Straße, zwei Flaschen 'Bier. Sie wur. den von dem Polizisten GilliSpie ve haftet. Richard C. LewiS, 30 Jahre alt, in Lumberton, N. C., wohnhaft, wurde wegen ttleindiebftahls verhaftet. LewiS, welcher fich dem Genuß von Morphin ergeben hat, entwendete das Gift aus der Apotheke von R. M. Na. vin257 West Washington Straße. Morton King, 13 Jahre alt. 110 Wilmot Straße wohnhaft, wurde wegen StehlenS von 2 paar Schuhe hinter Schloß und Riegel gebracht. Der Gebäude Jnspector Stanly macht auf das feuergefährliche Material der Fenfterdecorationen auf merksam. ES ist daS kommende Weih. nachlösest, welche die Kaufleuten zu den schönsten Fenfterdecorationen Veranlassung geben, um das schauende Publi kum zum Kaufen zu bewegen. In spector Ctanly wird in dieser Bezie. hung auf'S Strengste voagehen, um einem eventuellen Feuer vorzubeugen.

Nachrichten aus Jndiana.

She lb yvil le, 7. Dez. Mich. 'Ohmer wurde letzteiNacht todt in dem Stalle seines .Schwiegersohnes aufge funden. Ohmer ist ein sehr bekann ter Farmer in Union Township. Er ging gestern Abend um 9 Uhr in den Stall, um die täglichen Arbeiten zu verrichten. Als er zu lange ausblieb. ging man, nach ihm zu sehen und fand ihn todt am Boden liegen. Ein Herz schlag hatte seinem Leben ein Ende ge macht. Ohmer war 64 Jahre alt. P a o l i, 7. Dez. Feuer brach gestern in dem Leihftalle von JoneS aus. Die Besitzung repräsentirt den Werth von $10,000 und war iu G fahr niederzubrennen. DaS energische Eingreisen der FeuerbekSmpser be schränkte das Feuer auf seinen Herd. Es wurde ein Schaden von ungefähr $500 angerichtet. M a r i o n, 7. Dez. JameS Clay. ton Rankin, 50 Jahee alt, ein Gast des Misfisfinewa Hotel in GaS City, wurde gestern sterbend in seinem Zimmer aufgefunden. Rankin hatte fich mit Morphin vergiftet. Er war früher Eigenthümer deS Arllngton Hotel in GaS City gewesen, und hatte nachher einen Holzhandel angefangen. Seine Frau hatte die Ehescheidung erhalten mit Zuspruch der Obhut über das 12jährige Töchterchen, an dem der Vater mit zärtlicher Liebe hing. Der Verlust der Tochter soll den Mann zu der That veranlaßt haben. Durch Cocain suchte fich die 20jührige Lucy Fultz zu tödten, deren Mutter wenige Tage vorher am Herzschlage ge starben war. Sie hatte ohne die Mut ter kein Gefallen mehr am Leben. Neue Klagen. Lena Barrish gegen Joseph Barrish. Klage auf Scheidung. Klägerin führt an, daß Klüger dem Trunke ergeben und fie mit Hülfe ihrer 8 unmündigen Kinder, von denen das älteste '19 und das jüngste 6 Monate alt ist, gezwun gen ist, für den Unterhalt der Familie zu sorgen. Sie verlangt deshalb Schei dung. Obhut über die Kinder und All mente im Betrag von $100. Ellis Aldridge gegen Jesse Fletcher von der Reliable Furniture & Carpet So. Klage auf Entschädigung und Zahlung von S2000 und Kosten für durch den Sturz in einer von dem Be, klagten nachlässig zugedeckten Graben auf dem'Grundstück desselben erlittenen körperlichen Verletzungen. Wilhelm Hegenbarth gegen Fannie Hegenbarth. 'Klage auf Scheidung wegen muthwilligen VerlassenS und mehrfach verübten Ehebruchs. John W. Palmer gegen Martha E. Drew und deren Gatten Harry E. Drew. Hypothekenklage auf Zahlung S8500 und Kosten,' fowke Anordnung des Verkaufes deS dm Beklagten ge hörigen Grundeigenthums. Frederick Jfenhawer gegen die Stadt Indianapolis. Klage auf S1000 End chädigung für körperliche Verletzungen, welche Klägec infolge eines Falles Über einen auf dem Trottolr nachlässig lie gen gelassenen großen Stein, am 17. März 1905 erlitten hatte. Leatha A. Seaman gegen Oliver M. Seaman. Mage auf Scheidung und Obhut über das Kmd, wegen Vernach üffigung deS Unterhalts der Familie. Madellne Egan gegen John Eaan. Klage auf Scheidung und auf Wiedev annähme des Mädchennamens Meddie Presse!. Klägerin heirathete am 3. April 1905 und am 13. Mai wurde fie von dem Beklagten wieder verlassen. Deshalb die Klage. Jesfie Umholtz gegen die Jndiana, poliS Traction Terminal Co. Klage auf S5000 Entschädigung für am 23. Oktober 1905 beim Ansteigen aus einer Car an West Washington Straße erlittene körperliche Verletzungen. fiC7 Der Lahrer Hinkende Bote sowie ver Negensvurger Marien Kalender für 190 find durch unsere Ofsiee zu beziehen.

(fhincsischc (Srausamkcitcn. Ein mongolischer Vrim Zweiten

Ranges, der einen wichtigen Posten am kaiserlichen Palast bekleidet, hatte, wie der -N. Ch. D. News aus Peking berichtet wird, ein Nebenweib, oeaen das er oft starke, aber durchaus nickt ernsthaft gemeinte Drohungen auszu stoßen pflegte. Nun hatte ihn ein Haushofmeister aus der Mongolei begleitet, der alle Befehle' seines Herrn mit großer Pünktlichkeit ausführte. Dieser Mensch haßte die erwähnte Nebenfrau, weil sie ibm einmal abgeschlagen hatte, für seinen Sobn Fürsprache einzulegen. Bald fügte es sich, daß der Haushofmeister seine Rachsucht in wahrhaft teuflisch-grau-samer Weise befriediaen konnte. Ter Prinz scherzte nämlich eines Morgens mit seinem Nebenweibe und sagte beim VlMfhtfi 111 ihr Wlsn 2 hUihl vf,.: " v nMl V Wirf VIVIVt VUVhl, ich werde dich lebendia bearaben lassen." Dann nahm er von dem HausHofmeister, der die Drobuna aebört hatte, seinen Hut entgegen und verließ lachend das Zimmer. Der Beamte aber beauftragte alsbald eine Dienerin, der Nebenfrau zu faaen. daß e: einen besonderen Auftraa des Prinzen für sie habe. Die Frau ahnte natürlich nichts Böses und kam aus ihren Gemächern heraus. Der Haushofmeister liek sich erst vor ibr auf die Knie nieder und theilte ihr dann mit. er müsse den Befebl des Prinzen, sie lebendig zu begraben. zey: ausführen. Umsonst versickerte die entsetzte ??rau. die Worte wären doch nur im Scherze aemeint aewesen: Es half ihr nichts; denn der Unmensch - ' ' yaue ein yaives Nutzend Mongolen bei sich, die die U'iücklicke ttoh iüre Sträubens leicht überwältigten und in oen warten schleppten, wo schon ein Loch für sie gegraben war. Man warf sie hinein, nachdem man'sie oefessett hatte. Dann wurde sie mit Erde bedectt. die der sausbofmemer selbit feststampfte. Niemand hatte ihm bei seinem schrecklichen Borbaben in den Weg zu treten gewagt, weil er zu Je? - oermann sagte, er führe nur einen Befehl des Prinzen aus. Als dieser endlich zurückkehrte und seine Nebensrau erstmr unter der. Erde ' fand, kannte seine Wuth keine Grenzen. Er ließ den Haushofmeister sofort halbtodt prügeln, und wenn er nicht au? der Stelle ein Ende mit ihm machte, so aeschab es ledialick. weil er ibm noch weitere Qualen zugedacht hatte. Wie man Prozesse gewinnt. Wie tief der Aberglaube in mancher Gegend Deutschlands noch wur. zelt, durste folgender heiterer Vorfall - laut ftm. nta." bezeugen: San ich da vor kurzem im Wartcsaal Zweiter Klasse des Bahnhofes zu Breslau und unterhielt mich lebhaft mit einer an schelneno dem bcNeren" stände an gehörenden, intelligentm, sunacn Da me. Kurz vor Ankunft des nach Ber lin gehenden Schnellzuges bemerktc die iunae Dame in meinem kleinen Neisekoffer einige Brötchen. Sogleich bat ;e mich in einem fast flehentlichen Tone, ihr doch etwas von meinem V.rotc zu geben. Gern stellte ich ihr memcn Proviant ganz und gar zur Verfügung. Das wurde indeß ent schieden abaelcbnt. Nein, ein aan'. klein Stückchen, mein Herr!" Ich bot der Dame ein Vrötcken an. Mer auch damit hatte ich kein Glück. Nur einen Brocken, mein Herr." Erstaunt ' erfüllte ich diesen komuchcn Wumck, und erstaunte noch mehr, als die Da me den mit Mühe erworbenen Bro cken rasch in ihr Portemonnaie der barg. Ehe ich noch fragen konnt?, was das bedeute, wurde mein Zug ausgerufen. Die Gotter aber wollten es, daß ich m das gehelmnivelle Gebaren der Dame eingeweiht wurde. Ein Zufall führte mich nack einiaer Zeit mit ibr am Bahnhof Alexander platz in Berlin, wieder zusammen Selbstverständlich 'gedachte ich sofort meiner Breslauer Schenkung. Ja wissen Sie. mem Serr.- erivi borle mir die Äamo bprlrslrn. ..55, hatte damals einen Proben, und wenn man so etwas von einem jüdischen Herrn mit auf dicRcise bekommt (den Brocken Brot nämlich) soll das Glü -bringen" Bedauere sehr. Madame, ick bin aber kein 5ude!" entdeckte ich ibr vr trauensvoll. Ack. nickt möalich ." rief sie mihtrauisch und bestürzt aus, ich hab' doch den Prozch so schön gewonnen!" Das- sächsische Justiz. Ministerium, wünscht in einer Verordnuna bei den Schöffen- und Geschworenenwablen mebr Berücküchtiauna der unteren Stände, wodurch das Ver, trauen des Volkes :n die Rcchtspre- -chung nur gewinnen könne. Das Einführen der Prügelstrafe in Oregon hatte zur Violat. bah der erste Verurteilte nach dem vierten Streich blutig geschlagen wurde.