Indiana Tribüne, Volume 29, Number 83, Indianapolis, Marion County, 29 November 1905 — Page 4
Jndtana Tribüne, 2 . November 1005
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Indiana Tribüne. Hnaulgeeikn von der Vutedrg 8. Indianapolis, Ind.
gmy O. Thudium Präsident. GeschäftSlocal: No, 31 Süd Delaware Straße. TELEPHONE 269. Entered &t the Pott Office oi IndUnylU as tccond dass matter. Ei Aderlaß. Ohne daß eine Schaufel Erde in praktischer Arbeit umgeworfen ist. sind die der PanamäkanalKömmisston zur Verfügung geftellten zehn Millionen Dollars nicht nur bis auf den letzten Heller verbuttert, sondern noch erkleck liche Schulden gemacht worden. Wie hoch sich die wirklichen Baukosten, wenn der Kanalbau praktisch in Angriff genommen wird stellen werden, kann die kühnste Phantasie kaum ermessen. ES ist sicher, daß die Herstellung die ser Verkehrsader einen Aderlaß für un fere Nation bedeutet, den wohl kaum eine andere Nation der Welt ertragen könnte, ohne daran zu verbluten. Aber selbst unser finanzkräftiges Land wird manchen chwächeanfall zu überwinden haben, ehe das große Werk vollendet ist. 'Einen einigermaßen korrekten Ueber schlag über die etwaigen Ausgaben, welche der Nation durch Uebernahme dieses Kulturwerkes aufgebürdet wer den, zu machen, ist einfach unmöglich. Elementare Störungen, welche die Ar beit von mehreren Jahren vernichten kön neu, find eben nicht vorauszusehen. Die Lösung der großen Aufgabe und besonders der Fmanzfxage wäre für die Vereinigten Staaten leichter gewe fen, wenn fie nicht durch den spanisch amerikanischen Krieg Weltmacht ge worden wären. Nun aber, da unser Kolonialbesitz uns zu irgend einer Zeit in Verwicklungen mit anderen Mächten führen kann, liegt die Sache anders. Nicht etwa, weil wir inmitten des NiefenunternehmenS befürchten müssen, in einen Weltkrieg verwickelt zu werden, sondern auch, weil unsere Ausgaben für Armee und Flotte, die nun auf der Höhe bleiben müssen, in'S Riesige ge stiegen sind. Unsere Einflußsphäre hat sich ja vergrößert, aber im selben Maaße hat sich unsere natinale Stärke verrin gert. , Wenn der Kongreß sich am 4. De zemdec versammelt, wird Herr Roose velt jedenfalls in seiner Botschaft speziell den Finanzplan hinsichtlich des Panama - Kanalbaues eingehend be sprechen. ' DaS Unternehmen dürfte uns jeden saus aronere sorgen macren als ein Krieg. ES wird aber das eine Gute, neben Schaffung des kolossalen Werke? mit sich bringen tl wird uns Rechnen lehren'. Ein Theil der Korruption in den öffentlichen Departements ist auf den Umstand zurückzuführen, daß es bei uns nicht so knapp zuging wie bei den anderen großen Mächten. Wir konn ten stets aus dem Vollen schöpfen. Man wird keine Millionen für völlig nutzlose Sachen vergeuden können, weil man fie für den Kanalbau und für die Armee und. Flotte braucht. Ob MeeuS'Niveau, ob Schleusen kanal, der pekuniäre Aderlaß wird der artige Anforderungen an unser Land stellen, daß der Amerikaner zu der An ficht bekehrt wird, daß auch unser Na tionalreichthum nicht unerschöpflich ist, obwohl ein anderer Artikel an dieser Stelle über unsere Bodenerzeugnisse ein glänzendes Ergebniß zeigt. Unsere Bodenerzeugnisse. Den Werth der Bodenerzeugnisse des JahreS 1905 veranschlagt Sekretär Wilson auf S6.415, 000,000. Abge sehen von diesem Ertrag dürste sich der Werth der Farmen des Landes in den letzten füuf Jahren um $6,133,000,00Ö erhöht haben. Weder in diesem noch in irgend einem anderen Land hat der Bodenbau je so schier , fabelhaften Reichthum in einem Jahr hervorgebracht. Besser als Bankdepositen oder goldechte Obll gationen mächtiger Eorporationen dünkt dem Sekretär dies zu fein, jeder Tag der verflossenen fünf Jahre erhöhte den Reichthum der Farmen um S3, 400,000. ' - Ten höchsten Ertrag während des JahreS ergab die. Maisernte, 2,703,. 000,000 Bufhel. oder 42,000,000 Bu shel mehr als im nächstn!edriggenJahr. 1899. Nach der Maisernte rangirt im Werth die Heuernte, S605,000,000;
dann Baumwolle. S575.000.000; Wei. zen, S525.000.000; Hafer. S232.000.. 000; Kartoffeln, S133.000.000; Gerste,
S53.000.000; Tabak, S52.000.000; Zuckerrohr und Zuckerrüben, S50.000,. 000; Reis. S13.892.000, und schließ lich Molkereiprodukte, S665.000.000 oder S54.000.000 mehr als im Jahr zuvor Die Henne des Farmers wird immer mehr eine würdige Gefährtin der Kuh Der jährliche Eiergewinn geht m die Dutzende von Millionen und der Werth des Federviehes erhöhte sich auf mehr als eine halbe Billion Dollars, steht also ziemlich auf gleicher Höhe mit dem Werthe der Weizenernte. Den Werth der Pferde schätzt Sekretär Wilson aus r . v -'- 81,2üü,üUü,uuu, nayezu fiieiaj ozm htt abernte, und den Werth der Mauleseln auf S252.000.000. Milch kühe nehmen zu an Zahl und Werth, anderes Rindöieh und Schafe drgegen ab. . ES giebt 17,570.000 Milchkühe. deren Werth auf S482.000.000 taxirt ist, und von anderem Rindvieh 43,669,. 000 Stück im Gefammtwerthe von 5662,000,000. Schweine giebt es 47,321,000. geschätzt auf S283.255.000. Im Allgemeinen erhöhte sich der Werth der Farmthiere im Jahr um etliche Millionen Dollars. Die enorme Produktion reichte hin für die Bedürfnisse von 83.0000.000 Menschen und ließ noch genug übrig, um andere Nationen zu versorgen. Der Werth, der in dem mit dem 30. Juni 1905 zu Ende gegangenen RechnungS jähr exportlrten Farmprodukte stellte fim auf $827,000,000, allerdings um S51.000.000 weniger als der Werth der durchschnittlichen Ausfuhr während der fünf voraufgegangenen Jahre. Der Ausfall erklärt sich aus der knappen Weizenerute, wodurch sich der Export um S41,000,000 verringerte. So dann ging die Ausfuhr von Fleisch' Produkten um S5.000.000 zurück und die Ausfuhr von Obst und dergleichen ebenfalls um 5 Millionen. Der Werth der in den letzten sechzehn Jahren exportirten landwirthschastli chen Erzeugnisse belief sich auf S12,. 000.000.000 odee Sl.000,000,000 mehr als genügen würden, alle Eisen bahnen deS Landes zu ihrem kommer , ellen Werth aufzukaufen.- Der ame rilanische Farmer versteht auch zu spa ren, die Depositen in den ländlichen Banken erhähen sich beständig. Der letzejährige Export der Vereinig ten Staaten nach Canada hatte einen Werth von S166,000,000, wie aus einem Bericht des Spezlal.Agenten des Handels und JnduftrieDepartementS ChaS. M. Pepper ersichtlich. Außerdem verzogen 25.000 Ansiedler in der Zeit von Januar bis Oktober 1905 nach dem Nachbarland, deren Effekten einen Werth von S10.000.000 reprüsentirten. Die neuen Weizenfel der deS großen NordweftenS der Do minion find der Magnet. Herr Pepper ist der Anficht, daß es sich den Fabri kanten der Ver. Staaten empfehlen würde, ihr Augenmerk auf die Schaf fung neuer Märkte im Nachbargebiet zu lenken, hauptsächlich auch die Be dürfniffe der europäischen Einwanderer nach Kanada zu fludiren. Die Juden in den Vereinig ten Staaten. Zu ihrer 250,jührigen Jubelfeier. Die Juden in den Ver. Staaten be. gehen zur Zeit daS Datum ist etwas willkürlich gewählt die Zweieinhalb jahrhundertfeier ihrer Ankunft im neuen gelobten Land. Schon Kolum buö hatte materielle und Wissenschaft liche Unterstützung durch Juden ersah ren, und unter seinen Reisegefährten waren mehrere Juden. Daß dann bald größere Schaaren von Juden sich der neuen Welt zuwandten, hatte viel leicht seinen Hauptgrund in dir Hei mathlosigkeit der im Jahre 1492 aus Spanien vertriebenen. Das erste Land mit einer bedeutenden jüdischen Kolonie wurde das 1499 entdeckte Brasilien, wohin jährlich zwei Schiffs lgdungen Juden und Verbrecher aus Portugal geschickt wurden. Die Ma ranoS oder Neuchriften, die im Laufe des 16. Jahrhunderts beehrten Ju den, warfen in Brasilien vielfach ihr Scheinchriftenthum ab, und so began nen dort bald neue Verfolgungen. Indessen gewannen die Juden dort an Ansehen, führten um 1540 das Zucker, rohr ein und waren im Besitz der meisten großen Pflanzungen. ,Bei ihrem erfolgreichen Angriff' auf Brafl lien im Jahre 1624 genossen die Hol landet die thätige ' Mitwirkung der Juden, die dafür mit allen Rechten.
die die Juden in den Niederlanden in nehatten, belohnt wurden. .
Jn Pernambuco gab eö 165t nicht weniger als 5000 Juden. In demsel ben Jahr fiel aber Brasilien an Portu gal zurück, und die Judenschaft, die sich schuldig fühlte, zerstreute sich schnell, Eben damals, im Jahre 1654, kamen die ersten jüdischen Einwanderer, von denen man genaue Kunde hat, einige zwanzig an der Zahl, nach NeuAm erdam lNew Nork). über .Westindien von Südamerika her, wahrscheinlich eben von Brasilien, obwohl inzwischen auch Surlnam, Jamaica, Mexico und andere Länder zahlreiche Juden aufge nommen hatten. Der GouverneurStuy. vesant empfing die Ankömmlinge sehr ungastlich und hätte fie am liebsten des Landes verwiesen, hätte nicht die regie rende holländisch . westindische Gesell schaft dem widersprochen. Im allge meinen bestand auch unter der späteren britischen Herrschaft, nicht nur in New York, sondern auch, und ganz beson derS, in NeuEnglanb, eine große Ab Neigung gegen Juden und Katholiken, ausgenommen vielleicht in Newport in Rhode Island. Am stärksten wurde den Juden in Maryland zugesetzt, wo man schon aus dem Jahr 1634, also 20 Jahre vor ihrer Ankunst in New York von einigen dahin verirrten Ju den hört. Der Kampf um die bürgerlichen Rechte wurde hier am nachdrücklichsten ausgefochten (Familie Cohen), .führte aber erst 1819 zum Aemterrecht. In den übrigen Kolomen errangen die Juden gleichfalls nur langsam die Rechte der öffentlichen Religionsübung, des Waarenverkaufs in offenen Läden und der Wahlbetheiligung. Für das ganze Judenthum wurde die Toleranz. akte von Virginien aus dem Jahr 1785 von Bedeutung. Virginien war da malö einer der führenden Staaten der beginnenden Union und stellte die Mehrzahl der ersten Präsidenten. Die frübiüdische Einwanderung nach h, nam.rZkanZsckn M,r hu stand zum weit überwiegenden Theil mi d! nack Südamerika aiig 6fofiat dim, spanisch.portugiefifchen Juden, wie dies auch die Familiennamen der altkolonialen ?luden. SeiraS. Veiroto und übnlicbe beweisen. r. immwu. .i.:. oz: : : r;; br ; 0kVVItk WfcVttM UMtVV.fc. kM H Schiff mit 40 Juden zu ihm, die aus Lissabon kamen, und die er nach eint gem Sträuben zu sich nahm. In dessen gab es aber schon sehr früh auch Aschkenasim unter den Juden Amerika'S, also deutsche und ofteuro päische. So wurde Pennsylvilnien schon im Anfang des 18. Jahrhunderts von zahlreichen deutschen Juden aufgesucht, l die sich wie die übrigen deutschen Ein Wanderer, mehr im Innern der Kolo nie niederließen, in BerkS Countv und Lancaster. einem Mittelpunkte des DeutschtbumS. Philadelphia, wo wir sie zuerst 1703 finden, wurde nach New Nork die stärkste ?kudenaeme!nde. und daß die Stadt in Fragen der jüdischen 5n!efinna und Bilduna immer ton angebend geblieben ist, verdankt fie den Einflüssen des deutschen JudenthumZ. Hier wurde 1833 die erste jüdische Sonntagsschule gegründet, bildete fich 1843 "ine israelitische ErziehungSge frflfchaft; wurde 1867 daS erste, freilich kurzlebige jüdische College (MaimonideS College) ins Dasein gerufen und später (1893) das Gratz College, das reichste im Land. Auch die jüdische Chautau quagesellschaft nahm hier ihren An fang. Die deutsch jüdische Einwan derung erführt eine ausführliche Be sprechung iu dem 9. Heft der Am. Je wish Hift. Society (1901) durch Max I. Kohler in New York. Vor 1800 überwog die Zahl der Sephardim, aber schon 1826 bemerkte ein Reiseschrift, stelle?, die Mehrzahl der amerikanischen Juden seien deutsch und englisch. Die ältesten deutschjüdischen Einwanderer, etwa bis zur amerikanischen Revolu tion, waren vielfach gebildete Männer, die sich den portugiesischen Juden wohl nur im Gottesdienste anschlössen sie waren nicht zahlreich genug zur eigenen Gemeindebildung , aber kaum im geselligen Verkehr mit ihnen traten. Die portugiesischen Sephardim ent ftammtenum Theil sehr alten Hoffa mitten, besaßen spanischen Stolz und spanische Würde, gepaart mit einer ge wissen Indolenz, während die deutschen Juden das Merkmal der Jahrhunderte langen Unterorückung nicht so leicht los wurden, dafür aber, fo unmanierlich fie fein mochten, eine Thatkraft entwickel ten. die sie bald zum Wohlstand führte und in Stellungen und Ehren brachte. In und nach , den. napoleonischen Zeit
löusten wanderten viele weft.undsüd' deutsche, namentliche bairische Juden,
nach Amerika aus, und Gerstäcker will beobachtet haben, daß nur der kleinste Theil der deutschen Einwanderung kurz vor der Mitte deS Jahrhunderts chrift lich gewesen sei. Meist scheinen . daS arme HandelSzuden gewesen zu sein, die von Ort zu Ort hausirten und so daS Judenthum auch auf dem Land verbreiteten. Mit der 48er Bewegung kam wieder leine gebildete Klasse, und eS find eben die deutschen Juden der zweiten Hälste deS 19. Jahrhunderts die am meisten die religiösen Formen. den Sinn für Gemeinnützigkeit, für Zusammenschluß, für Theilnahme am bürgerlichen und politischen Leben des Landes herausgebildet haben. Franz Lieber bemerkte 1869 Bluntschli' ge. genüber. die deutsch.amerikanischen Ju. den gewinnen täglich an Einfluß, seien reich, gebildet und intelligent und lesen bessere Bücher als die anderen Deut' schen. Eine zuverlässige Statistik der Ju den in den Vereinigten Staaten fehlt noch. Noch im Jahre 1826 wurde ihre Zahl nur auf 6000 geschützt, 1840 im American Almanac auf 15,000, aber schon 1843 auf 50.000. Der erste und bisher einzige Versuch, durch gründ liche persönliche Erhebungen Genaue reS zu ermitteln, wurde Ende der 70er von W. B. Hackenburg angestellt, der 230,000 Juden vorfand nnd etwa 250,000 als ihre wahre Zahl annahm, Gleich darauf, 1882, setzte der Strom der rujNZcy . zUdlschen Etnwanverung ein, so daß E. MarkenS in seinem ver dienstvollen Buch, The HedrewS of America" 1883 die Zahl der Juden auf 400,000 berechnete. Im Jahr 1897 nahm Sulzberger schon 940,000 an. Die Judeneinwanderung soll zwischen '1831 und Mitte 1905 945,. 833 betragen haben, doch wird eine amtliche Statistik darüber erst feit Mitte 1893 geführt. Nach ihr brachte das Jahr 1893-99 37.321; 18991900 60,705; 1900-01 53.004 : 1901-02 57.561; 1901-03 76.126; 1903-04 106.010; 1904-05 118, 419 : Juden, also in sieben Jahren 514.146. Oesterreich. Ungarn stellte von diesen MrUch 11.,-au.UUU. m münien im ersten Jahre 1343. dann Mlich 6..-7.000 (nur 1902-03 8,500). 1393-99 24,000. dann jährlich 37.. 33.000. 190203 aber 47,700. 1903-04 77.600 und 194-05 zwischen 80. und 90,000 (genaue Zahl bisher nur für die Ein Wanderungsstation New Aork bekannt: 31,340). . Unter Zugrundelegung dieser Zah len. der früheren Schätzungen und neuerer Erhebungen .nimmt daS ameri konische jüdische Jahrbuch für Mitte -m r r r i r r r. w . w m 1,-410.0 zuoen m oen einigten Staaten an. von denen 7oü. 000 auf Stadt und Staat New York kommen, je 100.000 auf Pennsyl vanien und Illinois, 60.000 auf Massachusetts, je 50,000 auf Ohio und Missouri. 20. 30.000. absteigend auf Kalifornien, Maryland. New Jersey. Jndiana, 10. 16.000 auf Michigan, Wisconsin, TexaS. Virginien. Minne sota, Louifiana, Kentucky und Ten nessee. Man sieht, der Staat New York, und man kann my Sicherheit sagen. die Stadt New Bork haben mehr Ju den als ganz Deutschland, das ihrer rund 600.000 besitzt. (Wechselbl. ) Grundeigenthums Uebertragungen. Herman E. Mariens an Cordelia Wiley, Lot 648 und Theil von Lot 549, Spann & Co.'S zweite Wpodlawn Addition, 40 bei 125 Fuß, Verb., Süd feite der Enali b Ave., westlich von State Ave. $2450. Jesfie E. Hatfield an Annie M. Thornton, Theil vom nordwestlichen Viertel, Section 4, Tp. 15, Range 4, 1 Acker, Center Township. $650. New York Investment Co. an Jane E. Dale, Lot 142. Martin'S zweite New York Addition, 40 bei 110 Fuß, vacant, Südseite der New York Str., östlich von anfing Str. ; $1000. Jay L. Nysewander an dieselbe, Lot 110, in derselben Addition, vacant, dieselbe Größe, Südseite der New York Str.. westlich von Cumberland Str. $1000. Esfie E. Nysewander an denselben. LotS 101, 102, 103, 111 bis 117, 159 bis 167. Beauty Avenue und Caldwell Straße, südlich von New York Straße und LotS 64, 65 und 66 Martins New York Addition, südlich von New Yor
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Rechte der türkischen Frauen. Die Rechtsstellung der Frauen in der Türkei ist in vieler Hinsicht durchaus nicht so ungünstig, als bei uns zumei t angenommen wiro: za in man cher Hinsicht hatte das mohammedanische Recht den Frauen von Anbeginn an Befugnisse zugesprochen, die ihnen v c : r j: , i c: ?
in uui uucnuiuuuiujc llllllcil l jie goiogcio wercen. hieraus wiro ein vor kurzem vorenthalten waren. Jede wenig Fleischbrühe zugegossen, damit Frau kann nach mohammedanischem sich der Rückstand auf dem Boden aufRecht Prozesse führen, kaufen und ver-. löst, eine kurze Sauce gekocht und an-
kaufen sowie selbständig über ihren Nachlaß verfügen und zwar alles das ohne die Erlaubniß, ja selbst ohne das Vorwissen ihres Mannes. , In der Rechtsstellung macht das mohammedanische Gesetz zwischen verheiratheten und unverherratheten Frauen keinen Unterschied., Auch gerichtlichcs Zeugniß dürfen die mohammedanischen Frauen ablegen, wenn ihm auch nicht der gleiche Werth beigelegt wird, wie dem des Mannes: es sind nämlich zwei weibliche Zeugen erforderlich, um die Aussage eines männlichen zu entkräften. Ein ähnliches Verhältniß waltet hinsichtlich des Erbrechts, indem die Tochter eines Verstorbenen eine, der Sohn zwei Antheile erhält, während die Wittwe in der Regel ein Achtel, im Falle keine Kinder vorhanden sind, em Viertel des Nachlasses erhalten. Das Recht, auf Scheidung der Ehe beantragen zu durfen. steht zwar an und für sich nur dem Manne zu, kann aber durch besondere Vereinbarung im Ehevertrag auch für die Frau erwirkt werden: doch bat sie natürlich, falls die Scheidung der Ehe auf ibren Antraa erfolgt, keinen An spruch auf die Entschädigung, die ibr sonst der Ehemann zu zahlen verpftichtet und die übrigens meistens lächerlich niedrig bemessen ist. Infolge dieser Rechtsfähigkeit sind die türkischen Frauen auch sehr vielfach geschäftlich thätig; manche stehen sogar ausgedehnten Geschäften vor, und es ist gar kein seltener Anblick, sie die Banken Constantinopels zur Erledidüng eigener geschäftlicher Angelegenheiten betreten zu sehen. Auch weibliche Hausirer sind in der Türkei eine keineswegs seltene Erscheinung; es ist den Türkinnen auch keineswegs verboten, selbst weite Seereisen zur Besorgung von Handelsgeschästen zu machen. m m m F i s ch g u l a s ch. Von etwa 4 Pfd. zweierlei Fischarten, die man geschuppt und ausgenommen, gewaschen und mit eiem Tuch abgerieben hat, schneidet man nicht zu kleine Würfel, salzt sie gut und bestreut sie mit Paprika. Dann schneidet man vier große Zwiebeln klein, gibt sie zu etwas kleingeschnittenem, heiß, gemachtem Speck in eine flache Pfanne und bratet sie darin blaßgelb. Hierin läßt man das Fischfleisch leicht anbraten, gibt so viel Wasser dazu, daß das Fleisch damit gerade bedeckt ist, und läßt es, ohne zu rühren, eine Viertelstunde kochen. Man kräftigt den Gulasch mit etwas Bouillon undgibt ihn mit in'Butter und Petersilie geschwenkten Kartoffeln zu Tisch. Gefahrliche Drohung. Reaistrator: .Kinder, thut mir nur immer recht gut kochen und mich recht , 1 . . v.r 1 n Yrr ijc V?A gui ocganucin u pensioniren und dann sieh' ich Euch den ganzen Tag umanand'!
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324 23. Maryland , Erstklassige Familleuwasche. ..Beide Telephons 808..
Für die Küche. Nindskotelett,en. Man nimmt Rippenstücke, richtet sie zu Koteletten zu, klopft, salzt, pfeffert sie. setzt sie mit Zwiebeln, Petersilienwurzel, Lauch, gelber Rübe nebst Waffer oder Fleischölühe auf das Feuer, drckt sie zu und dämpft diese weich, bis daß U i . V r . . l gerichtet. Gedämpfte HammelSteaks. Das Karreestück wird in Steaks getheilt, wobei man die Knochen ablöst. Diese Steaks dämpft man mit wenig Wasser, Salz, einigen Schalotten und einem Kräuterbündelchen bald weich, nimmt sie dann aus der Brühe und läßt sie auf einer Schüssel abtropfen. Die zerhackten Knochen und die Abfälle giebt man in die Brühe, aus der man die Steakö genommen hat, fügt noch etwas Wasser zu, läßt es 1 Stunde kochen, gießt sie durch ein Sieb, entfettet fie, kocht sie mit einer braunen Mehleinbrenne dicklich und macht sie mit Salz, Pfefser und ein wenig Citronensaft pikant. Die halbweichen Steaks werden .rn geschlagenes Eigelb getaucht, mit ge-. nebener Semmel, gehacktem,, Schmtt lauch und gehackter Petersilie bestreut. in steigender Butter aus beiden enen gebraten und in der heiß gehaltenen Sauce angerichtet. Kalbsgekröse mit weißen R ü b e n. ' Die Rüben werden ' am Abend vor dem Gebrauch geputzt und leicht mit Mehl bestreut, auch steckt man das Küchenmesser . mit der Schneide mitten in die Rüben hinein, damit sie über Nacht nicht schwarz werden. Das Gekröse bestelle man sich vom Fleischer ganz srisch und brühe es selber mit kochendem Wasser, in das man eine Kleinigkeit Salz schüttet, ab, worauf man es nochmals mit dem Messer genau übergeht und alle Fältchen innen und außen gut au5schabt und reinigt. Alsdann fetzt man das Gekröfe mit reichlich Suppenwurzeln, Wasser, Salz, einigen Gewürzkernen und einem (nicht mehr) Lorbeerblatt an. kocht es weich, hebt es aus und kocht nun die abgewellten weißen Rüben in Gekrösebrühe, die man abgehärtet hat, gar. Ist dies erreicht, so nimmt man etwas weiße Mehlschwitze, verdickt damit Das Gemüse, schneidet das Gekröse in HapPenstücke, gibt diese an die Rüben und läßt das Gericht unter fleißigem Schwenken noch etwa zehn Minuten langsam ziehen, wonach man es im Berg auf eine runde Gemüseschüsscl und Kartoffeln dazu gibt. Rührei mit Kalbönieren und Tomaten. Man nehme eine kleine Kalbsniere, schneite sie in Würfel, salze und pfeffere sie und mache sie so schnell als möglich in Butter fteif. Sie darf hierbei nicht sehr gar werden; man vermischt die Würfel mit zwei Löffel brauner Sauce. Die Sauce darf aber danach nicht mehr kochen, die Niere wird sonst hart. In eine Salatschüssel schlägt man dann je nach Größe zehn bis zwölf Eier, salzt und pfeffert die Masse und schüttet sie in eine Kasserolle mit einer Unze Butter. Das Ganze ist auf gelindem Feuer zu rühren, bis die Eier gar geworden sind, es dürfen sich aber keine Stücken bilden. Die Masse muß vielmehr ganz cremeartig glatt, dabei aber fo fest sein, daß man noch einen reichlichen Löffel gut eingekochtes Tomatenpüree unterziehen kann. DaS Rührei kann in einer Teigkruste angerichtet werden, die Nieren füllt man ia die Mitte. ' GrüneBohnen (englische Vorschrift). Die zerbrochenen oder gefchnittenen grünen Bohnen werden in Salzwasser weich gekocht und abgegossen. Indessen bräunt man etwas Mehl in Butter, fügt etwas Fleischbrühe, Salz, Pfeffer und geriebene Muskatnuß dazu und läßt die Bohnm noch 13 Minuten damit durchdämpfen.
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