Indiana Tribüne, Volume 29, Number 86, Indianapolis, Marion County, 2 December 1905 — Page 5

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Wascheansslaltnng der Ozean: dampser.

Die Zeiten sind vorbei, wo die deutsche Jungfrau jahrelang spann, um dem Weber das Material zur Herstellung ihres Linnen - Brautschatzes zu übergeben. Mehr und mehr ist aus dem heutigen Wäscheschrank auch das Linnen verschwunden, um durch Stoffe anderer Art ersetzt zu werden. Aber solch' ein wohlgefüllter, sorgfältig geordneter Wascheschrank macht 'mit seinen Stapeln sauberer, mit bunten Bändern zufammengebundener Wäsche doch heute noch einen erfreulichen, anziehenden Eindruck, dem sich selbst das Gemüth des Hausherrn, nicht entziehen lann, wenn ihm einmal Gelegenheit wird, in den Wäscheschrank der Hausfrau hineinZusehen. Das Wort Wäsche" hat ja für das männliche Familienoberhaupt einen großen Theil seiner Schrecken verloren, besonders in den Großstadten, wo man . die große Wäsche mehr und Iiehr in den Waschanstalten reinigen läßt, um das häusliche Waschfest mit allen seinen Unannehmlichkeiten zu vermeiden. Doch wir wollten nicht von der Wäsche erzählen, so weit mit ihr die kleinen Miseren de5 Haushaltes derbunden sind, sondern wir wollen unsere Leserinnen vielmehr heute mit zwei interessanten Großbetrieben besannt machen, die sich mit der Verwaltung der Hauswäsche befassen, mit Handtüchern, Tischtüchern, Servietten, Bettlaken und Bettbezügen. Wir begeben uns im 'Geiste in die Docks einer der großen Dampfergesellschaften, welche ihre modernen Passagierdampfer über alle Ozeane entsenden. Wir betreten ein gewaltiges Haus vom Hofe aus, in welchem ein Dutzend großer Magazinwagen hält, aus denen ununterbrochen verschlössene Körbe vom Format der Reisekörbe in das Haus hineing.eschafft werben. Ili diesem Hause befindet sich die Wäscheverwaltung der großen Dampferaeseschaft, und soeben liefert eine Waschanstalt die Wäsche von zwei Dampfern ab, die wenige Tage vorher eingetroffen sind und ihre schmutzige Wäsche an die Verwaltung abgegeben haben. Wenn wir uns in den Raum begeben, in welchem die gereinigte Wäsch: durch die Angestellten der Dampfergesellschaft abgenommen wird, dann sind, wir etwas verblüfft über die Zahlen, welche hier genannt werden. 30,000 Servietten, 5,000 Tlschtücher, 15,000 Bettbezüge, 40,000 Handtücher. werden hier auf einmal gereinigt abgeliefert. Aus dem Annahmeraum kommen wir in den Ausgabesaal, wo an die sogenannten Wäsche-Stewards der Dampfer unter Aufsicht der Zahlmeister reine Wäsche sür die in den nächsten Tagen abgehenden Dampfer ausgegeben wird. Der WäscheSteward ist dafür verantwortlich, daß die volle Zahl der Wäschestücke, die er. erhält, wieder zurückgeliefert wird. Doch muß man es ihm zugute halten, wenn er trotz Äer größten Gewissenhaftigkeit nicht immer die volle Zahl wieder zurückbringt. Es wird unterwegs sehr viel Wäsche gestohlen und zwar Leserin, verhülle dein Haupt! von den Passagieren der ersten Klasse. Es handelt sich hier um einen jener Diebstähle, die Niemand für ein Unrecht hält. Es hat sich nämlich drr eigenthümliche Brauch herausgebildet, daß am letzten Tage der Reise und vor der Ankunft in den Bestimmungshafen die Damen der ersten Kajüte sieg die Servietten zum Andenken einste'den. Wie wir uns überzeugen können, sind diese Servietten kostbare Stücke, meist aus reinem Damast in den besten deutschen, englischen und französischen Fabriken hergestellt. Sie zeigen Wappen undNamen der Schifffahrtsgesellschaft eingewebt, und die beste Qualität vieser Servietten kostet pro Stück $4 bis $5 selbst beim Großeinkauf. Der Wäschr-Steward darf den Raum, in dem das letzte große Diner stattfindet, nicht betreten, um den Damm die Servietten, die sie eingesteckt haben, wieder aus der Tasche zu ziehen, und die Stenards, denen s die Bedienung im Speisesaal obliegt, 'drücken schon ein Auge- zu, wenn sie ordentlich . getippt" werden, d. h. wenn sie ein gutes Trinkgeld bekommen. So haben die Schiffahrtsgesellschaften durch diesen eigenartigen Brauch einen ' jährlichen Verlust, der sich zu ganz ansehnlichen Summen aufrundet. Noch größer aber als dieser Verlust ist natürlich der, der durch die Abnützung d Wäsche entsteht. Wir betreten den nächsten großen Raum und sehen die unter Aufsicht einer älteren Stewardeß siehende Reparaturwerkstatte. Eine Anzahl von Nähmaschinen klappert hier, und das Herz, geneiate Leserin, wird sich dir im Leibe umdrehen, wenn du erfährst, wie groß die Verluste an Wäsche durch das Äeinigen sind. Hunderttaufende betragen die Verluste, die jährlich durch den Wäscheverschleiß bei der Reiniaung entstehen. Die amerikanischen Waschanstalten, die hunderttausend Stück Wäsche für einen Dampfer innerhalb achtundvierzig Stunden zu-rückzuliefern-haben, gehen natürlich nicht sehr säuberlich damit um. Noch schlimmer aber' behandeln die Wäscherinnen und Wäscher in China und Indien die Wäsche, die ihnen zur schleunig'.n Reinigung übergeben wur

uc Gewöhnlich schlagen sie l't nassen Wäschestücke so lange gegen Steine oder Bäume, -bis ' aller Schmutz herausgeflogen ist. Wie die Wasche nach dieser Reinigung aussieht, kann man fit ungefähr denken. Zcommt das Schiff aus dem Auslandsbc.fen zurück, dann muß in manchen Fällen ein Zehntel der gesammten Wäsche aussortirt werden, weilie sich in dem jetzigen Zustande nicht melzr brauchbar zeigt. Die Reparaturwcrkstätte versucht zu retten, was zu retten ist. Betttücher werden gestürzt" und für die Kabinen der Angestellten auf den Dampfern verwendet. Große Tischtllcher werden sauber geflickt, eventuell zerschnitten und frisch umsäumt, um sür die Zwischendecker gebraucht zu werden. Der Komfort, den die modeinen Ozeandampfer bieten, kommt auch den Passagieren der letztenKlasse, den sogenannten Zwischndeckern, zugute. Man legt ihnen jetzt in dem gemeinsamen Eßraum Tischtücher auf, die allerdings nur jeden zweiten bis dritten Tag gewechselt werden. Daß bei diesem ganz kolossalen Wäscheverschleiß die Verwaltung der Wäscheabtheilung große Vorräthe hatten muß, ist selbstverständlich. Betrachten wir diese Vorrathsräume, in denen Regale, vom Boden bis zur Decke reichend, so aufgestellt sind, daß sich kreuzende Gassen entstehen, so sinden wir diese Regale von oben bis unten mit nagelneuer,noch ungebrauchter Wäsche gefüllt, die ganz frisch aus der Fabrik gekommen ist. Die Regale sind durchschiebethüren verschließbar, und! besonders gute Wäsche wird in verschlossenen Schränken aufbewahrt, irsbesondere wieder die Servietten die so groß sind, daß man sie in einem bescheidenen Haushalt als Tischtuch verwenden könnte. Begleiten wir aber jetzt die Wäsche auf das Schiff und in die sogenannte Pantry" des Wäsche - Stewards. In Regalen, die mit Schiebethüren verschließbar sind, hat der WäscheSteward die ihm zugezählten Wäschestücke, über die er quittiren mußte, sorgfältig aufgestapelt. Hier liegt Bettwäsche, daTischwäsche, dortHandtücher. Tausende von Wischtüchern, Waschtllchern für die Küche, Staubtüchern sind vorhanden. Ein großer Schrank ist vollständig mitBadewäsche gefüllt, denn die meisten Passagiere nehmen am Vormittag, schon aus langer Weile, ein warmes Seewasserbad. T:glich zwischen zehn und zwölf Uhr giebt der Wäsche - Steward an die Stewards und Stewardessen die Wäschestücke, die sie brauchen,- aus. Er muß höllisch aufpassen, muß sich jeden einzelnen Posten quittiren lassen und giebt außerdem jedem Steward und jeder Stewardesse eine Abschrift des Verzeichnisses von Wäsche, über die sie quittirt haben. Am nächsten Morgen müssen die gebrauchten Wäschestücke in der Pantry" des Wäsche - Stewards abgeliefert werden. Die Listen werden genau verglichen, und fehlen Wäschestücke, so wird' das Conto des Stewards oder der Stewardeß mit dem Ersatz für die Wäschestücke belastet. Die gebrauchte Wäsche, die beim Steward abgeliefert worden ist, geht in einen Trockenraum, wo besonders Tischtücher getrocknet, aber auch die Handtücher aufgehängt werden, um sie von jeder Feuchtigkeit zu befreien. Erst dann werden die Wäschestücke flüchtig zusammengelegt, nach Sorten geordnet, in Leinwandsäcke verpackt und in dem besonderen Raum für gebrauchte Wäsche verstaut. Kommt man im Hafenorte an.so stehen schon die Wagen der Wäschereien bereit, um die ganze schmutzige Wäsche sehr oft sind es hundert Sack voll in Empfang zu nehmen. Natürlich muß in der Wäsche-Pan-try noch eine Reserve von Wäsche vorHanden fein. Das Schiff kann ja durch irgend einen Zufall längere Zeit zur Rejse brauchen, als man dachte; die reine Wäsche darf aber an Bord nicht ausgehen. Aus diesem ungebrauchten Wäschevorrath ergänzt der Wäsche - Steward für Ifo Rückreise die zerrissenen Stücke, die ihm aus der Waschanstalt als gereinigte Wäsche übergeben wurde. Wäschestücke, die von den einlausenden Schiffen in das Wäschedepot kowmen und derartig zerrissen sind, daß sie auch durch Flicken und Ausbessern nicht mehr verwendbar gemacht werden kör.ien, werden nach derReinigung in besondere Säcke gepackt und an einen Abnehmer, der diese kostbaren Lumpen an Papierfabriken liefert, zum vereinKarten Preise verkauft. Menfchenhaarstrümpfe. In China hat fast jede Familie ei. nige Paare von Menschenhaarstrümpfen; sie werden über die Baumwollestrürnpfe gezogen direkt auf dem Fuß sind sie sonst unangenehm, und sie halten, wenn sie richtig behandelt werden, ein Leben lang. In Nordchina wird das Haar eines Kindes, wenn es vom Kopfe geschoren ist, in einem besonderen Haarkasten von chinesischem Lack aufbewahrt, und wenn der Kasten genügend voll ist, so wird es herausgenommen und zum Strumpfe verarbeitet, solche Striimpse haben einen sentimentalen, ja gewissermaßen religiösen Werth und man trennt sich selten von ihnen. Boshaft. Wirth: Verzeihen Sie, ich habe Jlaen as Versehen eine Flasche Essig gegeben!" Gast: Darum! Ich hab' mir gleich gedacht: Heut' schmeckt der Wein 'mal gut!"

Skin Sohn. Novelle von Max Walther. Aber nun zur Bowle eine Ge schichte! Wer erzählt uns eine Geschichte?" Ja, eine Geschichte, aber eine wah-

re. ), Herr Pfarrer, Sie sind unser Mann; würzen Sie unsern Punsch mit einer Geschichte aus Ihrem thatenreichen Leben!" Aller Blicke richteten sich auf den Pfarrer, der still lächelnd um sich schaute. Aus meinem thatenreichen 2eben?" sagte er, mitleidig lächelnd. Wahrhaftig wenn alle Menschen so thatenreich gelebt hätten wie ich , es sähe recht still und friedlich auf der Welt aus. Nein, meine verehrten Herren und Gäste, ich bin ein ruheliebender Diener des Herrn, der seit vielen Jahren nicht über die Grenzen seiner stillen Pfarre hinausgekommen ist. Wenden Sie sich doch lieber an den Herrn Major!" Beileibe nicht!"' rief dieser, ich will mich hängen lassen, wenn mein Kriegerleben in dieser friedlichen Zeit nicht ebenso unblutig als das "Seiner Hochehrwürden gewesen ist!" Bei den letzten Worten des Majors war der Pfarrer aufgestanden und hatte ein Bild von der Wand genommen, das die Unterschrift Sein Sohn" trug, und das in drastischer und ergreifender Weise eine Szene darstellte, wo ein General an dem Todtenbette seines gefallenen Sohnes, eines jungen Offiziers, sitzt und, über einen Briefbogen gebeugt, die traurige Pflicht der Venachrichtung an seine Frau erfüllt, daß ihr einziges Kind den Heldentod gestorben ist. In einer Fensternische stehend, zeigte dieses Bild noch einen jungen Adjutanten des Ge-, nerals, auf den der Pfarrer besonders hinwies und in dem man bald die große, breitschultrige Gestalt des Majors erkannte. Nun gab . es für den Major kein Ausweichen mehr, und gleichsam als habe der Anblick dieses Bildes alle trüben Stunden in ihm wachgerufen, begann er mit schlichten Worten zu erzählen. Der schwere Tag von Königgrätz war vorüber, als ich an der Seite des Generals v. S., dessen Adjutant ich im Jahre 1866 war, behufs einer Rekognoszirung über das blutige Schlachtfeld ritt. Der schaurige Anblick dieser schrecklichen Verwüstung, wo Mensch und Thier im blutigen Durcheinander, zum größten Theil gräßlich verstümmelt, lagen, rief ein wehmüthiges Erinnern an die Allgewalt des Todes wach, und langsam ließen wir die Pferde über das traurige Gefilde gehen. PlMich hielt Herr v. S. sein .Pferd an und wies auf einen Gefallenen, dessen reiches, hellblondes Haar ihm bekannt erschien. Von einer inne:en Unruhe getrieben, stieg er vom Pferde und fand in ihm seinen Sohn, der, von einem wuchtigen Säbelhieb getroffen, ohnmächtig zusammengebrochen war. Da er nur einen kleinen Schritt von einem seichten Bach lag, wuschen wir ihm seine Wunde, und da nach einem nothdürftigenVerband mittels unserer Taschentücher der BlutVerlust nachließ, kam er auf einig Minuten zur Besinnung. Noch heute steht dieses schmerzliche Bild klar vor meiner Seele, wie bald darauf Vater und Sohn gleichsam zum Abschied sich noch einmal in den Armen lagen; doch ehe letzteren wieder die Besinnung verließ, zeigte er auf einen beinahe bis zur Brust in dem feichten Bache liegenden Portepeefähnrich und bat mit schwacher Stimme, auch diesen zu retten. Während nun der Varer den schwer verwundeten Sohn mit sich auf sein Pferd genommen und mit der schweren Last sich langsam bis zur nächsten Vauernhütte durcharbeitete, erhielt ich den Befehl, den österreichischen Fähnrich herauszuziehen und gleichfalls mit ihm nachzukommen. Trotz aller Vorstellungen und Bitten, daß vielleicht doch noch eine Rettung für ihn möglich sei, schüttelte izieser nur traurig den Kopf und zeigte mit der verstümmelten rechten Hand auf seine linke Hüfte, in der ein Offizicrsdegen beinahe bis zum Griff eingebohrt war. Er bat mich, ich möchte ihn so liegen lassen, da das Wasser seine Wunden kühle. Ich that, was ich noch zur Erleichterung der Todesstunde thun konnte, reichte ihm noch einen kräftigen Schluck Wein aus meiner Feldflasche und versuchte, so rasch wie möglich dem General nachzueilen. Wollte ich Ihnen, meine lieben Freunde, den schmerzvollen - Anblick schildern, der sich mir bei meinem Eintritt in die armselige Vauernhütte darbot, wahrlich, die deutsche Sprache müßte neuere, drastischere Worte gebären, und mir will es scheinen, als ob ein beschriebenes Glück oder Unglück, Freud oder Leid einem ausgebrannten Ofen gleicht. Die Wärme bleibt, aber das Feuer ist verloschen. Auf einer eisernen Bettstelle mit den nothdürftigsten verschiedensten Unterlagen lag die Leiche des Sohnes und daneben auf, einem dreibeinizen Holzschemel die zusammengesunkene Gestalt des Generals, die kalte Rechte seines Sohnes noch krampfhaft umschlingend, wMrend die hellen Zähren unaufhörlich aus dem grauen Vollbart darauf hernieder fielen. Bald erfuhr ich, daß fein Sohn bei der Flucht der Oesterreiöer noch einen erbitterten Zweikamps

mir vzm ojierreicylzcyen Faynricy yaltt und dessenOpfer geworden sei, und daß seine letzten Worte gewesen seien, man möge ja den tapfern Oesterreichs' zu retten suchen. Einestheils, um . die tiefe Trauer des armen Vaters nicht zu stören, anderntbeils. um die kdte Bitte eines Todten zu erfüllen, ritt, ich nochmals zur Kampfstätte. Ich zog den Gefallenen aus dem seichten GeWasser, aber die kalte Hand des Todes hatte bereits auch von ihm Besitz genommen. Unter ihm aber lag die Fahne seines Regiments, die er mit seiner Leiche schützen wollte. Ehre dem tapfern Feinde!" ' Blondinen und Brünetten.

Der Pariser Schriftsteller Paul Difflotte versucht in einem Der Hingang der Schönheit- betitelten Buche den Nachweis zu erbringen, daß die Rasse-der Blondinen und Blonden immer weniger, dagegen jener der Vrünetten in entsprechendem Maße immer zahlreicher wird. Selbst in Deutschland, der Heimath der blondzöpfigen Gretchens, ebenso in Schottland, ist eine bedeutende Abnahme der Blonden zu verzeichnen. So zählt Man im heutigen Deutschen Reiche nur noch 33 Prozent, in Schottland gür nur 16 Prozent Blonde. Italien begnügt sich mit 2 Prozent. Soll man dem Verfasser glauben, dann führt in Mittel- und Westeuropa Frankreich den Record der Blonden. Unter hundert Franzosen und Französinnen zählt man zusammen 61 Blonde! Die Ziffer klingt Lberraschend, und es steht sehr zu befürchten, daß Herr Difflotte auch die Blondgefärbten in diesen Prozentsatz aufgenommen hat. Wie dem auch sei, der Rückgang der blondköpfigen Menschenkinder wird von der Wissenschaft so versichert der Verfasser auf zweierlei Art erklärt. Nach der einen ergeht es der blonden Rasse wie den blondgeborenen Kindern.' Wie das blonde Haar der Kinder sich in der Mehrzahl der Fälle mit den Jahren verdunkelt, fo hat auch die blonde Rasse mit dem Altern ihre Vorherrschaft eingebüßt und ist in die Minderzahl eingerückt Die andere Theorie stellt sich auf eine Art Darwin'schen Standpunkt vom Kampf zwischen Blond und Brünett, bei dem die erste Farbe unterlegen ist. Die Theorie meint nämlich, der brünette Typhus, der mehr nomadenhaft, mehr kamvf- und abenteuerlustig sei, habe den blonden Typus besiegt, absorbirt, in die Minorität herabgedrückt. So hat auch die Haarfarbe der Rassen ihren Kampf um-s Dasein zu führen gehabt, einenKampf, bei dem sie unterlegen ist. Die dritte Theorie, jene, die sich auf die phystologischen,-hygieni-schen und sozialen Lebensbedingungen der.weiZen Rasse basiren könnte, hat der! Verfasser übersehen. Und doch ließe sich die Abnahme der Blcndköpfigen zum Theil wenigstens aus den Lebensverhältnissen der Menschen in den Kulturstaaten erklären. Die Zahl der Erdbewohner hat sich seit einem Säkulum fast um ein Drittel vermehrt, und fast in gleichem Schritt hat die Zahl der Blonden abgenommen. Sollten für die. letztere Thatfache die tief veränderten Lebensbedingungen der, Menschen nicht ihr Theil beigetragen haben? Vielleicht giebt gelegentlich einmal ein Gelehrter auf die Frage die Antwort. Wie dem auch sei. Herr Difflotte erinnert, daß die berühmtesten Frauen in Poesie und Geschichte Blondinen waren. Ihre, große Ahnin in der Mythologie war Aphrodite, der Paris wegen ihrer goldblonden Schönheit den Apfel reichte. War Kleopatra brünett, so war ihre schöne Landsmännin Thais aus der Zeit der Ptolemäer hellblond. Die berühmtesten Kurtisanen in der französischen Geschichte: Agnes Sorel, die schöne, Gabriele Heinrich's IV., die Montespan und die Lavalliere Ludwig's XIV. triumphirten als goldblonde Beauts. Auch die berühmte Frau von Sevigne, der erste 'Blaustrumpf" und welch herrlicherVlaustrumps! der ihre , bretonischen Landsleute eben ein Denkmal errichten, ist eine Blondine gewesen. LondonhatvorKurzem ein Denkmal Gladstone's erhalten, das seiner selbst und des Mannes würdig ist. Es steht vor dem Hauptthor der St. Element Daneskirche, da wo . .die breite Aldrych-Straße bei den Gerichtshöfen in den Strand einmündet, an einer Stelle, wo es der Verkehr der Riesenstadt ohne Rasten umfluthet. Auf einem zweiundzwanzig Fuß hohen Sockel aus Portland-Stein steht eine colossale Bronze-Statue Gladstone's in der malerischen Robe des Schatzkanzlers. Die aufrechte Figur ist ruhig gehalten, und die ganze Aufmerksamkeit concentrirt sich auf den energischen Kopf, der scharf nach links gewandt ist. Am Fuß des Sockels sind vier allegorische Gruppen angebracht, die Brüderschaft", Erziehung", Hohes Streben" und Muth symboli siren und recht lebhaft und energisch gehalten sind. Das Denkmal, das ein Werk das Akademikers Hamo Thorneycroft ist, hat 40.000 DollarZ gekostet. An der Enthüllung betheiligten sich einige zwänzigtausend Personen. Die Festreden hielten der alte Sprecher" Lord Pl; Gladstone's Biograph, John Morler und sein langjahrigu politisch? 'Bundesgenosse, der Herzog von Devonshire.

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