Indiana Tribüne, Volume 29, Number 84, Indianapolis, Marion County, 30 November 1905 — Page 3
Jndiana Tibüne, 30 November
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Uliglücksbotschllften Von den großen Sem und aus dem ganzcu NordWesten.
Bildungscensus in den Ver. Staaten. Schärfere Kontrolle in den Militär-Depots.-Gegen das Fußballspiel Russen wollen sich auf Hawaii niederlassen. Rücktritt des Gesandten Squiers.
Sturmschaden. Chicago. 29. Nov. In der letzten und vorausgegangenen Nacht find wahrscheinlich 26 Mann in dem Sturme auf den großen Seen umge kommen und über ein Dutzend Schiffe sind gescheitert. Sechs Schiffe werden vermißt, die vom Sturme zwischen ö fen erwischt wurden. Der Sachschaden mag 52,000,000 betragen. Verloren find die Schiffe : Mataasa von Duluth, I. H. Outh. waite von Cheboygan, City of Holland von RogerS Ctty, CreScent City von Duluth. Vermißt werden: j Angeline von Lake Superior. Panther von Lake Erie, Jameö Howatt von Lake Huron, Judd von Lake Huron, Mohegan von Lake Huron, Mingoe von Lake Huron. Etwa 15 Schiffe haben mehr oder minder schwere Verletzungen erlitten. Duluth, Minn.. 29. Nov. Neun Leute vom Dampfer Makaafa, darunter ein Maschinist find ertrunken. Ihre Namen find: William Moft. 1. Maschinist, Cleve. land; Claude Farringer. 2. Maschinist. Cleveland; JameS Early, Buffalo; William Gilchrist. Oeler. Winton. Ont.; Carl Carlion, Oeler, Chicago; Henry Wright, Steward, Cleveland; Walter Bush, 2. Koch, Amherftburg; und zwei Unbekannte. Gerettet wurden: Captain R. F. Humble; Wallace Bromn, 1. Maat; Herbert Emigh, 2. Maat; JameS Hatch, Wheelman; George McClure, Wheelman ; Alex Carlson, Heizer; Charles BürneS. Heizer; Erneft Dietz. Wächter; Lee YateS, Matrose; Fred. SaunderS, Aufputzer; Grantley West, Wächter; Edward Coulter, Hetzer; Harry Larfon, Matrose; LouiS YateS, Matrose. D u l u t h, Minn., 29. Nov. Nach den letzten Berichten find vollständig verloren die Dampfer Mataafa, CreS cent City, Edenborn und Lafayette, im hiesigen Hafen sank, Elwood; ge strandet find die Barke Manila und der Dampfer W. B. England; die Barken Maderia und Constitution werden vermißt. Präs. Coulby von der PittSburg Dampferlinie kam mit einem Extra zuge hier an und brachte allerlei Appa rate mit, die bei Rettung einiger ge ftrandeter Schiffe aebraucht werden sollen. Kälte. Helena. Mont.. 29. Nov. Die größte Kälte dieses Winters wird von Havre berichtst; dort herrschten 24 Grad unter Null. Der Bahnverkehr war gehemmt. M i n n e a p o l l S, 29. .November. Ebenso wie die Städte eines halben Dutzends anderer Staaten des Nord Westens hat auch MinneapoliS unter einem der heftigsten Schneestürme der letzten Jahre leiden müssen. Im Flusse bildeten sich große Eis selber und störten den Betrieb der Wassermühlen. Drähte der elektrischen Leitungen wurden vielfach zu Boden gerissen. Der Bahnverkehr ist stark gestört. Lokomotivführer in Nöthen. Concord. Mass.. 29. Nov. Bei Schluß der Untersuchung, der Co ronerZgeschworenen über das Bahn Unglück zu Lincoln, bei welchem 13 Personen getödtet und 20 verletzt wur den, wurde Horace Wy. LyonS, Loko motivführer einer der beiden Züge un ter der Anklage des Mordes den Groß geschworenen überwiesen und unter 10,000 Bürgschaft gestellt. Erzbischof für russische Juden. Boston, 29. Nov. DaS HilfS Comite für die russischen Juden ha euch von Erzbischof Williams von der hiesigen Diöcefe eine Gabe erhalten Mit der Gabe kam ein Brief von Ge neralvicar Wm. Byrne.
BildungözensuS. Washington, 29. Nov. Nach einem Bulletin, welches heute Abend
daS Zensusbureau veröffentlicht, find von 1000 Personen über 10 Jahren in den Ver. Staaten 160 nicht im Stande zu schreiben. Von der eingeborenen weißen- Be völzerung find eS nur 46, von den im Ausland geborenen Weißen 123 und von den Negern 445 aus Tausend. Dieses Verhältniß ist günstig gegen über Rußland, Italien und Ungarn, dagegen sehr ungünstig Deutschland, Schweden, Norwegen, Dänemark und der Schweiz gegenüber. . Im Vergleich mit dem CensuSdericht vom Jahre 1890 find die neueren Zah en sehr günstig, die Zahl der Jllttera en hat entschieden abgenommen. Kontrolle beiMilitär, d e p o t S. Washington, 29. Nov. In Folge der Unregelmäßigkeiten, welche im Schuylkill'Arsenal vorkamen, sind nach verschiedenen Depots weitereOuartiermeister geschickt worden. Nach einer Ordre des KriegSfecretürS sollen womöglich alle Vorrätbe, die un ter Konttact aeliefert werden, von einem Offizier besichtigt werden. . Unter den Offizieren, welche nach veschledenen Depots kommandirt' find, befindet sich auch Capt. A. S. Bickham von Jefferfonville, Ind. 9 Gegen Fußballspiel. Berkeley. Cal.. 29. Nov. Um Mittag versammelte Präsident Wheeler die Studenten der CaliforniaUnlversi' tät und hielt eine scharfe Rede gegen das Fußballspiel. . Opfer des Fußballspieles S e d a l i a. Mo., 29. Nov. , Der 16jährige Robert Brown der letzten Samstag beim Fußballspiel verletzt wurde, ist heute gestorben. ' I Russische Einwanderer in Aussicht. Honolulu, Hawaii'Jnseln, 29. Russen, welche letzte Woche als Delega ten einer Kolonie bei Los Angeles, Cal., hierher kamen, hatten Konferen zen mit Gouv. Carter und Sandkorn missär Caftle. Etwa 200 Familien mit 600 Köpfen sind willens hierher zu kommen und in den Zuckerfeloern zu arbeiten, wenn ihnen eigene Heimstät ten gegeben würden. Man wünscht hier sehr statt Chinesen und Japaner andere weiße Einwanderer anzuziehen, die auch als Bürger gerne aufgenommen werden könnten. SquierS' Rücktritt. Washington, 29. November. Schon seit langer Zeit konnten die Be Ziehungen des Gesandten SquierS zur kubanischen Regierung daS hiesige Staatsdepartement nicht befriedigen. In feinem Interview, daS lm Ha vana Telegraph und in einer New Yorker Zeitung veröffentlicht wurde. sollen die Amerikaner auf der JSle of PineS emuthigt worden fein, obgleich diese Regierung stets allen Amerikanern rieth, sich den bestehenden Gesetzen zu fügen. DaS Staatsdepartement bedauert den Rücktritt Squiers sehr. Er betrat das diplomatische Gebiet im Jahre 1894 als zweiter Sekretär der Botschaft zu Berlin und blieb 3 Jahre dort. Dann ging er als 1. Sekretär nach Peking und spielte während des Boxeraufftan des bei Vertheidigung der Gesandt schaften eine rühmliche Rolle. Ge. sandter nach Cuba wurde er am 20. Mai 1902. Neuer Gesandter nach Cuba. W a s h i n g t o n,.29. November Edwin V. Morgan, gegenwärtig amt rikanischer Gesandter zu Korea, ist zum Gesandten nach Cuba ernannt worden als Nachfolger SquireS' dessen Resig. nation angenommen wurde. SquireS Verhalten in der Frage der Jsle of PineS hatte bei der cubanischen Regie rung Mißsallen erregt. Schadenfeuer. San Francisco, 29. Novbr. Aus unbekannter Ursache brach in der CigarrenkiftM'Fabrik von ElliS und Gantadine an Tremont Straße eine Feuer aus, da? trotz eines starken Re genS 6 Stunden anhielt und einen Schaden von 8250,000 anrichtete.
Bundessenator Erhält 6 Monate Gefängniß.
St. L o u i s, 29. Nov. Bundes senator Jos. Ralph Äurton von stattsaS wurde heute im BundeSKreiS. gerichte zu 6 Monaten in dem Gefäng. nisse von Jronton Co., Mo., und S2500 Geldstrafe verurtheilt, weil er als Senator für die Rialto 'Gram & SecuritieS Co. von St. Louis im Post departement arbeitete, um eine Fraud". Ordre zu verhüten und Geld für .diese Dienste annahm. Er wird gegen das Urtheil appelliren. Einstweilen ist er gegen S5000 Bürgschaft auf freiem Fuße. Ar an ch. Fall. 1 A n n a p o l i S, Md., 29. Nov. In der heutigen Verhandlung des Kriegs gerichtS über den Tod des Kadetten Brauch, welcher im Faustkampf mit dem Kameraden Merriwether töstliche Verletzungen empfangen haben 'soll, war Merrimether der Hauptzeuge. Er machte Angaben über die alte Feind schaft und den Kampf mit Branch. Staatenbill. Washington. 29. Nov. ES werden die größten Anstrengungen ge macht, die Zulassung von New Mexico und Arizona als Staat zu erreichen. Sen. Beveridge. Vorsitzer des Se natSkomiteS für Territorien, wird die Staatenbill so rasch wie möglich durch zudrücken suchen, um den Weg für an dere Gesetze frei zu machen. Die Bill, welche aus Oklahoma und dem JndianerTerritorium einen Staat und aus New Mexico und Arizona einen anderen macht und beinahe in der letzten Sesfion schon angenommen worden wäre, hat nach allgemeinem Glauben gute Ausficht, schon früh in der Sesfion angenommen zu werden. . Staatsmänner prügeln sich. Fayetteville. ArkansaS, 29. November. Gouverneur Jeff'rson Da viS und der frühere Repräsentant Hug A. DinSmore hatten heute in der Halle des Washington Hotel eine Prü. gelei. ES wurde dabei ein Revolver und ein Stock zum Schlagen benutzt. Die Ursache waren politische Intriguen. Sklaverei'auf Austern booten. Washington, 29. Nov. Durch die Geschichten über den von Agenten der Aufternfischern betriebenen Menschenhandel und die unmenschliche Behandlung dieser Sklaven auf den Austernbooten auf der Cbesapeake Bai auf'S Höchste empört, hat Präsident Roojevelt die ganze Maschinerie deS Justij'DepatementS, hauptsächlich aber die des Bundesgeheimdienft Bureaus, in Bewegung gesetzt, um diesem ver dammungSwürdigen Treiben endlich ein Ende zu machen und Jedwedem, der gegen seinen Willen auf den Au sternbooten behalten wird, zur Freiheit zu verhelfen. Auf Befehl deS Präsidenten wleS der HilfS-Generalanwalt Russell den Bun des'DiftriktSanwalt Rose von Balti more an, eine eingehende Untersuchung einzuleiten, sowie die Sklaven auf den Austernbooten ohne Verzug zu be freien. Wie eö heißt, wird sich BundeSmar schall Langhammer selbst an Bord des ZollkutterS, der schon in den nächsten Tagen jn Baltimore eintreffen wird. nach den Austernbooten' begeben. Gasexplosion. C o r r y, Pa., 29. Novbr. Zu Jamestown erfolgte eine Explosion von Naturgas, das aus einem Ofen in der Wobnung von Frau Edwin Roistrick entströmte. Lie Frau wurde durch ein Fenster deS zweiten Stock Werkes auf die Straße.gefchleudert. Sie hatte ein Zündholz angesteckt, um nach der undichten Stelle zu suchen. St. Josephkehrtsichnich a n'S SonntagSgefetz. St. Joseph. Mo.. 29. Nov Der Stadtrath nahm eine Verordnung an. welche bestimmt, daß Schankwtrth schaften an Sonntagen offen bleiben dürfen, außer zwischen halb neun Uhr Vormittags und halb 1 Uhr Nachmit tags. Ver Vcayor yane sein Beko gegen die -Verordnung eingeleitet, weil sie gegen daS StaatSgefetz vergoßt, jedoch wurde dieselbe trotz deS Vetos noch malS angenommen. Man glaubt, daß der Gouverneur sich bemühen wsrd, zu mm V m mm oewmen. van otc Mrimyailen an Sonntagen geschlossen bleiben.
Freche Diebe
Erbeuteten für 89000 Juwelen. Chicago, 29. Nov. Die Bau man Juwelenfirma wurde heute durch drei Männer um Juwelen im Werthe von L9000 bestohlen. Dieselben war fen ejn Schaufenster ein, ergriffen ein Brett mit wertbvollen Steinen und verschwanden in der Menschenmenge, bevor die Unbetheiligten begriffen hat ten, was vor sich ging. Mißglückter Lynchver such. Mexico, Mo., 29. Nov. Der Kohlengräber Edmund I. Bailey, wel cher letzten Sonntag Jay Lawder, den Sekretär der Lawder Peterson Coal Company erschossen haben soll, wurde Montag Abend um halb 10 Uhr eilig aus dem hiesigen County Gefäng nisse geschmuggelt, um ihn aus dem Bereiche eines Mobs zu bringen, wel cher sich organifirte. Kaum war der Gefangene in Sicherheit, so. erschien ein aus etwa hundert entschlossenen Männern bestehender Mob vor dem Ge fängnisse und forderte den Gefan genen. Nachdem die Leute, sämmtlich maZ kirt sich überzeugt hatten, daß sie zu spät kamen, entfernten sie sich so schnell sie gekommen waren. Der Gear Y.Fall. B o st o n. 23. Nov. Dr. John H, Pattee gab heute bei dem Prozesse gegen Dr. Perry McLeod zu, bei einer Ope ration an Susan Geary mitgewirkt zu haben, um deren Leben zu retten. daS in Folge einer kriminellen Opera tion in Gefahr schwebte. Dr. Pattee bezeugte ferner, daß am Tage, ehe McLeod verhaftet wurde, derselbe er klärte, er bedauere jetzt dem Geschäft?' führer der Shepherd King Theaterge. sellschaft eine Note geschickt zu haben, Susan Geary sei zu krank um auftreten zu könnrn. Schisssnachrichten. New York: Germania" von Mar setlleS; Southwark" von . Ant werpen; Oceanic" nach' Liver Pool; Georglc" nach Liverpool; Moordam" nach Rotterdam und Boulogne. Queenötown: .Jvernia" von Boston für Liverpool. Southampton: Kaiser Wilhelm II. von Bremen nach New York. Liverpool: . Norseman" von Portland. Palermo: Glulia" von New York über Neapel für Venedig. Oran: Soperaa" von Genua und Marseilles nach New York. Marseilles: Gallia" nach New York. Liverpool: Majeftic" von New York. Genua: Hamburg" von New York, über Neapel. Neapel: Prinz Adalbert" nach New York. Cberboura: .Kaiser Wilhelm . von Bremen, nach New York. Liverpool: Baltic" nach New York; Noordland" nach Philadelphia. Yokohama: Algoa" von San Iran ciSco, Portland und Tacoma, nach Hongkong; Aragonia" von Port land, Ore. I?n den Ver. Staaten wurden ävährend des am 30. Juni 1905 zu Ende, gegangegenen Fiskal jahres durch Eisenbahnunfälle 350 Passagiere getödtet und 4693 verletzt. Die Gesammtzahl der getodteten BahnBediensteten betrug 798. der Verletzten 7052. Der Tod von 187 und die Verletzung von 3542 Passagieren und der Tod von 2463 und die Verletzung von 38.374 Vahn-Bediensteten find auf andere Ursachen' als Zugsunsalle zurückzuführen. Insgesammt wurden 537 Passagiere getödtet und 10,040 verletzt, und 3261 Bedienstete getödtet und 45.426 verletzt. Von Wölfen qeraubt und vertilgt werden in Rußland alljährlich 800.000 Hausthiere zum Werthe von 56.000.000. A' o'MUrli's Gift. Ccchz'g Jahr alt is der Ccppl Mei', so vageht die Zeit! Sei' Weinl und sei' Pfcis'n, Dö san sei' ganze ftrciid'. Da hat er amol g'lesen In aner neuchen G'schrift: .Im Wein und in da Pfeifen, Da steckt a' g'sährli's Gift!" Wcr's g'wöhnt iZ, muab d'ran sterben Da gibt's ka Medizin! fzoaßt .Alkohol dös oane, Dös ander' .Nikotin. Der Ceppl. der hat's 'lesen, Hat dann der Nanni 'klopst, Hat si' a' Halbe ang'schafst ' Und hat sei' Pfeif'n g'ftopft; Und hat's so wcita 'trieben. Und hat si' trotz der G'schrift, -Mit'm Wein und mit der Pfe-fen No' zwanzig Jahr vergift'!
SicSlimmung im nlsslschm Hccre. Revolutionäre Ausrufe von gefangene f sijiereu der Armee tei Zaren.
Welche Folgen der unglückliche Krieg mit 5 apan für die Stimmung der russischen Armee gehabt hat, wie gründnch er mit den früheren Vorurtheilen und mit dem früheren Dünkel der rüsfischen Offizierskreise ausgeräumt hat, zeigen zwei erst neulich bekannt gewordene und in einer russischen Zeitung veröffentlichte Aufrufe, welche gefangene russische Offiziere in Japan an ihre Leldensgenossen erließen. Das erste Schreiben lautet: An die Offiziere! Jn allen mpanischen Städten, wo Gefangene untergebracht sind,' haben sich liberale Osslz:ersderbande gebildet' die sich die revolutionäre Propaganda unter ihren Kameraden wie auch untec Soldaten zur Aufgabe gemacht haben. .Die Hauptaufgabe unserer Verbände besteht in der Vorbereitung erfahrener Jnnruktoren für Offiziere und Soldaten, die auch nach der Rückkehr eine enge Fühlung untereinander aufrechterhalten würden. . Durch unsere Vaterlandsliebe ge leitet, sehen wir nun ein, daß nur eine grundlegende Umgestaltung derStaatsordnung unsere Armee auf de erfor, derliche Hohe bringen konnte. Sonst wird sie wieder schmachvoll unterliegen. Wir alle, Offiziere wie Soldaten, opferten unser Leben für das Vater land, hungerten, froren und ertrugen alle Entbehrungen des Krieges. Viele von uns wurden verwundet und sind zu Krüppeln geworden. ' Traunq war es, daß dre meisten Offiziere und alle Soldaten keine Ahnung davon hatten, wofür sie ihr Leben und lhre Gesundheit opferten. 'Man betrog- uns, man führte uns hmters Licht. Nachdem wir nun die Schmach der Gefangenschaft, die Niederlagen kennen gelernt haben, sind wir nicht mehr im Stande, die erdrückende Last der jetzigen Staatsordnung zu tragen, und wir fordern im Namen unserer verletzten militärischen Ehre, die durch die Schuld der bankerotten Selbstherrr z l ..mW s. AAVM.svArtsMr.it st3i.A?tt Ujul uuu vii yc.ui.uivt.i juuuu' krähe tn den Schmutz gezogen wurde, politische' Freiheitsrechte.. Presse-, Rede-, - Versammlungs- und Koali tionsfreiheit und Gleichberechtigung der Nationalitäten. Wir verlangen mit einem Wort eine vollgiltige Verfassung, die die Volksfreiheit sichern könnte. Kameraden! Wir sind mit Schmach bedeckt, unser Waffenrock und unsere Ehre sind beschmutzt, und das uur durch die Schuld der bestehenden Staatsordnung. Gebietet uns nicht unsere Pflicht, die Armee in der Zukunft vor derartigen Katastrophen zu vewayren e Die Soldaten folgten uns immer und werden auch künftighin folgen, wenn ihre Unterstützung nöthig sein wird, um die schwankende Macht der Selbstherrschaft zu zerstören. Ein gefangener Offizier aus Port Arthur." Ter andere Aufruf bewegt sich in demselben Gedankenkreise. Er beginnt mit dem inhaltsschweren Satz: Die Befreiungsbewegung, die während des verbrecherischen russisch - japanischen Krieges so' sehr fortgeschritten ist. mußte nothwendigerweise einen lebhaften Widerhall in den Herzen der rufsischen Gefangenen finden." Der Briefschreiber stellt sodann fest, daß die Unzufriedenheit und der Haß gegen die Regierung unter den Gefangenen im Wachsen begriffen sind. Onkel SamS Oelgewinnung. Laut einern Berichte der geologischen Abtheilung des Ackerbau - Departements bezifferte sich die Produktion von Rohöl in den Ver. Staaten im verflossenen Jahre auf 117,063.421 Faß. Der Gesammtwerth des in. den Ver. Staaten auf den Markt gebrachten Petroleums belief sich auf Z101.170.466; die Zunahme der Produktion im Veraleiche zum Jahre 1S03 betrug 16.602.684 Faß im Werthe von $6,476,416. Zum ersten Male :n der Geschichte der. amerikanischen Petroleum-Jndu-strie war im verwichenen Jahre die Öelgewinnung westlich vom Mississippi großer als die östlich dieses Flusses. In Teras, Kalifornien. Kansas, im Jndianer-Territorium und in Oklahoma sind viele neue-Erdölquellen erbohrt und die alten Oelfelder erheblich erweitert worden. Ein riesiges Gebiet, welches sich von dem sudostlichen Kansas südwärts in das Jn-dianer-Territorium und Oklahoma erstreckt und eine Ausdehnung von 180 Meilen Länqe und 50 Meilen Breite hat. erwies sich als produktiv für die Erdöl- und Naturgas-Gewinnung. Der Bericht fuhrt aus, daß allem Anschein nach eine Zunahme der Produktion :n den Ver. Staaten sur eine Reihe von Jahren zu erwarten ist. Die vermehrte Nachfrage nach Petroleum hierzulande wird seiner Verwendung rn Automobll-Fuhrwerken zugeschneden. GefangenentransportWagen wurden auf allen Hauptstrecken der preußisch-hessischen Staatsbahnen eingeführt, so daß das Publikum.in Zukunft nicht mehr mit VerBrechern aller Art unter Polizeibegleiwng denselben Wagen theilen muß. Die Gefangenentransportwagen verkehren zwischen Frankfurt und Kassel regelmäßig fünfmal in der Woche.
