Indiana Tribüne, Volume 29, Number 89, Indianapolis, Marion County, 6 December 1905 — Page 4

Inviana Trtdüne. 0 Dezember 1005

Indiana Tribüne. Heranigteden von dn Outraftctft Es. Indianapolis, Ind. Karry O. Thudium Präsident. SeschäftSlocal: No, 31 Süd Delaware Straße. TELEPHONE 2s.

Kntered at the Post Office ot Indianapolis as . second das matter. Zur Präsidenten-Botschaft. . Mit . großer Gründlichkeit erörtert der Präsident die wichtigen Fragen, welche den beiden Häusern des 59. Kon greffeS zur Erledigung vorliegen. Wodljeder Patriot wird dem Prä. sidenten - in seinen Empfehlungen über Frachtraten Regullrung Regierung? Controlle über VerstcherpngS . Gesell. r r i Ist w? .-. ?, ' . .1- ..i laaiirn.. oic iuocwrtraae cic. ot i pflichten'. Seine Ansichten sind so ton servativ und argumentiv in so ein leuchtender Weise vorgebracht, daß ein Kommentar nicht nöthig erscheint. Seine einleitenden Worte hingegen scheint Herr Roosevelt weniger gründ lich durchdacht zu haben als die prak tischen Empfehlungen, die wenn durch, geführt, dem Gedeihen der Nation nur förderlich sein können. Erstere aber mögen von Vielen miß gedeutet werden, weil sie leicht als die Worte eines Satten, der zwar die Un gleichheit der Gewinnvertheilung U dauernd zugiebt, aber den Uebelstand doch etwas zu leicht nimmt, aufgefaßt werden können. So sagt Herr Roosevelt: Die bloße Thatsache, daß die Profitvertheilung ungleich sein mag, muß uns nicht über die Thatsache hinwegtäuschen, daß die Vertheilung besieht und daß dieS einen Vortheil für jeden Betheiligten mit sich bringt. Unter normalen Umständen empfängt der Lohnarbeiter, der tiux wenig Begüterte und der DnrchschnittS Konsument dadurch, daß sie Vedingun gen. hervorrufen, durch welche der Mann, der besonder hervorragendes GefchäftStalent besitzt, besonders große Vortheile erzielt, ebenfalls Vortheile empfangen." Die Logik in dem Satz ist entschieden anfechtbar, besonders wenn man die Schlußphrase Als Gan zeS genommen steigen wir entweder oder gehen wir zusammen unter.Nun wir find wohl mit den vorzüg lichen Geschäftsleuten wie I. P. Mor oan. 5onn Rockekeller. den McCurdvS. 0 ' W f ben McCallS, den ArmourS, SchwabS, BaerS u. s. w. nicht -gestiegen,' sehen auch gar. keine Ursache warum die Herren mitfallen sollten, wenn eine Panik, auf welche jedenfalls der Präfi dent hinweift, die große Masse des Volkes in Noth und Elend stürzen würde. Ihre Checks auf die Bank von England oder anderen Banken bleiben trotzdem gut. Abgesehen von dieser Abschweifung ist die Präsidenten.Bot. schaft ein markiges Instrument, dem der Congreß seine ungetheilte Aufmerk samkeit geben wird. Jedem der die Oessentlichkeit zu scheuen hat sind die Zeitungen ein Dorii im Fleische. Herr Hanly scheint einer von Diesen zu sein. Auch in der Untersuchung gegen die Superintendentin der BefferungS Anftalt für Mädchen spielt Herr Hanly eine recht traurige Rolle. Parteilichkeit vor Gerechtigkeit scheint nun einmal sein Motto zu sein. Anzeigen in der deutschen Zeitung bringen zu jeder Zeit Kunden, aber , häugtsächlich zu Weihnachten denn das ist. und bleibt doch immer ein deutsches "Fest mit dem vollgepackten Gabentisch unter dem schimmernden Christbaum. Endlich ein Umschwung zu Gun ften der Witte'schen Reformbestrebungen in Rußland. Die organifirte Ar beiterschaft hat eingesehen, daß die Fuchtel der Revolutionäre schlimmer ist als die nun genügend gedemüthigte Zarenregierung und fich nun von den Revolutionären losgesagt. Nun kann man auch hoffen, daß endlich ein wenig Ordnung in daS rujfische ChaoS kommt. Nach dem im Kongreß eingebrach ten Vorlagen über die . Territorien zu verleihende Staatenreöte ist besonders nachdrücklich betont, daß in keinem die ser neuen Staaten, wenn geschaffen, jemals Vielweiberei geduldet werden darf. Warum nur diese Bosheit 7 . VZel den sich doch beim Tode der meisten Se natoren drei oder gar vier Wittwen, welche biese im Leben so sittenstrengen Herren .sich in verschiedenen Staaten antrauen ließen.

Dorvti...

Von Bruno Pompecki. Vnd Ht Tdge kommen so grau unb leer. Und bcZ Her ist todt, und das Herz ist schwer. Mein Elück zerspra mit schrillem vekloren verlassen vobei vorbei! O so dkel Schönheit geht durch die Welt Im rauschenden Wald, im wogenden Feld. In eines Sommers duftender Pracht, In mondlichtdurchfluthctcr Maiennacht Doch du über allem so königlich: V?eine Augen sahen nur dich, nur dich! Wenn die stille Stunde der Träume kam Und leise die Sorgen vom Herzen nahm Und mit lieber, weicher, zärtlicher Hand Mich führt' in des Glückes erträumtes . Land Und verlor ich in selige Zukunft mich: Ich dachte nur immer an' dich, an dich! , Und schlug mir das Leben manch harten Schläz, Und durchschluchzt ich mit zuckendem Herzen den Tag. Und schrie ich auf in einsamer Nacht, Und hielt am Morgen ich weinende , Wacht Ein süßer Gedanke tröstete mich: Ich litt ja um dich, um dich, um dich Und verlangte der Tage' Haß und Harm Zum Kamps meinen jungen, rächenden Arm, Und folgte ein Wort deiner Schönheit Spur; Ich wartete still auf die ötlinge nur Wegwürfe lachend das Leben ich: Es wär' ja für dich, für diSj, für dich! Nun kommen die Tage so grau und leer. Und das Herz ist tott, und das Herz ist schwer. Mein Glück zersprang mit schrillem schrei: Verloren verlassen vorbei vorbei. i Die Milderer. Humoreske von Anna Gade. Trude Gersdorff stand vor dem großen Trumeau ihres Schlafzimmers und mustert während sie W Handschuhe zuknöpfte, mit einem letzten Blick ihr schlankes, graziöses Spiegelbild. Der weiße, schlichte Strohhut vervollständigte, gleichwie die grauen Wildlederstiesel, die unter dem fußfreien Rock die schmalen Füßchen umspannten, sehr schick die vornehm wirkende Sporttoilette. Ein dunkelblaues Tuchkleid umschloß in raffinirt koketter Einfachheit die biegsame, feine Taille und zeigte als einzigen Aufputz am Halse und an den Handgelenken weiße Wäschestreifen. Trude Gersdorff nickte sich befriedigt zu und konnte, als einziges Tochterchen vermögender Eltern, auch wohl mit sich und ihrem Loose einverstanden sein. Indeß lachte draußen die Frühlingssonne. Ein wundervoller Maientag war's, und daS junge Mädchen, dessen Eltern auf ein paar Tage verreist waren, wollte am Nachmittag zu Rad eine Freundin besuchen, die vor Kurzem einen Pastor in einem benachharten Dörfchen geheirathet hatte. - Die gute, bescheidene kleine Hannah! So dachte Trude, während sie jetzt auf ihrem Stahlroß, in Begleitung Ladys", der weißbraunen Hühnerhündin, unter dem zartgrünen Birkenlaub auf der Chaussee dahinfuhr. Die saß nun so zufrieden, so strahlend glücklich in ihrem weltverlorenen Heidedorf. Und Trude mußte unwillkürlich lächeln, wenn sie daran dachte, was sie als Backfischchen sich immer als Zukünftigen gewünscht hatten. Sie hörte Hannah im Geiste noch so hausfraulich nüchtern schwärmen. Wen ich mal heirathen möchte? Ach, so einen Landpastor mit recht vielen Hühnern!" Und sie, die lebenslustige Trude dagegen, was war ihr Ideal gewesen? Natürlich ein schmucker Leutnant, am liebsten von den Königsulanen! Und wunderbar, Hannahs Wunsch, das Pastor- und das Hühneridyll, hatte sich richtig erfüllt, doch der Königsulan meldete sich nicht so prompt zur Stelle. So lächelte sie heute darüber, obschon sie für das Leben im großen Stil noch immer sehr viel übrig hatte. Und plötzlich grub sich eine Falte in die Stirn. Warum, so hatte sie sich oft gefragt, war er" nicht lieber Offizier,, aktiver Offizier geworden, anstatt Denn so in Weltverlorenheit und zahrelang in ländlicher Abgeschiedenheit Das war nun einmal nichts für sie, wenn Hannah ihr damals beim Kasinoball, wo er" natürlich auch zugegen gewesen und sie ja immer sehr ausgezeichnet hatte, auch noch so schelmisch in's Ohr geflüstert: Du, Trude, ich hätt' nun glücklich meinen Pastor mit den Hühnern w wär's, wenn Du Dir jetzt 'n schmucken Förster mit recht viel Hunden nähmst?" Aber da irrte Hannah sich gewaltig. Sie, Trude, wollte sich nicht womöglich da oben an der Grenze in irgend ein uncivilisirtes Polackennest verschleppen lassen, wo es nach Heringen und Branntwein roch. Man wollte doch sein Leben noch genießen, sich amüsiren und unter Menschen bleiben, die auch Verständniß für hübfche Toiletten hatten. Im Uebrigen Trude seufzte heimlich dabei hätte sie gegen den jungen Herrn Oberförster durchaus nichts einzuwenden. Im Gegentheil! So stattlich wie der war eigentlich kein Zweiter in der Umgegend.. Nur daß er zuweilen so eine ironisch höfliche Ueberlegenheit herauskehrte, so ungefähr, als ob er in beispuNoser männlicher Arroganz seiner Sacke bei ihr trotz aller Kühlt und ijnx doch wahrscheinlich ., unver-

blümten Andeutung daß so ein Leben auf dem Lande in völliger Avgefchnittenheit von jeglicher Kultur" in ihren Augen ganz etwas Schreckliches sei, doch völlig, sicher fühle. Und während sie fo dachte, sah Fräulein Trude noch einmal prüfend än sich herunter. Das Kleid saß doch vorzüglich! Und der Weg nach Werdershagen, wo Hannah wohnte, führte durch feindliches Revier"! Da konnte man also immerhin nicht wissen, ob nicht und dabei steckte Trude, die einen Augenblick abgesessen war, sich obendrein auch noch so ein kokettes Tannenzweiglein an die Taille, und als die weißbraune Hühnerhündin mit klugen Augen aufsah, raunte sie ihr zu: Ja, ja, Mylady, was sind wir Frauenzimmer doch für ein eitles Völkchen übrigens, was meinst du, könnten wir ihm wohl gefallen?" Und weiter ging's im strahlenden Sonnenschein. Da plötzlich setzte Lady, die sich bislang dicht neben dem Rade gehalten hatte, in langen Sprüngen quer über die Felder hin, die seitlich die Chaussee begrenzten. Und Trude rief und pfiff. Umsonst. Sie spähte ärgerlich umher. War irgendwo ein Wild' hl Sicht? Aber der Hund war sonst doch gut gezogen, gehorchte auf jeden Wink. Es fchien ihr unverständlich. Da sah sie bereits im nächsten Moment, warum Lady sie im Stich gelassen. Schräg vor ihnen, auf einem Feldwege, der eine Strecke weiter unten im Bogen auf die Chaussee zuführte, kam ein Radfahrer daher, die Flinte über der Schulter und neben ihm ein brauner SetterHund, mit dem ihre Lady soeben in Koketterie die üblichen Begrüßungsceremonim getauscht hatte und nun. als wäre es das Selbstverständlichste von der Welt, sich dem Herrn Oberförster denn der war es und kein Anderer nebst seinem Lord" anschloß. Trude war außer sich vor Aerger und ballte die Hände in Empörung um ihre Lenkstange. Wie mochte der Oberförster, der aus der Ferne höflich herübergegrüßt hatte, in sich hinein lachen, obschon er sich scheinbar Mühe gab, den Hund zurückzudirigiren. Was war es für eine Niederlage ihrer Disziplin! Und wenn's noch umgekehrt gewesen, sein Lord ihrer Lady ' nachgelaufen wäre, aber so es war einfach blamirend! Sie hatte längst, um sich nicht lächerlich zu machen, alles Rufen und Pfeifen aufgegeben. Die ganze Freude an der Fahrt war .ihr durch diesen Zwischenfall . vergällt. Aber schließlich ach waZ, sie wollte sich nicht länger ärgern, mochte der Köter bleiben, wo es ihm gefiel, sie machte eben allein ihren Weg! Da wartete aber, wie ja auch gar nicht anders anzunehmen war' ; der Oberförster, der nun inzwischen weiter unten auch an die' Chaussee angelangt war, bereits wie ein ergebener Vasall mit seinem Lord und ihrer ausgekniffenen Ladyauf sie, die treulos verlassene Herrin. Sie wäre am liebsten umgekehrt, aber das - wäre doch wohl gar zu unhöflich gewesen. : . Guten Tag, mein gnädiges Fräulein," rief er ihr lachend zu, so unbefangen ' lustig, als wäre nie vom schrecklichen Landleben", zwischen ihnen die Rede gewesen, und doch meinte sie eine, leise Beimischung von Spott wieder herauszuhören. Das nenne ich Glück, da können wir ja nun allesammt gemüthlich miteinander fahren, denn ich nehme an, daß auch Sie, wie Ihre verständige Lady, in Herrenbegleitung und männlichem Schutz zu fahren netter finden!" Und Trude, die abaesprunqen war

und etwas widerstrebend ihm die Hand zum Gruß reichte, erwiderte, mehr gereizt als eigentlich kühl, wie sie beabsichtigt: Nun, wenn Sie zufällig dieselbe Strecke fahren ich will zu Hannah Schröder im Uebrigen " Ist die Chaussee ja breit genug!" ergänzte er lachend. Denn irgend so eine Höflichkeit wollten Sie doch jedenfalls nochfagen!" . Doch Trude beachtete den Einwürf nicht. , Vor Allem bitte ich Sie erst mal um einen Gefallen. Herr Oberförster," und als er sich stumm verbeugte, fuhr sie blitzenden Auges fort: Also brennen Sie doch gefälligst da meinem Köter mal auf zwanzig Schritt Distanz so eine Ladung Taubendunst auf den Pelz, das greuliche Vieh hat es verdient!" I, wo werd' ich denn!" fuhr er, belustigt .ob ihrer Empörung, auf. Fräulein Trude, haben Sie je gehört, daß man einer Dame, einer Lady noch dazu, als Dank für die Auszeichnung ihrer Begleitung mit einer Ladung Schrot aufwartet?! Das würde ich mir nie verzeihen, so $txnt ich sonst Ihren Wünschen nachkomme!" Und Trude mußte schließlich wider Willen mit in das Lachen einstimmen und obendrein noch feststellen, was unter dem dunklen Schnurrbart vor"ihr für wunderschöne Zähne blitzten. Da plötzlich, als sie schon eine Strecke in friedlicherem Geplauder so nebeneinander hergefahren waren, fielen ganz in der Nähe und unmittelbar hintereinander zwei Flintenschüsse, dem Schall nach dort, wo jenseits der Aecker sich die Waldgrenze hinzog. Erschrocken und in einer plötzlichen Jdtenverbindung sah sie zu ihrem Begleiter hin. , Herr Oberförster, daö sind doch möglicherweise nicht etwa ?" Wilderer!". fuhr er bestätigend

und sehr ernst fort und sah dabei mit einem eigenen, forschenden Blick in ihr erblaßtes Gesichtchen. Ja, es ist so, wenigstens vermuthe ich es start!" Und im Abspringen: So leid es mir thut, mein gnädiges Fräulein, aber hier ruft die Pflicht. Ich muß Sie also allein lassen; Sie find ja auch nicht mehr allzuweit vom Dorfe entfernt. Die Kerle," setzte er hinzu, zwei ganz gerissene, verwegene Subjekte, machen schon seit Woche! das Revier hier unsicher, da wird es hohe Zeit, daß man ihnen mal das Handwerk legt!" Und Trude sah ihm, schneeweiß ge worden, in's Gesicht. Und da wollen Sie da müssen Sie so ganz allein aber, mein Gott, und noch dazu gar mehreren so gewaltthätigen Menschen wollen Sie " und sie . dachte mit Entsetzen an jenes schreckliche Rencontre zwischen Forstbeamten und Wilderern, von dem sie erst kürzlich gelesen hatte und bei dem zwei pflichtgetreue, junge Förster ihr Leben eingebüßt. Da machte er sich aber auch schon auf, mit einem großen, tiefen Blick ihr in dieAugen fehend, in diese heißgeliebten, dunklen Augen, die plötzlich die unverhüllteste Sprache redeten, in denen die Todesangst um ihn zu lesen war. Einen Augenblick noch stand sie wie gelähmt, dann plötzlich vertrat sie ihm mit leidenschaftlicher Geberbe den Weg, mit zitternden Fingern fest seine Hände umklammernd. Nein, ich leide es nicht! Ich ich änastiae mich ja zu Tode um Sie! Werner!" schrie sie auf. als er sich doch mit sanfter Gewalt losmachen wollte, ich gehe mit ich laufe Dir nach den Wilderern zuerst vdr die Flinte! Da blieb -er stehen, in jäher, leidenschaftlicher Bewegung fest beide Arme um ihre bebende Gestalt gepreßt, und küßte ihr die Thränen vom Gesicht. So sah sie es nicht, wie es bei allem Ernst, bei aller Hingabe an den seligen Augenblick doch wie ein schelmisches Lächeln über sein Gesicht hinglitt. Trude, und wenn ich nun doch mal an die Grenze, in solch ein gottverlassenes Polackennest müßte?" Dann gehe ich mit Dir, und sei's bis an's Ende der Welt!" klang es jubelnd und schluchzend an seiner Brust. In einem traulichen Thüringer Forsihause sitzt wenige Monate später der erst vor Kurzem dorthin versetzte Herr Oberförster Forbach an seinem Schreibtisch, indessen Lord und Lady vor dem Gewehrschrank in schönster Eintracht Siesta halten. : Da kommt seine reizende junge Frau, mit einem Hausschürzchen angethan, zu ihm in's Zimmer, tritt leise hinter seinen Stuhl und.schmiegt zärtlich ihre Wange an sein Gösicht. Er fäßFsich diese Störung" nur allzu gern gefallen und fragt nach Empfang von ungezählten Küssen glückselig und belustigt: Nun. Trudel. wär' das nizn endlich alles oder hätt'st Du sonst noch etwas auf dem Herzen?" Sie lacht. Ach. Schatz, ich wollt' ich mußt' Dir.ja bloß in aller Eile mal wieder zeigen, wie glücklich ich bin! Und weißt Du. Werner." fährt sie nach einemWeilchen schwärmerisch fort, wenn damals in Werdershagen die furchtbare Angst um Dich nicht gewesen wär', ich mein' mit den schrecklichen Wilddieben wer weiß, ob wir uns je gefunden hätten!" ' r Da spielt urplötzlich wieder jenes heimliche Lächeln, um seinen Mund. Er zieht sie auf den Schooß. nimmt ihr Gesichtchen in - beide Hände und fragt: Trude, sag', kannst Du kann Deine Liebe wohl mal 'n tüchtigen Puff vertragen? Dann höre ich muß Dir nämlich ein furchtbares Geheimniß beichten!" Und als sie ihn verwundert ansieht: Ach Gott, es ist doch nicht so leicht zu sagen die beiden gräßlichen Kerle, die schrecklichen Wilderer damals, die habe ich das waren der Gutsherr von Werdershagen und sein Inspektor Kröger! Die, wie ich sehr wohl wußte, zumal ich kurz zuvor auf meinem Wege ja noch in bester Kameradschaft mit ihnen gesprochen und Wuidmannsheil gewünscht hatte, dort als wohlberechtigte Jäger auf den Anstand ginaen. Und als ich bei den Schüssen plötzlich. Dein Erschrecken und Deine Angst um mich erkannte, da " Nutztest Du die Situation so unerhört gewissenlos aus!" ruft jetzt m größter Ueberraschunq die Zunge Frau, ein klein wenig Beschämung und Enttäuschung um den hübschen Mund. Ja. Trude." gesteht er scheinbar völlig zerknirscht, so war's, ich fühle mich schuldig!" Und setzt dann, urplötzlich doch wieder übermüthig ihr in die Augen sehend, hinzu: Mn. kleine Frau, wie ist es. wollen wir's drum rückg'anaiq machen?" Da küßte fie ihn. . JmmerderGleiche. Reisender: Warum ist denn der Chef heute gar so übellaunig?. . . Habt Ihr etwas angestellt?"Bu'chhalter: JmGegentheil aber wenn er einmal nichts zu schimpfen hat, flucht er den ganzen Tag!" Se Hr. vorsichtig. Frau (des Patienten zum Arzt): Herr Doktor. ist die Krankheit meines Mannes gefährlich?" Arzt: Das kann ich erst saaen. wenn ich sehen werde, ob

j der Kranke dieKraft haben wird, sie zu uverlteven.'

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Europaische Nachrichten. Mitte rdeut sehe Staaten. Alten bürg. .Rektor ' bischer. Leiter der Theresensiraßen-Schule, feierte in geistiger und körperlicher Frische sein 40jähriges Amtsjubilaum. Aus diesem Anlasse wurde ihm, in seiner Wohnung von dem Collegium der Theresenstraßen - Schule ein Standchen gebracht. Nach der gemeinsamen Andacht in der Schule fand in Gegenwart der Kinder in der Turnhalle eine kleine fteier statt. Als Andenken an seinen Jubilaumstag wurde dem Rektor von den Lehrern ein schönes Album überreicht. C o b u r g. Vor kurzem starb hier der Hofschauspieler clD. und Bibliothekar des Hoftheaters. G. L. Heß.dem bei seinem unlängst erfolgten Ausscheiden aus dem herzoglichen Dienste besondere Anerkennung zutheil geworden ist. Gera. Vor kurzem feierte Hoftraiteur Georg Fischer, der Besitzer des Hotels 3um schwarzen Bären", mit dessen Bewirthschaftung in ein bedeutendes Delikatessengeschäft verbunden ist, die '25. Wiederkehr des Tages, an dem das letztere gerundet wurde. G o t h a. In einer Sitzung hat das Stadtverordnetencollegium nach eingehender Berathung der Erbauung eines Schwimmbades mit einem Kostenaufwand von etwa 300.000 Mark zugestimmt. Von diesemVetrag sind bereits 163000 Mark durch Schenkungen und in Form milder Stiftungen vorhanden. Das Projekt zu er Anlage ist völli ausgearbeitet und hat Anerkennung gefunden. M a r k s u h l. Ein schrecklicher Unglücksfall mit tödtlichem Ausgang hat sich auf dem hiesigen Bahnhof zugetragen. Der Bremser Schuhmann von Salzungen hotte denGüterzug für die Dauer des Aufenthalts auf hiesiger Station Verlässen Bei derAbfahrt nach Eisenach bemerkte er, daß er eine falsche Bremse bestiegen, und wollte, obgleich sich der Zug schon in ziemlich rascher Fahrt befand, wieder abspringen, um die richtige Bremse zu erreichen. Er muß dabei auf dem Trittbrett jedenfalls ausgeglitten sein; denn er kam unter den Wagen, der ihm die beiden Unterschenkel und den linken Arm abfuhr. Der Bedauernswerthe verstarb nach kurzer Zeit. Niederfüllbach. Bei demVersuche, einen Schmetterling zu fangen, ist hier der 12jährige Sohn der Wittwe Schubert tödtlich verunglückt. Der Knabe hätte ein offenstehendes Taschenmesser in der Hand und kam beim Laufen zu Fall. Dabei stieß er sich das Messer ins Herz. Der Todt trat nach' wenigen Augenblicken ein. Seinstedt. Der von hier gebürtige Pferdeknecht Brandes war mit Rübenfahren beschäftigt; er wollte die Pferd eintreiben, dabei schlug eins der Thiere mit dem Hinterhufe aus und traf den in der Schoßkelle sitzenden Brandes dermaßen an den Kopf, daß er schwere innere Verletzungen und einen doppelten Schädelbruch erlitt. T a n n a. Vor kurzem waren es 23 Jahre, daß unser jetziger Rathskassirer Gustav Lang als Rathsdiener in den städtischen Dienst trat. Aus diesem Anlaß wurde er von der Stadt durch Bürgermeister Eckner und eine Abordnung des Gemeinderaths beglückwünscht und ihm eröffnet, daß ihm eine jährliche Zulage von 60 Mark siewilligt worden sei.

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Der deutsche Photograph . 324 28. Maryland Erstklassige Familienwasche. ..Beide Telephon 808. Sachsen. Dresden. Dieser Tage tjt hier der Geheime Baurath a. D. Bergmann im 71. Äabre gestorben. Am 1. tfprll 1902 trat der Verstorbene in den wohlverdienten Ruhestand. Die eiserne Hochzeit feierte der in sächsischen Musikerkreisen gut bekannte und geachtete Musikdirektor a. D. Heinri Lange, der Mitbegründer des Allgemeinen Musikvereines zu Dresden", und seine Ehefrau Auguste Lange. Dcs greise Paar ist ganz verarmt. Bischofswerda. Auf der Strecke von hier nach Dresden wurde durch einen ausfahrenden Güterzug die Scheuerfrau Parl von der hiesigen Bahnmeisterei mit ihrem 5jährigen Knaben überfahren und gegen 100 Meter weit geschleift. Die Frau war sofort todt, während der Knabe mit leichteren Verletzungen davonkam. Chemnitz. Kürzlich wurde der 21jährige, bei. der hiesigen Düngerabfuhr - Gesellschaft angestellte Geschirrführer Paul Gerstenberger außerhalb der Stadt von seinem Tonnenwagcn, der eine meterhohe Böschung hinab stürzte, auf der Stelle erschlagen. , Ei ben stock. Auf dem unteren Bahnhofe verunglückte der Postschaffner Unger dadurch, daß er mit seinem Postkarren dem von Adorf einfahrenden Personenzuge zu nahe kam und von der Maschine dieses Zuges zur Seite geschleudert wurde. Der Bedauernswerthe, der hierbei einen Schädelbruch erlitt, wurde bewußtlos nach seiner Wohnung gebracht. Freiberg. KausmannBretschnew der beging sein 50jähriges Bürgerjubi. läum. .Aus diesem Anlaß wurde er in seiner Wohnung unter UeberreZ chung des üblichen Diploms beglückwünscht. Postelwi tz. Tödtlich verunglucki ist auf einem Elbekahn der 38 Jahre alte Bootsmann Focke von hier. Er war mit dem Aufwinden eines Ankers beschäftigt, als plötzlich die Kurbel zurüöschlug und dem Unglücklichen die Schadeldecke zertrümmerte. Stein len. Sein fünfzigjähriges Meisterjubiläum feierte hier . der Fleischermeister Karl Hermann WilHelm. Die Innung ernannte ihn aus dem Anlasse zu ihrem Ehrenmitglied?, während die Verbände, denen die Innung angehört, Diplome überreichen liehen. Z i t t a u. Freiwillig aus dem Leben geschieden ist hier der 34 Jahre alte Geometer und Ingenieur Eduard Klauß, welcher vom hiesigen Schöffen gericht wegen Betrugs zu 14 Tagen Gefängniß verurtheilt worden war. Er wurde unterhalb des Töpfers im Walde erhängt aufgefunden. Klauß lebte schon seit längerer Zeit in mißlichen Verhältnissen.' Kessen'Varrnlladt. Darmstadt, dieser Tage seierte Kommerzienrath Hickler sein 26jähriges Jubiläum als Inhaber der Firma Heinrich Keller & Sohn. Vor kurzem starb hier im Alter von 85 Jahren Johann Martin Kappus, Ehrenbürger der Stadt Offenbach. Fürfeld. Hier sieb der S Jahre alte Sohn des Ackerers Joachi, während er im Hofe einer Katze c.uf dem Dache nachschaute, in einen Kübel heißen Wassers und verbrannte sich so stark, daß alsbald der Tod eintrat. '" Doppeltes Pech. Alsoem Leutnant hat Dich in seinem Automobil überfahren? Das ist Pech.- Fräulein: Ja, und nicht 'mal in Unisorm ift ntotUnJ1