Indiana Tribüne, Volume 29, Number 90, Indianapolis, Marion County, 7 December 1905 — Page 1

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'. " Erscheint eden Nachmittag. - Jahrgang 29. . Indianapolis, Ind., Donnerstag, 7. Dezember lg.") . No. 0.

Socialer Turn-Vercin.

Karl Sputh als Nachfolger von Turnlehrer Zischer erwählt. Sonstige wichtige Geschäfte erledigt.' Die Franklin- und Mrzart Feier. Dcr Sociale Turnverein hielt gestern Abend seine regelmäßige Versammlung in seinen Räumen inr Deutschen Hause fr Der 1. Sprecher Karl Wefting führte den Vorsitz. Acht Aufnahmegesuche wurden ent gegengenommen. Als Nachfolger des 1. TurnwartS Herrn ChaS. Mode, der refignirte, wurde Turner Max Emmerich erwählt. Das Komite für die Franklin und Mozart Feier berichtet, daß große Vor bereltungen für die Gelegenheit getrof fen wurden. Zwei Redner find gewonnen worden, von denen einer in englischer Sprache Benjamin Franklin, ver andere in deutscher Sprache unsern Komponisten Mozart feiern werden. Als Nachfolger des langjährigen Turnlehrers des Socialen Turn verein?, Herrn Hugo Fischer, ist Turnlehrer Karl Sputh, seit zwei Jahren Lehrer im Leadville Turnver ein und den öffentlichen Schulen von Leadville, als Lehrer im Socialen Turnverein angestellt worden. Der selbe wird seine Stelle am 1. Februar antreten. All erlei Turnerisches. Karl Ziegler. der Vorsteher des Turnens in den öffentlichen Schulen Cincinnati's wird am Freitag hier ankommen, um unter Leitung Turn lehrer Stecher'S das Turnen ln den hiesigen Schulen zu inspiciren. Am Mittwoch, den II.Januar, wird eine CxtraVersammlung abgehalten, in der die Frage der bürgerlichen Gleich stellung der beiden Geschlechter debattirt und zur Abstimmung gelangen wird. Der Ausschuß für geistige Beftrebun gen wird dafür Sorge tragen, daß gute Redner die Frage eingehmd be sprechen und zu beiden Seiten be leuchten. Der technische Ausschuß berichtete, daß die neu gegründete Altenklasse stramm turnt und jede Woche an Mitgliedern zunimmt. Das Programm des Socialen Turn Vereins für die Saison : 1905-190. Sonntag, 17. Dezember, Abends 8 Uhr Skat'Tournier im Turnsaale. Montag, 25. Dezember, Nachm. 3 Uhr Weihnachtsfeier der SonntagZschule und Turnschule. Sonntag, 31. Dezember Sylvesterfeier ; Reiner's Tyrolertruppe. Freitag, 12. Januar Gedenkfeier Mozart und Franklin. Montag, 22. Januar Maskenball. Mittwoch, 31. Januar Empfangsabend' für den neuen Turnlehrer. Donnerstag, 22. Februar Washington-Feier Montag, 19. Marz-Kchelabend. Sonntag, 26. März Skat.Tournier. Sonntag, . April Osterfeier. s Freitag, 27. April Schauturnen. Sonntag, 6. Mai Ausflug der Sonntags und Turnfchule. Außerdem stehen während der Mo nate Januar, Februar und März Vor trüge von Prof. Rob. Nix, Rud. Schwarz und Ludwig Fulda in Aus ficht. Fängt früh au. -, John De Voe. 19 Jahre alt, 23 S. Dearborn Straße wohnhaft, wurde wegen StehlenS eines Fahrrades ver hastet. De Voe ist Botenjunge der Weftcrn Union Telegraph Co., und benutzte daS gestohlene Rad auf seinen Touren. Er brachte gestern eine 39 stellung in den Laden von L. S. AyreS & Co. und stellte sein Rad an den Seitenweg. JameS W. Lamkin. 654 Marion Str. wohnhaft, der eigent. liche Besitzer, passierte zufällig den La den und erblickte sein vermißtes Rad m Wege. Er unterrichtete sofort den Polizisten Hillmann, welcher den Bur schen festnahm, und ihn von seiner Ar beit hinter Schloß und Riegel brachte.

NnterhaltnngS-Abend

Im Unabhängigen Turnverein.' Gestern Abend fand in der vollbesetz ten Halle des Unabhängigen Turnver eins die angesagte Unterhaltung statt, wobei den Besuchern die Gelegenheit gegeben wurde, prächtige Uebungen zu bewundern, die in geradezu mufter hafter Weise ausgeführt wurden. ES war ein wirklicher Genuß den blühen den Turnerinnen in ihren graziösen Bewegungen zuzuschauen. Ein stramm militärischer Aufmarsch, der nicht hätte besser ausgeführt werden können, brachte die Turnerinnen in die richtige Stellung für das trefflich aufgestellte Programm. Zuerst zeigten die Turnerinnen Tanz schritte, die in vollendeter Weise auSge führt wurden, woranf sich Freiübun gen und Stangenklettern anschlössen, die gleichfalls recht graziös waren. Sodann trat .die 2. Section zu Hantelübungen an. ES war inter essant, den im Tacte der Musik auSge führten Uebungen zuzuschauen. Ein malerisches Bild wurde den Zu schauern beim Keulenschwingen der 1. Section geboten. Die Evolutionen wurden graziöZ'turnerisch nach den Klängen der Musik ausgeführt. ' Den Schluß des genußreichen Abends bildeten Gerätheturnen, Spiele und Fechten. Die Damen zeigten auch hier bei recht elegantes und dabei schneidiges Auftreten. Ein gemüthlicher Tanz schloß sich der Unterhaltung an. Unser Postderkehr Zeigt erkleckliche Mehreinnahme. Die Einnahmen der Postofsice in Indianapolis stellten sich für den Monat November 1905 auf $73,877,54 gegen $64,993,67 im selben Monate des vorigen Jahres, eine Mehreinnahme von $8,883,87 oder 13 610 Prozent. Die Postbehörden' find über die Mehreinnahme erfreut und deutet die selbe daraufhin, daß die GeschüftSver hältnisse sich in Indianapolis rasch ge bessert haben. Von Monat zu Monat sind die Einnahmen besser geworden und mit Recht neigt man sich der An nähme zu, daß daS am 31. März zu Ende gehende FiScaljahr über $900,000 Einnahmen verzeichnen wird. Nachdem das neue Poftgebäude ein Jahr seiner Bestimmung gedient hat, werden sich die Einnahmen auf eine Million Dollar stellen. Die Gehälter, welche der Postmeister, die ClerkS und Briefträger beziehen, betragen 40 Proc. der totalen Einnahmen. Indianapolis besitzt eine der Post anstalten des Lands?, welche die größten Zahlungen anweift. Nicht weniger als 2000 Landbrieftrüger und 400 Post clerkS erhalten von hier aus ihre Checks zugestellt. Die Landbriefträger empfangen von hier aus jährlich ungefähr $1,125,000; die PostclerkS S500,000. Im ganzen werden hier volle $2,000,000 ausbezahlt, die aber in keiner Beziehung zur Office stehen. In unserer Stadt weilt zur Zeit ein Gast von Washington, S. B Amen. RechnungSsührer im RevenueDepart ment, der sich bei Beginn dieser Woche in Lawrenceburg aufgehalten hatte Amen erklärte, daß soweit in diesem Monat die Einnahmen in den Offices in Jndiana größer als ihm Vorjahre waren. Einbrüche. Legte Nacht wurde der Cigarren laden von W. ttiemeyer in der Pem. broke Arcade von Dieben besucht. Da sie aber kein.' Geld finden konnten so zogen sie ohne Beute wieder ab. Hier auf besuchten sie daS Erdgeschoß und mit den nöthigen Werkzeugen auSge rüstet, gelangten sie in die Arcade Kneipe, wo sie $30 Baargeld und zwei goldene Uhren erbeuteten. Die Apotheke von B. M. Keene, 749 Virginia Ave., . wurde ebenfalls von Dieben besucht, die dort jdaS Geld regifter.um $15 erleichterten und eine Anzahl Cigarren raubten.

Die Rhoadcs - Untersuchung . Nimmt ihren schleppenden ßort gang.

Wie im Institut die Mädchen artn' belt wurden versucht der Gouver neur die Presse zu knebeln. Seit langer Zeit hat kein Fall so sehr die Gemüther bewegt, so viel Staub aufgewirbelt, solch' großes In teresse erweckt wie der Fall der Supe rintendentin Rhoades. Täglich werden die Zeugenaussagen sensationeller, tüg lich wird eS klarer, daß der Gouverneur am liebsten den Fall von der TageSord nung streichen möchte und da ihm dies nicht gelinzt, sucht er daS vorliegendeBe weiSmaterial zu vernichten, sucht er so gar die Presse zu knebeln, fie zu beein flussen, keine ihm unbequeme Berichte in die Welt hinauszuschicken. Aber die Presse läßt sich nicht knebeln. Wohl kann der Gouveerneur, wenn er verheirathet ist,' seiner Frau Vorschris ten machen, wie fie die Suppe kochen soll, aber Zeitungen zu sagen, was fie thun und lassen sollen, dazu gehören noch ganz andere Männer wie der Herr Gouverneur Hanly von Jndiana. Wenn der Gouverneur dagegen in ehrlicher und aufrichtiger Weise die Un tersuchung führen will, wird er die Un terftützung aller der Bürger finden, die der Wahrheit auf den Grund gehen möchten. Die meisten Zeugen find vernom men, nur wenige müssen verhört wer den. NeueS ergab die gestrige Zeugender nehmung wenig, außer daß Fräulein Rhoades eine Mitschuldige hatte. Frau Kerr, eine Beamtin der Anstalt. Frl. RhoadeS fesselte die Mädchen, schlug sie zu Boden sperrte fie ein, Frau Kerr dagegen übernahm ohne irgend einen Grund zu haben, scheinbar aus Plaifir, die körperliche Züchtigung ihrer Schutz befohlenen. Die 16jährige Ora Lacy wurde zu erst als Zeugin vernommen. Ihre Aussagen schlössen sich denen der ande. ren Zeuginen an. Sie erklärte, daß Frau Kerr sie ohne Grund geschlagen habe, während Frl'. RhoadeS ihr Hand schellen anlegte und fie einsperrte, weil sie Strafe verdiente. Frau Kerr da gegen habe ihr gegenüber die ihr ander traute Gewalt mißbraucht. May BowerS, eine andere Zeugin, behauptet wie ihre Kolleginnen von Frl, RhoadeS in'S Gesicht geschlagen, gefesselt worden zu sein und die jetzt 20 jähr. Daisy Hoyton, welche früher 4 Jahre im Institut weilte, gab zu in ähnlicher Weise behandelt worden zu sein. Beide erklären aber mit Grund bestraft worden zu sein, während Fra Kerr sie ohne irgend eine Veranlassung zu habev, körperlich züchtigte. Die zu letzt genannten Zöglinge, sowie die 16 jähr. Marie Mobley und die 20.jühr. Floren Smith wollen von der Frau Kerr mit dem Kopfe gegen die Wand gestoßen und von Frl. RhoadeS die Treppen hinuntergeworfen worden sein. Frau Kerr ist eine der Be BelaftungSzeugin gegen Frl. RhoadeS. Eine frühere Beamtin der Anstalt. Fräulein Keyser von Oftian, Ind., war die Nächste, welche vernommen wurde. Sie hatte gesehen.'wie die Su perintendentin Mädchen an den Haaren zog und ihre ttöpse gegen die Wand und auf den Fußboden stieß. Die Namen der Mädchen sind Mable Cllis, N Sarah Jce und Mary Smiths Sie hätten auch Faustschläge in'S Gesicht erhalten. , ' Mit welchen seltsamen ErziehungS Methoden Fräulein RhoadeS sonst noch arbeitete, ergab die Aussage von Frau Charles E. Cosfin, die früher der Ver waltungSbehörde der Anstalt ange hörke. Frau Coffin behauptet, daß verschiedene Zöglinge chloroformlrt wurden, um fie am Schreien zu ver hindern. Die Vernehmung weiterer Zeugin ven brachte nichts Neues zu Tage, sie bestätigten nur, daß Fräulein RhoadeS

die Müdchm in der geschilderten Weise

mißhandelte. Die Nahrung, welche den Beamten und Zöglingen verabreicht wurde, ließ in Qantitüt und Qualität viel zu wünschen übrig. Ost mußten die Mädchen hungrig zu Bette gehen. So bald sich aber die Aufmerksamkeit des Publikums auf die Vorgänge in der Anstalt lenkte, trat eine Besserung in dieser Hinsicht ein. Haushaltung lernten die Mädchen überhaupt nicht. Als einige, die An ftalt verließen, konnten fie nicht die einfachsten Gerichte kochen. ' Die Berichte, welche in den Zeitungen über den Fall veröffentlicht wurden. waren nicht nach dem Geschmack des Gouverneurs und er ließ seinen Un muth an Jack Smith, dem Zeichner des Sentinel" und an W. B. Foley, dem Lokalredakteur desselben Blattes ars, denen er androhte, sie gewaltsam aus dem Sitzungssaal zu entfernen. falls nochmals gefärbte, d. h. dem Gouverneur nicht passende Berichte ver öffentlicht würden. Die Antwort, welche Foley dem Gouverneur gab. war ebenso würdig als gemessen. Foley erklärte, die Geschichten so wieder zu geben, wie er fie gesehen habe, ohne sich um die Ideen des Gouverneurs küm mern zu können. Der Gouverneur war über die Publicirung so erregt. daß er beim Geipräch mit dem Vertre ter der Presse erbleichte und kaum die Papiere, die er in seiner zitternden Hand hatte, halten konnte. Stmßcnröuber plündern Bürgern die Taschen. Entkommen ohne jede Ueberstürzung. John W. McCollum und Wm. Beattie. 619 bezw. 516 Division Str. wohnend, wurden als sie ftch gestern Abend 10 Uhr auf dem Heimwege be fanden, von Straßenräubern über fallen und ihrer Werthsachen beraubt. Beattie hatte nahezu sein Heim er reicht, als plötzlich aus der Dunkelheit zwei Strauchdiebe auf ihn und seinen Begleiter zusprangen. ES brauchte keiner Worte. CollumS sowohl als BeattiS verstanden die stumme Sprache der ihnen drohend vorgehaltenen Revolver sofort, ohne daß die Angreifer ein Wort zu sagen brauchten. An Widerstand war nicht zu denken. denn die Ueberfallenen waren so Über rascht, daß sie von den Schießeisen ge deckt waren, ehe sie eine Bewegung machen konnten. UeberdieS gesellte sich den beiden Raubgesellen noch ein dritter hinzu, der mit fachmännischer Gewandtheit die Taschen der Beiden' gründlich durch suchte. Zwei werthvolle goldene Uhren nebst Ketten, sowie $5 in Baar fielen den Kerlen in die Hände. Dieselben empfahlen sich sodann mit einer Nonchalance, die bewies, daß sie als zur Gilde der Straßenräuber ange hörig, die Polizei nicht derart zu fürch ten brauchten, wie ein anständiger steuerzahlender Wirth. Middletown, 6. Dez. DaS Welsh Hotel servlrte am DanksagungS tag für seine Gäste und anderen Per sönlichkeiten einen ausgesuchten Mit tagStisch. Ein paar Stunden nach dem Essen wurden plötzlich die sämmtlichen Theilnehmer krank und zvar so ge führlich, daß man das Schlimmste be fürchte. Die Gefahr .wurde jedoch bis Mitternacht beseitigt. Die Doktoren konstatierten, daß eine giftige Substanz sich in dem Essen befunden habe, welche diese Krankheiten verursacht hätten. Die Doktoren führen die Vergiftung auf schlechte Austern oder auf die Un reinlichkeit der Blechkanne, in welchen sich die Austern befanden zurück. E l l a W a l ch, eine Mietherin von Elisabeth Reed, 713 Süd Capital Ave. wohnhaft, entwendete von letzterer ein Tischtuch, Wasserkrug und Bettzeug. Sie wurde dieserhasb verhaftet.

Aus den Gerichten. Kriminalgericht.

Die Verhandlungen gegen den Polizisten Christ. Im Kriminalgericht wurde gestern mit dem Prozeß gegen Henry Christ begonnen, welcher beschuldigt ist, den -Elektriker Edward Cry ermordet zu haben und war drö Gerichtszimmer von Zuschauern überfüllt. Nachdem die Geschworenen erwählt wären, folgte StaatSanwalt Benedict mit der Eröffnungsrede für die An klage, in derer namentlich hervorhob, daß der Umstand, daß Christ der Polizist war, der Cary zu verhaften suchte nichts mit der Thatsache ge mein habe und daß deshalb die That von den Geschworenen gerade so bitrachtet werden sollte, als wäre sie von irgend einem Bürger begangen worden. Der StaatSanwalt hielt dann eine leidenschaftslose Ansprache an die Geschworenen. Hierauf wurde Robert F. Cory, der Vater von Edward Cory, auf den Zeugenftand gerufen. Er sagte, daß Cd ward sein jüngster Sohn sei. Er hätte ihn an dem Tage gesehen, an dem die Schießerei stattfand und dann nicht wieder, bis er im Hospital am morgen des 14. Juli verschieden sei. Nach ihm vernahm man Charles T. Stake als Zeuge. Als Cory vor dem Maryland Hotel erschossen wurde, war Stake einer der Zuschauer. Seinen Angaben gemäß seien drei Männer nach dem Hotel gekommen. Einer dieser Männer sprach mit Sergeant Scheigert. Zeuge will dann gesehen haben, wie Cory den Christ gegen ein eisernes Gitter drängte, welches sich vor dem Hotel befand. Christ hätte dann zwei mal geschossen. Stake wurde hierauf von Christ'S Vertheidiger einem schar fen KreuzvsrhSr unterzogen. . Die Geschworenen, die Fall zu ent scheiden haben, find: I. N. Hume, I. W. Jrwiu, I. B. Taylor, Elischa Wise, N. A. Dickere, Canoalia Shaw, William Reasoner, Newton Witson. S. B. Vanpelt, I. I. Swarm, Ambrose Holiday und Perry Harbin. Die meisten der Ge schmorenen sind Farmer. Suveriorgericht. Zimmer No. 2. Achtb. JameS M. LeatherS, Richter. Henry Maag gegen George Keßler u. A. Contractklage. Im Verhör. Z i m m e r N o. 3. Achtb. Win son Carter, Richter. Elizabeth Moore gegen JameSMoore. Scheidung. Theilweise' verhört. Marie E. Wiley gegen die Stadt Indianapolis. Entschädigungsklage. Urtheil zu Gunsten der Klägerin auf 650. Kreisgericht. Achtb. Henry Clay Allen. Richter. Martha I. Drishel gegen Andrew E. Drishel. Scheidungsklage. Der Klägerin bewilligt. Urtheil gegen Be klagten auf Kosten. Cornelia Summers gegen Bertha Summers. Wegen Abwesenheit der Klägerin fallen gelassen. LewiS Baum gegen F. B. King Scheidungsklage. Auf Kosten der Klä gerin fallen gelassen. LewiS Baum gegen Clvde Woods u. A. Hypothekenklage. Urtheil gegen Beklagten auf Zahlung von $50 und Abschluß der Psand.Hypothek. Junge Burschen brachen in den Billardsaal von Herbert Green, 35 West Pearl Str., ein und entwendeten einige Kisten Cigarren und $2 in baa rem Geld. 9 Die Kerle entkamen. VanceArmftrong, ein Schü ler der Plainfielder Reformschule. 21 Jahre alt, wurde gestern , Äbmd hier wieder eingefangen. Armstrong stammt aus Frankfort, Ind., und war wegen StehlenS zur Reformschule-ge schickt. Er hatte sich mit zwei seiner früheren Kameraden aus Frankfort in Verbindung gesetzt, die ihm $10 zu seiner Flucht verschafften, wie er sagt.

Nachrichten aus Jndiana.

Von einem Stier angegriffen. ConnerSville, 7. Dezbr. Peter Miller, ein Farmer in Jackson Township, wurde gestern Nachmittag in seinem Stalle von einem Stier an gegriffen und gefährlich verletzt. Er blieb längere Zeit bewußtlos liegen und scheint innerliche Verletzungen er litten zu haben. Druckerei und C o l o n i e. A n d e r s o n, 7. Dezember. DaS GoSpel Publishing HauS mit seiner auS 300 Personen bestehenden Colonie in MoundSville, W. Va.. wird nach Anderson ziehen. Unterhandlungen hierüber waren bereits seit 3 Wochen im Gange und wie eS heißt, ist die Angelegenheit heute erledigt worden. Das Publishing HauS wird ein drei stöckiges Gebäude im Geschäftsdiftrikt benützen,'während die Colonie im öft lichen Theile der Stadt angelegt wird, wo auch ein großes Auditorium mit einer Kapazität für 10,000 Personen errichtet werden soll. . Vom Zuge getödtet. F r a n k f o r t, 7. Dez. John A. Stevens, ein Bremser der Clover Leaf Bahn", der letzten Mittwoch in der Nähe von VeederSdurg vom Zuge ge stürzt war, ist letzte Nacht im Palmer Hospital gestorben. Er hinterläßt eine Wittwe in Brookfield, Mo. Verlängerung der Koko m o L l n i e. K o l o m o, 7. Dez. Wie verlautet. soll die Kokomo, Marion & Western Tractjon Linie nächstes Frühjahr bis Burlington, 15 Meilen weiter westlich, verlängert werden. Burllngtoner Bür ger find Willens, zum Bau der Ver längerung $40,000 beizusteuern. Jnspicirt. I e f f e r s o n v i l l e, 7. Dez. Die Kommission für ,daS Heim für Epileptiker besuchte gestern Charlestown und inspicirte 2 Plätze für daS fragliche Projekt. Ein Platz grenzt an den Bahnhof und besteht aus 500 Acker Land. Der zweite war die Farm des früheren Kreisrichters H. D. Gibson, an die noch mehrere hundert Acker Land grenzen. Neue Glaspreßmaschine. M u n c i e, 7. Dez. Ball BroS., Fabrikanten der Einmachgläser, die mehrere Maschinen Patente besitzen. wodurch eS ihnen möglich wird, den Weltmarkt zu kontrolliren, haben 11 neue Glaspreßmaschinen, die erst kürz lich patentirt wurden, im Gange, wo durch eS möglich wird, die Zahl der Arbeiter nach und nach um die Hälfte zu reduziren. Die beste 5 Cent Cigarre in der Stadt, Mucho'S .Longfellow". F ore st Tiller. 31 Jahre oX, 833 West Washington Str. wohnhast, und Frank Bloemer, !22 Jahre alt, 12 Nord Belmont Str. wohnhaft, hatten eine Rauferei auf der Straße. Beide wurden hinter Schloß und Riegel ge bracht, wo sie ihre erhitzten Köpfe ab kühlen können. - -. .. , t Als eine Folge der ewig wiederkehrenden Beschwerden von Getreideversendern in Carro, Evansvilleund St.' Louis, daß Louisville und Cincinnati ihnen gegenüber mit Bezug auf Getreide.- Frachtraten im Bortheil seien, und zwar in ungebührlichem Vortheile, ist dieser Tage für Getreide, das aus Illinois über Louisville nach dem Südwesten gesandt wird, eine Ratenerh'öhung von zwei Cents per hundert Pfund vörgenommen und man hofft, 'daß damit das gestörte Ratengleichgewicht wieder hergestellt sein wird. Diese Raten-Con-troverse beschäftigte nach einander die westlichen Bahnen und die Zwischenstaatshandels - Convention. Die letztere rieth zum Abschluß eines Compromisseö und es.fanden wiederholte ConGrenzen mit gewissen Vertretern bon Bahnen und Btreideversendern statt, die in der nunmehr vorgenommenen Ratenerh'öhung resultirten.

Naucht die B0NANZA.