Indiana Tribüne, Volume 29, Number 89, Indianapolis, Marion County, 6 December 1905 — Page 5
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fMsuwixniim
Die Photographic. poocUcttr van (Emma Merk?. ? n ä 1 T S.' die nur wenig Freude am Leben hatte, seit sie ihren Mann und ihren alteren Sohn verloren. Wie oft hatten sie des Abends stundenlang ganz stumm bei einander gesessen, sie mit ihrem Strick, 1 9 ' ftnimhf er mit Wn MTiiTmr nTW es brannte doch immer die Lampe im Zimmer, wenn er heimkam, es knisterte im Winter das Feuer im Ofen, der i" s'( " Allem-es grüßten ihn freundliche Augen, und er wußte, dZß eine treue Seele cn-i. " ilcy war sauber qeoeat. und vor ; V. Mf.. v; ftt., V.. .t. VW Oflt - nniylil nayin, was iym lagsuoer Frohes und Aergerliches geschehel, sein
Gustav Ebert fühlte sich recht ein- VeK t ae um' Familientypus vor 'hr ersten sam seit seine' mit flMto todt i-ar S , . ' Recht wühl war ihm dabei a nicht iu n, cu leine guie Dtmizz rooi war. einen Ulk zu machen. Den vertrauen- wuihe aber tr fiifrrie den Man Sie war ja eine stille Frau gewesen, weckendsten mit der klarsten Sand- 13??:."
uwujii:. Nun trat er,' müde vondielstündiqer . Bureauarbeit-r war Beamter bei den ?mr, m.itenn.; r.;,
...... li. die feine Bedienung übernommen hatte, sich entschloß, ibre umfangreiche Gestalt heranzuschieven und mit umständlichem Geschwätz seine Aufträge entgegenzunehmen Im Gasthaus behagte es ihm auch nicht. Er war kein Raucher, kein besonderer Trinker; auch die Unterhaltung war nicht immer nach seinem Ge schmack. Man erzählte Anekdoten, mnr, hnTn W tnn srt iinS -rKihi sich. Semem friedfertiqpn Wesen schien das keine Erholunq nach einem Arbeitstag. Er war eben für ein här.Zlick)cs Leben geschaffen. Ein summen, der Theekessel unter der Hängelampe, ein friedliSes. behaaliches Zimmer mit rfnem nltm'diskken 'kr?it?n (Zobha Kor dem Tisch, und eine freundliche iunae Frau mit auten. lieben Auaen und j . 9 P I einer sanften, leisen Stimme das war für ihn das Glück, nach dem er sich fehnte. Ja, er fühlte, daß er ein guter Ehemann werden und mit seinem unverKttt? Werten f nun tnetbltrten lem 9 . . . I fen eine solche Fülle von Liebe schenken könne, dan sie mit der Zeit vielleicht 9 ... . . ' - ganz vergessen würde, wie wenig hübsch ,r nnr 9sf.r mp fnrn er d?77 ersten Sckritt. die sckwierioe erste Annaberunq wagen mit dem Gesicht. daS ihm die Natur verliehen hatte. Solch' ein nüchternes fahles Gesicht mit einer unsckLnen Nase und umaeben von Saaren, die sied so glatt anlegten und so dünn aussahen, obwohl er noch keine Glatze hatte, wie so viele seiner Alters- ' 9 , ? . , aenossen! Und wo lernte man denn junge Madchen kennen? In einem Ballsaal! Da mußte er eme armselige Rolle spielen er nicht, und in den Familien wurde :i den wemg gastfreundlichen Bitten ! ver iaor ntaji leiar einge- . , 1 s 1 tf t 1 " 1 sUyrr. I r"f ..L I Aber wenn er an den lanaen Ävenden so allein saß. dann dachte er zu:t. ..z ,;rr Snrfi VnrfT V,t tfir I
lUClitil, 9 4iVUl. VVU. tvvty vvn iyv,iitv i t w - " y ' VVU tllltlil JJlUVUtll. UU9 Vlt Ui UiV dort ein braves Mädchen wohnen, daö ein so süßer, weicher Mund. Die war gutesHerz hat! Und wie sie geweint l)at. ebenso einsam sei 'wie er. das sich nach ja kaum zwanzig! als man den Serrn 5lnsvektor aus'ider
Anschluß sehne und froh fein werde. Er warf einen traurigen Blick in den Droschke heraufgetragen hat! Todtenwenn ein Anderer ihr die Sorge um die Spiegel. Wie sollte er bestehen vor blaß ist sie gewesen, bis der Doktor wieExistenz abnä-?. diesem blühenden Gesicht? der fort war."
Und in ei .ldseligen ezemver- ward iym ganz scvn?er, ganz Dieses nacht um l: ihnachtszeit, als der melancholisch zu Muthe. Unverwandt gänzlich Sturm so laut um die Fenster beulte, mußte er die holden Züge betrachten; izn Ä
daß er nicht schlafen konnte, da trieb diese Erwägung ihn zu einem kühnen rr- ir CT1 YY1 . S3 vjrnicniuTj. iuuuic cuuuui uu Schicksal herausfordern; er wollte ernmal einen ?Zuf ergehen lassen an jenUnbekannten, unter denen sich vielleicht für ibn die rechte finden könnte. Er setzte folgende Anzeige auf: Ein Her? in den Dreißigern, Beamter, der wemg ., - i tn "Xi. v.. zerleyr mii Hainen yai, muujic einen BriefwpAel die Bekanntschaft eines jungen Madchens machen, itt könnte seiner Lebensgefährtin zwar kein glänzendes, aber ein sorgloses Dav..." . ? rii
i sein bieten. Pyotograpyie erwuns:. l-.. f. i n. m.-k;,s!t iTf sfnpr -
.'XtcnflllC )tlUlUlStit4VfcH uv.vnständlich. - Er hatte lange überlegt, ob er tir. iunaes Mädchen" schreiben sollte. Aber . . t r er fürchtete, dan oyne meien ausorualich betonten Wunsch am noe ganz alte Jungfern und Wittwen ihr liebebedürftiges Herz vor ihm ausschütten "w .niti ftr tr meist auf ein Damenpublikum berechnet waren. Hier wehte viel eher die Stimmung. die er brauchte über seine Worte hin. Aber er mußte da allerdings eine geraume Weile auf Antwort i. wultt. . . . . fest versperrt hatte, und öffnete in einer gewissen Aufregung die Umschlage, rr n M v!k ,s,,i t nrn nrtr tnrnt. HJZi CI1C v,tl -7
rouroen, unu uuuwi yuu ücjutj xiuu; . iun -wivafcuiyifc , oa wvue iym einmai ein lunoll)en wenig. An eine Tageszeitung wollte verstorbenen Bruders. Paul hatte mit vorlesen, das wäre dock eine Abwechser seinen Ausruf nicht geben. Zwischen ifm eine unverkennbare Familienähn- sung. ' - Dienst- und Vermiethungsanzeigen. lichkeit. und doch war er ein hübscher Dieses Anerbieten machte Gustav
Lotalnacyriaz:en uno cuamu junca ceniaz gewesen, d mu seinen s"iu;t ktwas verlegen, die gute Dame beeilte ihm seine Frage an das Schicksal ent- Augen und fernem lebhaften Ausdruck aUx xa hinzuzufügen: ..Ich würdigt. Er ließ die Anzeige m ein: alle Herzen gewonnen. Wenn er das mme natürlich mit herüber und setze vielgelesene Familienzeitschrift en:- Bild des damals dreißigzahrigen Paul, ich ganz still in ein Winkelchen, denn rücken, deren Romane und Novellen zu- der von der Natur so viel besser be- f,, mi, swn .:.;
cmienna? cxmraSc kiuuic. uw yattt. Er sah darin mehr als einen hie er iinfTbrorafn der l rt mptlpr vierrt?. r.t bffam Dorlcr-t r..r . . .. r.
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niiatwuv., v.. ( V i X. v ,t , , w r- uiößcn Jllsllll. ieueillzl yalle s:e wahrte, um sie an einem stillen Sonn- dem Sommer keinen Urlaub und seine öligst Erkundigungen über ihn einaetagnachmittag in der richtigen Muße hübsche Unbekannte: ! wußte nur den zogen, sie konnte ja Bekannte inMünzu studiren. Ganz feierlich setzte er sich Namen Mane. den l sie ihm angegeben a häben.- Ueber seinen Ruf war an das Fenster, nachdem er die Thur wohnte in einem kleinen Stadtchen rn filZch nZ.ts (,stmm.2 . J.ts
Nein, das toat nichts für ihn. Fn'? Feuer damit. Der zweite roch nach
Moschus ihm vldnwarttg.. innern onncn rnii:Kian ter. ucnuuci uu. Ein vierter war zu nüchtern, Betreffende ama sm.nuraerade auf qi Ziel los und erkundigte sich nach den WerfHTfmi?rt nnifi ttr iäfirhcneit (sin:
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r . V&llC. Villl IUUIIU UUilU U IV V, UM erweckendüen mit der klarsten and schrift hatte er sich bis zuletzt aufgehoben. Er lautete: Ich habe lange überlegt, ob ich wir!lich dem Einfall nachgeben soll der mich ite anwandelte an Ihre CW zu CV 1T r f V v - Iffi? K liuc. ic uiyc lyui ui u, ,mu den. aus Langeweile. Seitdem meine Vi iicui luvt im, icvc iu.; unu Tante in einer kleinen Stadl. Sie liebt ihren OTopB mehr als mich. In &L.p ... s?rTTT nht sink irfi frei einer iTSi- .(Fiftiia fnmmon mir It, 'Tiompn ""l" u v i Zh Dienswädchen klagen: nst , se e 1 im turtln pnimn. hiih? i'jnnii. i """" 0 in dieser Umgebung ganz zu verdumrnen. Wir haben früher ja auch nicht trflrnf?M. aher rnptnc Mutter in .' ?. ' Mann, der sich gerne über ernste Fra-
gen mit un', unterhielt, so daß ich f'a s r ,
Gefühl hatte, ich lebte auch mit in dem mächtigen Strome der Zeit. Nun bin ich gänzlich herausgeworfen. Ich wäre so dankbar für einen anregenden Verkehr. Wenn Sie daher Lust hätten, mit einem einsamen Menschenkind über allerlei Interessantes zu plaudern. wenn Sie damit zufrieden sind, daß ich ClTlt KödJNkm. Äl ??rslslCIl UNd Bötrachtungen an Sie Hinrede, die' ich hier in mich verschließen muß. so schreiben Sie mir. Einen konventionellen Liebcsbrief freilich werde ich an einen Unbekannten nicht zu Stande bringen." Das gefiel ihm. das war natürlich, aufrickiia. Er antwortete soaleick und bekam auch kurz darauf engbeschriebene vier Seiten, die er mit lebhaftem. In1 i l - I lerene wieoer uno immer wieoer las. Gute Laune und kluaer Sinn ohn: blausirümpfelnde Geschraubtheit sprach aus dem anmuthigen Geplauder. dem man wohl anmerkte, daß die Schreiw ' u ... f ?t ' crr"v I oerin lira aus lyrei, cnaen vier uanucii, aus ihrer Kleinstadtgefangenschaft heraus sehnte und froh war. ein paar 1 l r v i lunoen ianq in eifriger unleryanung ibr ödes Dasein bei der Tante mit dem Mops zu vergessen. Es ward ihm bald zur besten Freude seines stillen Lebens, die frischen zierlichen Züge der Mädchenhand zu erblicken, und wenn er sich einen neuen . . . . . '.' .. .1 Mes aus ver Pojt geyolt yatte, vraeyle er den ganzen Tag in einer Feststimmung zu. Um den Genuß recht oft zu m m m haben, schnev er immer .sleiMer. o daß allmälig in jeder Woche ein Gruß bin und ber floa. Einmal süblte er schon von außen. daß in dem Umschlag die erbetene Phodoch sehr enttäuscht gewesen. Naea ewigem Zogern schnitt er den Umschlag aus. ann siie er einen ajtci uuv. r n i. ; ' f. j, 4.3 NU(ti v.irn ft?. t;uiv "(jicuic, ;uw Hjtu.5uiia. hatte er Nut;: erwarten tonnen: em hübscher, junger, allzu junger Mädrfmfnh?! Crt Trrrfipnb firTlfrt? 9sllfi?n er konnte das Bild gar nicht weglegen, so lieb schien es ihm. Aber er sagte s!X WaC -i M, 4!rM W.t f riif jiu; u'u uwk tuiuii u ,tudi, daß nun alles zu Ende fei. und er auf diese anregende. Freude, die ihm der Briefwechsel geworden, verzichten ler nen müssen. Sie schrieb ihm ja, daß sie nun wohl auch um sein: Photographie bitten c " r . e . xi . v:.r. rc ouise; uno wenn vuuu warf sie wohl seine Briefe in's Feuer und schrieb Nicht mehr. - Es hatten sich doch schon ein piar zarte, leise Liebesfäden hin und her gel r '. spönnen; oie muien zerreiszen, jagI v,?, honr ft Ynnr fr ittnrt UUyj( yj.uuurn, vvi iw wu j3 sie konnte soroern. oaö oer 'cann, oem sie Beachtung schenkte, ihren Augen wohlgefiel, r aber! acyen wurve i rfs wcyen: lr konnte vor .raurigleil Niazi schlafen. Und in der Nacht gerieth er au? einen verzweifelten Ausweg. Er X. . T C k m! T'inln'rtii rrrt3 dacht gewesen war, als er. statt des snnen einschickte! Erwar sich za klar darüber, daö nes Tages die Wahr heit an den Tag kommen, und die erst Begegnung seine Tauschung verrathen, ;ft tTYtrf tn Thesis fcHfr (firrthf fcr' v."fc tl avA' T r rt der Pfalz und war also durch viele, viele Meilen von ihm getrennt, ie
'xhtn wohl nicht so bald' zusammen kommen.
Jedenfalls aber ging der Briefwechsel tüitXf föenn in Bild Gnade vor rcn 5rug.n nd. Und wer weife: urri, rt. durck den briefchm Verkehr so schätzen und lieben, k.c :r. .T2 weniger gelungene Ausgabe des 6bert - dennoch aus. Es war förmlich, als sollte ihn so fort eine Strafe für seine Falschheit ereilen denn als er. etwas aufgeregt und zerstreut, aus dem Postgebäudc trat, in dem er leinen Brief mit der hMoWapH. hatte einschreibm lassen. tw ViUV Vklli f - , , ' . . je .1. fri::. .s.t 7,," ' " U v ""r "T. , .. rw i r r-- V..- "r,.C 4; glücklich daß er sich den : JMS brach .,"5 batte er ueder ertragen als rne tinVUilfc - vuav.. T .-riMn 1r)ftr m,. füMt er nz,eru .H M war - N"" fuh,.. r "v" vr . aesellenlebens. Wenn er auüi einen ssss.ss .r n fätTS Wr hn Shrt Wta xim be wenn er auch roeil aus ;en mußte, ls dem Bu7 1ks lhmesonders jag s"nen Wtabholn konnte. Aber verzichten wollte er um kemm Preis. So gab er denn dem Wärter, wenn auch mit mnerkchm Widerstrebeil .den Auftrag und t lhm die Buchstaben und Nummer der v?eNe Mll. Das sollte nicht wieder vorkommen, Er hatte nun so viel Vertrauen zu seinn : haschen Un Wannten oonnen, daß er nicht langer Zögerte, ihr fernen Namen zu schreiben und sich ihren nachsten Brief in seine Wohnung zu erbitten. Aber der Wärter mußte geschwatzt yad?n, oder die Hausmeisterm yane c y p ? r . r i t... il?n iriiyer in wnui uutt iuinspionirt. jedenfalls setzte sie sich nun öfters breispurig vor sein Lager und gab ihm mütterliche Rathschläge; er solle sich doch' verheirathen, sie wisse . err: je . n.i:. t,: , ,? eine nc uujc uiiic ui tun, utiv wäre ihr leid, wenn ein so guter Herr in schlechte Hände gerathen würde, ber r ? . r t i-O ivnoers oa em o oraoes, quo Mädchen ihn heimlichen ihr Herz.ge schlössen habe. Sie sollte .das ja freilich nicht verrathen, aber sie. meine Za nur das Beste für ihn Und für Fraulem 0 uno aus seine nersazimegTnyeir dürfe sie gewiß rechnen. r war 00a) ein wemg neuglell. welches hübsche Madchen ihn in ihr Herz geschlossen haben konnte, so dan FT 1.'. . 1 T -t- 1 ?! 1. C M rr- . vjs. . : : - er sieg oie lyrcgc emmpsen uep, roer denn diese Jda sei, die er ja gar nicht kenne. Da schlug die dicke Fraii die Hände zusamvn und lachte, als habe er einen lspektor halben Stock werk bei einander! Da nebenan Frau Qbermeier und ihre Tochter! Und Sie i r . r . r- w r ? r r wttj. yaoen sie ooa) immer so sreunoiicy ge ' jijiuijli .Soso: sie beikt da'" und ich sag' Ihnen: eine See!" I (mwx. NN? VJ f.: ? i warme Interesse, das ihm so unerwartet von einem weib!esen entaeaenaebrackt wurde. hatte für den gutmüthigen, einsamen Mann natürlich etwas Rührendes. Er i -,ir n i. n r ionnic oesyaio oie iicrnen Ä.llsmerisamkeiten, die ihm nun von feinen Nachbarn Obermeier erwiesen wurden, icht schroff ablehnen, obwohl er nu: unaern Gefälligkeiten annabm. Man schickte ihm eine kräftige Fleischbrühe herüber, denn im Gasty J . . . ijaus sei oas ja oocy maz: zu veiommen, oder Fräulein Jda hatte Krapfen gebacken, die er vielleicht zum Kaffee kosten würde, Frau Obermeier ließ fragen, ob sie nichts besorgen könne, sie ' . 1 . . . '. ' ginge eben in die ?tadt; oder: der I cv.. (Vrk.ii.t t.t.. t:r. s Uytll JiCliVl lUl'C ytlUlli ClllIIIUl Zeit, sich die Fliegenden Blätter" anzusehen, von denen sie ein, paar Bände besitze. I ... ... Da er seine Ungeduld über das Stillliegen nicht verhehlte, machte sie ihm mit einer vor Wohlwollen schmelnden Stimme den, Vorschlag, ihre rv c . . tnbt an rim nrnn Vew öusa0 toat verstimmt und niedergeschlagen. Der sehnlichst erwartete Brief'von Marie war in dieser Woche ausgeblieben. Zum ersten Mal aerade li e .... , r wz-ri. oa er ior i einen vcamtn aenannt I . . . lt formit ch erfahren haben, datz er häßlicher Mensch sei. daß er schon . . 11 '
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siebenunddreinia ?!abre zähle und
durchaus nicht zu ihr passe. 5n seiner üblen Laune lieft er fidb der , "W w Zerstreuung halber den angekündigten Besuch aekallen. Er hatte eiaentlick Fräulein Jda nie genau angesehen und roar nun einigermaßen gespannt aus ihren Anblick. Ein Mädchen, das ihn beimlich lieben sollte, das war iedenUU3 U yiCUC Ul ll)U, VU5 Cl UIZ .;c.t:ji. i v ii rr? aIvv9 7 n....? r:: :... w.c vi. ioiütiiiue .UDiinaiimieii cer hinter dafür in den Kauf nehmen konnte. Er ward wieder etwas verlesen, als dann am Nachmittag Frau Obermeieer yereimral. gefolgt von ihrer Tochter, die so hübsch angezogen und frisirt war, als käme sie in eine aroke Gesellschaft. Die Mutter wiederholte ihre Versiche- . jr. i . r r , luuyc, iuic irc -iccqier ic sieuie, oem toerrn :n veltor vorlesen ZU dürfen. Das Mädcken selbst kielt die Auaen meistens gesenkt und war sehr still und rc... wt.... v. r. r, ji:: jci t.n vi. jucu. 4.uti uicc u;uu;iciuijeu, uie ei recht gut verstand, und die so angenehm von dem zudrinalicken Wesen der Mutier ao tacv. aenel UJuttav aanz wom. Er kam dem stummen Fräulein, das in dem hellgrauen Kleide mit dem feinaeloaten Blondkaar wirtli emen hübschen Eindruck machte, freundlich entgegen und schaute sie forschend und , C.M.4fc. , C ff I - m A MiM fcA 1a - - M & l. - j - - A a A M iucuu uu, iuuLcenu jic iym mu ciuci Schulmädchenbetonung aus Gottfried Keller vorlas. Den Spüraugen der Mutter, die mit ihrer Häkelei daneben faß, entging kein Bitt. Als Gustav dann 5da mit einiaen lobenden Worten für ihre Bemühungen danlte. nes Frau Obermeier eifrig: ?!a. sie hat immer die besten Äeuanisse aus der Schul' heimaebracht! Schon in der Schul' hab' ich -ineme Freud' an dem ftind g habt! Es gibt halt kein größeres Glück als eine wohlg:rathene Tockter. Svarsam und häuslich ist sie, das muß ich wirklich sagen, wenn sie gleich mem Kmd ist! Mit dem demllthiasien Geschmeichel wand sie sich dann endlich zur Thür hinaus und versprach baldige Wiederkehr. Nach einer Weile, während Gustav noch über das räthselhaft verschlossene Gesicht der vielgepriesenen Jda nachsann, kam sein Wärter herein und arinste vor sich hin. SU sino ja ungewöhnlich lustig, Schmtt!" saate Gustav. Der Mann lachte nun hellauf: . Ich bin gerad' in der Kohlenkammer gewesen, und da hört man ganz deutlich, was 'die Leut' da nebenan in ihre? ZÄoinuna reden. Und da hat die s?rau Obermeier ganz andere Saiten mit ibrer' Tochter aufaeiioaen als wie vorher, wo ich ste hereing'führt hab'. ,Du dumm's Ding, Du Gans!' hat sie a'schrien, und ich mein' immer, die Fräulein Jda hat eine Ohrfeig' kriegt. .Meinst, ich hab' Dir umsonst das schöne Kleid 'tauft? Das nutzt was. wenn Du Dich nachher so fad benimmst und jin G'sicht machst, als könnt'st nit fünf zählen!' So hat's setzt 'geye: ken! v Dieser Einblick in die nachbarliche Familienszene bestätigte (vustav nur einen Verdacht, der ihm schon leise aufgedämmert war,' und als das nächste Mal' Jda ihre schüchterne Zuruckhaltung.abgestreift hatte und ihn mit eine: Koketterie anschaute, die recht erzwungen und gekünstelt schien, da nannte er sich heimlich einen alten öearren. Wie hatte er nur einen Moment an diese heimliche Neiauna alauben können? ??rau Obermeier wollte für ihre Toch ter eine.Versorgung. die Hausmeisterin war eine Vtttv'erschworene, und das Mädchen mußte sich Mühe geben, ihm zu gefallen. Er hatte eine unangenehme Empfindung, als drohe ihm eine Gefahr, als würden Fallstricke um ihn hergespannt, in die er sich bei dem ersten unvorsichtiaen Sckritt verwickeln könnte. Er war wüthend über sich selber, Saß er sich in diesen Verkehr eingelassen, so viel Gefälligkeiten angenommen hatte. Wie wurde er nun diese eute wieder los? Er konnte Nicht arob werden. Diese Waffe hatte ihm die Natur versaat. und seine sanfte Ablehnung schien nicht bemerkt zu werden. Fortlaufen war auch nicht möglich, da er noch immer Stubenarrest hatte. Wie unter dem Belagerungszustand erschien er sich, mit dem Feind dicht vor der Thür. Endlich ?eiate ihm sein Ant eine Rettung aus seiner peinlichen Lage und machte diesen immer druckender werdenden Vorlesunaen ein Ende, indem er erklärte, sein Patient müsse unbedingt nach Wildbad. wenn mcht aymyöit zurückbleiben solle. Es war Gustav ja sehr unangenehm, daß er um einen weiteren Urlaub nachsuchen mußte, aber auf diese Weise entwischte er doch der Ooermeier schen Umaar.nung. (Schluß folgt.) rcNantcs. Wohin so eilig?" Wecker kaufen; Schwiegermutter will :nit erstem Zug morgen abreisen." ZcitgloNe. Seltsam! Seit das Automobil erfunden ist, haben es gerade die Leute am eiligsten, die am meisten Zeit öaben! Äas kleinste vierfüßige Geschöpf ist die sibirische Zwergmaus.. In Rußland fallen noch jetzt rnn r V V. CTH 'Äff um lagiiicg zuu iuiznan ti uwui wum Opfer.
Nmcrikanische Farmer in Canada.
Als eine amerikanische Gefahr" be-! zeichnet das Londoner Blatt Standard" die Invasion amerikanischer Landwirthe in Canada. i Vor zehn Jahren, so schreibt das Blatt, waren amerikanische' Farmer im westlichen Canada etwas ganz ungewöhnliches, heute sind weite Landstriche fast ausschließlich von ihnen besiedelt, und felbst in den städtischen Gemeinwesen macht sich der Einfluß der amerikanischen Geschäftsleute m der Gemeindepolitlk geltend. Im Jahre 1898 kamen 46 Amerikaner nach dem westlichen Canada; in den letzten zwei Jahren nicht weniger als 100.000. Heute "befinden sich in Canada nahezu 250,000 frühere Amerikaner. und sie bilden beinahe ern Drittel der Bevölkerung des westlichen Canada. Es war ein canadilcher Pot er. fcrn Clifford Sefton. der. als er im Jahre. 1897 Minister des In-. nern wurde, die Besiedlung des Westens von Canada durch Amerikaner energisch in Angriff nahm. Große Summen wurden auf Reklame legneher Art ausgegeben. Lange Zeit blieb em entsprechender Erfolg aus, und st vor ungefähr zwei abren. als auf der einen Seite die großen amerikanischen Landspckulanten im amerikanischen Westen Nicht mehr große Landstücke zur Parzelnrung erwerben konnten und aus der andern Seite die kleinen amerikanischen warmer die Abhändaiakeit . von den verschiedenen Trusts und den Esenbahnen immer druckender zu empfinden begannen, nahm die Einwanderung der Amerikaner in Canada bedeutenden Umfang an. Ein großer amerikanischer Landspekulant kaufte zum Beispiel im westlichen Canada 50.000 Acres und verkaufte sie sofort wieder an amerikanische Ansiedler. Dann aründete derselbe Spekulant eine Gesellschaft, die eine Million Acres von der kanadischen PacmcBahn kaufte und zeden einzelnen Acre davon bereits wieder verkauft hat. Ein anderer amerikanischer Svekulant kaufte eine Million Acres und lud amerikanische Farmer ein. auf seine Kosten das Land zu besichtigen. 20,000 Acres wurden während der Reise verkauft und die übrigen 800,000 in weniger als einem Jahr. Nabezu 10.000 warmen, fast alle in amenkarnschen Handen, erheben sich setzt an der Stelle ner früheren Wüstenei. Daneben suchte auch die canadische-Re-aieruna Ansiedler durch die Gewährung von freiem Land gegen Zahlung einer geringen Gebühr heranzuziehen. Diese amerikanischen Ansiedler sind ein eigenthümlicher, unternehmender Scklaa von Mensch, denen allerdings jede Anhänglichkeit an den Boden abaebt. , Es sind darunter m mitten, die Ursprünglich in einem der Oststaaten der Union wohnten, ihre Farmen mit Gewinn an Neuankommlinae verkauften und selbst neue Farmen in Ohio errichteten. Als der Werth des Grund und Bodens auch in Ohio stieg, verkauften sie wieder und zogen weiter westwärts nach Illinois oder Michiaan und so weiter. Auf diese Weise sind Minnesota, Nebraska, die Dakotas, Iowa, Jdaho und der Westen überhaupt besiedelt worden, und jetzt wenden sich diese rastlosen Elemente nach Eanada. Die Wirkungen dieser amerikani schen Einwanderung sind erstaunlich. In Alberta z. V. haben sich zwischen Kalgary und Edmonton, ,aus einer Strecke von etwa 320 Kilometern. 30,000 Leute niedergelassen, und fünf von sechs davon sind Amerikaner. Nicht nur landwirthschaftliche Farmen werden errichtet, sondern es strömen auch Viehzüchter in's Land, die eine halbe Million Stück Rindvieh mii sich, gebracht haben. Plötzliches Entflammen. & Seirathsvermittler: Dtt betreffende Dame hat eine Mitgift von fünfhunderttausend iark. ocy. warumzucken Sie plötzlich so zusammen, Herr Kohn? Kobn: Nu, soll mer mch' zucken zusamm', wenn einem die Liebe plötzlich wie der Blitz schlagt ms Herz'c" - Wut Hausbruch. Alte Sie Jungfer (zum Zeitungsverleger): nennen Ihr Blatt das beste Jnsertionsorgan der Stadt?! Ein Wurst blatt ist das! Zwei Wochen lang habe ich jeden Tag eine Hmathsannonce einsetzen lassen und ich habe doch keinen Mann bekommen!"
to M Store (tabldt 1853.) .Jndiana'S gröht Laden. Kleider Muster .Aufräumung Wir haben gnade noch 15 impor tirte Kleider längen in exklusiven Mustern an Hand. Jedes einzelne in wünfchenswerthen Farben und sehr gewählte Fabrikate. Wir importirten diese Partie um zu 520.00 und 525.00 verkauft zu werden ; am Donnerstag um damit völlig auszuräumen, das Stück 87.80 West Gang. Arnold'S hochfeine Flanelle Arnold's hochfeine Flanelle, sechzig Stücke zur Ausmahl in persischen Figuren, Tupsen . und niedlichen Streifen Reguläre 15c Qualität, Dounerstag die Yard VAt Ost Zimmer. MW M GflODS CO. Jettungs-Npyortsmen. weitere Äeitunas - Aphorismen veröffentlicht ein deutschländisches Blatt. Sie lauten: Wenn der Journalist Vech hat. holt ihn der Druckfehlerteufel. Die Zeitung ist die beste Lebensgefahrt in: Sie ist ganz dein und bringt doch keine Schwiegermutter mit. Sie weiß mehr als du und will doch nie das letzte Wort haben. . , Sie ist dir unverbrüchlich treu und verlangt, nicht mal jeden Monat einen neuen Hut. Sie sagt dir, wann's Theater anfängt und will doch nicht mitgenommen werden. .Sie liegt täglich in deinen Armen und doch kannst du dich jeden Ersten, von ihr scheiden lassen! Mancher Leser fragt mehr, als zehn Briefkastenonkel beantworten können. Lerne lesen, ohne zu nörgeln i .Ende gut, alles girt," dachte .er Verleger, da las . er den Inseratentheil. . . 4 Versteh' es, lieber Abonnent, Und mmms nicht so genau. Wenn mal zu spät die Zeitung kommt: .Sie" ist ja eine Frau! ' ' Treffend. Erster Hausknecht: .Wo warst Du denn jetzt so lange?" Zweiter Hausknecht: Jch erledigte glänzende Geschäfte." Erster Haus knecht: .Was sagst Du da?" Zweiter Hausknecht: Ich wichste.Stiefel!" Ergänzung. tzyemann: Herr Doktor, kommen Sie rasch, meine Frau ruft immer Luft. Luft!" Was bedeutet das?" Arzt: Jedenfalls eine Luftveränderung." HluropaischeS eparte52Z 'WeM Creditbriefe, Postanweisungen, auf alle Städte Europas. chiffsscheiMS von und nach Europa. An- nd Verkauf auölänvZ' schen Geldes. Sio. 35 Süd Meridian Str. Xef cliants National Bank. Verlangt - Anzeigen rgend welcher Art werde in der Zndiana Tridaue' mit 5c per Zeile sie jede Jnsertio berechnet. aerlingt. Ein gute VSdchea.nngefäizrllJark, 9 um mitzuhelfen einem Vby aufzuwarten. Nachzufragen 182, Oft Fahrweg, kgoodruff Platz. 0 3n verkaufen : Eine gutgehenl Wirthschaft auf der Südseite. Zu erfragen in der Office tiefe Blatte CTnIangt Cln Mann um all erster ellner eine 's deutfchen ftlnb Local vorzustehen, mpseh lungen werden verlangt. Kdresse und Empfehlungen sind in der Office diese Blattci zn lassen. verlangt: Ein Machen skr gewöhnliche Hauar beit in klein FamUie. nter Lohn. iOtl Pnk Avenue. verlangt Zwei gate dentscheVädchen für erste und "l? zweite dausatdeit. Nachzufragen . 1723 Nord Meridian Straße. erlangt in Madchen für eine kleine Familie. uter Lohn, ei Waschen. Nachzusragea No. 315 Nord vlawatr.
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