Indiana Tribüne, Volume 29, Number 90, Indianapolis, Marion County, 7 December 1905 — Page 6
?ttdlana Aeibüne, 7 Dezember 1903
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Europäische Nachrichten.
Wayern. München; Der 37 Jahre alte Ausgeher der Galerie Heinemann Michl Tölsterl wurde, als er mit seinem Nade in schneller Fahrt die Luisenstra. ße passirte, plötzlich vom Schlage gerührt und verschied, in einen nahen Hausgang gebracht, nach wenigen Augenblicken. Im Englischen Garten wurde Privatier Jos. Neumeier von Sünching, der in einem Pensionat wohnte, erschossen ausgesunden.Selbstmord infolge Kopfleidens steht außer Zweifel. Augsburg. In der hiesigen Maschinenfabrik ereigneten sich letztens zwei schwere Unglücksfälle. Der Schmiedgehülfe Schnäbelbauch stürzte vom Dachstuhl des neuen Versündigebäudes und starb bald darauf an den erlittenen Verletzungen. . Einige Zeit später wurde der Maschinenarbeit Joseph Fischer von umstürzendemWellblech zu Tode gedrückt. V a y r e u t h. Dem Negierungsregistrator Rath Heinrich Schärdel wurde in Rücksicht auf die seit 50 Iahren mit Treue und Eifer geleisteten Dienste das Ehrenkreuz des Ludwigsordens verliebn. V e r ch t e s g a d en. Letztens hat ein Brand den stattlichen nahe gelegenen Dietfeldhof bis auf die Grundmauern zerstört. Fe l d m o ch i n g. Vor einigerZeit wurde hier unweit des Bahnhofes der Gütler Rieger, genannt Auerer, vom. Schnellzug überfahren und buchstablich in zwei Stücke getrennt. Der Verunglückte ging, obwohl die Barrieren geschlossen waren, unten hindurch und wollte um hen auf dem zweiten Geleise stehenden Personenzug, der nicht in den Bahnhof einfahren durfte, sondern den etwas verspätetenSchnellzug abwarten mußte, herumgehen. Rieger wurde von dem Ezndukteur dieses Zuges auf den herbeieilenden Schnellzug aufmerksam gemacht, aber es war für den 64 Jahre alten Mann zu spät. Wden. .Karlsruhe. Der Professor der Mineralogie und Geologie an der hiesigen Technischen Hochschule Karl Futterer ist wegen angegriffener Gesundheit in den Ruhestand versetzt worden. Als sein Nachfolger ist der Privatdozent an der Universität Freiburg i. Br. Phil. Dr. Wilhelm Paulcke ernannt worden. Appenweier. Nach Verllbung von Wechselfälschungen im Betrage von 33,000 Mark ist der Inhaber des Eolonialwaarengeschäfts Gebr. Müller.der Kaufmann und Vezirksrath Müller, flüchtia gegangen. Ueber das Vermögen wurde er Eoncurs verhängt. In einem Hotel in Pforzbeim bat sich Muller letztens vergütet. H atze nw ei er. Ein seltenes Fest feierten die Eheleute Anton Maretschek und Anna Marie, geb. Jorger, namllch ihr 60iähnges Ehejubiläum in noch aroner Rüstigkeit. Heidelberg. Das Lsiahrige Jubiläum ihrer akademischen Lehrtha tigkeit und zugleich ihrer Zugehörigkeit zum Lehrkörper der Ruperto-Earola feierten die außerordentlichen Professoren Dr. Arthur v. Kirchenheim von der Juristischen und Dr. August Ewald von der Medizinischen Fakul tät. Kehl. Im Rhein wurde die Leiche des Sattl-rgesellen Michael Jund aus Gri:s (Elsaß - Lothringen) g landet. Ob Selbstmord oder Un alücksfall vorlieat, ist nicht bekannt. Mannheim. Todt aufgefunden wurde im Hofe des Hauses I 2, 6 der nur mit einem Hemd bekleidete verbeiratbete städtische Aufseher Hern rich Frank. Allm Anschein nach ist derselbe auf fcem Weg nach dem Abort die Treppe vom 2. Stockwerk abge stürzt und hat dabei die Wirbelsäule aebrochen. Rielasingen. Vor einiger Zeit brannte das Oekonmiegebäude. der Wittwe Merer dahier bis aus ven Grund nieder. Der Schaden betragt etwa 9000 Mark, ist aber dujch Ver sicherunq deckt. S i n s h e i m. Unlängst gerieth das 3 Jahre alte Tochterchen des Sagmul lers Reinig in das Werk der Mühle und wurde zermalmt. Tauberbischofsheim. Frau Weinhändler Josephine Rincker Wittwe dahier vollendete kurzlich ibr hun dertstes Lebensjahr. Die würdige Matrone ist trotz dieser seltenen AI ters stufe noch geistig frisch und durch ihren Wohltbätiakeitssinn bestens be kannt. Als Mitbegründerin des hiesigen Frauenvereins stand die Jubilarin viele Jahre hindurch als Präsidentm an dessen Spitze. Zw.ingenberg. Auf traurige Weise büßte der 58 Jahre alte Schlossermeister Joh. Daenzer -sein Leben ein. Er ging nach Auerbach, wo er geschäftlich zu thun hatte. Nach kurzer Zeit trat er den Rückweg an und setzte sich auf den Vrückenstein. Dort schlief er anscheinend em und fiel rücklings in den tiefen Graben.' Mit gebrechenem Genick wurde er spater aufgefun den. ?iheinpfarz. Vubenhausen. Letztens stürzte der an dem Neubau des Schlossermei sters Faber in Ernstweiler beschäftigte 15 Jahre alte August Schönborn, Sohn des Baumeisters Schönborn von hier, infolge eines Fehltrittes vom zweiten Stock dieses Neubaues in die Tiefe herab. Er zog sich hierbei, wie
der herbeigerufene Ärzt constatirte,
chwere innere Verletzungen zu, an denen er bald darauf starb. E d ? g h e l m. Vor Kurzem eriety der mit der Bedienung einer hier aufgestellten Dreschmaschine - betraute Maurer Heinrich Lentz von Oppau mit dem linken Arm so unglücklich in die Trommel der Maschine, daß ihm der Unterarm abgerissen wurde. Letz, der alsbald in das St. Elisabeth-Hospital nach Frankenthal verbracht wurde, hat eine Frau und fünf Kinder. Frankenthal. Erschossen hat ich am hiesigen Eanal der 25 Jahre alte Lehramts - Eandidat Friedrich Dezheimer von Kirchheimbolanden. Dezhetmer, dessen Vater in Kirchheimbolanden ist, sollte, nachdem er sein Examen bestanden, an einer Lateinoder Realschule eine ihm übertragene Stellung antreten. Das Motiv der That ist unbekannt. I m s w e 1 1 1 r. In einem unbe wachten Äugenblick fiel das zwei Jahre alte Kind des Ackerers Anton Kremd von hier in den Teich der Limbacher'chen Mühle und ertrank. AIs der Mühlteich abgelassen war, fand man das Kind als Leiche auf. Kaiserslautern. Vor Kurzem brach in der Möbel- und Billardabrik Emu Andre Feuer 'aus, welches die eine Hälfte des 50 Meter langen dreistöckigen Baues total, und den ant c " m 4 . l oeren, ourcy eine ranomauer geirennm Flügel zum größten Theü vermchete. Die Fabrik beschäftigte 200 Leue. Es wird Brandstiftung vermuthet. Zweibrücken. Der verhaftete Fabrikschuster Friedrich Hirtz aus Pirmasens gestand ein, den Uffenheimer Mord und den Raubmordversuch an Frl. Junkerwald hier verübt zu haben. Sksaß-Lottzringen. Straßburg. Privatdozent für Zahnheilkunde Dr. O. Römer hat einen Ruf als a. o. Professor an oie Universität Zürich erhalten. .'c - r - leoenyvscn. urzüu ljplodirte auf dem 'Hochofen KarlsHütte" der Gebrüder Röchling ein Rohr, wodurch der 27 Jahre alte Arbeiter Schulz getödtet.und ein anderer schwer verletzt wurde. S yw . !. r V . zsSroacy. ism upscr seines Berufes wurde der Gendarm Peters. Vor längerer Zeit erhielt er bei der Verhaftung einiger Strolche in Spittel inen heftigen tzsHlag aus oen Kopf; infolge dieser Verletzung stellte sich eine Gehirnentzündung ein, die zur Geisteserkrankung führte. Der Bedauernswerthe ist jetzt in der Irrenanstatt Stembach gestorben. Mallinaen. Vor einiger Zeit fand man im Wallinger Walde die Leiche des Photographen Bernardy aus Trier aus, der als spurlos derschwunden gesucht wurde. cm - - JC. . !X1 2JI c F. jjja5 hiesige ilourgellll)! verurtheilte den 28 Jahre alten Arbeite? Johann Trap aus Seutzich bei Diedenhofen wegen Raubmordes, beaanaen am 21. Mal'd. I. an seiner Tante, der ledigen Maria Spiel in Seutzich, zu lebenslänglichem Zucht--Haus und zehn Jahren Ehrverlust. T h a n n. Hier sind die drei Kmder der Stundenfrau Lorenz in Abwesenheit der Mutter im rauchgefullten Zimmer erstickt. Weclilenburg. Schwerin. Vor einiger Zeit begingen das Fest der goldenen Hochzeit Kantor Ahrens und Frau in Marlow, Tischlermeister Rodenbeck und Frau in Grevesmühlen und Fuhrherr Rover und Frau in Gadebusch.' N e u st r e l i tz. Vor ewiger. Zeit ist der Generalmajor z. D. Hans von Engel im 67. Lebensjahre gestorben. Schönbera. Arbeiter Wollmer von hier erlitt in der Selterwasserfabrik in Schlutup einen Unfall. Beim Abziehen pon Limonade zersprang unter der Maschine eine Flasche mit solcher Gewalt, daß das Glas Wollmer aeqen den Kopf geschleudert und ihm dadurch an der ersten Schläfe die Gränz in. Dieser Tage feierte der Lehrer Wilhelm sein 50iahnges Dienstjubiläum. Der Großherzog ließ dem Jubilar durch Pastor Kootz seine m lÄluawuniGe aussvrechen und em Geldgeschenk überreichen. Von der Gemeinde und von den College der-Um-gegend wurden ihm Geschenke darge bracht. Schlagader durchschnitten wurde. Ein herbeigerufener Arzt konnte die starke Blutung durch geeignete Maßnahmen hemmen. Warnemünoe. Der erste Steuermann Seyer, der beim Hinaufbringen von Eisenbahnwagen auf das Fährschiff .Friedrich Franz IV. zwifchen einen noch in langsamer Bewegung sich befindenden Wagen und einen der neben dem Schienengeleise siehenden eisernen Träger gerathen war und hierbei Verletzungen sowie Quet schungen erlitten hatte, ist gestorben. Hrdcnburg. Oldenburg'. Im Stadtarchiv hat man eine früher wohlbekannte, seit mehreren Jahrzehnten aber abhanden gekommene, mehr als 500 Jahre alte Handschrift wieder aufgesunden, wel ch: die wichtigste Urkunde der Geschichte der Stadt ist, nämlich das älteste der sogenannten Stadtbücher. Das Buch enthalt 54 alte Pergament- und 4o später hinzugefügte Papierblätter; die ersteren stammen aus der ersteren Halste des 14. Jahrhunderts und enthalten im wesentlichen das von Bremen übernommene Stadtrecht. H e p p e n s. Das Fest der SilberHochzeit feierte das Ehepaar F. Ehrenfort.
Im Dimst der Inoullrie.
Tie Vielseitigkeit der Dampfspritze tm ihre mannigfache Verwendung. W. G. Fitzgerald macht im Seientific American" sehr interessante Mittheilungen über Verwendungen der Tampfspritze, an die man gewöhnlich aus dem Grunde nicht denkt, weil man gewohnt ist, in ihr lediglich ein Geräth zum Fcuerlöschen, nicht aber eine sehr Machtige Wasserpumpe mit eigener Kraftmaschine zu erblicken. Die englischen Dampfspritzenfabriken erhalten sehr häufig Aufträge aus Spritzen, welche nach dem Wunsche der Besteller nicht nur zum Löschen von Bränden, sondern auch zu ganz anderen .Zwecken geeignet sein sollen. Schon im südafrikanischen Kriege bediente man sich mehrfach kleiner, etwa 250 Gallonen in der Minute pumpender Dampfspritzen, um den Truppenlheilen aus bequeme Weise Wasser zuzuführen. Eine ander Gattung kleiner Dampfspritzen findet man in England auf dem flachen Lande, wo sie nickt nur für Feuerlösch- und Wasserversorzungszwecke benutzt werden, sondern auch gleichzeitig als Motoren zum Antnebe von landwirtschaftlichen, gewerblichen, Wasch-. Futterschneideund anderen Maschinen herangezogen werden. Sehr interessante Rammarbeiten mittelst Dampfspritze wurden kürzlich in Blackpool ausgeführt. Man pflegt hierbei einen andauernden starken Wasserstrahl an der Stirnseite des Pfahles wirken zu lassen, wodurch der Sand oft so locker wird, daß der Pfah! schon durch sein eigenes Gewicht einsinkt. Bei den erwähnten Arbeiten in BlackPool gelang es, während der Ebbezeit von vier -oder fünf Stunden zehn je 15 Fuß lange Pfähle einzulassen, während auf dem gewöhnlichen Wege des Rammens in der gleichen Zeit nicht mehr als zwei oder drei Stück eingetrieben werden können. Vier Fuß unter der Strandoberfläche traf man auf ein Kiesbett; der mächtige Wasserstrahl aber drang auch durch dieses ohne Schwierigkeit hindurch. Ja. eZ wurden sogar schwere Rollsteme aus ihrer Lage geschoben. Mit Hilfe der Dampfspritze läßt sich auch die sonst nicht mehr lohnende Goldwäscherei öfter noch nutzbringend gestalten, indem es möglich wird, selbst Sand, welcher in der Tonne nur für 6 10 Cents Gold enthält, mit gutem Gewinn zu verarbeiten. Die Anwendung von Feuerspritzen zu landwirthschaftlichen Zwecken findet in Großbritannien schnell, allgemeinen Eingang, besonders bei der InsektenVertilgung in den Hopfengärten von Kent. Sammt dem Kessel wiegt eine solche Maschine ungefähr 500 Pfund, und kann durch ein Pferd oder einen Ochsen von Pflanzung zu Pflanzung gefahren werden. Bei Trockenheit dient sie dazu, die Hopfengärten zu bewäsfern. Ein einzelner Mann ist mit Hilfe der Dampfspritze im Stande, an einem Tage einen Hopfengarten von drei Acker zu besprengen. Einschließlich der Feuerung stellen sich die Kosten auf noch nicht Z2.00. Nicht ohne Interesse ist auch der Gebrauch der Dampfspritze beim Waschen der Schafe. Auf dem Tarletonfchen Gute in Uxbridge bei Lonbon entsendet eine kleine Dampfspritze 110 Gallonen Wasser in der Minute über die zu reinigenden Schafheerden, und selbst Pferde werden auf dieselbe Weise gewaschen. Zur Reinigung von Kloaken und Senkgruben bedient man sich in England der Feuerspritze in ausgedehntestem Maße, und die Arbeit beansprucht nur den zehnten Theil der Zeit, welche bei der früheren Reinigungsmethode aufgewendet werden mußte. Bei der Straßenreinigung findet die Dampfspritze ebenfalls ausgedehnte Verwendung. Man darf hierbei jedoch nur Lederschläuche benutzen, da gewebte und Gummischläuche allzuschnell verschleißen. Auch die Fortbewegung von Booten durch Dampfspritzen hat ssch als eine praktische Neuerung erwiesen. Schließlich sei noch erwähnt, daß man mit Hilfe der Feuerspritze die Fensterscheiben eines Hauses von außen reinigen kann, ohne daß dabei Leben und Gesundheit des Dienstpersonals in Gefahr gebracht werden. Heimatbknndlichcs Schulmuseum. Das erste heimathkundliche Schulmuseum ist nach langen Vorbereitungen jüngst in Dresden eröffnet worden. Es verdankt seine Entstehung namentlich der Anregung aus sächsischen Lehrerkreisen, in denen man seit 15 Iahren nicht müde geworden ist, für die Verwirklichung des zuerst von dem Lehrer A. Roßmäßler in Tharandt ausgesprochenen Gedankens zu arbei ten. Das Museum soll Bedeutendes und Wissenswerthes aus der Heimath sammeln und sich namentlich auf die Gebiete der Geologie, Botanik, Zoologie, Urgeschichte und Geschichte erstrecken. Vorläufig haben die schon jetzt reichhaltigen Sammlungen in einer Dresdener Gemeindeschule Ob dach gefunden, wo sie mehrere Säle einnehmen. Der Vorsitzende des Dresdener Leh rervereins. Lehrer Schanze, hielt eine Ansprache, worin er als den vornehm sten Zweck des Museums bezeichnete, in der Jugend mit der genauern Kenntniß der Heimath auch die Liee gu .ihr zu vertiefen.
Deutsche RaljeldaWser. Entstehung und Entwicklung der Seekabrlwrrke in Nordrnham.
Ttapellas des GrokZzcrzog von Llden burg"-Ter erste Kabcldampser-Frühere Abhängigkeit von Sngland-Tie Arbeitr deS Ttephan." ' Der unlängst auf der Schichauwerft in Danzig für die Norddeutschen Seekabelwerke in Nordenham, Oldenburg, vom Stapel gelaufene große Kabeldampfer Großherzog von Oldenburg" wird den Kabeldampfer v. Podbielski" ersetzen, der in den Besitz der niederländischen Regierung übergegangen ist und jetzt den Namen Telegraf" führt. Besagte Regierung benützt den Dampfer für Neuverlegungen und für Kabelausbesserungen in den Gewässern der Sünda-Jnseln. Die Kabeldampfer, deren erster. Faraday." 1874 nach den Angaben Sir William Siemens' von London gebaut wurde, dienen ausschließlich der Verlegung der überseeischen Telegraphenkaöel und weisen diesem Zweck entsprechend eine ganz besondere Konstruktion auf. Gewaltige Tanks sind in den Schiffskörper eingebaut, die sehr beträchtliche Mengen von Kabel in sich aufzunehmen vermögen, so daß jede Verlegung, auch die der längsten Kabel, nach Möglichkeit ohne Unterbrechung, in einem Zuge ausgeführt werden kann. Wie der Betrieb großer Seekabellinien sich im allgemeinen auf nur fünf Nationen, England, Ver. Staaten, Frankreich, Deutschland und Dänemark beschränkt, so ist auch die Zahl der auf Erden vorhandenen Kabeldampfer verhältnißmäßig recht gering. Deutsche Kabcldampfer gibt es erst seit sechs Jahren. Vor dieser Zeit ließ man die erforderlichen deutschen Kabel, deren Zahl ebenso gering war wie ihre Ausdehnung, stets durch englische Kabeldampfer verlegen, wie man ja auch auf eine Fabrikation derKabel in England angewiesen war, weil eine deutsche Seekabelfabrik noch nicht bestand. Als -dann aber die deutsche Reichsregierung den Plan faßte, sich, zunächst im Depeschenverkehr mit d:n Ver. Staaten. von den englischen Kabeln zu befreien und auf eigene Füße zu stellen, ergab sich von selbst die Nothwendigkeit, nicht nur eine eigene deutsche Seekabelfabrik zu begründen, sondern auch eigene deutsche Kabeloampfer zu bauen, welche die deutschen Kabel zu verlegen vermochten. Zwar konnte für das erste deutsche transatlantische Kabel, für dessen Betrieb am 21. Februar 1899 die Deutsch-Atlantlsche TelegraphenGesellschaft gegründet wurde, das nothwendige Landungsrecht auf den Azoren nur gegen das Zugeständniß erkauft werden, daß das deutsche" Kabelxin England in Bestellung gegeben und von englischen Schiffen derlegt wurde; dennoch aber zögerte man nicht, schon am 27. Mai 1899 auch eine eigene Kabelfabrik zu gründen, die Norddeutschen Seekabelwerke in Nordenham. Bereits am 8. November desselben Jahres lief in Glasgow der erste deutsche Kabeldampfer vom Stapel, der nach dem damaligen Staatssekretär des Reichspostamts auf den Namen v. Podbielski" getauft wurde. Der v. Podbielski" war jedoch nur eln kleines Schiff von 1200 Tonnen Kabelladefähigkeit, das zwar kürzere Kabelstrecken von einigen hundert Kilometern Länge, meist in Küstenmeeren verlegen konnte, das aber größeren Aufgaben, wie sie etwa die Verlegung eines atlantischen Kabels bot, nicht gewachsen war. Da man aber derartige größere Ziele in's Auge gefaßt hatte und ihre Verwirklichung energisch anstrebte, mußte man auch an den Bau eines größeren Kabeldampfers denken. So lief denn am 29. Dezember 1902 auf der Werft des Stettiner Vulkan der zweite deutsche Kabeldampfer vom Stapel, der Stephan," ein Schiff von 4600 Tonnen Kabelladefähigkeit, das ebenso wie der v. Podbielski" von den Norddeutschen Seekabelwerken in Bestellung gegeben war. Der Stephan' verlegte im Frühjahr 1904 das pon den Norddeutschen Seekabelwerken angefertigte zweite deutsch-atlantischeKa-bel, das von Emden über die Azoreninsel nach New Fork verläuft, hat dann im letztvergangenen Frühjahr die erste Haupttrace des deutsch - niederländischen Kabels im Großen Ozean verlegt (Menado- auf Celebes Insel Jap Insel Guam) und ist jüngst mit der Legung der wichtigen Anschlußstrecke zwischen Jap und Schanghai fertig geworden. Alte deutsche Regimenter. Die drei ältesten Regimenter der deutschen Armee sind 1. das 1. Sächsische Feldartillerie-Regiment Nr. 12. das am 26. Juni 1620 gegründet wurde; 2. das 1. Großherzoglich Hessische Jnfanterie-(Leibgarde-)Regiment Nr. 115 (11. März 1621); 3. das Preußische Grenadier-Reqiment ,König Friedrich der Große" (3. Ostpreußisches) Nr. 4 (1. Mai 1626). Das älteste deutsche Kavallerie-Re-giment ist das Preußische Leib-Küras-sier-Reqiment Großer Kurfürst" (Schlesisches) Nr. 1 (1. Juli 1674). Die bayerischen Regimenter, die ihren Ursprung in das 17. Jahrhundert zurückführen, sind das 2. und 10. Jnfanterie-Regiment (29. Juni ,1682) und das 3. Jnfanterie-Regiment (1. Februar 1698).
& 31 i ? 'W. a Gewissensbisse. Der Schatzamtssekretär, in Washington erhielt kürzlich $500 zugesandt von einem Unbekannten aus St. Louis, der damit einen früher an der Regierung verübten Betrug wett machen will. Kostspieliges Feuer. Eine Frau Charlotte M. Weightman in Chicago. Jll., hat neulich in dem Glauben, daß ihr Gatte sie ihres Geldes wegen geheirathct habe, Geld und Werthpapiere im Werthe von $15,000 in den Ofen geworfen und verbrannt. Gegen das Fußballspiel haben sich die Studenten der Hochschule, in San Jose. Kai:, und des Nebraska Central College zu Omaha. Nebr.. erklärt. Die Studentenschaft der erstgenannten Hochschule verlangt die Einführung schärferer Spielregeln, durch welche ein Ausarten des Fußballspieles in lebensgefährliche Rohheiten verhütet werden soll und will sich an keinem Fußballspiel mehr betheiligen. so lange ihrem Verlangen nicht stattgegeben wird. Mordet Bruder, um Mutter ' z u kränken. Ein 13jähriger Knabe Namens David Gillwater in Chillicothe, O.. der nach dem Tode seines jüngeren Bruders Albert, welcher durch Verbrennen auf. entsetzliche Weise um's Leben kam. in' Haft genommen wurde, hat bekannt, seinen Bruder umgebracht zu haben, um seine Mutter zu kränken. David sagte, er habe ein Stück Holz in der Küche angezündet und die Kleidung seines Bruders in Brand gesetzt. Zahnweh als Selb stm o r d m o t i v. Infolge unaussiehlicher Zahnschmerzen machte ein zwölfjähriges Mädchen Namens Josephine Brown in Brooklyn, N. I., einen Selbstmordversuch. Das Kind schloß die Thüren der elterlichen Wohnung, in der es sich zur Zeit allein befand, drehte das Gas an, nahm ein Ende des am Gasarm befestigten Gummischlauches in den Mund und legte sich auf daS Sopha. Ter penetrante Gasgeruch lockte eine andere Insassin des Hauses an, welche die Thüre erbrach und so das verzweifelte Kind von sicherem Tode rettete. Prairie-Brand. Farmländereien im Umfange von vielen Quadratmeilen sind in South Dakota durch einen Prairie-Bränd verwüstet worden und mehrere Personen haben in den Flammen den Tod erlitten. Das Feuer, welches zwei Tage lang wüthete, bedrohte eine Zeit lang die Stadt Aberdeen und die Ländereien der kürzlich eröffneten Roscbud-Jndia-ner-Reservation. Viele Farmgehöfte und- eine Anzahl Schulhäuser sind der Zerstörung anheimgefallen. Die Kinder des Farmers John Brittings, zwei Mädchen im Alter von sechs und acht Jahren, haben in den Flammen den Tod gefunden. Große Reichthümer." Ueber das Thema: Große Reichthümer" hielt jüngst Präsident Eliot von der Havard-Universität in Bridgeport. Conn., in dem Contemporary Club." dessen Mitglieder meistens fortschrittlich gesinnte Männer und Frauen sind, eine Rede, deren Inhalt ein Geheimniß für die Außenwelt ist. Jedem einzelnen Mitgliede des Klubs wurde vor dem Beginn der Rede das Versprechen abgenommen, die Sache für sich zu behalten. Man nimmt indeß an, daß die Rede sich hauptsächlich gegen einen gewissen Millionär richtete, der im Westen eine Universität begründete, sowie gegen die Art und Weise, wie andere Amerikaner ihre Reichthümer erwarben. Tribüne eingestürzt. Durch das Stampfen von 2000 Personen erschüttert, stürzte neulich in Ann Arbor, Mich., während eines Fußballspieles eine Tribüne auf dem Spielplatz zusammen. Beinahe wunderbar war es, daß bei dem Gedränge Niemand von Denen, die auf den Boden geschleudert wurden, ernstliche Verletzungen erlitt. Die Tribüne hatte keine Sitze, es war nur eine Anzahl terrassenförmiger Plattformen, die zu einer Höhe von zwölf Fuß anstiegen.. Dieser Thatsache war es wahrscheinlich auch zuzuschreiben, daß wenig ernstliche Verletzungen zu verzeichnen waren, da sicherlich viele Glieder gebrochen worden oder auch noch Schlimmeres eingetreten . wäre, wenn die 2000 Personen gesessen hätten. Kampf um ein Mädchen. Um zu entscheiden, wer das Recht haben solle, einem Fräulein Clara Brenicker den Hof zu machen, veranstalteten dieser Tage in St. Louis zwei junge Männer Namens Arthur Marlow und Frank Ham auf einem leeren Bauplatze einen regulären Fausikampf. Trotz der kühlen Witterung zogen sich die Beiden bis auf ihre Unterkleidung aus, und die Hosenträger wurden als Gürtel benutzt. Jeder bearbeitete d:n Anderen mit solchem Erfolge, daß in der dritten Runde der Unparteiische so aufgelegt wurde, daß er einen Revolver abfeuerte. Dies alarmirte die Polizei, welche die Kampfhähne vor den Polizeirichter schleppte, der. nachdem er die Ursache der Prügelei gehört hatte, die Burschen "r fast hinreichend bestrc.fi hielt und ihnen eine Minimalstrafe auferlegte.
Inland
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